Die Zunge als Muskelkörper ist ein Spiegel der Gesundheit

Zunge

Zunge als Muskelkörper

Die Zunge zählt zum oberen Verdauungstrakt und ist ein von Schleimhaut überzogenes Muskelorgan.

Die mit spezieller Schleimhaut überzogene Zunge ist sehr wendig wie auch berührungsempfindlich und durch die dreidimensional bewegliche Muskel für das Sprechen, Essen, Schlucken und Saugen zuständig. Sinneszellen der Zunge können die Stellung der Kiefer und die genaue Position im Mundraum registrieren Aromen bestimmen, so auch süss, sauer, salzig, bitter und würzig.

Zunge Zungenbelag Zungenschleimhaut Zahn

Die Oberseite der Zunge ist der Zungenrücken (Dorsum linguae).

Zunge beim Mensch

Die Zunge liegt, umgeben von Zähnen, in der Mundhöhle, unter dem Gaumen und über dem Kieferbein.

Die Zunge beginnt sich im selben Zeitpunkt wie der Gaumen zu bilden und geht von verschiedenen Höckern am Boden des Pharynx aus. Der Pharynx ist eine mit Schleimhaut ausgekleidete Erweiterung im Anschluss an die Mundhöhle und Nasenhöhle. Von der Mundhöhle wird der Pharynx durch den Zungengrund und durch die Gaumenbogen abgegrenzt. Die Zunge ist ein längliches, von spezialisierter Schleimhaut überzogenes Muskelorgan und zählt zum oberen Verdauungstrakt. Die Zunge liegt auf dem Boden der Mundhöhle und füllt diese bei geschlossenen Kiefern fast ganz aus. Der hinterste dicke Teil der Zunge wird als Zungenwurzel oder Zungengrund bezeichnet, wo sich der Zungenmandel befindet. Die Zungenwurzel ist am Zungenbein befestigt, das im oberen Teil des Halses sich befindet und durch Bänder sowie Muskeln mit dem Kehlkopf verbunden ist. Auf der oberen Seite, dem Zungenrücken, ist diese Schleimhaut mit einer Vielzahl von Papillen bewachsen. Die Zunge ist ein Organ mit vielen Aufgaben, die uns beim Sprechen und Singen hilft. Mit der Zunge untersuchen wir beim Essen die Speise, prüfen, ob ausreichend gekaut wurde oder verletzende Teilchen eliminiert werden müssen sowie reinigen Schleimhauttaschen, Mundboden, Gaumen und Zahnzwischenräume. Die Zunge ist Sitz der Geschmackssinne und ist auch verantwortlich für Hitzempfinden und Kälteempfinden, für Schmerzempfindlichkeit und für unsere Beweglichkeit. Den vier Geschmacksqualitäten entsprechen vier Geschmackszonen auf der Zunge, süss, salzig, sauer und bitter. Wie die Augen das Spiegelbild der Seele sind, ist die Zunge der Spiegel unserer Gesundheit, denn an ihrem Aussehen erkennt man viele Krankheiten. Die raue Oberfläche der Zunge ist ein idealer Wohnort für Bakterien und Pilze.

Die Zunge zählt zum oberen Verdauungstrakt und ist ein längliches mit spezialisier Schleimhaut überzogenes Muskelorgan.

Von der Zunge aus können Mundgerüche, Erkrankungen der Mundschleimhaut und Parodontitis sowie Zahnkaries gefördert werden.

Einer Dauerbesiedelung der Erreger auf der Zunge lässt sich vorbeugen, indem man regelmässig die hinteren Zungenteile mit einem speziellen Zungenschaber reinigt.

Zunge, beweglicher Muskelkörper,  Schaber

Zum Reinigen der Zunge bzw. Zungenpflege kann man auch eine Zahnbürste verwenden, der Zungenschaber mit weichen Lamellen ist flacher und löst im Vergleich zur Bürste weniger leicht einen Würgereiz bzw. Würgereflex aus.

Zunge als beweglicher Muskelkörper

Die Zunge als beweglicher Muskelkörper ist mit Schleimhaut überzogen.

Die Zunge führt und koordiniert Kaubewegungen und Saugbewegungen, formt schluckbare Bissen und initiiert die Schluckbewegung. Die Zunge ist an der Lautbildung beim Sprechen massgeblich beteiligt und verfügt über feine Geschmacks und Tastsensoren (Papillen). Die Zunge ist über die Zungenwurzel am Ende fest mit dem Mundboden verwachsen. Zur Infekt-Abwehr enthält die dortige Schleimhaut lymphatische Zellen. Die Zunge ist ein von Schleimhaut überzogener Muskelkörper, der die Mundhöhle bei geschlossenem Mund fast ausfüllt. Auf ihrer Oberseite trägt die Zunge die Geschmacksknospen zum Schmecken der Speisen. Die normale Farbe der Zunge ist mattrosa. Die Zunge ist feucht und leicht aufgeraut. Eine gut durchblutet Zunge hat keine Zungenbeläge. Die normale Mundschleimhaut ist rot und glänzend. Grundlage der Zunge ist eine kräftiger Muskelkörper, der von einer Schleimhaut (Tunica mucosa linguae) überzogen wird. Die Zunge besteht aus Zungenkörper, Zungenspitze und Zungenwurzel. Die Zunge wird auch Lingua oder Glossa genannt und ist ein von Schleimhaut überzogener beweglicher Muskelkörper mit vielseitigen, unterschiedlichen Funktionen. Es ist ein Tastorgan und durch ihre Muskelkraft entscheidend am Herunterschlucken der Nahrung beteiligt. Die Zunge ist wichtig für den Saugakt und die Sprache und ein vielfältiges Geschmacksorgan. Sie ist in die Zungenspitze, den Zungenkörper und den Zungengrund oder Zungenwurzel unterteilt und beim gesunden Menschen von einer blassroten Farbe. Ihre Schleimhaut besitzt zahlreiche Drüsen und trägt fadenförmige Papillen, wobei die beiden letzteren Träger von Geschmacksknospen sind. Diese Papillen bieten jeder Art von Bakterien eine ideale Lebensgrundlage (warm, feucht und nahrhaft). Durch mechanischen Druck und Reiben der Zunge am Gaumen und an den Zähnen beim Sprechen und Kauen werden die vorderen zwei Drittel und ein Grossteil der Seitenränder ständig 'natürlich' gereinigt, das aus den Drüsen austretende Sekret optimiert diesen Prozess. Apex linguae = Zungenspitze. Glossitis ist eine Entzündung der Zunge bzw. Zungenentzündung. Als Zungenentzündung werden zahlreiche entzündliche Veränderungen der Zungenoberfläche wie auch der Zungenabszess, Zungendyskinesie, Zungengrundzyste etc. bezeichnet deren Ursachen vielfältig sind. Zwischen der Lippenfunktion und Zungenfunktion sowie dem Wachstum der Kiefer besteht ein enger Zusammenhang, denn oft ist es unmöglich zu entscheiden, was ist die Ursache und was ist die Folge. Von grosser Bedeutung ist, dass die Zungenfunktion beim Sprechen und Schlucken normal ist, damit sich das Gebiss sich richtig entwickeln kann, was natürlich auch für die Lippenfunktion gilt. Wenn der Mund stets offen ist, kann das negative Folgen für das Kieferwachstum haben.

Probleme mit Zahn-Gebiss

Zahnprobleme und Bissprobleme ergeben sich beim Mensch durch die Abweichungen der Zahnstellung, so  aus Zahnfehlstellungen, Kieferfehlstellungen und Bissanomalien, was beim Zahnarzt meist als Fehlbiss, falscher Biss oder Okklusionsanomalie bezeichnet wird. Unter Probleme mit Gebiss (Gebissproblem beim Mensch) kann auch eine schlecht sitzende Zahnprothese als Zahnersatz verstanden werden, wenn der Prothesenhalt nicht mehr gegeben ist, denn die Totalprothese wird im Volksmund vielfach als Gebiss bezeichnet.