Zahnunfall Kind: Unfall, Zahnverletzung, Zahnverlust, Milchzahn

Zahnunfall Kinder

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Zahnunfall bei Kindern

Das richtige Verhalten ist entscheidend bei einem Zahnunfall bei Kindern.

Die „Erste Hilfe bei Zahnunfall“ ist wichtig auch Bagatellunfällen bei Kinderzähnen, denn beschädigte Milchzähne können Komplikationen nach sich ziehen für die bleibenden Zähne.

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Bei einem Zahnunfall bei Kindern sind besonders davon die oberen Frontzähne, also Zähne in ästhetisch höchst empfindlicher Region betroffen.

Kinder und Jugendlichen haben bis zum 16. Lebensjahr ca. 30% einen Zahnunfall erlitten. Diese Zahnunfälle reichen von äusserlich nicht sichtbaren Erschütterungen vom Zahn oder Zahnbruch sowie einem Zahnwurzelbruch bis hin zu abgebrochenen Zahnkronenstücke und vollständig "Ausgeschlagenen Zähnen", wo von Zahnverlust durch Unfall gesprochen wird. Zahnwurzeln müssen bei ausgeschlagenen Zähnen feucht bleiben, bis der oder die Verunfallte samt dem ausgeschlagenen Zahn oder Zahnstücke beim Zahnarzt ankommt. Jeder ausgeschlagene Zahn hat eine Überlebenschance, wenn der Zahn mit Zahnwurzel nach dem Unfall in einer Zahnrettungsbox transportiert wird und kann so helfen, das komplexe Kausystem in Funktion zu halten. Wenn aber Zähne durch den Zahnunfall verloren gehen, bewegen sich die Nachbarzähne in Richtung der Zahnlücke, sodass sich das physiologische System verändert und weitere Zähne der Zahnwanderung folgen. Wenn die Zähne damit nicht mehr aufeinanderpassen, werden diese falsch belastet, sodass es zu Schäden am Zahnhalteapparat, an Kiefergelenken und der Kaumuskulatur kommt.

Ausgeschlagene Milchzähne

Ausgeschlagene Milchzähne werden im Gegensatz zu den bleibenden Zähnen nach einem Zahnunfall im Normalfall nicht wieder eingesetzt.

Bei Kindern werden die vorderen Milchzähne im Oberkiefer vielfach angeschlagen oder ausgeschlagen, so dass bei einem Zahnunfall nicht nur die Zähne, sondern auch die Mundschleimhäute wie auch Lippen und Gaumen davon betroffen sind.

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Wenn ein Milchzahn ausgeschlagen ist, sollte ein Zahnarzt aufgesucht werden, wo das Hauptziel bei der Unfallversorgung nicht darin besteht, den Zahn nach dem Unfall wieder einzupflanzen, sondern weitere Schädigungen an den Zahnkeimen der bleibenden Zähne zu verhindern.

Milchzähne werden vom Zahnarzt nach einem Zahnunfall nur selten wieder eingesetzt (Reimplantation).

Bei Kindern ist es in seltenen Fällen möglich, kleine Backenzähne an die Stelle von einem ausgeschlagenen, bleibenden Schneidezahn zu verpflanzen. Die Zahnkrone lässt sich dafür relativ leicht in die richtige Form schleifen. Bei Kindern wird eine endgültige Zahn-Krone (Überkronung) nach einem Zahnunfall meist erst nach der Pubertät bei bleibenden Zähnen angefertigt. Als Übergang kann aber eine Kinderkrone aus Kunststoff helfen, die Kaufunktion aufrecht zu erhalten, denn das Kausystem (Kauapparat) mit der Kaumuskulatur ähnelt einem Uhrwerk, das sehr fein aufeinander abgestimmt ist und auch im Milchgebiss nach einem Unfall weiter richtig funktionieren muss. Um im Milchgebiss die Zahnlücke schliessen zu können, werden im Kindergebiss nach einem Zahnunfall für ausgeschlagene Milchzähne vielfach festsitzende oder herausnehmbare Platzhalter in die Milchzahnzahnlücke eingesetzt. Herausnehmbare Platzhalter sehen aus wie Zahnspangen, an denen die fehlenden Zähne fixiert sind. Platzhalter für die bleibenden Zähne vermeiden ein Wandern der Nachbarzähne in die Zahnlücke hinein und halten den Platz frei für die nachfolgenden bleibenden Zähne, was auch sehr wichtig ist für die Sprachentwicklung vom Kind, denn die Aufgaben der Zähne sind vielfältig und werden nicht nur zum Kauen gebraucht.

Verhalten bei Zahnunfall

Im Milchgebiss kommt bei einem Zahnunfall, das der Zahnarzt als Trauma bezeichnet, vielfach zur Lockerung der Schneidezähne (Wackelzähne) bis zur Auslenkung von den Frontzähnen.

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Zahnfrakturen an Zahnkronen sind bei Milchzähnen eher eine Seltenheit, denn meist fallen Zähne bei einem Kinder-Zahnunfall aus.

Bei einem Zahnunfall ist richtiges Verhalten bei Kindern mit Zahnschaden und Zahnverlust entscheidend.

Das Verhalten bei einem Unfall mit Zahnverletzung ist wichtig, so dass man „Grundregeln bei Zahnunfall“ wie auch geeignete Massnahmen bei Zahnunfall beachten sollte. Durch einen Zahnunfall kann sich der Zahn lockern, verschieben oder es kann ein Zahnteil abbrechen sowie der Zahn ganz herausgeschlagen sein. Gelockerte oder verschobene Zähne sollte man nicht bewegen und Abgebrochene Zahnteile oder ausgeschlagene Zähne sollten gesucht werden, damit diese zum Zahnarzt mitgenommen werden können, denn Zähne können oft gerettet und in den Kiefer zurückgepflanzt werden. Ausgeschlagene Zähne dürfen nur an der Zahnkrone angefasst werden, aber wegen der empfindlichen Wurzelhaut nie an der Zahnwurzel. Auch darf ein schmutziger Zahn nicht gereinigt oder desinfiziert werden. Der Transport der Zähne sollte rasch erfolgen und nach Möglichkeit in einer Zahnrettungsbox oder in einer Kochsalzlösung transportiert werden. Ein abgebrochenes Zahnstück kann in Wasser aufbewahrt und transportiert werden, nicht aber wenn der Zahn ganz ausgeschlagen ist. Wenn das Kind blutet, kann man es auf eine Gaze oder auf ein Stofftaschentuch beissen lassen und wegen der Gefahr von Schwellungen und Schmerzen mit einem feuchtkalten Waschlappen oder eingepacktem Eis von aussen im Bereich der Wunde kühlen.

Handlungsbedarf und Dringlichkeit bei Kinder-Zahnunfall

Lebensrettende Sofortmassnahmen haben bei einem Zahnunfall im Besonderen beim Kind mit Milchzähnen Vorrang, denn es ist eine Notfallsituation und das Verhalten nach dem Zahnunfall ist abhängig vom Ausmass der Verletzungen, denn vielfach bestehen bei Zahnverletzungen auch Verletzungen der Weichteile sowie Gesichtsfrakturen und Kieferfrakturen oder starke Blutungen. Wenn Zähne fehlen, sollte der Mundraum abgesucht werden, damit Zähne und Zahnteile nicht verschluckt werden. Bei Anzeichen für eine Gehirnerschütterung wo Bewusstseinsstörung, Schwindel oder Erbrechen vorhanden ist wie auch bei starken Blutungen oder bei grösseren Weichteilverletzungen sollte man den Arzt oder das nächste Spital anrufen.

 Bei verschobenen Zähnen, die als Zahnverletzungen durch Unfall erfolgen ist eine Zahnbehandlung beim Zahnarzt dringend, denn der Zahn (verlagerte Zähne) muss möglichst rasch seinen Platz wieder einnehmen können. Verschobene Milchzähne können die im Kieferknochen befindlichen Zahnkeime der bleibenden Zähne schädigen, sodass eine Behandlung beim Zahnarzt unumgänglich ist.

 Bei herausgeschlagenen bleibenden Zähnen ist es ein Notfall und eine Zahnbehandlung dringend, denn beim Zahnarzt kann eine traumatisch bedingte Reimplantation (Wiederanpflanzung) erfolgen, sofern eine richtige Erste Hilfe beim Zahnunfall geleistet wurde und der Transport der Zähne richtig und rasch erfolgt.

 Bei herausgeschlagenen Milchzähnen ist es kein Notfall und eine Zahnbehandlung nicht sehr dringend, da ausgeschlagene Milchzähne meist nicht wieder eingesetzt (reimplantiert) werden. Trotzdem ist eine Konsultation beim Zahnarzt innerhalb von ein bis max. zwei Tagen wichtig.

 Wenn Zahnteile einer Zahnkrone abgebrochen sind ist es kein Notfall, denn diese Zahnstücke können in ein Glas Wasser gelegt werden, damit diese nicht austrocknen und beim Zahnarzt möglichst rasch wieder befestigt werden können, denn abgeschlagene Zahnstücke können unangenehme Folgen haben. Kleinere Absplitterungen oder auch Lockerungen der vorderen Milchzähne sind meist harmlos.

 Bei gelockerten Zähnen ist es kein Notfall und nicht sehr dringend, doch eine Zahnbehandlung ist baldmöglichst innerhalb von wenigen Tagen wichtig und eine starke Belastung vom lockeren Zahn (Wackelzähne) sollten vermieden werden.

 Sind Zähne hineingeschlagen, sollte baldmöglichst ein Zahnarzt konsultiert werden, denn für die bleibenden Zähne besteht ein hohes Risiko. Milchzahnverletzungen wie hineingeschlagene Milchzähne können die im Kieferknochen bzw. Alveolarfortsatz befindlichen Zahnkeime der bleibenden Zähne schädigen, doch eine Zahnbehandlung ist nicht immer notwendig.


Zahnverlust durch Unfall bei Kindern

Zahnunfälle mit Zahnverlust kommen bei Kindern durch Spiel und Sport häufig vor.

Zahnunfälle bei Kindern werden vielfach als Milchzahnunfälle bezeichnet, das Zahnschäden an Milchzähnen oder ausgeschlagene Milchzähne im Milchzahngebiss sind, die auch Schäden an den noch nicht durchgebrochenen bleibenden Zähnen verursachen können.

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Zahnverletzungen oder auch Zahnverlust bei Kindern sind beim Sport und Spiel keine Seltenheit, sei dies in der Schule oder während der Freizeit, sodass bei Milchzähnen eine Milchzahnzahnlücke entsteht.

Wenn ein Kinderzahn durch einen Zahnunfall verloren geht, sollte einen Zahn zulegen und mit dem Kind den Zahnarzt sofort aufsuchen, denn Zahnlücken können nicht entzücken.

Zahnunfälle bei Kindern kommen häufig vor, vielfach durch Stürze wo auch bei Kindern die oberen Schneidezähne am meisten betroffen sind. Die Folgen von Zahnverlust nach einem Zahnunfall sind vielfältig, denn durch den fehlenden Zahn, fehlt der Antagonist als Gegenspieler, so dass der Antagonistenkontakt fehlt. Ein Schlag oder Sturz bei Kindern ist keine Seltenheit, so dass der Zahn gelockert, abgebrochen oder ausgefallen ist, denn Zahnunfälle sind Vielfältig und reichen vom Abbrechen einer kleinen Zahnschmelzecke bis zum Zahnverlust. Wenn ein Kind einen bleibenden Zahn verliert, ist der Versuch sinnvoll, den Zahn wieder einzusetzen und kann vom Zahnarzt oder einem Zahnchirurg wieder reimplantiert werden (Reimplantation vom Zahn). Unfälle mit Milchzähnen sind im Gegensatz zu bleibenden Zähnen meist keine Notfall aus zahnmedizinischer Sicht, denn Milchzähne werden meist nicht reimplantiert, Milchzahnunfälle können aber die Entwicklung der bleibenden Zähne beeinträchtigen, sodass bei jedem Milchzahnunfall am Unfalltag oder am darauffolgenden Tag ein Zahnarztbesuch notwendig ist. Zahnersatz nach Zahnunfall erhalten auch Kinder bei einer Milchzahnzahnlücke in Form von einem Platzhalter.

Zahnverlust durch Zahnunfall bei Kindern

Wenn durch einen Unfall der Milchzahn mit Zahnwurzel ausgeschlagen ist, wird von einem Zahnverlust oder von einer Milchzahnlücke gesprochen, die im Wechselgebiss zu einem gestörten Zahnwechsel führen kann.

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Zahnschäden bei Kindern sollten wie auch ein Zahnverlust durch einen Unfall immer möglichst rasch von einem Zahnarzt begutachtet werden, denn durch den Zahnunfall können Zahnschmerzen entstehen, denn vielfach sind auch unsichtbare Schäden im Gebiss vorhanden.

Zahnverlust bei Kindern

Wenn der Milchzahn mit der Zahnwurzel ausgeschlagen ist, spricht man von einem Zahnverlust oder von einer Milchzahnlücke die zu einem gestörten Zahnwechsel führen kann.

Wenn nach einem Zahnunfall die Zähne beim Kind fehlen, sollten am Unfallort nach ausgeschlagenen Zähnen und Zahnbruchstücken Ausschau halten und für den Transport der Zähne in ein geeignetes Transportmedium legen, nach Möglichkeit direkt in eine Zahnrettungsbox legen ohne die Zähne zu säubern. Ein ausgeschlagener Zahn kann auch in einer kalten Flüssigkeit, am besten in Milch oder Kochsalzlösung transportiert werden, sofern keine Dento-Save-Box als Zahnrettungsbox vorhanden ist. Wenn der ganze Zahn mit Wurzel ausgeschlagen ist, darf dieser nicht in normalem Wasser aufbewahrt werden, denn das ist nur bei abgeschlagenen Zahnstücken möglich, damit diese nicht austrocknen. Da meist unklar ist, ob es sich um Milchzähne oder bleibende Zähne handelt, sollte man alle Zähne einsammeln, auch wenn Milchzähne beim Zahnarzt meist nicht wieder in den Kieferknochen eingesetzt (reimplantiert) werden. Ein ausgeschlagener Zahn darf nur an der Zahnkrone angefasst werden ohne die Wurzeloberfläche zu berühren, denn wenn es sich bei dem ausgeschlagenen Zahn um einen bleibenden Zahn handelt, kann dieser vom Zahnarzt wieder zurückgesetzt werden. Damit ein ausgeschlagener Milchzahn nicht verschluckt wird, darf dieser Zahn nach dem Zahnunfall nicht in das Zahnfach zurückgesteckt werden bzw. wieder in den Kiefer gesetzt werden. Bei ausgeschlagenen Zähnen sollte man nach dem Zahnunfall umgehend eine Zahnarztpraxis oder den Notdienst kontaktieren und sich rasch auf den Weg dorthin machen, denn je kürzer die Verweildauer vom Zahn ausserhalb vom Zahnfach ist, desto höher ist der langfristige Erfolg der Replantation.

Ausgeschlagener bleibender Zahn mit Zahnwurzel

Nur wenn die Zellen der Zementoblasten der Zahnwurzel überleben, kann der ausgeschlagene Zahn nach der Behandlung wieder im Kiefer festwachsen.

Zementoblasten bei Zahnwurzeln sterben bei trockener Lagerung vom Zahn innerhalb von 30 Minuten ab und müssen darum feucht bleiben, bis der oder die Verunfallte samt dem ausgeschlagenen Zahn beim Zahnarzt ankommt. Damit die Einheilungschancen vom bleibenden Zahn gewahrt bleibt, darf die Zahnwurzel nicht angefasst werden und nicht von Schmutzpartikeln gereinigt werden, denn die Wurzel vom Zahn ist mit speziellen Zellen den Zementoblasten überzogen, die für eine Regeneration notwendig sind und können durch säubern beschädigt werden. Die wichtigste Voraussetzung für das wiedereinpflanzen von einer natürlichen Zahnwurzel mit dem Zahn ist, dass die Wurzelhaut nicht ausgetrocknet oder beschädigt ist, damit der Zahn nach dem Zurückpflanzen richtig einheilen kann.

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