Zahnschmerzen, Zahnhals-Schmerzen: heiss, kalt, süss, sauer

Zahnschmerzen

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Rheumatischer Zahnschmerz

Ein rheumatische Zahnschmerz kann auf gesunde Zähne wandern oder auch alle Zähne gleichzeitig befallen. 

Bei dem rheumatischen Zahnschmerz ist ein Schmerz der nicht auf eine Stelle fixiert und kann der Schmerz wandern.

Rheumatische Zahnschmerzen Schmerz wandert

Der rheumatischen Zahnschmerz wandert und kann so auch alle gesund erscheinende Zähne gleichzeitig befallen.

Zahnschmerzen und andere Erkrankungen können vorgetäuscht werden.

Rheuma gilt als entzündliche Gelenkerkrankung, doch unter dem Begriff werden viele unterschiedlicher Erkrankungen geführt, die Knochen, Muskeln, Gefässe, Organe und Bindegewebe betreffen. Die angeblichen Zahnschmerzen die als rheumatische Zahnschmerzen bezeichnet werden, können auch vom Ohr bzw. von den Ohrenschmerzen ausstrahlen oder können ihren Ursprung als Migräne, Kopfschmerzen oder Nasennebenhöhlen-Entzündung (Sinusitis) haben. Zahnextraktionen sollten nach Möglichkeit bei rheumatischen Zahnschmerzen nicht durchgeführt werden, da sich die Schmerzen nicht selten mit grösserer Heftigkeit auf benachbarte Organe, wie die Ohren wandern. Rheumatische Zahnschmerzen dürfen nicht verwechselt werden mit dem ihm sehr ähnlichen gichtischen Zahnschmerz, wenn dieser von eingewurzelter Gicht stammt, wo eine Zahnextraktion nutzlos ist.

Zusammenhänge bei Zahnschmerzen

Für Zahnschmerzen ist meist ein kranker Zahn oder geschädigter Zahn verantwortlich, doch in wenigen Fällen können auch Erkrankungen im Unterkiefer oder Oberkiefer sowie auch im Nachbarbereich vom Kopf, der Augen oder der Nasennebenhöhlen einen ursächlichen Zusammenhang für Zahnschmerzen haben. 

Auslöser für Zahnschmerzen kann in seltenen Fällen ein drohender Herzinfarkt sein, Ursachen sind aber meist empfindliche Zähne oder auch schwerwiegendere Krankheiten wie Parodontitis, Rheuma oder Diabetes, denn bestimmte Autoimmunerkrankungen können sich unter anderem auch auf die Schmelzdichte auswirken. Vermeintliche Zahnschmerzen können auch von einer Kieferhöhlenentzündung ausgehen, da der Kieferhöhleboden in engen Kontakt mit den Zahnwurzeln der Seitenzähne steht und thermische Reize wie kalte oder warme können Zahnschmerzen an freiliegenden Zahnhälsen erzeugen die sich zu heftigen Schmerzen ausweiten können. Bei Zahnschmerzen muss an alles gedacht werden, von einem möglichen Herzinfarkt, Angina pectoris bis zur Gürtelrose. Kieferbeschwerden und Zahnprobleme sind in den meisten Fällen wechselseitig, denn eine Entzündungen vom Zahnfleisch oder vom Zahnhalteapparat kann rasch den Kiefer angreifen, wenn nicht rechtzeitig eine Behandlung der Parodontopathien erfolgt. Die Gefahr einer gefährlichen Knochenentzündung im Unterkiefer wie auch im Oberkiefer ist gross, sodass es zu einer Kieferknochenentzündung kommen kann. Eine Kieferknochenentzündung kann auch die Folge von Verletzungen oder einer Strahlenbehandlung sowie von einem kieferchirurgischen Eingriff durch eine Wurzelbehandlung sein, sodass der entzündete Kieferknochen starke Schmerzen verursacht.

Periostitischer Zahnschmerz

Ein "Periostitischer Zahnschmerz" beruht auf einer Entzündung der Knochenhaut, welche den Zahn in seiner Alveole befestigt.

Ein Periostitischer Zahnschmerz kann rheumatisch bzw. durch Erkältung entstehen und befällt vielfach Zähne, die durch Zahnkaries bereits angegriffen sind. Eine Entzündung der Zahnwurzelhaut (Periodontitis) ergibt anfänglich einen dumpfen Schmerz und später ergibt sich die entzündete Wurzelhaut zu erkennen mit einem sehr lebhaften klopfenden Schmerz vom Periodontium als Bindegewebe im Zahnhalteapparat. Der Zahn ist bei jeder geringsten Berührung sehr empfindlich und scheint dem Zahnpatienten länger zu sein als die übrigen Zähne. Periodontitis apicalis ist eine akute oder chronische Entzündung der umgebenden Bindegewebeanteile der Zahnwurzel auf infektiöser oder toxischer Grundlage. Am Zahnfleisch treten vermehrte Geschwulst bzw. Geschwür und Röte auf, die sich auf die benachbarte Wange erstreckt, was in Mundart als "Dicke Backe" bezeichnet wird. Durch Entzündungen (Pulpitis) beginnt der Zahn zu pochen an, sodass die Zahnschmerzen sehr stark bis unverträglich sind, im Besonderen während den Nachtstunden, da die Bettwärme den Entzündungsprozess unterstützt. Jeder Zahnschmerz nimmt vielfach ab und später wieder zu, im Besonderen wenn sich ein Zahngeschwür (Eiterzahn) bildet, welches die Mundschleimhaut durchbricht. Am besten ist immer, wenn man einen Eiterherd künstlich öffnet und entleert, womit eine natürliche Heilung erfolgen kann. Bei einer Entzündung der Zahnpulpa bzw. innere Periostitis oder Endodontitis ist der Zahnschmerz flüchtig und stark bohrend, stellt sich periodisch ein und wird später anhaltend oder kann sogar von Fieber begleitet sein. Die Entzündung der Zahnhäute geht im Normalfall in eine Eiterung über und verläuft innerhalb einer Woche meist ohne nachteilige Folgen. Zahnfisteln oder Beinfrass können beim Alveolarfortsatz folgen, sofern das Übel nicht behoben wird. Bei der Endodontitis kann die Entzündung immer in eine Eiterung übergehen, wobei die Zahnzerstörung durch Karies dann nur in wenigen Fällen verhütet werden kann.

Beratung Zahnarztangst

Die Beratung und Betreuung ist bei Zahnarztangst (Phobie) vor und während der Zahnsanierung zur Bewältigung der Angst sehr wichtig. Zahnarztangst ist wie eine rote Ampel die nicht auf grün  schalten kann, wenn sie einen defekt hat.

Fachberatung Zahnarztangst für Schlafnarkose beim Zahnarzt