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Schmerzmittel bei Zahnschmerzen

Schmerzmittel aus der Apotheke und Hausmittel gegen Zahnschmerzen können Zahnschmerzen in der Zeit bis zum Zahnarzt-Termin überbrücken, sind aber keine Dauer-Lösung, denn Zahnschmerzen sind ein Alarmzeichen, das auf eine Entzündung hinweist und an Zähnen oder Kiefer etwas nicht gut sein kann.

Für die Zeit bis zum Zahnarzttermin können bei Zahnschmerzen, Schmerzmittel aus der Apotheke zur Überbrückung eine Schmerzlinderung herbeiführen, die meisten Schmerzmittel wirken aber erst nach einer gewissen Zeit.

Schmerzmittel gegen Zahnschmerzen Tabletten

Die Produktpalette gegen Zahnschmerzen ist umfangreich und meist auch unübersichtlich, doch Tabletten mit Acetylsalicylsäure und Coffein helfen bei akuten Zahnschmerzen meist am besten, sollten aber nicht über mehrere Tage hintereinander eingenommen werden.

Schmerztabletten gegen Zahnschmerzen

Bei Zahnschmerzen können folgende Schmerzmittel eine Schmerzlinderung herbeiführen.

CONTRA-SCHMERZ plus (Acetylsalicylsäure und Coffein)
Aspirin® (Acetylsalicylsäure)
Ponstan® (Mefenaminsäure)
Panadol® (Paracetamol)
Felden® (Piroxicam

Schmerztabletten sind bei Zahnschmerzen für viele ein Segen, aber kein Wundermittel.

Kühlende Gels oder Sprays mit Kamille, Myrrhe oder Echinacea beruhigen entzündetes Zahnfleisch und bei akuten Zahnschmerzen hilft ein Schmerzmittel, das Acetylsalicylsäure und Koffein enthält wie CONTRA-SCHMERZ plus.

Medikamente, Zahnschmerzen, Ibuprofen, Zahn

Schmerzen sind Warnsignale vom Körper die uns mitteilen, dass etwas nicht stimmt, was man nicht ignorieren darf ansonsten sich ein „Schmerzgedächtnis“ entwickelt und man Schmerzen empfindet, auch wenn kein Grund für Zahnschmerzen vorhanden ist.

Zahnschmerzen unterdrücken

Es ist besser, Schmerzen durch schlucken von Schmerztablette zu bekämpfen und zu unterdrücken, als starke Schmerzen zu ertragen sodass ein Schmerzgedächtnis im Gehirn entsteht.

Die in Apotheken frei verkäufliche Schmerzmittel gegen Zahnschmerzen sind für den gesunden Mensch ungefährlich, wenn man eine Höchstdosis schluckt und die Medikamenteninformationen beachtet wie z.B. bei erhöhtem Blutdruck etc. Schmerzmittel können selbst Schmerzen auslösen, so ein dumpfer drückender Dauerkopfschmerz, wenn man die Medikamente über zehn Tagen hintereinander einnimmt oder die Maximaldosis überschreitet sowie verschiedene Tabletten miteinander kombiniert. Medikamente wirken am Morgen besser als am Abend und Schmerzmittel wirken besser und länger, wenn man sie morgens statt abends einnimmt. Die meisten Schmerzhemmer verhindern die Bildung von Prostaglandine das Botenstoffe sind, die das Schmerzempfinden beeinflussen und unterdrücken. Die körpereigenen Prostaglandine als Gewebshormone sind einer der zentralen Botenstoffe bei der Schmerzentstehung die bei Verletzungen am Schadensort vermehrt ausgeschüttet werden und spielen bei der lokalen Schmerzvermittlung eine bedeutende Rolle bei Entzündungsprozessen. Verschiedene Wirkstoffe haben in Schmerztabletten und Brausetabletten Zusatzeffekte, so sind Ibuprofen Entzündungshemmer und Paracetamol senkt auch Fieber, wobei bei Brausetabletten der Wirkstoff rascher ins Blut gelangt.

Ein geeignetes Schmerzmittel gegen Zahnschmerzen ist ein Präparat, das als Substanz Ibuprofen enthält, denn nicht jedes Schmerzmittel ist gut geeignet, wenn es die Blutgerinnung hemmt und Blutungen länger anhalten, im Besonderen wenn der Zahnnerv gereizt und entzündet ist oder ein Zahn entfernt werden musste.

Zahnschmerzen, Schmerztabletten, Schmerzmittel

Ibuprofen findet seine Anwendung bei der Therapie von Schmerzen verschiedener Ursachen wie Zahnschmerzen oder Kopfschmerzen.

Ibuprofen als Entzündungshemmer ist ein Wirkstoff, der Fieber senken kann und zur Behandlung von Schmerzen und Entzündungen wie bei "Zahnentzündungen" angewendet wird.

Wenn Schmerzmittel nicht wirken

Nach der Zahnextraktion kann eine verzögerte Wundheilung entstehen, wenn die Alveole leer bleibt und trocken ist, sodass starke, ausstrahlenden Schmerzen entstehen, wo auch Schmerzmittel kaum Wirkung zeigen, denn meist wirken Schmerzmittel nicht, da der Heilungsprozess sich direkt an der Knochenoberfläche der Alveole bzw. im Zahnfach vom Alveolarfortsatz abspielt.

Die Wunde darf nach der Zahnextraktion nicht ständig gesäubert werden, denn dadurch wird der Wundheilungsprozess aktiv behindert, sodass der Schmerz bestehen bleibt und sich auf den Trigeminusnerv ausweiten kann, was zu atypischen Zahnschmerzen bzw. Gesichtsschmerzen führen kann. Nur eine schmerzstillende Wundeinlage in die Knochenwunde kann mit der Zeit Abhilfe schaffen, so dass die Knochenoberfläche nicht geschädigt wird und möglichst wenig Abrieb erfährt. Vielfach klingen die Schmerzen endgültig erst ab, wenn das Knochengewebe vollständig von Granulationsgewebe überzogen ist.

Wenn Schmerzmittel nicht wirkt kann dies von vielen Faktoren abhängig sein, denn beim Schmerzmittel kommt es auf die Trägersubstanz vom Wirkstoff an und ob man sich bereits daran gewöhnt hat, Medikamente wirken aber meist nicht sofort nach der Einnahme.

 Schmermittel, Zahnschmerzen, Kieferschmerzen

Schmerzmittel wirken schwächer oder gar nicht im sauren Milieu, weshalb man bei akut auftretende Zahnschmerzen zum Zahnarzt gehen sollte, denn es gibt eine Vielzahl von Zahnschmerzen wie die ausstrahlende Schmerzen oder rheumatische Zahnschmerzen die wandern können und nervöse Zahnschmerzen die dem Gesichtsschmerz nahe steht sowie durch Nerven vorgetäuschte Zahnschmerzen.

Wenn Schmerzmittel bei Zahnschmerzen und Kieferschmerzen nicht wirken kann es sich um atypische Zahnschmerzen handeln.

Fast alle Trigeminusschmerzen entstehen mit kurzen Stichen in der Wange durch ein Blutgefäss, das auf den Trigeminusnerv drückt, sodass ausser evt. Antiepileptika (Antiepileptikum) die stärksten Schmerzmittel nicht helfen können und so kann man nicht einfach irgendein Schmerzmittel einnehmen. Da Schmerzattacken bei der Trigeminusneuralgie nur sehr kurze Zeit andauern, sind normale Schmerzmittel ungeeignet, wenn diese erst später wirken und bei Clusterkopfschmerzen kann nur die Kühlung durch Mundspülung mit Wasser, oder Sauerstoff wie Zomig nasal eine Linderung bringen. Auch wenn man bei Zahnschmerzen zu viele Tabletten und sehr lange einnimmt, kann der Körper eine Resistenz gegen Schmerzmittel aufbauen, sodass die Stoffe zur Schmerzlinderung nicht mehr richtig wirken und kein schmerzlindernder Effekt mehr einsetzt.

Hausmittel gegen Zahnschmerzen

Es gibt natürlichen Wirkstoffen wie Gewürznelken als Hausmittel gegen Zahnschmerzen, wo pflanzlichen Bestandteile herausgepresst werden, sofern diese gekaut werden und so die Schmerz hemmen. Kamillentee, Salbeitee und zerkaute Gewürznelken sind alte Hausmittel die leicht entzündungshemmend wirken und den Schmerz besänftigen. Das Nelkenöl kann vorübergehend den Zahnschmerz lindern, wenn man das Öl auf ein Wattestäbchen gibt und den Zahn betupft. Eine Entzündungshemmende Wirkung haben feuchte Lappen oder Eisbeutel, die man bei einer Schwellung der Backe auf Ihre Wange legen kann.


Zahnschmerzen bekämpfen

Schmerzmittel können helfen, die Zahnschmerzen zu betäuben, sodass man bis zum Zahnarztbesuch ein einigermassen normales Leben führen kann.

Schmerzmittel sind Medikamente die Zahnschmerz unterdrücken, ohne dass die Funktionstüchtigkeit vom Kausystem eingeschränkt wird, denn sie unterdrücken die Weiterleitung vom Schmerz an das Gehirn oder verändern die Wahrnehmung vom Schmerz im Gehirn. Viele Schmerzmittel wie Paracetamol oder Ibuprofen sind rezeptfrei in Apotheken erhältlich, für andere Schmerzmittel braucht es ein Rezept vom Zahnarzt oder Arzt wie für atypischen Zahnschmerzen (Trigeminusneuralgie / Clusterkopfschmerzen) wo blitzartige Attacken ausgelöst werden und es z.B. ein Nasenspray Zomig nasal braucht.

Zahnschmerzen werden meist durch Reizungen vom Zahnnervengewebe ausgelöst und sind in vielen Fällen infektiöse Zahnerkrankungen.

Zahnschmerzen bekämpfen, Schmerztabletten

Wenn die Ursache von Zahnschmerzen ungeklärt sind und es sich um vorgetäuschte Zahnschmerzen bzw. Atypische Zahnschmerzen wie die einseitigen Cluster Kopfschmerzen handelt, kann Spülen mit kaltem Wasser etwas Linderung bringen, denn dagegen nützen Schmerztabletten nichts, sondern nur eine Behandlung mit Sauerstoff, so z.B. Zomig nasal.

Tabletten und Gewürznelken lindern die Zahnschmerzen.

Gegen plötzliche Zahnschmerzen kann man kurzfristig Tabletten einnehmen, denn die frei verkäuflichen Schmerzmittel mit den Wirkstoffen Paracetamol, Acetyl-Salicyl-Säure oder Ibuprofen wirken meist gegen den Zahnschmerz, so die Schmerzmittel wie Aspirin, Paracetamol oder Ibuprofen die als harmlos gelten. Natürlichen Wirkstoffen wie Gewürznelken können gekaut werden, dämpfen den Schmerz und hemmen eine evt. vorhandene Zahnentzündung, denn die pflanzlichen Bestandteile werden herausgepresst.

Brausetabletten lindern den Schmerz rascher, da der Wirkstoff rascher in die Zellen gelangen kann.

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Sind die Zahnhälse empfindlich, können Pasten mit Kalium-Nitrat, Fluorid-Mischungen oder Strontium-Chlorid für sensible Zähne nützlich sein, denn "Empfindlichkeit Zahnhälse" können auf Kaltes, Heisses, Süsses oder Saures mit einem schmerzhaften Ziehen reagieren.

Bei Zahnweh zum Zahnarzt

Bei Zahnschmerzen ist es ratsam, den Zahnarzt aufzusuchen, denn Tabletten sind wie alle Formen von Schmerzmittel ein Mittel zum Zweck.

In den meisten Fällen verschlimmert das Abwarten die Zahnschmerzen, sodass ein frühzeitiger Zahnarztbesuch beim Auftreten der Schmerzen ratsam ist, denn der Zahnarzt kann konkrete Zahnbeschwerden abklären und Rückschlüsse auf den Auslöser finden, denn anschliessend werden die Zähne auf Löcher und Risse untersucht. Ursache für den ziehenden Zahnschmerz am Zahnhals sind offen liegende Dentinkanälchen bzw. Dentintubuli, die direkt zum Zahnnervengewebe führen. Der Verschluss der Dentinkanälchen bei freiliegenden Zahnhälsen gelingt meist durch zahnärztliche Massnahme und mehr oder weniger durch verschiedene Zahnpasten, damit der Zahnschmerz gestoppt werden kann. Empfindliche Zahnhälse können behandelt werden, denn der Zahnarzt kann den Zahnhals mit einem kräftigenden Fluorid-Lack versiegelt oder er trägt einen dünnfliessenden Kunststoff auf, der die Dentinkanälchen verschliesst, was die Überempfindlichkeit der Zahnhälse lindern kann.

Mögliche Ursachen von Zahnschmerzen

Die Ursachen für Zahnschmerzen können vielfältig sein und kommen beim Mensch besonders häufig vor, wo Erkrankungen der Zähne, der Zahnwurzeln oder vom Kiefer bzw. Alveolarfortsatz sowie Zahnfleisch zugrunde liegt. Die Zahnschmerzen und Kieferschmerzen entstehen, wenn die Nerven in den Zähnen und Kiefer durch Druck, Verletzungen oder Chemikalien gereizt werden und durch die Schmerzrezeptoren über Nervenleitbahnen an das Zentralnervensystem vom Gehirn weitergeleitet werden. Zähne, Kaumuskeln sowie Mundschleimhaut und weiter Gesichtspartien werden durch die Seitenäste über den Trigeminusnerv versorgt, sodass auch andere Gesichtsteile für Zahnschmerzen verantwortlich sein können. Das Kausystem mit dem Zahnhalteapparat bildet mit dem Zahngebiss eine Einheit, die Zahnprobleme wie auch Kieferprobleme und damit Zahnschmerzen auslösen kann. Zahnschmerzen können gelegentlich auch in Form von ausstrahlenden Schmerzen von Erkrankungen anderer Organe auftreten.

Schmerzen im Zahnbereich und Kieferbereich

Freiliegende Zahnhälse
 Fehlender oder angegriffener Zahnschmelz
Zahn-Karies (Kariöse Läsionen)
 Zahnfleischentzündung (Gingivitis)
 Parodontitis (Parodontose)
 Zahnwurzelentzündung, Wurzelspitzenentzündung, Wurzelhautentzündung
 Abgestorbene Zähne (tote Zähne), "Gangrän-Schmerzen"
Zahnspangen bei Zahnspangenbehandlung
 Schlecht sitzende Prothese
 Zahnfehlstellungen, schief gewachsene Zähne
 Weisheitszahndurchbruch
 Erschwerter Zahndurchbruch
 Kinderzähne, Zahnen bei Babys
 Zahnbehandlungen (Zahnsanierung)
 Zahnextraktionen (Zähne ziehen
Zähneknirschen, Zähnepressen
 Kieferknochenentzündungen Oberkiefer, Unterkiefer
 Kieferfehlstellungen (kraniomandibuläre Dysfunktion)
 Verletzungen durch Zahnunfall
 Höhenzahnschmerzen (Barodontalgie)
 Phantomschmerzen (atypische Odontalgie)

Schmerzen im Mundbereich, Kopfbereich, Gesichtsbereich

 Mundschleimhautentzündung, Aphthen etc.
 Mundtrockenheit
 Kieferhöhlenentzündung
 Mittelohrentzündungen
 Nervenentzündung (Trigeminusnerv
Gürtelrose im Gesicht (Herpes, Gesichtsrose)
 Kopfschmerzen, Migräne etc.

Therapie bei Zahnschmerzen

Unter Therapie beim Zahnarzt versteht man die Zahnbehandlung, die meist darin besteht, dass Zahnlöcher und Zahnrisse aufgebohrt und gereinigt werden, sodass sie mit einer Zahnfüllung versehen werden können.

Für Zahnschmerzen gibt es viele Gründe wo die Ursache für die Schmerzen zuerst ausgemacht werden müssen, bis der schmerzhafte Zahn repariert werden kann, denn Schmerzmittel sind nur ein Mittel zum Zweck. Sofern keine konkreten Ursachen für die Zahnschmerzen gefunden und behoben werden können, ist meist eine Wurzelspitzenresektion notwendig, denn oft liegt der Grund bei einer bakteriellen Entzündung im Zahninneren, die durch eine Wurzelkanalbehandlung entfernt wird. Wenn Zahnschmerzen therapiert werden, sind es Zahnerhaltende Massnahmen als "Konservierende Zahnbehandlung" die im Vordergrund steht, denn eine Zahnentfernung bzw. Zahnextraktion sollte nur im äussersten Notfall in Betracht gezogen.


Schwellungen im Backenbereich

Bei Schwellungen kann kühlendes Eis eine Linderung verschaffen, denn Schwellungen treten meist bei akuten oder chronischen Entzündungen auf, doch sollte das Eis immer zunächst in ein Tuch eingewickelt werden.

Wenn sich eine wässrige Flüssigkeit (Ödeme) im Gewebe vom Körper ansammelt, wird von einer Schwellung gesprochen, wobei es um ein Symptom einer anderen Grunderkrankung handeln kann, was dazu führt, dass verstärkt Wasser ins Gewebe einfliesst oder der Abtransport der Flüssigkeit vermindert ist. Eine Schwellung kann lokal begrenzt sein oder den gesamten Körper betreffen, denn medizinisch kann ein Tumor auch als Schwellung bezeichnet werden.

Eine Schwellung (Au Backe) entsteht, wenn Flüssigkeiten sich im Gewebe einlagert, da es nicht rasch genug aus dem Gefäss-System abfliessen kann, was als Ödem bezeichnet wird.

Schwellung, Wange, Zahnfleisch, Zahnwurzel 

Die Schwellung wird als Ödem oder im Volksmund als "Wassersucht" bezeichnet und ist eine Schwellung vom Gewebe durch die Einlagerung von Flüssigkeit aus dem Gefässsystem, das aus Körperflüssigkeiten Blut und Lymphe besteht.

Schwellung vom Zahnfleisch

Ein geschwollenes Zahnfleisch weist vielfach auf eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis) oder Entzündung vom Zahnbett (Parodontitis) hin.

Die Gingivitis ist zu erkennen an einem geröteten und geschwollenen Zahnfleisch, wo das Zahnfleisch blutet, denn gesundes Zahnfleisch ist fest und blassrosa, der Zahnfleischrand läuft dünn aus und liegt dem Zahn wie ein Kragen eng an und blutet beim Zähneputzen nicht. Bei angeschwollenem Zahnfleisch sollte man den Zahnarzt aufsuchen, denn dies weisst meist auf eine Entzündung hin, so auf eine Zahnfleischentzündung oder Zahnbettentzündung. Der Ausdruck Zahnschmerzen ist vielfach nicht korrekt, denn die Ursache für die Schmerzen ist nicht immer der Zahn, denn es können auch Zahnfleischschmerzen durch die Schwellung am Zahnfleisch sein. Zahnfleischschmerzen durch geschwollenes Zahnfleisch wird meist durch eine Zahnfleischerkrankung ausgelöst die sich auf den Kieferknochen und das Stützgewebe ausweiten kann, das die Zähne umgibt. Wenn das Zahnfleisch geschwollen ist, färbt sich das Zahnfleisch rot, wird weicher und beginnt an zu schmerzen wie dies auch bei einer Zahnfleischtasche der Fall sein kann. Auch eine Entzündung durch Plaque kann verantwortlich für geschwollenes Zahnfleisch sein. Um die Ursache herauszufinden ist meist der Gang zum Zahnarzt unumgänglich, denn dafür kann eine Virusinfektion wie auch eine Pilzinfektion, eine Schwangerschaft (Schwangerschafts-Gingivitis) oder eine schlecht sitzende Prothese verantwortlich sein. Schwellungen vom Zahnfleisch kann durch gemeinsame Erkrankungen verursacht werden, so durch Bakterielle Infektionen, Mundtrockenheit durch Medikamente, die den Mundspeichel reduzieren, starken Tabakkonsum, Infektion oder Abszess vom Kieferknochen, Mundkrebs etc. Eine Schwellung am Zahnfleisch kann aber auch durch eine zu harte Zahnbürste verursacht sein, da das Zahnfleisch durch harte Borsten vom Zahnbürstenkopf empfindlich gereizt werden kann.

Schwellung am Zahn

Bei der Zahnentzündung entstehen Entzündungsreaktionen um den Zahn, die SchwellungRötungSchmerz, Hitze sowie gestörte Funktionen verursachen.

Eine Zahninfektion ist bekannt als Zahnabszess und ist eine eitergefüllte Schwellung. Durch eine starke Schwellung kann bei einem "Eiterzahn" der Zahn ein Stück herausgestossen werden, sodass dieser dadurch als länger erscheint. Die "Zahnentzündung" ist eine Bezeichnung, die im Zusammenhang mit Schmerzen am Zahn steht, wo sich das Zahnfleisch durch eine dunkelrote Linie von gesundem Zahnfleisch abhebt, denn die Gingivitis als Zahnfleischentzündung ist eine oberflächliche Entzündung vom Zahnfleischsaum, verursacht durch Bakterien, wo man vielfach auch von einer Zahntasche, Knochentasche oder Zahnfleischtasche spricht. Die Zyste bzw. der Granulom ist ein krankhafter Hohlraum, der von einer selbständigen Wand umgeben und von flüssigem oder breiigem Inhalt ausgefüllt ist. Die Kieferzyste macht sich meist als langsam wachsende, schmerzlose Auftreibung (Schwellung) im Mundvorhof bemerkbar, denn die Schleimhaut ist unverändert und verschieblich.

Schwellung bei Zahnwurzel

Das Zahngeschwür "Parulis" ist eine Folge von einem an der Zahnwurzelspitze entstandenen Abszess (Zahnwurzelhautentzündung), dessen Eiter durch den Kieferknochen und die Knochenhaut bzw. unter die Schleimhaut durch die Schwellung durchgebrochen ist.

Parulis ist besser bekannt als „dicke Backe“ das eine Schwellung im Kieferbereich oder Wangenbereich ist. Die von einer Zahnwurzel ausgehende Entzündung hat den Knochen, bzw. die Knochenhaut unter starken Zahnschmerzen durchbrochen wo sie sich in den umgebenden Weichgeweben ausbreiten kann. Das Zahngeschwür ist ein Abszess an der Wurzelspitze vom Zahn, der durch eine eitrige Entzündung in der Zahnmarkhöhle vom Zahnmark bzw. dessen Zerfall entsteht. Eine Zahnmarkentzündung wird in der Fachsprache als Pulpitis bezeichnet, denn Pulpitis ist eine Entzündung der Pulpa. Der Abszess ist ein eitriger Entzündungsherd, der sich vom umliegenden Gewebe abgekapselt hat.

Schwellung der Wange

Die Bezeichnung Schwellung die durch Blutung, Zyste oder Ödem (griech. Schwellung) entsteht, wird für eine gesteigerte Flüssigkeitseinlagerung im Gewebe bezeichnet. 

Eine Entzündungshemmende Wirkung haben beim Eiterzahn mit einer "Dicken Backe" feuchte Lappen oder Eisbeutel, die man auf die Wange legen kann.

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Salbeitee und zerkaute Gewürznelken sind alte Hausmittel, wirken leicht entzündungshemmend und besänftigen den Schmerz

Eine "dicke Backe" ist meist eine Folge von einer akuten Infektion, die durch Bakterien hervorgerufen wird.

Wenn eine "dicke Backe" durch die bakterielle Infektion entsteht, sollte man rasch handeln, ansonsten sich die Infektion in das umgebende Gewebe ausbreitet, denn es besteht keine Chance, dass die Schwellung von selbst wieder zurückgeht. Ohne zahnärztliches Eingreifen können Entzündungen im Kopfbereich wie im Zahnbereich sich auf den Hauptnerv übergreifen und atypischen Schmerzen verursachen. In der Zeit bis zur Zahnbehandlung können kalte Umschläge und Eiswürfel in der Mundhöhle eine Schmerzlinderung bringen. Damit die Schwellung nicht ansteigt, sollten Wärmeeinwirkungen und körperliche Anstrengungen vermieden werden. Die Ursache der Schwellung an der Wange muss nicht zwingend von einer Zahnentzündung stammen, denn eine dicke Backe kann auch von einer entzündeten Speicheldrüse stammen, vielfach auch verursacht durch Speichelsteine. Die Speicheldrüsenentzündung ist die häufigste Erkrankung einer Speicheldrüse, denn die Erreger sind Bakterien wie Streptokokken und Staphylokokken sowie Viren. Einige Medikamente wie auch Zuckerkrankheit, Eiweissmangel, Vitaminmangel oder Hormonstörungen können zu einer bleibenden Schwellung und damit zu einer Speicheldrüsenkrankheit führen.


Zahnextraktion beim Zahnarzt

Unter einer Extraktion wird beim Zahnarzt das „Zahn ziehen“ oder eine operatives Entfernen vom ganzen Zahn mit den Zahnwurzeln aus dem Zahnfach verstanden, das meist in Lokalanästhesie erfolgt.

Unter Zahnextraktion versteht man das "Ziehen von einem Zahn" mit der Zahnwurzel, ohne dass ein grösserer Schnitt notwendig ist, ansonsten von einer operativen Zahnentfernung gesprochen wird.

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Die Wunde schliesst sich normalerweise nach einer Zahnextraktion im Laufe der ersten Wochen, doch wichtig ist, dass die Wunde sauber gehalten wird und kein Schmutz oder Bakterien nach dem ziehen vom Zahn in die Wunde eintreten kann. 

Schmerzen nach Zahnarztbesuch

Schmerzen sind nach einer schwierigen Zahnentfernung oder auch nach operativen Eingriffen nicht Ungewöhnlich, so dass Schmerzmittel notwendig sind.

Normal wird die Zahnextraktion unter Lokalanästhesie durchgeführt, bei Patienten mit Zahnarztangst kann das Zähne ziehen oder die operative Zahnentfernung im Dämmerschlaf oder in Vollnarkose erfolgen, im Besonderen bei der Weisheitszahnentfernung von retinierten Weisheitszähnen (Weisheitszahnprobleme). Ein gewisser Schmerz oder unbehagliches Gefühl nach der Zahnbehandlung sowie nach einer Zahnextraktion sind normal und können mit Schmerztablette gelindert und meist auch beseitigt werden, doch muss auf den Blutdruck geachtet werden wie auch bei Medikamenten, denn der Blutdruck kann Sprunghaft zum Bluthochdruck ansteigen, sodass auch sportlichen Anstrengungen problematisch sein können. Im Normalfall gibt der Zahnarzt für später auftretende Wundschmerzen einige Schmerztabletten oder ein Rezept dafür in die Hand. Die Wundschmerzen sind normal nach zwei Tagen vorbei, doch sollte man während einer Woche noch etwas vorsichtig sein mit kräftigem kauen von Speisen. Nach jeder Zahnbehandlung kann es vorkommen, dass der Mund vorübergehend nicht mehr ganz geöffnet werden kann oder Schluckbeschwerden auftreten, was durch kalte Umschläge verringert werden kann, denn Wärme sollten man auf jeden Fall vermeiden. Als Vorsorge gegen eine Schwellung kann in den ersten 24 Stunden die Wunde gekühlt werden, was eine geringere Schwellung bewirkt. Nach der Extraktion vom Zahn kann es vorkommen, dass dies zu einer postoperativen Entzündung führen kann, die erst nach einigen Wochen abklingt.

Zahnloch nach dem Zahn ziehen

Bei einem Zahnloch ist eine Spülungen mit Kamillentee sinnvoll, so dass man immer wieder mit einem kleinen Schluck Kamillentee das Zahnloch überspülen kann.

Nach dem ziehen vom Zahn reinigt und desinfiziert der Zahnarzt das Zahnloch und stillt die Blutung mit einem Gazestreifen (Wattetampon). Sofern es notwendig ist, vernäht der Zahnarzt die Mundschleimhaut über der Wunde. Nach dem ziehen vom Zahn entsteht im Alveolarfortsatz ein Zahnloch das man mit Kamillentee leicht spülen kann, doch beim „Loch“ als leere Alveole muss zuerst eine Blutgerinnung erfolgen bzw. ein Koagulum entstehen,  ansonsten man mit jedem Spülvorgang das Blut aus der Wunde herausspült und den Heilungsvorgang stört. Wenn das Blut gerinnt entsteht ein Häutchen das nicht durch harte Esswaren (Kauen) oder mit einem spitzen Gegenstand beschädigt werden darf. Vollkornprodukte die krümelige Bestandteile haben, sind meist problematisch, denn sie können in die Wunde geraten und so zu Entzündungen führen. Vor der Spülung mit Kamillentee kann man auch für einige Minuten einen ausgedrückten Kamillenteebeutel auf die Wunde legen, der wieder ausgetauscht werden kann. Ein in ein Tuch eingepackter Eispack kann von aussen her auf die Wange gelegt werden, was hilft, Schwellungen vorzubeugen oder beim Abschwellen einer „Dicken Backe“ helfen. Wenn die Wunde vom Zahnfleisch nicht zuwächst oder Eiter aus der Wunde fliesst, sollte man den Zahnarzt sofort aufsuchen, denn dabei hat sich in der Wunde vermutlich wildes Fleisch gebildet, sodass die Wunde nicht heilen kann. Wildes Fleisch ist sehr reich an zarten Blutgefässen und besteht aus jungem, sehr zellenreichem Granulationsgewebe. Ein Granulom bildet sich, wenn das Zahnfleisch entzündet ist und es zu knotenartigen Gewebeneubildungen kommt, was im Volksmund „wildes Fleisch“ genannt wird. Wenn die Blutung erst nach vier Tagen nach einer Operation oder Zahnentfernung beginnt, sollte man sich beim Zahnarzt zur Wundkontrolle melden.

Blutungen nach Zahnentfernung

Blutungen nach der Zahnextraktion gehören zum normalen Heilungsprozess, sie sollen aber nicht länger als eine Nacht anhalten.

Nachblutungen sind nach dem Zähne ziehen normal, doch meist ist es unangenehm anzusehen, denn wenn sich ein Tropfen Blut mit Speichel oder Wasser vermischt, entsteht der Eindruck dass der Mund voller Blut sei wie auch bei einem Zahnunfall. Starke Blutungen im Mund während operativen Zahneingriffen sind äusserst selten, doch bei anhaltenden Blutungen kann man den Mund gründlich und kurz mit Wasser ausspülen. Eine Nachblutung nach dem Entfernen von einem Zahn ist Beherrschbar, denn bei blutender Wunde reicht ein „Druckverband“ um die Blutung zum Stehen zu bringen. Eine Nachblutung ist immer möglich und ist bei jedem Mensch unterschiedlich, wie lange so was bluten kann, im Besonderen wenn das Blut durch Medikamente wie Aspirin als Schmerzmittel beeinflusst wird, weil das Blut verdünnt wird. Eine Nachblutung nach einem zahnärztlich-chirurgischen Eingriff ist normal oder sogar für den Heilungsprozess fördernd. Meist kommt es zu einer Blutung wenn die Wirkung vom Betäubungsmittel nachlässt, denn darin ist meist ein gefässverengender Zusatz enthalten. Die verengten Blutgefässe werden wieder weiter, wenn die Medikamente nicht mehr wirken, sodass die Blutung für ein paar Stunden ganz normal ist, die dann aber normalerweise verschwindet. Vorteilhaft ist, wenn man das Kopfkissen während den Nachtstunden mit einem Tuch bedeckt, dass nach grösseren Zahnextraktionen nicht alles verblutet wird. Wenn die Blutung längere Zeit anhält, kann man mit einem  sauberen Stückchen Stoff eine kurze und kleine Rolle feucht machen und diese auf die blutende Stelle legen und ca. zwanzig Minuten ständig ohne Unterbrechung mit den Zähnen leicht darauf beissen, sodass ein ständiger Druck entsteht und sofern notwendig, diese "Kompresse" wiederholen. Während der Neigung zur Nachblutung sollten körperlicher Belastungen (Sport, Sauna), Alkohol, Kaffee und Zigaretten vermieden werden, wie auch Getränke, die eine Blutgerinnung auflösen können, so Fruchtsäfte, Kohlensäurehaltiges oder Heisses. Der Speichel im Mund kann dann seine Funktion entfalten und die Wundheilung fördern, denn die Funktion von Speichel ist für die Wundheilung wichtig.

Nach einer Zahnentfernung als kleiner operativer Eingriff kann der Wundbereich (Alveolitis) noch etwas Schmerzen verursachen, die meist ohne Komplikationen rasch abheilen.

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Eine Wundrevision durch Kürettage und anschliessender mehrfacher Tamponade ist vielfach bei einer Alveolitis sicca notwendig wie die Tabletten gegen Schmerzen, die man meist vom Zahnarzt bekommt.

Möglich ist, dass sich nach dem Ziehen vom Zahn Nachschmerzen einstellen, die man mit Schmerzmittel meist gut bekämpfen kann.

Wenn die Betäubung im Mund nach der Zahnextraktion abgeklungen ist, kann man normale Kost zu sich nehmen, man sollte jedoch beim Kauen die Wunde vor harten Speisen wie auch die Kaumuskulatur noch etwas schonen. Bei grossen Schmerzen kann bei einer Schwellung auch ein Eisbeutel, eingewickelt in ein Tuch, den man für 15 Minuten auf das Gesicht legt, sehr Hilfreich sein. Auch das Lutschen von Eiswürfeln kann die Temperatur im Mundraum verringern und die Wunde von innen her kühlen. Zum rascheren Abschwellen der Wundregion gibt es auch Zahnärzte, die Arnika-Präparate nach der Zahnextraktion empfehlen, denn Arnikablüten enthalten ätherisches Öl, Flavonoide und Sesquiterpenlactone, die entzündungshemmend und antiseptisch wirken bzw. Infektionen verhindern. Wenn keine Allergie gegen Kamille besteht, kann zur Unterstützung der Wundheilung und Desinfektion der Wunde im Mund nach dem Essen mit Kamille gespült werden. Schmerzen, die erst nach drei Tage nach der Zahnentfernung auftreten, können auf eine Komplikation hindeuten, denn es kann sich um eine Kieferknochenentzündung handeln, wo man den Zahnarzt nochmals aufsuchen sollte.

Wundheilung nach Zahnextraktion

Der hauptsächlichste Grund für Schmerzen nach einer Zahnextraktion ist die „trockene Knochenentzündung“ die als „Ostitis sicca“ oder „Dolor post“ bezeichnet wird, was eine gestörte Wundheilung ist.

Ein Zahn wird normalerweise nie aus einer akuten Entzündung heraus entfernt, denn das leere Knochenfach (Alveole) im Alveolarfortsatz, in dem sich die Zahnwurzel befunden hatte, muss sich mit neuem Gewebe als "Ersatzgewebe" auffüllen können, wobei sich zuerst jungen Zellen neu bilden müssen, was bei einer akuten Entzündung nicht erfolgen kann. Wenn ein Zahn gezogen wird, füllt sich die leere Alveole mit Blut das gerinnt auf (Blutgerinnung), sodass ein Koagulum entsteht. Ein intaktes Blutgerinnsel (Blutkoagulum / Blutclot), das ein nicht infizierter Blutpfropf ist spielt bei der Wundheilung der Extraktionswunde eine entscheidende Rolle, wenn es das Knochenfach vor eindringenden Bakterien im Mund verschliesst. Milchprodukte sollten nach der Zahnentfernung vermieden werden, denn die darin enthaltenen Milchsäurebakterien können die sich bildenden Blutpfropfen angreifen. Auch der Genuss von Koffein wie Kaffee, Schwarztee, Energydrinks sowie Nikotin oder Alkohol ist dieser die Blutgerinnung nicht förderlich. Durch die neuen kleinen Blutgefässe entsteht das Granulationsgewebe, das sich später in Narbengewebe umbaut. Der Heilungsprozess spielt sich direkt an der Knochenoberfläche der Alveole bzw. im Zahnfach vom Alveolarfortsatz ab. Problematisch ist nach der Zahnextraktion eine verzögerte Wundheilung, wenn die Alveole leer bleibt und trocken ist, was sehr schmerzhaft sein kann und Schmerzmittel kaum Wirkung zeigen, denn Schmerzmittel wirken nicht. Im Normalfall sind auch Antibiotika nicht angezeigt, da eine bakterielle Beteiligung und auch Eiter fehlt. Vielfach klingen die Schmerzen auch ohne Schmerzmittel endgültig erst ab, wenn der Knochen vollständig von Granulationsgewebe überzogen ist. Die Wunde darf nach der Zahnextraktion nie dauernd gesäubert werden, denn dadurch wird der Wundheilungsprozess stark behindert, sodass der ausstrahlende Schmerz bestehen bleibt. Bei starkem Schmerz am Kieferknochen wirkt keine Schmerztablette, sodass sich der Schmerz auf den Trigeminusnerv ausweiten kann, was zu atypischen Zahnschmerzen bzw. Gesichtsschmerzen führen kann. Nur eine schmerzstillende Wundeinlage in die Knochenwunde kann mit der Zeit Abhilfe schaffen, so dass die Knochenoberfläche nicht geschädigt wird und möglichst wenig Abrieb erfährt. Die Wunde kann möglichst dicht vernäht werden, sodass die Gefahr einer Ostitis sicca geringer ist, dafür aber die Infektgefahr erhöht ist, denn jede vernähte Wunde als abgeschlossenen Raum begünstigt das Keimwachstum. Das Risiko einer Verkeimung kann durch ein verabreichtes Antibiotikum unterbunden werden, was aber Auswirkungen auf das Immunsystem und den gesamten Organismus hat.

Wenn eine Wunde nach der Zahnextraktion oder anderen Operationen beim Zahnarzt vernäht wurde, müssen nach einigen Tagen die Nähte entfernt werden, bei einer plastischen Deckung frühestens nach 10 Tagen.

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Möglich ist auch das der Zahnarzt bei kleinen Wunden nach dem Zähne ziehen einen selbstauflösenden Faden genommen hat, sodass sich der Faden von selbst auflöst und verschwindet.

Zahnentfernung

Eine Zahnentfernung bzw. Zahnextraktion sollte immer erst nach vorheriger genauer Prüfung stattfinden, denn die Zahnerhaltung ist besser als Zahnersatz, sodass die eigenen natürlichen Zähne erhalten bleiben sollen solange die Zähne Erhaltenswert sind.

Wichtig ist vor umfassenden Zahnextraktionen, dass man sich über die Zahnsanierung mit Zahnersatz wie Zahnprothesen, Zahnimplantaten oder Zahnbrücke vor der Komplettsanierung erkundigt, denn wenn zu wenig Speichel vorhanden ist, hat eine Vollprothese ungenügenden Halt (schlecht sitzende Prothese) oder Zahnimplantate brauchen einen genügenden Kieferknochen und bei der Zahnbrücke müssen Nachbarzähne für die Überkronung beschliffen werden usw.

Gründe für eine Zahnentfernung

Wenn Zähne extrem stark gelockert sind (Wackelzähne)
 Bei Parodontitis bzw. Entzündung von Zahnwurzel und Zahnhalteapparat
 Längsfraktur der Zahnwurzel oder auch Zahnkrone
 Querfraktur der Zahnwurzel
 Horizontal verlagerte, impaktierte Zähne, meist Weisheitszähne (Retinierter Weisheitszahn)
 Massnahmen bei Kieferorthopädie, wenn Platzmangel im Kiefer vorherrscht
 Entfernung überzähliger Zähne (Distomolaren)
 Bei nicht erfolgreich verlaufener Wurzelkanalbehandlung
 Bei Zahnwurzelkaries und evt. Zystenbildung im Kiefer (Kieferzysten)
 Bei starker Zerstörung der Zahnhartsubstanzen (Zahnabnutzung)
 Wenn im gegenüberliegenden Kiefer ein Zahn fehlt und durch die Ausgleichsextraktion eine Bissverschiebung vermieden werden kann.

Als Parodontitis wird die Entzündung vom Zahnhalteapparat mit Zahnfleisch, Bindegewebe und Kieferknochen (Alveolarfortsatz) bezeichnet.

Komplikationen beim Zahn ziehen

Zahnextraktionen können zu einer Vielzahl von Komplikationen führen.

Kariöser Zahn kann abbrechen
 Gefahr von spitzen Zahnsplitter das Zahnfleisch und Mundschleimhaut verletzen kann
 Zahnbruchstücke können übersehen werden, Probleme Entzündungen und Eiterbildung
 Verletzung vom Kieferknochen bei der Extraktion, Instabilität der Zahnprothese
 Kieferknochenverletzung > Kieferknochenentzündung, Kieferfraktur bei Alveolen
 Blutungen nach Zahnextraktion durch blutverdünnende Medikamente
 Verletzung beim Schneidezahn ziehen der Mund-Antrum-Verbindung (Nasenraum)
 Luxation (Verrenkung) vom Übertritt, Zahn bzw. Zahnwurzel in die Kieferhöhle


Höhenzahnschmerzen im Gebirge

Wenn Zahnschmerzen im Gebirge oder im Flugzeug (Aerodontalgie) in einer Höhe über 3000 oder auch beim Tauchen auftreten, handelt es sich meist um einen dumpfen Druckschmerz, was als Höhenzahnschmerz oder Barotraumata (Baro=Druck) bezeichnet wird, der durch Luftdruckunterschiede von Unterdruck oder Überdruck sowie Temperaturunterschiede entstehen kann.

Die Höhenzahnschmerzen werden auch als Barotrauma oder Aerodontalgie bezeichnet und entstehen durch Änderungen vom Umgebungsdruck beim Fliegen, Tauchen oder Bergsteigen.

Zahnschmerzen Flugzeug,  Fliegen, Tauchen 

Während dem Flug verändern sich im Flugzeug Temperatur und Luftdruck, so dass die Luftdruckveränderung zu einem Zahnproblem führen kann.

Zahnschmerzen durch Luftdruckunterschied

Der unterschiedliche Luftdruck kann bei Flugreisen, Tauchgängen oder beim Bergsteigen das Nervengewebe im Zahn bzw. den Zahnnerv reizen.

Bei neuen Zahnfüllungen kommt es immer wieder vor, dass Höhenzahnschmerzen entstehen, denn unter neuen „Plomben“ kann sich Luft befinden, so dass sich das Gas ausdehnt, wenn der Luftdruck abnimmt und wo das Volumen zunimmt entstehen Schmerzen, was man während dem Flug verspürt. Sobald der Luftdruck steigt bzw. ein ausgeglichener Druck besteht, verschwinden die Zahnschmerzen im Normalfall. Ein Barotrauma entsteht durch die Änderungen vom Umgebungsdruck und hat Auswirkungen auf luftgefüllte oder gasgefüllte Hohlräume bzw. deren Hüllen beim Menschen, so auch beim Zahn. Wenn beim Fliegen oder in den Bergen der Luftdruck sinkt, können Zahnschmerzen auftreten, wenn die Zahnfüllung (Plombe) oder Krone einen Lufteinschluss hat oder nicht ganz dicht ist. Karieshöhlen oder Lufteinschlüsse unter schadhaften Füllungen können so im Flugzeug Probleme bereiten, denn ein Haarriss im Zahn reicht, den Zahnschmerz auszulösen. Barodontalgie ist der Zahnschmerz, der infolge grosser Druckunterschiede verursacht wird, da besonders beim Tauchen oder Fliegen kleinste eingeschlossene Luftbläschen unter Füllungen oder Gasbläschen die Ursache sein können, die sich aufgrund von Zahnnervenentzündungen in der Zahnpulpa gebildet haben. Barotraumen können durch Überdruck oder Unterdruck entstehen, so kann Höhenzahnschmerz Barodontalgie auch in Höhen von z.B. Meter mit der Seilbahn erfolgen wenn der Luftdruck in der Umgebung sinkt, sodass luftgefüllte Räume unter Zahnfüllungen oder Zysten im Kiefer (Kieferzysten) zu Schmerzen beginnen und Schmerzmittel notwendig sind, um die Zahnschmerzen oder Kieferschmerzen zu bekämpfen.

Barotrauma bei Zahn oder Kiefer

Durch Schwankungen der Druckverhältnisse unter Wasser oder in der Luft können plötzlich Schmerzen an Zähnen und Kiefer verursachte werden, ähnlich dem Barotrauma im Mittelohr (Trommelfell).

Der Grund für ein Barotrauma (Barodontalgie) ist der Druckunterschiede beim Fliegen bei dem Ausgesetzt sein gegenüber Unterdruck in der Höhe geringer sind als bei dem Ausgesetzt sein bei dem Überdruck im Wasser. Bei gesunden Zähnen kann ein Barotrauma nicht vorkommen, denn bei diesem Phänomen sind "Zahnentzündungen" oder Zysten vorhanden, die auf den abfallenden oder ansteigenden Druck reagieren. Durch die Luftdruckveringerung beim Start im Flugzeug entsteht ein relativer Überdruck unter einem nicht dicht verschlossenen Zahn, sodass ein Haarriss genügt, um auf den Zahnnerv zu drücken. Nach einigen Minuten hat sich der Druck durch Undichtigkeiten am Zahn meist ausgeglichen, sodass der Schmerz nachlässt bis zur Landung, wo ein Unterdruck im Zahn entsteht, sodass wiederum Zahnschmerzen entstehen können. Sofern sich beim Zahn durch eine kariöse Läsion ein luftgefüllter oder gasgefüllter Hohlraum bildet, findet bei versperrter Verbindung zur Mundhöhle kein Druckausgleich statt sodass bei zunehmendem Umgebungsdruck eine Verkleinerung vom Luftvolumen im Hohlraum der Karieshöhle im Zahn wie auch Gasvolumen (Gangrän) entsteht, was bei der Zahnhartsubstanz zu einer "Implosion" führen kann. Wenn eine Dekompression auftritt, kann unter fehlender Verbindung „Mundraum zur Karieshöhle“ bei abfallendem Umgebungsdruck zur Volumenausdehnung im Zahnhohlraum kommen. Der Druck in der Höhle im Zahn wird durch das starre Material vom Zahn gesteigert und aufgebrochen, wenn die Toleranzgrenze überschritten wird. Bei rascher Senkung vom Umgebungsdruck bzw. Steigerung der Druckdifferenz kann der Zahn bzw. Zahnhohlraumexplodieren“ oder die Zahnfüllung brechen.

Kostenvoranschlag Zahnbehandlung

Lassen Sie sich einen schriftlichen Kostenvoranschlag bei Ihrem Zahnarzt erstellen und erfragen dasselbe bei OPTI-DENT. Kostenvoranschläge können bei der Zahnsanierung verschiedene Varianten an Zahnersatz enthalten, so eine Luxusvariante und eine Minimalvariante. Damit Sie einen Kostenvergleich von den Zahnkliniken erhalten, wird nach den Zahnarzttarifen eine 1:1 Offerte erstellt.