Zahnkrankheiten, Zahnherde und Erkrankung durch Zähne

Zahnerkrankung

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Infektionen im Mund

Bei einer Infektion dringen Mikroorganismen (Bakterien, Viren, Pilze und Protozoen) bei Mensch, Tier oder Pflanze ein und vermehren sich dort.

Zwischen einer Infektion und einer Infektionskrankheit muss sorgfältig unterschieden werden, denn die meisten Infektionen bleiben durch eine sofortige Abwehrreaktion vom Immunsystem symptomlos. Erst wenn sichtbare Krankheitszeichen auftreten, spricht man von einer Infektionskrankheit. Zu Entzündungen im Mundraum und der Zunge führen meist die Mangelzustände, doch am meisten sind die Herpesviren für eine Entzündung in der Mundhöhle verantwortlich wie auch die Pilzerkrankung Soor bei Kindern. Infektionen im Mundbereich werden durch mechanische Belastungen, Kariesbefall, Bakterienbesiedlung, Essgewohnheiten und der natürlichen Pflegen der Mundhöhle durch Speichel beeinflusst. Die Mundhöhle ist ohne den spülenden Mundspeichel aus den Mundspeicheldrüsen ein idealer Nährboden für Bakterien und andere Mikroorganismen. Menschen die eine Vollprothese tragen, sind häufig geplagt von Infektionen im Mund und "Mundentzündungen", denn Pilze an Prothese und Druckstellen durch Prothese sind keine Seltenheit. Eine gründliche Mundpflege, Zahnpflege, Zungenpflege, Prothesenpflege wie auch evt. die Implantatpflege (Zahnfleischpflege) ist auch beim Tragen von Zahnersatz sehr wichtig, damit keine Infektionen und Entzündungen entstehen, die eine Zahnerkrankung verursachen können. Die Verhütung von Infektionen an der Mundschleimhaut und dem Zahnfleisch sorgt im Mund für Zahngesundheit und kann Munderkrankungen und Kiefererkrankungen verhindern.

Infekt im Mundraum mit Entzündung

Im Volksmund wird eine Infektion oder Infektionskrankheit als Infekt bezeichnet und darunter umgangssprachlich eine Entzündung oder Ansteckung verstanden.

Ein Abszess im Mund ist eine Infektion und wird meist als Entzündung beschrieben, sei dies am Zahn, Zahnfleisch oder in der Zahnwurzel, so dass von Zahnabszess, Zahninfektion, Zahngeschwür oder von einer Zahnentzündung gesprochen wird. Als Protozoeninfektion wird eine Krankheit verstanden, die durch eine Infektion mit einem Einzeller hervorgerufen wird. Ein geschwächtes Immunsystem als körpereigenes Schutzsystem das für die Erkennung und Abwehr von Mikroorganismen, Viren und Fremdstoffe verantwortlich ist, können beim Mensch zu Entzündungen in der Mundhöhle und der Zunge führen wie auch Mangelzustände. Unter einer Infektion versteht man das aktive oder passive Eindringen, Anhaften und anschliessende Vermehren von Organismen in ein System von Krankheitserregern, so bei Stomatitis, das eine Entzündung der Mundschleimhaut ist, wo die Ursachen sehr vielfältig sind, denn sie können infektiös durch Viren, Bakterien oder Pilze entstehen, das Kleinstlebewesen der Mundflora sind, die Mundschleimhäute und Zahnoberflächen besiedeln. Eine Zahnfleischentzündung verursacht meist keine Schmerzen, so dass vielfach nebst dem Zahnfleischbluten der süssliche Mundgeruch auf eine bakterielle Infektion hinweisen kann. Eine Entzündung der Mundschleimhaut wird als Stomatitis bezeichnet deren Ursachen sehr vielfältig sind, denn diese kann infektiös durch Viren, Bakterien oder Pilze im Mund entstehen wie auch durch physikalische Irritationen. Eine Stomatitis kann lokal begrenzt wenig Schmerzen verursachen oder auch grossflächig sein und sehr schmerzhaft verlaufen wie eine Prothesenstomatitis durch eine schlecht sitzende Prothesen als Zahnersatz. Eine Mundschleimhaut-Entzündung geht vielfach von einer Zahnfleischerkrankungen bzw. Zahnfleischentzündung (Gingivitis) aus oder kann durch scharfe Kanten an Zahnfüllungen entstehen und die Mundschleimhaut reizen und Geschwülste wachsen lassen. Stomatitis kann durch allergische oder toxische Reaktionen entstehen, so als Folge von systemischen Erkrankungen bei Vitaminmangel oder als Nebenwirkung von Arzneimitteln oder anderen Substanzen.

Pathogenität und Virulenz

Als Pathogenität bezeichnet man die grundsätzliche Eigenschaft eines Erregers, eine Krankheit auslösen zu können.

In der Medizin wird Pathogenität für den einwirkenden Einflussfaktor bzw. Pathogenitäts-Faktor verwendet, eine Krankheit auszulösen und wird durch Toxizität wie auch Aggressivität eines Pathogens gekennzeichnet. Pathogenität ist die Fähigkeit von infektiösen Organismen oder Toxinen einen bestimmten Organismus krank zu machen (pathogen = krankmachend), auch wenn nicht jede Infektion zu einer Krankheit führt (apathogen = nicht krankmachend). Krankheitserreger werden als Pathogen bezeichnet und für das Ausmass der Pathogenität wird der Begriff Virulenz verwendet. Als Pathogene können chemische Substanzen, psychische Ereignisse oder Mikroorganismen wie Bakterien, Viren und Parasiten usw. in Betracht kommen. Da nicht alle Mikroorganismen Krankheitserreger sind, unterscheidet man pathogene (krankmachende) und apathogene (nicht Krankmachende) Mikroorganismen. Ein krankheitsauslösendes Objekt wird als Pathogen oder als "Noxe" bezeichnet. Der Begriff Virulenz bezeichnet auch in der Mundheilkunde, Zahnheilkunde und Kieferheilkunde die Stärke der krankmachenden Eigenschaften eines Erregers. Ein besonders virulenter Keim als Krankheitserreger ist im Mund besonders gefährlich.

Die Entstehung einer Infektionskrankheit hängt von folgenden Faktoren ab:

Infektiöse Eigenschaften der Erreger wie Übertragbarkeit, Eindringungsvermögen in den Körper und Vermehrungsfähigkeit

Krankmachende Eigenschaften der Erreger

Menge der Erreger

Ansiedlungsort der Erreger als Mikroorganismen

Abwehrlage des Körpers

Viele Mikroorganismen befinden sich auf der Haut wie auch auf der Schleimhaut in der Mundhöhle oder im Dickdarm, ohne den Körper zu schädigen.

Krankheitsverlauf einer Infektion

Zwischen dem Eindringen eines Erregers in den Körper und dem Ausbruch der Infektionskrankheit vergeht im Allgemeinen eine relativ lange Zeitspanne (Inkubationszeit).

Nach dem Eindringen eines Erregers in den Körper kann sich der Erreger im Organismus zunächst ohne Krankheitssymptome vermehren, was man als Inkubationszeit bezeichnet. Die Dauer der Inkubationszeit ist für viele Infektionskrankheiten typisch, sie beträgt z.B. für Masern 10 bis 14 Tage. Die Infektionskrankheit beginnt anschliessend in den meisten Fällen mit einem Vorstadium (z.B. Kopfschmerzen vor einem grippalen Infekt). Dieses Vorstadium nennt man Prodromalstadium (Vorläufer). Im Durchschnitt bricht die Infektionskrankheit ca. ein bis drei Tage später vollständig aus. Die Phase der Genesung nach einer überstandenen Krankheit wird als Rekonvaleszenz bezeichnet.

Inkubationszeit ist die Zeit zwischen Ansteckung bzw. dem Eindringen von Krankheitserregern in den Körper und dem Auftreten der ersten Krankheitssymptome

Prodromalstadium ist das Vorstadium, das der eigentlichen Krankheit vorausgeht

Infektionskrankheit ist die Erkrankung mit meist typischen Krankheitssymptomen

Rekonvaleszenz ist die Genesungsphase bis zur endgültigen Heilung 

Behandlung von Infektionen und Infektionskrankheit im Mund

Die Behandlung von Infektionskrankheiten erfolgt nach der Ursache meist lokal, so mit desinfizierenden, entzündungshemmenden und schmerzhemmenden Mundspüllösungen oder Gels.

Die Behandlung von Mundsoor erfolgt beim Zahnarzt durch ein Antimykotika, das eingesetzt wird, denn Mundsoor (Candidiasis, Mykose) als Pilzerkrankung bzw. Pilzinfektion im Mund entsteht vielfach im Kindesalter, wie auch Mangelzustände zu Entzündungen der Zunge und Mundhöhle führen können. Als Kandidose oder Soor bezeichnet man alle Infektionen, die durch Pilze der Gattung Candida verursacht werden. Als Mundpilz bezeichnet man eine Hefepilzinfektion der Mundschleimhaut und der Zunge. Candida Albicans ist eine Gattung der Sprosspilze und sind als Erreger ein weisslicher Soor, doch Hefepilze sind bei vielen Menschen auf den Schleimhäuten zu finden, wenn sich die Candidapilze aber nicht übermässig ausbreitet, entsteht beim Mensch für die Gesundheit kein Schaden. Am häufigsten sind Herpesviren für eine Entzündung in der Mundhöhle verantwortlich, denn unter Herpes (Bläschengeflechte) bzw. Herpes simplex Virus versteht man umgangssprachlich eine Virusinfektionen, deren Erreger zur Familie der Herpesviridae gehören. Mit Viren und Viruskrankheiten befasst sich die Virologie, dass in der Zahnmedizin bzw. Zahnheilkunde ein Zweig der Mikrobiologie ist. Im Erwachsenenalter gehören Aphthen zu den häufigsten MundgeschwürenAphthen sind schmerzhafte, wiederkehrende Läsionen der Mundschleimhaut (umschriebene Verletzung), wo plötzlich ein roter, entzündeter Saum als Schleimhautveränderung entsteht, die schmerzhaft sein kann und nach Wochen von selbst wieder abheilt.

Virenerkrankungen:

Die Virologie befasst sich mit Viren und Viruskrankheiten und ist auch in der Zahnheilkunde ein Zweig der Mikrobiologie.

Herpes simplex (Fiberbläschen)
Rhinitis (Schnupfen)
Influenza (Grippe)
Masern
Röteln
Windpocken
Gürtelrose (Zoster)
Mumps
Poliomyelitis (Kinderlähmung)
Virushepatitis
AIDS

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