Zahnkrankheiten, Zahnherde und Erkrankung durch Zähne

Zahnerkrankung

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Kompositfüllung, eine Zahnfüllung 

Die Kompositfüllung ist im Gegensatz zur Amalgamfüllung nach der Behandlung sofort belastbar.

Lichthärtende Hybridkomposite mit kleinen Makrofüllern ist heute das Mittel der Wahl. Zur sicheren Verankerung des Komposits ist die konsequente Anwendung der Adhäsivtechnik erforderlich. Darunter versteht man die vorwiegend mikromechanische Haftung der Füllung am entsprechend bearbeiten Schmelz bzw. Dentin. Da das Material beim Aushärten schrumpft, darf die Schichtstärke nicht zu gross aufgetragen werden, ansonsten es zu Spannungen im Zahn und zu Rissen bzw. offenen Füllungsrändern kommt. Bakterien können sich dann an den Füllungsrändern anlagern, so dass Sekundärkaries bzw. ein neues Loch im Zahn entstehen kann. Risse und offene Füllungsränder sind bei Zahnfüllungen für Bakterien ein gutes Versteck. Zähne und deren Füllungsränder werden durch die dauernde Säureabgabe demineralisiert bzw. entkalkt, sodass ein erneutes Loch im Zahn entsteht.

Bei der Adhäsivtechnik unterscheidet man folgende Arbeitsschritte:
1. Konditionieren (Ätzen= etching) der Oberfläche von Schmelz und gegebenenfalls Dentin mit Säure (Phosphorsäure mit Farbzusatz aus Gel oder Lösung). Hierdurch wird die Oberfläche für den späteren Halt der Füllung demineralisiert.
2. Priming (nur im Dentin erforderlich) Vorbereiten des Dentins mit den eröffneten Dentinkanälchen mit einem speziellen Kunststoff, dem so genannten Primer. Der Primer ist erforderlich, um die wasseranziehende Dentinoberfläche für den wasserabstossenden Füllungskunststoff benetzbar zu machen.
3. Auftragen eines Adhäsives (=Haftvermittler, Bonding-agent) als Bindemittel zwischen der angeätzten (aufgerauten) Zahnhartsubstanz und dem Komposit. Das Adhäsiv ist ein dünnfliessender Kunststoff, der auch kleine Rauigkeiten ausfüllen kann und sich chemisch mit dem Füllungskunststoff verbindet. Im Dentinbereich verbindet sich das Adhäsiv mit dem Primer und bildet zusammen mit der Dentinoberfläche die so genannte Hybridschicht. Dentinadhäsive können in vielen Fällen eine Unterfüllung überflüssig machen, da sie die Dentinoberfläche versiegeln.

Arbeitsablauf beim Legen einer lichthärtenden Kompositfüllung:
Kavitätenpräparation: Sie sollte möglichst minimal invasiv erfolgen. Die Schmelzränder werden angeschrägt, um eine grössere Oberfläche für die Adhäsivtechnik im Schmelzbereich (Säure-Ätz-Technik) zu erzielen.
Trockenlegung: Sie erfolgt am sichersten mit Kofferdamm.
Unterfüllung im pulpanahen Bereich zum Beispiel mit einem Glasionomerzement
Konditionieren (Ätzen) der Oberfläche von Schmelz und gegebenenfalls Dentin
Dentinpriming
Auftragen eines Adhäsives Bonding-agent
Einbringen des Kompositmaterial: Bei tiefen Füllungen muss schichtweise vorgegangen werden, da das Licht für die Aushärtung nur bis zu einer Tiefe von ca. 2mm in das Komposit eindringt.
Abnehmen der Matrize und Entfernen von überschüssigem Füllungsmaterial
Politur der Füllung.
Zur Formgebung können bei tief kariösen Zähnen anstelle von Matrizen auch industriell vorgefertigte Kronenhülsen verwendet werden, so genannte Stripkronen. Ein besonderes Problem stellt die Gestaltung des Approximalkontaktes dar. Hier eignen sich geformte Matrizen, die beim Auspolymerisieren der ersten tiefen Kompositschichtung an den Nachbarzahn gedrückt werden. Im Seitenzahnbereich können Kompositfüllungen auch mit einer Fissurenversiegelung kombiniert werden. Eine Fissurenversiegelung mit gleichzeitiger kleiner Kompositfüllung wird auch als erweiterte Fissurenversiegelung bezeichnet. Bei grossen Defekten im Seitenzahnbereich besteht aber die Gefahr, dass dünne Seitenwände vom Zahn durch den grossen Kaudruck brechen können, weshalb vielfach ein stabiles Keramik-Inlay zur Anwendung kommt. Im Fronzahnbereich, wo hohe ästhetische Ansprüche gefragt sind, kommt vielfach ein Veneer zur Anwendung.

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