Zahnkrankheiten, Zahnherde und Erkrankung durch Zähne

Zahnerkrankung

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Erkrankung durch Zähne

Als Zahnerkrankung wird die Erkrankung von Zahnschmelz und Zahnbein als Zahnhartsubstanz wie auch die Erkrankung vom Zahnhalteapparat bezeichnet.

Die häufigsten Zahnkrankheiten entstehen beim Mensch im Alter und sind nicht nur ein ästhetisches Problem, denn Zahnprobleme können zu starken Zahnschmerzen und Kieferschmerzen führen und gesundheitliche Probleme im ganzen Körper verursachen.

Die Erkrankung der Zahnhartsubstanz ist die häufigste Erkrankung bei den Zähnen infolge Zahnkaries, die das Allgemeinbefinden stark beeinträchtigen kann.

Zahnkrankheiten Parodontose, Karies, Plaque

Die häufigste Krankheit der Zähne und des Menschen überhaupt ist die Zahnkaries bzw. Zahnfäule

Zahnerkrankung und Zahnkrankheiten

Unter Zahnerkrankung wird beim Mensch die Erkrankung der Zahnhartsubstanz und dem Zahnhalteapparat verstanden.

Zahnerkrankungen sind nicht nur ein ästhetisches Problem, sondern können zu erheblichen Zahnschmerzen und Zahnschäden führen. Entzündliche Zahnerkrankungen sind Parodontalerkrankungen und werden vom Zahnarzt als Parodontopathie bezeichnet, im Volksmund aber vielfach als Zahnentzündungen genannt. Eine nicht behandelte "Zahnentzündung" kann sich zu einer schwerwiegenden Herzklappenentzündung entwickeln. Zu den häufigsten Zahnerkrankungen in der Zahnmedizin zählt die Erkrankung der Zahnhartsubstanz, die so genannte Zahn-Karies. Unter Karies versteht man die Zerstörung von Zahnhartsubstanz durch bakterielle Säure die vielfach durch hohen Zuckerkonsum und mangelhafte Mundhygiene entsteht. Entzündliche Zahnerkrankungen Parodontal bedeutet, neben resp. um den Zahn befindlich. Zu den Zahnbetterkrankungen (Parodontopathien) gehört Parodontitis, eine Entzündung vom Zahnhalteapparat, die von Bakterien im Mund verursacht wird. Die "Entzündliche Zahnerkrankungen" ist eine Sammelbezeichnung für Gingivitis, Zahnfleischentzündung und Parodontitis (Erkrankung vom Zahnhalteapparat). Gemeinsamer krankheitsauslösender Faktor neben anderen Ursachen ist Plaque, der mikrobiologische Zahnbelag


Gesundheitliche Probleme

Zahnprobleme und Zahnerkrankungen können beim Mensch zu gesundheitlichen Problemen im ganzen Körper führen.

Gesundheitliche Probleme durch die Weisheitszähne entstehen, denn bei vielen Menschen gibt es im Besonderen im Unterkiefer für die die Weisheitszähne zu wenig Platz, da die Weisheitszähne am Kiefernwinkel sitzen und kein Weisheitszahndurchbruch erfolgt.

Gesundheitliche Probleme durch Zahnprobleme

Weisheitszahnprobleme durch verlagerte und impaktierte Weisheitszähne sind keine Seltenheit, denn die  Weisheitszahnentfernung erfolgt bei retinierten Weisheitszähnen, das Zähne in der Mundhöhle sind  die nicht durchbrechen, denn Weisheitszähne befinden sich weit hinten und brechen entweder gar nicht durch oder nur zum Teil, was man als Teilretinierter Zahn bezeichnet.

Zahnprobleme und Zahnkrankheiten

Gesundheitliche Probleme können gesundheitliche Zahnprobleme sein.

Wenn Weisheitszähne nicht richtig durchbrechen, kann es zu schmerzhaften "Zahnentzündungen" oder auch eitrigen Abszessen kommen. Es kann auch vorkommen, dass nur die Weisheitszähne im Oberkiefer oder nur im Unterkiefer durchbrechen. Wenn Entzündungen an den Zähnen nicht erkannt und entsprechend behandelt werden, kann dies Folgen haben, denn eine Zahnentzündung kann starke Zahnschmerzen und Schwellungen hervorrufen, denn eine Entzündung ist ein höchst komplexer Prozess durch das Abwehrsystem vom Körper gegen Angriffe aller Art. Die Entzündungen sind eine Abwehr und stets eine Reaktion auf krankmachende Reize, wie Fremdkörper oder Gifte, durch die Gewebe und oder auch Zellen geschädigt werden und so gibt es viele Krankheiten durch Zahnherde, was vielfach als Herderkrankung bezeichnet wird.

Ursachen für Entzündungen und Schmerzen

Ursachen für Entzündungen und Zahnschmerzen können fehlender Zahnschmelz als ZahnbeschichtungKariesbildung oder auch entzündliche Krankheiten wie Pulpitis oder Parodontitis sein, aber auch eine natürlich Zahnabnutzung an Zahnhartsubstanz sowie rein mechanische Verletzungen und Beschädigungen am Zahn.

Wie ausgeprägt die Entzündung und der damit verbundene Schmerz ausfällt ist abhängig von der Stärke, der Dauer sowie Anzahl und Intensität der angreifenden Reize, denn Zahnschmerzen entstehen, wenn der Zahnnerv gereizt wird. Das Ziel einer Entzündung oder Entzündungsherd ist stets, den Verursacher und seine Folgen aus dem Körper zu vertreiben und zu beseitigen, so bei Zahnstein am Zahn oder auch hartnäckigem bakteriellen Zahnbelag und Zahnhartbelag in Zahnfleischtaschen bzw. Knochentaschen resp. auch die harte Ablagerungen auf der Wurzeloberfläche als Konkrement. Die zahnmedizinische Prophylaxe als zahnmedizinische Prävention hat das Ziel, das Auftreten von Entzündungen und Zahnkrankheiten zu verhindern. Wenn ein Weisheitszahn nicht durchbricht können auch Gelenkbeschwerden im Kiefer (Kiefergelenkschädigung) oder es kann zu Verschiebungen der Zähne kommen, wenn der Zahn als Gegenspieler in einem Kiefer fehlt. Weisheitszähne müssen vielfach gezogen oder operativ entfernt werden, wenn diese zu gesundheitlichen Problemen führen können. Eine einfache Zahnentfernung kann aber bei Weisheitszähnen im Seitenzahnbereich schwierig sein, wenn die Zahnwurzeln verhakt sind oder sich verwachsen haben, denn Weisheitszähne haben mehrere Zahnwurzeln und müssen meist operativ entfernt werden. Weisheitszähne können bei vollständigem Zahndurchbruch in korrekter Position im Zahngebiss im Kausystem, ein nützliches Kauelement sein, so dass nicht immer alle Weisheitszähne im Gegensatz zu den Distomolaren entfernt werden müssen.

Ursache der Zahnprobleme

Vielfach sind Zahnschmerzen und Zahnprobleme nicht Ursache sondern Symptom einer Störung im Organismus.

Gesundheitsprobleme haben ihre Ursache vielfach nicht am Ort der Störung, denn ein erkrankter Zahn kann auch Symptome auslösen und Aphten im Mund können umgekehrt ihre Ursache in einer Unverträglichkeit von Nahrungsmitteln haben. Die "Ganzheitliche Zahnmedizin" hat Therapieverfahren wie auch Diagnoseverfahren entwickelt, die es dem ausgebildeten ganzheitlichen Zahnarzt erlauben, Zusammenhänge wie die chronischen Erkrankungen aufzudecken. Besonders beachtet werden dabei Zahnfüllungsmaterialien und in der Zahntechnik die zahntechnischen Werkstoffe, im Besonderen Zahnwurzelbehandlung und Amalgamausleitung. Bei einer Wurzelbehandlung wird der Zahnnerv als Hauptast entfernt, doch gibt es in der Zahnwurzel unzählige feine Verästelungen, die manchmal nicht erfasst werden können, was den Bakterien einen idealen Nährboden bietet und im schlechtesten Fall mit der Zeit Entzündungen auslösen kann, die auch zu weiteren Krankheiten führen können. Der ganzheitlich arbeitende Zahnarzt wählt Therapien aus, die einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Gesundheit vom Patient bedeuten und auf die Wechselwirkungen bei der konservierenden Zahnbehandlung zwischen Zähnen und Organismus Rücksicht nehmen. Bei der Diagnostik und Zahnbehandlung setzen ganzheitliche Zahnmediziner auf unterschiedliche komplementäre Verfahren, um die Zähne als Ursache chronischer Beschwerden zu ermitteln. Zu den komplementäre Verfahren gehören Bioelektrische und Biophysikalische Methoden wie auch Homöopathie, Akupunktur, Kinesiologie usw. 


Zahnkrankheiten

Zahnkrankheiten und Munderkrankungen machen sich bei älteren Menschen im Besonderen bei Mundtrockenheit zu schaffen, so dass Zahnbettentzündungen (Parodontitis) Karies und Entzündungen wie auch Veränderungen vom Gewebe der Mundschleimhaut häufiger werden.

Bei der Zahnerkrankung kommt es zu einer Zahnentzündung oder Entzündung vom Zahnfleisch und dadurch zu vermehrter Ansammlung von Zellwasser im Wundbereich die eine Schwellung vom Gewebe auslöst.

Zahnkrankheiten, Zahnschmelz, Zahnbein, Belag

Wenn sich der Zahnbelag auf den Zähnen bildet entsteht ein Bakterienteppich, Mikroorganismen bauen den Zucker in Säure um, der zunächst den Zahnschmelz und dann später auch das Zahnbein durch Zahn-Karies zerstört.

Zahnkrankheiten entstehen beim Mensch vielfach durch zuckerreiche Kost, die vermehrt Zahnerkrankungen und Zahnbetterkrankungen entstehen lassen.

Die häufigsten Zahnkrankheiten entstehen bereits im Kindesalter durch Zahnkaries verursacht durch den übermässigen Verzehr von zuckerhaltigen Lebensmitteln und Getränken in Kombination mit mangelnder Zahnhygiene. Wird mit der Zahnhygiene nicht bereits mit den Milchzähnen im Milchzahngebiss sorgfältig umgegangen, ist das Risiko von Schäden an den bleibenden Zähnen gross, denn die Milchzähne sind Platzhalter für die bleibenden Zähne. Auch an Milchzähnen bilden sich anfänglich bei Karies nur helle, bräunliche Flecken am Zahn wo im fortgeschrittenen Stadium daraus Zahnlöcher entstehen. Bei auftretenden von Zahnerkrankungen muss immer auch das Zahnfleisch mitberücksichtigt werden, denn im Mund befinden sich über zweihundert unterschiedliche Bakterienarten, die zusammen mit Speiseresten, Sekreten und abgestorbenen Schleimhautzellen, Plaque als Zahnbelag bilden. Der Zahnbelag setzt sich in Zahnzwischenräumen und am Zahnfleischrand ab und kann nur durch ausreichende Mundhygiene beseitigt werden. Das wichtigste Werkzeug bei der Zahnpflege ist die Zahnbürste, um den Zahnbelag mit den Bakterien zu entfernen und die Kariesbildung damit zu verhindern. Wenn die Plaque von den Zähnen nicht gründlich entfernt wird, kann das System im Mund aus dem Gleichgewicht kommen, wenn die normale Infektionsabwehr geschwächt ist oder wenn es zu viele Bakterien zu vernichten hat.

Zahnkrankheiten und Zahnerkrankung

Zahnerkrankung und Zahnfleischerkrankungen sind beim Mensch vielfach altersbedingte körperliche Veränderungen, die sich im Bereich der Mundhöhle auswirken.

Zahnkrankheiten entstehen vielfach durch Essgewohnheiten, so durch süsse Speisen und Süssgetränken, was zu Zahn-Karies, Zahnfleischentzündungen und Parodontitis führt. Bei Erwachsenen ist die Zahnbettentzündung die häufigste Ursache für Zahnfleischschwund und Zahnverlust und ist eine Entzündung vom Zahnhalteapparat wo Zahnfleisch, Bindegewebe und Kieferknochen beteiligt sind. Viele Erkrankungen im Mundbereich sind Zahn-Karies und Entzündungen vom Zahnbett (Parodontitis) sowie Zahnerkrankung infolge Entzündung vom Zahnfleisch (Gingivitis), aber auch Zahnabnutzung infolge Zähneknirschens (Bruxismus), Granulom, Kieferabszess oder Kieferzyste. Bei älteren Menschen macht vielfach auch die Mundtrockenheit durch verminderten Speichelfluss durch medikamentöse Therapie von Krankheiten zu schaffen wie auch Entzündungen und Veränderung vom Gewebe der Mundschleimhaut, was indirekt meist mit dem Alterungsprozess zusammenhängt. Speichel hat vielfältige Funktionen und ist ein natürliches Zahnreinigungssystem und Schutzsystem für die Zähne, denn der Mundspeichel enthält antibakterielle Substanzen zur Abwehr von Bakterien im Mund und enthält Mineralien zur Förderung der Remineralisierung vom Zahnschmelz als Zahnhartsubstanz. Speichel sorgt für einen konstanten pH-Wert und ist auch wichtig, indem es die ersten Verdauungsschritte bei der Nahrungsaufnahme durch Enzyme einleitet.

Zahnkrankheiten bei Kindern

Zahnkrankheiten im Kindesalter ist meist Zahn-Karies durch Verzehr von zuckerhaltigen Lebensmitteln und Getränken.

Zahnkrankheiten im Frühstadium sind bei Kinderzähnen vielfach sichtbare, bräunliche Flecken an Milchzähnen, die durch das ablecken vom Sauger der Babyflasche, Teelöffel entstehen wie auch durch den Zuckergehalt der Muttermilch. Die Karies-Erreger können innerhalb der ersten Monate von der Mutter auf das Kind übertragen werden und vielfach Bakterien aus der Streptokokken-Familie sind, sodass die Zähne faulen können. Je mehr Keime die Mundflora der Mutter enthält, umso mehr krankmachende Keime entwickeln sich auch im Mund vom Kind. An den Milchzähnen verspüren Kinder kaum Zahnschmerzen, sodass die Zahnlöcher in den kleinen Zähnchen oft unbehandelt bleiben, doch im Kindesalter ist Karies die häufigste Krankheit, verursacht durch zuckerhaltige Getränke in Kombination mit mangelnder Zahnhygiene, wo dann an schwarzen Stellen Löcher entstehen und damit der Zahnschmelz dauerhaft geschädigt ist. Nebst Zahnkrankheiten bei Kindern ergeben sich vielfach such Stomatitis und Gingivitis. Oft erfolgt bei Säuglingen im Alter zwischen dem 1. und 3. Lebensjahr eine Stomatitis herpetica oder Mundsoor (Mundpilz), dass eine akute Erkrankung durch Herpes-simplex-Virus ist, verursacht durch krankheitserregende Hefepilze Candida. Stomatitis bezeichnet eine Entzündung der Mundschleimhaut, wo es sich um eine sehr schmerzhafte Entzündung im Mundraum handelt, die durch Herpes-Viren verursacht wird und auch als Infektionskrankheit bezeichnet wird als Mundfäule. Bei Stomatitis aphtosa bzw. Stomatitis herpetica, die auch als Gingivostomatitis bezeichnet wird, kommt es am Zahnfleisch zu charakteristischen Beschwerden durch multiple schmerzhafte Bläschen (Aphten) und Veränderungen an Zahnfleisch und der Schleimhaut und geht meist mit hohem Fieber einher. Die Mundfäule tritt meist bei Kleinkindern auf und heilt nach einer Woche von selbst wieder ab.


Zahnbelag Plaque

Auf Zähnen und Zunge sind bei Menschen viele Bakterien im Munde zu finden, die sich anhaften und regelmässig wegegeputzt werden sollten, ansonsten sie sich ungehindert vermehren können, sodass ein ZahnbelagPlaque“ entsteht, der sich zusammen mit Speichel zu Zahnstein verhärten kann, was Zahn-Karies und Parodontitis begünstigt.

Zahnbelag entsteht meist an Zahnflächen wo eine natürliche Reinigung durch den Mundspeichel nicht erfolgen kann und der Zahn auch nicht Belagfrei gehalten werden kann durch die künstliche Reinigung mit der Zahnbürste, sodass sich bakterielle Plaque ansetzen kann die zu Zahnkaries, Parodontitis und Gingivitis führen. Plaque enthält als Zahnbelag viele Eiweisse, Kohlenhydrate, Phosphate und eine Bakterienansiedlung mit Mikroorganismen die einen Biofilm bilden.

Plaque ist der Zahnbelag auf den Zähnen von Speichel und Essenresten.

Beläge Zahnbelag Plaque Zahnhartbelag Belag

Um den Plaquebelag sichtbar zu machen wird in der Zahnarztpraxis eine Lösung oder ein Gel mit einem Wattepellet auf die Zähne und den Gingivalrand aufgetragen.

Mit der Zunge kann man den Zahnbelag fühlen, wenn man die Zunge über die Zähne gleiten lässt. 

Wenn sich die Zähne uneben, rau und stumpf anfühlen, so liegt das am Zahnbelag. Als bakterieller Zahnbelag bzw. Plaque wird der Belag auf den Zähnen bezeichnet, der sich aus Speichel, Bakterien, Nahrungsbestandteilen und Stoffwechselbestandteilen zusammensetzt. Als Plaque wird in der Medizin eine fleckförmige Struktur resp. Veränderung bezeichnet, in der Zahnmedizin ist mit Plaque meist die Zahn-Plaque gemeint. Bei der Zahnplaque handelt es sich um einen klebrigen, weisslichen Belag aus Bakterien und Zucker, der sich kontinuierlich auf den Zähnen bildet. Die Plaque ist vielfach unsichtbar und meist an schwer zugänglichen Bereichen der Zähne als Zahnbelag abgelagert bzw. es ist ein Biofilm auf den Zähnen. Die Zahnplaque ist ein flächiger Belag auf dem Zahn, die sehr viele Bakterien der Mundflora enthalten, denn Plaque besteht aus verschiedenen, komplex aufgebauten Schichten und enthält Eiweisse, Kohlenhydrate, Phosphate und Mikroorganismen. Der Zahnbelag, der auch aus Bakterien besteht, bildet Zahnstein und greift die Zähne bzw. Zahnschmelz als Zahnbeschichtung an. Als erstes wird die oberste Schicht vom Zahn bzw. der Zahnschmelz geschädigt, denn aus dem Zahnbelag kann sich Zahnstein bilden. Wenn man den Zahnbelag nicht entfernt, so wird auch der restliche Zahn angegriffen sodass Zahnlöcher entstehen können. Zahnbelag führt nicht nur zu Zahn-Karies, sondern kann auch schmerzhafte Zahnfleischentzündungen verursachen.

Zahnbelag, ein Gemisch aus Speichel

Der Zahnbelag ist ein Gemisch aus Speichel und anderen körpereigenen Absonderungen der anfänglich nicht bedenklich ist, bildet jedoch im feuchtwarmen Mund einen optimalen Lebensraum für im Mund vorkommende Bakterienarten wie der Streptococcus mutans.

Die Plaque als weisslicher Zahnbelag kann nur durch Zahnbürste, Zahnzwischenraumbürste oder Zahnseide entfernt werden und ist nicht abspülbar. Zahnbelag (Plaque) besteht aus Speichelbestandteilen, Stoffwechselprodukten, Nahrungsresten und Bakterienzellen sowie aus vielen unterschiedlichen Bakterien von denen einige Säure ausscheiden. Die Bakterien sind für den Menschen nicht gefährlich, weil sie sich nur von den Nahrungsresten ernähren. Diese Säuren aus der Plaque wie auch die Magensäuren können den Zahnschmelz angreifen und die Mineralien aus dem Zahnschmelz lösen, so dass es zu Zahnkaries und Zahn-Erosionen kommen kann. Der saure Magensaft greift den Zahnschmelz im Besonderen an und reizt das Zahnfleisch. Andere Bakterien sondern Zellgifte ab, die Entzündungen am Zahnfleisch verursachen und den Kieferknochen schädigen können. Beim ganzen Vorgang bilden im Speichel enthaltene Eiweisse und abgestorbene Hautzellen aus der Mundschleimhaut einen feinen Biofilm auf der Oberfläche der Zähne. Die Mikroorganismen klammern sich an den Zahnbelägen und im Besonderen im Zahnstein fest um nicht beim Schlucken mit dem Speichel in den Magen gespült zu werden. Der Zahnbelag zusammen mit dem Zahnstein als raue Oberfläche setzt sich als feste Auflagerung auf dem Zahnschmelz oder am Zahnfleischrand (Zahnfleischverlauf) fest und kann dadurch die Entstehung von Erkrankungen der Zähne auslösen wie Karies, Gingivitis oder Parodontitis (Parodontose). Bestimmte Mikroorganismen können dabei auch Stoffe erzeugen, die Reizungen am Zahnfleisch auslösen oder sogar zu schwerwiegenden Zahnfleischentzündungen führen.

Plaque greift Zähne und Zahnersatz an

Zahnbeläge sind die Hauptursache für Zahn-Karies und Parodontitis.

Beim Zahnbelag (Plaque) bildet sich zunächst auf der Zahnoberfläche oder auch auf dem Zahnersatz wie Zahnfüllungen ein Niederschlag aus Speichel-Eiweiss und Epithelabschilferungen (Pellicle) und bildet innerhalb von ca. 30 Minuten eine dünne Schutzschicht, wo sich die Bakterien die zur normalen Mundflora gehören, anbinden können. Damit sie nicht in den Magen gespült werden besitzen Mikroorganismen an ihrer Zellwand spezielle Rezeptoren, die eine Bindung ermöglichen. Sofern dieser Vorgang ungestört verlaufen kann, siedeln sich auf jeder Bakterienschicht neue Mikroorganismen an und können sich vermehren. Die Bakterien ernähren sich durch Bestandteile der Nahrung und besonders vom Zucker. Zwischen den Bakterien bildet sich eine Matrix aus Eiweiss und Kohlenhydraten, die als Nahrungsreserve dient und die Schicht mechanisch verstärkt. Die Plaque setzt sich anfänglich meist zuerst am Zahnfleischrand und in den Zahnzwischenräumen sowie am Zahnersatz ab und bedeckt später die ganze Zahnoberfläche. Die Besiedelung mit Bakterien ist an verschiedenen Stellen der Mundhöhle und auch an verschiedenen Flächen vom Zahn unterschiedlich. Die Plaque stellt die Hauptursache für Zahnkaries und Zahnfleischerkrankungen dar und kann sich zu Zahnstein verhärten, wenn sie nicht täglich entfernt wird. Die Entzündung vom Zahnbett bzw. Parodontitis (Parodontose) kündigt sich vielfach mit Zahnfleischschwund an und wird meist als Symptom nicht wahrgenommen. Anzeichen können auch gerötetes, geschwollenes Zahnfleisch oder blutendes Zahnfleisch sein, denn die Ursache für eine Zahnbettentzündung ist vielfach der bakterielle Zahnbelag.

Aus dem Zahnbelag kann sich Zahnstein bilden

Durch Mineralsalze die im Mundspeichel zu finden sind und sich im Zahnbelag ablagern bildet sich Zahnstein der nicht mehr einfach mit der Zahnbürste entfernt werden kann und sich nur durch den Zahnarzt entfernen lässt.

Zahnstein entsteht aus bakterieller Plaque, die sich durch Einlagerung von Mineralien aus dem Speichel verhärtet, denn der Speichel als natürlicher Mineralspeicher. Der Zahnstein füllt im fortgeschrittenen Stadium die Zahnzwischenräume aus und befindet sich vielfach dort, wo die Speicheldrüsenausgänge sind bzw. der Speichelfluss austritt, also in der Unterkieferfront innen und an den ersten grossen Backenzähnen im Oberkiefer aussen. Die raue Oberfläche begünstigt weitere Auflagerungen des Zahnbelags und ist dadurch an der Entstehung von Entzündungen am Zahnfleisch beteiligt. Der Plaquebefall bzw. die Plaque ist ein weicher Belag, der sich aus der natürlichen Bakterienschicht auf den Zähnen bei ungenügender Mundhygiene entwickeln kann. In ihr gedeihen zahlreiche Bakterien und andere Mikroorganismen, die den Nährboden für harte Zahnbeläge bilden. Zahnstein als harte Auflagerung entsteht bei der Mineralisierung von den im Speichel enthaltenen Mineralsalzen. Zahnstein bilden einen idealen Nährboden für Krankheitskeime und siedelt sich bevorzugt am Zahnfleischsaum an. An rauen Oberflächen und in Zahnzwischenräumen sowie in Nischen der Zähne können sich rasch neue Mikroorganismen ansiedeln die wiederum mineralisiert werden, sodass sich die nächste Schicht Zahnstein bildet. Die raue Oberfläche begünstigt weitere Auflagerungen vom Zahnbelag und ist dadurch an der Entstehung von Zahnfleischentzündungen beteiligt. Zahnstein ist eine verhärtete Plaque, die sich nur vom Zahnarzt mit Schaber oder Ultraschall entfernen lässt. Unbehandelte Karies ist der häufigste Grund für den Zahnverlust bei Menschen


Fluoridierung der Zähne

Fluoridierung zur Kariesprophylaxe mit Fluoriden bestehen aus Spurenelement, die aus pflanzlichen und tierischen Bestandteilen besteht und auch beim menschlichen Nahrungskreislauf wichtig sind.

Der Effekt der Fluoridierung liegt in der lokalen Wirkung der Fluoride, die Zähne widerstandsfähiger machen und vor Karies schützen, denn Fluoride lagern sich an den Zahnschmelz in einer Calciumfluorid-Deckschicht an und bieten den Schutz vor Demineralisation durch Säuren die Einwirkung können.

Durch die Fluoridierung erfolgt eine Härtung vom Zahnschmelz und dadurch ein Schutz vor Zahn-Karies.

Fluoridierung, Zähne, Fluorid Bestandteil Zahn

Fluoridierungen werden im Rahmen der Zahnprophylaxe vorgenommen durch einen speziellen Lack oder mit einem Fluoridgel, welches in Trägerschienen eingefüllt für einige Minuten im Mund verbleibt.

Fluoridierung, eine Prophylaxe für Zähne

Fluorid erhöht die Widerstandsfähigkeit vom Zahnschmelz gegenüber Säuren, beschleunigt die Remineralisation vom Zahnschmelz und hemmt den Stoffwechsel der Mikroorganismen in der Plaque.

Als Fluoridierung wird die Zugabe von Fluoriden zu Lebensmitteln und Zahnpasta bezeichnet oder auch das Aufbringen höher konzentrierter Präparate auf die Zähne zum Zweck der Kariesprophylaxe. Bei Kleinkindern sollte man im Sinne einer Kariesprophylaxe mit dem Zähneputzen beginnen, wenn die ersten Milchzähne durchgebrochen sind. In der Kariesvorbeugung werden hauptsächlich Aminfluoride und Natriumfluoride für die Fluoridprophylaxe verwendet. Fluorid ist ein essentieller, das heisst lebensnotwendiger Bestandteil der Nahrung. Fluorid ist die chemisch gebundene Form von Gas Fluor. Dieses sehr reaktionsfähige Gas kommt in der Natur nicht frei vor, sondern nur in Verbindung mit anderen Elementen, so als Kalziumfluorid. Fluorid ist ein wichtiger Bestandteil der Kieferknochen und Zähne. In der Nahrung kommt Fluorid nur in geringen Mengen vor, die für eine wirkungsvolle Karieshemmung im Normalfall nicht ausreichen. Vermehrt findet man Fluorid nur in Seefischen, Sojanahrung, rohem Meersalz, Vollkornerzeugnissen, bestimmten Mineralwässern sowie einigen Teesorten. Täglich nimmt man mit der Nahrung durchschnittlich 0.2 – 0.5 mg Fluorid auf.

Fluorid wirkt über 3 Mechanismen karieshemmend:

Verringerung der Plaquebildung durch Hemmung vom Bakterienstoffwechsel.
Verringerung der Säurelöslichkeit vom Schmelz durch Einbau von Fluorid, wodurch Zahnschmelz nicht härter, sondern nur widerstandsfähiger gegenüber Säuren wird.
Beschleunigung der Remineralisation von entkalktem Schmelz durch Bindung von Kalzium und Phosphat aus dem Speichel und Bildung von Fluorapatit.

Fluorid kann den Zähnen auf 2 Wegen zugeführt werden:

Systemisch mit der Nahrung und Trinkwasser, Fluoridsalz oder Fluoridtabletten
Lokal mit Zahnpaste, Mundspüllösung, Fluoridgel oder Fluoridlack

Systemische Fluoridanwendung

Fluorid aus der Nahrung wird im Dünndarm aufgenommen und gelangt so in die Blutbahn.

Auf dem Blutweg kann das Fluorid dann zu den Kieferknochen und Zähnen gelangen und dort eingebaut werden. Bei den Zähnen hat der Fluorideinbau in den Zahnschmelz bis zum 12. Lebensjahr besondere Bedeutung, denn in dieser Zeit erfolgt die Schmelzbildung und Schmelzreifung vor dem Zahndurchbruch.

Man unterscheidet 3 Phasen der Fluoridanreicherung im Schmelz:

  I. Schmelzbildung
 II. Schmelzreifung vor dem Zahndurchbruch
III. Schmelzreifung nach dem Zahndurchbruch (Nachreifung)

I. Phase: Fluorid kann direkt bei der Schmelzbildung in das Schmelzkristall eingebaut werden. Es entsteht dann ein erhöhter Anteil von Fluorapatit anstelle von Hydroxylapatit im Schmelz. Die Mineralisation der Milchzähne beginnt im Normalfall erst kurz nach der Geburt. Deshalb ist während der Schwangerschaft noch keine erhöhte Fluoridaufnahme der Mutter erforderlich.

II. Phase: Nach der Schmelzbildung erfolgt die Schmelzreifung vor dem Zahndurchbruch. Sie dauert bei bleibenden Zähnen drei bis vier Jahre, bei Milchzähnen entsprechend kürzer. Auch in dieser Zeit kann Fluorid über die Blutbahn in den Zahnschmelz eingebaut werden.

III. Phase: Nach dem Zahndurchbruch erfolgt eine weitere Schmelzreifung. Dabei kann Fluorid lokal auf den Zahnschmelz aufgetragen und so eingebaut werden. Systemisch aufgenommenes Fluorid wirkt ebenfalls lokal, da über den Darm aufgenommenes Fluorid auf dem Blutweg auch zu den Speicheldrüsen gelangt. Dadurch steigt der Fluoridanteil im Speichel an, der entsprechend lokal auf den Zahnschmelz einwirkt. Die Schmelzkristalle haben keine geschlossene Oberfläche, sondern sind durchlässig für Ionen. Deshalb kann lokal aufgetragenes Fluorid in die oberen Schichten vom Zahnschmelz eindringen. Im Schmelz wird Fluorid zusammen mit Kalzium und Phosphat aus dem Mundspeichel in das Kristallgefüge eingebaut und unterstützt so die Mineralisation bzw. Remineralisation vom Zahnschmelz. Fluorid kann über den Speichel lokal einwirken oder mit Zahnpaste, Mundspüllösung, Gel bzw. Lack aufgetragen werden. 


Chlorhexidin gegen Plaque

Chlorhexidin ist ein weitverbreitetes Desinfektionsmittel und Antiseptikum, das wegen der guten antimikrobiellen Wirkung in vielen Mundspüllösungen und Wundsprays sowie in Pudern enthalten ist.

Chlorhexidin kommt zu Desinfektionszwecken bei der Wundpflege und Mundhygiene als Antiseptikum zum Einsatz und wird in der Zahnmedizin als Wirkstoffe auch auf der Schleimhaut benutzt, um die bakteriellen, viralen und andere mikrobiellen Erreger von Infektionskrankheiten zu zerstören. Chlorhexidin wird als Arzneimittel in Form von Cremes, Gels, Salben oder Lösungen verabreicht und ist in organischen Lösungsmitteln wie Dichlormethan gut löslich.

Mundpflege und Pflege der Mundhöhle

Bei der Pflege der Mundhöhle ist Chlorhexidin ein Antiseptikum das in der Zahnmedizin als Desinfektionsmittel benutzt wird, wo die Wirkung in einer Zerstörung der bakteriellen Zellmembran besteht.

Chlorhexidin gegen Plaque, Plaquebehandlung

Chlorhexidin ist ein Wirkstoff aus der Gruppe der Desinfektionsmittel, das hauptsächlich zur Desinfektion der Mundschleimhaut und Rachenschleimhaut verwendet wird, sollte jedoch nicht längere Zeit im Mund verwendet werden, denn es kann zu Zahnverfärbungen und bei der Anwendung von über 10 Tagen zu Geschmacksstörungen führen.

Mundhygiene mit Chlorhexidin

Chlorhexidin (CHX) ist das wirksamste Mittel zur chemischen Plaque-Behandlung.

Neben den Zahnpasten, die vor allem den mechanischen Reinigungseffekt steigern, gibt es auch Medikamente zur Verminderung der Plaque. Chlorhexidin wird häufig auch als Chlorhexidindigluconat (Antiseptikum) angewendet bzw. auch Chlorhexidin (Chlorhexidinum) oder (D-gluconat). Chlorhexidin kann als Spüllösung oder Gel verwendet werden, wobei es meist als Chlorhexidindigluconat eingesetzt wird. Der Wirkstoff von Chlorhexidin (CHX) tötet vor allem Bakterien und Pilze ab, gegen Viren zeigt Chlorhexidin dagegen kaum Wirkung. Chlorhexidin wirkt gegen grampositive und gramnegative Bakterien. In der Mikrobiologie beschreibt Grampositiv resp. Gramnegativ die Anfärbbarkeit der Bakterien in der Gramfärbung die abhängig vom Aufbau der Zellwände von deren Keime ist.

Eigenschaften von Chlorhexidin:

Wirkt antibakteriell gegen Bakterien, indem es den Bakterienstoffwechsel hemmt
Wirkt gegen Pilze antimykotisch
Plaquehemmend, hemmt das Plaquewachstum (bakterielle Plaque)
Bakterienanlagerung auf der Zahnoberfläche werden gehemmt
Hat eine Depotwirkung, da es auf den Belägen und der Mundschleimhaut haften bleibt

Bakterien können in hohen Konzentrationen von Chlorhexidin abtötet werden.

Chlorhexidin sollte nur gezielt und zeitlich begrenzt angewendet werden, so nach chirurgischen Eingriffen oder bei schweren Zahnfleischentzündungen. 

Chlorhexidin wird häufig als Chlorhexidindigluconat angewendet und auch als D-gluconat bezeichnet, das als Wirkstoff vor allem in Mundspüllösungen verwendeter, um Viren, Bakterien sowie einige Pilze zu bekämpft und die Bildung von Zahnbelag über einige Stunden verhindert, was aber auch Nebenwirkungen wie Verfärbungsrückgang und Beeinträchtigungen vom Geschmackssinn haben kann. Durch die Depotwirkung, kann Chlorhexidin auf den Zahnbelägen längere Zeit in der Mundhöhle wirken, Chlorhexidin wirkt jedoch nicht gegen alle Bakterien und hat einige Nebenwirkungen. In hohen Konzentrationen werden Bakterien von Chlorhexidin abtötet, doch bei längerem gebrauch können Geschmacksstörungen, Schleimhautveränderungen und Verfärbungen von Zunge und Zähnen auftreten.  


Parodontitis

Parodontitis wird durch Bakterien verursacht, die sich auf den Zähnen ablagern und sich bei ungenügender Mundhygiene stark vermehren können.

Bei Parodontitis unterscheidet man die apikale Parodontitis, die von der Wurzelspitze ausgeht von der marginalen Parodontitis, die vom Zahnfleischsaum ausgeht.

Als Parodontitis interradicularis bezeichnet man eine Parodontitis bei mehrwurzligen Backenzähnen, wo eine Entzündung vom Kieferknochen im Bereich der Furkation bzw. Teilungsstelle der Zahnwurzeln.

Parodontitis, Entzündung, Zahnhalteapparat 

Parodontitis entwickelt sich immer aus einer Zahnfleischentzündung, wo das Zahnfleisch anschwillt und Zahnfleischtaschen (Knochentaschen) entstehen.

Als Parodontitis wird eine bakterielle Infektion vom Zahnhalteapparat bezeichnet, der die Zähne und das umgebenden Gewebe um den Kieferknochen beinhaltet.

In der Mundhöhle stellt beim Mensch Parodontitis nach Zahn-Karies, die häufigste Erkrankung dar, denn als "Parodont" (um den Zahn herum) wird der Zahnhalteapparat bezeichnen, der aus Zahnfleisch, parodontalen Ligament, Wurzelzement und Alveolarknochen besteht und beim Kauen alle mechanischen Einwirkungen um die Zähne herum wie Druck, Kippbewegungen, Drehbewegungen auffangen soll. Unter Parodontitis versteht man die entzündliche Veränderung vom gesamten Zahnhalteapparat und damit einen Krankheitsprozess, der sich in einem Rückgang und Verlust der beteiligten Gewebe zeigt wie Zahnfleisch, Kieferknochen, Wurzelzement und Bindegewebsfasern, denn das Bindegewebe vom Zahnhalteapparat wird als Wurzelhaut vom Zahn oder auch als Periodontium, periodontales oder parodontales Ligament, Desmodont oder Alveolardentalmembran bezeichnet.

Parodontitis, eine bakterielle Infektion

Gesundes Zahnfleisch liegt eng wie ein Kragen am Zahn an, bei Beginn einer Parodontitis löst es sich jedoch das Zahnfleisch vom Kieferknochen, so dass Bakterien, Viren und Pilze vom Mund in diese Bereiche eindringen und sich Zahnfleischtaschen bilden können, die nur schwierig zu reinigen sind, was Zahnfleischentzündungen und Zahnfleischbluten auslöst.

Unterschieden wird zwischen der Entzündung vom Zahnfleisch als "Gingivitis" und der Entzündung vom Zahnhalteapparat als "Parodontitis", wobei beide Formen als Infektionskrankheit die durch Bakterien verursacht werden, nur durch bakterielle Zahnbeläge (Plaque) entstehen können. Wenn sich ein bakterieller Zahnbelag auf Zahnflächen oder zwischen Zahnfleisch und Zahnhals über Tage ansiedeln kann und nicht entfernt wird, kann das Zahnfleisch mit einer Entzündung reagieren. Je nachdem, wie gut ein Immunsystem vom Körper funktioniert ist der Verlauf einer bakteriellen Infektion, sodass eine nicht Entzündung auftreten kann oder nicht. Das Vorstadium der Parodontitis ist die Zahnfleischentzündung (Gingivitis) bei dem das Zahnfleisch leicht gerötet und geschwollen ist und leicht bluten kann. Wenn diese Vorstufe der Parodontitis unbehandelt bleibt, kommt es vielfach zu einer Zerstörung der Fasern, wo die Zähne im Kieferknochen verankert sind, was als Parodontitis bezeichnet wird, denn der Knochen (Alveolarfortsatz), der den Zahn umgibt, wird langsam zerstört und der Zahn (Zahnnervengewebe) stirbt ab, wobei es damit zu toten Zähnen und damit zum Verlust eines oder mehrerer Zähne kommen kann.

Damit keine Entzündungen vom Zahnfleisch bzw. Gingivitis und daraus eine Parodontitis entstehen kann, müssen bei der Parodontalprophylaxe Bakterien aus den Zahnfleischtaschen entfernt werden.

Zahnfleischentzündung, Gingivitis, Parodontitis

Sofern kein regelmässiges und gründliches Zähneputzen erfolgt, werden die bakteriellen Zahnbeläge je nach Mundspeichel und Speichelfluss immer grösser und können das Zahnfleisch reizen und schädigen.

Parodontitis, eine Zahnbetterkrankung

Ursache für Parodontitis sind Bakterien, die sich in dem Raum der Zahnfleischtaschen ansammeln, wo Zahn und Zahnfleisch aufeinandertreffen und den Zahnhalteapparat resp. das Zahnbett der Zähne angreifen.

Gingivitis ist eine Zahnfleischentzündung, verursacht durch bakterielle Beläge, wo der Zahnfleischkragen die Zähne umgibt. Bei Gingivitis als Zahnfleischerkrankung ist das Zahnfleisch gerötet und geschwollen und kann Bluten, denn von den Problemkeimen aus erfolgt eine direkte Reaktion auf das Immunsystem, wobei eine Gingivitis unbehandelt meist in eine Parodontitis übergeht, denn entzündliche Erkrankungen vom Zahnfleisch werden mit "-itis" bezeichnet. Der Begriff Parodontose ist ein nicht entzündlicher Schwund und enthält das Wort Parodontium, was auf Deutsch Zahnbett bedeutet.

Zahnfleischbluten ist ein Symptom für Parodontitis, das eine bakterielle Entzündung in den Zahnfleischtaschen ist.

Zahnfleischbluten, Parodontitis, Entzündung

Parodontitis ist eine weit verbreitete Erkrankung, die das Zahnfleisch und das Zahnbett bzw. die Haltestrukturen von Zahn (Parodont) angreift, sodass Zahnfleischbluten entsteht, was ein ernstzunehmendes Signal für die Zahnbettentzündung ist.

Zahnbetterkrankung, ein Zahnbettschwund oder Zahnbettentzündung

Bei der Zahnbetterkrankung befallen die Bakterien ausser dem Zahnfleisch auch den Kieferknochen, der die Zähne hält, sodass die Zähne locker werden.

Mit Parodontitis marginalis wird in der Parodontologie auch als Marginalinfekt bezeichnet und ist eine Zahnhalsnahe Entzündung vom Zahnbett mit Zahnfleisch, Zahnwurzelhaut, Wurzelzement und Knochenanteile vom Zahnfach die davon betroffen sind und die Summe der Einflussfaktoren die eine Erkrankung vom Zahnhalteapparat begünstigen wird als Parodontitisrisiko bezeichnet. Für alle entzündlichen Erkrankungen vom Zahnhalteapparat wird beim Zahnarzt meist der Sammelbegriff Parodontopathie gebraucht, wobei Parodontolyse eine zusammenfassende Bezeichnung für einen entzündlichen Rückbildungsprozess vom Zahnhalteapparat ist, der meist nicht mehr gebräuchlich ist. Mit Zahnbetterkrankungen werden alle Krankheiten im Zahnbett bezeichnet, denn das Parodontium ist eine Einheit und wird meist als Zahnhalteapparat bezeichnet und Zahnbettschwund ist eine nicht entzündlich bedingte Erkrankung vom Zahnbett im Gegensatz zur Zahnbettentzündung.

Wenn das Zahnfleisch anschwillt, kann die Zahnfleischtasche mit einer Sonde gemessen werden.

Parodontitis, Zahnfleischtasche, Entzündung

Die Parodontologie beschäftigt sich mit Diagnose und Therapie der Erkrankungen vom Zahnhalteapparat worunter man auch die Parodontitis als Gewebeentzündung um den Zahn versteht, die umgangssprachlich häufig auch als Parodontose genannt wird.

Parodontitis, eine Parodontalerkrankung

Ein gut gepflegtes Zahngebiss kann unbemerkt an einer Parodontitis erkrankt sein, denn Parodontitis ist eine Krankheit die schleichend und ohne Schmerzen verläuft und daher über Jahre unerkannt oder erst im Spätstadium durch Zahnfleischbluten bemerkt werden kann.

Unter parodontalen Erkrankungen werden alle entzündlichen Erkrankungen vom Zahnhalteapparat (Parodont) verstanden. Parodontose und Parodontitis als Parodontalerkrankung werden beim Zahnarzt als Parodontopathien vom Zahnhalteapparat bezeichnet, der als Hauptfunktion hat, die Zähne im Kieferknochen zu verankern und die Mundhöhlenschleimhaut unversehrt aufrecht zu erhalten. In den Industrieländern ist Parodontitis die häufigste chronische Infektionskrankheit und damit der bedeutendste Risikofaktor für Arterienverkalkung, Herzerkrankung, Gefässkrankheit sowie Schlaganfall und Herzinfarkt.

Parodontose wird als Sammelbegriff für alle Erkrankungen vom Zahnbett, die entzündlich und nichtentzündlich sind verwendet, die Parodontitis ist aber entzündlich, wo sich das entzündliche Geschehen unbehandelt weiter in Richtung Zahnwurzel ausbreitet.

Parodontitis, Zahnbetterkrankung, Halteapparat

Nach dem vierzigsten Lebensjahr gehen mehr Zähne durch eine Parodontitis bzw. Zahnbetterkrankung verloren als durch Zahn-Karies was vielfach als Zahnfäule bezeichnet wird.

Parodontitis, entzündliche Vorgänge 

Parodontitis sind entzündliche Vorgänge innerhalb vom Zahnhalteapparat und früher als Zahnbett bezeichnet wurde.

Parodontitis (Paradontitis) ist eine Erkrankung vom Zahnbett, verursacht durch bakterielle Zahnbeläge, die zu einer Entzündung vom Zahnfleisch führen und somit zu einer Zahnfleischerkrankung die Zahnfleisch-Schmerzen auslösen kann. Dringt die Entzündung in tiefere Teile vom Zahnbett vor, so spricht man nicht mehr von Gingivitis, sondern von Parodontitis. Das Fortschreiten der Parodontitis hat einen Kieferknochenabbau bzw. Kieferknochenschwund mit Zahnlockerung zur Folge. Das körpereigene Immunsystem versucht, den Angriff der Plaquebakterien abzuwehren, dabei wird aber auch der Kieferknochen angegriffen und zerstört. Parodontitis kann gleichzeitig chronische Leiden verursachen, denn im Körper vom Mensch ist vieles miteinander vernetzt. Heimtückisch ist, dass Parodontitis meistens schmerzfrei verläuft. Parodontitis-Patienten leiden meist unter leichtem Zahnfleischbluten, Eiterung von Zahnfleischtaschen, Mundgeruch, Zahnwanderung und Zahnlockerung, was zu Zahnausfall führen kann. Als Parodontitis werden Entzündungen im Bereich vom Zahnhalteapparat (Parodont) bezeichnet (Parodontalerkrankungen), welche akut oder chronisch verlaufen und apikal oder marginal lokalisiert sein können. Möglich ist, dass eine chronisch vorhandene Entzündung, im Normalfall symptomlos ist. Parodontitis akut bedeutet, dass sie in einen aktiven Entzündungsherd übergeht und zu verschiedenen Beschwerden führen kann wie starke, ausstrahlende Zahnschmerzen und Druckempfindlichkeit bzw. Berührungsempfindlichkeit vom Zahn. Eine Parodontitis marginalis entwickelt sich im Normalfall aus einer isolierten Mundschleimhautentzündung und schreitet langsam voran. Im weiteren Krankheitsverlauf kann sich der Kieferknochen zurückziehen, so dass es zur Ausbildung echter Parodontaltaschen bzw. Zahnfleischtaschen kommt. Wenn diese Entwicklung der Krankheit weiter fortschreitet, finden die Zähne der betroffenen Region keinen Halt mehr und werden locker. Es muss nicht zwingend Zahnverlust sein, ist jedoch eine durchaus mögliche Auswirkung dieser Erkrankung in ihrem Spätstadium.

Warnzeichen der Parodontitis können sein:

Blutendes Zahnfleisch
Rückgang vom Zahnfleisch
Berührungsempfindliches Zahnfleisch
Bei Druck auf Zahnfleisch Eiterausfluss
Gerötetes, geschwollenes Zahnfleisch
Mundgeruch, schlechter Atemgeruch
Lockere oder wandernde Zähne
Veränderungen beim Beissverhalten (Biss)
Veränderter Prothesensitz, schlechter Halt der Prothese

Frühgeburten durch Parodontitis

Frauen neigen in der Schwangerschaft vermehrt zum Zahnfleischbluten, was im Zusammenhang mit erhöhter Belastung des mütterlichen Organismus stehen kann.

Eine Entzündung vom Zahnhalteapparat bzw. Zahnbettentzündung birgt das Risiko einer Frühgeburt durch Parodontitis oder einem zu geringen Geburtsgewicht. Es ist davon auszugehen, dass bestimmte in der Mundhöhle vorhandene Bakterien "Botenstoffe" produzieren, die über die Blutbahn der Mutter zum Mutterkuchen des Fötus gelangen und dessen Wachstum hemmen können. In dessen Folge können eine Weitung des Muttermundes und eine Verkrampfung der Gebärmutter einsetzen. 

Parodontitisbehandlung

Bei der Parodontitis apicalis handelt es sich um eine Entzündung vom Gewebe um die Zahnwurzelspitze herum, und damit hauptsächlich im Kieferknochen lokalisiert ist.

Eine rechtzeitige Behandlung der Parodontitis mit dem Ziel, eine Entzündungsfreiheit zu erreichen ist wichtig, damit ein Zahnverlust vermieden werden kann. Parodontalerkrankungen sind Infektionen die durch Bakterien hervorgerufen werden, was eine Parodontalbehandlung notwendig macht, denn die Bakterien wandern von den oberflächlichen Zahnfleischtaschen zur Wurzel vom Zahn, wobei das Gewebe dabei zerstört wird. Parodontitis wird durch Bakterien verursacht, die sich auf den Zähnen ablagern und sich bei ungenügender Mundhygiene bzw. Zahnhygiene vermehren können, was eine Parodontitisbehandlung notwendig macht. Die Parodontitis wird häufig als Parodontose bezeichnet, ist aber eine Entzündung die entsteht, wenn Bakterien tief in die Zahnfleischtasche eindringen.

Behandlung von Parodontitis

Durch die Parodontitis kann es zu einer Besiedelung von vielen Bakterien an der Zahnwurzel kommen und sich Konkremente bilden die vom Zahnarzt entfernt werden müssen, denn es ist eine Art harter dunkler Zahnstein, der sich unter dem Zahnfleisch bildet, ausgelöst durch Blutungen vom entzündeten Zahnfleisch.

Konkremente sind durch das Blut dunkel verfärbt und fest anhaftend, harte Ablagerungen innerhalb der Zahnfleischtasche (subgingival) auf der Wurzeloberfläche vom Zahn. Eine Behandlung von Parodontitis hat immer das Ziel, die Parodontitis als Infektionskrankheit zu beseitigen und damit die bakterielle Zahn-Plaque sowie die Zahnsteinablagerungen. Moderne Parodontitis-Behandlungen sind nicht schmerzhaft und wenig invasiv oder belastend, denn bei der Parodontitisbehandlung geht es um die Beseitigung der Entzündung vom Zahnhalteapparat in der Tiefe der Zahnfleischtasche und meist nicht um die Entfernung vom Zahnfleisch selbst. Für eine optimale Heilung ist eine gute Mundhygiene erforderlich, denn Bakterienbeläge können die Stabilität vom Blutgerinnsel gefährden. Eine Parodontitis ist eine Entzündung die vom Zahnpatienten nicht selbst beherrscht werden kann, denn die Entzündung wandert entlang der Zahnwurzel in die Tiefe und baut dabei den Kieferknochen ab. Sofern dieser Entzündungsprozess nicht durch eine systematische Parodontitisbehandlung beendet wird, verstärkt sich der Kieferknochenabbau bzw. Knochenschwund was zur Lockerung vom Zahn (Wackelzähne) und letztlich nach Zahnausfall zu Zahnverlust führt.


Chronische Krankheiten durch Entzündung

Für viele chronische Krankheiten können für Beschwerden verantwortlich sein, so entzündetes Zahnfleisch, Amalgam oder Weisheitszähne sowie tote Zähne im Mund, denn versteckte Krankheitsherde sind keine Seltenheit, die an chronischen Beschwerden Schuld sind.

Kranke Zähne oder abgestorbene Zähne können im ganzen Körper Schaden anrichten, wo das Übel in der Zahnwurzel oder im Kieferknochen stecken kann und sich durch keinerlei Beschwerden auf sich aufmerksam macht. Im Gegensatz zu akuten Erkrankungen ist bei chronischen Krankheiten kein klarer Ausgangspunkt zu erkennen, da sich eine chronische Krankheit langsam und schleichend entwickelt, denn chronisch besagt "langsam" oder "lange andauernd".

durch Zähne, Kiefer, chronische Krankheiten

Die Zahngesundheit spielt für die gesamtgesundheitliche Situation vom Menschen eine wichtige Rolle, so chronische Belastungen aus dem Zahnbereich und Kieferbereich, die vom ganzheitlichen Zahnarzt als Zahnstörfeld bezeichnet wird, denn Zahnstörfelder beinhalten immer eine Fernwirkung auf andere Organe und Organsysteme.

Chronische Krankheiten durch Allergien

Allergische Erkrankungen haben in den letzten Jahren stark zugenommen und können als "Volkskrankheit" bezeichnet werden.

Chronische Krankheiten sind eine Frage der Definition und richten sich nach dem zeitlichen Verlauf einer Erkrankung. Chronisch bedeutet langsam fortschreitend und lange andauernd wie eine Kunststoffallergie oder Metallallergie im Mund, denn eine Allergie ist eine Überempfindlichkeits-Reaktion vom Körper auf bestimmte Allergene (Stoffe). Auch bei der Zahnbehandlung können Unverträglichkeits-Reaktionen auftreten, was beim Zahnarzt meist als Materialunverträglichkeit bezeichnet wird und durch eine chronische Abwehrschwäche entsteht. Allergien haben in den letzten Jahren stark zugenommen und gehören zu den häufigsten chronischen Erkrankungen, die zu Todesursachen führen können, denn Allergien sind eine Überreaktion vom Immunsystem. Es können mehrere chronische Krankheiten gleichzeitig auftreten (Komorbidität), die jedoch im Alter besonders häufig, wo chronischen Krankheiten zunehmen. Mit den Zusammenhängen zwischen Zähnen, Mundbereich, Kieferbereich und Chronische Krankheiten im gesamten Körper beschäftigt sich im Besonderen die ganzheitliche Zahnmedizin, denn Zähne können krank machen und zu chronischen Belastungen im gesamten Organismus führen wie umgekehrt Störungen im Körper zu Schmerzen im Zahnbereich führen können.

Chronische Krankheiten durch Zähne

Viele Ursachen für akute und chronische Erkrankungen im Körper sind in der Region der Zähne (Zahnerkrankung), der Kiefer oder der Kiefergelenke zu finden.

Leidet der Mensch an Chronischen Krankheiten wie Kopfschmerzen, Rückenbeschwerden, nächtlichem Zähneknirschen, Rheuma, ständiger Müdigkeit, Herzproblemen, Schwindel, Zahnlockerung (Wackelzähne), Tinnitus usw., so ist es möglich, dass diese Krankheiten durch kranke Zähne entstanden sind, denn Zähne können Krankheiten auslösen. Störungen in den Gebieten von Zähnen und Kiefer können zu erheblichen gesundheitlichen Belastungen vom ganzen Körper führen, was bedeutet, dass die Erkrankung von einem Zahn nicht auf diesen beschränkt bleiben muss, sondern zu Schäden an anderen Organen führen kann. Umgekehrt kann sich eine Erkrankung von einem Körperorgan durch Zahnschmerzen, ohne sichtbare Ursache, äussern. Grund dafür sind die Akupunkturmeridiane, die durch den ganzen Körper ziehen und Beziehungen zu den Zähnen bzw. den Zahnpositionen haben. Liegt ein Störherd von einem Zahn, so z.B. eine Zyste, auf einem Meridian, kann der Energiefluss vom Meridian gestört sein, sodass der Körper krank wird.

Chronisch krank durch Zahnkrankheiten

Weisheitszähne oder entzündetes Zahnfleisch können verantwortlich sein für viele chronische Krankheiten.

Kranke oder abgestorbene Zähne können im Körper Schäden anrichten wie Allergien, Blasenleiden, Rheumaschmerzen, RückenschmerzenMigräne und Herz-Kreislauf-Störungen sowie Ohrenprobleme und Augenprobleme. Diese Beschwerden können in Zusammenhang mit kranken Zähnen stehen, denn in unserem Körper ist nahezu alles miteinander vernetzt. Um einen Zusammenhang zwischen einem störenden Zahn und einer Gebietserkrankung herauszufinden, werden vom ganzheitlichen Zahnarzt verschiedene Methoden aus der Komplementärmedizin eingesetzt die von der klassischen Medizin teilweise umstritten ist.

Chronische Beschwerden durch Zahnherde

Wenn Zähne an entfernten Stellen im Organismus Beschwerden auslösen, spricht der "Ganzheitliche Zahnmediziner" von Herden, Zahnherden oder Zahnstörfelder.

Macht ein Zahn an entfernten Stellen Probleme, heisst das nicht, dass auch Schmerzen am Zahn verursacht werden. Chronische Beschwerden werden vielfach durch Zahnherde ausgelöst oder durch diese an der Selbstheilung gehindert. Wenn eine direkte Beziehung zwischen einem beherdeten Zahn und einem Schulterschmerz besteht, genügt es vielfach, wenn der Zahnarzt nur diesen einen Zahn behandelt, sodass die Schmerzen dauerhaft dadurch beseitigt sind. Kann eine Verbindung zwischen Zahnschmerz als Alarmsignal nicht gemacht werden, muss der Zahnarzt häufig eine totale Zahnsanierung vornehmen, um alle Herde zu entfernen.


Kranke Zähne - kranker Körper

Kranke Zähne können gesundheitliche Störungen im Körper bewirken, weit entfernt von den Zähnen.

An chronischen Beschwerden wie Rückenschmerzen oder Migräne sind vielfach versteckte Krankheitsherde im Mund (Krankheiten durch Zahnherde) schuld, denn kranke Zähne oder „tote Zähne“ können im Körper viel Schaden anrichten.

Über Nerven und Blutgefässe ist beim Mensch jeder Zahn mit dem Organismus verbunden, so dass Bakteriengifte aus entzündeten Zahnwurzeln den Weg in den Körper finden können und so eine Wechselwirkung zwischen bestimmten Zähnen und Organen besteht.

Kranke Zähne, kranker Körper, chronisch Krank

Wenn schädliche Bakterien den Zahnschmelz oder das Zahnfleisch aufgeweicht haben, können sie die Nervenbahnen und die Blutbahn erreichen und auf die Organe übergehen, was dazu führt, dass andere Organe geschwächt oder geschädigt werden und zu Erkrankungen führen kann.

Chronisch krank durch kranke Zähne

Kranke Zähne können Krank machen.

Gesunde Zähne sind nicht nur für ein kräftiges Zubeissen und ein strahlendes Lächeln wichtig, sondern ebenfalls für einen gesunden Körper. Zahnkrankheiten können zu erheblichen Schmerzen und körperlichen Schäden führen. Defekte Zähne, schiefer Biss (falscher Biss) oder eine Fehlstellung vom Kiefer sind vielfach Auslöser für Kopfschmerzen, Tinnitus, Migräne oder Verspannungen in der Nackenmuskulatur und der Rückenmuskulatur. Die Mundgesundheit beeinflusst auch das Herz sowie zahlreiche innere Organe. Tote Zähne, entzündetes Zahnfleisch, Amalgame und Weisheitszahn-Probleme können für viele chronische Krankheiten verantwortlich sein. Vereiterte Zahnwurzelspitzen können eine akute Herzerkrankung auslösen und Parodontitis kann das Risiko einer Frühgeburt erhöhen. Kranke Zähne können Mitverursacher oder sogar Auslöser für Multiple Sklerose (MS), Rheuma, Migräne, Diabetes oder Kreislaufbeschwerden sein.

Krank durch Metalle vom Zahnersatz

Materialien die für Zahnersatz verwendet werden sind meist Dentallegierungen, die beim Mensch das Immunsystem im ganzen Körper schwächen können.

Unter Unverträglichkeit von Zahnmetallen und damit Krankheiten durch Metalle versteht man die Reaktion auf Materialien von Zahnersatz im Mund, wo Allergien, Entzündungen und Reizungen direkt im Zusammenhang mit den Körperreaktionen stehen, so auch die Mundbatterie wo galvanische Mundströme durch unterschiedliche Metalle im Mund fliessen können. Auch Zahnersatz kann das Immunsystem schwächen durch Dentallegierungen, es müssen aber nicht minderwertigen Legierungen wie Amalgame sein, denn es können auch hochwertige Metalle wie Gold, Platin oder andere Legierungsbestandteile sein. Zahnpatienten mit Edelmetall-Zahnversorgungen oder Amalgamfüllungen weisen im Vergleich zur metallfreien Zahnversorgung häufiger Immunstörungen im Bereich der Regulation der T-Zellen auf die zu den Abwehrzellen vom Immunsystem gehören. Alle Dentalmetalle die in Zahnkronen, Zahnbrücken und Zahnfüllungen verarbeitet werden, können laufende Bestandteile freigeben, so dass diese in den Organismus gelangen und Reaktionen auslösen können. So konnte in umweltmedizinischen Studien aufgezeigt werden, dass die Goldkonzentrationen und Platinkonzentrationen im Urin und Stuhl nach Eingliederung von edelmetallhaltigem Zahnersatz deutlich ansteigen. Drei Monate nach der Eingliederung von Zahnersatz sind siebenfach erhöhte Werte die Messbar sind festgestellt worden. Krank durch Zahnmetalle kann man nur werden, wenn andere Faktoren mitspielen, die teilweise noch unbekannt sind.


Krankheiten durch Zähne

Chronische Erkrankungen können durch Krankheiten der Zähne verursacht sein, da ein kranker Zahn den ganzen Körper schwächen kann weil eine Wechselbeziehungen zwischen Zähnen und Körper besteht.

Ein Zahnherd ist eine chronische Entzündung, die eine Fernwirkung auf andere Organe auslöst und als Herdinfektion oder Fokalinfektion bezeichnet wird und als Herderkrankung wird ein krankhafter "Herd" im Körper bezeichnet, der durch Streuen von Bakteriengiften an einer anderen Körperstelle eine Allgemeinerkrankung verursachen kann.

Zahnfüllungen wie die „Zahnplombe“ aus Amalgam und andere Legierungen für Zahnersatz für Zahnbrücken etc. können gesundheitliche Probleme auslösen, wie auch Bakteriengifte chronische Krankheiten hervorrufen können, die von den Zähnen ausgehen, da eine Wechselbeziehungen zwischen Zähnen, Körper und Psyche besteht.

Krankheiten durch Zähne, Zahnnerven, Gewebe 

Störfelder können von Füllmaterialien von Zahnfüllungen ausgehen, denn aus der Sicht der alternativen Zahnmedizin sind Zahnbetterkrankungen (Parodontopathien) keine isolierten und eigenständige Zahn-Krankheiten, sondern die Ursache für Zahnprobleme ein Symptome die eine gemeinsame Ursache im Körper mit Allgemeinerkrankung haben können.

Krankheiten durch Zähne erfolgen meist ohne dass man sich dies Bewusst ist.

Vielfach ist nicht bekannt, dass eine schlechte Zahnhygiene schuld an einem Herzinfarkt sein kann, denn wer seine Zähne nicht gründlich reinigt, setzt sich einem erhöhten Herzinfarkt-Risiko aus. Vereiterte Zahnwurzelspitzen können eine akute Herzerkrankung auslösen. Auch Parodontitis kann das Risiko einer Frühgeburt erhöhen. Die Mundgesundheit steht in einer engen Wechselwirkung mit der Gesundheit vom ganzen Körper. Im Mundraum tummeln sich sehr viele Bakterien, sodass bei ungenügender Zahnhygiene Zahnfleischbluten entstehen kann, wo rund 700 verschiedene Bakterientypen in den Blutkreislauf gelangen können. Über die Blutbahn gelangen diese Bakterien unweigerlich zum Herzen. Bakterien lassen sich von Blutplättchen einkapseln und sind so vor der Zerstörung durch das körpereigene Immunsystem und durch Antibiotika geschützt. Damit können Bakterien ungestört Schaden am Herzen sowie im ganzen Körper verursachen. Menschen mit schlechten Zähnen und mangelnder Mundhygiene haben darum ein erhöhtes Herzinfarkt-Risiko.

Krankheiten durch kranke Zähne

Tote Zähne, entzündetes Zahnfleisch, entzündete ZahnwurzelAmalgam-Füllungen und Weisheitszahn-Probleme können für viele chronische Krankheiten verantwortlich sein. Vereiterte Wurzelspitzen können eine akute Herzerkrankung auslösen oder Parodontitis kann das Risiko einer Frühgeburt erhöhen. Kranke Zähne können für Multiple Sklerose (MS), Rheuma, Migräne, Diabetes oder Kreislaufbeschwerden Auslöser oder Mitverursacher sein.

Nerven und Gefässe sterben

Eine gute Mundhygiene ist wichtig, damit Zahnkrankheiten durch Karies nicht entstehen können, denn sind die Löcher im Zahn zu tief, kann der Zahn vom Zahnarzt nicht mehr gerettet werden, so dass der Zahn abstirbt. Genauer gesagt, die Pulpa, das Bündel von Zahnnerven und Blutgefässen, die den Zahn von innen heraus versorgen, geht zugrunde und stirbt, denn ohne diese Versorgung überlebt das Dentin nicht, so dass die Zahnhartsubstanz nach und nach abstirbt


Krankheiten durch Zahnherde

Unter Zahnherd wird eine bakterielle Streuung verstanden, so von Fäulnisbakterien, deren Verwesungsgifte den gesamten Organismus belasten können, das von abgestorbenen Zähnen und wurzelbehandelten Zähnen kommen kann.

Zahnherde können kranke Zähne oder eine Schädigung vom Kieferknochen sein beim Mensch, die meist keine Zahnschmerzen am Ort des Geschehens unterhalten, denn der Herd braucht selbst nicht aktiv in Erscheinung zu treten und wird von Zahnärzten bei einer Zahnbehandlung vielfach nicht erkannt, so dass Krankheiten durch Zahnherde an entfernten Orten im in Form einer Allgemeinerkrankung den Organismus in seiner Gesamtheit in Mitleidenschaft ziehen.

Erkrankungen, Zahnherde, Zähne, Mund, Herde

Im ganzen Körper gehören beim Mensch nebst Mandeln und Narbenstörfeldern die Zahnherde zu den häufigsten Herden, wozu auch verlagerte Weisheitszähne und Extraktionsstellen im Kiefer gehören.

Dass kranke Zähne erhebliche gesundheitliche Störungen auch in weit von den Zähnen entfernten Gebieten im Körper bewirken können, ist seit langem bekannt.

Zahnstörfelder sind meist ein übersehenes Gesundheitsrisiko, wo Herde oder Störfelder beim Zahnarzt übersehen werden und Symptome und Allgemeinerkrankungen an andern Stellen vom Körper bewirken können. Viele Zahnstörfelder kann der Zahnarzt im Panorama-Röntgenbild oder bei der 3D-Volumentomographie erkennen, denn eine Panorama-Röntgenaufnahme (OPT) gibt einen Überblick über den ganzen Kieferbereich, sodass verdächtige Stellen im Kieferknochen, Kieferzysten, Verschattungen von Kieferhöhlen sowie verlagerte Weisheitszähne oder wurzelbehandelte Zähne entdeckt werden können. Die Zyste ist ein krankhafter Hohlraum und wird auch als Granulom bezeichnet, der von einer selbständigen Wand umgeben ist und von flüssigem Inhalt ausgefüllt ist. Die Kieferzysten machen sich meist sehr spät als langsam wachsende, schmerzlose Auftreibungen im Mundvorhof bemerkbar. Die Herdinfektion (Fokalinfektion) ist ein Herdgeschehen, das nach bakterieller Infektion eine auftretende Zweitkrankheit an entfernten Organen ist und der eigentliche Entzündungsherd meist kaum Entzündungs-Symptome (Schmerzen) zeigt und die Beschwerden meist weit weg vom Herdgeschehen auftreten. Der Herd beim Zahn ist lokal eine krankhafte Veränderung im weichen Bindegewebe, wo sich natürliche Abwehrreaktionen in ständiger aktiver Auseinandersetzung befinden und erst durch verschiedene Faktoren ein Zusammenbruch der Abwehrschranke erfolgt, sodass die die allgemeine Herderkrankung durch Fernwirkung vom Herd (Fokus) auf den Organismus als Symptom wirken kann. Wenn bei der Zahnbehandlung ein Zahnherd als Entzündungsherd, der Ausgangsort einer Entzündung ist, beim Zahnarzt z. B, durch eine Zahnextraktion ausgeschaltet wird, verschwindet oft das Symptom der Herderkrankung meist für immer sofort, was aber nicht bedeuten soll, das Zähne gezogen werden sollen, denn auch die Zahnerhaltung ist wichtig.

Zahnherde im Kieferknochen und Zahnhalteapparat

Kranke Zähne (Zahnentzündungen) sind vielfach Auslöser für Krankheiten, doch Zahnprobleme können auch Herde im Kieferknochen und Zahnhalteapparat sein, denn nicht immer sind es abgestorbene tote Zähne oder wurzelbehandelte Zähne, die durch Verwesungsgifte von Fäulnisbakterien den gesamten Organismus belasten.

Dem ganzheitlichen Zahnarzt ist bewusst, dass Zahnerkrankungen an entfernt liegenden Stellen im Körper Störungen entstehen können, in der Schulmedizin wird der Begriff "Herderkrankung" vielfach diskutiert, eine Herddiagnostik und Herdtherapie aber vielfach ignoriert. Rheumatische Beschwerden als Herderkrankung können in seltenen Fällen auftreten infolge einer Wurzelbehandlung und wieder verschwindet nach der Zahnentfernung. Unter Herd versteht man im Körper einen Ort der nicht selbst Krank ist, sondern Krank durch den Herd gemacht wurde, denn jeder Herd nimmt Einfluss auf andere Körperregionen, wobei viele erkrankte Zähne Beschwerden in anderen Regionen vom Körper auslösen. Herderkrankungen durch Weisheitszahnprobleme infolge horizontal verlagerter oder impaktierten Weisheitszähne sind keine Seltenheit, sodass eine Weisheitszahnentfernung angesagt sein kann. Während als Zahnherd eine bakterielle Streuung verstanden wird, ist ein Zahnstörfeld eine Zone chronischer Irritation und Reizungen. Wird die Belastung bzw. die Abwehrkraft und Regulationskraft vom Organismus andauernd in Anspruch genommen, kann sie irgendwann erschöpft sein, doch solche Belastungen bewirken nicht ausschliesslich erkrankte Zähne.

Krankheiten durch Zahnersatz

Für eine chronische Krankheit kann auch Zahnersatz wie eine Amalgamfüllung oder Metall in der Zahnprothese sein, denn nicht nur Krankheiten durch Zahnherde können das Immunsystem schwächen sondern auch Dentallegierungen.

Chronische Entzündungsprozesse und Umweltbelastungen wie durch Schwermetalle (Amalgam-Füllungen), können ebenfalls zu massiven Störungen der Gesundheit führen. Störungen im Organismus können nicht nur Amalgame die gefährlich sein können auslösen sondern auch hochwertige Metalle wie Gold, Platin und andere Legierungen die in den Körper gelangen und in Kronen, Zahnbrücken und Zahnfüllungen bei der Zahnsanierung verarbeitet werden.


Herderkrankung durch Störfeld

Als Herderkrankungen werden Erkrankungen bezeichnet die von einem Herd bzw. Störfeld ausgeht, der selbst meist nicht aktiv in Erscheinung tritt.

Unter einem Herd, Fokus oder Störfeld versteht man in der ganzheitliche Zahnmedizin, die über ihre Umgebung hinaus Fernwirkungen auszulösen, das weit entfernte Veränderung an Geweben sind, und von einer Herderkrankung wird gesprochen, wenn die Symptome nicht direkt auf den Auslöser einer Erkrankung schliessen lassen, da diese weit auseinander liegen können.

Als Entzündungsherd wird der Ausgangsort einer Entzündung bezeichnet.

Herderkrankung, Entzündung, Abwehrreaktion

Ablauf einer Entzündung

Eine Entzündung ist eine Abwehrreaktion des Körpers auf einen schädigenden Reiz. Eine Entzündung läuft in den Grundzügen stets gleich ab.

Man unterscheidet fünf Hauptsymptome einer Entzündung:

Hauptsymptom (rubor= Rötung):

Durch einen Entzündungsreiz kommt es zu einem örtlich begrenzten Gewebeschaden. Der Körper reagiert hierauf mit einer vermehrten Durchblutung, die auch als Hyperämie bezeichnet wird. Die vermehrte Blutfülle bewirkt dabei eine Rötung des Gewebes.

Hauptsymptom (calor= Wärme):

Die vermehrte Durchblutung mit der gleichzeitigen Aktivierung des Stoffwechsels führt zur Erwärmung des Gewebes. Da das Gewebe nun durch die vermehrte Durchblutung besser mit Sauerstoff, Nährstoffen und Abwehrstoffen versorgt wird, kann der entzündliche Reiz oft bereits in diesem frühen Stadium unwirksam gemacht werden.

Hauptsymptom (tumor= Schwellung):

Bei einem stärkeren Entzündungsreiz tritt im weiteren Verlauf Flüssigkeit aus den Blutgefässen in das Gewebe über und führt so zu einer Schwellung.

Hauptsymptom (dolor= Schmerz):

Die Schwellung und die gleichzeitig einsetzenden Stoffwechsel Veränderungen im Gewebe rufen Schmerzempfindungen hervor.

Hauptsymptom (functio laesa= eingeschränkte Funktion)

Schwellung und Schmerz schränken die Funktionstüchtigkeit des Organs ein. Durch den Entzündungsreiz wird jedoch nicht nur eine örtlich begrenzte Reaktion des Körpers hervorgerufen. Vielmehr reagiert der gesamte Organismus, weshalb man zum Teil auch allgemeine Symptome feststellen kann, wie zum Beispiel Fieber, Pulsbeschleunigung, Abgeschlagenheit, Leistungsschwäche und Vermehrung der weissen Blutkörperchen. Kommt es bei einer Entzündung zu einer Aussaat von Krankheitserregern in die Blutbahn mit in der Regel schweren Krankheitserscheinungen, so spricht man von einer Sepsis (Blutvergiftung).

Eitrige Entzündungen

Gehen im Rahmen einer Entzündung weisse Blutkörperchen (Leukozyten) zugrunde, so werden sie im Allgemeinen über die Lymphkapillaren abtransportiert. Reicht dieser Abtransport bei einer massiven Entzündung jedoch nicht aus, so bildet sich Eiter. Abszess= abgekapselte Eiteransammlung im Gewebe. Phlegmone= flächenhafte, nicht abgekapselte Eiteransammlung im Gewebe. Empyem= Eiteransammlung in einer natürlichen Körperhöhle (Kieferhöhle). Furunkel= eitrige Entzündung eines Haarbalgs.

Pulpaentzündung und ihre Folgen

Pulpitis = Entzündung der Pulpa (Zahnnerv)
Bei einer pulpanahen Karies (Caries profunda) gelangen Giftstoffe (Toxine) und nachfolgend Bakterien zur Pulpa. Die Pulpa (Nerv) reagiert zunächst mit einer vermehrten Durchblutung (Hyperämie), um mehr Abwehrstoffe an den Ort der Schädigung zu bringen. Dabei können Schmerzen auftreten, die durch Temperaturreize (kalt, warm) oder chemische Reize (süss, sauer) ausgelöst werden können. Die Hyperämie (vermehrte Durchblutung) kann jedoch auch schmerzlos sein. Unbehandelt geht die Hyperämie in der Regel bald in eine Entzündung der Pulpa über. Dabei gelangt vermehrt Serum aus den Blutgefässen in das Pulpagewebe. Man spricht von einer Pulpitis serosa (wässrige Nerv-Entzündung), die im Kronenbereich beginnt und sich zur Wurzelpulpa hin ausdehnt. Da die starren Wände der Pulpahöhle ein Anschwellen der Pulpa (Nerv) behindern, kommt es dabei zu einer deutlichen Druckeinwirkung des Pulpagewebes auf die Nerven und Gefässe. So können spontan teilweise heftige Schmerzen entstehen. Es treten schliesslich vermehrt weisse Blutkörperchen in der Pulpa (Nerv) auf, wobei Pulpagewebe durch Abwehrreaktion geschädigt werden kann. Es kommt zu einer Vereiterung, die zunächst nur einen Teil der Pulpa erfasst und sich schliesslich auf die gesamte Pulpa (Nerv) ausdehnt. Die seröse Pulpitis (wässrige Nerv-Entzündung) geht somit in eine eitrige Pulpitis (Pulpitis purulenta) über. Während es bei der serösen Pulpitis vorwiegend zu Schmerzen auf Kältereize hinkommt, ist der Zahn bei einer Pulpitis purulenta vor allem wärme- und klopfempfindlich. Kälte kann in diesem Stadium oft sogar vorübergehend Linderung verschaffen. Bei einer Pulpitis purulenta (eitriger Nerv) stirbt das Pulpagewebe schliesslich ab und es kommt zur Pulpanekrose (Gewebstod der Pulpa/ Nerv). Die Schmerzen können mit der Pulpanekrose (Gewebstod der Pulpa/ Nerv) völlig abklingen. Nach einiger Zeit kommt es durch eine bakterielle Fäulnis zu einer Zersetzung der abgestorbenen Pulpa. Es entsteht eine Pulpagangrän (fauliger Zerfall der Pulpa/ Nerv). Eine Karies kann somit ohne Behandlung zu einem fauligen Zerfall der Pulpa/ Nerv führen. Während die Hyperämie (vermehrte Durchblutung) bei entsprechender Behandlung häufig noch reversibel (rückführbar) ist, kann ein Zahn bei einer Pulpitis nur noch in den Anfangsstadien vital erhalten werden. Die Behandlung einer Caries profunda (tiefe Karies) ist somit eine wichtige Massnahme zur Vitalerhaltung der Pulpa

Mögliche Folgen einer toten Pulpa

Vom toten Pulpagewebe können Giftstoffe und Krankheitserreger über das Foramen apikale (ganz kleines Loch unten an der Wurzelspitze) in das umliegende Gewebe eindringen.

Durch einen toten Zahn kann es kommt zu einer Entzündung vom Zahnhalteapparat im Bereich der Wurzelspitze kommen, das der Zahnarzt als apikale Parodontitis bezeichnet. Von der Abwehrkraft des Körpers einerseits und der Virulenz (Stärke der krankmachenden Eigenschaften) der Bakterien andererseits hängt es ab, ob die apikale Parodontitis einen akuten oder chronischen Verlauf nimmt.

Akute apikale Parodontitis

Bei einer akuten apikalen Parodontitis kommt es beim Zahnhalteapparat zu einer schmerzhaften Anschwellung.

Der Zahn schmerzt bei einer apikalen Parodontitis bereits bei leichter Berührung und wird aufbiss- und klopfempfindlich. Bohrt man den Zahn auf (Trepanation) und bereitet den Wurzelkanal auf, so verspürt der Patienten bei einer akuten apikalen Parodontitis in den meisten Fällen eine sofortige Erleichterung. Schreitet die akute Entzündung jedoch in die Markräume des umgebenden Knochens fort, so entsteht eine Knochenentzündung (Ostitis). Eine weitere Ausbreitung der Entzündung erfolgt in den meisten Fällen nach aussen zur Knochenhaut hin, wo es zu einer teilweise sehr schmerzhaften Knochenhautentzündung (Periostitis) kommt. Sobald die Entzündung die Knochenhaut durchbrochen hat, lassen die Schmerzen häufig nach. Die Entzündung dringt in das umliegende Weichgewebe ein und bildet dort ein entzündliches Infiltrat (eindringen). In jedem Stadium dieses Entzündungsweges von der Parodontitis über die Ostitis (Knochenentzündung) und Periostitis (Knochenhautentzündung) bis zum entzündlichen Weichteilinfiltrat kann es zu einer Vereiterung kommen. Der Eiter besteht dabei aus abgestorbenen weissen Blutkörperchen, eingeschmolzenem Gewebe und Krankheitserregern. Ist die Vereiterung abgekapselt, so spricht man von einem Abszess. Ist sie jedoch flächenhaft ohne erkennbare Grenze, so liegt eine Phlegmone vor. Bei einer Vereiterung in der Kieferhöhle spricht man von einem Kieferhöhlenempyem. Breitet sich die anfängliche Knochenentzündung (Ostitis) flächenhaft im Knochenmark aus, so entsteht eine Osteomyelitis (Knochenmarkentzündung). Dabei kann der erkrankte Knochenbereich absterben und als Sequester (abgestorbenes Knochenstück) abgesondert werden. Für die Schwellung im Wangenbereich wird teilweise noch der alte Ausdruck Parulis (dicke Backe) gebraucht. Dieser Begriff ist jedoch unscharf, da er nur allgemein eine Wangenschwellung beschreibt, ohne näher auf die Ursache einzugehen. Die Behandlung eines Abszesses erfolgt durch eine Inzision (Einschnitt). Der Eiter kann dadurch abfliessen und die akute Entzündung in ein chronisches Stadium übergehen. Gleichzeitig ist der Schuldige Zahn zu trepanieren (aufzubohren). Ist die akute Entzündung abgeklungen, so muss der verursachende Zahn noch definitiv versorgt oder extrahiert (entfernt) werden.

Chronische apikale Parodontitis

Kann die körpereigene Abwehr die Krankheitserreger abgrenzen, so nimmt die apikale Entzündung einen chronischen Verlauf.

Im Röntgenbild kann man dann häufig einen geringgradig verbreiterten Parodontalspalt erkennen. Als Zeichen der Abwehrreaktion kann es im Bereich der Wurzelspitze zur Ausbildung von Granulationsgewebe (kleines Körnchen) kommen. Dieses Gewebe hat seinen Namen von der gekörnten Oberfläche. Jedes Körnchen entspricht dabei einem kleinen, reich verästelten Gefässbaum. Zwischen den Gefässen liegen zahlreiche Nerven und Abwehrzellen. Das apikale Granulationsgewebe kann als ein Abwehrsystem angesehen werden, in dem sich die körpereigene Abwehr und die Krankheitserreger in einem Gleichgewicht befinden. Bei Verminderung der Abwehrkraft kann dieses chronische Stadium aber jederzeit in eine akute Entzündung übergehen. Das apikale Granulationsgewebe wird auch als apikales Granulom bezeichnet. Auf dem Röntgenbild ist es als apikale Aufhellung zu erkennen. Das apikale Granulom kann als chronischer Entzündungsherd eine Fernwirkung haben und verschiedene, oft zunächst unklare Krankheiten verursachen. Man spricht auch von einem Fokus (Herd), von dem eine Herderkrankung (Fokalinfektion) ausgeht. Dabei kann es zu einer Streuung von Bakterien sowie ihren Stoffwechsel- und Abbauprodukten über den Blutweg kommt. Als Fokus (Herd) kommen aber nicht nur apikale Granulome, sondern auch chronische Mandelentzündungen, Nasennebenhöhlenentzündungen und andere Entzündungsherde bei den inneren Organen infrage. Typisch von einem Fokus (Herd) ausgehende Erkrankungen sind rheumatische Gelenkentzündungen, Entzündungen im Bereich des Herzens, Nervenentzündungen und Nierenentzündungen. Die Therapie besteht in der Sanierung des chronischen Entzündungsherds. Man kann jedoch vor der Behandlung nicht mit Sicherheit sagen, ob eine bestimmte Allgemeinerkrankung auch tatsächlich von diesem chronischen Entzündungsherd ausgeht. Aus einem apikalen Granulom kann sich weiterhin auch eine radikuläre Zyste (gutartige Hohlgeschwulst) entwickeln. Dabei wird von Epithelzellen ein Hohlraum gebildet, dessen Inhalt sich verflüssigt. Dieser Hohlraum kann sich ballonartig vergrössern und so eine Zyste (gutartige Hohlgeschwulst) bilden. Da diese Zyste von der Wurzel (Radix) ausgeht, spricht man hier von einer radikulären Zyste. Zysten können auch andere Ursachen haben. So können sie ebenfalls vom Zahnkeimgewebe (Zahnsäckchen) ausgehen. Man nennt sie dann follikuläre Zysten (kleiner Sack). Zysten wachsen sehr langsam und verursachen in der Regel keine Schmerzen. Häufig werden sie nur durch Zufall bei einer Röntgenuntersuchung festgestellt. Radikuläre Zysten können nur von pulpatoten Zähnen ausgehen. In manchen Fällen kann von einem apikalen Granulom auch eine chronische Fistel ausgehen. Dabei entwickelt sich meistens ein strangförmiger Fistelgang von der Wurzelspitze zum Vestibulum, wo man dann ein kleines Fistelmaul erkennen kann. In seltenen Fällen verläuft die Fistel nach aussen(extraoral). Das Fistelmaul liegt dann in der Regel seitlich vom Unterkiefer im Bereich der Molaren.


Gefässerkrankungen durch Entzündungen

Aus dem Mundraum können Bakterien über die Blutbahn in die Herzklappen gelangen, dort Entzündungen auslösen und auch verbreiten.

Chronische Entzündungen im Zahnhalteapparat können Gefässerkrankungen im Körper fördern, denn wenn Bakterien aus der Zahnfleischtasche in die Blutbahn gelangen, können diese in die Zellen der Gefässwände eindringen und so zu Gefässerkrankungen führen.

Zwischen parodontalen Erkrankungen wie Parodontitis und Gefässerkrankungen kann immer ein Zusammenhang bestehen, im Besonderen Arteriosklerose, worunter man im Volksmund die Arterienverkalkung oder Arterienverhärtung versteht. Zum Schutz vor Allgemeinerkrankungen ist eine gesunde Mundhöhle mit gesunden Zähnen und gesundem Zahnfleisch sehr wichtig und eine wichtige Voraussetzungen, um gesund zu bleiben.

Parodontitis, Bakterien, Gefässerkrankungen 

Parodontitis marginalis profunda ergibt allgemein ein erhöhtes Risiko für Gefässerkrankungen und demzufolge für Herzinfarkt und Schlaganfall, denn Entzündungen gefährden nicht nur die Zähne, sondern können das Herz und andere Körpersysteme betreffen.

Zahnhalteapparat und Gefässerkrankungen

Untersuchungen deuten darauf hin, dass eine Parodontitis ein ebenso grosser Risikofaktor für koronare Herzkrankheiten ist wie erhöhte Blutfettwerte, Bluthochdruck und Übergewicht.

Entzündungen vom Zahnhalteapparat wird vom Zahnarzt als Parodontitis bezeichnet und sind ab dem 40. Lebensjahr der häufigste Grund für Zahnverluste. Entzündungen vom Zahnhalteapparat entstehen durch bakterielle ZahnbelägePlaque“, die sich an den Zähnen und in Zahnzwischenräumen sowie am Zahnfleischrand festsetzen und das Gewebe über längere Zeit angreifen können, sodass das Bindegewebe und der Kieferknochen mit Zahnhalteapparat in Mitleidenschaft gezogen wird, denn Kiefer und Zahnhalteapparat bilden eine Einheit. Entzündungsauslöser sind immer Bakterien aus dem Zahnbelag und bei der Entzündung von Zahnfleisch oder bei Kieferknochenentzündung werden Botenstoffe frei, sodass diese die körpereigene Immunabwehr stimulieren können. Bakterien können aus dem Mundraum in die Gefässe einwandern an der Innenhaut vom Herz ansetzen und zu einer Endokarditis führen. Bei einer Diabeteserkrankung ist der Zahnhalteapparat durch den dauerhaft erhöhten Blutzuckerspiegel durch die daraus resultierende Gefässerkrankung ständig belastet, denn erhöhte Blutzuckerwerte haben negative Auswirkungen auf die Blutgefässe und den Reparaturmechanismus vom Immunsystem. Die Selbstheilungsfähigkeit vom Gewebe wird geschwächt sodass sich Bakterien in der Mundhöhle stärker vermehren können, was die Infektionen begünstigen und die Widerstandskraft vom Zahnhalteapparat weiter schwächt.

Erkrankung vom Parodontium

An chirurgisch entfernten arteriosklerotisch veränderten Gefässen konnten bestimmte Bakterien isoliert werden, die in entzündeten parodontalen Taschen vorkommen und für die Entstehung einer Parodontitis verantwortlich sind.

Erkrankungen vom Parodontium haben weitreichende Auswirkungen auf den gesamten Körper, da das Risiko für Gefässerkrankungen und Herzinfarkt steigt oder umgekehrt besteht bei Diabetikern ein erhöhtes Risiko an einer Parodontitis zu erkranken, das bei Schwangeren eine Frühgeburt verursachen kann. Dass Bakterien aus entzündeten und blutenden Zahnfleischtaschen (Knochentaschen) in die Blutbahn geraten, kann bewiesen werden. Bakterien im Mund können eine Gefahr für Herz und Kreislauf und damit ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall sein. Ob die Ursache für die Veränderungen in den Arterien eingedrungene Bakterien über die Blutbahn sind, oder Veränderungen an der Innenwand der Arterien dazu führen, wo sich Bakterien anlagern, ist ungeklärt. Die Entstehung einer Parodontitis erfolgt über einen langen Zeitraum und wird nur selten erkannt, doch durch eine regelmässige Mundpflege können die Plaquebakterien stark reduziert werden. 


Rückenschmerzen und Nackenschmerzen

Die Ursachen für Beschwerden liegen nicht immer dort, wo die Schmerzen verspürt werden, so dass ein Krankheitszeichen im Kopfbereich, Nackenbereich und Schulterbereich in einer Überbelastung oder Fehlbelastung der Kaumuskulatur und der Kiefergelenke liegen kann.

Kieferprobleme können beim Mensch zu chronische Verspannung der Kaumuskulatur und zu Kieferschmerzen führen, aber auch zu Verspannungen im Rücken- und Nackenbereich, denn die Ursache für die Rückenschmerzen ist vielfach ein Kiefergelenksyndrom durch eine Fehlbiss, Bissanomalie oder fehlende Zähne. Als Craniomandibuläre Dysfunktion (CMD) wird eine Funktionsstörung vom Kausystem bezeichnet, wo Kiefergelenke, Kaumuskulatur und Zähne beteiligt sind.

 

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Zu einer Kiefergelenkserkrankung und Funktionsstörungen vom Kauorgan kann ein zu starker Druck auf den Kiefer durch Zähneknirschen oder Zähnepressen (Parafunktionen) sowie ein falsches Essverhalten führen.

Nackenschmerzen durch Kiefer und Zähne

NackenschmerzenNackenverspannungen und Rückenschmerzen können durch Zähne, Kiefer und Kiefergelenken ausgelöst werden, denn die Muskulatur im Nacken- und Schulterbereich wie auch im Gesichtsbereich reagiert sehr empfindlich auf inneren oder äusseren Druck.

An Nackenschmerzen sind beim Mensch oft die Kiefergelenke schuld, was eine Einschränkung der Lebensqualität bedeutet und der Zahnarzt von „CMD“ Cranio Mandibulären Dysfunktion spricht, worunter man eine Fehlfunktion im Zusammenspiel von Oberkiefer und Unterkiefer, und den Kopfgelenken mit der Kaumuskulatur versteht. Allgemein ist bekannt, das Bewegungsmangel, falsches Sitzen Rückenschmerzen verursachen können, aber dass die Ursache für Nackenschmerzen und Rückenschmerzen auch in den Zähnen durch ein Kiefergelenksyndrom liegen kann, ist wenig bekannt, auch wenn die Liste der Funktionsstörungen durch Zähne und Zahngebiss lang ist und Zahnschmerzen, Ohrenschmerzen, Kopfschmerzen oder auch Mundbrennen verursachen kann. Häufig werden beim Kiefergelenksyndrom auch Störungen ausgelöst wie Knackgeräusche, Knirschgeräusche und Reibegeräusche im Kiefergelenksbereich. Übersensible Zähne und Zahnhälse können Dysfunktionen im Kiefergelenk ihre Ursache haben. Wenn Kieferknochen, Kiefergelenk, Zahnhalteapparat oder Zähne nicht richtig aufeinander abgestimmt sind und aus der Balance geraten, schlägt sich das im Gesicht nieder, denn Dysbalancen vom Kausystem haben auf den ganzen Körper Auswirkungen. Kauapparat und Bewegungsapparat sind Systeme, die sich gegenseitig beeinflussen und eng miteinander verknüpft sind. Eine andauernde Muskelspannung die durch einen falschen Biss ausgelöst wird, kann Einfluss auf viele verschiedene Bereiche vom Körper haben. Kiefergelenkbeschwerden und Zahnfehlstellung können wie Bissanomalien Schmerzen in entfernten Körperteilen auslösen und die Kaufunktion wie auch den Stoffwechsel von Organen verändern.

Rückenschmerzen durch Fehlstellungen der Zähne

Fehlstellungen der Zähne bewirken oft Verspannungen der Muskulatur wie auch Schmerzen im Halsbereich, Schulterbereich und Rückenbereich.

Bei der Diagnostik von Rückenproblemen sollte der Zahnarzt miteinbezogen werden, wenn das Gebiss ein Problem sein kann, denn in einem intakten Gebiss steht jeder Zahn in einem ganz bestimmten Kontakt zu seinem Gegenzahn, wodurch die Kaukraft gleichmässig auf den Kiefer verteilt. Wenn der Kontakt zwischen Zahn und Gegenzahn (Okklusion) gestört ist wie durch einen Zahnverlust oder zu hoch stehende Zahnfüllungen sowie schlecht sitzende Zahnbrücken oder Kronen, kann dies Rückenschmerzen auslösen, denn jeder mangelhafte Kontakt in der Kieferleiste überträgt sich auf die Wirbelsäule. Wenn eine Störung im Gebiss vorliegt, versucht die Kiefermuskulatur durch starkes Anziehen, die Fehlstellung auszugleichen, wodurch auf den anderen Zähnen mehr Druck ausgeübt wird und sich dadurch Knochentaschen bilden können, wo dann die Zähne locker werden können. Durch zu starkes Zubeissen auf einer Kieferseite verkürzen sich die Muskeln auf der anderen Seite, wodurch es zu Verdrehungen der Wirbelsäule und Nackenverspannungen kommen kann. Unbewusste Verspannung der Kaumuskulatur durch Zähnepressen oder Zähneknirschen entstehen durch das zentral gesteuerte Nervensystem infolge psychosozialen Stressfaktoren, Gewebeüberlastungen oder einer genetischen Veranlagung. Die Backenzähne, Eckzähne und Schneidezähne sind im Kiefer fest verwurzelt und stehen somit über dem Schädel in enger Verbindung mit der Wirbelsäule.


Krankheiten durch Amalgam

Amalgam als Zahnfüllung wird auch als Zahnplombe bezeichnet und besteht aus den Bestandteilen Silber, Zinn und Kupfer sowie Quecksilber, dass sich sehr langsam aufzulösen kann.

Die Bestandteile von Amalgam werden alle den Schwermetallen zugerechnet, die zu einer ständigen Organbelastung führen können, sodass eine Krankheit durch Amalgam wie auch eine Amalgamvergiftung entstehen kann.

Bei grossen und stark korrodierten Amalgamfüllungen kann es zu einer perioralen Dermatitis kommen, was eine entzündliche Veränderung der Haut im zentralen Gesichtsbereich ist wobei die Haut stark gerötet ist und Papeln und Pustel auftreten können, sodass eine Amalgamsanierung erfolgen muss.

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Die Betroffenen von Amalgamallergie klagen oft über unspezifische Beschwerden wie leichte Ermüdbarkeit / Reizbarkeit / Verlust der Erinnerung / Depressive Verstimmungen / Schlafstörungen / Nachlassende Leistungsfähigkeit / Kopfschmerzen / Probleme mit Konzentration / Erhöhte Infektanfälligkeit / Erhöhte Allergieanfälligkeit / Gesichtsneuralgien / Zungenbrennen / Metallgeschmack / Geschmacksverlust oder andere Missempfindungen in der Mundhöhle.

Krankheiten durch Amalgame

Amalgam ist eine Legierung aus Quecksilber und anderen Metallen wie Kupfer, Zinn und Silber.

Amalgam ist ein praktisches Material, um Zahnlöcher zu stopfen, doch im Amalgam als Legierung hat es nebst Quecksilber das toxisch ist noch andere Schwermetalle, sodass Amalgam krank machen kann, denn Toxizität bedeutet die Giftigkeit, wo eine hohe Quecksilberbelastungen an vielen Krankheiten mitbeteiligt sind, denn Zahnfüllungen aus Amalgam enthalten ca. 50 Prozent Quecksilber. Das Quecksilber aus Zahn-Amalgam kann aus der Legierung freigesetzt werden, wo die Freisetzung beim Mensch in Form von Quecksilbergas, das hauptsächlich über die Lunge in den Körper aufgenommen wird. Meistens kommt es durch Amalgamfüllungen nicht direkt zu einer Vergiftung und die Beschwerden sind häufig unspezifisch. Wissenschaftlich anerkannt sind bis heute lediglich die Amalgamallergie und örtliche Veränderungen der Mundschleimhaut. Bei der Untersuchung durch den Zahnarzt können Veränderungen feststellbar sein wie die Entzündung der Mundschleimhaut (Stomatitis) oder vom Zahnfleisch sowie Aphten bzw. Erosion der Mundschleimhaut mit weisslichem Fibrinbelag und entzündlichem Randsaum. Lichen planus oder Lichen ruber planus ist der Fachbegriff für eine flache Knötchenflechte, was eine entzündliche Erkrankung der Haut und Schleimhaut ist die zur Gruppe der Exantheme gehört.

Krankheiten durch Amalgam-Plomben

Bakteriengifte aus einer entzündeten Wurzel können in alle Teile des Körpers gelangen, denn jeder Zahn ist über Nerven und Blutgefässe mit dem Organismus verbunden.

Die Folgen von Bakteriengiften aus einer entzündeten Zahnwurzel können Entzündungen von Nebenhöhlen oder Herzklappen, Krankheiten der Augen, Nieren oder rheumatische Beschwerden sein. Zahnfüllungen und Legierungen können nebst Bakteriengiften demzufolge auch gesundheitliche Probleme auslösen ohne dass man dabei Zahnschmerzen verspürt. Beim Amalgam können es zwei Probleme entstehen die zu einer Krankheit führen, so die Vergiftung durch Quecksilber das im Amalgam enthalten ist und die Amalgam-Allergie, wo der Allergietest über die Allergie Aufschluss geben kann, doch das Amalgamrisiko ist sehr klein. Ein metallischer Geschmack bei einer Mundbatterie oder ein leichtes elektrisches Gefühl im Mund kann durch galvanische Mundströme auf eine Amalgamfüllung hindeuten, wo eine Korrosion von Amalgam erfolgt, denn verschiedene Metalle im Mund bilden eine Batterie, die eine Korrosion verstärkt, was zu einer Amalgamvergiftung führen kann.


Amalgam kann gefährlich sein

Eine Amalgamfüllung (Plombe) als Füllung für den Zahn besteht aus einer Quecksilber-Legierung mit ca. 50% Quecksilber und ist langlebiger als eine Kunststofffüllung, die Meinungen über die Gefährlichkeit durch amalgamhaltige Zahnfüllungen ist in der Wissenschaft umstritten, da der endgültige Beweis der Schädlichkeit fehlt.

Wenn bei Menschen mehrere unterschiedliche Schwermetalle im Mund vorhanden sind, ist meist ein erhöhter Quecksilberwert vorhanden, so wenn Metalle im Mund wie Gold, Amalgam und Silber als Zahnersatz vorhanden sind, da durch die elektrochemische Korrosion im Mund, Quecksilberionen aus dem Amalgam herauslöst werden, sodass eine Amalgamvergiftung entstehen kann.

In der Zahnmedizin versteht man unter Amalgam Legierungen des Quecksilbers mit anderen Metallen, denn es gibt viele Metalle die in Quecksilber löslich sind, somit gibt es verschiedene Amalgame, nicht aber Eisen.

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Beim Zahnarzt wird mit Zahnamalgam eine Legierung als Zahnfüllungsmaterial des Quecksilbers mit anderen Metallen, wie Silber, Kupfer, Indium, Zinn und Zink verstanden, eine Alternative zu Amalgamfüllungen gibt es Inlays wie die Goldinlays oder Keramikinlays.

Ist Amalgam gefährlich?

Kritiker betrachten Amalgam als "toxische Zeitbombe", die zu Gesundheitsschäden führen, doch Beschwerden sind eher selten, doch akute Beschwerden können immer auftreten und chronische Vergiftungen verlaufen schleichend.

Die Amalgamgefährlichkeit ist abhängig von der Säure im Mund bzw. dem PH-Wert vom Speichel sowie der Anzahl verschiedenartiger Metalle und Legierungen im Mund.

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Die Schädlichkeit von Amalgam ist meist abhängig von der verwendeten Menge, denn jedes Übertreiben birgt Gefahren und bei Zahnfüllungen sind es nicht nur die galvanischen Ströme sondern auch das Zähneknirschen kann dafür eine Gefahr darstellen.

Amalgam kann durch den galvanischer Abbau im Besonderen wegen dem Quecksilber gefährlich sein und wird als Nichtedelmetall-Legierung zuerst abgebaut.

Durch das Spannungsgefälle werden die galvanischen Legierungen im Mund zersetzt sowie Ionen der galvanischen Elemente freigesetzt wie Silber-Ionen oder auch Quecksilber-Ionen etc. wo diese ihre hochtoxische Wirkung entfalten können. Quecksilber wird nicht nur für Amalgamfüllung in Zahnlöchern verwendet, sondern auch als Konservierungsstoff (Thiomersal) in Impfstoffen verwendet oder zur Haltbarmachung von Schmink- und Abschminkmitteln für die Augen etc.

Amalgam wegen dem Quecksilber schädlich?

Ob Quecksilber aus dem Amalgam der Gesundheit schadet ist nicht eindeutig bewiesen, doch bei einer gewissen Menge an Amalgam kann dies möglich sein, im Besonderen wenn noch weiter übermässigen Belastungen aus Fischen usw. vorhanden sind, denn der Verzehr kleiner Mengen Fischfleisch kann den Quecksilbergehalt in unserem Blut stark beeinflussen.

Der Zahnfüllstoff Amalgam ist schädlich, wenn er seinen Inhaltsstoff Quecksilber freisetzt und ist eines der giftigsten Elemente die für Gesundheitsprobleme verantwortlich sein kann. Diese Aussagen unterschreiben alle Zahnärzte, ob Befürworter oder Gegner von Amalgam, denn das Quecksilber wird nie plötzlich freigesetzt. Es ist bekannt, dass Quecksilber ernsthafte Gesundheitsprobleme bei Menschen verursachen kann, doch solange Quecksilber im Amalgam als Schwermetall gebunden ist, besteht keine grosse Gefahr. Durch bestimmte Verhaltensweisen wie Zähneknirschen oder ständiges Kauen von Nikotinkaugummi wird der Abrieb der Amalgamfüllungen verstärkt, doch konnten keine Nachweise für einen Zusammenhang zwischen Amalgamfüllungen und dem Auftreten Erkrankungen wie Alzheimer oder Parkinson sowie Nierenfehlfunktionen oder Multipler Sklerose gefunden werden. Die Gefährlichkeit von Quecksilber aus dem Amalgam ist immer eine Frage der Menge, den die Gewichtung ob Amalgam oder Quecksilber in dieser kleinen Menge schädlich ist wird unterschiedlich beurteilt, denn man kann sogar lesen, dass der Verzehr von Fisch und Meerestieren wegen dem Quecksilber überall sehr gefährlich sei. Auch das Schwermetall Blei kann gefährlich sein, doch gibt es in Hamburg und Wien noch viele Wasserleitungen aus Blei wie zur Römerzeit. Auch dort gilt, Aussagen nicht übertreiben, denn die Kalkschicht im Rohr ist ein Blei-Schutz.

Quecksilber-Vergiftung durch Amalgam

Eine chronische Quecksilbervergiftung durch Amalgam ist in seltenen Fällen vorhanden, auch wenn Quecksilber ein giftiges Schwermetall ist.

Amalgam ist wegen dem giftigen Quecksilber heftig umstritten, das sich aus den Amalgamfüllungen lösen kann, doch es sind nur sehr winzige Spuren die anfänglich freigesetzt werden und immer weniger wird, doch je mehr Amalgam dass man im Mund hat, desto mehr Quecksilber kann sich im Körper insbesondere in den Nieren ansammeln.

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Schädlich beim Amalgam ist nicht nur das vorhanden sein von Quecksilber, denn Quecksilber ist im reinen Zustand ein flüssiges Schwermetall, aber als Amalgamlegierung gebunden und erst durch das Vorhandensein von verschiedenen Metallarten bzw. Mischmetallen wird Quecksilber im Mund vermehrt durch die Ströme im Mund freigesetzt.

Eine Quecksilberintoxikation aus Amalgamfüllungen kann durch Zähneknirschen oder durch eine Schrubbmethode beim Zähneputzen entstehen, was eine Vergiftung durch Abrieb von Quecksilber und seinen Verbindungen hervorgerufen kann. Die Giftigkeit von Quecksilber ist aber abhängig, wie stark sich Quecksilber mit Schwefel verbinden zu kann, denn Quecksilber bindet sich an die Schwefelgruppen der Enzyme und kann diese damit blockieren. Eine Entzündung der Mundschleimhaut mit Geschwürbildung bei der Quecksilbervergiftung wird als Quecksilber-Stomatitis bezeichnet.

Amalgam-Gefährlichkeit wird vom Speichel bestimmt

Ströme im Mund werden wie bei einer Batterie produziert, denn auch im Mund fliessen im Spannungsgefälle Elektronen wobei man von Mundbatterie spricht.

Beim "Zahnstrom" kann die Spannung und die Stromintensität im Mund mit einem einfachen Galvanometer in Millivolt resp. Milliampere gemessen werden, doch die Stromverhältnisse im Mund können sich je nach Säure des Mundspeichels und dem Mundmilieu rasch ändern. Galvanische Ströme sind in Abhängigkeit vom PH-Wert des Speichels im Mund und demzufolge die Gefährlichkeit von Amalgamfüllungen sehr unterschiedlich. Für die Gefährlichkeit von Amalgam gibt es keine kontrollierten Studien, denn für die Schädlichkeit von Amalgam die auf den Körper wirken sind Unmengen an verschiedenen Elementen und Prozessen beteiligt. Amalgamlegierungen für Amalgamfüllungen sind je nach Fabrikat und Herstellungsjahr sehr unterschiedlich wie alle Metall-Legierungen. Wegen gesundheitlicher Bedenken der Zahnfüllungen aus Quecksilberlegierungen und kosmetischer Probleme nimmt die Bedeutung der Amalgamfüllungen ab, Amalgam ist aber erheblich preisgünstiger als Füllungskunststoffe für Zahnfüllungen, die ihre Vorteile im Angleichen der Zahnfarbe und in der Möglichkeit einer adhäsiven Befestigung an der Zahnhartsubstanz haben. Wegen gesundheitlicher Bedenken erfolgen Füllungen für Zahnlöcher, heute meist in der Form von Silberamalgam.

Jedes Metall kann im Mund gefährlich sein

Jedes Material aus Metall kann im Mund gefährlich sein, im Besonderen wenn es mit anderen Metallen zusammen kommt oder starke galvanische Mundströme entstehen, sodass der Mund mit dem Speichel als Elektrolyt wie eine Mundbatterie funktioniert, sodass Betroffene durch die Strombildung einen Metallgeschmack im Mund verspüren können.

Zwischen zwei Amalgamfüllungen fliesst ein kleiner Strom, wird aber im Mund noch ein anderes Metall wie Gold eingesetzt, so fliesst zwischen Amalgam und Gold bedeutend mehr Strom. Wenn im Mund Strom fliesst, sind meist unterschiedliche Metalllegierungen im Mund dafür verantwortlich, doch welche Auswirkungen die galvanischen Ströme haben ist bei jedem Mensch sehr unterschiedlich wie der Strom auch, dass der einzelne Mensch erzeugt, was mit der Mundsäure in Zusammenhang steht.

Dental-Amalgam für Zahnfüllungen

Dental-Amalgam ist Material für Zahnfüllungen und ist der älteste Füllungswerkstoff der seit über 150 Jahren im Deutschsprachigen Raum in der Zahnmedizin verwendet wird und in der chinesischen Medizin wurden schon vor über 2500 Jahren damit Zahnlöcher geflickt.

Mit Dental-Amalgam ergeben sich günstige Zahnfüllungen, die bei der Kariesbehandlung eingesetzt werden. Amalgam ist eine Legierung, die aus mehreren Metallen besteht und für Amalgamfüllungen eingesetzt werden. Unabhängige Expertenkommissionen konnten bis jetzt in keiner Studie Beweise dafür finden, dass die quecksilberhaltigen Zahnfüllungen "Amalgam" so schlecht sind wie ihr Ruf und die Belastung durch Quecksilber nimmt nur mit steigender Zahl der Amalgamfüllungen zu. Eine Zahnsanierung wird dann notwendig, wenn eine einfache Zahnbehandlung zum Füllen von Zahnlücken im Gebiss oder Erstellen von Zahnprothesen als Zahnersatz nicht mehr ausreicht und zur Amalgamsanierung gehört die Amalgamentfernung und Amalgamausleitung. Vielen Zahnpatienten sprechen beim Zahnarzt von „Zähne sanieren“, doch handelt es sich meist um eine Zahnprophylaxe weil der Zahnarzt aus Zahnarztangst oder Zahnarzt-Kostenangst erst aufgesucht wird, wenn Zähne und Zahnfleisch entzündet sind und von Zahn-Karies als Zahnerkrankungen erheblich befallen sind.

Amalgam-Füllung rausgefallen

Notwendig wird vielfach ein Zahnarztbesuch auch, wenn eine Zahnplombe aus Amalgam herausgefallen ist, sodass das das Amalgam bzw. die Amalgamfüllung ersetzt werden muss oder das Zahnloch durch andere Zahnmaterialien als Zahnfüllung wie Zahn – Inlays ersetzt wird.

Wenn die Amalgam-Plombe rausgefallen ist, muss diese Zahnfüllung vom Zahnarzt ersetzt werden, was durch eine Amalgamfüllung erfolgen kann oder durch einen anderes Zahnersatzmaterial. Amalgam wird in das Loch vom Zahn in Europa seit über 150 Jahren in grossem Umfang als Füllmaterial verwendet, in der chinesischen Medizin wurden Amalgame aber bereits vor 2500 Jahren benützt. Auch wenn Amalgam umstritten ist, bedeutet dies nicht, dass alles Amalgam aus der Mundhöhle verschwinden muss, wenn man mit Amalgamfüllungen keine Probleme hat, doch wenn eine Plombe herausgefallen ist wird diese meist ersetzt durch eine Komposite Füllung. Meist gibt es mit Amalgam erst Probleme, wenn andere Metalle in unmittelbarer Nähe im Mund vorhanden sind wie Goldlegierungen die ansonsten biokompatibel sind. Als biokompatibel bezeichnet man Werkstoffe, die keinen negativen Einfluss auf Lebewesen in ihrer Umgebung haben. Ein guter Zahnarzt als „Maulschlosser“ achtet darauf, dass im Mund möglichst keine Batteriewirkung durch zwei verschiedene Metalle im Mund entstehen kann und „Galvanische Ströme im Mund" durch die Mundbatterie fliessen können, doch Zahnersatz ohne Metall hat einen hohen Preis, sodass man meist auf günstige Zahnersatzvarianten ausweicht wie Amalgam, Stiftzahn mit Metallstift oder Zahnprothesen sowie Zahnbrücke aus Metall.

Amalgam ist ein Zahnfüllungsmaterial für die Zähne, es eine Kostengünstige Füllung für die Zähne in der Form von Silberamalgam, das immer noch weltweit millionenfach bei der Kariesbehandlung eingesetzt wird.

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Amalgam wird vielfach falsch geschrieben als Amalgan wie auch als wie auch Amalgansanierung und wird öfters in Mundart so ausgesprochen.

Unter Amalgamen sind also immer Legierungen zu verstehen, die nebst anderen Metallen auch Quecksilber enthalten.

In den Handel und zum Zahnarzt kommt Amalgam als Pulver, das durch Zugabe von flüssigem Quecksilber angemischt wird sodass Amalgam zum Stopfen der Zahnlöcher entsteht. Die meisten Metalle besitzen die Fähigkeit, sich beim Zusammenschmelzen miteinander zu vereinigen, was als Legierung bezeichnet wird. Die Legierungen indes, welche das Quecksilber mit anderen Metallen bildet, werden mit dem Namen Amalgame bezeichnet.  

Amalgamsanierung

Haltbar sind die Zahnfüllungen aus Amalgam teilweise über zwanzig Jahre.

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Amalgam das zum Stopfen vom Zahnloch benutzt wird,  steht durch das enthaltene Quecksilber in der Kritik, "Allergie durch Amalgam" auszulösen.

Für die Gesundheit ist Amalgam nicht unbedenklich sodass ein Amalgamrisiko besteht, denn Amalgam besteht aus den Metallen Quecksilber (Hg), Silber (Ag), Zinn (Sn), Kupfer (Cu) und Zink (Zn).

Nadelamalgam ist Amalgam mit Pulverpartikeln in Form feiner Nadeln, das darum meist als Silberamalgam bezeichnet wird. Amalgam wird vor allem im Seitenzahnbereich direkt vom Zahnarzt als Füllstoff für defekte Zahnsubstanz genutzt.   


Amalgamfüllungen

Amalgam als Füllungswerkstoff für Amalgamfüllungen wird auch als Silberamalgam bezeichnet und besteht zu ca. 50% aus Quecksilber und von den Schwermetallen wie Silber, Kupfer, Zinn und Zink.

Für Amalgamfüllungen bohrt der Zahnarzt zuerst die kranke Zahnhartsubstanz möglichst schonend aus.

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Da viele Metalle (ausgenommen Eisen) in Quecksilber löslich sind gibt es sehr viele Amalgame, denn als Amalgam versteht man die Vermischung bzw. Legierung durch mehrere Metalle.

Für Amalgamfüllungen wird das Amalgam hergestellt, indem in einem Mischautomat das Silberpulver und die übrigen Legierungsbestandteile mit dem Quecksilberanteil gemischt werden. Das weiche Amalgam wird dann in das vom Zahnarzt vorbereitete Loch gefüllt, verdichtet und die Zahnoberfläche geformt. Das gehärtete Amalgam-Material kann nach 24 Stunden poliert werden.

Amalgam-Zahnfüllung

Amalgam-Zahnfüllung bedeutet, Füllung einer Kavität aus einem plastischen Gemisch einer Silberfeilung mit Quecksilber, das nach einer Abbindereaktion erhärtet.

Dabei findet eine Expansion statt, die den Randschluss an der Kavitätenwand begünstigt und mit dem Silbergehalt der Feilung ansteigt. Die Bearbeitung der rasch härtenden Amalgame kann bereits nach 10 Minuten erfolgen. Amalgamfüllungen sind indiziert bei Klasse I und Klasse-II-Kavitäten, wenn andere Füllungsmaterialien nicht in Frage kommen. Kontraindikationen bestehen bei Kindern, Schwangeren, Nierenerkrankungen und den sehr seltenen Quecksilberallergien. Amalgamfüllungen sollten keine Restaurationen aus gegossenem Metall am Nachbarzahn berühren. Eine Abgabe von elementarem Quecksilberdampf und Quecksilberionen aus bereits gelegten Amalgamfüllungen und die damit verbundenen möglichen toxischen Nebenwirkungen werden derzeit kontrovers diskutiert. Für den Patienten belastend kann die Inhalation von Quecksilberdampf sein, das Verschlucken von abgeriebenen Amalgampartikeln und weniger Quecksilberionen, da kaum eine Darmresorption stattfindet. Die Bestimmung des Quecksilbers mittels Speicheltest nach Kaugummikauen ist daher ungeeignet, da sie den freigesetzten Quecksilberdampf nicht erfasst. Als Mass für die Resorption gilt der Gehalt an Quecksilber in Blut und Urin sowie in Kleinhirn und Niere.


Verarbeitung von Amalgam

Amalgam ist eine Mischung für Zahnfüllungen die aus verschiedener unedlen Metallen aus Quecksilber und Silber besteht und meist Zinn, Zink und Kupfer enthält, das bereits über 200 Jahren als Füllungsmaterial für Zähne verarbeitet wird.

Das Vermischen von Amalgam wird als Trituration bezeichnet.

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Aufgrund der mechanischen Eigenschaften hat das Füllmaterial Amalgam eine gute Verarbeitungsfähigkeit und hat einen sehr günstigen Preis wegen der billigen Herstellung, denn Amalgame bestehen aus einer Quecksilberverbindung mit Silber, Zinn, Zink und Kupfer und anderen Metallen. 

Da Quecksilber aufgrund seines niedrigen Schmelzpunktes von 38,9°C bei Zimmertemperatur in flüssiger Form vorliegt, kann Amalgam in der Zahnarztpraxis durch einfaches Vermischen von Quecksilber mit einem Metallpulver in einem Mischgerät hergestellt werden.

Das Metallpulver kann aus einzelnen Spänen oder Kugeln bestehen. Die Späne werden vom Hersteller durch Zerspanen grösserer Gussblöcke hergestellt. Das Metallpulver basiert auf einer Silber-Zinn-Legierung mit Zusätzen von Kupfer (Cu) und Zink (Zn). Das zum Anmischen verwendete Quecksilber hat einen Reinheitsgrad von mindestens 99.99%. Das Metallpulver kann durch einen kleinen Zusatz von Quecksilber bereits voramalgamiert sein, um das Anmischen in der Praxis zu erleichtern. Das Metallpulver konventioneller Amalgame enthält mindestens 65% Silber (Ag), maximal 29% Zinn (Sn) und maximal 6% Kupfer (Cu). Nach dem Anmischen entstehen beim Aushärten des Amalgams chemische Verbindungen zwischen Silber und Quecksilber, Gammaphase 1 genannt sowie zwischen Zinn und Quecksilber, Gammaphase 2 genannt, die korrosionsanfällig ist. Dadurch kann es bei der fertigen Füllung nach einiger Zeit unter anderem zu Verfärbungen, Rauigkeiten auf der Oberfläche, Formveränderungen und zu Randbrüchen kommen, weshalb verbesserte Amalgame entwickelt wurden, die keine Gammaphase 2 enthalten. Durch Erhöhung des Kupferanteils im Metallpulver auf bis zu 30% erhält man Amalgam, das im ausgehärteten Zustand keine Gammaphase2 und demzufolge deutlich bessere Werkstoffeigenschaften hat. Es ist formbeständiger, druckfester, korrosionsbeständiger und damit auch farbstabiler als konventionelles Amalgam. Aufgrund der besseren Werkstoffeigenschaften werden in Europa nur Gamma2freie Amalgame in der Zahnarztpraxis verwendet. Für den Gebrauch in der Praxis sind vordosierte, verschweisste Kapseln zu empfehlen, die Pulver und Quecksilber in konstanter Dosierung enthalten. Durch die Kapseln wird eine gleich bleibende Qualität bei gleichzeitigem Schutz von Patient und Personal vor einer Quecksilberbelastung beim Anmischen gewährleistet. Das Mischungsverhältnis von Metallpulver und Quecksilber beträgt 1:1. Das angemischte Amalgam wird mit einer Amalgampistole mit definiertem Druck in die Kavität gepresst, das als Stopfen der Amalgamfüllung bzw. Kondensation bezeichnet wird. Die Kondensation bewirkt gute Verdichtung des Amalgams, gute Anlagerung des Materials an den Kavitätenrand (Randschluss) und Auspressen von überflüssigem Quecksilber. An der Oberfläche entsteht dabei eine quecksilberreiche und entsprechend weiche Schicht, die wieder entfernt werden muss. Die Kavität wird daher zunächst etwas überstopft und anschliessend zurückgeschnitten.

Anwendung von Amalgam im Mund

Aufgrund der hohen mechanischen Belastbarkeit wird Amalgam vor allem für Füllungen im Seitenzahnbereich verwendet, die dem Kaudruck ausgesetzt sind. In Bereichen geringerer mechanischer Belastung bzw. bei geringerer Kavitätenausdehnung können andere Füllungsmaterialien eingesetzt werden.


Allergie durch Amalgam

Weltweit gilt Amalgam in der Zahnmedizin als das Grundversorgungsmaterial für Zahnfüllungen, doch gibt es selten auch Amalgam-Allergien auf, im Besonderen tritt als Symptom die periorale Dermatitis (Mundrose) als Ekzeme auf, wo die Haut mit dem Mundspeichel in Kontakt kommt.

Ausweitung von Ekzem und Verschlechterung der Haut kann ein Symptom einer Amalgam-Allergie sein wie bei Neurodermitis oder Kontaktekzemen. Bei Amalgam-Allergien sind auch Symptome einer Nesselsucht (Urtikaria) möglich, wo nebst allergischen Symptomen auch Kopfschmerzen, Nervenschmerzen, Zittern, Schwindel und Schlaflosigkeit durch das im Amalgam enthaltene Quecksilber möglich sind wie auch Konzentrationsschwierigkeiten und Gedächtnisschwund.

Dental-Amalgam gilt für Zahnfüllungen als das Material für die Grundversorgung in der Zahnmedizin, wo die Häufigkeit einer Amalgam-Allergie auf unter 0,01% der Bevölkerung geschätzt wird.

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Füllungsmaterialien sind generell nicht zu verwenden, wenn eine nachgewiesene Allergie gegen einen Bestandteil vom Material vorliegt, was auch für Amalgam gilt.

Amalgam und Schwangerschaft

Bei Schwangeren soll auf eine umfangreiche Füllungstherapie verzichtet werden, die über eine Notfallbehandlung bzw. Schmerzbehandlung hinausgeht. Die Schwangeren sollen möglichst keine Amalgamfüllungen gelegt und entfernt werden. Nach derzeitigem Wissenstand gibt es keinen Beleg, dass die Belastung der Mutter mit Quecksilber aus den Amalgamfüllungen gesundheitliche Schäden beim Ungeborenen verursacht. Alternativ zu Amalgam sind Glasionomere, Kompomere und Komposite möglich.

Nierenfunktionsstörung durch Amalgam

Quecksilber lagert sich unter anderem in den Nieren ab, was zu schweren Nierenfunktionsstörung führen kann, denn die Nieren sind das Hauptausscheidungsorgan für Quecksilber. Schwere Nierenfunktionsstörungen stellen eine Gegenanzeige für die Anwendung von Amalgam dar.

Amalgam für Kinder

Grundsätzlich können bei Kindern alle Füllungsmaterialien verwendet werden. Da eine Behandlung mit Amalgam zu einer Belastung des Organismus mit Quecksilber führen kann, sollte aus Gründen des vorbeugenden Gesundheitsschutzes sorgfältig geprüft werden, ob eine Amalgamtherapie notwendig ist. Dies hat unter Berücksichtigung einer möglichen Belastung durch andere Füllungsmaterialien zu erfolgen.

Gesundheitsgefährdung durch Amalgam

Amalgame sind Legierungen des Quecksilbers mit anderen Metallen zum Füllen von Zähnen. Als bewährtes Füllungsmaterial wegen seiner einzigartigen Eigenschaften, ist Amalgam aufgrund seines Quecksilberanteils in die Kritik geraten. Gesundheitlich relevante Risiken werden in den seit Jahrhunderten bekannten toxischen (giftigen) Wirkungen des Quecksilbers gesehen. Viele Zahnärzte nutzen deshalb Alternativen zu Amalgam wie Kunststofffüllungen Goldinlays oder Keramikinlays. Bei keinem Füllungsmaterial können Nebenwirkungen ausgeschlossen werden. Daher muss die Entscheidung für Füllungsmaterial im Einzelfall unter Berücksichtigung der individuellen Situation des Patienten gefällt werden.


Silberamalgam

Silberamalgam ist eine Vermischung einer "Feilung" bzw. Legierung aus Silber und Zinn mit Quecksilber, das meist nur als Amalgam für Zahnfüllungen bezeichnet wird.

Amalgam wird für Zahnfüllungen wegen seiner mechanischen Eigenschaften seit vielen Jahrzehnten in der Zahnmedizin verwendet und ist eine Legierung aus Quecksilber und Silber.

Silberamalgam, Zahnfüllung, Quecksilber, Risiko

Amalgam-Füllungen werden im Volksmund auch als "Plombe" bezeichnet, das eine Zahnfüllung aus einer Quecksilberlegierung ist.

Silberamalgam war und ist die in der Zahnheilkunde Weltweit die am häufigsten benutzte Zahnfüllung.

Eine Amalgamfüllung wird umgangssprachlich auch als „Plombe“ bezeichnet und ist eine Zahnfüllung aus einer Quecksilberlegierung. Wegen gesundheitlicher Bedenken und kosmetischer Unzulänglichkeit nimmt die Bedeutung der Amalgamfüllung je länger je mehr ab, denn aus allen Materialien können Substanzen freigesetzt werden, die eine Gefahr bedeuten kann.

Das Risiken bei Amalgam besteht in der möglichen Freigabe von Quecksilber infolge von:

Abrieb durch Kaubewegungen
die Partikel werden über den Magen-Darmtrakt ausgeschieden
Abgabe von ionisiertem Quecksilber, das zu 10 - 15 % in den Blutkreislauf gelangt
Austritt von Quecksilber als Dampf, der in der Lunge bis zu 80% aufgenommen wird und von dort in den Blutkreislauf eintritt.
Amalgam in der Form von Silberamalgam ist ein seit über hundert Jahren verwendetes Füllungsmaterial. Die Verarbeitung von reinem Quecksilber und der hohe Quecksilbergehalt des Amalgams haben bereits im 19. Jahrhundert schon eine Diskussion über mögliche Gesundheitsgefährdungen ausgelöst. Zahnfüllungen aus Amalgam werden seit Jahrzehnten weltweit massenhaft verwendet. Aufgrund der Berücksichtigung aller verfügbaren Daten kann Amalgam weder medizinisch, arbeitsmedizinisch noch ökologisch als sicheres Zahnfüllungsmaterial bezeichnet werden.
Amalgamfüllungen tragen zur Gesamtbelastung der Bevölkerung mit Quecksilber bei, denn die Quecksilbermenge entspricht in etwa der Menge, die wir mit der Nahrung aufnehmen.
Die im Urin und Blut nachweisbaren Quecksilbermengen bei Personen mit Amalgamfüllungen liegen erheblich unter den Grenzwerten zur Auslösung einer Quecksilbervergiftung.
Durch Verwendung von Gamma2freiem Amalgam mit geringer Korrosionsneigung wird die Quecksilberbelastung der Patienten vermindert.
Die Unfallverhütungsvorschrift schreibt vor, dass Amalgam in Mischgeräten hergestellt und nicht mit der ungeschützten Hand zubereitet und geformt wird. Quecksilberreste und Amalgamreste müssen unter Luftabschluss in Wasser gehalten werden, da eine besonders grosse Gefährdung von Quecksilberdämpfen ausgeht.

Amalgamkorrosion

Amalgamkorrosion bedeutet, lösen von Amalgambestandteilen durch Korrosion im Speichel unter Bildung von Quecksilberionen im Speichel.
Durch Amalgamkorrosion erhöhen sich die physiologischen Quecksilberwerte kurz nach Legen der Füllung. Amalgamkorrosion ist bei gamma-2-freiem, festgestopftem Amalgam allerdings kaum nachweisbar.


Amalgam-Risiko im Mund

Ein Amalgamrisiko besteht bei Amalgamfüllungen immer, doch das Risiko dass es direkt zu einer Vergiftung kommt ist sehr klein, wobei vielfach unspezifische Beschwerden auftreten können.

Als Amalgamallergie wird Wissenschaftlich nur die Veränderungen der Mundschleimhaut anerkannt. Das Amalgamrisiko wird von jedem Zahnarzt unterschiedlich beurteilt wie auch dies Amalgamunverträglichkeit und die Methoden der Amalgamausleitung. Wer Amalgamfüllungen entfernen lassen möchte, sollte einen Zahnarzt suchen, der dies fachmännisch macht wie auch die Ausleitung von Amalgam, denn beim Entfernen vom Amalgam ist die Belastung vom hochtoxischen Quecksilber besonders hoch. Das Quecksilber ist für den Mensch giftig, dass es aus den Amalgamfüllungen in geringen Mengen entweichen kann, da es sich in den Organen ablagern kann, was von allen Zahnärzten anerkannt wird. Das Risiko an Amalgam im Mund zu erkranken ist sehr unterschiedlich und ist von der Menge abhängig, denn jeder Mensch vermag einen gewissen Anteil an Schwermetallen abzuarbeiten. Wenn man jedoch am Arbeitsplatz gleichzeitig eine grössere Belastung an Schwermetallen ausgesetzt ist, kann das Amalgamrisiko erhöht sein, im Besonderen bei gleichzeitigem Zähneknirschen in der Nacht, wenn Amalgamfüllungen Abgeknirscht werden.

Wie gross das ein Amalgamrisiko ist, kann nicht beantwortet werden und kann bei jedem Mensch sehr unterschiedlich sein.

Amalgam-Risiko, Amalgamfüllungen, Zahnloch

Dass das Quecksilber für den Menschen giftig ist, das aus den Amalgamfüllungen in geringen Mengen entweicht und sich in den Organen ablagert, ist bewiesen und wird von den Zahnärzten anerkannt.

Gefahr von Amalgam für Zahnfüllung

Die Gretchenfrage ist, wie hoch die Gefahr von Amalgamfüllungen durch die dauernde Abgabe von geringen Mengen an Quecksilber ist.

Aus Amalgamfüllungen können Ablagerungen in den Organen entstehen, sodass dies zu irgendwelchen Organschäden beim Amalgamträger führen kann, doch eine Amalgamvergiftung zeigt sich nicht bei allen Menschen gleich. Nach Entfernen vom Amalgam ist zwar die Giftquelle eliminiert, nicht aber das in den Zellen des Organismus gespeicherte Gift. Es gibt kein anderes Arzneimittel, das beim Menschen so gründlich untersucht wurde wie Amalgam. Bis heute gibt es aber keinen wissenschaftlichen Nachweis, der die immer wieder angeführten physischen und psychischen Symptome als ursächliche Nebenwirkungen von Amalgam anerkennt. Bei Kindern bis zum 6. Lebensjahr und bei Schwangeren sollte die Verwendung von Amalgam jedoch ausgesetzt werden.


Amalgam-Unverträglichkeit

Bei Unverträglichkeit von Amalgam können verschiedene Symptome entstehen wie Veränderungen der Mundschleimhaut und vom Zahnfleisch oder es können das Nervensystem und gleichzeitig einzelne Organe betroffen sein, denn eine eindeutige "Krankheit durch Amalgam" gibt es nicht.

Silberamalgam findet noch heute Anwendung als Füllung für Zähne und ist weltweit die am häufigste benutzte Zahnfüllung.

Amalgamunverträglichkeit, Zahn Amalgame

Quecksilber wird im Besonderen in Form von Quecksilberdampf aufgenommen.

Schädlichkeit von Amalgam

Bei der Abrasion können die Schwermetalle Kupfer und Zinn in den Organismus gelangen.

Ein hauptsächlicher Grund für die Schädlichkeit von Amalgam ist, wenn der Menschen mehrere verschiedene Schwermetalle wie Amalgam, Silber oder Gold im Mund hat, denn dann können leicht erhöhte Quecksilberwerte auftreten, da durch die elektrochemische Korrosion im Mund Quecksilberionen aus dem Amalgam gelöst werden können. Bei der Aufnahme von Quecksilber durch die Abrasion kommt es dann zu vermehrter Ausscheidung im Urin und zur Einlagerung von Quecksilber im Körper, im Besonderen im Fettgewebe, was die neurotoxische Wirkung vom Schwermetall ermöglicht, denn Nervengewebe ist mit Fett umgeben.

Unverträglichkeit von Amalgam

Es sind über 120 verschiedene Krankheitsbilder bekannt, die durch Amalgamfüllungen durch Amalgamunverträglichkeit verursacht werden können.

Führend bei der Amalgamunverträglichkeit sind Depressionen, Müdigkeit, Schlafstörungen, Gelenkschmerzen und Entzündungen, Taubheitsgefühl, Kopfschmerzen usw. Psychische entstandene Traumen aus früheren Zeiten wie geschlossene Kopfverletzungen können das Gehirn empfänglich für die Ansammlung von Blei, Aluminium und Quecksilber machen. Bei Verdacht auf eine Amalgamunverträglichkeit geht man meist zunächst zum Hausarzt der prüft, ob die Beschwerden nicht von anderen Erkrankungen herrühren. Mit einem Urintest wie auch Bluttest kann der Arzt dann auch die Quecksilberbelastung ermitteln. Gegebenenfalls kann der Hausarzt den Patienten zu einem allergologisch geschulten Arzt überweisen um zu testen, ob man an einer Quecksilberallergie oder Amalgamallergie leidet. Um eine Unverträglichkeiten auf Dentalmaterialien zu überprüfen, wird meist ein Epikutantest durchgeführt. Beim Epikutantest wird ein Stoff auf die Haut gebracht der die Allergie auslösen kann und die Hautreaktion nach 24, 48 und 72 Stunden überprüft.


Amalgamvergiftung

Amalgam ist das für Zahnfüllungen in der Zahnmedizin weltweit am häufigsten eingesetzte Füllungsmaterial, wo die Wahrscheinlichkeit einer Amalgamvergiftung sehr klein ist, wie auch eine Amalgam-Allergie, die auf unter 0,01% der Bevölkerung geschätzt wird.

Wenn Vergiftungserscheinungen von einer Schwermetall-LegierungAmalgam“ ausgehen, dass ein Schwermetallgemisch ist, wird von einer Amalgamvergiftung gesprochen, was eine mögliche Folge vom Amalgamhaltigen Zahnfüllungen ist, denn Amalgamfüllungen enthalten Schwermetalle wie Silber, Zinn und Kupfer in Verbindung mit Quecksilber

Zahnärzte verwenden noch weiterhin für grosse Seitenzahnfüllungen gerne Silberamalgam, denn Silberamalgam ist kaudruckstabil, um im Seitenzahnbereich die Kauflächen zu ersetzen.

Amalgamvergiftung, Amalgamerkrankung, Krank

Amalgam als Quecksilberverbindung kann für den Organismus schädlich sein, im Besonderen wenn galvanische Mundströme durch noch andere Metalle wie Gold im Mund fliessen, womit man von einer Mundbatterie spricht.

Eine Amalgamvergiftung zeigt sich nicht bei allen Menschen gleich, denn die Amalgamerkrankung bricht individuell am schwächsten Organsystem aus.

Die Amalgamerkrankung bricht vielfach bei Frauen und Männern im mittleren Alter aus. Besonders gefährdet für Amalgamvergiftung sind ungeborene Kinder, denn bis zu 50 % vom gespeicherten Quecksilber der Mutter geht auf den Fötus über.

Ursache für Amalgamvergiftung

Die Ursache einer Amalgamvergiftung ist schwierig zu beurteilen und eine Amalgamvergiftung ist immer nur dann gegeben, wenn Schwermetalle in den Körper gelangen können.

Für chronische Vergiftungen gibt es kein typisches Symptom, da es ist immer eine Kombination von Symptomen sind, sodass eine Amalgamvergiftung nur klar erkennbar ist, wenn nach einer Zahnfüllung mit Amalgam nach dem Zahnarztbesuch unmittelbar Kopfschmerzen, Übelkeit und Durchfall auftreten und ein Zusammenhang mit der zahnärztlichen Behandlung hergestellt werden kann. Wenn galvanische Mundströme durch Amalgam und andere Metalle wie Gold im Mund in Zusammenhang mit Speichel fliessen kann, haben Amalgamfüllungen und andere Metalle die Tendenz, sich durch die Mundbatterie über eine längere Zeit hinweg zunehmend aufzulösen. Klar wird einem der galvanische Abbau von Metallen erst, wenn man in einem Wasser-Reservoir sehen kann, dass sich Chromstahlschrauben innert einem Jahr auflösen können, wenn sie mit normalem Stahl in Verbindung gebracht werden. Quecksilber allein ist schon giftig genug und kann mit den anderen Amalgam-Metallen potentiell durch die Kombination noch stärker wirken. Im Mund kann der Einfluss von Metallen auch durch andere Umwelteinflüsse wie durch eine allgemeine Hypersensibilität Begünstigt sein, sodass sich Symptome einer Amalgamvergiftung erst viele Jahre nach dem Einsetzen von Amalgamfüllungen zeigen. Zu schweren Vergiftungen kommt es aber nur sehr selten, da ein Grossteil vom Gift im Körper nicht aufgenommen wird, da es direkt ausgeschieden werden kann und der Organismus gesund bleibt, da er im Normalfall die Fähigkeit einer Selbstreinigung besitzt.

Amalgamvergiftung eine Frage der Menge

Die Amalgamvergiftung ist immer eine Frage der Menge an Schwermetallen, die in den Körper gelangen können.

Bei guter Gesundheit haben Menschen im Normalfall ein gutes Abwehrsystem gegen Schwermetalle wie Amalgame, sodass keine Amalgamvergiftung entstehen kann, denn bei einem intakten Abwehrsystem verträgt der Körper das Amalgam besser als wenn man kränklich ist. Der Körper beim Mensch kann täglich kleine Mengen an Metallen wie Amalgam verarbeiten, doch wie viel Gifte das der Mensch verträgt ist sehr unterschiedlich, denn Forscher haben festgestellt, dass im Gehirn immer Ansammlungen an Quecksilber vorhanden sind, bei Menschen die Amalgam-Plomben im Mund haben, über Folgeschäden bestehen jedoch keine Studien die aussagekräftig sind. Bei Vergiftungen durch Amalgam ist die Menge an Zahnfüllungen (Zahnplomben), Amalgamgrössen sowie Füllungs-Orte bei Abrasion und die Verschiedenheiten der Amalgame bzw. Amalgammischungen und anderen Legierungen im Mund ein wichtiger Faktor. Heute werden bei den Zahnärzten Fertigmischungen verwendet, die harmloser sind gegenüber der Amalgam-Selbstmischung für Zahnfüllungen wie sie früher verwendet wurden.

Symptome bei Amalgamvergiftungen

Bei der Amalgamvergiftung ist die Anfälligkeit gegenüber Infekten mit Halsentzündung, Reizhusten grippale Infekte usw. hoch, doch Krankheiten können nur teilweise einer Amalgamvergiftung zugeordnet werden.

Chronische Vergiftungen werden anfänglich kaum bemerkt und leichte Amalgamvergiftungen bleiben im Normalfall unbemerkt und vom Mensch kaum wahrgenommen, da sie sich sehr langsam erfolgen. Vergiftungen durch Amalgam werden meist erst erkannt, wenn akute Vergiftungen mit einer starken Allergie und ausgeprägten Symptomen vorhanden sind, da bei akuter Vergiftung der Übergang von der Gesundheit zur Krankheit abrupt erfolgt und auffällig ist.

Symptome bei Vergiftung durch Amalgam

Bei der Vergiftung durch Amalgam sind viele Beschwerden möglich, immer aber auf Betonung "mögliche Symptome".

Depressionen ohne Motiv, Stimmungsumbrüche, Angst, Menschenscheu
Dermatitis (Hautentzündung) Kopfhaut entzündet mit grossen Schuppen
Gelenkschmerzen, die verschiedentlich auftreten und verschwinden
Kopfschmerzen, Kopfdruck, Migräne, Zerschlagenheit ohne Motiv
Metallgeschmack im Mund, ein bitterer, schlechter Mundgeruch
Mangelnde Konzentrationsfähigkeit, schlechtes Erinnerungsvermögen
Energie zeitweise gelähmt, Verspannungen Kaumuskulatur, Gesichtsmuskeln
Gedächtnisstörungen, manchmal Mühe mit dem Kurzzeitgedächtnis
Müdigkeit ohne Motiv plötzlich auftretend, langsames Atmen (besonders Einatmung)
Dauernd ist die Gefahr von Reizhusten, verstopfte oder laufende Nase
Schlaflosigkeit, Schlafprobleme, Schwindel, Krämpfe in Beinen 
Herzstechen ohne körperliche Belastung und Schmerzen in der Herzregion
Muskelspannen, Nackensteifigkeit, Muskelschmerzen, Muskelzittern  
Zittern an Armen und Augenliedern, Sehstörungen, Augentränen 
Nervenstörung, Missempfindungen an Körper, kalte Hände und Füsse 
Polyneurotische Symptome, mehrfach nervliche Störungen
Sprachstörungen, Stottern evt. durch Amalgammetalle begünstigt
Wetterempfindlichkeit, hinderlich für eine freie Lebensentfaltung
Aufgedunstetes Gefühl an der Hand-Innenseiten (Ödeme)
Zungenerkrankungen, Fieberbläschen, Herpes, Zahnschmerzen, Zahnfleischbluten etc.
Hautrötungen (Erythem) an den Innenseiten der Hände und an Innenseiten der Oberarme
Haarausfall, durch eine Kombination von Amalgammetallen und vergifteten Lebensmitteln
Schwächegefühl, Schwindelgefühl, Schwitzen, Sehstörungen
Durchfälle, die von der Nervosität stammen können auch durch Amalgam-Metalle provoziert werden
Neuralgien, anfallartige Nervenschmerzen im Gesichts-Kieferbereich oder Kieferschmerzen
Geschwächtes Immunsystem, Infektionsanfälligkeit, Parodontose, Zahnfleischentzündungen 
Psychische Verhaltensänderung, Persönlichkeitsänderungen, Hypophyse beeinflusst und Enzymreaktionen blockiert

Amalgamvergiftung, eine vegetative Dystonie

Eine Amalgamvergiftung führt zu einem geschwächten Abwehrsystem und kann zu Allergien, Infektanfälligkeit sowie Appetitlosigkeit führen wie auch zu Wadenkrämpfen und Druckgefühlen.

Wenn die Beschwerden einer chronischen Vergiftung nicht mehr zu übersehen sind, stellt der Arzt meist die Diagnose vegetative Dystonie, das meist eine Verlegenheitsdiagnose ist, ohne dass eine Amalgamvergiftung hinterfragt wird. Eine vegetative Dystonie ist eine gesundheitliche Störung bzw. vegetative Dysfunktion bei der die vegetative Funktion durch die Erregungsleitung im vegetativen Nervensystem gestört ist. Auch wenn ein Gallenschaden oder Leberschaden vorhanden ist, wird das woher meist nicht hinterfragt, auch wenn viele Zahnprobleme mit Zahnplomben behoben wurden. Zahnfüllungen mit Amalgam ergeben normal keine Amalgamvergiftung, doch wenn andere Umweltgifte, schwere Krankheiten oder Operationen sowie Stress hinzukommen, kann der Körper die Amalgamgifte speichern. Als Vergiftung wird als Überdosis beschrieben, die von Altersgruppe und Vergiftungs-Ort abhängig ist und von einer chronischen Vergiftung wird bei lang andauernder Einwirkung von Giften gesprochen. Wenn zu einer leichten Amalgamvergiftung zusätzlich Schwermetalle in Esswaren hinzukommen, wie Quecksilber im Speisefisch, kann die Belastung zu hoch sein, denn die Quecksilberbelastung ist bei vielen Fischarten zu hoch, wodurch eine schleichende Vergiftung entstehen kann.

Amalgam (Amalgamvergiftung) wirkt vor allem toxisch auf:

das Nervensystem (Schmerzen, Depressionen, Lähmungen)
das Immunsystem (Infektanfälligkeit, Allergien, Pilze)
das Hormonsystem (Müdigkeit, Nervosität, Zyklusverschiebungen)
die Schleimhäute (Nebenhöhlenentzündungen, Colitis, Brennen im Mund)
das Bindegewebe und Stützgewebe (Gelenkschmerzen und Muskelschmerzen)

Amalgamerkrankung kann in drei Gruppen unterteilt werden:

Amalgamerkrankung Stufe 1

Leute die eine Amalgamerkrankung haben und nicht eigentlich krank sind, jedoch gelegentlich unter Müdigkeitserscheinungen leiden.

Amalgamerkrankung Stufe 2

Leute die eine Amalgamerkrankung haben und gehäuft unter verschiedenen Symptomen wie Müdigkeit, Lichtscheu, Kopfschmerzen, Appetitstörungen und depressiven Verstimmungen leiden, jedoch ihrer Arbeit noch nachgehen können.

Amalgamerkrankung Stufe 3

Patienten die eine Amalgamerkrankung haben und deren Körper dekompensiert (Unausgeglichenheit) hat, die unter enormen Erschöpfungszuständen, Kopfschmerzen, Dämmerzuständen, Gleichgewichtsstörungen, Schwindel, Atemproblemen, akuter und oder chronischer Hyperventilation, Gefühlsstörungen (Kribbeln in den Extremitäten), Muskelzittern, Krämpfen, Gehstörungen, Metallgeschmack im Mund, vegetativer Dysregulation, Sehstörungen, chronischen Durchfällen, Gewichtsverlust, Muskelschmerzen und Gelenkschmerzen, Unruhe, Angstzuständen oder Sterbeängsten leiden.


Amalgamausleitung

Bei der Ausleitung von Schwermetallen gibt es in der Komplementär-Medizin eine Vielzahl an unterschiedlichen Methoden, die zum Teil kombiniert werden können, so auch bei der Amalgamausleitung.

Viele Therapiemethoden der Amalgamausleitung beruhen auf medizinischen Erkenntnissen die sehr umstritten sind und von der Schulmedizin nicht erforscht und anerkannt sind. Nach dem Entfernen der letzten Amalgam-Füllung kann das im Körper eingelagerte Amalgam beim Mensch ausgeleitet bzw. ausgespült werden, um den Körper zu entgiften. Das Entfernen der Amalgam-Füllungen kann eine gute Lösung sein, doch das Quecksilber kann sich im Gehirn, in den Nieren und im zentralen Nervensystem ablagert. Wenn Beschwerden durch Amalgame vorhanden sind, müssen die Depots an Quecksilber und andere schädliche Schwermetallen durch ausschwemmen verkleinert werden. Quecksilber kann aus Bindegeweben und Zellen mit Hilfe von Vitaminen und Spurenelementen vertrieben und ausgeschieden werden. Die Chlorella-Alge hat sich für die Entgiftung von Amalgam (Amalgamausleitung) als wirksames und schonendes Medikament bewährt.

Für die Ausleitung von Amalgam bzw. der Schwermetallbelastung kommen phytotherapeutische Mittel wie Algen oder Bärlauch etc. zum Einsatz. (Phytotherapie = Pflanzenheilkunde)

Amalgam-Entfernung, Amalgamausleitung Zähne

Bei der Entfernung von Amalgam-Füllungen ist es Sinnvoll, wenn man am Tag vor der Amalgamentfernung möglichst viel Milch trinkt.

Amalgamausleitung nach Amalgamentfernung

Da sich das im Amalgam enthaltene Quecksilber im Körper ablagert, erfolgt nach der Amalgamentfernung die Amalgamausleitung.

Amalgamausleitung bedeutet eine Ausschwemmung der in verschiedenen Körpergeweben gespeicherten Quecksilberionen und Metallionen, die dort an Eiweisse gebunden sind. Amalgamausleitung ist dann besonders sinnvoll und ratsam, wenn im Zuge einer Amalgamsanierung alle alten Amalgamfüllungen entfernt werden. Die Durchführung einer Ausschwemmung ist unkompliziert und erfordert zumeist lediglich die einmalige, tägliche Einnahme eines Medikaments über einen begrenzten Zeitraum. Nur in wenigen Fällen ist eine Unterstützung mit speziellen Injektionen bei der Amalgamausleitung hilfreich. Das Medikament stabilisiert die Metalle in den Geweben, bindet diese und fördert deren Ausscheidung über die Niere. Nach der Amalgam-Entfernung ist eine absolute Selbstkontrolle mit einer ganz anderen Ausstrahlung wie von selbst immer mehr vorhanden oder Zungenerkrankungen, Fieberbläschen sowie Herpes etc. verschwinden.


Amalgamentfernung

Bei Zahnfüllungen mit Amalgam, kann eine Amalgamentfernung wegen dem Gesundheitsrisiko aufgrund vom hohen Anteil an Quecksilber sinnvoll sein.

Bei einer Amalgamentfernung sind beim Zahnarzt Vorsichtsmassnahmen notwendig, so eine gute Wasserspraykühlung damit Erhitzungen vermieden werden können wie auch einen Nebelsauger und Speichelsauger. Von der Notwendigkeit der Amalgam-Entfernung sollte man überzeugt sein, denn das Amalgam-Risiko im Mund (Amalgamvergiftung) ist meist nicht sehr hoch einzuschätzen und eine Entfernung vom Amalgam nicht immer notwendig oder nicht zu jedem Zeitpunkt (Schwangerschaft) Sinnvoll, da es auch einige wenige Menschen gibt, die Kunststofffüllungen nicht vertragen. Eine Amalgamentfernung und Amalgamausleitung sollte vor einer Schwangerschaft erfolgen, da der Fötus Schwermetalle besonders gut aufnimmt und den Körper durch freigesetztes Quecksilber unnötig belasten kann. Um ihr Kind nicht unnötig zu belasten, sollte mit der Amalgamentfernung bis nach der Stillzeit gewartet werden. Eine Amalgamentfernung ist jedoch bei alten Amalgamfüllungen oder bei galvanischen Mundströmen durchaus Empfehlenswert, diese Zahnfüllungen vor einer Schwangerschaft zu ersetzen. Amalgam als Quecksilberverbindung kann für den Organismus schädlich sein, im Besonderen wenn galvanische Mundströme durch noch andere Metalle wie Gold im Mund fliessen, womit man von einer Mundbatterie spricht. Da bei der Amalgamentfernung hochgiftiges Quecksilber frei wird, ist es wichtig, dass eine fachmännisch Amalgamsanierung sehr wichtig.

Bei einer Amalgamsanierung werden Amalgamfüllungen durch Keramikprodukte ersetzt.

Amalgamentfernung, Amalgamfüllungen, Zahn

Um gesundheitliche Beschwerden zu vermeiden oder bestehende Krankheiten zu beeinflussen, bietet sich eine Amalgamentfernung an.

Amalgamentfernung ist das Entfernen von alten Amalgamfüllungen.

Immer mehr Zahnpatienten wünschen eine Amalgamentfernung resp. den Austausch ihrer alten Amalgamfüllungen mit einem biologisch unbedenklichen und langlebigen Material. Keramikfüllungen markieren in funktioneller und ästhetischer Hinsicht die Spitze der zur Verfügung stehenden Alternativen. Nach Entfernung der alten, schadhaften Füllung oder der Karies wird ein Abdruck der Kavität d.h. des ausgebohrten Defektes genommen. Im Labor wird dann aus Gold oder Keramik ein Einsatz gefertigt, der die Kavität mit höchster Präzision ausfüllt und die ursprüngliche Zahnform wiederherstellt. Diese Einlagefüllung wird dann in den Defekt eingeklebt (zementiert). Aufgrund der Diskussionen um die Schädlichkeit von Amalgam werden häufig auf Patientenwunsch auch intakte Amalgamfüllungen entfernt. Dadurch kann der Quecksilberspiegel im Blut kurzfristig ansteigen, um dann über Monate hinweg wieder zu fallen. Daher wird vom Entfernen einwandfreier Amalgamfüllungen, besonders bei Schwangeren, abgeraten. Während des Entfernens sind das Freiwerden und die Aufnahme von Quecksilberdampf auf ein Mindestmass zu beschränken (reichliche Wasserkühlung, Absaugen, scharfe Instrumente, geringer Anpressdruck, Anlegen von Kofferdam).


Ausleitung von Amalgam

Die Amalgamausleitung ist eine Schwermetallausleitung von Quecksilber-Ablagerungen im Körper, das durch Chlorella unterstützend zur Entgiftung eingesetzt werden kann.

Zahnfüllungen mit Amalgam weisen einen hohen Anteil an giftigem Quecksilber auf und können ästhetische wie auch gesundheitliche Nachteile (Gefahren) haben.

Amalgamausleitung, Amalgamsanierung, Zähne

Eine Amalgamausleitung sollte nur bei einem erfahrenen Zahnarzt durchgeführt werden.

Das Quecksilber lagert sich in den Nieren und im Gehirn im zentralen Nervensystem ab und gehört zu den Schwermetallen. Einige Schwermetalle sind für uns Menschen als Spurenelemente in der Ernährung wichtig. Schwermetalle nennt man die natürlichen metallischen Elemente, deren Dichte grösser ist als 5 g/cm3. Die Gruppe der Schwermetalle umfasst verschiedene Elemente wie Quecksilber, Blei, Kadmium, Kupfer, Arsen, Nickel, Zink, Kobalt und Mangan. Blei hemmt die Funktion vieler Enzyme und daher auch die Blutbildung. Bei chronischen Bleivergiftungen kommt es zu Blutarmut, Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Schwindel und Reizbarkeit. Die Folgen einer Cadmiumvergiftung sind Knochenerweichung (Osteomalazie), Blutdruckerhöhung und Nierenfunktionsstörungen. Quecksilber führt neben Schädigungen an der Niere vor allem zu Nervenstörungen. Die Zahnfüllung aus Amalgam besteht zu 50 % aus Quecksilber und die verbleibenden 50 % aus Zink, Kupfer, Thallium und Silber etc., so dass Amalgamfüllungen zur Gesamtbelastung des Körpers mit Quecksilber beitragen können.

Amalgamausleitung wegen Amalgamerkrankungen

Bei Verdacht auf eine Amalgamerkrankung, Amalgamvergiftung oder Amalgamunverträglichkeit, dass sich durch Depressionen, Müdigkeit, Gelenkschmerzen und Entzündungen, Taubheitsgefühl, Schlafstörungen oder Kopfschmerzen etc. bemerkbar macht, ist eine Amalgamentfernung und Amalgamausleitung Sinnvoll.

Bei Amalgamerkrankung, Amalgamvergiftung oder einer Amalgamunverträglichkeit ist eine Ausleitung von Amalgam angesagt, damit die Depots vom Quecksilber verkleinert werden oder ganz verschwinden, doch die Beschwerden gehen meist nur langsam zurück, sofern die Beschwerden von Quecksilber und anderen Metallen stammt. Eine Therapie mit biologischen Substanzen wie die Süsswasser-Alge Chlorella pyrenoidosa steht im Mittelpunkt, denn es kann das Quecksilber und andere Metalle an sich binden und über den Darm ausleiten. Es empfiehlt sich, Chlorella in einer mehrmonatigen Therapie gemeinsam mit Bärlauch, Koriander, Vitamin C und anderen natürlichen Substanzen einzunehmen. Algen bzw. "Chlorella Microalgen" können dem Körper bei der Entgiftung behilflich sein, denn es entgiftet und regeneriert die Zellen, indem sie Schadstoffe binden und gleichzeitig für eine verbesserte Sauerstoffbildung sorgen. Algenprodukte sind stark basisch und wirken sich somit auch positiv auf das Säure-Basen-Gleichgewicht des Körpers aus. Chlorella ist das meist untersuchte Lebensmittel und wird von Ärzten und Heilpraktikern als natürliches Therapeutikum für Schwermetallausleitung z.B. Amalgam eingesetzt. Magnesium und Kalzium sind wesentliche Bestandteile jedes Regenerationsvorgangs im Körper. Es gibt Forschungsergebnisse, dass Koriander den Körper wirksam von Quecksilber befreien kann. Vitamin C wird seit Jahrhunderten als ein wirksames Antioxidans und als Mittel zur Unterstützung des Immunsystems verwendet. Von Knoblauch wird seit Jahrtausenden als medizinisches Kraut  benutzt, um dem Körper zu helfen, den Blutcholesterinspiegel zu senken und das Blut von weiteren Ablagerungen zu reinigen.


Alternativen zum Amalgam

Angeheizt Medienberichte über die Gesundheitsgefährdung durch Amalgam halten an und geben immer wieder Anlass zur Diskussion, über die Alternativen zum Amalgam.

Das plastische Füllungsmaterial Amalgam ist eine Metalllegierung, die in Verruf geraten ist wegen der Mischung mit Quecksilber, denn die quecksilberhaltigen Amalgamfüllungen gaben bereits 1830 erstmals Anlass zur Diskussion über die Alternativen zum Amalgam, denn bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde Kupferamalgam als Material für Zahnfüllungen verwendet. Bei der Auswahl an Füllungsmaterial für Zahnlöcher müssen verschiedene Aspekte berücksichtigt werden, so die ästhetische Ansprüche, die Füllungslage und der allgemeine Gesundheitszustand sowie die Zahnarztkosten für den Zahnersatz bzw. den Zeitaufwand beim Legen einer Zahnfüllung.

Metallfreie Amalgam-Alternativen

Heute gibt es für Zahnfüllungen verschiedene metallfreie Alternativen zum Amalgam, doch sind nicht alle Alternativen so lange haltbar, denn Kunststoff-Füllungen müssen meist nach ca. 8 Jahren wieder ausgewechselt werden.

Doch gibt es nicht nur Komposites als zahnfarbene Kunststoffe, sondern auch weisse plastische Füllungsmaterialien Glasionomerzement oder Kompomere als modifizierte Kunststoffe für Zahnfüllungen im Seitenzahnbereich. Kunststofffüllungen die beim Zahnarzt meist als Kompositfüllungen bezeichnet werden, dienen im Frontzahnbereich und im Seitenzahnbereich der Zahnfarbenen Versorgung von kariösen Defekten. Als Alternativen zu den Amalgamfüllungen gibt es auch Inlays als Einlagefüllungen die im zahntechnischen Labor gefertigt werden. Neben Kunststoff können auch Keramik oder Gold als Alternativen zu Amalgam verarbeitet werden wie die Goldinlays und Keramikinlays die in das Zahnloch eingefügt werden, jedoch nicht wie Kunststoff und Amalgam zu den plastischen Füllstoffen gehören. Jedes Füllungsmaterial hat individuelle Vorteile oder auch Nachteile in der Beständigkeit, Körperverträglichkeit, Kaustabilität, Formstabilität, Karies-Risiko am Übergang zum Zahn (Randkaries) und natürlicher Zahnästhetik (zahnfarbene Optik), sei es Amalgam, Keramik, Gold oder Kunststoff (dentinadhäsive Komposite-füllungen).

Die Diskussion bezüglich Schädigung der Gesundheit und Auswirkungen in Zusammenhang mit dem Füllungsstoff Amalgam hat dazu geführt, dass die Zahnärzte Amalgamfüllungen nur noch in seltenen Fällen anwenden.

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Alle Amalgam-Alternativen haben den Nachteil vom Zahnarztpreis, denn die Füllung mit Kunststoff, Keramik und Gold sind teuer, wobei beim Zahnersatz mit Gold der hohe Materialwert bei den Zahnarztkosten wegen der guten Zahnersatz-Qualität (Bio-Prothetik) eine wichtige Rolle spiel.

Alternative Zahnfüllung

Vielfach wird für die Zahnfüllung Komposit, im Volksmund Kunststoff oder Kompomer verwendet.

Kleine bis mittelgrosse Defekte können relativ gut und langlebig mit Komposit versorgt werden. Die Goldgussfüllungstechnik ist eine relativ alte Technik und stellt die beste Alternative für Amalgam dar. Diese Versorgungsart für grosse Defekte im Seitenzahnbereich ist eine gute Alternative Lösung zu Amalgam, wo die Ästhetik keine grosse Rolle spielt. Für grössere Defekte wird aber vielfach Keramik, im Volksmund Porzellan verwendet. Keramikrestaurationen bieten bezüglich Ästhetik und Passgenauigkeit Vorteile gegenüber Kompositfüllungen, gehört jedoch nicht zum Amalgam-Ersatzmaterial, denn Keramik kann im Mund des Patienten nicht verarbeitet werden. Keramikrestaurationen sind Computergefertigte Füllungen «Cerec», die mit Komposit eingeklebt werden. 


Kompomere für Zahnfüllung

Der Begriff Kompomer setzt sich aus Komposit und Glasionomer zusammen.

Kompomere sind den Kompositen chemisch ähnlich. Kompomere enthalten Glaspartikel wie die Glasionomerzement, die Ionen freisetzten können und lichthärtende, saure Monomere. Im Gegensatz zu den GIZ enthalten sie kein Wasser. Sie werden im Allgemeinen als Ein-Komponenten-Systeme geliefert und entsprechend nicht angemischt, sondern durch Photopolymerisation ausgehärtet. Kompomere haben gegenüber Glasionomerzement deutlich verbesserte mechanische Eigenschaften wie z.B. höhere Abriebfestigkeit, erreichen jedoch nicht die Werte der Komposite. In geringerem Mass als GIZ geben sie Fluorid ab. Während GIZ chemisch an Schmelz und Dentin haften, ist bei Kompomere ein Adhäsiv für einen sicheren Verbund mit den Zahnhartsubstanzen erforderlich.

Die Eigenschaften der Kompomere sind:

enthalten kein Wasser
bestehen in der Regel nur aus einer Komponente
härten durch Photopolymerisation
geben Fluorid ab (weniger als GIZ)
Adhäsiv für sicheren Verbund zum Zahn erforderlich
Hauptvorteil der Kompomere ist ihre einfache Verarbeitung. Sie lassen sich leicht applizieren und polieren. Hauptanwendungsbereich der Kompomere sind Zahnhalsfüllungen bei bleibenden Zähnen und Füllungen bei Milchmolaren.


Komposite für Zahnfüllung

Komposit wird im Volksmund auch als Kunststoff-Füllung bezeichnet und ist ein mit Füllstoffen verstärkter Kunststoff auf Acrylbasis.

Es kommen als Füllstoffe bei Kompositen Glasteilchen, Keramikteilchen und Quarzteilchen zur Anwendung. Komposit-Füllungen benutz man bei kleinen Defekten im Frontzahnbereich wie auch im Seitenzahnbereich. Komposit-Füllungen werden im Gegensatz zu Amalgamfüllungen wo gestopft wird, geklebt und schichtweise aufgetragen. Nach jeder Schicht wird das Komposit-Material in zähflüssigen Zustand in das Zahnloch (Kavität) eingebracht und mit einer Polymerisationslampe ausgehärtet. Komposite (Composite) sind Füllungskunststoffe, die aus einem Grundgerüst aus Kunststoff und darin eingelagerten festen Füllkörpern zusammengesetzt sind. Der Füllungskunststoffe liegt in Form eines hochmolekularen Monomers vor. Durch Polymerisation des Monomers härtet das Komposit aus. Dabei werden die einzelnen Moleküle (Monomere) des Kunststoffs zu grossen Molekülen (Polymeren) verbunden, die ein netzartiges Grundgerüst des Komposits bilden. Bei der Polymerisation schrumpft der Kunststoff. Um diese Polymerisationsschrumpfung zu mindern und gleichzeitig die Abriebfestigkeit zu erhöhen, fügt man dem Kunststoff Füllkörper aus Quarz, Glas oder Keramik bei, die deutlich härter als das Polymer sind. Damit die Füllkörper fest im polymerisierten Kunststoff eingebunden werden, sind sie mit einem speziellen Kunststoff „Silan“ überzogen. Dies ist ein Kunststoff, der sich sowohl mit den Füllkörpern als auch dem Polymergeflecht der Kunststoffbasis chemisch verbinden kann.

Monomer - Stoff, der aus gleichartig aufgebauten Einzelmolekülen besteht, die sich chemisch zu grossen Molekülen (Polymeren) verbinden lassen.
Polymer - Stoff, der durch chemische Verbindung von vielen gleichartigen Einzelmolekülen (Monomeren) zu grossen Molekülen entstanden ist.
Polymerisation ist eine chemische Reaktion, bei der viele Einzelmoleküle (Monomere) zu grossen Molekülen (Polymeren) verbunden werden.

Einteilung der Komposite

Komposite werden nach der Grösse der Füllkörper in drei Gruppen eingeteilt:
Konventionelle Komposite, die nur grosse Füllkörper (Makrofüller) aus Quarz, Glas oder Keramik mit einer Grösse über 1Mikrometer haben (1Mikrometer= 0.001 mm Millimeter).
Mikrofüllerkomposite, die feinste Füllkörper (Mikrofüller) aus Siliziumdioxid (SiO2) mit einer Grösse im Bereich von 0.01-0.04 Mikrometer haben.
Hybridkomposite, die sowohl Mikrofüller als auch Makrofüller enthalten. Moderne Hybridkomposite mit kleinen Makrofüllern mit der Grösse von 0.5- 1.0 Mikrofüllern (Feinpartikel - Hybridkomposite) haben sich besonders bewährt, da sie gute mechanische Eigenschaften mit hoher Abriebfestigkeit aufweisen und gleichzeitig gut polierbar sind. Konventionelle, rein makrogefüllte Komposite werden heute kaum noch verwendet, da sie nicht polierbar sind und keine guten Materialeigenschaften haben.

Verarbeitung der Komposite

Bei der Verarbeitung unterscheidet man zwei verschiedene Komposit-Arten:

 Pasten - Komposite werden aus zwei Pasten angemischt, der Grundmasse (Base) und dem Härter (Katalysator). Sie härten nach dem Anmischen von selbst aus. Man bezeichnet dies auch als Autopolymerisation. Beim Anmischen dürfen dabei keine Metallspatel verwendet werden, da es durch die festen Füllkörper im Kunststoff zu Metallabrieb und damit zu Verfärbungen des Kunststoffes kommen kann.
Lichthärtende Komposite härten durch Bestrahlung mit Licht einer geeigneten Wellenlänge aus. Dies wird als Photopolymerisation bezeichnet. Die Verarbeitungszeit kann man selbst bestimmen, da die Aushärtung von der Bestrahlung mit der Polymerisationsleuchte abhängt. Dabei ist jedoch zu beachten, dass bereits die Behandlungsleuchte die Polymerisation starten kann. Zur sachgerechten Lagerung sind Komposite im Kühlschrank aufzubewahren. Sie können trotz Kühlung sofort verarbeitet werden. 


Kompositfüllung, eine Zahnfüllung 

Die Kompositfüllung ist im Gegensatz zur Amalgamfüllung nach der Behandlung sofort belastbar.

Lichthärtende Hybridkomposite mit kleinen Makrofüllern ist heute das Mittel der Wahl. Zur sicheren Verankerung des Komposits ist die konsequente Anwendung der Adhäsivtechnik erforderlich. Darunter versteht man die vorwiegend mikromechanische Haftung der Füllung am entsprechend bearbeiten Schmelz bzw. Dentin. Da das Material beim Aushärten schrumpft, darf die Schichtstärke nicht zu gross aufgetragen werden, ansonsten es zu Spannungen im Zahn und zu Rissen bzw. offenen Füllungsrändern kommt. Bakterien können sich dann an den Füllungsrändern anlagern, so dass Sekundärkaries bzw. ein neues Loch im Zahn entstehen kann. Risse und offene Füllungsränder sind bei Zahnfüllungen für Bakterien ein gutes Versteck. Zähne und deren Füllungsränder werden durch die dauernde Säureabgabe demineralisiert bzw. entkalkt, sodass ein erneutes Loch im Zahn entsteht.

Bei der Adhäsivtechnik unterscheidet man folgende Arbeitsschritte:
1. Konditionieren (Ätzen= etching) der Oberfläche von Schmelz und gegebenenfalls Dentin mit Säure (Phosphorsäure mit Farbzusatz aus Gel oder Lösung). Hierdurch wird die Oberfläche für den späteren Halt der Füllung demineralisiert.
2. Priming (nur im Dentin erforderlich) Vorbereiten des Dentins mit den eröffneten Dentinkanälchen mit einem speziellen Kunststoff, dem so genannten Primer. Der Primer ist erforderlich, um die wasseranziehende Dentinoberfläche für den wasserabstossenden Füllungskunststoff benetzbar zu machen.
3. Auftragen eines Adhäsives (=Haftvermittler, Bonding-agent) als Bindemittel zwischen der angeätzten (aufgerauten) Zahnhartsubstanz und dem Komposit. Das Adhäsiv ist ein dünnfliessender Kunststoff, der auch kleine Rauigkeiten ausfüllen kann und sich chemisch mit dem Füllungskunststoff verbindet. Im Dentinbereich verbindet sich das Adhäsiv mit dem Primer und bildet zusammen mit der Dentinoberfläche die so genannte Hybridschicht. Dentinadhäsive können in vielen Fällen eine Unterfüllung überflüssig machen, da sie die Dentinoberfläche versiegeln.

Arbeitsablauf beim Legen einer lichthärtenden Kompositfüllung:
Kavitätenpräparation: Sie sollte möglichst minimal invasiv erfolgen. Die Schmelzränder werden angeschrägt, um eine grössere Oberfläche für die Adhäsivtechnik im Schmelzbereich (Säure-Ätz-Technik) zu erzielen.
Trockenlegung: Sie erfolgt am sichersten mit Kofferdamm.
Unterfüllung im pulpanahen Bereich zum Beispiel mit einem Glasionomerzement
Konditionieren (Ätzen) der Oberfläche von Schmelz und gegebenenfalls Dentin
Dentinpriming
Auftragen eines Adhäsives Bonding-agent
Einbringen des Kompositmaterial: Bei tiefen Füllungen muss schichtweise vorgegangen werden, da das Licht für die Aushärtung nur bis zu einer Tiefe von ca. 2mm in das Komposit eindringt.
Abnehmen der Matrize und Entfernen von überschüssigem Füllungsmaterial
Politur der Füllung.
Zur Formgebung können bei tief kariösen Zähnen anstelle von Matrizen auch industriell vorgefertigte Kronenhülsen verwendet werden, so genannte Stripkronen. Ein besonderes Problem stellt die Gestaltung des Approximalkontaktes dar. Hier eignen sich geformte Matrizen, die beim Auspolymerisieren der ersten tiefen Kompositschichtung an den Nachbarzahn gedrückt werden. Im Seitenzahnbereich können Kompositfüllungen auch mit einer Fissurenversiegelung kombiniert werden. Eine Fissurenversiegelung mit gleichzeitiger kleiner Kompositfüllung wird auch als erweiterte Fissurenversiegelung bezeichnet. Bei grossen Defekten im Seitenzahnbereich besteht aber die Gefahr, dass dünne Seitenwände vom Zahn durch den grossen Kaudruck brechen können, weshalb vielfach ein stabiles Keramik-Inlay zur Anwendung kommt. Im Fronzahnbereich, wo hohe ästhetische Ansprüche gefragt sind, kommt vielfach ein Veneer zur Anwendung.


Absterben vom Zahn

Ein toter Zahn kann lange unbemerkt bleiben, einerseits, weil der Zahnschmelz auch ohne Blutversorgung eine gewisse Zeit stabil bleibt und andererseits, weil ein Zahn ohne Nerv nicht immer Beschwerden verursacht.

Ursache von toten Zähnen ist das Absterben des Gewebes vielfach durch eine Entzündung der Pulpa (Pulpitis). Pulpitis entsteht, wenn Erreger durch tiefe Löcher bis hin zu den Zahnnerven vordringen, was vielfach eine Folge von Karies ist. Eine Pulpitis kann enorm schmerzhaft sein, oder aber auch vollkommen harmlos und unauffällig verlaufen. Hat die Entzündung den Zahnnerven erreicht, befällt sie die ganze Pulpa und zerstört sie. Wenn Zahnschmerzen nach einigen Tagen plötzlich aufhören, ist dies ein Zeichen dafür, dass der Zahnnerv abgestorben ist bzw. dass es ein toter Zahn ist und die akute Pulpitis in eine chronische übergegangen ist. Mögliche Anzeichen für einen abgestorbenen bzw. toten Zahn sind eine dunkle Verfärbung sowie ein Abbrechen von Zahnsubstanz und eine Aufbissempfindlichkeit oder aber auch Zahnschmerzen und Schwellungen. Die abgestorbene Pulpa (abgestorbene Zähne) bietet einen guten Nährboden für weitere Bakterien, die aus der Mundhöhle in den Zahn wandern, wenn sich die Karies den Weg dorthin gebahnt hat. Durch die Bakterien beginnt das tote Gewebe zu faulen, sodass eine aggressive Entzündung (Gangrän) entsteht, die sich durch ihren üblen Geruch bemerkbar macht. Weil sich die Erreger ohne weiteres in den ganzen Kiefer vorarbeiten können, ist die Gangrän bzw. Wundbrand sehr gefährlich. Bricht eine an der Wurzelspitze vorhandene Entzündung in das umliegende Gewebe durch, kommt es zu einem Abszess resp. der dicken Backe. Entzündungen entstehen auch bei einem Zahnunfall, wenn der Zahn bricht oder ausgeschlagen wird, wobei die Pulpa selten direkt geschädigt wird. Solche Schäden verursachen starke Zahnschmerzen und sind vielfach optisch kaum zu übersehen. Um festzustellen, ob ein Zahn tot ist, führt der Zahnarzt eine Vitalitätsprüfung durch. Ist der Zahn tot, muss er behandelt werden, ansonsten drohen chronische Entzündungen und Zahnverlust. 


Vitalitätsprüfung vom Zahn

Um festzustellen, ob ein Zahn tot ist, führt der Zahnarzt eine Vitalitätsprüfung durch.

Vielfach reicht ein kurzer Luftstoss aus der Wasser-Luft-Pistole, um festzustellen, ob der Zahn abgestorben ist. Im Normalfall wird aber ein Wattebausch mit Kältespray besprüht und an den Zahn gehalten. Spürt der Zahnpatient den Kältereiz, ist die Vitalitätsprüfung positiv, was bedeutet, dass der Zahn lebt. Fällt dieser Test negativ aus, wird der Zahnarzt den betroffenen Zahn genauer untersuchen, denn bei Zähnen mit Kronen oder Füllungen kann die Vitalitätsprüfung unzuverlässig sein und falsch-negative Ergebnisse liefern. Die Perkussionstestung bietet eine weitere Möglichkeit, festzustellen, ob der Zahn abgestorben ist oder nicht, denn auf das Klopfen reagiert der tote Zahn meist schmerzhaft. Der Kiefer selbst schmerzt nicht, sondern nur der tote Zahn. Ursache für den Schmerz ist eine Entzündung im Kieferknochen, genauer gesagt, eine Wurzelspitzenentzündung, die die Wurzelspitze umschliesst. Im Zweifelsfall sorgt ein Röntgenbild für Klarheit, denn darauf sind chronische Wurzelspitzenentzündungen durch eine kreisrunde Veränderung an der Wurzelspitze zu erkennen.

Zahnbehandlung vom toten Zahn

Ein toter Zahn muss wegen drohender chronischer Entzündung und Zahnverlust behandelt werden. Wenn möglich wird der Zahnarzt eine Wurzelkanalbehandlung durchführen und versuchen, den Zahn zu erhalten. Bei der Wurzelbehandlung wird der Wurzelkanal gereinigt und dicht mit einer Füllung verschlossen. Ist der Zahn wegen Brüchigkeit oder Zahnlockerung nicht zu retten, wird der Zahn gezogen (Extraktion). Die Zahnlücke kann dann nur noch mit einem Zahnimplantat, einer Zahnbrücke oder einem herausnehmbarem Zahnersatz geschlossen werden. 


Toter Zahn

Ein toter Zahn bzw. devitaler Zahn ist ein laienhafter Ausdruck für einen Zahn, dessen Inneres, das Zahnmark (Pulpa), nicht mehr vital ist oder im Rahmen einer Wurzelkanalbehandlung entfernt wurde.

Das Dentin besitzt keine Sensibilität und keine Reaktion mehr, denn die Pulpa ist gleichfalls tot. Die Bezeichnung devital ist nur teilweise richtig, da der tote Zahn mit dem umgebenden Gewebe in Verbindung steht. So sind sogar Bruchheilungen möglich. Tote Zähne, entzündetes Zahnfleisch (Zahnfleischentzündung), Amalgam und Weisheitszähne können verantwortlich sein für viele chronische Krankheiten, denn Zähne können krank machen. Nebst Bakteriengiften können auch Zahnfüllungen und Legierungen gesundheitliche Probleme auslösen. Amalgamplomben, Kronen, Brücken und Implantate können chronische Krankheiten hervorrufen. Um herauszufinden, ob ein Zusammenhang zwischen einem störenden Zahn (Störfeldanalyse) und einem erkrankten Gebiet besteht, setzt die Ganzheitliche Zahnmedizin verschiedene Methoden aus der Komplementärmedizin ein. Zu toten bzw. devitalen Zähnen kommt es, wenn das Zahninnere durch Bakterien infiziert wird und sich entzündet. In vielen Fällen ist dies Folge einer fortgeschrittenen Karies. Durch die Säure der sogenannten Kariesbakterien wird der Zahn entkalkt, sodass eine kariöse Läsion (Loch im Zahn) entsteht. Nach und nach wird das Zahninnere durch diverse Bakterien infiziert. Der Zahn stirbt ab und wird als "tot" bezeichnet. Tot geht eine Zahnwurzel erst, wenn die dort eingelagerten Gifte, einen abgekapselten Eiterherd entstehen lassen. Sofern noch eine Verbindung zum Gefässsystem besteht, spürt man dies kaum, erst durch eine Blutvergiftung und bei grosser Anstrengung kann dies sogar zum Tod führen. Die abgestorbene Pulpa bietet einen idealen Nährboden für weitere Bakterien, die aus der Mundhöhle kommen und problemlos in den Zahn einwandern, wenn sich bereits Karies dorthin den Weg gebahnt hat. Durch die Bakterien beginnt das tote Gewebe zu faulen.

Tote Zähne können verschiedene Krankheiten verursachen

In einem toten Zahn bleibt den Fäulnisbakterien genügend Raum, um die restliche organische Substanz zu zersetzen und giftige Stoffwechselprodukte zu bilden, dies obwohl der Wurzelkanal korrekt gefüllt ist.

Die Leichengifte aus dem toten Zahn können in den umgebenden Kieferknochen gelangen und von dort über den Blutkreislauf in den gesamten Körper eindringen. Zahngifte können auch über die Nerven wandern bis ins Gehirn. Die Kombination von Leichengiften und Schwermetallen wie Quecksilber können sich gegenseitig verstärken. Vielfach ist es nur eine Zeitfrage, wie lange es der Körper schafft, die Gifte auszuscheiden oder abzubauen und der Körper nicht überfordert wird und Beschwerden auslöst. Vielfach wird eine Krankheitsursache von den Zähnen ausgehend erst nach langer Suche gefunden. Beziehung der Zähne zu Körperorganen können immer mögliche Auswirkungen haben, wenn eine Störung im entsprechenden Zahnbereich vorliegt. Die  ganzheitliche Zahnheilkunde hat sich entwickelt aus  dem Wissen heraus, dass Störungen an Zähnen und Kiefer zu erheblichen gesundheitlichen Belastungen in ganz anderen Teilen des Körpers führen können. Zähne können Krankheiten auslösen, weshalb auch die Zahnhygiene und Mundhygiene wichtig sind.


Infektionen im Mund

Bei einer Infektion dringen Mikroorganismen (Bakterien, Viren, Pilze und Protozoen) bei Mensch, Tier oder Pflanze ein und vermehren sich dort.

Zwischen einer Infektion und einer Infektionskrankheit muss sorgfältig unterschieden werden, denn die meisten Infektionen bleiben durch eine sofortige Abwehrreaktion vom Immunsystem symptomlos. Erst wenn sichtbare Krankheitszeichen auftreten, spricht man von einer Infektionskrankheit. Zu Entzündungen im Mundraum und der Zunge führen meist die Mangelzustände, doch am meisten sind die Herpesviren für eine Entzündung in der Mundhöhle verantwortlich wie auch die Pilzerkrankung Soor bei Kindern. Infektionen im Mundbereich werden durch mechanische Belastungen, Kariesbefall, Bakterienbesiedlung, Essgewohnheiten und der natürlichen Pflegen der Mundhöhle durch Speichel beeinflusst. Die Mundhöhle ist ohne den spülenden Mundspeichel aus den Mundspeicheldrüsen ein idealer Nährboden für Bakterien und andere Mikroorganismen. Menschen die eine Vollprothese tragen, sind häufig geplagt von Infektionen im Mund und "Mundentzündungen", denn Pilze an Prothese und Druckstellen durch Prothese sind keine Seltenheit. Eine gründliche Mundpflege, Zahnpflege, Zungenpflege, Prothesenpflege wie auch evt. die Implantatpflege (Zahnfleischpflege) ist auch beim Tragen von Zahnersatz sehr wichtig, damit keine Infektionen und Entzündungen entstehen, die eine Zahnerkrankung verursachen können. Die Verhütung von Infektionen an der Mundschleimhaut und dem Zahnfleisch sorgt im Mund für Zahngesundheit und kann Munderkrankungen und Kiefererkrankungen verhindern.

Infekt im Mundraum mit Entzündung

Im Volksmund wird eine Infektion oder Infektionskrankheit als Infekt bezeichnet und darunter umgangssprachlich eine Entzündung oder Ansteckung verstanden.

Ein Abszess im Mund ist eine Infektion und wird meist als Entzündung beschrieben, sei dies am Zahn, Zahnfleisch oder in der Zahnwurzel, so dass von Zahnabszess, Zahninfektion, Zahngeschwür oder von einer Zahnentzündung gesprochen wird. Als Protozoeninfektion wird eine Krankheit verstanden, die durch eine Infektion mit einem Einzeller hervorgerufen wird. Ein geschwächtes Immunsystem als körpereigenes Schutzsystem das für die Erkennung und Abwehr von Mikroorganismen, Viren und Fremdstoffe verantwortlich ist, können beim Mensch zu Entzündungen in der Mundhöhle und der Zunge führen wie auch Mangelzustände. Unter einer Infektion versteht man das aktive oder passive Eindringen, Anhaften und anschliessende Vermehren von Organismen in ein System von Krankheitserregern, so bei Stomatitis, das eine Entzündung der Mundschleimhaut ist, wo die Ursachen sehr vielfältig sind, denn sie können infektiös durch Viren, Bakterien oder Pilze entstehen, das Kleinstlebewesen der Mundflora sind, die Mundschleimhäute und Zahnoberflächen besiedeln. Eine Zahnfleischentzündung verursacht meist keine Schmerzen, so dass vielfach nebst dem Zahnfleischbluten der süssliche Mundgeruch auf eine bakterielle Infektion hinweisen kann. Eine Entzündung der Mundschleimhaut wird als Stomatitis bezeichnet deren Ursachen sehr vielfältig sind, denn diese kann infektiös durch Viren, Bakterien oder Pilze im Mund entstehen wie auch durch physikalische Irritationen. Eine Stomatitis kann lokal begrenzt wenig Schmerzen verursachen oder auch grossflächig sein und sehr schmerzhaft verlaufen wie eine Prothesenstomatitis durch eine schlecht sitzende Prothesen als Zahnersatz. Eine Mundschleimhaut-Entzündung geht vielfach von einer Zahnfleischerkrankungen bzw. Zahnfleischentzündung (Gingivitis) aus oder kann durch scharfe Kanten an Zahnfüllungen entstehen und die Mundschleimhaut reizen und Geschwülste wachsen lassen. Stomatitis kann durch allergische oder toxische Reaktionen entstehen, so als Folge von systemischen Erkrankungen bei Vitaminmangel oder als Nebenwirkung von Arzneimitteln oder anderen Substanzen.

Pathogenität und Virulenz

Als Pathogenität bezeichnet man die grundsätzliche Eigenschaft eines Erregers, eine Krankheit auslösen zu können.

In der Medizin wird Pathogenität für den einwirkenden Einflussfaktor bzw. Pathogenitäts-Faktor verwendet, eine Krankheit auszulösen und wird durch Toxizität wie auch Aggressivität eines Pathogens gekennzeichnet. Pathogenität ist die Fähigkeit von infektiösen Organismen oder Toxinen einen bestimmten Organismus krank zu machen (pathogen = krankmachend), auch wenn nicht jede Infektion zu einer Krankheit führt (apathogen = nicht krankmachend). Krankheitserreger werden als Pathogen bezeichnet und für das Ausmass der Pathogenität wird der Begriff Virulenz verwendet. Als Pathogene können chemische Substanzen, psychische Ereignisse oder Mikroorganismen wie Bakterien, Viren und Parasiten usw. in Betracht kommen. Da nicht alle Mikroorganismen Krankheitserreger sind, unterscheidet man pathogene (krankmachende) und apathogene (nicht Krankmachende) Mikroorganismen. Ein krankheitsauslösendes Objekt wird als Pathogen oder als "Noxe" bezeichnet. Der Begriff Virulenz bezeichnet auch in der Mundheilkunde, Zahnheilkunde und Kieferheilkunde die Stärke der krankmachenden Eigenschaften eines Erregers. Ein besonders virulenter Keim als Krankheitserreger ist im Mund besonders gefährlich.

Die Entstehung einer Infektionskrankheit hängt von folgenden Faktoren ab:

Infektiöse Eigenschaften der Erreger wie Übertragbarkeit, Eindringungsvermögen in den Körper und Vermehrungsfähigkeit

Krankmachende Eigenschaften der Erreger

Menge der Erreger

Ansiedlungsort der Erreger als Mikroorganismen

Abwehrlage des Körpers

Viele Mikroorganismen befinden sich auf der Haut wie auch auf der Schleimhaut in der Mundhöhle oder im Dickdarm, ohne den Körper zu schädigen.

Krankheitsverlauf einer Infektion

Zwischen dem Eindringen eines Erregers in den Körper und dem Ausbruch der Infektionskrankheit vergeht im Allgemeinen eine relativ lange Zeitspanne (Inkubationszeit).

Nach dem Eindringen eines Erregers in den Körper kann sich der Erreger im Organismus zunächst ohne Krankheitssymptome vermehren, was man als Inkubationszeit bezeichnet. Die Dauer der Inkubationszeit ist für viele Infektionskrankheiten typisch, sie beträgt z.B. für Masern 10 bis 14 Tage. Die Infektionskrankheit beginnt anschliessend in den meisten Fällen mit einem Vorstadium (z.B. Kopfschmerzen vor einem grippalen Infekt). Dieses Vorstadium nennt man Prodromalstadium (Vorläufer). Im Durchschnitt bricht die Infektionskrankheit ca. ein bis drei Tage später vollständig aus. Die Phase der Genesung nach einer überstandenen Krankheit wird als Rekonvaleszenz bezeichnet.

Inkubationszeit ist die Zeit zwischen Ansteckung bzw. dem Eindringen von Krankheitserregern in den Körper und dem Auftreten der ersten Krankheitssymptome

Prodromalstadium ist das Vorstadium, das der eigentlichen Krankheit vorausgeht

Infektionskrankheit ist die Erkrankung mit meist typischen Krankheitssymptomen

Rekonvaleszenz ist die Genesungsphase bis zur endgültigen Heilung 

Behandlung von Infektionen und Infektionskrankheit im Mund

Die Behandlung von Infektionskrankheiten erfolgt nach der Ursache meist lokal, so mit desinfizierenden, entzündungshemmenden und schmerzhemmenden Mundspüllösungen oder Gels.

Die Behandlung von Mundsoor erfolgt beim Zahnarzt durch ein Antimykotika, das eingesetzt wird, denn Mundsoor (Candidiasis, Mykose) als Pilzerkrankung bzw. Pilzinfektion im Mund entsteht vielfach im Kindesalter, wie auch Mangelzustände zu Entzündungen der Zunge und Mundhöhle führen können. Als Kandidose oder Soor bezeichnet man alle Infektionen, die durch Pilze der Gattung Candida verursacht werden. Als Mundpilz bezeichnet man eine Hefepilzinfektion der Mundschleimhaut und der Zunge. Candida Albicans ist eine Gattung der Sprosspilze und sind als Erreger ein weisslicher Soor, doch Hefepilze sind bei vielen Menschen auf den Schleimhäuten zu finden, wenn sich die Candidapilze aber nicht übermässig ausbreitet, entsteht beim Mensch für die Gesundheit kein Schaden. Am häufigsten sind Herpesviren für eine Entzündung in der Mundhöhle verantwortlich, denn unter Herpes (Bläschengeflechte) bzw. Herpes simplex Virus versteht man umgangssprachlich eine Virusinfektionen, deren Erreger zur Familie der Herpesviridae gehören. Mit Viren und Viruskrankheiten befasst sich die Virologie, dass in der Zahnmedizin bzw. Zahnheilkunde ein Zweig der Mikrobiologie ist. Im Erwachsenenalter gehören Aphthen zu den häufigsten MundgeschwürenAphthen sind schmerzhafte, wiederkehrende Läsionen der Mundschleimhaut (umschriebene Verletzung), wo plötzlich ein roter, entzündeter Saum als Schleimhautveränderung entsteht, die schmerzhaft sein kann und nach Wochen von selbst wieder abheilt.

Virenerkrankungen:

Die Virologie befasst sich mit Viren und Viruskrankheiten und ist auch in der Zahnheilkunde ein Zweig der Mikrobiologie.

Herpes simplex (Fiberbläschen)
Rhinitis (Schnupfen)
Influenza (Grippe)
Masern
Röteln
Windpocken
Gürtelrose (Zoster)
Mumps
Poliomyelitis (Kinderlähmung)
Virushepatitis
AIDS


Protozoeninfektion (Protozoonose)

Unter Protozoeninfektion wird das aktive oder passive Eindringen von Protozoen in einen Organismus und deren Vermehrung sowie die darauf folgende Reaktion des Organismus in Form einer Erkrankung verstanden.

Als Protozoeninfektion bezeichnet der Arzt eine Krankheit, die durch eine Infektion mit einem Einzeller hervorgerufen wird. Als Protozoonose wird eine durch Einzeller (Protozoen) übertragene Erkrankung bezeichnet, denn Parasitose bezeichnet Erkrankungen, die durch Parasiten hervorgerufen werden. Manchmal können die Protozoen über eine verunreinigte Nahrung aufgenommen werden, so die Infektionen durch kontaminiertes Wasser oder Essen und andere werden in tropischen Ländern durch Insektenstiche übertragen. Der Begriff Protozoen bezeichnet eine Gruppe sehr verschiedener einzelliger, eukaryonter Organismen die zusammen mit den einzelligen Algen und Pilzen das Unterreich der Protisten bilden. Protozoen sind tierische Einzeller mit einem deutlich abgegrenzten Zellkern die vor allem durch tropische Krankheiten wie die Malaria verursacht werden. Zur Gruppe der Protozoen gehört aber auch der Erreger der Toxoplasmose, einer Infektionskrankheit, die in der Schwangerschaft zu einer schweren Schädigung des Kindes führen kann.

Die häufigsten Protozoen Erkrankungen:
Malaria
Toxoplasmose 


Tote Zähne im Mund

Tote Zähne können durch Bakteriengifte Krankheiten auslösen.

Die häufigsten Störungen in der Mundhöhle sind wurzelgefüllte oder tote Zähne und stellen chronische Entzündungsherde dar, die Bakterien, Gifte, Eiweissabbauprodukte und Allergene kontinuierlich in die Blutbahn streuen. Dort angelangt, können sie Schädigungen in entfernten Regionen des Körpers hervorrufen, denn Krankheiten durch Zähne sind keine Seltenheit. Grundsätzlich ist anzumerken, dass jeder wurzelbehandelte Zahn eine ‚Leiche im Keller darstellt. Der abgestorbene Zahn hat keine Möglichkeit, über einen Warnschmerz den Organismus auf die Gesundheitsstörung aufmerksam zu machen. Die häufigsten Störungen gehen von Wurzelresten und wurzeltoten oder wurzelgefüllten Zähnen aus. Ein gesunder Zahn ist mit seiner Zahnwurzel in den Knochen eingebettet und in einem Fasersystem als Dämpfungsmechanismus aufgehängt. Im Inneren des Zahns befindet sich der Zahnnerv mit Arterie und Vene. Über dieses Nerven wird die Ernährung des Zahns sichergestellt und gleichzeitig die Nervenzuleitung als eine Art Warnsystem benutzt, welches über eine Schmerzmeldung Defekte oder Erkrankungen anzeigt.

Gereizt Zahnnerv kann absterben

Der Nerv vom Zahn bzw. das Nervengewebe kann absterben, wenn er sehr stark gereizt wird oder durch eine Fraktur geschädigt wird.

Auch durch eine dauerhafter Überlastung oder Entzündung sowie durch einen tiefen kariösen Defekt ist es möglich, dass der Zahnnerv abstirbt. Die Folge ist, dass mit dem toten Nervengewebe auch Bakterien und Leichengifte (Toxine) im Wurzelkanal zurückbleiben. Selbst die beste Wurzelbehandlung kann nur einen gewissen Teil dieser hoch belasteten Substanzen aus dem weit verzweigten Kanalsystem entfernen. Da der Zahn mit dem umliegenden Gewebe, der Wurzelhaut und dem Kieferknochen in ständigem Austausch steht, werden auch Bakterien und Toxine in den Körper geschwemmt und können dort Unheil anrichten. In einem Zahn gibt es pro Quadratmillimeter zwischen 30,000 und 75,000 Dentinkanälchen, die unbehandelt bleiben. Die Organismen, die im Zahn bleiben sind polymorph, was bedeutet, dass sie ihre Form verändern können und somit nicht absterben nach Einbringen eines Wurzelfüllmittels. Die Keime werden durch das Wurzelfüllmaterial nicht am Verlassen des Zahnes gehindert und die von Bakterien gebildeten Toxine können die Wurzelhaut problemlos passieren. Es ist bekannt, dass Zähne krank machen können, so können rheumatische Beschwerden entstehen, die als Folge einer Wurzelbehandlung auftreten können, nach der Entfernung dieses Zahnes verschwinden. Auch können Kopfschmerzen, die von wurzelbehandelten Schneidezähnen im Oberkiefer ausgelöst werden entstehen.

Tote Zähne im Mund ergeben keine Schmerzen

Heimtückisch ist, dass die Zähne selbst dem Patienten unmittelbar keine Schmerzen mehr bereiten und die Ursache trotzdem im behandelten toten Zahn liegt.

Ganzheitlich praktizierende Zahnärzte raten deshalb Krebspatienten und MS-Patienten grundsätzlich zur Entfernung wurzelbehandelter Zähne, denn das ohnehin schon geschwächte Immunsystem des Patienten kann damit entlastet werden. Die Erkrankungen, die auf Grund von toten Zähnen auftreten können, sind vielfältig und reichen von Bandscheibenvorfällen, Nierenproblemen oder Prostataproblemen über Beschwerden im Rücken, in der Halswirbelsäule, den Gelenken bis hin zu Herzschmerzen oder Ohrenschmerzen, Erschöpfungszuständen und Lähmungen. Ohrenschmerzen können ihren Ausgang vom Ohr selbst nehmen, in manchen Fällen sind auch Erkrankungen der Zähne, des Kiefergelenks, des Rachenbereichs und Mundbereichs sowie der Ohrspeicheldrüse (Parotis) oder die Halswirbelsäule Auslöser der Schmerzen.