Zahnfleischprobleme, Zahnfleisch blutet, Zahnfleischrückgang

Zahnfleisch (Gingiva)

Zahnfleischtaschen

Zahnfleischtaschen, ein Zeichen parodontaler Erkrankungen.

Ablagerungen in den Zahnfleischtaschen sind Konkremente die meist aus Bakterien und Blutreste bestehen und dunkel gefärbt sind.

Zahnfleischtaschen Zahnfleisch löst sich am Zahn

Tiefe Zahnfleischtaschen werden auch als Knochentaschen bezeichnet, wo sich Konkremente bilden, die sehr hart sind und fest am Zahn und auf der Wurzeloberfläche haften.

Wenn sich das Zahnfleisch vom Zahn löst, entstehen Zahnfleischtaschen bzw. Knochentaschen.

Löst sich das Zahnfleisch vom Zahn, so spricht man von einer Zahnfleischtasche, was das wichtigste Symptom entzündlicher Zahnbetterkrankungen ist. Es entsteht ein Spalt zwischen Zahn und umgebendem Zahnfleisch bzw. Kieferknochen. Parallel zu Zahnfleischtaschen bilden sich an der Zementoberfläche beim Zahn Ablagerungen bzw. Konkremente. Es entsteht eine Vertiefung der Zahnfleischfurche bei entzündlichen Zahnfleischerkrankung bzw. Zahnhalteapparat-Erkrankung. Die Taschentiefe der Zahnfleischtasche kennzeichnet den Abstand zwischen dem oberen Zahnfleischrand und dem Taschenboden. Der Taschenabszess ist ein von tiefen Zahnfleischtaschen ausgehender Abszess.

Bakterien in den Zahnfleischtaschen

Wenn sich echte Zahnfleischtaschen gebildet haben, nisten sich im Zahnfleischbeutel viele verschiedene Bakterienarten ein, die sich gut geschützt vermehren können.

Die Mundhöhle wird besiedelt von ca. 500 verschiedenen Bakterienstämmen, die in kleinen Konzentrationen vom Immunsystem in Schach gehalten werden können. Wenn die Mundpflege vernachlässigt wird, so können sich klebrige Zahnbeläge (bakterielle Plaque) bilden, in denen sich die Bakterien massenweise vermehren können wie auch im Zahnstein als harter, zäher, verkalkter Belag auf den Zähnen. Durch Bakteriengiftstoffe (Toxine) kann es zur Zahnfleischentzündung (Gingivitis) kommen, die sich bemerkbar macht durch eine verstärkte Blutungsneigung vom Zahnfleisch beim Zähneputzen. Wenn sich die Bakterien im feuchten und warmen Mund, bei gleichbleibender Temperatur, im Besonderen in den Zahnfleischtaschen ungehindert vermehren können, kommt es zu einer Zahnfleisch-Entzündung, was als Gingivitis bezeichnet wird, so dass das das Zahnfleisch zu Bluten beginnt. Von einer Zahnfleischtasche wird gesprochen, wenn Bakterien im Mund und Keime in das Zahnfleisch gelangen und das Zahnfleisch um den Zahn herum verdickt ist (geschwollenes Zahnfleisch), was auch eine Zahnfistel verursachen kann wie bei einer Parodontose, die häufig die Ursache einer Zahnfistel (Zahnfleischfistel) ist und immer vom Zahnarzt behandelt werden muss. Anfänglich ist eine auftretende Entzündung meist noch harmlos, doch aus dem scheinbar harmlosen Zahnfleischproblem versteckt sich der Beginn einer Parodontitis, so dass man den Zahnarzt aufsuchen sollte, damit die Zahnfleisch-Entzündung abheilen kann, denn Parodontitis kann Zahnfleischschmerzen verursachen. Unter Parodontitis wird die Rückbildung vom Zahnfleisch um den Zahn herum verstanden, die durch Bakterien verursacht wird.

Zu unterscheiden sind bei Zahnfleischtaschen:

Pseudotasche: Ein Anschwellen vom Zahnfleischrand wird als Pseudotasche bezeichnet.

Echte Zahnfleischtasche: Die Verschiebung vom Zahnfleischansatz (Zahnfleischverlauf) am Zahnhals zur Wurzelspitze hin, wird als echte Zahnfleischtasche bezeichnet, was zum Verlust von Kieferknochen am Zahnhalteapparat führen kann.

Zwischen Zahn und angrenzendem Zahnfleisch kann es zur Bildung einer Zahnfleischtasche kommen, sofern Zahnbeläge zu spät von den betroffenen Zähnen entfernt werden.

Bakterien können sich einnisten und eine Zahnfleischentzündung auslösen was meist mit Zahnfleischbluten behaftet ist. Reagiert man nicht rechtzeitig, kann eine Parodontitis entstehen, was zu Zahnausfall bzw. Zahnverlust führen kann. Bei parodontalen Erkrankungen und deren Bekämpfung stehen spezielle Bakterien in den Zahnfleischtaschen im Vordergrund, denn im Mund gibt es viele Bakterienarten, wovon nicht alle schädlich sind. Auf den Zähnen findet man eine sehr hohe Bakterienzahl, von denen finden sich Bakterien die als Krankheitserreger wirken. Das Ziel bei der Parodontalbehandlung ist, pathogene Bakterien als Krankheitserreger (krankmachende Bakterien) aus den infizierten Geweben dauerhaft zu eliminieren, denn Anaerobier (anaerobe Bakterien) sind Mikroorganismen, die in Sauerstoff-freiem Milieu innerhalb vom dichten Biofilm überleben können, demgegenüber sind Aerobier (aerobe Bakterien) Mikroorganismen, die für ihren Stoffwechsel Sauerstoff benötigen. Als Krankheitserreger werden Organismen oder Stoffe bezeichnet, die in anderen Organismen gesundheitsschädigende Abläufe verursachen. Um aussagekräftige Ergebnisse der Bakterien beim Parodontalstatus erhalten zu können, ist eine Entnahme der Bakterien an Zähnen und in tiefen Zahnfleisch-Taschen möglich und sinnvoll. Bakterien die in den Körper eingedrungen und eine Infektion ausgelöst haben, können mit Antibiotika bekämpft werden, doch bei der Behandlung mit Antibiotika werden nicht nur pathogene (krankmachende) Bakterien getötet, sondern auch nützliche (mutualistische) Bakterien gestört, denn alle Bakteriengattungen haben eine unterschiedliche Strategie, die sehr unterschiedlich ausgeprägt sind, denn die einen Bakterien benötigen Sauerstoff, andere sind gegenüber Sauerstoff tolerant oder können nur ohne Sauerstoff leben.

Konkremente in Zahnfleischtasche

Konkrement bedeutet, harter Zahnbelag bzw. Zahnhartbelag unter dem Zahnfleisch in den Zahnfleischtaschen.

Konkremente sind dunkel verfärbte, fest anhaftende, harte Ablagerungen innerhalb einer Zahnfleischtasche (subgingival) auf der Wurzeloberfläche der Zahnwurzel, denn Supragingival bedeutet oberhalb vom Zahnfleischsaum. Im Gegensatz zu echtem Zahnstein haften die Konkremente äusserst fest an der Zahnoberfläche an und sind nur mühsam zu entfernen. Die Konkremententfernung ist ein Bestandteil der Zahnbehandlung bei Zahnfleischerkrankungen. Konkremente als Ablagerungen in den Zahnfleischtaschen sind sehr hart und haften fest am Zahn oder auf der Wurzeloberfläche, sie bestehen meist aus Bakterien und Blutresten und sind darum auch dunkel gefärbt.

Taschentiefe bei Zahnfleischtaschen

Bei Entzündungen vom Zahnfleisch (Gingiva) entstehen die Zahnfleischtaschen.

Die Taschentiefe der Zahnfleischtasche kennzeichnet den Abstand zwischen dem oberen Zahnfleischrand und dem Taschenboden. Die Taschentiefe gibt Hinweise auf das Ausmass der Zerstörung vom Zahnhalteapparat bei einer Parodontitis, sowie auf den Grad von Zahnfleischwucherungen bzw. Zahnfleischpolyp. Als Zahnfleischpolyp wird eine entzündliche Zahnfleischwucherung infolge chronischer Reizung durch scharfe Kanten wie durch kariöse Defekte, überstehende Zahnfüllungen etc. bezeichnet. Die Taschentiefe beim Zahnfleisch ist ein Begriff zur Feststellung der Schwere einer Zahnfleischerkrankung, wo mit der Parodontalsonde der Abstand vom Zahnfleischrand bis zum Boden der Zahnfleischtasche gemessen wird. Eine Taschentiefe von ca. 2 mm gilt noch als normal und eine Taschentiefe über 2 mm sollten vom Zahnarzt behandelt werden, da eine Reinigung von aussen nicht mehr gewährleistet werden kann. Auch eine Selbstreinigung durch den Mundspeichel ist meist nicht möglich, da der Zugang für den Speichel zur Zahnfleischtasche durch die Entzündung meist nicht mehr zugänglich ist, denn die Funktion von Speichel ist wichtig, da die Speichelfunktion eine Spülfunktion die für Zähne und Zahnfleisch hat. Die Aufgaben von Speichel sind vielfältig und haben für die Gesundheit der Zähne und dem Zahnfleisch eine wichtige Bedeutung betreffend Spülfunktion, Pufferkapazität und Remineralisation etc. Der Taschenabszess ist ein von tiefen Zahnfleischtaschen ausgehender Abszess, was eine Taschentherapie notwendig macht, denn unter einem Abszess als Eitergeschwulst versteht man eine Eiteransammlung im Körpergewebe wie beim Zahnabszess.

Parodontalabszess

Der Parodontalabszess ist ein Taschenabszess der meist als Folge einer Entzündung vom Zahnhalteapparat (Parodontitis) entsteht und sich als Abszess im Kieferbereich ausweiten kann.

Der Parodontalabszess eitrige Gewebeeinschmelzung im Bereich vom Zahnfleischrand und wird vielfach als Parodontalerkrankung bezeichnet, die durch eine Entzündungsreaktion einen starken und pochenden Zahnschmerz als Alarmsignal begleitet sein kann. Bei einer Abszessbildung die im Zusammenhang mit einer Parodontitis entsteht, wird vielfach von einem Parodontalabszess gesprochen, denn der Abszess ist eine umkapselte Eiteransammlung, die als Eitergeschwulst oder Eiterbeule bezeichnet wird. Beim Parodontalabszess entleert sich das Eiter meist über die Zahnfleischtasche oder über einen Fistelgang, denn die Fistel ist ein künstlich angelegter röhrenförmiger Gang, der von einem Hohlorgan oder einem krankhaften Hohlraum ausgeht und an der Körperoberfläche oder in einem anderen Hohlorgan endet. Wenn eine Parodontalerkrankung unbehandelt bleibt, schrumpft das Zahnbett, was zu Zahnverlust führen kann, denn eine Parodontalabszess ist eine Infektion die durch Bakterien im Mund hervorgerufen wird. Wenn die Bakterien von der oberflächlichen Zahnfleischtasche zur Zahnwurzel wandern, wird das Gewebe zerstört, denn Parodontitis ist eine chronische Entzündung vom Parodont, die beim Zahnhalteapparat mit Verlust der Fasern einhergeht, so dass es zu einem Kieferknochenabbau bzw. Kieferknochenschwund kommt. Parodontitis ist eine entzündliche Erkrankung vom Zahnhalteapparat (Zahnfleisch und Kieferknochen) im Gegensatz zu Parodontose das anfänglich eine nicht entzündliche Erkrankung ist.

Taschenabszess, ein Parodontalabszess

Der Taschenabszess ist eine Zahnfleischtaschenvereiterung als Folge einer infizierten, vertieften Zahnfleischtasche und wird als Parodontalabszess bezeichnet.

Der Taschenabszess ist ein von tiefen Zahnfleischtaschen ausgehender Abszess, der sich in den parodontalen Geweben ausbreitet. Der Abszess breitet sich im Normalfall im Zahnfleisch aus und nur selten in den Weichgeweben vom harten Gaumen. Da das Zahnfleisch im Bereich der Zahnfleischtasche dem Kieferknochen eng anliegt wie ein Kragen, sodass eine Spontanentleerung über die Zahnfleischtasche vielfach unmöglich ist, kann ein Parodontalabszess bis zu seinem Durchbruch in die Mundhöhle sehr schmerzhaft sein. Ohne Behandlung beim Zahnarzt kann beim Taschenabszess ein Spontandurchbruch oder Entleerung durch die Zahnfleischtasche erfolgen.

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