Zahnkrone: natürliche Krone, künstliche Kronen, Kronenarten

Zahnkrone

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Keramisch verblendete Krone

Keramisch verblendete Zahnkronen sehen als Bioästhetischer Zahnersatz optisch den natürlichen Zähnen sehr ähnlich, sodass die Keramik verblendete Kronen höchsten Ansprüchen an Zahn-Ästhetik (Bioästhetik), Biokompatibilität und dauerhafter Stabilität genügen.

Für keramisch verblendete Krone gibt es die Teilverblendung oder die Vollverblendung aus Keramik.

Keramisch verblendete Krone, Teilverblendung

 

Mit einer Keramik-Vollverblendung kann ein Zahn bzw. die Krone optisch sehr schön nachgebildet werden, denn darüber liegt ein dreidimensionaler, individueller Keramikaufbau, mit dem ästhetisch sehr gute, natürliche Ergebnisse erzielt werden.

Es werden drei Arten von Kronen vom Material her unterschieden; die Vollgusskrone aus Metall (Metallkrone), das eine vollständig aus Goldlegierungen hergestellte Krone ist und meist wegen dem sichtbaren Metall aus ästhetischen Gründen nicht mehr verwendet wird sowie der Metallkeramik-Krone als VMK-Krone (Verblend-Metall-Keramikkrone) und die Vollkeramik-Kronen ohne Metallkern.

Keramikummantelte Kronen können bei starkem Zähneknirschen leicht durch Keramikbrüche zerstört werden wie auch Veneers, sodass sich Keime hinter der Verblendeschale ansiedeln können. Bei Kronen kann man unter einer Vielzahl von Kronenarten wählen, doch beim Zähneknirschen sollte man über Nacht eine Aufbissschiene tragen, egal um welche Kronenart es sich handelt.

Verblendete Kronen

Bei verblendeten Kronen kann es sich um eine Kunststoff-verblendete Krone oder um eine keramisch verblendete Krone handeln wie auch bei Zahnbrücken, denn verblendete Kronen sind zahnfarben.

Verblendete Kronen werden meist wegen der Zahnästhetik im sichtbaren Zahnbereich eingesetzt, wo der Metallkern der Krone mit einem zahnfarbenen Material wie Keramik oder Kunststoff verblendet wird. Mit der „Keramisch-verblendete Krone“ ist es möglich, den ganzen Zahn mit der Kaufläche natürlicher zu gestalten und mit zahnfarben zu verblenden, wo nur ein kleiner Metallsaum am Kronenrand bleibt. Eine "keramische Schulter" kann helfen, dass der dunkel schimmernde Saum einer Krone nicht mehr sichtbar wird. Dabei wird der Rand der Krone in Keramik erstellt, damit keine unästhetischen dunklen Ränder zwischen Krone und Zahnfleischrand nach dem Zahnfleischverlauf sichtbar sind. Eine Krone wird somit komplett keramisch verblendet, im Gegensatz zur Kunststoffverblendung, wo wegen der verminderten Abriebfestigkeit nur eine Verblendung an nicht kaubelasteten Flächen möglich ist, denn die Kaufläche der Kronen mit Kunststoffverblendung besteht aus Metall. Verblendeten Kronen sehen natürlicher aus als Vollgusskronen, wo das Metall sichtbar ist.

Keramisch verblendete Krone vom Zahn

Die keramisch verblendete Krone ist in der Zahntechnik eine Kronenart bzw. die keramisch verblendete Krone ist eine ästhetische Alternative zur Vollgusskrone.

Die keramisch verblendete Krone besteht in Zahnfarben aus einem hochgoldhaltigen Metallgerüst, das mit Keramik überzogen wird. Die keramisch verblendete Krone wird entweder der komplette Metallkern ummantelt, was als Zahn-Vollverblendung bezeichnet wird oder es wird nur auf dem nach aussen sichtbaren Teil eine entsprechende Keramikschicht aufgebrannt, was eine Zahn-Teilverblendung aus Keramik ist. Unschöne goldfarbe oder silberfarbene Blitzer beim Sprechen oder Lachen können durch die keramische Verblendung verschwinden. Die Werkstoffkombination hat grosse Vorteile, denn während das hochgoldhaltige Metall, das auch in Nichtedelmetall (NEM) sein kann für Stabilität und Passgenauigkeit sorgt, genügt Keramik hohen ästhetischen Ansprüchen (Bioästhetik), da sie zahnfarben ist und sehr natürlich wirkt. Die Anfertigung von einer Verblendkrone oder Keramik-Teilkrone bei Patienten mit ausgeprägten Bruxismus ist nicht zu empfehlen, sofern während der Nacht keine Knirschschiene getragen wird. Bei Zahnpatienten, die stark mit den Zähnen knirschen, kann es vorkommen, dass es  zu Abplatzungen der Keramik kommen kann wie auch bei ungünstigen Bissverhältnissen, wo für die Verblendung der Kaufläche einer Krone zu wenig Platz vorhanden ist.

Teilverblendete Krone aus Keramik

Bei der Teilverblendung der Krone, ist die äussere sichtbare Fläche vom Zahn mit einer Keramik beschichtet.

Bei der Teilverblendung ist nur der zur Aussenseite hin gelegene sichtbare Teil und der Krone Zahnfarben. Keramikverblendungen werden vom Zahntechniker im Labor in verschiedenen Schichten aufwendig und individuelle Zahnfarbe aufgebracht, modelliert und gebrannt. Bei Keramikverblendungen ergibt sich durch die im Zahnlabor aufwendig in verschiedenen Schichten aufgebrachten und gebrannten Farben eine Härte und Materialintegrität, die vor Verfärbung und Abnutzung weitgehend schützt. Jede Teilverblendete der Krone ist wegen der Scherkraft beim Kauen oder Zähneknirschen wie auch Zähnepressen bruchgefährdet.

Vollverblendete Krone aus Keramik

Bei der Krone mit einer Vollverblendung aus Keramik ist der Zahn nur von einem dünnen Metallgerüst umschlossen, das den Zahn schützt.

Konstruktionsbedingt kann zur Zungenseite ein dünner, hochglanzpolierter Goldrand verbleiben. Aktuelle Keramikmassen sind nicht mehr so hart wie früher und vermitteln somit ein besseres Kaugefühl und verursachen keinen erhöhten Abrieb an den Gegenzähnen als natürlicher Schmelz.

Vollverblendete Kronen mit Keramikschulter

Die Zahnkrone ist fast unsichtbar, da der Rand der keramischen Schulter leicht unter das Zahnfleisch geschoben wird.

Bei der keramischen Schulter ist es möglich, Keramik anzubringen durch die Präparationstechnik vom Zahn am oberen Zahnrand der Krone, sodass keine dunklen Ränder zwischen Krone und Zahnfleischrand sichtbar sind. Eine keramische Schulter bezeichnet den Rand einer Krone der nicht aus Metall, sondern aus Keramik gefertigt wird, sodass diese auch als Schulterkrone bezeichnet wird. Die Vollverblendete Krone kann man trotz allgemein guter Optik bemerken, denn bei Kronen auf Schneidezähnen entsteht ein verräterischer blauer Schimmer am Zahnfleischrand, der auf die künstliche Zahnkrone hinweisen kann. Da Metall und Keramik zugleich an der Präparationsgrenze enden, ist dieser rein optische Makel bei einer konventionellen Konstruktion oft unvermeidlich, so dass nur eine Krone mit Keramikschulter für Abhilfe schaffen kann, was aber zu Mehrkosten vom Zahnersatz führt. Die normale Metallkeramikkronen besitzt einen Kern aus Metall, der von Keramik umgeben ist, was bei der Zahnversorgung einen Nachteil hat, denn wenn sich das Zahnfleisch im Laufe der Jahre zurückzieht, wird der Metallrand sichtbar und der Zahnfleischrand wird durch den veränderten Zahnfleischverlauf vielfach entzündet, da das Metall Oxide abgibt. 

Zweitmeinung für Zahnersatz

Wer sich über die  Wahl an Zahnersatz vor einer Zahnsanierung unsicher ist, sollte sich eine Zweitmeinung bei einem anderen Zahnarzt einholen, denn beim Zahnersatz gibt es verschiedene Möglichkeiten mit unterschiedlichen Kosten für Zahnersatz (Zahnarzttarife). Bei der Zahn-Prothetik stellt sich immer die Frage ob ein fester oder abnehmbarer Zahnersatz (Zahnersatz-Prothetik) besser ist, doch das kann nicht generell beantwortet werden da es von der Situation im Munde abhängig  ist wie auch vom Patientenwunsch.