Zahnimplantate, künstliche Zahnwurzeln / Zahnimplantation

Zahnimplantate

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Kiefer ohne Zähne

Der Kiefer ohne Zähne ist ein Kieferkamm der beim Zahnarzt meist als Alveolarkamm bezeichnet wird und ein zahnloser Kiefer ist, der mit Zahnimplantaten oder mit einer Vollprothese versorgt werden kann und auf Wunsch evt. mit günstigen Mini-Implantaten (Steg-Verbindung) befestigt werden kann.

Als Kieferkamm oder Alveolarkamm wird der oberste Teil vom Alveolarfortsatz nach einem Zahnverlust bezeichnet, der normal die Zähne trägt. Als Schlotterkamm wird eine lockere bindegewebige Schleimhautfalte bezeichnet, die sich vorwiegend im Oberkieferbereich befindet und vielfach durch eine ungünstige Belastung einer nicht anliegenden Totalprothese entsteht.

Wo im Kiefer keine Zähne oder Zahnimplantate vorhanden sind, geht der Kieferknochen zurück, was als Kieferknochenschwund bezeichnet wird.

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Wenn Zahnfleisch und Kieferknochen gesund sind, haben die noch vorhandenen Zähne im Kieferknochen einen guten Halt, denn ein gesundes Zahnfleisch sorgt für festen Halt der Zähne im Kiefer.

Zahnloser Kiefer

Ein zahnloser Kiefer kann mit herkömmlichem Zahnersatz oder mit Hilfe von Zahnimplantaten versorgt werden.

Wenn im Oberkiefer oder Unterkiefer alle Zähne fehlen, wird von einem zahnlosen Kiefer gesprochen. Zahnverlust hat kein Zusammenhang mit dem Alter, denn gerade in den mittleren Lebensjahren führen oftmals Zahn-Karies und Parodontose zum Zahnverlust. Für einen Kiefer ohne Zähne sorgen vielfach Bakterien im Mund, die sich im Besonderen bei mangelnder Mundhygiene vermehren können, was zu Gingivitis und Parodontitis führt. Die Gingivitis als Zahnfleischentzündung erkennt man am geröteten und geschwollenen Zahnfleisch, wo es bei Berührung zu Zahnfleischbluten kommt. Wird diese nicht gestoppt, kann die Entzündung auf den Kieferknochen übergreifen und zum Abbau (Knochenschwund) führen und man von Parodontitis spricht und anschliessen von wenig Kieferknochen. Wenn im Alveolarfortsatz vom Kiefer keine Zähne mehr vorhanden sind, bietet ein zahnloser Kiefer dem Zahnarzt nur wenige Möglichkeiten, eine Zahnprothese zu verankern. Ein zahnloser Kiefer kann mit herkömmlichem Zahnersatz wie einer Vollprothese versorgt werden, längerfristig betrachtet sind aber das Zahnimplantate wegen einem weiteren Kieferschwund empfehlenswert, denn der Prothesendruck kann zu Fehlbelastungen vom Kieferknochen führen und demzufolge zu Knochenschwund.

Implantate im zahnlosen Kiefer

Wird ein zahnloser Kiefer durch Implantate oder mit Hilfe einer Implantatgetragenen Prothese versorgt, bleibt der Knochenschwund (Knochenrückbildung) meist weitgehend aus.

Implantate im zahnlosen Kiefer sind bei einer Zahnsanierung die beste Lösung, denn beim Kiefer ohne Zähne ist das Tragen von Totalprothesen unausweichlich, mit den damit verbundenen Folgen wie vielfach schlechten Prothesenhalt im Unterkiefer, gestörte Aussprache, Beeinträchtigung vom Geschmack, Druckstellen, Würgereiz oder auch eine verminderte Kauleistung. Druckbelastungen der Prothese können zu einem beschleunigten Rückgang vom Kieferknochen führen, was der Zahnarzt als Atrophie oder Knochenschwund bezeichnet, was zu einer weiteren Verschlechterung vom Prothesensitz führt. Durch schlecht sitzende Prothesen werden die Gesichtsweichteile wie Lippen nicht oder ungenügend gestützt, was Zahnpatienten älter aussehen lässt und durch einen guter Halt der Prothese mit Implantaten verbessern kann wie auch eine Faltenbildung der eingefallenen Hautpartien. Im zahnlose Kiefer kann ein Implantatgetragenen und damit festsitzender Zahnersatz die Lebensqualität wie auch die Gesichtsästhetik und die Kaufunktion mit dem Kausystem verbessern, denn viele Zahn-Patienten können sich nicht an eine Totalprothese gewöhnen, denn das Angewöhnen an die Prothese ist nicht einfach, da die Mundhöhle ein sensibler Bereich ist und das Kausystem beim Mensch einem Uhrwerk ähnelt, das fein aufeinander abgestimmt ist. Im zahnlosen Kiefer bietet die Implantologie zwei Möglichkeiten mit gutem Tragekomfort an, die auf Implantaten fest verschraubte Zahnbogenreihe und die Implantatgetragene Prothese als abnehmbarer Zahnersatz. Im zahnlosen Kiefer können Stegversorgungen, Teleskoparbeiten, Locatoren oder ähnliche Versorgungen zum Einsatz kommen. Die Anzahl der Implantate ist Abhängig von der Knochenbeschaffenheit und kann variieren, denn das Volumen vom vorhandenen Kieferknochen spielt beim Anwachsen der Implantate (Einheilzeit) eine ausschlaggebende Rolle. Wenn alle Zähne fehlen oder so stark geschädigt sind, dass sie ersetzt werden müssen, stellt eine an Zahnimplantaten verankerte festsitzende Brücke was als "Implantatgetragene Brücke" bezeichnet wird, nebst Einzelzahnimplantaten die beste permanente Lösung dar. Der Tragekomfort kann mit Zahnimplantaten so gesteigert werden, dass man bei einer auf Zahnimplantaten abgestützten Zahnprothese keinen Unterschied zu den vorangehenden eigenen Zähnen spürt.

Halt einer Prothese mit Implantaten verbessern

Viele Prothesenträger klagen oft über schlechten Sitz oder schmerzhafte Druckstellen beim "totalen Zahnersatz".

Das Anfertigen einer gut sitzenden Vollprothese stellt im zahnlosen Oberkiefer im Gegensatz zum Unterkiefer meist kein Problem dar, denn eine Totalprothese im Unterkiefer sitzt vielfach immer schlechter als im Oberkiefer, im Besonderen bei einem schmalen Kieferkamm, wo die Prothese gigampfen (schaukeln) und sich frei bewegen kann. Bei schlecht sitzender Prothese lösen "Haftmittel für Prothese" wie auch mechanische Hilfen das Problem oft nur vorübergehend und nicht zufriedenstellend, so dass nur Zahnimplantate Abhilfe schaffen können. Ziel ist es, den Halt der Zahnprothese zu verbessern, am häufigsten im zahnlosen Unterkiefer mit min. 2, besser aber mit 4 Implantaten. Im Oberkiefer braucht es aufgrund der weicheren Knochenstruktur min. 4 Implantate die meist über Stegverbindung für die Prothesenverankerung miteinander verbunden sind. Eine Sofortbelastung ist aufgrund der hohen Primärstabilität möglich, wobei bei einem nicht herausnehmbaren Zahnersatz  min. 6-8 Implantate eingesetzt werden sollten.

Zahnimplantate bei stark reduzierter Bezahnung

Bei stark reduzierter Bezahnung braucht es eine Vermehrung der Zahnpfeiler durch Zahnimplantate, auf die der Zahnersatz abgestützt wird.

Durch Zahnimplantate besteht die Möglichkeit, einen festsitzenden Zahnersatz, der nicht herausgenommen werden kann einzusetzen. Die Zahl der Implantate kann damit teilweise limitiert werden, so dass wegen den Zahnimplantate-Kosten nicht für jeden verlorenen Zahn ein Implantat eingesetzt wird, was das Beste für den Kieferknochen wäre, damit keine Knochenrückbildung erfolgt und der Kiefer nicht schwindet. Bei vielen Menschen sind die Preise der Zahnimplantate eine Kostenfrage, so kann die Basisbrücke als festsitzende Zahnbrücke oder abnehmbare Zahnbrücke die auf Brückenpfeilern ruht, eine gute Lösung sein.

Bei Einzelzahnimplantaten werden alle Zähne bei der Implantatversorgung mit Implantatkronen als fester Zahnersatz 1:1 ersetzt.

Zahnloser Kiefer, reduzierte Bezahnung, Implantat

Bei der Einzelzahnversorgung wird für jeden verlorenen Zahn ein Implantat gesetzt.

Zahnimplantate bei grosser Zahnlücke

Wenn mehrere Zähne in einer Reihe fehlen, so sind Einzelimplantate die eleganteste und beste Implantat-Lösung, um eine schönen Zahnbogenform mit weissen Zähnen wieder herzustellen.

Beim Einzelzahn-Implantat wird jeder Zahn auch bei einer grossen Zahnlücke einzeln ersetzt und die ursprüngliche Zahnsituation genau wieder hergestellt. Wenn drei oder mehr Zähne direkt nebeneinander fehlen, kann diese grosse Zahnlücke wegen den Implantat-Kosten auch durch eine Implantatgetragene Brücke ersetzt werden. Dabei werden die die Zahnkronen als Brückenzwischenglieder stabil miteinander verbunden auf einem oder zwei Implantaten befestigt, denn als Brückenpfeiler kann auch ein gesunder Zahn mit Krone benutzt werden. Wenn die Heilphase (Einheilzeit) abgeschlossen ist, kann auf den Implantaten oder Zahnkronen die Zahnbrücke dauerhaft fixiert werden. Ein Zahnimplantat und ein natürlicher Zahn können gemeinsam für eine grosse Zahnlücke als Pfeiler benutzt werden, um Zähne als fester Zahnersatz zu ersetzen, wobei man von einer Hybrid-Brücke spricht. Die Hybridbrücke ist eine Zahnbrücke, die über einem natürlichen Zahn und einem Zahnimplantat eingesetzt wird, denn unter Hybrid versteht man in der Technik ein System, bei dem zwei Technologien miteinander kombiniert werden. Die Hybridbrücke wird als Kombinationsbrücke oder als Verbundbrücke bezeichnet, wenn diese Zahntechnik Gebündelt, Gekreuzt oder Gemischt ist. Wenn Zahnimplantate oder natürliche Zähne zum Fixieren von einem herausnehmbaren Zahnersatz dienen, wird von einer Hybridprothese gesprochen.

Kosten Zahnimplantate

Durch die Sanierung von Zahnruinen
stieg schon mancher Zahnarzt
in den Geldadel auf

Fachberatung Zahnmedizin