Zahnimplantate, künstliche Zahnwurzeln / Zahnimplantation

Zahnimplantate

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Wenig Kieferknochen

Wenn der Kieferknochen zu wenig Knochensubstanz für eine Zahnimplantation aufweist, ist ein Knochenaufbau notwendig, um den Implantaten einen festen und sicheren Halt zu verschaffen.

Die Knochensubstanz vom Kieferknochen bleibt nur erhalten, wenn der Knochen durch den Zahn oder das Zahnimplantat natürlich belastet wird.

Wenig Kieferknochen für Implantat Zahnimplantat

Für die Verankerung vom Zahnimplantat braucht es genügend Kieferknochen, der durch einen Kieferknochenaufbau mit Eigenknochen oder Fremdknochenmehl wieder aufgebaut werden kann, denn Kieferknochen wächst nach.

Kieferknochenschwund

Der Kieferknochen geht verloren durch Zahnverlust und durch Zahnfleischerkrankungen oder Zahnkrankheiten wie bei einer Zahnnerventzündung was im Volksmund vielfach als „Zahnentzündung“ bezeichnet wird.

Wenig Kieferknochen entsteht hauptsächlich darum, weil der Körper den Kieferknochen nach Zahnverlust abbaut, da er nur das versorgen möchte, was in Funktion ist und nicht der Arm im Gips, so schwinden auch die Muskeln wie auch der Kieferknochen, wenn diese Teile vom Körper nicht mehr gebraucht werden. Wird der Kiefer durch die Zähne im Kieferknochen oder Zahnimplantate nicht belastet, fehlt die funktionelle natürliche Belastung auf den Kieferknochen, sodass der natürliche Stoffwechsel nicht mehr angeregt wird, wenn Kaukräfte nicht mehr auf den Kieferknochen übertragen werden. Es ist darum wichtig, dass die Zahnlücke im Gebiss, nach Verlust der Zähne infolge Zahnunfall oder Zahnkrankheit mit einem Sofortimplantat wieder versorgt werden, spätestens nach ca. 4 Monaten. Wenn die Implantologie erst nach einem Jahr in Erwägung gezogen wird, können die Folgen vom Kieferknochenschwund durch Knochenregeneration und Aufbau vom Zahnfleisch (Zahnfleischaufbau) meist wieder ausgeglichen werden, womit höheren Implantat-Kosten für die Implantatbehandlung entstehen. Wenn keine Implantate gesetzt werden und der Kiefer mit einer Zahnprothese versorgt wird, geht der Knochenschwund weiter, da Prothesen der Mundschleimhaut aufliegen und die Kaukräfte auf die breite der Schleimhaut überträgt und nicht in den Kieferknochen. Die Rückbildung vom Kieferknochen erfolgt nicht immer sofort und ist von Mensch zu Mensch verschieden. Ein Kieferknochenschwund kann die Gesichtskonturen und damit die Gesichtsästhetik verändern und zugleich auch gesunde Zähne gefährden. Auch die psychologische Wirkung einer Totalprothese darf nicht unterschätzt werden, denn für viele Menschen symbolisiert die Vollprothese das Alter. Wenn alle Zähne fehlen, stellt eine auf Zahnimplantaten verankerte festsitzende Brücke die beste Lösung dar, denn auf die Implantate können Druckknöpfe oder anderen Halteelemente montiert werden, damit eine Totalprothese im Zahnlosen Kiefer einen stabilen Halt bekommt. Zahnprothesen auf Implantaten erhalten einen sicheren Halt, wo in den meisten Fällen vier Implantate im zahnlosen Kiefer gesetzt werden, sodass schmerzhafte Druckstellen beim Kauen verhindert werden können und der Gaumen im Oberkiefer frei bleibt von Prothesenmaterial, sodass man das Essen wieder unbeschwert geniessen kann.

Was, wenn zu wenig Kieferknochen für Zahnimplantate vorhanden ist?

Wenn zu wenig Kieferknochen vorhanden ist, muss der Kieferknochen vor oder während der Implantation aufgebaut werden.

Grundsätzlich kann man mit Zahnimplantaten alle Zähne ersetzen, einzelne, mehrere oder ein ganzes Gebiss, wobei ein Implantat  immer fest im Kieferknochen verankert sein muss. Eine Altersbeschränkung für Zahnimplantate gibt es nicht, sofern der Kiefer ausgewachsen ist, was mit ca. 19 Jahren der Fall ist. Allergien gegen das Implantatmaterial Titan kommt selten vor und bei Keramik gar nicht. Um die Einheilung vom Zahnimplantat zu erreichen, muss das Zahnimplantat beim Setzen allseits von einem Mindestmass von 1 – 2 mm Kieferknochen umgeben sein. Am zahnlosen Kieferknochen kommt es durch Funktionsverlust zu durch Stoffwechselveränderungen, wo es durch lokale entzündliche Reize zu Knochenverlust und zur Abnahme an Knochenqualität kommt, womit ein optimales Implantatlager dann nicht zur Verfügung steht. Abhängig vom Ausmass des knöchernen Abbaus müssen vor oder beim Setzen von Zahnimplantaten Knochendefekte rekonstruiert werden. Ziel vom Knochenaufbau ist es, den Zahnimplantaten einen festen und sicheren Halt zu geben, so durch Augmentation, Sinuslift, Knochenspreizung und Knochenverlängerung. Zum Knochenaufbau stehen körpereigene (autogene) Knochentransplantate aus verschiedenen Spenderregionen und als Alternative unterschiedliche Knochenersatzmaterialien zur Verfügung. Wenn der Kieferkamm vom Zahnpatient aufgrund anatomischer Gegebenheiten oder Knochenabbau durch Zahnverlust weniger als 8 mm hoch und 5 mm breit ist, muss zwingend ein Knochenaufbau (Augmentation) gemacht werden. Bei einer Augmentation wir Knochen oder Knochenersatzmaterial zwischen Kieferknochen und der Mundschleimhaut eingelagert, damit der Zahnersatz genügend Halt findet, so bei Zahnimplantaten oder auch Zahnprothesen. Die Kieferchirurgie bietet vielfältige Behandlungsmethoden an, um den Unterkiefer oder Oberkiefer zu verbreitern oder zu erhöhen. Je nach Methode (Knochentransplantation, Knochenspreizung, Knochenersatzmaterial) ist eine Abheilzeit im Kiefer ohne Zähne notwendig. 

Wenn vorhandener Kieferknochen für Zahnimplantate nicht ausreicht?

Zähne belasten den Kiefernknochen auf natürliche Weise und können so verhindern, dass sich der Kieferknochen zurückbildet.

Wenn die Zähne fehlen, fehlt auch die Belastung auf den Kieferknochen was automatisch zu Knochenverlust führt und das Einsetzen von Zahnimplantaten erschwert und gleichzeitig Zahnimplantate-Kosten in die Höhe treibt. Auch wenn wenig Kieferknochen vorhanden ist, können Implantate gesetzt werden, denn eine solide Knochenbasis lässt sich normalerweise in einem ambulanten Eingriff mit Eigenknochen oder Knochenersatzmaterialien aufbauen. Zähne und Zahnimplantate haben gemeinsame Feinde, das ist zu wenig Kieferknochen durch Knochenschwund, das Zähneknirschen und Zähnepressen wo zu starke Kräfte auf den Kieferknochen wirken, sowie Bakterien, die bei Implantaten wie bei natürlichen Zähnen in unmittelbarer Nähe um den Zahn oder die Zahnimplantate, Entzündungen auslösen können. Die Implantatsysteme mit grosser Oberfläche (durch grossen Durchmesser) können den Druck wie natürliche Zähne im Kieferknochen aufnehmen und verteilen, doch wegen dem anatomischen Unterschied und der starren Verbindung im Gegensatz zur Einkeilung der Zahnwurzeln im Zahnbett vom Alveolarfortsatz sind Implantate auf Zähneknirschen etwas diffiziler als Zahnwurzeln. Da bei Zahn zum Zahnimplantat ein anatomischer Unterschied besteht, ist bei Zahnimplantaten die Implantatpflege sehr wichtig, ansonsten ein Implantatverlust entsteht.

Zahngesundheit beim Mensch

Die Gesundheit der Zähne ist wichtig, denn langes zuwarten mit der Zahnsanierung kann beim Mensch für die Funktion vom Gebiss zu einem Problem werden. Die Zähne dienen nicht nur der Gesichtsästhetik, denn Zähne haben eine wichtige Funktion bei der Aussprache und bei der Nahrungszerkleinerung, die Auswirkungen auf den ganzen Körper hat.

OPTI-DENT Fachberatung Zahnmedizin für Zahngesundheit