Zahnimplantate, künstliche Zahnwurzeln / Zahnimplantation

Zahnimplantate

Zirkonimplantate aus Zirkonoxid

Zirkonimplantate die es in verschiedenen Varianten gibt sind metallfrei, wie auch Zirkon-Zahnersatz der sich im Besonderen wegen der Zahn-Ästhetik etabliert hat.

Zahnimplantate aus Keramik werden im Volksmund meist als Zirkonimplantate bezeichnet, auch wenn es sich um Zirkonoxid-Keramikimplantate als Zirkonimplantat-System mit guter Biokompatibilität handelt, das eine Keramikart ist, die keinerlei metallische Eigenschaften aufweist und sehr einfach ausgedrückt, ein gepresster Sand mit sehr hoher Festigkeit ist.

Die ersten Zirkonoxidimplantate wurden in den siebziger Jahren eingesetzt, doch diese Zahnimplantate wurden seit Ende der achtziger Jahre wegen der Bruchgefahr kaum mehr benutzt bis sich das Hochfeste Yttrium-stabilisierte Zirkoniumdioxid als chemisches Element für Dental-Implantate etabliert hatte.

Zirkonimplantate Zirkonoxid, Zahnimplantat 

Heute wird vielfach auf Zirkon als Implantatmaterial wegen kosmetischen Problemen beim Zahnfleischrückgang gesetzt.

Zirkonzahnersatz hat sich als metallfreies Dentalmaterial seit Jahren wegen der Zahn-Ästhetik und Gesichtsästhetik auch als Implantat-Lösung etabliert.

Keramiken zeichnen sich durch die Bioästhetik und eine dem Titan vergleichbare Gewebsverträglichkeit aus, die Knocheneinheilung (Osseointegration) entspricht jedoch nicht der Geschwindigkeit von Titanimplantaten. Zirconiumdioxid als ein nichtmetallischer, anorganischer Werkstoff ist eine Hochleistungskeramik, der für Zahnimplantate verwendet wird, denn Keramikimplantate aus Zirkonium-Keramik liefern bessere Ergebnisse als Dental-Implantate aus Titanlegierungen, auch wenn Titan und seine Verbindungen natürlicher Bestandteil vom Organismus sind. Zirkonimplantate als "Bioästhetischer Zahnersatz" setzten sich immer mehr durch, auch wenn die Zahnimplantate-Kosten etwas höher sind als bei Titan-Implantaten.

Zirkonoxid als Implantat

Zirkonoxid als Implantat wegen der weissen Farbe bei bioästhetischer Zahnbehandlung sehr interessant in ästhetisch heiklen Zonen.

Das Keramik Zahnimplantat ist nicht nur interessant wegen der Bioästhetik, denn die Bruchfestigkeit der Zirkonoxid-Keramiken ist dreimal höher als bei Titan. Die Zirkonimplantate bestehen meist aus einem Stück und sind weiss, was ein grosser Vorteil sein kann, wenn das Zahnfleisch um das Zirkonimplantat zurückgeht weil es sehr dünn ist, sieht man keine schwarze Oberfläche wie beim Titanimplantat. Zirkonoxid wird in verschiedenen Bereichen der Zahnmedizin angewendet da Zirkonoxid metallfrei ist und an der Oberfläche wie beim Zahnimplantat eine geringere Plaqueanlagerung stattfindet. Zirkonoxid-Keramiken gibt es schon länger Zeit für Hüftprothesen wie auch als Zahnersatz für Zahnkronen als  und Zahnbrücken. Da das Zirkon-Implantat meist einteilig ist und aus einem Stück bestehen, geht eine gewisse Flexibilität von der künstlichen Zahnwurzel verloren. Somit kann die Situation im Mund nicht immer nachgeahmt werden, denn die Zähne im natürlichen Kiefer stehen meist nicht wie Soldaten da. Aus yttriumstabilisiertem Hochleistungskeramik können heute nicht nur einteilige Implantate sondern zweiteilige Keramikimplantat hergestellt werden, sodass die Zirkon-Implantate bzw. Zirkonoxid-Keramikimplantate als zweiteilige Systeme eine vergleichbare Anwendung wie Titanimplantate finden. Die Formung vom Abutment beim zweiteiligen Zahnimplantat stabilisiert das Weichgewebe und verhindert seine Rückbildung, wobei es damit dauerhaft zur perfekten Weichgewebe-Ästhetik beiträgt. Für zweiteilige Keramikimplantate das konische Implantate sind gibt es zur Abutmentverbindung die verklebbare Rotationssicherung, damit durch die Verschraubung kein ungewolltes lockern vom Abutment entstehen kann. Bei den Implantat-Kosten gibt es aber wesentliche Unterschiede von den Titanimplantaten zu den Zirkonoxid-Keramikimplantaten die sich aus den Materialeigenschaften von Zirkonoxid und therapeutischen Strategien ergeben. Die ersten Zahnimplantate aus Keramik waren die "Tübingerimplantate" oder "Münchnerimplantate" die anfänglich im Jahre 1975 als Sofortimplantate verkauft wurden und von einer Misserfolgsquote gekennzeichnet waren. Die enossalen Tübinger-Implantate waren aus einer chemisch reinen Aluminiumoxydkeramik.

Zirkonoxid-Zahnimplantat

Das Zirkonoxid-Zahnimplantat ist ein Keramikimplantat das aufgrund der weissen Farbe als Implantat in ästhetischer Hinsicht sehr interessant ist.

Die meisten der verwendeten Dentalimplantate bestehen aus hochreinem Titan, da der Dentalwerkstoff Titan "Gewebefreundlich" bzw. "Biokompatibel" ist und mit dem Kieferknochen einen sicheren Verbund bildet. Die Keramikimplantat-Systeme aus dem Werkstoff Zirkoniumdioxid (Zirkonoxid) sind relativ neu auf dem Markt, auch wenn es früher Dentalimplantate aus Aluminiumoxid-Keramik die Tübinger Sofortimplantate gab, die ebenfalls biokompatibel waren aber wegen ihrer geringen Biegefestigkeit häufig unter Belastung brachen. In den Jahren 1998 bis 2000 entwickelte ein Deutscher und ein Schweizer Zahnarzt das weltweit erste zugelassene und zertifizierte metallfreie Keramik-Implantat Z-Systems, welches aus dem Werkstoff Zirkonoxid hergestellt wird, denn nebst seiner grossen Festigkeit ist es biokompatibel. Metallfreie Zirkonimplantate von Z-Systems die natürlich weiss sind, ergeben eine hochästhetische und zuverlässige Implantatversorgung durch abgesichert wissenschaftliche Beweise sowie durch ausgezeichnete klinische Ergebnisse wie bei den Titanimplantaten. Heute bilden diese Dental-Implantate ein bewährtes, sicheres Verfahren für eine bessere Lebensqualität ist, denn diese Dentalimplantate sind seit 2001 im Einsatz. Zirkoniumdioxid wird auch zur Fabrikation von Küchenmessern, industrieller Schneidwerkzeuge und thermomechanisch stark beanspruchter Teile in der Automobilindustrie und Flugzeugindustrie verwendet.

Zirkoniumdioxid für ästhetische Zahnkonstruktionen

Zirkoniumdioxid wird dank seiner grossen Festigkeit und Biokompatibilität nicht nur für Zahnimplantate eingesetzt sondern in der Medizin auch für Gehörprothesen, Fingerprothesen und Hüftprothesen verwendet, wie auch Operationsinstrumente aus Keramik bestehen können.

In der Zahnmedizin wird Zirkoniumdioxid wegen seiner guten Bioverträglichkeit für Stifte, Kronenversorgung und Brückenversorgungen und für Zahnimplantate verwendet, denn Implantat-Vorteile sind gross, wo hingegen der "Preise Zahnimplantate" gegenüber Titan auch sehr hoch ist. Die Zahnfarbe vom Zirkoniumdioxid und die biotechnischen Charakteristiken erlauben die Herstellung von biokompatiblen und ästhetischen Zahnkonstruktionen und Implantat-Rekonstruktionen mit gutem Implantat-Erfolg. Um das Langzeitverhalten (Lebensdauer Implantat) von Zirkonoxid-Implantaten bzw. Dentalimplantaten aus Keramik zu untersuchen, wird seit Mitte 2003 eine durch die Ethikkommission der Landeszahnärztekammer Baden-Württemberg genehmigte Studie an der Bodensee Zahnklinik durchgeführt. Die Studie ist auf 7 Jahre ausgelegt, wobei im halbjährlichen Rhythmus Recall Untersuchungen erfolgen. Die Überlebensrate des eingepflanzten (inserierten) Zirkonoxid-Zahnimplantats liegt bei über 98 Prozent, was bedeutet, dass das Implantat-Risiko bei guter Implantat-Planung sehr klein ist. Die Einheilung der Zirkon-Implantate in den Kieferknochen wird vom Zahnarzt als Osseointegration bezeichnet. Aufgrund der Untersuchungsergebnisse ist die Einheilungszeit vom Zirkonimplantat im Vergleich zu den Titanimplantaten etwas länger. Die einteiligen Zirkonimplantate werden sofort provisorisch oder mit Zahnersatz versorgt, denn ein gedecktes Einheilen wie bei Titanimplantaten ist nicht möglich. Die Biokompatibilität der Dentalkeramiken muss immer auch im Zusammenhang mit den notwendigen Hilfsstoffen zum Befestigen des Zahnersatzes bzw. Kunststoffe oder Zemente gesehen werden.