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Zahn und Zähne

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Zahngrössen

Bei jedem Mensch sind die Zähne vor der Geburt im Kiefer angelegt, wo die Zahnform und Zahngrösse im Gebiss der Milchzähne und bleibenden Zähne je nach Funktion unterschiedlich gross sind, was von mehreren Genen beeinflusst wird.

Der Zeitpunkt vom Zahndurchbruch und die Reihenfolge, in der die Zähne durchbrechen, sind sehr unterschiedlich und individuell, was von der Gebissentwicklung abhängig ist. Ein schönes Gebiss und die Zahnentwicklung in den ersten Lebensjahren mit schönen Zähnen in einer optimalen Zahnbogenform und Zahngrössen sind abhängig vom Erbgut. Die Zahngrösse bzw. Zahnlänge und Zahnbreite werden bereits im Erbgut bestimmt, wie auch dass die Zähne in nur einer Gebissreihe (Zahnreihe) angeordnet sind, verdankt der Mensch dem Gen, was nicht immer optimal Gegeben ist, sodass es zum Fehlen der bleibenden Zähne kommen kann und man die kleinen Milchzähne behalten muss. Wenn die Gene der Zähne beschädigt sind, kann dies eine ganze Reihe von Zahnproblemen und späteren Kieferproblemen mit Kiefergelenkschädigung bedeuten, so kann dies Missbildungen der Zahnkronen und fehlenden Zahnschmelz zur Folge haben. Wenn nach einem Zahnunfall mit Milchzähnen die Zahnkeime der bleibenden Zähne beschädigt sind, kann dies ebenfalls zu einer ganze Reihe von Zahnproblemen führen, denn als Zahnkeim bezeichnet man das Entwicklungsstadium vom Zahn im Kiefer.

Zahnlänge, Zahnbreite

Breite Zähne haben bei schmalem Kiefer in der Zahnreihe oft zu wenig Platz, sodass es zu einem Zahnengstand kommt.

Wenn ein Missverhältnis zwischen Kieferbreite und Zahngrösse vorliegt, spricht der Zahnarzt meist von Zahnstellungsanomalien. Damit ein Platzmangel entsteht, können die Zähne überdurchschnittlich breit sein oder der Kiefer (Alveolarfortsatz) zu schmal sein. Bei einer gleichförmig angeordneten Zahnreihe entsteht normal kein Zahnengstand, sofern die neu durchbrechenden Zähne mit normaler Zahngrösse im Kiefer genügend Platz haben.

Quadratische Zähne im Zahnbogen wirken unästhetisch und vermitteln nicht das Gefühl mit verkürzten Zähnen von Schönheit, weshalb die Zahngrösse und das Verhältnis von Zahnlänge und Zahnbreite für die Gesichtsästhetik wichtig ist.

Zahngrösse, Zahnlänge, Zahnbreite, Zahnwurzel

Bei der Zahnkosmetischen Grösse der Zahnkrone besteht für eine gute Zahnästhetik normal ein Verhältnis der Länge von 1: 0.75 bis 0.80 Breite.

Als Kronen-Wurzel-Quotient wird das Verhältnis der Zahnlänge, die im Knochen steckt, zur Länge vom Zahn, der aus dem Kieferknochen ragt bezeichnet.

Als Zahngrösse wird beim Mensch meist die Länge vom Zahn verstanden bzw. die Länge zwischen Schneidekante resp. Höckerspitze und der Zahnwurzelspitze die aber altersabhängig schwankend und sehr individuell sein kann, denn mit zunehmenden Alter werden die Zähne durch Abrasion und Wurzelresorption kürzer, die Breite der Zähne bleibt aber mit zunehmenden Alter gleich. Die Länge der Zähne ist ca. 3 Jahre nach dem Zahndurchbruch am grössten. Die Zahnlänge reduziert sich bei älteren Zahnpatienten bis zu einem gewissen Grad durch den Verlauf vom Zahnfleischsaum (Gingivasaum), der sich im Alter durch die geringere Haltefunktion vom Parodont zurückzieht, denn das Parodontium (Parodont) ist das Gewebe die den Zahn im Kieferknochen verankert bzw. das Zahnbett. Zum Parodont gehört das Zahnfleisch, der Kieferknochen, die Wurzelhaut (Desmodont) als Zahnwurzelhaut und der die Zahnwurzel bedeckende Wurzelzement. Das Zahnfleisch als Teil von der Mundschleimhaut ist kragenförmig an die Zähne angelegt und kann sich mit zunehmendem Alter zurückziehen, so dass der Zahn als Länger erscheint. Durch die Abrasion der oberen mittleren Schneidekanten von den Schneidezähnen kann dies zu einem unästhetischen Schneidekantenverlauf führen. Bei der Länge der Zähne spielt die Gesichtsform, die von der Schädelform beeinflusst wird eine bedeutende Rolle, denn vielfach widerspiegelt sich dies in der Länge der Zähne. Die Schneidezähne im Unterkiefer sind am kürzesten und die Eckzähne im Oberkiefer am längsten, weshalb sie auch als Augenzähne bezeichnet werden. Der Augenzahn der auch Hundezahn genannt wird, ist der 3. und längste Zahn in jedem Quadranten vom Milchzahngebiss (Milchgebiss) und vom Dauergebiss (bleibenden Gebiss).

Breite der Zähne

Die durchschnittliche Breite der mittleren Schneidezähne beträgt im Oberkiefer 8,3 mm bis 9,3 mm und die Länge der oberen mittleren Schneidezähne beträgt ca. 10,4 mm bis 11,2 mm.

Durch die Zahnkronenlänge im Zahngebiss ergibt sich auch ein Verhältnis zur Länge der Zahnwurzel von 1:2. Bei der Grösse der Zahnkrone der oberen mittleren Schneidezähne gibt es kosmetische Vorteile wenn die Zahnkronenlänge zur Zahnkronenbreite in einem Verhältnis von ca. 1:0.8 steht bzw. die Zahnbreite 80 % der Zahnlänge betragen. Die Breitenverhältnisse auf alle oberen Frontzähne bezogen sollte vom seitlichen Schneidezahn zum mittleren Schneidezahn ca. 1:1,6 und vom seitlichen Schneidezahn zum Eckzahn 1:0,6 betragen. Das Verhältnis der Zahnlänge vom Zahn der im Kieferknochen steckt, zur Länge vom Zahn, der aus dem Kieferknochen herausragt, wird als Kronen-Wurzel-Quotienten bezeichnet. Bei der Schmelz-Zement-Grenze beginnt die Länge der Zahnwurzel bzw. die Länge der Wurzel vom Zahn, beginnt unterhalb der Kronenpulpa bis zur Wurzelspitze und ist abhängig von Zahngruppe, Alter, Schädelform.

Zahngrösse

Bei den Zahngrössen nennt man abnorm kleine Zähne Mikrodontie und übermässig grosse Zähne Makrodontie.

Zahngrössen sind nicht genormt und lassen bei der Beurteilung fliessende Übergänge zu, denn es gibt normal grosse Zähne, auffällig kleine Zähne oder auch sehr grosse Zähne. Die Zahngrösse ist sehr Individuell und stark schwankend, denn die normale Zahngrösse wird von mehreren Genen beeinflusst. Zahngrössen sind stark altersabhängig, denn bei Kleinkindern (Kinderzähne) nimmt die Zahngrösse bzw. auch die Zahnlänge mit 2 bis 3 Jahre nach dem Zahndurchbruch zu. Bei der Zahngrösse wird die Länge zwischen der Schneidekante bzw. Höckerspitze und der Wurzelspitze gemessen. Schneidezähne sind am kürzesten im Unterkiefer und die Eckzähne (Augenzahn) im Oberkiefer am längsten. Bei zunehmendem Alter wird die Zahngrösse bzw. Zahnlänge durch Wurzelresorption und den Abrasions-Zähnen kleiner bzw. kürzer. Neben der altersabhängigen Zahngrösse bzw. Zahnlänge spielt auch die Gesichtsform und Schädelgrösse eine Rolle, denn die Kopfgrösse spiegelt sich häufig in der Länge der Zähne wieder, wobei das Verhältnis Zahnkronenlänge zur Zahnwurzellänge normal ca. 1/3 zu 2/3 besteht.

Zahnbreite und Kieferbreite

Die meisten Zahnfehlstellungen sind durch Platzmangel im Kiefer bedingt, denn von der Anatomie her sind vielfach die Zähne zu breit für den Kiefer, sodass ein Engstand (Zahn-Engstand) besteht und Weisheitszähne nicht durchbrechen können (Weisheitszahnprobleme) oder eine Weisheitszahnentfernung erfolgen muss.

In vielen Fällen sind Zahnfehlstellungen angeboren, im Besonderen die Form vom Unterkiefer ist genetisch festgelegt resp. begünstigt ist durch Erbanlagen, so dass ein zu kleiner Unterkiefer oder ein zurückliegender Unterkiefer zum Vorbiss als Okklusionsanomalie führen kann. Wenn man als Kind einen kleinen Kiefer erbt und dazu grosse Zähne vom anderen Elternteil vererbt bekommt führt dies zum Zahnengstand, denn Zahngrösse und Kiefergrösse können unabhängig voneinander vererbt sein, so dass ein Missverhältnis entstehen kann, was zu Zahnfehlstellungen und Abweichungen der Zahnstellung führen kann.