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Zahn und Zähne

Zahnbett der Zähne

Das Zahnbett ist der Zahnhalteapparat (Parodontium) der die Zähne trägt.

Das Zahnbett wird meist Zahnhalteapparat oder Parodontium genannt, sorgt für eine nicht völlig starre Verbindung zu den Zähnen, denn die Zähne sind nicht fest im Kiefer verkeilt.

Zahnbett Zahnhalteapparat Parodontium Zähne

Das Zahnbett verbindet den Zahn mit dem Kieferknochen resp. den Alveolen im Alveolarfortsatz wozu auch das hellrosa Zahnfleisch mit glänzender Oberfläche (Gingiva) gehört, sofern das Zahnfleisch gesund ist.

Zahnhalteapparat, das Zahnbett

Der Begriff Zahnbett wurde durch das Wort Zahnhalteapparat ersetzt.

Das Zahnbett, auch Zahnhalteapparat oder Parodontium genannt, ist das funktionelle Verankerungssystem der Zähne und ist eine nicht völlig starre Verbindung, denn die Zähne vom Mensch sind nicht fest im Kieferknochen verkeilt. Zum Zahnbett bzw. Zahnhalteapparat als Parodontium gehört das Zahnfleisch (Gingiva), die Wurzelhaut (Desmodont) und der Kieferknochen. Die Zahnwurzelhaut besteht aus tausenden von Sharpey Fasern, die den Zahn mit dem umgebenden Kieferknochen fest verbinden. Sharpey Fasern sind zur Zahnwurzelhaut gehörenden und aus Kollagen bestehende Fasern, die mit dem Zement der Zahnwurzel wie auch mit dem Zahnfach im Kieferknochen verwachsen sind. Für die Funktion vom Zahnhalteapparat sind diese "Kollagene Fasern" zwischen Zahnzement (Wurzelzement) und Knochenfach gelagerten Fasern von grosser Bedeutung, denn Zähne sind nicht starr verankert, Zähne lassen sich bewegen. Zähne können durch die Fasern geringfügig nachgeben, denn sie sind federnd im Kiefer verankert bzw. im Knochenfach (Alveole) aufgehängt, ansonsten man Zahnfehlstellungen durch Zug mit Zahnspangen in der Kieferorthopädie nicht korrigieren könnte.

Faserapparat Zähne

Der Zahnhalteapparat (Zahnbett) wird auch als Faserapparat bezeichnet, da die Zähne in der Alveole bzw. im knöchernen Zahnfach über einen kollagenen Faserapparat, im Besonderen durch die Sharpeysche Fasern aufgehängt sind.

Der Faserapparat besteht aus Faserstrukturen zur Befestigung von Zähnen und besteht hauptsächlich aus Kollagen (Collagen) bzw. Kollagene Fasern, denn in der Wurzelhaut (Periodontium) verlaufen auch kleine Blutgefässe und Lymphgefässe. Der Kieferknochen wird durch den Faserapparat der auch als Wurzelhaut bezeichnet wird, vor mechanischer Zerstörung geschützt, denn die Fasern der Wurzelhaut sind so ausgerichtet, dass alle auf den Zahn einwirkenden Kräfte in Zugkräfte umgewandelt werden. Der Parodont besteht aus Zahnfleisch (Gingiva), knöchernem Zahnfach (Alveole bzw. Alveolen), Wurzelhaut oder Faserapparat (Desmodont) und dem Zahnzement. Desmodontalspalt ist ein Bereich der Verbindungsstrukturen zwischen Zahn und AlveolarknochenZementoblasten sind spezialisierte Bindegewebszellen, die den Wurzelzement für den Zahn (Dens) als Faserzement bilden.

Elastischer Faserapparat als Zahnbett

Der Zahn ist nicht fest verwachsen mit dem Kieferknochen, sondern mit Hilfe vom elastischen Faserapparat im Zahnfach (Alveole) im Zahnbett aufgehängt resp. der Zahn ist durch das Einkeilen (Gomphosis) im Zahnfach verankert und somit leicht beweglich, denn Zähne bewegen sich.

Durch den Faserapparat kann verhindert werden, dass der Zahn bricht, wenn man beim Kauen auf einen harten Gegenstand beisst oder wenn den Zahn anschlagen wird. Die Bindegewebsfasern bestehen aus Kollagen-Faserbündeln (Sharpey-Fasern) und überbrücken den kleinen Spalt zwischen dem Zahnzement der Zahnwurzel und der Wand vom Zahnfach. Der Zellfreie Wurzelzement ist ein Faserzement mit Sharpey Fasern und als Zahnwurzelhaut (Desmodont, Periodontium, periodontales oder parodontales Ligament, Alveolardentalmembran) wird das Bindegewebe vom Zahnhalteapparates (Zahnbett) bezeichnet. Desmodont wird auch als Periodontalligament oder Parodontalligament bezeichnet.

Zahnfleisch gehört zum Zahnbett

Das Zahnfleisch (Gingiva) gehört zum Zahnbett und bedeckt den Kieferknochen und umschliesst die Zähne wie ein eng anliegendes Strumpfband.

Die Zahnzwischenräume bzw. die kleinen Lücken zwischen Zähnen sind durch das Zahnfleisch mit dem Zahnfleischkragen resp. durch die Papillen ausgefüllt, so dass die Zähne vor Verschmutzungen geschützt sind.

Die Interdentalpapille ist das spitz zulaufende Zahnfleisch in den Zahnzwischenräumen und wird als Zahnfleischspitze bezeichnet.

Zahnbett, Zahnhalteapparat, Zahnfleischspitze

Zwischen Zahn und Zahnfleisch gibt es eine freie Zone (Sulcus) von ein bis drei Millimetern im gesunden Zahngebiss.

Wenn der Sulcus grösser als drei Millimeter ist, spricht man von einer Zahnfleischtasche, die ein Anzeichen für eine beginnende Parodontitis sein kann.

Das gesunde Zahnfleisch ist hellrosa und hat eine glänzende Oberfläche, wo sehr kleine Einziehungen zu erkennen sind.

Zahnbetterkrankung

Die Gingivitis kann sich zur Parodontitis als Zahnbettentzündung entwickeln, eine ernstzunehmende Erkrankung vom Zahnbett (Zahnbetterkrankung).

Zahnbetterkrankung, Zahnfleischbluten, Zähne

An Zahnbetterkrankungen leiden viele Menschen und wird vielfach Parodontose (Parodontitis) genannt.

Ist das Zahnfleisch entzündet, ist es dunkelrot, geschwollen und gespannt, so dass das Zahnfleisch beim Zähne putzen auch bluten kann.

Bei unbehandelter Zahnfleischentzündung wandert die Entzündung an den Zähnen entlang in das Knochenfach vom Alveolarfortsatz (Zahnbett), das den Zahn wie ein Fundament festhält. Zahnbettschwund ist als Parodontose eine nicht entzündlich bedingte Zahnbetterkrankung bzw. eine Erkrankung vom Zahnhalteapparat (Parodontium) mit einem langsam fortschreitenden Schwund von Zahnfleisch und Kieferknochen, der zu Zahnlockerung und Zahnverlust führt. Bei der Parodontose ist noch keine Entzündung vorhanden, die Entzündung vom Zahnfleisch (Gingivitis) bzw. Zahnfleischentzündung kann aber folgen. Die Ursachen für den Zahnbettschwund sind vielfach genetischbedingt wie auch altersbedingt, vielfach geht der Parodontose jedoch eine chronische entzündliche Erkrankung vom Zahnhalteapparat voraus. Parodontose führt längerfristig zur Rückbildung vom Zahnfleisch und zur Lockerung der Zähne, wo Zähne dann meist als Wackelzähne bezeichnet werden (Zahnlockerung), was zu Zahnverlust führen kann. Die Parodontitis ist eine chronische Entzündung vom Zahnbett, die Zahnfleisch und Stützgewebe angreift und zerstört. Auf diese Weise wird der Zahn aus seiner Verankerung gelöst und kann ausfallen (Zahnausfall). Der Verlauf der Krankheit ist von der Veranlagung, aber auch von sorgfältiger Mundhygiene abhängig. Parodontitis-Schäden sind im Gegensatz zur Gingivitis sehr viel schwieriger zu behandeln.