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Weisheitszahndurchbruch

Wenn Weisheitszähne beim Durchbrechen Probleme machen, haben sie als letzte im Kiefer durchbrechende Zähne meist nicht genügend Platz, so dass sie in die falsche Richtung wachsen und die Nachbarzähne schädigen können.

Weisheitszähne befinden sich weit hinten, wo der Weisheitszahndurchbruch wegen Platzmangel entweder gar nicht oder nur teilweise erfolgt.

Weisheitszahn-Durchbruch, Platzmangel Zahn

Bei vielen Menschen gibt es im Besonderen im Unterkiefer für die die Weisheitszähne zu wenig Platz, da die Weisheitszähne am Kiefernwinkel sitzen und kein Weisheitszahndurchbruch erfolgt, sodass gesundheitliche Probleme durch die Weisheitszähne entstehen können.

Weisheitszähne

Die Weisheitszähne entwickeln sich als letzte Zähne im Oberkiefer und Unterkiefer.

Die Weisheitszähne werden beim Mensch vielfach vorsorglich entfernt, da diese als Stockzähne beim Wachstum schwerwiegende Komplikationen verursachen können. Weisheitszähne nennt man die hintersten Zähne im Oberkiefer und Unterkiefer bzw. die Achten Zähne von der Mitte an gezählt. Ein Weisheitszahndurchbruch ist der Durchbruch vom letzten Zahn der Mundhöhle und erfolgt meist ab dem 16. Lebensjahr. Oft geschieht dieser Durchbruch wegen Platzmangel im Kiefer unter erschwerten Bedingungen oder es kommt überhaupt nicht zum Zahndurchbruch, bei Weisheitszähnen meist auf Grund von Zahnverlagerung und oder auch Retention als Funktionsstörung im Kauorgan. Oftmals sind die Weisheitszähne impaktiert und am Durchbruch verhindert, denn bei vielen Zahnpatienten ist der Kiefer nicht gross genug für die Aufnahme der Weisheitszähne.

Zahndurchbruch der Weisheitszähne

Der Zahndurchbruch der Weisheitszähne ist häufig gestört durch Platzmangel im Kiefer und auch falscher Achsenrichtung bei der Zahnentwicklung und Gebissentwicklung (Zahnknospe) vom Zahnkeim.

Zahnkeime der Weisheitszähne bleiben teilweise oder vollständig im Kieferknochen stecken, ohne die Kauebene erreichen zu können und müssen entfernt werden (Zahnkeimentfernung). Möglich ist auch, dass nur die Weisheitszähne im Oberkiefer oder nur im Unterkiefer durchbrechen. Wenn "Zahnentzündungen" an den Weisheitszähnen nicht erkannt und entsprechend behandelt werden, kann dies zu weiteren Kieferknochenentzündungen führen, was ein höchst komplexer Prozess durch das Abwehrsystem vom Körper gegen Angriffe aller Art ist. Die Entzündung als Abwehr ist stets eine Reaktion auf krankmachende Reize, wie Fremdkörper oder Gifte, durch die Gewebe und oder auch Zellen geschädigt werden. Wie ausgeprägt die Entzündung ausfällt ist abhängig von der Stärke, der Dauer sowie Anzahl und Intensität der angreifenden Reize. Das Ziel einer Entzündung wie die "Entzündliche Erkrankungen vom Zahnfleisch" ist stets, den Verursacher und seine Folgen aus dem Körper zu beseitigen.

Beschwerden durch Weisheitszahn

Wegen Platzmangel bzw. Zahnengstand in einem zurückgebildeten Kiefer kommt es besonders bei den unteren Weisheitszähnen häufig zu Beschwerden während einem Teildurchbruch und äussert sich vorwiegend durch einen reduzierten Allgemeinzustand, Vergrösserung der lokalen Lymphdrüsen, Schwellungen und damit verbundener Kieferklemme, sowie einer lokalen Schleimhautentzündung.

Die Mundpflege ist im Bereich teilretinierter Weisheitszähne meist erschwert, sodass eine kariöse Zerstörung des Weisheitszähne oder auch der benachbarten zweiten Molaren erfolgen kann. Ebenso kann es an der Durchtrittsstelle vom Weisheitszahn-Durchbruch zu chronischen Zahnfleischentzündungen oder schmerzhaften Abszessen kommen. Auch im Kiefer liegende retinierte Weisheitszähne können grosse Beschwerden bereiten, indem sie auf die Zahnwurzel vom davor liegenden Zahn drücken und dadurch unklare Gesichtsschmerzen bzw. sympathischen Zahnschmerz bis und mit Ohr verursachen. Als retiniert bezeichnet man einen Zahn, der noch nicht zu seinem normalen Durchbruchszeitpunkt in der Mundhöhle erscheint. Beim Weisheitszahn beobachtet man häufig, dass nur ein teilweiser Durchbruch erfolgt und im Mund nur die Hälfte von der natürlichen Zahnkrone erscheint. Nicht ganz durchbrochene Weisheitszähne können wiederkehrende Zahnfleischentzündungen verursachen, was zum Rückgang der Zahnhaltestrukturen führen kann. Um die Zahnkrone herum können sich schmerzhafte Schwellungen entwickeln mit kaum zugänglichen Zahnfleischtaschen, sodass es bei Problemen und Beschwerden durch Weisheitszahn besser ist, den Weisheitszahn entfernen zu lassen, im Besonderen wenn der Weisheitszahndurchbruch nicht ganz erfolgt ist.

Entzündetes Zahnfleisch bei Weisheitszahn

Nicht vollständig durchgebrochene oder eingestellte Weisheitszähne sind vielfach die einzigen Gebiete von Zahnfleischentzündungen im ansonsten gesunden Gebiss.

Das Zahnfleisch in der Umgebung vom Weisheitszahn ist häufiger entzündet und es können Zahnsäckchen entstehen, das bindegewebige Umhüllungen der Zahnkrone während der Zahnbildung sind. Die hinteren Flächen der dritten Molaren weisen bei nicht vollständig durchgebrochene oder eingestellte Weisheitszähne häufig bei jungen Zahnpatienten eine stark erhöhte Sondierungstiefe mit entsprechendem Befall pathogener Mikroorganismen in den Zahnfleischtaschen auf, was eine chronische Entzündung im Mund bewirkt. Retinierte Weisheitszähne sind nicht selten Ursache von Zysten und aus der Zyste kann sich dann auch ein Tumor entwickeln. Bei Zysten (Granulome) handelt es sich um gefüllte Hohlräume mit Flüssigkeit, die sich im Kieferknochen unbemerkt ausdehnen und den Alveolarfortsatz dabei zerstören können.

Weisheitszähne können ein nützliches Kauelemente sein.

Bei vollständigem Durchbruch und in korrekter Position können die Weisheitszähne ein nützliches Kauelement für Kaufunktion und Kauvorgang sein.

Wenn ein Weisheitszahn bis zum 25. Lebensjahr noch nicht durchbrochen hat und in der Mundhöhle erscheint, wird er meist nicht mehr durch das Zahnfleisch hindurchtreten. In sehr seltenen Fällen sind hinter den Weisheitszähnen noch überzählige Weisheitszähne zu verzeichnen, die als Distomolaren oder auch neuner genannt werden.

Weisheitszahn entfernen

Wenn der Weisheitszahn nicht in korrekter Position steht, muss eine chirurgische Entfernung bzw. eine Weisheitszahnentfernung vorgenommen werden.

Um Komplikationen zu vermeiden sollte man mit der Weisheitszahnentfernung, wenn Weisheitszahn Probleme bereitet, nicht zu lange abwarten, denn je älter man wird, desto schwieriger wird dieser Eingriff, denn Weisheitszähne sind wegen ihrer anatomischen Lage nur schwer zugänglich und weisen im Verhältnis zu anderen Zähnen häufig bei den Zahnmerkmalen abnorme Wurzelkrümmungen auf. Bei Weisheitszähnen im Unterkiefer besteht häufig eine enge Beziehung zum Mandibularkanal, wo sich ein Ast vom Mandibularnerv (ein Trigeminusnerv) befindet und vielfach von den Zahnwurzeln umwachsen ist, sodass Schädigungen auch bei vorsichtigem Operieren meist vorübergehend auftreten können. Mandibularanästhesie ist die Betäubung vom Unterkiefernerv an der Nerveneintrittstelle in den Unterkiefer, denn Mandibula bedeutet Unterkiefer. Retinierte Weisheitszähne können tief und quer verlagert im Kieferknochen liegen. Bei grösseren chirurgischen Eingriffen können Schwellung, Schmerzen und Wundheilungsstörungen entstehen. Verlagerte Weisheitszähne können zu neuralgieartigen Schmerzen im Gesichtsbereich führen und müssen auch darum entfernt werden. Vor der Anfertigung von umfangreichem Zahnersatz wie Zahnbrücken und Zahnprothesen sollten impaktierte Weisheitszähne entfernt werden, denn "Impaktierte Zähne" sind Zähne, die nicht oder noch nicht ganz in den Mundraum gelangt sind.