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Zahn und Zähne

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Zahnentwicklung

Bei der Zahnentwicklung beim Baby und bei Erwachsenen spielt die breite vom Zahnkiefer während dem Entwicklungsprozess mit der Zahngrösse eine wichtige Rolle, damit alle Zähne im Kiefer Platz finden.

Ein Nachweis der Zahnanlagen ist 1-2 Jahre vor Zahndurchbruch und bei Weisheitszähnen zwischen dem 8. und 9. Lebensjahr durch Röntgen möglich.

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Die Zahnknospe bei der ontogenetischen Entwicklung der Zähne besteht aus drei Teilen, dem Zahnschmelz-Organ, der Zahnpapille und dem Zahnfollikel.

Kinderzähne

Auch wenn wir am Anfang vom Leben noch niemandem die Zähne zeigen können, angelegt sind die Zähne schon im Babymund, denn die Zahnentwicklung beginnt in der Gebärmutter mit der Entwicklung von Zahnknospen, die eine Grundlage für die Milchzähne sind.

Die Zahnentwicklung beginnt bereits ca. am 40. Tag nach der Befruchtung. Wie beim menschlichen Wachstum, kann die Ernährung auch einen positiven Effekt auf die Entwicklung der Zähne haben. Die ontogenetische Entwicklung der Zähne beginnt in der späten Embryonalperiode und ist ein komplexer Prozess, bei dem Zähne aus embryonalen Zellen entstehen und in den Mund wachsen. Während der Embryonalentwicklung müssen Zahnschmelz, Dentin, Wurzelzement und das Periodontium bzw. die Wurzelhaut entwickeln, damit menschliche Zähne eine gesunde orale Umgebung vorfinden, was im Volksmund als Zahnentwicklung bezeichnet wird. Ab der sechsten bis achten Woche vor der Geburt entsteht das Milchgebiss und die Entwicklung der bleibenden Zähne beginnt in der zwanzigsten Woche für das spätere Zahngebiss. Wenn in dieser ungefähren Zeitperiode keine Entwicklung der Zähne erfolgt, findet diese nicht mehr statt weil für den Prozess das Gewebe vom Kiemenbogen vorhanden sein muss, denn aus dem ersten Kiemenbogen (Mandibularbogen) entstehen Teile vom Gesicht wie Oberkiefer, Unterkiefer und Gaumen.

Zahnanlage für Gebiss

Die Zahnanlage ist die Vorstufe vom Zahn mit Schmelzorgan (Zahnglocke), Zahnpapille und dem Zahnsäckchen.

Das Schmelzorgan (Zahnschmelz-Organ) wird als Organon "Enamelum" bezeichnet und besteht aus einem äusseren und einem inneren Schmelzepithel, dem Schmelzretikulum sowie der Zwischenschicht die als Stratum intermedium bezeichnet wird. Enamelum die äusserste Schicht vom Zahn und bedeutet Zahnschmelz, der im Bereich der Zahnkrone dem Dentin aufliegt. Der Schmelz ist ein Gewebe, das die Zahnkrone bedeckt und somit den sichtbaren Anteil vom Zahn darstellt und Schmelzdefekte werden durch Erkrankungen oder Medikamente in der Schwangerschaft angelegt oder können genetisch bedingt sein. Auch das Stadium bis zur Bildung der Zahnhartsubstanz, also Zahnkrone aus Zahnschmelz und Dentin ist unter dem Begriff Zahnschmelz-Organ zu verstehen. Die Zahnglocke wird nach aussen durch das äussere Schmelzepithel gegen das mesenchymale Zahnsäckchen abgegrenzt. Die innere Oberfläche der Zahnglocke wird durch das hochprismatische innere Schmelzepithel ausgekleidet, das der Zahnpapille aus dichtem Mesenchym zugewandt ist. Zwischen dem inneren und äusseren Schmelzepithel befindet sich die SchmelzpulpaDysodontie ist die Fehlbildung in der Zahnanlage bei der Vorstufe vom Zahn. Ein röntgenologischer Nachweis der Zahnanlagen ist 1-2 Jahre vor Zahndurchbruch (Dentition) und bei Weisheitszähnen zwischen dem 8. und 9. Lebensjahr möglich. Dysplasie ist die Fehlbildung, Fehlgestaltung bzw. Unterentwicklung von einem Organ oder Gewebe mit unzureichender Differenzierung und als Zahndysplasien werden Fehlentwicklungen der Zähne infolge von Wachstumsstörungen oder durch Vererbung bezeichnet. Dysodontie sind Fehlbildungen in der Zahnanlage und unter Dystonie bezeichnet man eine Abweichung von Normwerten beim Spannungszustand der Muskeln oder Gefässen. Unter "Muskulären Dysbalancen" wird ein Ungleichgewicht und eine verstärkte Muskelverkürzung zwischen Agonist als Spieler und Antagonist als Gegenspieler verstanden. Dysgnathie ist die „Anlagebedingte Fehlentwicklung“ der Kiefer in Form und Lage und als Dysfunktion versteht man eine Funktionsstörung vom Zahn.

Kieferentwicklung und Zahnentwicklung

Massgebend für schöne Zähne in schöner Zahnbogenform ist bei der Entwicklung der Zähne die Gebissentwicklung beim Kind (Kinderzähne), denn Missverhältnisse zwischen Kiefergrösse, Kieferbreite und Lageposition der Zähne zueinander sind vielfach die Ursache für schiefer Zähne.

Das Kieferwachstum wie auch das Gesichtswachstum steht in Beziehung zum allgemeinen Körperwachstum und gilt erst im Alter von 20 Jahre als abgeschlossen. Das Wachstum vom Kiefer entwickelt sich parallel zu den anderen Skelettknochen, doch der Unterkiefer wächst bis zum neunzehnten Lebensjahr mit abnehmender Intensität, wenn das Kieferwachstum vom Oberkiefer mit etwa zwölf Jahren meist bereits abgeschlossen ist. Die Entwicklung vom Alveolarknochen wird parallel zur Zahnentwicklung von Wachstumspausen unterbrochen. Bei der Entwicklung der Zähne (Odontogenese) kann es zu unterschiedlichen Abnormalitäten (Bissanomalien) kommen, im Besonderen wenn Zahnbreite und Kieferbreite ein Missverhältnis aufweisen, so dass es zu Okklusionsanomalien und Abweichung der Zahnstellung kommen kann. Damit Zähne optimal funktionieren, müssen sie nach einem ganz bestimmten Muster der Verzahnung ineinander greifen, was sie nur können, wenn alle Zähne mit der Zahngrösse im Kiefer Platz finden. Möglich ist auch, dass die Zähne zu klein oder zu wenig breit sind, um den Zahnbogen vollständig auszufüllen. Auch verlagerte Zähne oder fehlende Zähne können im Gebiss Lücken erzeugen. Meist ist im Zahnbogen aber zu wenig Platz, sodass ein Zahnengstand besteht, wenn nicht alle Zähne in der Zahnreihe Aufnahme finden und die Zähne sich verdrehen oder ausweichen (Zahnfehlstellungen). Der Alveolarknochen und die Kieferbasis bilden zusammen den Kieferknochen, entwickeln sich zeitlich aber unterschiedlich, denn der Alveolarknochen wächst parallel mit der Entwicklung der Zahnwurzeln und Zahnkronen. Die horizontale Ausdehnung vom Alveolarfortsatz nimmt mit der Entwicklung der Zahnkronen zu und endet mit der Entwicklung der Weisheitszähne, doch entstehen vielfach Weisheitszahnprobleme wenn der Kiefer zu schmal ist, was eine Weisheitszahnentfernung notwendig machen kann.

Zweitmeinung für Zahnersatz

Wer sich über die  Wahl an Zahnersatz vor einer Zahnsanierung unsicher ist, sollte sich eine Zweitmeinung bei einem anderen Zahnarzt einholen, denn beim Zahnersatz gibt es verschiedene Möglichkeiten mit unterschiedlichen Kosten für Zahnersatz (Zahnarzttarife). Bei der Zahn-Prothetik stellt sich immer die Frage ob ein fester oder abnehmbarer Zahnersatz (Zahnersatz-Prothetik) besser ist, doch das kann nicht generell beantwortet werden da es von der Situation im Munde abhängig  ist wie auch vom Patientenwunsch.