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Zahn und Zähne

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Zähne sind im Zahnbett

Zähne im Zahngebiss sind beim Mensch in einer Zahnbogenform angeordnet und der einzelne Zahn durch das Zahnschema (Gebissschema) gekennzeichnet.

Die einzelnen Zähne befinden sich im Zahnbett und helfen mit, das komplexe Kausystem in Funktion zu halten, denn wenn nur ein einzelner Zahn verloren geht, bewegen sich die Nachbarzähne in die Zahnlücke.

Zähne sind wichtig für die Gesundheit

Zähne sind verantwortlich für eine deutliche Aussprache und zuständig für die Nahrungsaufnahme.

Zahn und Zähne im Gebiss

Schöne weisse Zähne im Gebiss sind in der heutigen Gesellschaft ein Zeichen von Schönheit und Gesundheit, wobei die Frontzähne im Oberkiefer bei der Zahn-Ästhetik eine wichtige Rolle spielen, da beim Lachen hauptsächlich nur die oberen Zähne zu sehen sind.

Menschen die gegenüber sitzen, schauen bei einem erstmaligen treffen meist zunächst auf die Zähne und die Gesichtsästhetik, denn nicht umsonst sagt man im Volksmund, "Zähne machen Gesichter". Wer an der Zahnfarbe oder Zahnform leidet, sollte seine Zähne dem Zahnarzt zeigen und die Therapien mit ihm besprechen.

Kinderzähne sind kleiner als Erwachsenenzähne

Kinderzähne sind kleiner als beim Erwachsenen und der Zahnschmelz von Milchzähnen ist etwas dünner, doch Kinderzähne sind genauso wichtig wie die Erwachsenen-Zähne, auch wenn sie Platzhalter für die bleibenden Zähne sind.

Kinderzähne die als Milchzähne bezeichnet werden sind kleiner und im Kindergebiss sind weniger Zähne vorhanden, da der Kiefer beim Kind zu schmal ist, für die bleibenden grossen Zähne. Milchzähne haben eine wichtige Platzhalterfunktion für die bleibenden Zähne, denn die ersten bleibenden Backenzähne wachsen an den letzten Milch-Backenzähnen hoch. Wenn diese Milchzähne durch eine Zahnkrankheit zu früh ausfallen, haben die neuen Backenzähne keinen Halt und kippen zu weit vorne, sodass sie später kieferorthopädisch behandelt werden müssen. Wenn sich eine Entzündung an der Wurzelspitze vom Milchzahn entwickelt, können Schäden an Zahnkeimen entstehen, die zu Zahnverfärbungen oder Zahn-Missbildungen der bleibenden Zähne führen können. Bei vorzeitigem Zahnausfall der Milchzähne im Frontzahnbereich vom Oberkiefer, kann die Sprachentwicklung für S- und Z-Laute beeinträchtigt sein, sodass es zum Lispeln kommt, wenn sich die Zunge zu weit nach vorn bewegen kann. Ein ständiges bewegen der Zunge kann auch zu einem offenen Biss (falscher Biss) nach dem Zahnwechsel führen, so dass sich die oberen und unteren Schneidezähne sich nicht berühren können.

Beim Kleinkind bildet sich ein Milchgebiss das 20 Milchzähne beinhaltet, das bleibendes Gebiss besteht aus 32 Zähnen, denn beim Baby oder Kleinkind sind die Kiefer noch nicht so gross, um die bleibenden Zähne aufnehmen.

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Beim Mensch bildet sich im Laufe des Lebens zunächst ein Milchgebiss mit 20 Milchzähnen, das beim Heranwachsen durch das bleibende Zahngebiss mit 32 bleibenden Zähnen ersetzt wird.

Der Mensch verfügt im Kieferknochen normalerweise über gesamthaft 32 Zähne.

Ein Erwachsener hat 28 Zähne und evt. 4 Weisheitszähne. Das Gebiss setzt sich aus 8 Schneidezähnen, 4 Eckzähnen und 16 Backenzähnen zusammen. Die Zähne stehen in der Regel lückenlos aneinandergereiht. Die Zahnreihe im Oberkiefer bildet ein Halboval und die vom Unterkiefer eine Parabel. Beim Zubiss beissen die oberen Frontzähne geringfügig über die unteren Schneidezähne. Die Backenzähne haben jeweils mit zwei im Gegenkiefer liegenden Zähnen Kontakt.

Nicht alle Menschen haben gleich viele Zähne.

Der Mensch hat nicht immer 32 Zähne, einzelne oder mehrere Zähne können nicht angelegt sein, was als Hypodontie bezeichnet wird.

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Möglich ist aber auch, dass eine Überzahl von Zähnen vorhanden sind, was als Hyperdontie bezeichnet wird.

Gesunde Zähne

Beim Menschen ist die primäre Aufgabe der Zähne das Zerkleinern der aufgenommenen Nahrung.

Gesunde Zähne sind wichtig, denn Zähne sind die erste Station vom Verdauungstrakt und dienen der Aufnahme, der Zerkleinerung und dem Weitertransport von Nahrung. Zähne machen die enthaltenen Nährstoffe für den Körper verwertbar und bereiten die Nahrung für die Verdauung vor. Zähne zerkleinern die Nahrung unter Befeuchtung durch den Speichel, sodass ein weicher Brei entsteht, der durch die Speiseröhre in den Magen gleitet. Gutes Kauen mit den Zähnen durch die Kaumuskelatur erleichtert dem Magen die Arbeit, doch Voraussetzung dafür sind gesunde Zähne.

Zahnarten

Zahnarten nach Zeitpunkt vom Zahndurchbruch

 Milchzähne (Dentes decidui) als Platzhalter für bleibende Zähne.
 Bleibende Zähne (Dentes permanentes) "Wechselgebiss" nach dem Zahnwechsel (Nachwuchszähne).

Zahnarten nach Stellung und Ort im Gebiss

Zähne haben im Zahnbogen eindeutige Zahnmerkmale, die es ermöglicht, anhand der Zahnform zu bestimmen, welche Position der Zahn im Gebiss eingenommen hat. Zähne haben eine Zahnnummer, eine Art „Hausnummer in der Mundhöhle“ nach der Zahnformel bzw. Gebissformel, also ein Zahnschema für die Milchzähne (Milchgebiss) und ein Zahnschema für die bleibenden Zähne im Dauergebiss.

 Schneidezähne (Dentes incisivi, Incisivi), dünne scharfe Zähne zum Abbeissen
 Eckzähne (Dentes canini, Canini), scharfe spitze Zähne für das Festhalten und Zerreissen 
 Vormahlzähne (Dentes praemolares, Prämolaren) zum Halten und Zerquetschen
 Mahlzähne (Dentes molares, Molaren) zum Kauen und Zermahlen

Die verschiedenen Zahnarten werden unterscheiden, Schneidezähne und Eckzähne bilden die Frontzähne, Vormahlzähne und Mahlzähne die Seitenzähne bzw. Backenzähne.

Zähne, Menschlichen Gebiss, Erwachsenengebiss

Der Zahn ist ein in einem Kiefer wurzelndes Gebilde bzw. ein Hartgebilde das zur Nahrungsaufnahme in die Mundhöhle ragt. Die Zähne sind das Beiss und Kauwerkzeug und sorgen für die mechanische Zerkleinerung der Nahrung. Jeder Zahn besteht aus der Zahnkrone, dem Zahnhals und einer oder mehreren Zahnwurzeln.

Aufbau vom Zahn

Aufgebaut ist der Zahn durch die im Kiefer steckende Zahnwurzel worauf der Zahnhals Nahtlos auf die sichtbare Zahnkrone übergeht.

Zahn, Zähne, Zahnaufbau, Zahnarten, ZahnbettDer Zahnaufbau besteht im Wesentlichen von aussen nach innen betrachtet aus drei Schichten. Die oberste Schicht von der Zahnkrone ist der Zahnschmelz und im Zahnwurzelbereich der Zahnzement. Das Grundgerüst bildet das Dentin-Bein das als Zahnbein bezeichnet wird, denn das Zahnbein ist im gewissen Sinne der Zahnknochen. Im Inneren vom Zahnbein befindet sich die Zahnhöhle (Pulpa) mit der blutgefässreichen Gewebemasse, die mit dem Zahnnervengewebe als Zahnmark bezeichnet wird.

Zahn als Lebewesen

Ein Zahn ist ein lebendiges Wesen und fühlt Hitze, Kälte und sanfte Berührungen oder harten Druck.

Der Zahn kann Zahnschmerzen verursachen oder sich wohlfühlen, im Besonderen wenn eine gute Zahnpflege erfolgt. Betrachten sollte man die Zähne als "Lebewesen" die gepflegt werden wollen, denn mit täglichen Streicheleinheiten durch die Zahnbürste können Zahnerkrankungen vermieden werden. Zähne sind lebendige Gebilde, denn lebende Zähne werden mit Blutgefässen versorgt, ansonsten es sich um tote Zähne handelt. Zähne haben auch einen „Zahnnerv“ bzw. Nervengewebe (Pulpa in der Zahnhöhle) der gereizt werden kann und damit Zahnschmerzen auslöst. Die Zahnpulpa wird vielfach als Zahnmark in der Zahnmarkhöhle bezeichnet und besteht aus verschiedenen Geweben die der Ernährung von einem vitalen bzw. lebenden Zahn und als Wahrnehmung zum Ergreifen dient.


Aufgaben der Zähne

Die Zähne beim Mensch haben viele verschiedene Aufgaben, wo jeder Zahn im Gebiss mithelfen kann, die Nahrung zu zerkleinern, damit unter Mithilfe von Mundspeichel der weiche Brei durch die Speiseröhre in den Magen gleiten kann.

Die Zähne im Mund haben viele und unterschiedliche Aufgaben, denn die Schneidezähne schneiden mit gewaltiger Kraft die Nahrung wie eine Schere auseinander, die spitzen Eckzähne können Nahrungsteile herausreissen und die breiten Backenzähne zermahlen die Nahrung zu Brei wie Mühlsteine.

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Die Milchzähne im Milchzahngebiss haben bereits eine wichtige Aufgabe, denn sie werden zunächst zum Kauen und Abbeissen benötigt und nicht nur als Platzhalter für die bleibenden Zähne gebraucht.

Primäre Aufgabe der Zähne

Die Zähne haben viele Aufgaben, denn jeder einzelne Zahn im Gebiss hilft mit, das komplexe Kausystem in Funktion zu halten.

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Das Zahngebiss beim erwachsenen Menschen besteht mit den Weisheitszähnen aus 32 Zähnen, acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht Backenzähne, acht Mahlzähne, vier Weisheitszähne.

Die primäre Aufgabe der Zähne ist das Fassen, Zerkleinern und Zermahlen der aufgenommenen Nahrung.

Für diese Aufgaben sind verschiedenartige Zähne gewachsen und entsprechend ihrer Aufgabe haben Zähne verschieden Formen und Zahnmerkmale, so die Schneidezähne, Eckzähne und Backenzähne. Die Zähne im Oberkiefer und Unterkiefer arbeiten bei optimalem Zusammenspiel im Zehntelmillimeterbereich zusammen, so arbeiten die Schneidezähne wie eine Schere und zerschneiden die Nahrung, die Eckzähne haben eine Funktion als Zange zum Festhalten und Zerreissen der Speisen und die Backenzähne Zermahlen das Essen wie ein Mühlstein.

Die Mahlzähne leisten mit grossen Kaudruck durch die starke Kaumuskelatur die erste Vorarbeit im Verdauungstrakt.

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Unter Befeuchtung durch den Speichel wird die zerkleinerte Nahrung zu einem weichen Brei, der durch mithilfe der Zunge in die Speiseröhre und weiter in den Magen gleitet.

Für diese Vorarbeit „gutes Kauen“ braucht es gute, gesunde Zähne die dem Magen die Arbeit erleichtert.

Zahnbelastung

Jeder Zahn muss im Laufe unseres Lebens ungeheuer viel leisten.

Im Leben zerkleinern wir riesige Berge der verschiedensten Nahrungsmittel. Die Kräfte, denen ein Zahn standhalten muss liegt zwischen 150-300 N (15 – 30 kg), im Extremfall bis zu 1000 N (100 kg), doch dafür hat die Natur Zähne mit einem soliden Zahnaufbau vorgesorgt.

Aufgabe vom Zahn ist nicht nur Beissen

Zähne sind nicht nur für die Gesichtsästhetik gewachsen, denn sie sind nebst der Nahrungsaufnahme beim Menschen auch zum Sprechen, Lachen, Singen und Musizieren notwendig.

Aufgabe Zähne, Sprechen, Singen Musizieren

Gesunde, ästhetisch perfekte Zähne sind Ausdruck von Vitalität, Fitness und Jugend, die weder beim Essen noch beim Sprechen stören dürfen und müssen jederzeit schmerzfrei sein und zuverlässig ihre Aufgaben zu erfüllen.

Beschwerdefrei Zubeissen

Damit man sorglos und beschwerdefrei Zubeissen kann, muss bei der Zahnbehandlung grossen Wert auf eine präzise Kauflächengestaltung im ganzen Zahngebiss gelegt werden, denn Zähne sind zum Essen, Beissen, Kauen, Sprechen, Singen und auch am Schlucken beteiligt.

Eine korrekte Zahnstellung begünstigt eine saubere Lautbildung, denn der Unterkiefer, die Zunge, die Zähne und die Lippen gehören zu den Artikulationsorganen, die für eine verständliche Sprache wichtig sind. Das Zusammenwirken aller Einzelelemente vom gesamten Kauorgan wie Oberkiefer und Unterkiefer mit korrekt aufgestellten Zähnen mit präzise ausgearbeitete Kauflächen ist wichtig, denn zu den die Funktion der Kauflächen gehört das Zerschneiden und Ertasten von Speisen. Das funktionelle hochpräzise Zusammenwirken der Bewegungen vom Unterkiefer und Oberkiefer als Partner mit allen Zähnen ist wichtig, denn daraus resultieren auch die Zahnbelastung und die Belastung auf die Kiefergelenke und somit auch auf den ganzen Körper. Der präzise Abstand resp. Kontakt der Zähne im Oberkiefer und Unterkiefer schützt die Kiefergelenke, denn der Kiefer wird bei Bewegung optimal abgestützt, sodass die Gelenke vom Kiefer geschont werden können was auch bei der Implantatprothetik bei Zahnimplantaten sehr wichtig ist, damit die Überlastung der Implantatpfeiler vermieden werden kann.

Aufgabe der Milchzähne

Zähne müssen nicht nur schön sein, denn sie dienen hauptsächlich der Nahrungszerkleinerung und werden auch zum Sprechen gebraucht.

Zähne dienen zum Abbeissen und Kauen der Nahrungsmittel, aber auch zur Lautbildung beim Sprechen. Die Hauptaufgabe der Zähne ist die Nahrungsaufnahme, Zerkleinerung, Abbeissfunktion (Schneidezähne), Festhaltefunktion (Eckzähne) und Mahlfunktion sowie Sprechfunktion. Zähne müssen also nicht nur schön sein, sie werden auch zum Sprechen gebraucht und stehen in engster Verbindung mit der Sprache. Um Laute korrekt aussprechen zu können, im Besonderen „S“- und „Zisch“-laute haben wir in den ersten 10 – 12 Lebensjahre unsere Muttersprache täglich gelernt bzw. geübt. Damit ist eine innige Einheit mit den ganz persönlichen Zahnpositionen zur Lautbildung entstanden. Die Milchzähne sind milchig weiss während die Bleibenden Zähne zwischen hellweiss und bräunlich bis gelblich oszillieren können, denn die Zahnfarbe der bleibenden Zähne im bleibenden Gebiss sind von Natur aus etwas dunkler als die Milchzähne.

Das Milchzahngebiss besteht aus:

 vier Schneidezähnen im Oberkiefer
 vier Schneidezähnen im Unterkiefer
 zwei Eckzähnen im Oberkiefer
 zwei Eckzähnen im Unterkiefer
 vier Mahlzähnen im Oberkiefer
 vier Mahlzähnen im Unterkiefer


Zahnschmelz schützt den Zahn

Im Bereich der Zahnkrone schützt der Zahnschmelz als härteste Substanz vom Körper den Zahn vor Zahnabrieb.

Der Zahnschmelz ist die äusserste Schicht an der Zahn-Oberfläche und stellt die äusserste harte Schutzhülle vom Zahn als Zahnbeschichtung dar. Der Schmelz ist ein sehr widerstandsfähiges Gewebe, das von aggressiven Säuren aus der Nahrung angegriffen und beschädigt werden kann.

Die oberste Schicht vom Zahn ist der Zahnschmelz, der der als Schmelzüberzug dem Zahn seine besondere Härte gibt, denn Schmelz ist die härteste Substanz im Körper und besteht aus prismenförmigen Mineralsalzen, die neben Calcium und Phosphat im Besonderen Fluor enthält.

Zahnschmelz Enamelum Zahn Zahnbeschichtung

Unter dem Zahnschmelz ist das Dentin (Zahnbein) und darunter das Zahnmark (Pulpa / Nervengewebe)

Zahnschmelz

Zahnschmelz als härteste Substanz im menschlichen Körper schützt die Zähne vor der Zerstörung.

Der Zahn wird durch den Zahnschmelz geschützt, denn ein Zahn ist im Laufe des Lebens grossen Belastungen ausgesetzt. Der Zahnschmelz ist zwar die härteste Substanz des menschlichen Körpers und ist frei von Nerven und Blutbahnen, aber nicht unangreifbar, im Besonderen gegen Säuren die in Früchten, Fruchtsäften etc. vorkommt oder auch Säuren aus dem Magen, das den Zahnschmelz weicher macht. Durch Verminderung von Zahnschmelz entsteht das "Loch im Zahn".

Ein gestörtes Gleichgewicht in der Mundhöhle ist die Ursache für faule Zähne, denn der Zahnschmelz ist ständig zwei gegenläufigen Prozessen ausgesetzt, so Zerstörung und Auflösung (Demineralisierung) einerseits, Reparatur (Mineralisierung) andererseits.

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Zahnprobleme treten häufig auf infolge Zahnkaries und in Form von Zahnerosion, begleitet von Zahnschmelz-Abbau.

Die Verminderung des Zahnschmelzes kann auf mechanischem Weg erfolgen durch Abrasion der Kauflächen bei Zähneknirschen oder zu häufigem und kräftigem Zähneputzen im Rahmen der Zahnpflege sowie durch stark scheuernde Zahnpasten. Der Zahnschmelz kann auf verschiedene Weise zerstört werden, vielfach aber durch säurehaltige Getränke oder beim Erbrechen. Wenn zu schnell nach dem Erbrechen oder nach dem Konsum von säurehaltigen Getränken die Zähne geputzt werden, kann der aufgeweichte Zahnschmelz angegriffen und zerstört werden. Der chemische Prozess als Zahnschmelzkiller wie durch säurehaltige Nahrungsmittel, führt beim Zahnschmelz zur Erosion und damit zur Zahnerkrankung. Um gegen angreifende Säuren auf den Zahnschmelz vorzugehen, können zuckerfreie Kaugummis eine Hilfe sein. Wenn der Zahnschmelz ruiniert ist, leidet man oftmals unter schmerzempfindlichen Zähnen und empfindlichen Zahnhälsen, was sich im Alltag beim Essen und beim Zähneputzen bemerkbar macht.

Zahnschmelz als natürliche Zahnbeschichtung

Zahnschmelz (Enamelum) ist die natürliche Zahnbeschichtung und ist die oberste Schicht der Zahnkrone wo es keine Nerven und Blutbahnen hat.

Enamelum bedeutet Zahnschmelz, es ist die äusserste Schicht vom Zahn und liegt im Bereich der Zahnkrone dem Dentin wie eine Hülle auf dem Zahn auf. Der Zahnschmelz der Zähne ist beim Mensch ein wichtiger Bestandteil, denn der Schmelz schützt vor Angriffen und Zerstörung durch Säure und macht die Zähne unempfindlich gegen Kälte. Die Zahnbeschichtung (Schmelz) ist die härteste Substanz, die man im Körper haben kann, denn es ist ein emailartiger bzw. eine emailartige Struktur als, widerstandsfähiger Überzug vom Dentin im Kronenteil vom Zahn und widersteht selbst stärksten Kräften. Der Zahnschmelz nutzt sich wie das Zahnfleisch mit zunehmendem Alter ab, es dünner und die Zahnfarbe und Zahnform verändert sich im Laufe der Zeit. Das Zahnbein unter dem Zahnschmelz wird mit dem Alter durch das durchschimmern vom Dentin stärker sichtbar und lässt die Zähne gelblich und dunkler erscheinen. Mit zunehmendem Alter können sich im dünner werdenden Zahnschmelz durch den Feuchtigkeitsverlust vom Zahn, Sprünge und mikrofeine Risse im Schmelz bilden, so dass nur Veneers / Lumineers oder eine künstliche Zahnkrone Abhilfe schaffen kann, was der Zahnarzt als Überkronung bezeichnet.

Der Zahnschmelz ist als äusserste Hülle vom Zahn der sichtbare Teil vom Zahn, denn Zahnschmelz bildet die äusserste sichtbare Schicht beim Zahn die direkt über dem Dentin liegt.

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Zahnschmelz ist ausgesprochen stabil und gilt als die härteste Substanz im menschlichen Körper, denn Zahnschmelz besteht hauptsächlich aus Kalzium und Phosphor, die zusammen ein Mineral namens Hydroxylapatit bilden.

Angriff auf Zahnschmelz

Je dünner der Zahnschmelz, umso gelblicher erscheint die Zahnfarbe, da das unter dem Zahnschmelz befindliche Zahnbein (Dentin) dunkler ist.

Je mehr dass der Zahnschmelz der Zahnkrone durch Säure angegriffen wird, umso dünner wird der Zahnschmelz, sodass auch die Zahnfarbe dunkler erscheint. Dauerbelastungen und Säuren über einen längeren Zeitraum können den Zahnschmelz durch unbehandelte Karies, Reflux und Magensäure und den dabei entstehenden Zahnerosionen schädigen. Die Erosion vom Zahnschmelz schreitet besonders fort, wenn der pH-Wert in der Mundhöhle unter 5,5 fällt (Neutral 7.0). Ist der Zahnschmelz einmal geschädigt, kann er vom Körper nicht mehr ersetzt werden, denn der Zahnschmelz ist nicht erneuerbar. Das Schmelzoberhäutchen Pellikel ist ein erworbener, dünner Überzug der Zähne, der vorwiegend aus Bestandteilen vom Speichel besteht. Adamantoblasten sind Zellen, welche für die Schmelzbildung bzw. Entstehung von Zahnschmelz verantwortlich sind. Perikymatien sind die Wachstumsrillen im Zahnschmelz. Der Schmelzüberzug gibt dem Zahn seine besondere Härte, denn Zahnschmelz besteht aus prismenförmigen Mineralsalzen, die neben Calcium und Phosphat besonders Fluor enthalten.

Zahnschmelz im Alter

Wenn Zähne ins Alter gekommen sind, erscheinen Zähne durch die Abnutzung vom Zahnschmelz dunkler, denn der Zahnschmelz als Hülle vom Zahn nutzt sich mit zunehmendem Alter ab und wird dünner.

Der Zahnschmelz als Zahnhartgewebe wird auch als Zahnhartsubstanz bezeichnet, zu dem Dentin und Wurzelzement gezählt werden. Das mineralisierte und harte Gewebe vom Zahn kann sich mit dem älter werden abnutzen, sodass der Schmelz vom Zahn dünner wird oder an gewissen Stellen fehlt. Durch dünnen oder fehlenden Zahnschmelz verändern sich die Zahnfarben, sodass "Gelbe Zähne" oder "Braune Zähne" zum Vorschein kommen, sodass Zähne im Alter dunkler werden. Auch können Zahnwurzeln altersbedingt durch Zahnfleischschwund teilweise frei liegen und nicht vom schützenden Zahnschmelz abgedeckt werden, sodass Zahnverfärbungen entstehen, die durch eine kosmetische Zahnreinigung nicht behoben werden kann. Wenn das Zahnfleisch als Schutz vom Zahnhals oder der schützende Zahnschmelz fehlt, ergeben sich immer Zahnverfärbungen, denn der Zahnschmelz ist von Natur aus am Zahnhals viel dünner als auf der Kaufläche vom Zahn oder um die Kaufläche herum. An freiliegenden Stellen, wo der Zahnschmelz das Zahnbein nicht mehr abdeckt und schützen kann, erscheint der Zahn durch das gelbere Dentin immer dunkler, denn die Zähne bestehen aus drei Schichten. Das Zahnmark (Zahnpulpa) mit den Zahnnerven befindet sich im Innern vom Zahn und wird vom Zahnbein (Dentin) umgeben. Die Zahnkrone als sichtbarer Teil vom Zahn, wird vom sehr harten Zahnschmelz geschützt. Die Zahnwurzel wird wie der Zahnhals vom Zahnfleisch geschützt, sofern keine Zahnfleischrückbildung erfolgt, ansonsten Teile der Zahnwurzel freiliegen wie auch der Zahnhals der auch beim gesunden Zahn immer nur wenig nur sehr wenig Zahnschmelz besitzt. Wenn Zahnschmelz oder das Zahnfleisch am Zahn fehlt, steigt auch das Kariesrisiko und alle Zahnkrankheiten deutlich an. Wen teilweise der Zahnschmelz fehlt oder sehr dünn ist, kann ein Homebleaching für den restlichen Zahnschmelz schädlich sein und wenn der Zahnschmelz gänzlich fehlt, ist es mit dem Aufhellen der Zähne (Bleaching) vorbei, was man auch an den Zahnschmerzen spüren kann, wenn ein starkes Ziehen an den Zähnen wie bei der Zahnerosion durch Säuren aus Lebensmitteln vorhanden ist.


Nervengewebe (Zahnpulpa)

Wenn der Zahnnerv gereizt wird, dient er der Wahrnehmung von Zahnschmerzen, wird aber im Volksmund vielfach mit Zahnmark gleichgesetzt, was nicht ganz richtig ist.

Die Zahnnerven bestehen beim Zahn aus einem Bindegewebe, in dem nebst Lymphgefässen und Blutgefässen auch Nervenfasern liegen, sodass sich eine „Zahn-Entzündung“ durch den Zahnnerv mit zunehmenden Zahnschmerzen bemerkbar machen kann

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Die Blutgefässe sind sehr feingliedrig und sorgen dafür, dass der Zahn mit wichtigen Nährstoffen versorgt wird, wenn aber der Zahn nicht mehr mit Blut versorgt wird, spricht man von einem toten Zahn.

Nervenstränge im Zahn

Zahnnerv ist der umgangssprachliche Begriff für das Zahnmark, welches in der Fachsprache Pulpa genannt wird.

Das Bindegewebe im Zahn schützt die Nervenstränge bzw. die Zahnnerven sowie die Blutgefässe und Lymphgefässe die für den Abtransport der sich im Gewebe befindenden Flüssigkeit sowie den geringer Mengen von Eiweissen verantwortlich ist und sind besonders für das natürliche Abwehrsystem der Zähne sehr wichtig. Die Zahnpulpa liegt geschützt in der (Pulpahöhle), welche von Dentin und Zahnschmelz umgeben ist. Die Pulpa ist extrem empfindlich und kann infolge einer Entzündung (Pulpitis) oder einer Zystenbildung äusserst schmerzen. Pulpitis ist vielfach ein akut auftretender, zunehmender, bohrender oder pulsierender Zahnschmerz, der kontinuierlich zunimmt, der Zahn ist häufig aufbissempfindlich und auch temperaturempfindlich und wird darum im Volksmund als Zahnentzündung bezeichnet.

Entzündung vom Zahnnerv

Eine „Akute Pulpitis“ ist ein stark schmerzhafter Zahn, verursacht durch eine Entzündung der Zahnnerven.

Im Volksmund wird die Entzündung vom Zahnnerv als Zahnentzündung, Zahnnerventzündung, Zahnmarkentzündung oder als Eiterzahn bezeichnet, der Zahnarzt verwendet dafür das Wort Pulpitis oder wenn es den Zahnhalteapparat betrifft Parodontitis. Der Zahnnerv sowie die restlichen Gewebe treten über ein Loch an der Wurzelspitze in den Zahn ein. An der Wurzelspitze vom Zahn ist es eine mikroskopisch kleine Öffnung, durch die kleine Gefässäste und Nervengewebe in den Zahn eindringen. Eine Pulpaentzündung das eine Infektion bzw. "Eitrige Zahn-Entzündung" ist kann eine Vielzahl von Ursachen haben wie Verletzung durch einen Zahnunfall, Risse im Zahn, Zahnwurzelriss, tiefe Zahn-Karies oder wiederholte Behandlungen am Zahn. Als Pulpaabszess wird Absonderung von Eiter in der Pulpa im Verlauf einer Pulpitis purulenta bezeichnet. Die Zahnnerven dienen der Wahrnehmung, so dass man eine Vitalitätsprüfung warm kalt durchführen kann.

Zahnmark

Im Inneren des Zahnes befindet sich das Zahnmark (Pulpa), wobei die Kronenpulpa von der Wurzelpulpa unterschieden wird.

Die Zahnpulpa wird meist als Pulpa oder Zahnmark genannt und besteht aus verschiedenen Geweben die der Ernährung der lebenden Strukturen vom Zahn und der Wahrnehmung bzw. Perzeption dient. Die Kronenpulpa hat kleine Ausläufer die als Pulpahörner bezeichnet werden und die ähnlich angeordnet sind wie die Höcker der Kaufläche. Die Schneidezähne haben ein mesiales und ein distales Pulpahorn. Beim Jugendlichen sind diese Pulpahörner besonders ausgeprägt. Die Wurzelpulpa ist deutlich schmaler als die Kronenpulpa. An der Zahnwurzelspitze hat sie über ein kleines Loch (Foramen apikale) Verbindung zum Alveolarknochen für den Durchtritt von Zahnnerven sowie von Blutgefässen und Lymphgefässen. Die aus lockerem Bindegewebe bestehende Pulpa kann somit das Dentin ernähren, denn solange die Pulpa intakt ist, lebt der Zahn bzw. der Zahn ist vital. Nur die vitale Pulpa hat die Fähigkeit, Dentin neu zu bilden, um so auf äussere Reize zu reagieren. Die Dentin bildenden Odontoblasten befinden sich an der Aussenfläche der Pulpa zum Dentin hin.

Zahnnerv in der Zahnhöhle

Der Zahnnerv ist von einem schützenden Hohlraum (Pulpahöhle) umgeben der im Volksmund als Zahnhöhle bezeichnet wird.

Diese Zahnhöhle ist vom Zahnschmelz und dem Zahnbein (Dentin) umgeben. Im Gegensatz zum Zahnschmelz kann sich das Zahnbein immer wieder regenerieren. Der Zahnnerv reagiert bei überempfindlichen Zahnhälsen meist sehr heftig auf Kälte und Wärme, doch diese Situation lässt sich durch Desensibilisierung bzw. "Zahnhals unempfindlich machen" in den Griff kriegen. Wenn ein Zahnnerv entzündet ist, muss eine Wurzelbehandlung vorgenommen werden, denn überempfindliche Zahnhälse können zu einer Pulpitis führen. Bei der Wurzelkanalbehandlung werden Bakterien aus dem Wurzelkanal entfernt und entzündetes oder abgestorbenes Gewebe im Innern vom Zahn beseitigt. Die Pulpa befindet sich in der Zahnhöhle, die im Zentrum des Dentins eingelagert ist und zur Kaufläche hin vollkommen verschlossen ist. Erkrankt der Zahn an einer Karies, so können die Bakterien bis zu der Zahnhöhle vordringen und somit eine Entzündung im Zahn verursachen, was im Volksmund als Entzündung im Zahn bzw. Zahnentzündung bezeichnet wird und damit ein Eiterzahn gemeint ist. Durch den Druck entsteht das Gefühl, dass der Zahn höher ist, denn der Zahn „wächst aus dem Kieferknochen“, kann das Eiter jedoch aus der Zahnhöhle bzw. Abszess oder einer Membran entweichen, entweicht auch der Druck, sodass die Zahnschmerzen sofort nachlassen. Ein Abszess ist eine umkapselte Eiteransammlung in einer nicht vorgeformten Körperhöhle, die durch entzündliche Gewebseinschmelzung entsteht. Die dicke Backe mit starken Zahnschmerzen entsteht häufig nachts, wenn die Bettwärme den Entzündungsprozess unterstützt, was aber durch Kühlung gelindert werden kann.

Abgestorbener Zahnnerv

Ein Zahn mit einem abgestorbenen Nerv sollte wurzelbehandelt werden, da die Bakterien im Zahn eine Entzündung bewirken, die sich langsam auch in die umliegenden Gewebe vom betroffenen Zahn ausbreitet (Zahnkaries).

Im Vergleich zu bleibenden Zähnen besitzen Milchzähne verhältnismässig grosse Zahnnerven, womit Kariesbakterien bei Milchzähnen schnell zu Milchzahnkaries bzw. einer Entzündung des Nervengewebes (Pulpa) führen können. Die Wurzelkanalbehandlung ist ein Oberbegriff für eine Massnahme, mit der ein erkrankter oder abgestorbener Zahnnerv, wenn der Zahn abstirbt, zahnmedizinisch versorgt wird. Damit verhindert werden kann, dass weitere Bakterien in den Kieferknochen eindringen können, wird die Zahnhöhle mit einem gewebefreundlichen Material bzw. mit einem antibakteriellen Medikament gefüllt. Es ist möglich, dass das Absterben von Zahnnerven völlig schmerzlos und unbemerkt stattfindet und nur mittels Vitalitätstests diagnostiziert werden kann (Vitalitätsprüfung beim Zahn), oder das Absterben vom Zahnnerv kann sehr schmerzhaft sein, sodass der Zahnpatient notfallmässig einen Zahnarzt aufsuchen muss. Vielfach ist ein Röntgenbild vom Zahn bei der Interpretation der Vitalitätsprüfung hilfreich, denn ein wurzelgefüllter Zahn kann keine positive Vitalitätsprüfung haben. Ob der Zahn resp. das Zahnmark noch lebt, wird durch Reize festgestellt, die vom Zahnpatienten gespürt werden muss. Die Vitalitätsprüfung am Zahn wird auch als Sensibilitätsprüfung bezeichnet und ist eine Methode zur Überprüfung der Vitalität vom Zahnmark von einem Zahn mittels elektrischer oder thermischer Reize auf warm und kalt.


Zahnbeschichtung

Die Zahnbeschichtung der natürlichen Zähne besteht aus dem Zahnschmelz.

Unter Beschichtung der Zahnhöcker versteht man die Fissurenversiegelung der Kauflächen und unter Verblendung versteht man die künstliche Beschichtung der Zähne mit Veneers, die praktisch unsichtbar sind und die gleichen Eigenschaften aufweisen wie die Zahnschmelz-Schutzschicht.

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Das Schmelzorgan bzw. Zahnbeschichtung der natürlichen Zähne nimmt verschiedene Formen während der Zahnentwicklung an (Zahnknospe, Zahnkappe und Zahnglocke).

Zahnschmelz ist die natürliche Zahnbeschichtung und ist die härteste Substanz des menschlichen Körpers die den Zahn schützt.

Die Zahnanlage ist die Vorstufe der Zähne, die aus dem Schmelzorgan und mesenchymalem Bindegewebe besteht. Überzogen sind die Zähne mit Zahnschmelz, einer strahlend weissen Zahnbeschichtung, die als härteste Substanz des menschlichen Körpers darstellt. Die oberste Schicht vom Zahn ist der Zahnschmelz als Zahnbeschichtung die härter ist als Knochen und das Zahninnere schützt, das als Zahnmark (Pulpa) bezeichnet wird. Die oberste Zahnbeschichtung besteht aus einem Mineralstoff, der Calcium, Phosphat und Fluoride enthält. An Schneidekanten und Höckerspitzen ist die Schmelzschicht am dicksten, während sie nach unten hin, im Bereich vom Zahnhals, dünner wird. Durch Zahnschmelzkaries, Zahndysplasien etc. entsteht eine Läsion. Eine kariöse Läsion wird umgangssprachlich "Loch im Zahn" genannt und bedeutet Zahn-Karies (Caries) bzw. es ist ein entstandener Defekt an der Zahnhartsubstanz.

Veneers als Schutzschicht für Zähne

Die Keramikschalen "Veneers" und "Lumineers" werden als künstliche Schutzschicht der Zähne (Zahnschmelz-Ersatz) bezeichnet, die sehr dünn wie Kontaktlinsen sind und jederzeit vom Zahnarzt wieder entfernt werden können.

Von Natur aus ist ein Zahn an der Oberfläche durch den Zahnschmelz als Zahnhartsubstanz geschützt, doch wenn der Schmelz als oberste Schutzschicht vom Zahn einen Defekt erlitten hat, kann der Zahnarzt eine lichtdurchlässige Verblendschale (Facette) aus Keramik auf der Aussenseite vom Zahn aufkleben, die als Veneers oder Lumineers bezeichnet werden. Durch die Verbindung von Keramik und Zahnschmelz entsteht eine Einheit, die eine natürliche Lichtdurchlässigkeit und damit gute Zahn-Ästhetik besitzt, denn Veneers als Furniere sind praktisch unsichtbar „Zahnbeschichtungen“. Mit Veneers können leichte Zahnfehlstelllungen und Abweichungen der Zahnform sowie schmale Zahnlücken oder Zahnverfärbungen korrigiert werden. Mit dem Begriff Verblendung oder Verblendschale wird die Beschichtung der Zähne bezeichnet oder auch als Zahnschmelz-Ersatz. Die Technik mit Veneers als dünne Schicht einer Glaskeramik, die Ähnlichkeit mit dem Zahnschmelz hat, wird im Volksmund von einem "künstlichen Zahnschmelz" der auf die Zähne aufgeklebt wird, gesprochen. Keramikschalen werden als Keramikfacetten individuell gefertigte und im sichtbaren Bereich der Frontzähne dauerhaft verklebt. Als Schutzschicht für den Zahn werden nebst Zahnfüllungen wie "Komposite Zahnfüllung" oder "Kompomer-Füllung" auch Inlays, Onlays und Overlays als Einlagefüllungen eingesetzt, sofern keine Vollkronen oder andere Kronenarten notwendig sind.

Fissurenversiegelung

Die Fissurenversiegelung ist eine Zahnbeschichtung, eine künstliche Präventivmassnahme bei der man Vertiefungen mit Komposite ausfüllt.

Als Fissur werden auf den Zähnen Einschnitt, Spalte und Furchen im Kauflächenrelief der Seitenzähne bezeichnet. Die Fissurenversiegelung ist ein zahnmedizinisches Verfahren zur Prophylaxe gegen Zahnkaries, denn Fissuren der Molaren und Prämolaren sind eine Prädilektionsstelle für den Kariesbefall. Bakterien im Mund, Viren und Pilze kämpfen im Mund beim Mensch um optimale Lebensbedingungen, doch zu den Opfern zählen nicht nur die gegnerischen Mikroorganismen, sondern auch die Zähne und das Zahnfleisch.

Fissuren können Längsfissuren oder auch Querfissuren sein, das Täler auf der Kaufläche sind im Gegensatz zum Höcker auf der Kaufläche.

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Tiefen Fissuren und Grübchen von den Backenzähnen (Molaren) aber auch von den Prämolaren sind teilweise schwierig zu reinigen und werden darum versiegelt.

Stark ausgeprägte Rillen und Furchen auf den Kauflächen der Backenzähne und Mahlzähne werden als Fissuren bezeichnet.

Die Kauflächen der grossen bleibenden Backenzähne (Molaren) sind in den Jahren nach dem Zahndurchbruch wegen der weicheren ZahnbeschichtungZahnschmelz“ besonders kariesgefährdet. Um Zahnkaries an diesen Stellen vorzubeugen, kann eine Fissurenversiegelung an den Kauflächen vorgenommen werden die auch als Grübchenversiegelung bezeichnet wird. Bei der Fissurenversiegelung werden die feinen Strukturen einer Fissur mit dünn fliessendem Kompositmaterial als Fissurenversiegeler verschlossen sodass der Zahn leichter zu reinigen ist und die Entstehung von Zahn-Karies bzw. Fissurenkaries vielfach verhindert werden kann.


Zahnfarbe weiss

Die Zahnfarbe wird hauptsächlich durch das gelbliche Dentin bestimmt, das durch den farblosen Zahnschmelz schimmert.

Ein schönes Lächeln mit schönen weissen Zähnen macht einen Menschen sympathisch, doch Zahnverfärbungen können jederzeit erfolgen und sind meist harmlos.

Zahnfarbe hellweiss bis bräunlich Zahnersatz

Jeder Mensch hat eine von der Natur festgelegte individuelle Zahnfarbe die abhängig ist vom Zahnschmelz und deren Schichtdicke.

Unter Zahnfarben versteht man die optische Erscheinung der sichtbaren Zahnoberflächen, aber auch von Zahnersatz.

Die Zahnfarbe ist etwas sehr Individuelles und abhängig von der Struktur und der Funktion der Zähne (Zahntyp) sowie ihrer Umgebung. Die Farbe der Zähne ergibt sich durch die Zähne selbst, denn die Faktoren sind die Zusammensetzung und die Struktur vom jeweiligen Zahnhartgewebe sowie dessen Dicke. Die Zahnfarbe ergibt sich also durch Zahnschmelz, Zahnbein und Zahnmark zusammen.

Die Farbe der Zähne erscheinen dadurch zwischen weiss, beige und gelblich und im Laufe des Lebens verändert sich die Zahnfarbe.

Zahnfarbe individuell, weiss, beige, gelblich

Die Zahnfarbe ist wie die Zahnform (Zahnmerkmale) von Mensch zu Mensch unterschiedlich, von weiss, gräulich, gelb bis ocker schillern die Zahnkronen in allen möglichen Farbnuancen, denn die Zahnfarbe verändert sich im Lauf der Zeit.

Zahnfarbe Milchzähne

Milchzähne sind milchig weiss während die Bleibenden Zähne zwischen hellweiss und bräunlich bis gelblich oszillieren können.

Die Milchzähne verdanken ihren Namen der milchweissen Farbe. Die Zahnfarbe ist bei den Milchzähnen kreidig weiss und bei den bleibenden Zähnen ist die Zahnfarbe alterabhängig und auch rassebedingt etwas dunkler. Je nach Erbanlage und persönlicher Mundhygiene sowie den Essgewohnheiten können Zähne unterschiedlich weiss sein. Wenn ein Zahn abgestorben ist, kann der Zahn bzw. die natürliche Zahnkrone grau bis Schwarz werden. Ein Zahnarzt hat das Problem, dass sich Zahnersatz farblich möglichst genau an die anderen Zähne bzw. Zahnkrone anpassen muss. Zahnersatz im Gebiss sticht bei nicht genauer Farbwahl unangenehm hervor. Die Übereinstimmung von echten und künstlichen Zähnen (Zahnkrone) in der individuellen Zahnfarbe ist eines der wichtigsten Qualitätsmerkmale überhaupt.

Farbabstimmung Zahnfarbe

Der klassische Weg für die Farbabstimmung der Zahnfarbe ist die Bestimmung mit Hilfe von Farbringen.

Es gibt auch eine Digitale Farbbestimmung für die Zahnfarbe (Digitale Farbmessung der Zahnfarbe), es ist ein elektronisches Messsystem zur Farbmessung und Zahnanalyse. Mit einem digitalen Messgerät werden am Zahn Farbton, Helligkeit und Chroma flächig inkl. Nachbarzähne erfasst. Die Aufnahmen, die unabhängig vom Umgebungslicht mit einer konstanten Lichtquelle erstellt werden, liefern wichtige und objektive Informationen über Form und Oberfläche der Zähne. Helligkeitskarte und Chromakarte helfen dem Zahntechniker bei der Dentinreduzierung und dem Schmelzaufbau. Bei der virtuellen Anprobe können die hergestellten Restaurationen mit der Originalsituation im Mund abgeglichen werden. Die Bestimmung der Zahnfarbe ist ein wesentlicher Bestandteil für ästhetisch ansprechenden und natürlich wirkenden Zahnersatz herzustellen wie für Zahnkronen, Zahnbrücken oder Zahnprothesen.

Zahnfarbe ist individuell

Die weisse Zahnfarbe bestimmt die Zahnästhetik zusammen mit der Zahnform, Zahnstellung mit normalem Biss und dem Zahnfleisch mit dem Zahnfleischverlauf.

Die natürliche Zahnfarbe kann durch äussere Einflüsse beeinträchtigt sein.

Zahnfarbe Farbe Zähne Zahnschmelz Zahnbein

Medikamente, die zur Keimzahlverminderung dienen sollen, können in bestimmten Fällen Zähne dunkler erscheinen lassen.

Zahnschmelz bestimmt die Zahnfarbe

Jeder Mensch hat eine von der Natur festgelegte individuelle Zahnfarbe die abhängig ist von der Schichtdicke vom Zahnschmelz.

Zahnschmelz ist die harte Schutzschicht der Krone vom Zahn, die die sichtbaren Zahnanteile bedeckt. Je dünner der Zahnschmelz, umso gelblicher erscheinen die Zähne, weil das unter dem Zahnschmelz befindliche Zahnbein (Dentin) dunkler ist.

Zahnfarbe, Zahn, Zahnkrone, Zahnschmelz

Neben der Zahnstellung, der Zahnform und der Oberflächenstruktur hat vor allem die Zahnfarbe einen entscheidenden Einfluss auf die ästhetische Wirkung von Zahnersatz.

Zahnfarbe vom Zahnersatz

Im Zusammenhang mit Zahnersatz kommt der präzisen Farbbestimmung der Zähne eine wichtige Rolle bei der Herstellung von natürlich aussehendem Zahnersatz im Besonderen der der Farbe der Zahnkrone zu.

Bei längerer Betrachtung von einem Zahn oder einem Farbring wird der Kontrast schwächer, sodass man den in seiner Farbe zu bestimmenden Zahn nur kurz fixieren sollte. Der gewonnene Farbeindruck vom Zahn wird stark von der Umgebung und der Beleuchtung beeinflusst. Lichtarten mit geringeren Temperaturen führen zu einer Rotverschiebung und bei zu niedrigen Lichtintensitäten dominiert die Grauwertunterscheidung auch beim Zahn. Bei zu hohen Lichtintensitäten kommt es zu einem Blendeeffekt. Ein natürlicher Zahn besteht nicht nur aus einem einzelnen Material mit nur einer einzigen Zahnfarbe, sondern ist aus verschiedenfarbigen Schichten aufgebaut. Der Farbeindruck von einem natürlichen Zahn beruht dabei auf der Reflexion und Streuung des Lichtes innerhalb dieser Schichten. Der meist dunkle und gelblich wirkende Dentinkern vom Zahn ist von einer gräulichen transparenten Schicht Zahnschmelz überzogen. Dieser Schmelzmantel ist am Zahnhals dünner als an der Schneidekante vom Schneidezahn oder der Kaufläche der Seitenzähne. Die Zähne wirken durch die dünne Zahnschmelzschicht am Zahnhals meistens dunkler.


Zahnverfärbungen

Als Zahnverfärbungen werden alle von Natur aus festgelegten und individuell veränderten Zahnfarben bezeichnet.

Ein wurzelbehandelter Zahn kann sich verfärben, denn das Absterben vom Zahnnerv führt meist zu einer Zahnverfärbung.

Zahnverfärbungen  interne Verfärbung Zähne

Je nach der Verfärbung kann durch ein internes oder externes Bleichen vom Zahn erfolgen.

Zahnverfärbungen beeinträchtigen das ästhetische Erscheinungsbild vom Mensch.

Zahnverfärbungen können vor allem im Frontzahnbereich eine erhebliche ästhetische und somit auch psychische Beeinträchtigung darstellen. Zahnverfärbungen haben unterschiedliche Ursachen und werden zwischen externen und internen Verfärbungen unterschieden. Gelbe Zähne und Zahnverfärbungen können durch extrinsische (Pellicle, Plaque, Zahnstein) bzw. externe Zahnverfärbung oder intrinsische (interne Zahnverfärbungen) Ursachen entstehen. Eine Zahnverfärbung bei Milchzähnen können bei Kindern auf störende Einflüsse während der Zahnentwicklung (Odontogenese) hindeuten. Zahnverfärbungen bei Kindern bzw. Kinderzähnen können auch nur die Milchzähne betreffen, sodass das Zahnproblem mit dem Zahnwechsel (Wechselgebiss) von selbst verschwindet. Innere Zahnverfärbungen können bereits im Kindesalter durch Allgemeinerkrankungen, Zahnbildungsstörungen sowie unerwünschte Nebenwirkungen bestimmter Medikamente die den Kindern bei Infektionskrankheiten verabreicht wurden entstehen. Verfärbungen der Zahnoberfläche haben verschiedenste Ursachen wie Rauchen, Kaffee, Tee, Rotwein etc. sein und können durch eine professionelle Zahnreinigung entfernt werden. Wenn ein Zahn jedoch eine Verfärbung im Inneren aufweist, so kann diese nur durch einen Zahnarzt entfernt werden. Ein wurzelbehandelter Zahn muss sich nicht zwingend verfärben, ist aber eine häufige Nebenwirkung, so dass der Zahn schwarz werden kann wie durch einen Zahnunfall. Die Zahnverfärbung kann durch verbliebene Pulpaanteile oder durch Blutabbauprodukte erfolgen. Bei der Entfernung der vitalen Pulpa oder bei einer traumatisch ausgelösten Pulpablutung können Blutbestandteile in die Dentintubuli diffundieren, sodass dieses Blut abgebaut wird bzw. es wird durch Hämolyse Eisen frei. Das Eisen kann der von Bakterien gebildete Schwefelwasserstoff Eisensulfid (schwarz) bilden, das die natürliche Zahnkrone gräulich bis schwarz durchschimmern lässt. Zahnverfärbungen können auch entstehen durch die Zahnabnutzung bzw. Zahnabrieb oder durch die Zahnerosion sowie der Abrasion der Zähne durch Zähneknirschen. Durch altersbedingte Involution, Zahnfleischrezession (gingivale Rezession), Abrasion oder Entfernung von Zahnstein sowie Konkremente kann es zur Freilegung von Wurzeldentin bei den Zahnwurzeln kommen, sodass eine Zahnverfärbung entsteht.

Innere Zahnverfärbungen

Innere Zahnverfärbungen entstehen entweder während der Zahnentwicklung, oder infolge von normalen Alterungsprozessen.

Liegt keine äusserliche Verfärbung am Zahn vor, handelt es sich vielfach um eine Verfärbung oder Verdunklung der Zahnhartsubstanz die durch natürliche Einlagerung von Farbstoffen über Jahre hinweg verursacht wird. Zähne können durch Ernährung, Rauchen, Kontakt mit Antibiotika oder Fluorid und Alter verfärbt werden. Die interne Zahn-Verfärbung bzw. Zahn-Farbe kann durch den natürlichen Alterungsprozess auftreten, bei dem sich die Struktur der Zusammensetzung des Gewebes und der Zahnbestandteile ändern. Die Zahnverfärbung entsteht aber vielfach auch durch Hartsubstanzablagerungen oder Erkrankungen der Zahnwurzelspitze des Milchzahnvorgängers. Verfärbungen der Zähne können auch durch Medikamente während der Zahnentwicklung verursacht werden.

Alter vom Zahn

Wenn es zu einem Riss im Zahnschmelz kommt, so kann es zu Zahnverfärbungen kommen, denn Pigmente im Riss können sich ansammeln.

Der Alterungsprozess beeinflusst nicht nur den ganzen Körper sondern auch die Zähne und die Zahnfarbe, die über Jahre dunkler und gelber werden, was ein natürlicher Prozess ist. Im Laufe vom Leben kann sich die Zusammensetzung vom Gewebe der Zahnoberfläche ändern und damit auch die Zahnverfärbung, so dass die natürliche Zahnfarbe deutlicher zum Vorschein kommt.

Da der Zahn durch das Zahnalter an der Schmelzoberfläche zermürbt sein kann und mehr Dentin freiliegt, erscheint der Zahn dunkler.

Zahnverfärbung Alter vom Zahn, Farbe Gelb

Zähne können auch verfärbt sein durch natürliche Pigmentierung oder durch Einwirkung von Antibiotika können Zähne grau werden.

Das Alter der Zähne kann ein Faktor sein, dass die Zähne dunkler werden.

Frühe und längere Zeit der Einnahme von Antibiotika wie Tetracyclin (Antibiotikum) und verwandte Antibiotika wie Minocyclin und Doxycyclin kann bei der Zahnentwicklung durchdringen und Zähne verfärben, so dass feste Flecken von Zahn-Farben entstehen können. Es entstehen als Folge von Antibiotika-Exposition Verfärbungen der Zähne gelb-braun oder blau-grau. Während interne Verfärbungen der Zähne kaum zu beeinflussen sind, kann gegen externe Zahnverfärbungen durch Auflagerungen von Nahrungsbestandteilen in den meisten Fällen etwas getan werden. Farbveränderungen der Zähne können auch durch Beschädigungen an der Zahnoberfläche sowie durch Ablagerungen von farblich dunkleren Fremdstoffen unter dem Zahnschmelz entstehen.

Gelbe Zähne

Bei gelben Zähnen und Zahnverfärbungen ist ein Gang zum Zahnarzt für die Abklärung ratsam.

Zahnverfärbungen die sich im Zahnbein festgesetzt haben, sind meist schwierig zu entfernen, wenn diese Verfärbungen längere Zeit nicht behandelt werden.

Bei den Zähnen gibt es individuelle Unterschiede im Farbton, denn ein strahlendes Weiss, dass die Werbung vorgibt, ist nur selten naturgegeben, denn meist sind Zähne etwas gelblich und gelten trotzdem als weiss.

Gelbe Zähne, vielfach sind Zähne gelblich weiss

Gelbliche Zähne sind meist immer eine Folge bestimmter Genussgewohnheiten gepaart mit vernachlässigter Zahnpflege.

Bei der äusseren Erscheinung macht es einen unschönen Eindruck, wenn beim Lächeln gelbe Zähne sichtbar werden.

In vielen Fällen rühren gelbe Zähne von regelmässigem Teegenuss, Tabackgenuss oder durch Auflagerungen von Nahrungsbestandteilen. Auf den Zähnen bildet sich nach und nach ein unschöner gelber Zahnbelag, der allen Entfernungsversuchen Widerstand leistet. Wenn alle Mittel der Zahnreinigung versagen, kann der Zahnarzt dazu verhelfen, dass gelbe Zähne wieder weisser werden, denn ihm stehen spezielle Methoden zur Verfügung, um gelbe Zähne wieder weiss zu machen.


Grundaufbau vom Zahn

Der Grundaufbau vom Zahn bildet das Zahnbein (Dentin), das in der Zahnhöhle mit Blutgefässen und Nervengewebe durchsetzt ist und als Zahnschutz von Zahnschmelz und Zahnfleisch umgeben ist.

Der Faserapparat verankert die Zahnwurzel im Kieferknochen und verhindert somit, dass der Zahn bei Druck zu tief in den Kieferknochen gedrückt wird.

Grundaufbau Zahn, Faserapparat, Zahnschmelz

Das Zahnfleisch (Gingiva) umgibt den Zahnhals und verbindet ihn mit der Oberfläche.

Zahnaufbau beim Mensch

Der Zahnaufbau kann in einen sichtbaren Zahnanteil wie der Zahnkrone und einen nicht sichtbaren Zahnabschnitt unterteilt werden, denn der im Kieferknochen und unter der Mundschleimhaut liegende Teil vom Zahn bleibt beim gesunden Zahn verborgen.

Der Aufbau vom Zahn ist immer gleich, denn jeder Zahn besteht aus einer Krone, einem Zahnhals und einer oder mehreren Zahnwurzeln und jeder einzelne Zahn hilft mit, das komplexe Kausystem resp. Kauapparat als Kauorgan in Funktion zu halten. Es gibt verschiedene Zahnformen bzw. Zahntypen im Zahngebiss wie der Schneidezahn, Eckzahn, Backenzahn und Mahlzahn. Alle Zähne sind aus mehreren Schichten aufgebaut und bestehen aus der Zahnkrone, dem Zahnhals und der Zahnwurzel. Wenn der Zahn nicht beschädigt ist, kann nur die Zahnkrone, die das innen liegende Zahnbein (Dentin) wie eine Glasur mit Zahnschmelz bedeckt. Der Übergang zwischen Zahnschmelz und Zahnwurzel wird als Zahnhals bezeichnet. Was beim gesunden Zahn nicht gesehen werden kann, ist das Dentin als grösster Anteil vom Zahn bzw. das Zahnbein, das umschlossen wird vom Zahnmark bzw. Zahnpulpa sowie die Zahnwurzel, die bis zum Zahnhals von Wurzelzement umschlossen ist und vom Zahnfleisch wie ein Kragen umschlungen wird, denn das Zahnfleisch bedeckt den Kieferknochen und umschliesst den empfindlichen Zahnhals. Der Zahnhals ist der schmale Übergangsbereich zwischen Zahnschmelz, Zahnkrone und Zahnzement. Der Zahnzement (Cementum) ist ein Bestandteil vom Zahn, der dem Dentin im Zahnwurzelbereich aufliegt und wie das Dentin von Zementoblasten gebildet wird. Der Zahnwurzelbereich ist der von aussen nicht sichtbare Teil vom Zahn, der tief im Kieferknochen in den Zahnhaltefächern (Alveolen) verankert ist. Der Alveolarkamm wird auch als Kieferkamm bezeichnet, womit aber der Alveolarfortsatz gemeint ist, denn als Kieferkammfortsatz bezeichnet man den bogenförmigen Knochenteil vom Oberkiefer und Unterkiefer, in dem sich die Zahnfächer (Alveolen) befinden.

Aufbau vom Zahn

Der Zahn ist aus verschiedenen Schichten und Substanzen aufgebaut.

Der Zahnschmelz bildet die äussere Schicht vom Zahn und ist die härteste Substanz im menschlichen Körper, die grösstenteils aus Kalziumphosphat, Fluor, Proteinen und Wasser besteht. Zahnschmelz hat die Funktion, das Zahninnere gegen schädigende Einflüsse von aussen wie Säuren aus Essen und Getränken sowie auch Magensäure und Mundbakterien etc. zu schützen. Darüber liegt das Schmelzoberhäutchen, das nicht durchblutet wird und aus einem hornähnlichen Stoff besteht. Das Schmelzoberhäutchen Pellikel ist gegen Schmerzen unempfindlich und schützt den Zahnschmelz vor Bakterien. Unter dem Zahnschmelz liegt das Zahnbein (Dentin), das einen geringeren Mineralgehalt als der Zahnschmelz und Säuren und Bakterien schutzloser ausgesetzt ist. Häufige Zahnprobleme treten in Form von Zahnerosionen auf, was den Abbau von Zahnschmelz bedeutet. Auch wenn die Zähne eine grosse Härte aufweisen, reagieren sie sehr empfindlich auf Säureeinwirkung, denn Säure löst Mineralien aus der Zahnoberfläche und macht sie weicher, sodass ein Abbau von Zahnschmelz bzw. eine Zahnerosion erfolgen kann. Durch den Abbau von Zahnschmelz können Zahnprobleme entstehen wie empfindliche Zähne, Überempfindlichkeit am Zahnhals (dünste Schmelzschicht) und Zahnschmerzen durch gereizte Zahnnerven entstehen, denn die Dentintubuli (Dentinkanälchen) sind direkt mit den Zahnnerven bzw. Nervengewebe in den Zähnen verbunden. Dentin kann vom Körper nachgebildet werden und dient dem Schutz von Zahnkronen und Zahnhals. Der Wurzelbereich (Pulpa) liegt in einem Hohlraum bzw. in Pulpahöhle die auch als Zahnhöhle bezeichnet wird und vom Dentin umschlossen ist. Die Pulpa setzt sich aus Blutgefässen, Lymphgefässen, Nervenbahnen, Bindegewebe und Zellen zur Dentinbildung, den Odontoblasten, zusammen. Die Pulpa ist für die Vitalität und Sensibilität vom Zahn zuständig, steuert Entwicklung, Reifung und Zahnerhaltung. Um das Dentin liegt der Zahnzement, der die Zahnwurzel vom Schmelzrand bis zur Zahnwurzelspitze bedeckt. Zum Zahnhalteapparat gehören der Faserapparat (Ligament) und der Kieferknochen, der den Zahn umgibt sowie der Zahnzement der aus mineralisiertem Bindegewebe besteht.


Zahnaufbau

Der Zahnaufbau vom Zahn kann in einen sichtbaren Teil "Zahnkrone" und einen unsichtbaren Teil "Zahnwurzel", die im Kieferknochen (Alveolarfortsatz) unter der Mundschleimhaut verankert ist, unterteilt werden.

Die Grundsubstanz, aus der die Zähne aufgebaut sind, ist das Zahnbein.

Zahnaufbau, Aufbau vom Zahn, Zahnbein, Zahn

Die faserig verkalkte Grundmasse vom Zahnbein wird im Bereich der Zahnkrone und vom Zahnhals von einem sehr dünnen Überzug aus Zahnschmelz geschützt.

Zahn-Aufbau beim Mensch

Der Zahnaufbau vom Zahn beim Mensch besteht aus der im Mund sichtbaren Zahnkrone und dem etwas dünneren Zahnhals sowie der Zahnwurzel, die im Zahnfach vom Kiefer steckt.

Unsere Zähne bestehen aus der Zahnhartsubstanz, den härtesten Substanzen im menschlichen Organismus. Der Grundaufbau der Zähne besteht aus ZahnhartsubstanzZahnschmelz“, Dentin und Zahnzement, wo im Inneren der Zahnkrone und der Zahnwurzel sich das Zahnmark (Zahnpulpa) befindet. Zum grössten Teil besteht der Zahn aus Dentin, das als zweithärteste Substanz vom menschlichen Körper gilt und als Kronendentin und Wurzeldentin aufgeteilt werden kann, denn das Kronendentin (Kronenpulpa) hat weniger Dentinkanälchen, die auch als Dentintubuli bezeichnet werden. Das Dentin wird auch als Zahnbein bezeichnet, denn es hat einen knochenähnlichen Charakter und eine gelbliche Farbe, die durch den Zahnschmelz schimmert. Die Zahnkrone die in der Mundhöhle sichtbare ist, wird umgeben von Zahnschmelz und der Zahnwurzelbereich ist von Zahnzement bedeckt. Dentin besteht zu 70% aus anorganischen Bestandteilen, zu 20 % aus organischem Material sowie aus Wasser. Die Zähne stehen in der Regel lückenlos aneinandergereiht, wobei die Zahnreihe im Zahnbogen vom Oberkiefer ein Halboval, die vom Unterkiefer eine Parabel bildet. Unter einem Zahnaufbau kann auch die Wiederherstellung von einem beschädigten Zahn wie eine Zahnfüllung oder ein Zahn - Inlay bei der Zahnrestauration als „Konservierende Zahnbehandlung“ zum Zahnerhalt verstanden werden. Ein Zahnaufbau beim Zahnarzt ist immer lohnenswert, wenn die äussere Substanz vom Zahn noch erhalten ist, so dass eine Inlay, Teilkrone oder künstliche Zahnkrone aufgebracht werden kann (Überkronung der Zähne). Wenn die Zahnkrone oder Kronenteile vom Zahn zerstört sind, kann als Zahnaufbau nur noch eine Stiftkrone eingesetzt werden, womit eine künstliche Zahnkrone als Kronenersatz gemeint ist, an der ein Stift im Zahn fest verankert ist und im Volksmund als Stiftzahn bezeichnet wird.

Zahnschmelz

Zahnschmelz ist eine porzellanartige, halbdurchsichtige Masse von ungewöhnlicher Härte die eine glatte Oberfläche und eine grosse Beständigkeit hat.

Im Gegensatz zum Zahnschmelz als Aussenpanzer vom Zahn, kann Dentin bzw. Zahnbein lebenslang immer nachgebildet werden. Zahnschmelz ist der sichtbare Teil der Zähne und kann, wenn er einmal geschädigt ist, nicht wieder ersetzt werden. Der Schmelz als härteste Substanz vom menschlichen Körpers wird vor allem durch den Speichel im Mund und dessen Inhaltsstoffe sowie die Speichelfunktion mit den Speicheldrüsen und deren Speichelfluss beeinflusst.

Jeder Zahn verfügt über eine harte Schale (Zahnbeschichtung) und einen ausgesprochen empfindsamen Kern, in dem die Zahnnerven und die Blutgefässe enthalten bzw. eingelagert sind.

Bei jedem einzelnen Zahn können drei Teile deutlich unterschieden werden, so die Zahnkrone, der Zahnhals und die Zahnwurzel.

Zahnaufbau, Zahn, Krone, Zahnhals, Zahnwurzel

Wenn man den Zahnaufbau mikroskopisch betrachtet, kann man feststellen, dass der Zahnaufbau (Aufbau der Zähne) aus drei Zahnhartsubstanzen, Zahnschmelz, Dentin (Zahnbein), Wurzelzement und aus den Weichgeweben Zahnmark bzw. Nervengewebe (Pulpa) und Wurzelhaut besteht, wobei das weiche Lager das Zahnmark bzw. die Zahnpulpa in der Zahnmarkhöhle ist.

Das Zahnmark ist bis auf eine kleine Öffnung zum Kieferknochen, durch die die Gefässe verlaufen, vom Zahnbein, dem Dentin das hart, und elastisch ist umgeben.

Das Zahnfleisch als Schutz vom Zahnhals umschliesst den Zahn im unteren Zahnteil, geschützt vom Zahnschmelz und dem Wurzelzement, der nach innen mit dem Dentin und nach aussen durch Fasern mit der Wurzelhaut (Desmodont), verbunden ist. Der Zahn ist vom Zahnhals bis zur Zahnwurzelspitze mit Wurzelzement eingekleidet und im Zahnfach (Alveole) eingebettet. Das Zahnfach ist vom Kieferknochen umgeben, welcher vom Zahnfleisch (Gingiva) umschlossen ist. Der Bereich vom Zahnhals ist durch das Zahnfleisch gut geschützt, denn das Zahnfleisch verhindert das Eindringen von Bakterien und Fremdkörpern in den Zahnhalteapparat. Das den Zahn umgebende Zahnfleisch geht in die Mundschleimhaut über.  Die Zahnwurzel ist von Zahnzement umgeben, einer Substanz, die in ihrem Aufbau vom Knochen sehr ähnlich ist. Zahn-Zement ist knochenähnlich und besteht zu 65% aus anorganischen und zu 35% aus organischen Bestandteilen. Zahnzement wird meist als Wurzelzement bezeichnet, da es im Wurzelbereich der Dentinschicht aufliegt und die weichste Hartsubstanz vom Zahn ist. Im inneren vom Zahn befindet sich das gallertartige Zahnmark (Pulpa) welche die Zahnhöhle (Pulpahöhle) ausfüllt. Die Wurzelkanäle gehen von der Zahnhöhle aus an die Wurzelspitze, die eine Öffnung besitzt. Blutgefässe, Lymphgefässe und Zahnnerven treten an der Wurzelspitze ein und aus und versorgen so den Zahn, damit dieser nicht abstirbt (toter Zahn). Der Zahnschmelz besitzt keine Nerven, während das Dentin von sehr feinen Nervenfortsätzen (Zahnnerven) durchzogen ist und durch die Gefässe das Zahnmark versorgt. Zahnwurzeln sind mit der Innenfläche vom knöchernen Zahnfach durch die faserige Wurzelhaut (Periodontium) verbunden.


Aufbau der Zähne

Der Aufbau der Zähne beginnt bei der Zahnwurzel im Zahnfach, die im Alveolarfortsatz verankert ist, wo der Zahnhals und die Zahnkrone aus dem Kieferknochen in die Mundhöhle ragen, gut geschützt durch Zahnfleisch und Zahnschmelz.

Der Aufbau der Zähne besteht bei allen Zahnarten aus Zahnwurzel, Zahnhals und Zahnkrone, verbunden durch das Zahnbein (Dentin) bzw. Zahnpulpa (Zahnmark) mit ZahnnervengewebeZahnschmelz, und befestigt durch Wurzelhaut, Wurzelzement und Zahnfleisch.

Aufbau der Zähne, Zahnbein, Zahnschmelz, Zahn

Die Zähne bestehen aus den Zahnhartsubstanzen und dem Zahnweichgewebe bzw. Pulpagewebe (Zahnmark).

Zu den Zahnhartsubstanzen gehören Schmelz, Dentin und Zahnzement.

In Oberkiefer wie im Unterkiefer sind die Zahnwurzeln in Zahnfächern bzw. Alveolen als taschenartigen Aussparungen im Kieferknochen verankert. Die Alveole im Alveolarfortsatz ist eine Bezeichnung für die Oberkiefer-Knochenmulde und Unterkiefer-Knochenmulde. Der Zahnzement ist ein Zahnwurzelüberzug wo viele Fasern aus Bindegewebe den Zahn elastisch mit dem Zahnfach verbinden, sodass der Zahn durch diese Verbindung einen starken Kaudruck abfedern kann. Der Zahnhalteapparat ist vom Zahnfleisch überzogen und somit von den Bakterien im Mund geschützt. Die die gesamte Mundhöhle ist mit Mundschleimhaut ausgekleidet. Bei den Zähne gibt es Zahntypen die unterschiedliche Zahnmerkmale haben und in Zahngruppen eingeteilt werden können, grundsätzlich werden die Zähne beim Mensch aber in Schneidezähne, Eckzähne und Backenzähne eingeteilt, wobei die Backenzähne in Vormahlzähne und Mahlzähne unterteilt werden. Der Zahnarzt benutzt aber für den grossen Backenzahn den Fachausdruck Molar und für den kleine Backenzahn Prämolar. Zur Vermeidung von Missverständnissen werden die Zähne durch das Zahnschema (Zahnformel) mit Zahnnummern versehen.

Zahnschmelz

Der Zahnschmelz überdeckt die Zahnkrone.

Die Zahnkrone ist von einer widerstandsfähigen Aussenschicht überzogen, was als Zahnschmelz bezeichnet wird. Das Schmelzoberhäutchen (Pellikel) ist ein erworbener, dünner Überzug der Zähne, der vorwiegend aus Bestandteilen vom Speichel besteht. Der Zahnschmelz ist im Bereich der Kaufläche der Seitenzähne im Backenzahnbereich sowie der Schneidekante der Frontzähne besonders dick und läuft im Zahnhalsbereich als dünne Schicht aus. Der Schmelz ist die härteste Substanz vom Körper und entspricht in seiner Härte etwa dem Quarz. Zahnschmelz besteht zu ca. 96% aus anorganischer Substanz, wobei es sich im Besonderen um Hydroxylapatit, eine Verbindung vorwiegend aus Kalzium und Phosphat handelt. Durch einen Zusatz durch Fluorid (Fluoridierung der Zähne) wird der Zahnschmelz besonders widerstandsfähig gegen Entkalkung durch Säuren. Diesen Effekt kann man zur Kariesvorbeugung bzw. Kariesprophylaxe ausnutzen, indem man Fluorid verabreicht (Fluoridprophylaxe). Der Zahnschmelz ist aus sechskantigen Schmelzprismen aufgebaut, die von der Grenze zum Dentin bis zur Schmelzoberfläche ineinander verflochten verlaufen. Der Schmelz enthält keine Zellen oder Zellfortsätze und ist darum nicht erneuerbar, denn die Schmelz bildenden Zellen (Ameloblasten) gehen nach Bildung vom Zahnschmelz zugrunde weil jeder Ameloblast als schmelzbildende Zelle zuvor ein Schmelzprisma aufgebaut hat.

Zahnbein (Dentin)

Das Zahnbein bildet die Hauptmasse der Zahnhartsubstanzen.

Das Zahnbein (Dentin) liegt unter dem Zahnschmelz und bildet die Hauptmasse vom Zahn. Die zweithärteste Substanz vom Körper ist das Dentin das als Hauptmasse der Zahnhartsubstanzen bzw. Zahnhartgewebe im Bereich der Zahnkrone vom Zahnschmelz und im Bereich der Zahnwurzel vom Wurzelzement bedeckt ist. Das Zahnbein besteht wie Zahnschmelz aus Hydroxylapatit und im Inneren liegt die Zahnpulpa. Die anorganische Substanz macht jedoch beim Dentin nur 69% aus, da es von den Zellfortsätzen der Odontoblasten durchzogen wird. Die Odontoblasten sind die Dentin bildenden Zellen und als Tomes-Fasern bezeichnet man die in den Dentinkanälen verlaufenden Zellfortsätze. Die Odontoblasten liegen in der Pulpa am Rand zum Dentin hin und haben Zellfortsätze, die in kleinen Kanälchen durch das Dentin verlaufen. Tomes-Fasern sollten nicht verwechselt werden mit Tomes-FortsätzenOdontoblastenfortsätze werden auch Tomes-Fasern genannt die innerhalb der Dentinkanälchen (Dentintubuli) in einer Flüssigkeit (Dentinliquor) schwimmen. Zusammen mit vereinzelten Nervenfasern können durch dieses System von Dentinkanälchen Schmerzreize vom Dentin zur Pulpa geleitet werden. Die Zahl der Dentinkanälchen ist dabei in der Nähe der Pulpa deutlich grösser als zum Schmelz hin. Da die Odontoblasten nach Abschluss der Zahnentwicklung am Rand der Pulpa erhalten bleiben, kann zeitlebens Dentin auf Kosten vom Pulparaum gebildet werden. Die Dentinversorgung ist ein Schutz von freiliegendem vitalem Dentin durch einen Dentinverband. Das regulär nach Abschluss des Wurzelwachstums gebildete Dentin mit normaler Struktur wird als Sekundärdentin bezeichnet. Durch die Sekundärdentinbildung ist die Pulpa bei Älteren deutlich kleiner als bei Jugendlichen. Hiervon ist das Tertiärdentin bzw. Reizdentin zu unterscheiden, das auf einen äusseren Reiz hin als Abwehrreaktion gebildet wird, so bei Zahn-Karies oder fortgeschrittener Abrasion der Zähne (Zahnabnutzung).

Wurzelzement

Im Bereich der Zahnwurzel wird das Dentin vom Wurzelzement bedeckt.

Diese knochenähnliche Substanz vom Wurzelzement besteht zu ca. 46% aus dem anorganischen Hydroxylapatit, denn Wurzelzement wird von Zementoblasten gebildet. Die Zementschicht ist im Bereich vom Zahnhals sehr dünn und wird zur Zahnwurzelspitze hin dicker. Im Wurzelzement sind die zum Alveolarknochen (Alveolarfortsatz) ziehenden Fasern vom Zahnhalteapparat verankert. Wurzelzement hat eine sehr wichtige Aufgabe für den Halt vom Zahn. Bei vermehrter funktioneller Belastung kann Wurzelzement wie Dentin auch noch nach Abschluss der Zahnentwicklung gebildet werden.

Zahnpulpa

Im Inneren vom Zahn befindet sich das Zahnmark was der Zahnarzt als Pulpa bzw. Zahnpulpa bezeichnet.

Man unterscheidet dabei die Kronenpulpa von der Wurzelpulpa, wobei die Wurzelpulpa deutlich schmaler ist als die Kronenpulpa. Die Kronenpulpa hat kleine Ausläufer (Pulpahörner), die etwa so angeordnet sind wie die Höcker der Kaufläche. Die Schneidezähne haben ein mesiales und ein distales Pulpahorn, wobei diese Pulpahörner bei Jugendlichen besonders ausgeprägt sind. In der Pulpahöhle liegen Blutgefässe und Zahnnerven, was als Zahnweichgewebe bezeichnet wird. An der Zahnwurzelspitze hat die Wurzelpulpa ein kleines Loch (Foramen apikale) als Verbindung zum Alveolarknochen für den Durchtritt der Zahnnerven bzw. Nervengewebe sowie von Blutgefässen und Lymphgefässen. Zwischen Alveolarknochen und Alveolarfortsatz wird aber unterschieden, denn der Alveolarknochen kleidet das im Alveolarfortsatz liegende Zahnfach aus und der eigentliche Alveolarknochen besteht aus einem kortikalen Knochen als dünne Platte. Die aus lockerem Bindegewebe bestehende Pulpa kann somit das Zahnbein bzw. Dentin ernähren. Solange die Pulpa intakt ist, lebt der Zahn und ist vital, denn nur die vitale Pulpa hat die Fähigkeit, Dentin neu zu bilden, um so auf äussere Reize zu reagieren, der tote Zahn nicht. Die Dentin bildenden Odontoblasten befinden sich dazu an der Aussenfläche der Pulpa zum Dentin hin. Das Zahnbein ist eine lebende Substanz und seine Ernährung erfolgt von innen her durch das Zahnmark (Pulpa). Die Pulpa oder Zahnmarkhöhle liegt inmitten vom Zahnbein und besteht vor allem aus Blutgefässen, Lymphgefässen und Nervenfasern.


Zahnentwicklung

Bei der Zahnentwicklung beim Baby und bei Erwachsenen spielt die breite vom Zahnkiefer während dem Entwicklungsprozess mit der Zahngrösse eine wichtige Rolle, damit alle Zähne im Kiefer Platz finden.

Ein Nachweis der Zahnanlagen ist 1-2 Jahre vor Zahndurchbruch und bei Weisheitszähnen zwischen dem 8. und 9. Lebensjahr durch Röntgen möglich.

Zahnentwicklung, Babymund, Zähne, Zahnbett

Die Zahnknospe bei der ontogenetischen Entwicklung der Zähne besteht aus drei Teilen, dem Zahnschmelz-Organ, der Zahnpapille und dem Zahnfollikel.

Kinderzähne

Auch wenn wir am Anfang vom Leben noch niemandem die Zähne zeigen können, angelegt sind die Zähne schon im Babymund, denn die Zahnentwicklung beginnt in der Gebärmutter mit der Entwicklung von Zahnknospen, die eine Grundlage für die Milchzähne sind.

Die Zahnentwicklung beginnt bereits ca. am 40. Tag nach der Befruchtung. Wie beim menschlichen Wachstum, kann die Ernährung auch einen positiven Effekt auf die Entwicklung der Zähne haben. Die ontogenetische Entwicklung der Zähne beginnt in der späten Embryonalperiode und ist ein komplexer Prozess, bei dem Zähne aus embryonalen Zellen entstehen und in den Mund wachsen. Während der Embryonalentwicklung müssen Zahnschmelz, Dentin, Wurzelzement und das Periodontium bzw. die Wurzelhaut entwickeln, damit menschliche Zähne eine gesunde orale Umgebung vorfinden, was im Volksmund als Zahnentwicklung bezeichnet wird. Ab der sechsten bis achten Woche vor der Geburt entsteht das Milchgebiss und die Entwicklung der bleibenden Zähne beginnt in der zwanzigsten Woche für das spätere Zahngebiss. Wenn in dieser ungefähren Zeitperiode keine Entwicklung der Zähne erfolgt, findet diese nicht mehr statt weil für den Prozess das Gewebe vom Kiemenbogen vorhanden sein muss, denn aus dem ersten Kiemenbogen (Mandibularbogen) entstehen Teile vom Gesicht wie Oberkiefer, Unterkiefer und Gaumen.

Zahnanlage für Gebiss

Die Zahnanlage ist die Vorstufe vom Zahn mit Schmelzorgan (Zahnglocke), Zahnpapille und dem Zahnsäckchen.

Das Schmelzorgan (Zahnschmelz-Organ) wird als Organon "Enamelum" bezeichnet und besteht aus einem äusseren und einem inneren Schmelzepithel, dem Schmelzretikulum sowie der Zwischenschicht die als Stratum intermedium bezeichnet wird. Enamelum die äusserste Schicht vom Zahn und bedeutet Zahnschmelz, der im Bereich der Zahnkrone dem Dentin aufliegt. Der Schmelz ist ein Gewebe, das die Zahnkrone bedeckt und somit den sichtbaren Anteil vom Zahn darstellt und Schmelzdefekte werden durch Erkrankungen oder Medikamente in der Schwangerschaft angelegt oder können genetisch bedingt sein. Auch das Stadium bis zur Bildung der Zahnhartsubstanz, also Zahnkrone aus Zahnschmelz und Dentin ist unter dem Begriff Zahnschmelz-Organ zu verstehen. Die Zahnglocke wird nach aussen durch das äussere Schmelzepithel gegen das mesenchymale Zahnsäckchen abgegrenzt. Die innere Oberfläche der Zahnglocke wird durch das hochprismatische innere Schmelzepithel ausgekleidet, das der Zahnpapille aus dichtem Mesenchym zugewandt ist. Zwischen dem inneren und äusseren Schmelzepithel befindet sich die SchmelzpulpaDysodontie ist die Fehlbildung in der Zahnanlage bei der Vorstufe vom Zahn. Ein röntgenologischer Nachweis der Zahnanlagen ist 1-2 Jahre vor Zahndurchbruch (Dentition) und bei Weisheitszähnen zwischen dem 8. und 9. Lebensjahr möglich. Dysplasie ist die Fehlbildung, Fehlgestaltung bzw. Unterentwicklung von einem Organ oder Gewebe mit unzureichender Differenzierung und als Zahndysplasien werden Fehlentwicklungen der Zähne infolge von Wachstumsstörungen oder durch Vererbung bezeichnet. Dysodontie sind Fehlbildungen in der Zahnanlage und unter Dystonie bezeichnet man eine Abweichung von Normwerten beim Spannungszustand der Muskeln oder Gefässen. Unter "Muskulären Dysbalancen" wird ein Ungleichgewicht und eine verstärkte Muskelverkürzung zwischen Agonist als Spieler und Antagonist als Gegenspieler verstanden. Dysgnathie ist die „Anlagebedingte Fehlentwicklung“ der Kiefer in Form und Lage und als Dysfunktion versteht man eine Funktionsstörung vom Zahn.

Kieferentwicklung und Zahnentwicklung

Massgebend für schöne Zähne in schöner Zahnbogenform ist bei der Entwicklung der Zähne die Gebissentwicklung beim Kind (Kinderzähne), denn Missverhältnisse zwischen Kiefergrösse, Kieferbreite und Lageposition der Zähne zueinander sind vielfach die Ursache für schiefer Zähne.

Das Kieferwachstum wie auch das Gesichtswachstum steht in Beziehung zum allgemeinen Körperwachstum und gilt erst im Alter von 20 Jahre als abgeschlossen. Das Wachstum vom Kiefer entwickelt sich parallel zu den anderen Skelettknochen, doch der Unterkiefer wächst bis zum neunzehnten Lebensjahr mit abnehmender Intensität, wenn das Kieferwachstum vom Oberkiefer mit etwa zwölf Jahren meist bereits abgeschlossen ist. Die Entwicklung vom Alveolarknochen wird parallel zur Zahnentwicklung von Wachstumspausen unterbrochen. Bei der Entwicklung der Zähne (Odontogenese) kann es zu unterschiedlichen Abnormalitäten (Bissanomalien) kommen, im Besonderen wenn Zahnbreite und Kieferbreite ein Missverhältnis aufweisen, so dass es zu Okklusionsanomalien und Abweichung der Zahnstellung kommen kann. Damit Zähne optimal funktionieren, müssen sie nach einem ganz bestimmten Muster der Verzahnung ineinander greifen, was sie nur können, wenn alle Zähne mit der Zahngrösse im Kiefer Platz finden. Möglich ist auch, dass die Zähne zu klein oder zu wenig breit sind, um den Zahnbogen vollständig auszufüllen. Auch verlagerte Zähne oder fehlende Zähne können im Gebiss Lücken erzeugen. Meist ist im Zahnbogen aber zu wenig Platz, sodass ein Zahnengstand besteht, wenn nicht alle Zähne in der Zahnreihe Aufnahme finden und die Zähne sich verdrehen oder ausweichen (Zahnfehlstellungen). Der Alveolarknochen und die Kieferbasis bilden zusammen den Kieferknochen, entwickeln sich zeitlich aber unterschiedlich, denn der Alveolarknochen wächst parallel mit der Entwicklung der Zahnwurzeln und Zahnkronen. Die horizontale Ausdehnung vom Alveolarfortsatz nimmt mit der Entwicklung der Zahnkronen zu und endet mit der Entwicklung der Weisheitszähne, doch entstehen vielfach Weisheitszahnprobleme wenn der Kiefer zu schmal ist, was eine Weisheitszahnentfernung notwendig machen kann.


Frontzahn-Lücke "Diastema"

Eine Frontzahnlücke die nicht durch Zahnverlust bedingt ist, wird als Diastema bezeichnet und entsteht meist zwischen den mittleren Frontzähnen im Oberkiefer.

Jeder einzelne Zahn im Gebiss hilft mit, das komplexe Kausystem in Funktion zu halten, doch bei Milchzähnen ist ein Diastema normal.

Wechselgebiss Frontzahnlücke Diastema Zahn

Wechselgebiss ist ein Gebiss während dem Zahnwechsel.

Kinder haben während dem Zahnwechsel häufig mehrere Millimeter breite Lücken zwischen den Schneidezähnen, doch im den meisten Fällen schliessen sich die Lücken im Alter von 7–9 Jahren mit dem Durchbruch der seitlichen Schneidezähne.

Die Zahnlücke zwischen den vorderen Schneidezähnen wird als Diastema bezeichnet und ist eine Lücke zwischen den Zähnen die nicht durch einen Zahnverlust bedingt ist. Ein Diastema als Frontzahnlücke kann im Unterkiefer wie auch im Oberkiefer vorkommen, wobei es im Unterkiefer sehr selten ist. Das Diastema kann durch eine Verdrängung der mittleren Schneidezähne entstehen, im Besonderen bei einem zu stark ausgeprägten Lippenbändchen. Beim Diastema werden zwei Arten unterschieden, das echte Diastema vom falschen Diastema, denn beim echten Diastema handelt es sich um eine erblich bedingte Zahnlücke, die bereits im Milchgebiss vorkommt und beim falschen Diastema entsteht die Zahnlücke durch einen Raumüberschuss im Kiefer, was meist dann als Zahnlückengebiss bezeichnet wird. Bei einer Agenesie der seitlichen Schneidezähne spricht man von einem falschen Diastema weil das vollständige Fehlen von einem Organ aufgrund einer Störung der Zelldifferenzierung innerhalb der Embryogenese gegeben ist. Milchzahnlücken können zu einem gestörten Zahnwechsel führen, sodass beim Zahnarzt die Folgen der frühzeitigen Milchzahnlücke durch einen festsitzenden Platzhalter oder herausnehmbaren Platzhaltern vermieden werden kann.

Diastema Frontzahnlücke

Diastema ist eine Frontzahnlücke bzw. ist eine Zahnlücke, meist zwischen den mittleren Frontzähnen des Oberkiefers.

Im Gegensatz zu vorübergehenden Lücken ist ein echtes Diastema erblich bedingt und bildet sich nicht selbst zurück, denn sie entsteht meist durch ein zu tief ansetzendes Lippenbändchen an der Innenseite der Lippe, meist im Oberkiefer. Diastema kann erblich bedingt sein oder auch durch eine seitliche Wanderung von einem Zahn entstehen, denn Zähne bewegen sich, sodass es auch zu Zahnstellungsanomalien kommen kann. Diastema bedeutet, dass vor allem zwischen den beiden mittleren Schneidezähnen im Oberkiefer eine grosse Zahnlücke klafft.

Diastema ist die Lücke zwischen den oberen mittleren Schneidezähnen.

Diastema, Frontzahnlücke, Schneidezähn, Zahn

Ein solcher sichtbarer Zahnzwischenraum bei den Zähnen bildet sich häufig zwischen den vorderen Schneidezähnen.

Mediales Diastema bedeutet eine Zahnlücke zwischen den mittleren oberen Schneidezähnen, bedingt durch einen zu grossen Zahnbogen und oder auch zu klein angelegte Schneidezähne. Man unterscheidet zwischen einem echten Diastema, wo es sich um eine erblich bedingte Zahnlücke handelt und einem unechten Diastema, wo die Ursache beim Durchbrechen der mittleren Schneidezähne zeitlich unterschiedlich ist und sich das unechte Diastema von selbst wieder ausgleichen kann, wenn die übrigen Zähne durchbrechen. Von einem unechten Diastema wird auch gesprochen, wenn ohne Zahnverlust (Zahnunfall) die seitlichen Schneidezähne fehlen, was meist eine Regulierung durch den Kieferorthopäden notwendig macht. Bei einem falschen Diastema entsteht die Zahnlücke durch einen Raumüberschuss infolge Agenesie (genetisch bedingte Nichtanlage) der seitlichen Schneidezähne im Kiefer wie auch durch eine Verdrängung der mittleren Schneidezähne bei zu stark ausgeprägten Lippenbändchen. Das echte Diastema wird eine Lücke verursacht, die erblich bedingt ist, so dass das Lippenbändchen durch die Lücke gewachsen ist und durch eine Operation beseitigt werden kann, wonach eine kieferorthopädische Behandlung erfolgt. Wenn der Zwischenraum nicht zu gross ist, kann eine Frontzahnlücke auch durch ein Keramikveneer oder Krone geschlossen werden.

Veneers sind eine gute Möglichkeit, Frontzahnlücken ästhetisch zu schliessen.

Veneers, Frontzahn, Keramikschale, Facetten

Diastema ist eine nicht durch Zahnverlust bedingte Zahnlücke die durch Schalen und Facetten aus Keramik oder Composite geschlossen werden können.

Ein echtes Diastema ist mit Platzüberschuss und tief inserierendem Lippenbändchen sowie mit medialer Lücke zwischen den mittleren bleibenden Schneidezähnen vom Oberkiefer.

Ein unechtes Diastema ist aufgrund der einseitigen oder beidseitigen Nichtanlage von Zähnen bzw. Verkümmerung oberer seitlicher Schneidezähne.


Verlust der Milchzähne

Der Milchzahn hat eine Platzhalterfunktion und hält den Platz für den bleibenden Zahn als Nachfolger frei, doch wenn ein Milchzahn durch frühzeitigen Zahnausfall (Milchzahnverlust) fehlt, können die Nachbarzähne in die Lücke hineinkippen, sodass ein normaler Zusammenbiss gestört ist und damit der Platz beim Zahndurchbruch vom bleibenden Zahn eingeengt ist.

Im Alter von sechs Jahren verlieren die Kinder normalerweise die Milchzähne, sobald die bleibenden Zähne nachrücken, sodass man vom natürlichen Zahnausfall bzw. Ausfall der Milchzähne spricht.

Milchzähne fallen aus Milchzahngebiss Milchgebiss

Der Zahnwechsel findet bei Kinderzähnen in zwei Phasen statt und so sind es meist die Schneidezähne, die als ersten Milchzähne ausfallen, sodass eine Zahnlücke im Milchgebiss entsteht.

Zahnausfall Milchzahn

Milchzähne dienen bis zum Zahnausfall der Zerkleinerung der Speisen und sind Platzhalter für die bleibenden Zähne im Gebiss.

Milchzähne haben einen weicheren, noch nicht vollständig ausgereiften Zahnschmelz und brauchen darum eine gute Zahnpflege und einen besonderen Kariesschutz bzw. Kariesprophylaxe durch Fluorid, denn, vereiterte und tote Milchzähne sind keine gesunden Platzhalter mehr. Damit das Immunsystem nicht belastet wird und eine gesunde Mundflora wieder hergestellt werden kann, müssen zerstörte, nicht reparable Milchzähne entfernt werden. Um Zahnfehlstellungen zu vermeiden, wird dem Kind für die Zahnlücke einen hygienischen künstlichen Platzhalter anfertigt. Der Zahnausfall vom Milchzahn im Milchzahngebiss ist ein natürlicher Zahnverlust mit Zahnlücken im Milchgebiss der zwischen dem sechsten und zwölften Lebensjahr stattfindet.

Wenn Milchzähne nicht ausfallen

Wie die bleibenden Zähne, haben Milchzähne Zahnwurzeln und können in Einzelfällen integriert bleiben, sofern darunter der permanente Zahn nicht angelegt ist.

Es gibt also Menschen, die während des ganzen Lebens die Milchzähne besitzen weil keine bleibenden Zähne (Erwachsenenzähne im Erwachsenengebiss) nachwachsen. Normalerweise fallen Milchzähne aus und werden durch die bleibenden Zähne ersetzt. Der Ausfall der Milchzähne ist ein natürlicher Vorgang, bei dem die Milchzähne durch die bleibenden Zähne verdrängt bzw. hinausgestossen werden. Wenn der Ersatzzahn genügend herangewachsen ist, fällt der Milchzahn von selbst heraus. Bleibende Zähne, die die Milchzähne ablösen, werden auch als Ersatzzähne bezeichnet. Wenn die Milchzähne locker werden, können diese Wackelzähne eine Zahnfleischentzündung und damit auch eine erhöhte Schmerzempfindlichkeit hervorrufen. Zahn-Karies kann wie bei bleibenden Zähnen auch bei Milchzähnen Schmerzen und Entzündungen verursachen, was man durch frühzeitige und kompetente Zahnbehandlung vermeiden kann. Auf kariösen Milchzähnen bilden sich rascher Zahnbeläge, in dem sich Kariesbakterien vermehren und andere Zähne anstecken können. Vielfach werden die später durchbrechenden bleibenden Zähne durch diese Kariesbakterien gefährdet.

Zahnwechsel bei Kindern

Der Zahnwechsel findet bei Kindern in zwei Phasen statt.

Die ersten Milchzähne fallen in der Regel zwischen dem 5. und 7. Lebensjahr aus (Zahndurchbruch für bleibendes Gebiss), das im Normalfall die Schneidezähne sind. Die Milchbackenzähne fallen erst zwischen dem 10. und 12. Lebensjahr aus und werden durch bleibende Zähne ersetzt. Genaue Anhaltspunkte über den Zeitpunkt vom Zahnwechsel gibt es nicht, denn bei einigen Kindern erfolgt der Zahnwechsel früher, bei anderen dauert der Zahnwechsel wesentlich länger. Hormonelle Störungen der Hypophyse können zu einer Verzögerung der Zahnentwicklung führen, so dass man von einem verspäteten Zahndurchbruch spricht. Im Laufe der Zeit kommt aber auch immer häufiger vor, dass bleibende Zähne nicht angelegt sind, wobei es sich in der Regel um jeden letzten Zahn einer Zahngruppe handelt, also der zweite kleine Schneidezahn, der zweite kleine Backenzahn und der dritte grosse Backenzahn (Weisheitszahn). Die grossen bleibenden Backenzähne kommen direkt durch die Schleimhaut, denn an ihrer Stelle gibt es keinen Milchzahn. Weisheitszähne befinden sich im Backenzahnbereich weit hinten und brechen wegen Platzmangel entweder gar nicht oder nur teilweise durch, was als Teilretention bezeichnet wird, denn Retention bezeichnet das zurückhalten. Von einem retinierten Zahn spricht man, wenn dieser aus unerklärlichen Gründen die Mundhöhle nicht durchbricht. Als Dentitio difficilis wird der erschwerte Zahndurchbruch der bleibenden Zähne bezeichnet, so auch beim Weisheitszahndurchbruch.

Zähne fallen aus, neue Zähne kommen

In den ersten Lebensjahren liegt die Zahngesundheit in den Händen der Eltern, denn wenn die ersten Milchzähne gekommen sind, benötigen diese eine regelmässige Zahnpflege.

Die Meinung, dass die Milchzähne nicht dieselbe Sorgfalt brauchen wie bleibende Zähne ist falsch, denn auch wenn die  Milchzähne nicht dauerhaft im Kiefer bleiben, müssen sie gepflegt werden (Mundpflege), denn es gibt beim Mensch einen engen Zusammenhang zwischen Milchzähnen und der Gesundheit. Milchzähne fungieren für bleibende Zähne als deren Platzhalter und so beginnt zwischen dem sechsten und neunten Lebensjahr bei den Kindern der natürliche Zahnwechsel.

Vorzeitigen Zahnverlust der Milchzähne

Gesunde Milchzähne bilden eine ideale Voraussetzung für gerade, bleibende Zähne.

Milchzahnverlust, Zahnlücken, Zahnverlust, Zahn

Sind Milchzähne bis zum Zahnwechsel intakt, benötigt man seltener eine kieferorthopädische Behandlung (Kieferorthopädie).

Entstehen vorher Zahnlücken durch vorzeitigen Zahnverlust, verschieben sich die Milchzähne nach vorn, sodass bleibende Zähne später nicht genug Platz haben.

Eltern unterschätzen oft, welche Langzeitfolgen der vorzeitige Zahnverlust oder die starke Beschädigung der Milchzähne für das spätere Zahngebiss haben kann. Die Milchzähne fallen normal als Platzhalter erst dann aus, wenn die zweiten Zähne bereit sind, was mit ca. 6 Jahren geschieht. Ein wackelnder Milchzahn, der nur noch an einem Faden hängt und sich mit der Zunge rausdrücken lässt, ist für jedes Kind eine spannende Angelegenheit. Geht ein Kinderzahn vorzeitig durch einen Zahnunfall verloren, kann das die gesunde Entwicklung vom Gebiss langfristig stark beinträchtigen.

Zähne fallen aus (kein Zahnverlust) wenn bleibende Zähne nachwachsen.

Oberkiefer:
6 bis 8   Jahre: erster Schneidezahn
7 bis 8   Jahre: zweiter Schneidezahn
9 bis 11 Jahre: erster Mahlzahn
10 bis 12 Jahre: Eckzahn
10 bis 12 Jahre: zweiter Mahlzahn

Unterkiefer:
6 bis 8   Jahre: erster Schneidezahn
7 bis 8   Jahre: zweiter Schneidezahn
9 bis 11 Jahre: erster Mahlzahn
9 bis 12 Jahre: Eckzahn
10 bis 12 Jahre: zweiter Mahlzahn

Die Durchbruchzeiten der permanenten Zähne können grossen Schwankungen unterworfen sein die grösser sind als bei den Milchzähnen, denn Abweichungen von Durchbruchszeit von bis zu drei Jahren sind beim Zahndurchbruch keine Seltenheit. Die bleibenden Zähne brechen bei Mädchen im Normalfall drei bis sechs Monate früher durch als bei den Jungen.


Odontogenese

Von der genetischen Anlage wird die Odontogenese gesteuert, das der Entstehungsprozess der Zähne ist und vom Zahnarzt als Zahngewebe-Entwicklung bezeichnet wird.

Zur Odontogenese (Zahnentwicklung) gehören alle Vorgänge, die sich von der ersten Anlage der Milchzähne bis zum Durchbruch (Zahndurchbruch) der bleibenden Zähne ereignen.

Odontogenese, Zahnentwicklung, Milchzähne

Die Entwicklung der Zähne ist ein komplexer Prozess, denn damit Zähne im Mund eine gesunde Umgebung haben, müssen sich während der Embryogenese Zahnschmelz, Dentin, Wurzelzement und die Wurzelhaut (Periodontium) entwickeln, denn Embryo ist die Bezeichnung für die Frucht in der Gebärmutter.

Zahnentwicklung

Odontogenese bedeutet Zahnentwicklung von der ersten Anlage der Milchzähne bis zum Zahndurchbruch der bleibenden Zähne.

Zur Odontogenese bzw. Zahnentwicklung gehören die Entstehung der Zahnleiste, die Ausbildung vom Schmelzorgan, dessen weitere Entwicklung bis zur Ausbildung der Zahnkrone, Durchbruch der Milchzähne, die Ausbildung der Zahnwurzel, die Entwicklung vom Zahnbett, Resorption der Milchzahnwurzel, Milchzahnverlust sowie Durchbruch der bleibenden Zähne. Die Zahnentwicklung der Milchzähne und auch der bleibenden Zähne beginnt ca. 40 Tage nach der Befruchtung der weiblichen Eizelle. In der fünften bis achten Schwangerschaftswoche differenzieren sich die Zahnanlagen. Dabei wird unterschieden zwischen Zahnleiste, Knotenstadium, Kappenstadium und Glockenstadium.

Entwicklung der Zähne

Die Entwicklung der Zähne beginnt in der späten Embryonalperiode mit der Zahnanlage als Vorstufe vom Zahn mit Schmelzorgan (Zahnglocke), Zahnpapille und dem Zahnsäckchen.

Unter dem Begriff Entwicklung der Zähne (Odontogenese) ist der Zeitpunkt bis zur Bildung der Zahnhartsubstanz (Zahnkrone aus Schmelz und Dentin) zu verstehen. Die Bildung von Zahnschmelz wird Amelogenese genannt und ereignet sich während dem Kronenstadium, wobei Dentin immer vor dem Zahnschmelz entsteht. Die Zahnglocke wird nach aussen durch das äussere Schmelzepithel gegen das mesenchymale Zahnsäckchen abgegrenzt. Die innere Oberfläche der Zahnglocke wird durch das hochprismatische innere Schmelzepithel ausgekleidet, das der Zahnpapille aus dichtem Mesenchym zugewandt ist. Inmitten vom inneren und äusseren Schmelzepithel befindet sich die Schmelzpulpa. Die Hauptursachen vom Zahndurchbruch liegen im Besonderen im ansteigenden Wachstumsdruck, denn der Zahn und auch der gesamte Kiefer wird einem stetigen Wachstum unterworfen. Die Angaben vom Zahndurchbruch sind grobe Richtwerte, die starken Veränderungen unterliegen können und so ist ein frühzeitiger oder auch ein verspäteter Zahndurchbruch normal und ist keine Krankheit. Im Zweifelsfall kann durch eine Röntgenuntersuchung ein verspäteter Zahndurchbruch von einer Nichtanlage der Zähne unterschieden werden. Bei Anlage vom dritten Backenzahn bzw. Weisheitszahn, kann der Durchbruch nicht genau festgelegt werden. Bei der Zahnanlage können auch zusätzliche Backenzähne vorhanden sein, der als Distomolar oder Retromolar bezeichnet wird.

Entwicklungsstörungen der Zähne

Es gibt auch Entwicklungsstörungen vom Zahnhartgewebe bzw. angeborene Störungen wie Zahnform, Anzahl Zähne und Grösse der Zähne sowie erworbene Veränderungen wie Verletzungen, Infektionskrankheiten, Rachitis oder genetischen Defekte bis zum völligen Fehlen vom Schmelzüberzug.

Unter der Odontogenese versteht man alle Abläufe zwischen der Anlage der ersten Milchzähne bis zu den bleibenden Zähnen, wo Entwicklungsstörungen entstehen können. Bei den Entwicklungsstörungen gibt es die angeborene Nichtanlage von Zähnen, vielfach durch Fehlen der zweiten Schneidezähne. Zahndysplasien sind eine Fehlentwicklungen von Zähnen infolge von Wachstumsstörungen oder durch Vererbung und Dysgnathie bedeutet eine „Anlagebedingte Fehlentwicklung“ der Kiefer in Form und Lage. Da Zahnentwicklungsstörungen die zu Veränderungen von Anzahl Zähne, Zahnstruktur, Zahnform oder Zahngrösse erst nach dem Zahndurchbruch sichtbar werden, lässt sich die Ursache vielfach nicht feststellen, da die auslösende Störung Jahre zurückliegen können. Bei manchen Menschen können familiär gehäuft die zweiten Schneidezähne fehlen wie auch Formveränderungen wie Zahnverschmelzungen und Zwillingszahnbildungen. Mit Oligodontie ist die angeborene oder erworbene stark verminderte Zahl der Zähne gemeint und Hypoplasie ist eine Angeborene oder anlagebedingte Unterentwicklung von einem Organ oder Gewebe bei der Zahnentwicklung und Hypodontie ist eine Bezeichnung für eine angeborene Unterzahl von Zähnen. Möglich sind auch erworbene Überzahl oder Unterzahl an Zähnen durch zufällige lokale Störung der Entwicklung im zweiten Schwangerschaftsmonat, was nicht erblich bedingt ist, im Besonderen, wenn Lippenspalten (Hasenscharte), Kieferspalten oder Gaumenspalten vorliegen (Lippenspalten, Kieferspalten, Gaumenspalten). Als Veränderungen der Zahnform gibt es Verschmelzungen, Zwillingsbildungen oder Formveränderungen bei angeborener Syphilis wo an der Schneidekante der oberen mittleren Schneidezähne eine halbrundförmige Aussparung zu sehen ist. Bei den Entwicklungsstörungen und Veränderungen der Zahnhartgewebe gibt es auch verschiedene Zahnverfärbungen durch Einlagerungen oder Auflagerungen die durch chemische oder traumatische Einflüsse sowie durch innere Erkrankungen entstehen können. Schäden und Veränderungen vom Zahnhartgewebe können nicht rückgängig gemacht werden bzw. sie sind nicht reversibel und lassen sich nur durch Überkronung oder durch die Zahnersatz-Prothetik beheben.


Zahndurchbruchszeiten

Als Zahndurchbruch wird der Prozess bezeichnet, wo sich der entwickelte Zahn aus seiner Lage innerhalb vom Alveolarfortsatz in die Okklusionsebene bewegt auf der sich die Milchzähne vom Oberkiefer und Unterkiefer treffen.

Im Alter von 6 bis 8 Monaten beginnt der Zahndurchbruch wo der erste Milchzahn durchbricht, und danach weitere Milchzähne folgen.

Zahnen Zähne Zahndurchbruch Milchzähne

Alle oberen Schneidezähne und unteren Schneidezähne sind meist zum ersten Geburtstag sichtbar, die ersten Milchbackenzähne folgen aber erst zwischen dem 12. und 16. Monat.

Gebissperiode und Zahnwechsel

Als erstes erfolgt Milchgebissperiode und danach die Wechselgebissperiode, wobei man von einem frühen Wechselgebiss und einem späten Wechselgebiss spricht wo danach im breiteren Kiefer das bleibende Gebiss entsteht.

Dem Mensch stehen im Laufe des Lebens zwei Sätze an natürlichen Zähnen zur Verfügung und so sind die Milchzähne und die bleibenden Zähne im Kiefer bereits vor der Geburt angelegt. Das Gebiss von Kindern und Erwachsenen ist wegen Platzmangel unterschiedlich, denn das Milchgebiss besteht aus weniger Zähnen als das Gebiss eines Erwachsenen. Die Kinderzähne brechen bereits sehr früh im Babyalter durch, denn zwischen dem 6. Lebensmonat und dem 2. Lebensjahr wachsen beim Kind 20 Milchzähne. Das bleibende Gebiss eines Erwachsenen besteht aus verschiedenen Zahntypen und Zahnformen für die jeweils eine unterschiedliche Funktion besitzen und besteht im Oberkiefer und Unterkiefer aus jeweils 16 Zähnen. Zahndurchbruch und Zahnwechsel sind im Gebiss komplexe und zeitlich aufeinander abgestimmte zellulärer Vorgänge. Der Kauapparat als Kauorgan mit dem Zahngebiss ist beim Menschen eines der kräftigsten Organe wozu der Unterkiefer und Oberkiefer mit den Kiefergelenken gehört wie auch der Gaumen, die Zähne, die Zunge, die Kaumuskeln, das Weichgewebe wie auch das Zahnfleisch. Hormonelle Störungen der Hypophyse können zu einer Verzögerung der Zahnentwicklung führen, so dass von einem verspäteten Zahndurchbruch gesprochen wird. Beim Zahnwechsel vom Milchgebiss zum Wechselgebiss kann ein Milchzahn festsitzen, wenn sich die Zahnwurzel nicht rechtzeitig auflöst, wodurch sich ein Zahn vor den anderen schieben kann.

Zahndurchbruch

Die ersten Zähne brechen beim Kind der Regel im Unterkiefer früher durch als die Zähne im Oberkiefer.

Die Milchzähne sollten aber erst verloren gehen, wenn sie durch die bleibende Zähne ersetzt werden, denn Milchzähne sind Platzhalter im Milchgebiss für die bleibenden Zähne im bleibenden Gebiss. Meistens brechen die unteren Milchzähne als Beisswerkzeug und Kauwerkzeug zuerst durch, denn auch Milchzähne werden zum abbeissen, zerkleinern und zermahlen gebraucht. Um die Nahrung für die Weiterverarbeitung im Verdauungstrakt vorbereiten, kommen beim Zahndurchbruch im fertigen Milchgebiss beim Kleinkind vier Eckzähne, acht Schneidezähne und acht Milchmahlzähne zum Vorschein, die bereits höchste Kaubelastungen aushalten müssen. Schneidezähne und Eckzähne haben nebst dem abbeissen die Aufgabe, den Oberkiefer und den Unterkiefer beim Schliessen vom Mund richtig zusammen zu führen, was als Frontzahnführung oder Eckzahnführung bezeichnet wird. Die Frontzahnführung wie auch die Eckzahnführung dient dazu, den Kaufvorgang entsprechend der Zahnfunktionen im Kauapparat durchzuführen.

Zahnen der Kinder

Der Zahndurchbruch, auch Zahnen oder Zahnung genannt, ist ein natürlicher Vorgang der häufig mit leichten Schmerzen verbunden ist.

Beim Zahndurchbruch gibt es zur Linderung beim Zahnen spezielle Zahnungs-Gels oder Beissringe. Beissringe die gekühlt werden wirken besser. Dentition bedeutet den Durchbruch der Zähne durch das Zahnfleisch, und so erfolgt der Durchbruch der Milchzähne im Milchgebiss in der Regel zwischen dem fünften und dem 30. Lebensmonat. Es gibt nur wenige Neugeborene, die bereits mit einem oder zwei Zähnen zur Welt kommen. Beim Zahndurchbruch wird der Begriff Zahnrichtung meist gebraucht für die Achsstellung (Zahnachse), von dem im Kiefer liegenden Zahnkeim, der in eine Richtung zeigt, wohin der Zahn durchbrechen wird.

Zahndurchbruchszeiten der Milchzähne:

Mittlere Schneidezähne 6 - 10 Monate
Seitliche Schneidezähne 10 - 14 Monate
Erste Backenzähne 14 - 18 Monate
Eckzähne 18 - 22 Monate
Zweite Backenzähne 22 - 30 Monate

Meistens erfolgt der Zahndurchbruch vom zentralen unteren Schneidezahn im sechsten Monat. Im zwölften Monat erfolgt der Zahndurchbruch der oberen Schneidezähne. Die Durchbruchzeiten der permanenten Zähne können grossen Schwankungen unterworfen sein die grösser sind als bei den Milchzähnen, denn Abweichungen von Durchbruchszeit von bis zu drei Jahren sind beim Zahndurchbruch keine Seltenheit.

Zahnen

Viele Babys bekommen ihre Zähne ohne Probleme, denn Zahnen ist ein ganz normaler Vorgang.

Zu welchem Zeitpunkt das Zahnen beginnt und sich die Zähne zeigen, ist von Kind zu Kind unterschiedlich, denn einige Babys haben schon mit drei Monaten Beisserchen, andere lächeln noch am ersten Geburtstag "Zahnlos" in die Runde. An den kleinen Unebenheiten im Zahnfleisch kann man die Lage der ersten Zähnchen meist erkennen, die sich im Alter zwischen 6 bis 10 Monaten bilden. Wenn Babys Zahnen, kann man sie  kuscheln, herumtragen und trösten, doch dies beruhigt den gereizten Kiefer nicht, besser ist ein Beissringe als "Fingerdouble" mit gekühlter Flüssigkeit gefüllt, denn dieser wirkt zusätzlich schmerzstillend. Beim Zahnen nimmt das Baby alles in den Mund und kaut darum herum. Beissringe dürfen nicht ins Eisfach gelegt werden, denn das könnte im Babymund zu Erfrierungen an Zahnfleisch und der Mundschleimhaut führen.

 Das Baby sabbert stärker als sonst durch vermehrten Speichelfluss.
 Das Kind versucht, auf der eigenen Faust herumzukauen.
 Das Baby hat keinen Appetit, dafür aber eine regere Verdauung.
 Die Wangen sind auffallend rot und heiss.
 Das Zahnfleisch ist geschwollen, gerötet und empfindlich.
 Durchfall, Verstopfung und wunder Po können Begleiterscheinungen vom Zahnen sein.
 Erhöhte Temperatur "Zahnfieber" (beim Arzt abklären lassen). 
 Der Kiefer ist häufig an der Zahndurchbruchstelle gerötet und geschwollen. 
 Das Baby schläft schlecht, weint und schreit häufiger und ist unleidlich.

Milchzähne sind Platzhalter für die bleibenden Zähne im Gebiss und dienen bis zum Zahnausfall der Zerkleinerung der Speisen.


Dentition "Durchbruch der Zähne"

Der Mensch erlebt im Gebiss zwei Zahndurchbrüche, die erste Dentition erfolgt durch die Milchzähne und die zweite Dentitionen durch die bleibenden Zähne.

Dentition bedeutet in der Mundhöhle den Durchbruch der Zähne aus dem Kieferknochen bzw. Alveolarfortsatz.

Dentition, Durchbruch Zähne, Zahndurchbruch

Die zeitliche Dentition bzw. Durchbruch der Zähne ist abgestimmt auf das allgemeine Körperwachstum und die Grössenverhältnisse der Kiefer die durch den Gesichtsschädel bestimmt sind.

Dentition ist die Bezeichnung für den Durchbruch der Zähne (Zahndurchbruch) durch den Kiefer in die Mundhöhle.

Der Mensch hat in seinem Leben zwei Dentitionen, wobei die erste mit dem Zahndurchbruch der Milchzähne, die zweite nach einer bestimmten Anzahl von Jahren durch das bleibende Gebiss. Die Entwicklung der Zähne (Zahnentwicklung) beginnt bereits vor der Geburt eines Babys und ist oft mit dem 18. Lebensjahr noch nicht abgeschlossen. Der Zahndurchbruch (Dentition) wird auch Zahnen oder Zahnung genannt. Der erste Durchbruch (Milchzähne) ist in der Regel bis zum Ende des 2. Lebensjahres abgeschlossen. Der zweite Durchbruch (bleibendes Gebiss bzw. bleibende Zähne) erfolgt vom 6 bis 12. Lebensjahr, mit Ausnahme der Weisheitszähne, die vom 16. Lebensjahr an durchbrechen können. Als Dentition bezeichnet man den Zahndurchbruch, welcher zwischen dem fünften und siebten Monat mit dem Milchzahngebiss beginnt. Zwischen dem sechsten und zwölften Lebensjahr folgt die Dentition des bleibenden Gebisses und endet zwischen dem 17. und 24. Lebensjahr mit der Dentition der Weisheitszähne. Bei der Dentition kann es zu verschieden Störungen kommen, wobei der Zahnarzt unterscheidet zwischen erschwertem Zahndurchbruch der auch als "Dentitio difficilis" bezeichnet wird und dem vorzeitigen Zahndurchbruch als "Dentitio praecox" sowie dem verzögerten Zahndurchbruch der als "Dentitio tarda" bezeichnet wird.

Dentitionsstörung

Als Dentitionsstörung bezeichnet man retinierte oder verlagerte Zähne, doch die meisten verlagerten Zähne sind retiniert.

Als Retinierte Zähne bezeichnet man die Zähne, die nach Abschluss vom Zahnwurzelwachstum die Kauebene noch nicht erreicht haben was auf dem Röntgenbild ersichtlich ist. Wenn ein Teil der Zahnkrone in der Mundhöhle sichtbar ist, der Zahn aber nicht ganz hinaus kommen kann, spricht man von einem teilretinierten Zahn. Wenn man von Verlagerten Zähnen spricht, befinden sie sich an falscher Stelle im Kiefer oder die Zähne befinden sich in der falschen Lage. Dysodontie ist ein nicht definierter Ausdruck für Störungen der Zahnanlage, Zahnfehlstellungen und Dentitions-Störungen und Dysgnathie ist eine angeborene Zahnfehlstellung, Kieferfehlstellung und Bissfehlstellung. Dysgnathie als Gebissfehlstellung ist ein von der Norm abweichender Gebisszustand, wobei die Abweichung angeboren sein kann oder im Laufe des Lebens erworben wird wie Habits oder frühzeitiger MilchzahnverlustDysplasie bezeichnet die Fehlbildung, Fehlgestaltung bzw. Unterentwicklung von einem Organ oder Gewebe mit unzureichender Differenzierung. Der Durchbruchsdruck der Weisheitszähne sowie auch funktionelle Störungen können bei Erwachsenen ungewollte Zahnstellungsanomalien, wie vorstehende oder engstehende Zahnreihen auslösen, die sich mit fortschreitendem Alter weiter nachteilig entwickeln. Bei der Dentition wird ein erschwerter Durchbruch der Zähne eingeteilt in retiniert, teilretiniert oder impaktiert. Als retiniert (retinere "zurückhalten") wird ein Zahndurchbruch bezeichnet, wenn die normale Zahndurchbruchszeit um ca. 18 Monate überschritten wird und ein impaktierter Zahn ist ein nicht vollständig in die Zahnreihen durchgebrochener Zahn.

Zahndurchbruch in der Reihenfolge

Die Reihenfolge vom Zahndurchbruch ist durch das Wachstum vorgezeichnet.

Als erstes erscheinen beim Zahndurchbruch die Schneidezähne im Unterkiefer, dann die ersten Milchbackenzähne und später schliessen die Eckzähne an die Schneidezähne an. Mit etwa sechs Jahren bricht, von den Eltern oft unbemerkt hinter dem letzten Milchbackenzahn der erste bleibende Backenzahn durch. Ab dem 7. Lebensjahr beginnt mit dem Verlust der Schneidezähne, wenn der eigentliche Zahnwechsel beginnt, so dass ein Wechselgebiss entsteht. Der Zahnwechsel fängt mit dem Abbau der Milchzahnwurzel an, da die organische Versorgung der zweiten Zähne den Zahnwurzeln der Milchzähne Substanz entzieht. Wenn die Zahnwurzel gänzlich abgebaut ist, bleibt die locker aufsitzende Zahnkrone übrig, die vom nachfolgenden Zahn aus dem Kiefer geschoben wird. Wie bei den Milchzähnen brechen auch die zweiten Zähne durch. Während Schneidezähne, Eckzähne und Backenzähne die Milchzähne ersetzen, haben die Mahlzähne keine "Platzhalter". Die vollständige Entwicklung der zweiten Zähne erstreckt sich über ungefähr acht Jahre, wenn man von den Weisheitszähnen absieht, die zwischen dem 16. und 30. Lebensjahr erscheinen. Möglich ist, dass Weisheitszähne überhaupt nicht angelegt werden. Erst nach Abschluss der zweiten "Zahnung" besteht das Erwachsenengebiss bzw. bleibende Gebiss aus 32 Zähnen.

Zähne im Babymund

Stellen sich bei Babys erste Zähnchen ein, steigt meist die Lautstärke in Kinderzimmern an, denn der Zahndurchbruch (Zahnen) wird vielfach von Zahnschmerzen begleitet.

Der Durchbruch der kleinen Zähne erfolgt durch langsames Vorrücken, denn gleichzeitig wird die darüber liegende Schleimhaut dünner, die dann beim Freigeben vom Zahn aufgeht. Zwischen dem dritten und zwölften Monat brechen die Zähne durch die Oberfläche vom Zahnfleisch, sodass das Zähneputzen mit Kinderzahnpasta mit dem ersten Zahn beginnt. Wenn das Kind drei Jahre alt wird, so hat es meist einen Mund voller strahlend weisser Zähne.

Gesunde Milchzähne

Bereits die ersten Milchzähne benötigen regelmässige Zahnpflege, denn die richtige Pflege der Zähnchen ist Voraussetzung für ein gesundes Gebiss mit schönen Zähnen bei Kindern.

Milchzähne die Gesund sind bilden die Grundlage für die bleibenden Zähne, denn ein intaktes Milchzahngebiss erhöht die Chance, dass auch die bleibenden Zähne gerade wachsen. Milchzähne sind Platzhalter für die bleibenden Zähne im Gebiss und dienen bis zum Zahnausfall der Zerkleinerung der Speisen.

Erscheinen der ersten Zähne im Oberkiefer:

7. bis 12. Monat: erster Schneidezahn
9. bis 13. Monat: zweiter Schneidezahn
14. bis 19. Monat: erster Mahlzahn
17. bis 22. Monat: Eckzahn
24. bis 33. Monat: zweiter Mahlzahn

Erscheinen der ersten Zähne im Unterkiefer:

6. bis 10. Monat: erster Schneidezahn
7. bis 16  Monat: zweiter Schneidezahn
12. bis 18. Monat: erster Mahlzahn
16. bis 23. Monat: Eckzahn
20. bis 31. Monat: zweiter Mahlzahn

Die Zähne bekommen im Laufe des Lebens viel Arbeit, was natürlich auch Spuren durch Zahnabnutzung und Zahnabrieb hinterlässt, im Besonderen beim Zähneknirschen und bei Menschen jeden Alters zu Zahnverlust führen kann.


Erschwerter Zahndurchbruch

Wenn Zahnfleischschmerzen und geschwollenes Zahnfleisch vorhanden sind, wo der Weisheitszahn durchbrechen sollte, handelt es meist um einen erschwerten Zahndurchbruch, wo evt. ein horizontal verlagerter, impaktierter Weisheitszahn vorhanden ist und der Weisheitszahn Probleme macht.

Wenn Weisheitszähne nicht richtig durchbrechen, kann es zu schmerzhaften Entzündungen oder auch eitrigen Abszessen kommen.

Erschwerter Zahndurchbruch, bleibende Zähne

Die häufigste Ursache für einen erschwerten Zahndurchbruch sind enge Platzverhältnisse im Kiefer, was vorwiegend im Unterkiefer der Fall ist.

Als Dentitio difficilis wird der erschwerte Durchbruch von bleibenden Zähnen (auch Weisheitszahndurchbruch) bezeichnet.

Ein erschwerter Zahndurchbruch kann auf Grund von Platzmangel von einem zu kleinen Kiefer im Besonderen bei den Milchzähnen und Weisheitszähnen vorkommend, was zu starken Schmerzen mit Entzündung und Fieber führen kann. Beim Zahndurchbruch kann es zu verschieden Störungen kommen, wobei der Zahnarzt unterscheidet zwischen erschwertem Zahndurchbruch "Dentitio difficilis" und vorzeitigen Zahndurchbruch "Dentitio praecox" sowie dem verzögerten Zahndurchbruch "Dentitio tarda". Die Bezeichnung Dentitio difficilis kennzeichnet akute Schmerzzustände und Entzündungszustände in Bezug auf teilretinierten Zähnen oder retinierte Zähnen. In der Zahnmedizin versteht man unter einer Retention einen Zustand, bei dem der Zahndurchbruch bzw. (Dentition) ausgeblieben ist, obwohl der Zahn unter der Weichteilabdeckung oder Knochenabdeckung an normaler Stelle und in nahezu richtiger Achsenstellung (Zahnachse) liegt. Der Zahn bleibt entweder vollständig im Kieferknochen stecken oder ist nur teilweise impaktiert. Impaktiert bedeutet eingeklemmt bzw. eingekeilt, wenn Zähne nicht durchbrechen können, denn ein impaktierter Zahn ist ein nicht vollständig in die Zahnreihen durchgebrochener Zahn. Impaktion ist ein Begriff für Zähne im Zahnbogen, die durch Raummangel oder Keimverlagerung am Durchbruch verhindert sind, wobei die unteren Weisheitszähne und die oberen Eckzähne am häufigsten betroffen sind. Die nicht vollständig durchgebrochenen Zähne sind im Normalfall mit einer Schleimhautkapuze bedeckt, ansonsten sich Bakterien im Mund oder Fremdkörper einlagern können, was zu einer Entzündung der Mundschleimhaut führen kann. Die Entzündung vom Zahnfleisch führt dann zum akuten Schmerzbild, was sich oft in die benachbarte Muskulatur ausstrahlt (Kaumuskulatur) und die die Mundöffnung behindern kann.

Zahndurchbruch erschwert

Ein erschwerter Zahndurchbruch kann bei Milchzähnen (Zahndurchbruch Milchgebiss) sowie auch bei Weisheitszähnen und Eckzähnen entstehen, was zu starken Schmerzen und Fieber sowie Schwellungen und Kieferklemme führen kann.

Bei Dentitio difficilis handelt es sich um einen sehr schmerzhaften Vorgang, der Babys wie auch Erwachsene gleichermassen belasten kann. Die nicht vollständig durchgebrochenen Zähne sind im Normalfall mit einer Schleimhautkapuze bedeckt. Die über dem Zahn gelegene Zahnfleischkappe bzw. Schleimhautkapuze bildet eine ideale Nische für Bakterien wo chronische Entzündungsprozesse ablaufen können, denn wenn sich dort Bakterien oder auch Fremdkörper einlagern können, kommt es zu einer Schleimhautentzündung bzw. Zahnfleischentzündung. Bei erschwertem Zahndurchbruch kann auch eine ausgeprägter fiebriger Zahnfleischentzündung und Zahnfleischtaschenbildung (Perikoronitis) erfolgen. Entzündungen bei Dentitio difficilis können bei Nichtbehandlung zu lokalen Abszessen übergehen. Die Dentitio difficilis ist der häufigste Grund für eine Extraktion und betrifft vielfach die unteren Weisheitszähne bzw. Weisheitszahnentfernung (retinierten Weisheitszahn). Platzverhältnisse (Zahnengstand) im Kiefer führen dazu, dass der Weisheitszahn ein Problemzahn ist, weil er zu wenig Platz findet um korrekt durchzubrechen und bricht entweder gar nicht, oder nur teilweise durch. Weil die Entzündung oft in die benachbarte Muskulatur ausstrahlt, ist häufig auch die Mundöffnung behindert, was eine Weisheitszahnentfernung notwendig macht, wenn der Weisheitszahn Probleme macht. Bei der Weisheitszahnentfernung handelt es sich um einen kieferchirurgischen Eingriff und nicht um einen zahnmedizinischen Eingriff, denn vielfach sind die Weisheitszähne impaktiert und am Zahndurchbruch gehindert. Die Zähne im 8. Zahnfach stehen in der ganzheitlich Zahnmedizin gesehen in enger Verknüpfung mit Niere, Nebenniere, Herz, Kreislauf, Psyche, Nervensystem, Innenohr, Hypophyse und Energiehaushalt, weshalb der Ganzheitsmediziner auch gerne beim 8. Zahnfach vom Energiezentrum vom Mensch spricht. Durch die Entfernung vom Weisheitszahn wird die Schmutznische beseitigt, sodass in der Folge die Entzündung vom Zahnfleisch rasch abklingen kann, da kein weiterer bakterieller Nachschub folgt.


Weisheitszahn

Die Weisheitszähne im Gebiss vom Mensch werden im Volksmund auch als Stockzähne bezeichnet und sind im Zahnschema die Zähne 18, 28, 38 und 48 und gehören zu den Molaren.

Wenn ein Weisheitszahn nicht durchbricht können auch Gelenkbeschwerden im Kiefer oder es kann zu Verschiebungen der Zähne kommen, wenn der Zahn als Gegenspieler in einem Kiefer fehlt.

Weisheitszahn, hinterster Zahn, Achter, Neuner

Weisheitszähne müssen vielfach gezogen oder operativ entfernt werden, wenn diese zu gesundheitlichen Problemen führen können.

Weisheitszähne

Weisheitszähne sind die hintersten Zähne im Oberkiefer und Unterkiefer und sind die achten von der Mitte aus gezählt.

Der Weisheitszahn entwickeln sich erst spät und bricht bei vielen Menschen erst im Erwachsenenalter zwischen dem 18. und 30. Lebensjahr oder gar nicht durch, weshalb dieser Zahn als Weisheitszahn bezeichnet wir. Der Weisheitszahn ist der letzte Zahn in jedem Quadrant im Gebiss. Der Weisheitszahn bekommt man relativ spät (Weisheitszahndurchbruch) oder auch gar nicht. Die Weisheitszähne verursachen beim Mensch vielfach schwerwiegende Komplikationen, so dass diese Stockzähne vielfach vorsorglich entfernt werden. Wenn der Weisheitszahn nicht kommt (Retinierter Weisheitszahn) bzw. kein Weisheitszahndurchbruch erfolgt, muss er operativ entfernt werden (Weisheitszahnentfernung). Weisheitszähne stehen bei vielen Menschen nicht innerhalb der Zahnreihe und können die Ursache für verschiedene Beschwerden und Erkrankungen sein. Eine einfache Zahnentfernung (Zahnextraktion) kann schwierig sein, wenn die Zahnwurzeln verhakt sind oder sich verwachsen haben, denn Weisheitszähne haben mehrere Zahnwurzeln und müssen meist operativ entfernt werden.

Achter und Neuner-Zahn

Weisheitszähne werden als "Achter" genannt, was eine Jargonbezeichnung für einen Weisheitszahn ist.

In wenigen Fällen sind hinter den Weisheitszähnen noch überzählige Weisheitszähne (Distomolaren) vorhanden die als "Neuner" genannt werden. Der Weisheitszahn dient im hinteren Teil vom Gebiss für die letzte Zerkleinerung der Speisen, damit die Kost gut verdaubar ist. Die Weisheitszähne müssen wegen fehlendem Platz oder wegen falscher Lage vielfach entfernt werden, im Besonderen der 9. Zahn, der als Stockzahn wegen falscher Achsenrichtung (Verlagerung) stockt und entfernt werden muss, da der der Zahndurchbruch (Dentition) meist gestört ist. Nach einer Lagebestimmung durch das Röntgenbild kann der Weisheitszahn meist schmerzfrei in Lokalanästhesie operativ entfernt werden. Eine Übersichts-Schichtaufnahme kann vor der Weisheitszahn-Operation die Wurzelform und die genaue Position im Kieferknochen sowie deren Nähe zu den anatomischen Strukturen wie Nerven und Kieferhöhle aufzeigen. Bei der Entfernung von impaktierten Weisheitszähnen wird die darüberliegende Mundschleimhaut abgelöst und der Stockzahn freigelegt. Der bedeckende Knochenanteil wird vorsichtig abgetragen und der Zahn als Ganzes oder als Zahnteilstückweise entfernt und die Wundhöhle mit Nähten verschlossen.

Der Weisheitszahn ist nützlich

Bei vollständigem Durchbruch in korrekter Position ist der Weisheitszahn ein nützliches Kauelement.

Der Weisheitszahn kann bei vollständigem Durchbruch in korrekter Position sehr nützlich sein, denn der Weisheitszahn ist wie der Backenzahn im hinteren Teil vom Gebiss mit den grossen Kauflächen ein nützliches Kauelement. Wichtig ist jedoch, dass der Weisheitszahn ein ausreichendes Platzangebot im Kiefer hat. Die Menschen hatten im Laufe der Jahrtausende durch das "Weichkochen" immer weniger zum "Kauen" und so hat sich der Kiefer zurückgebildet, die Zahngrösse und Anzahl der Zähne sind aber gleich geblieben. Als Folge fehlt für die letzten Zähne in der Zahnreihe oft das Platzangebot, sodass der Weisheitszahn nicht durchbricht (vollständige Retention) oder nur teilweise durchbricht (Teilretention). Der Weisheitszahn kann nützlich sein und den Backenzahn ersetzen, wenn dieser durch einen Zahnunfall verloren geht. Am Weisheitszahn kann auch eine Zahnbrücke befestigt werden, wodurch der Weisheitszahn so nützlich sein kann, wenn dieser in korrekter Position steht und keine Zahnprobleme bietet.

Weisheitszahn, Teil vom Kauorgan

Unsere Zähne und damit auch der Weisheitszahn bilden einen Teil vom Kausystem, indem sie für die Zerkleinerung der Nahrung zuständig sind, damit die Verdauung leichter erfolgen kann.

Unsere Zähne sind vor der Geburt bereits angelegt (Zahnanlage), so auch der Weisheitszähne, die im täglichen Leben für die mechanische Zerkleinerung der Nahrung als Beiss und Kauwerkzeug sorgen. Ohne vollständiges Zahngebiss mit den unterschiedlichen Zahnarten und Zahntypen können viele Nahrungsmittel nicht richtig verwertet werden. Schneidezähne und Eckzähne bilden daher die Frontzähne, Vormahlzähne und Mahlzähne die Backenzähne. Eckzähne zählen wie die Schneidezähne zu den Frontzähnen und haben eine angespitzte Zahnform um die harte Nahrung abzubeissen. Vorbackenzähne (Prämolaren) zerstückeln die Nahrungsmittel grob, denn die acht Vormahlzähne können mit Unterstützung ihrer zweihöckrigen Zahnkrone zerkleinern. Im hinteren Teil vom Gebiss liegen die Backenzähne, die der letzten Zerkleinerung dienen, wie auch der Weisheitszahn bzw. die Weisheitszähne, damit die Kost gut verdaubar ist.


Weisheitszahndurchbruch

Wenn Weisheitszähne beim Durchbrechen Probleme machen, haben sie als letzte im Kiefer durchbrechende Zähne meist nicht genügend Platz, so dass sie in die falsche Richtung wachsen und die Nachbarzähne schädigen können.

Weisheitszähne befinden sich weit hinten, wo der Weisheitszahndurchbruch wegen Platzmangel entweder gar nicht oder nur teilweise erfolgt.

Weisheitszahn-Durchbruch, Platzmangel Zahn

Bei vielen Menschen gibt es im Besonderen im Unterkiefer für die die Weisheitszähne zu wenig Platz, da die Weisheitszähne am Kiefernwinkel sitzen und kein Weisheitszahndurchbruch erfolgt, sodass gesundheitliche Probleme durch die Weisheitszähne entstehen können.

Weisheitszähne

Die Weisheitszähne entwickeln sich als letzte Zähne im Oberkiefer und Unterkiefer.

Die Weisheitszähne werden beim Mensch vielfach vorsorglich entfernt, da diese als Stockzähne beim Wachstum schwerwiegende Komplikationen verursachen können. Weisheitszähne nennt man die hintersten Zähne im Oberkiefer und Unterkiefer bzw. die Achten Zähne von der Mitte an gezählt. Ein Weisheitszahndurchbruch ist der Durchbruch vom letzten Zahn der Mundhöhle und erfolgt meist ab dem 16. Lebensjahr. Oft geschieht dieser Durchbruch wegen Platzmangel im Kiefer unter erschwerten Bedingungen oder es kommt überhaupt nicht zum Zahndurchbruch, bei Weisheitszähnen meist auf Grund von Zahnverlagerung und oder auch Retention als Funktionsstörung im Kauorgan. Oftmals sind die Weisheitszähne impaktiert und am Durchbruch verhindert, denn bei vielen Zahnpatienten ist der Kiefer nicht gross genug für die Aufnahme der Weisheitszähne.

Zahndurchbruch der Weisheitszähne

Der Zahndurchbruch der Weisheitszähne ist häufig gestört durch Platzmangel im Kiefer und auch falscher Achsenrichtung bei der Zahnentwicklung und Gebissentwicklung (Zahnknospe) vom Zahnkeim.

Zahnkeime der Weisheitszähne bleiben teilweise oder vollständig im Kieferknochen stecken, ohne die Kauebene erreichen zu können und müssen entfernt werden (Zahnkeimentfernung). Möglich ist auch, dass nur die Weisheitszähne im Oberkiefer oder nur im Unterkiefer durchbrechen. Wenn "Zahnentzündungen" an den Weisheitszähnen nicht erkannt und entsprechend behandelt werden, kann dies zu weiteren Kieferknochenentzündungen führen, was ein höchst komplexer Prozess durch das Abwehrsystem vom Körper gegen Angriffe aller Art ist. Die Entzündung als Abwehr ist stets eine Reaktion auf krankmachende Reize, wie Fremdkörper oder Gifte, durch die Gewebe und oder auch Zellen geschädigt werden. Wie ausgeprägt die Entzündung ausfällt ist abhängig von der Stärke, der Dauer sowie Anzahl und Intensität der angreifenden Reize. Das Ziel einer Entzündung wie die "Entzündliche Erkrankungen vom Zahnfleisch" ist stets, den Verursacher und seine Folgen aus dem Körper zu beseitigen.

Beschwerden durch Weisheitszahn

Wegen Platzmangel bzw. Zahnengstand in einem zurückgebildeten Kiefer kommt es besonders bei den unteren Weisheitszähnen häufig zu Beschwerden während einem Teildurchbruch und äussert sich vorwiegend durch einen reduzierten Allgemeinzustand, Vergrösserung der lokalen Lymphdrüsen, Schwellungen und damit verbundener Kieferklemme, sowie einer lokalen Schleimhautentzündung.

Die Mundpflege ist im Bereich teilretinierter Weisheitszähne meist erschwert, sodass eine kariöse Zerstörung des Weisheitszähne oder auch der benachbarten zweiten Molaren erfolgen kann. Ebenso kann es an der Durchtrittsstelle vom Weisheitszahn-Durchbruch zu chronischen Zahnfleischentzündungen oder schmerzhaften Abszessen kommen. Auch im Kiefer liegende retinierte Weisheitszähne können grosse Beschwerden bereiten, indem sie auf die Zahnwurzel vom davor liegenden Zahn drücken und dadurch unklare Gesichtsschmerzen bzw. sympathischen Zahnschmerz bis und mit Ohr verursachen. Als retiniert bezeichnet man einen Zahn, der noch nicht zu seinem normalen Durchbruchszeitpunkt in der Mundhöhle erscheint. Beim Weisheitszahn beobachtet man häufig, dass nur ein teilweiser Durchbruch erfolgt und im Mund nur die Hälfte von der natürlichen Zahnkrone erscheint. Nicht ganz durchbrochene Weisheitszähne können wiederkehrende Zahnfleischentzündungen verursachen, was zum Rückgang der Zahnhaltestrukturen führen kann. Um die Zahnkrone herum können sich schmerzhafte Schwellungen entwickeln mit kaum zugänglichen Zahnfleischtaschen, sodass es bei Problemen und Beschwerden durch Weisheitszahn besser ist, den Weisheitszahn entfernen zu lassen, im Besonderen wenn der Weisheitszahndurchbruch nicht ganz erfolgt ist.

Entzündetes Zahnfleisch bei Weisheitszahn

Nicht vollständig durchgebrochene oder eingestellte Weisheitszähne sind vielfach die einzigen Gebiete von Zahnfleischentzündungen im ansonsten gesunden Gebiss.

Das Zahnfleisch in der Umgebung vom Weisheitszahn ist häufiger entzündet und es können Zahnsäckchen entstehen, das bindegewebige Umhüllungen der Zahnkrone während der Zahnbildung sind. Die hinteren Flächen der dritten Molaren weisen bei nicht vollständig durchgebrochene oder eingestellte Weisheitszähne häufig bei jungen Zahnpatienten eine stark erhöhte Sondierungstiefe mit entsprechendem Befall pathogener Mikroorganismen in den Zahnfleischtaschen auf, was eine chronische Entzündung im Mund bewirkt. Retinierte Weisheitszähne sind nicht selten Ursache von Zysten und aus der Zyste kann sich dann auch ein Tumor entwickeln. Bei Zysten (Granulome) handelt es sich um gefüllte Hohlräume mit Flüssigkeit, die sich im Kieferknochen unbemerkt ausdehnen und den Alveolarfortsatz dabei zerstören können.

Weisheitszähne können ein nützliches Kauelemente sein.

Bei vollständigem Durchbruch und in korrekter Position können die Weisheitszähne ein nützliches Kauelement für Kaufunktion und Kauvorgang sein.

Wenn ein Weisheitszahn bis zum 25. Lebensjahr noch nicht durchbrochen hat und in der Mundhöhle erscheint, wird er meist nicht mehr durch das Zahnfleisch hindurchtreten. In sehr seltenen Fällen sind hinter den Weisheitszähnen noch überzählige Weisheitszähne zu verzeichnen, die als Distomolaren oder auch neuner genannt werden.

Weisheitszahn entfernen

Wenn der Weisheitszahn nicht in korrekter Position steht, muss eine chirurgische Entfernung bzw. eine Weisheitszahnentfernung vorgenommen werden.

Um Komplikationen zu vermeiden sollte man mit der Weisheitszahnentfernung, wenn Weisheitszahn Probleme bereitet, nicht zu lange abwarten, denn je älter man wird, desto schwieriger wird dieser Eingriff, denn Weisheitszähne sind wegen ihrer anatomischen Lage nur schwer zugänglich und weisen im Verhältnis zu anderen Zähnen häufig bei den Zahnmerkmalen abnorme Wurzelkrümmungen auf. Bei Weisheitszähnen im Unterkiefer besteht häufig eine enge Beziehung zum Mandibularkanal, wo sich ein Ast vom Mandibularnerv (ein Trigeminusnerv) befindet und vielfach von den Zahnwurzeln umwachsen ist, sodass Schädigungen auch bei vorsichtigem Operieren meist vorübergehend auftreten können. Mandibularanästhesie ist die Betäubung vom Unterkiefernerv an der Nerveneintrittstelle in den Unterkiefer, denn Mandibula bedeutet Unterkiefer. Retinierte Weisheitszähne können tief und quer verlagert im Kieferknochen liegen. Bei grösseren chirurgischen Eingriffen können Schwellung, Schmerzen und Wundheilungsstörungen entstehen. Verlagerte Weisheitszähne können zu neuralgieartigen Schmerzen im Gesichtsbereich führen und müssen auch darum entfernt werden. Vor der Anfertigung von umfangreichem Zahnersatz wie Zahnbrücken und Zahnprothesen sollten impaktierte Weisheitszähne entfernt werden, denn "Impaktierte Zähne" sind Zähne, die nicht oder noch nicht ganz in den Mundraum gelangt sind.


Zahnengstand im Kiefer

Ein Engstand im Kiefer wird in der Kieferorthopädie in "Primärer Engstand", "Sekundärer Engstand" und "Tertiären Engstand" unterteilt.

Zahnengstände sind relativ häufig und sind vielfach erblich bedingt, sodass dies zu Fehlstellungen der Zähne führen kann, was eine kieferorthopädische Zahnbehandlung notwendig macht.

Die häufigste Ursache für einen Zahnengstand ist Platzmangel im Kiefer.

Zahnengstand, angeboren, Platzmangel Zähne

Ein Zahnengstand ist meist angeboren und macht ca. die Hälfte aller Fehlstellungen der Zähne aus.

Engstand der Zähne

Die neu durchbrechenden Zähne haben bei Zahnengstand im Kieferbogen zu wenig Platz und wachsen leicht verdreht und versetzt.

Ein Engstand der Zähne kann durch frühen Verlust der Milchzähne im Kleinkindalter oder auch durch Zahnverschiebungen im Erwachsenenalter erfolgen, wo der Engstand kronenwärts oder wurzelwärts bestehen kann. Die Zähne können durch Platzmangel leicht verdreht und versetzt wachsen, sodass aus diesen Gründen eine kieferorthopädische Behandlung bei den Fehlstellungen relativ häufig ist. Eine Therapie ist nicht nur wegen der Zahn-Ästhetik notwendig, sondern auch aus medizinischen Gründen zu empfehlen, denn ein Engstand erzeugt ungünstige Verhältnisse, die zu einem falschen Biss führen können. Bei einem Zahnengstand sind die Zähne in der Zahnbogenform meist verdreht und stehen in der Zahnreihe nicht in Reih und Glied, da die Zähne im Zahnkiefer zu wenig Platz haben. Im Kiefer findet sich bei einem Zahnengstand zu wenig Platz für die durchbrechenden Zähne weil der Kiefer zu klein oder die Zähne zu gross (Zahngrösse) sind. Beim Zahnengstand können einzelne Zähne gedreht, gekippt, nicht vorhanden sein oder brechen aus dem idealen Zahnbogen heraus, weil sie zu wenig Platz im Kiefer haben.

Zu kleiner Kiefer für die Zähne

Zahnstellungsanomalien wie Zahnfehlstellungen und Kieferfehlstellungen sind keine Seltenheit, denn wenn der Kiefer für die Zähne zu klein sind, wachsen Zähne verdreht, versetzt oder gekippt.

Ein zu kleiner Kiefer kann nicht alle Zähne aufnehmen, sodass die Zähne zu eng stehen. Bei Zähnen die gedreht oder gekippt aus dem Zahnbogen herauswachsen, spricht man von einem Zahnengstand. Ursache von Kieferfehlstellungen und Zahnfehlstellungen können auch eine Störung der Atemfunktion bzw. der Atemwege sein, denn Störungen vom Respirationstrakt führen zur Behinderung der Kieferentwicklung. Durch kieferorthopädische Behandlungen lässt sich der Kiefer weiten oder es müssen einige Zähne gezogen werden (Zahnextraktion), um Platz zu schaffen. Bei korrekter Durchführung kann die Therapie den Zustand vom Gebiss verbessern und trägt damit massgeblich zur Erhaltung der restlichen Zähne (Zahnerhaltung) bei. Verdrehte, versetzte oder gekippte Zähne stört nicht nur die Gesichtsästhetik, sondern kann auch zu Zahnkaries führen, denn die engen Berührungsstellen sind schlecht zu reinigen. Ursachen vom Zahnengstand können angeboren sein oder ein zu früher Verlust der Milchzähne durch mangelnde Mundhygiene bzw. Kinderzahnpflege im Kleinkindalter sowie Zahnveränderungen im Erwachsenenalter sein. Durch natürliche Umbauvorgänge im Unterkiefer kommt es bei vielen Erwachsenen im Lauf des Lebens zu Zahnengständen im Unterkiefer. Der tertiäre Engstand ist eine Form von Zahnengstand, die nur bei erwachsenen Menschen vorkommt und wo meist Zahnfehlstellungen im Unterkiefer vorhanden sind. Ein verspätetes Kieferwachstum und ein „erschwerter Zahndurchbruch“ der Weisheitszähne spielen dabei eine wichtige Rolle, da Weisheitszahnprobleme entstehen, was eine Weisheitszahnentfernung notwendig machen kann.

Eng stehende Zähne

Bei zu eng und schief stehenden Zähnen ist eine gute Zahnpflege meist nur schwierig zu erreichen, so dass sich vielfach Schlupfwinkel für bakterielle Beläge wie Plaque und Zahnstein bilden können.

Bei einem Zahnengstand, das ein Missverhältnis zwischen Zahngrösse und Kiefergrösse sein kann, handelt es sich vielfach um Fehlstellung der Zähne. Beim Zahnengstand unterscheidet der Zahnarzt zwischen dem primären Zahnengstand und dem sekundären Zahnengstand, wobei ein primärer Zahnengstand angeboren ist und zu einem sekundären Zahnengstand kann es durch einen Zahnunfall oder durch eine Karies als Infektionskrankheit kommen. Zu den häufigsten Zahnfehlstellungen gehören Schneidezähne mit einem Zahnengstand, das primäre Fehlentwicklungen und Entwicklungsstörungen während dem Wachstum sein können, doch gibt es unterschiedlich Ursachen wie Vererbung oder individuelle Angewohnheiten. Bei einem Engstand ist im Kiefer für alle Zähne nicht genügend Platz und zu eng und schief stehende Zähne bewirken vielfach ungünstige Verhältnisse, die nebst einer schwerzugänglichen Zahnreinigung auch zu einem falschen Biss führen und langfristig auch in anderen Körperregionen zu Beschwerden führen können. Durch Fehlentwicklungen wie zu eng und schief stehende Zähne, können das Kauen und Abbeissen durch Zahnfehlbelastungen stark beeinträchtigt sein und Nerv-Reizung am Zahnhalteapparat durch die Fehlbelastungen der Zähne ausgelöst werden. Beim Zusammenbeissen auf nur wenigen Zähnen, harmoniert die Verzahnung nicht, wodurch vermehrt grösseren Druck erzeugt wird, was langfristig zu Schäden der Kiefergelenke durch Fehlbelastung und Überbelastung der einzelnen Zähne führen kann. Fehlstellungen wie schief oder zu eng stehende Zähne (Engstände) im Frontzahnbereich können in jeder Entwicklungsphase im Gebiss auftreten und Störungen der Zungenmuskulatur und Lippenmuskulatur bewirken und so auch zu Störungen der Aussprache führen. Engstände, Drehungen und Kippungen von Zähnen erschweren das Zähneputzen, denn die Zahnzwischenräume sind kaum zugänglich, was der Entstehung von Zahn-Karies und Zahnfleischentzündungen Vorschub leistet. Wenn es im Gebiss zu schief oder zu eng stehenden Zähnen und Zahnfehlstellungen kommt, sind Zahnfleischerkrankungen wie Gingivitis, Parodontose oder Parodontitis zu befürchten, da sich bakterielle Plaque an der Grenze zum Zahnfleisch kaum richtig entfernen lässt.


Zahnstellungsanomalien

Als Zahnstellungsanomalien bezeichnet der Zahnarzt Zahnfellstellungen als abweichende Stellungen der Zähne und Kieferanomalien, wo einzelne Zähne oder Zahngruppen im Kiefer gegenüber einer Normalstellung verschoben sind.

Von der Norm abweichende Zahnstellung (Zahnfehlstellung) bzw. Zahnstellungsabweichungen wird als Zahnstellungsanomalie bezeichnet.

Zahnlücke Zahnstellung Zahnstellungsanomalien

Zahnlücke im Zahnbogen beim Zahnwechsel im Wechselgebiss.

Die Zahnstellungsanomalien

Zahnstellungsanomalien werden im Fachjargon als Dysgnathien bezeichnet, wobei es sich meist um angeborene Wachstumsfehler vom Gesichtsschädel handelt.

Bei Zahnstellungsanomalien kann es sich auch durch hervorgerufene Fehlstellungen vom menschlichen Gebiss durch Lutschen oder durch Vitaminmangel handeln, doch gibt es eine Vielzahl von Bissanomalien was Zahnanomalien oder Kieferanomalien sein können. Es gibt angeborene Zahnfehlstellungen sowie eine Kombination aus angeborenen und erworbenen Fehlstellungen der Zähne. Als Anomalie der Zähne bezeichnet der Zahnarzt die angeborenen oder später auftretende Fehlentwicklungen sowie Entwicklungsstörung im Zahngebiss. Um die Stellung der Zähne beim Zahnpatienten korrigieren zu können, werden medizinische Korrekturvorrichtungen wie der Orthodontie-Positionierer benutzt, denn Zahnstellungsanomalien sind beim Zahn, von der Norm abweichende Stellungen. Der Durchbruchsdruck der Weisheitszähne wie auch funktionelle Störungen können bei Erwachsenen ungewollte Zahnstellungsanomalien, wie vorstehende, lückige oder engstehende Zahnreihen, auslösen, die sich mit fortschreitendem Alter weiter nachteilig entwickeln.

Zahnkorrektur bei Zahnstellungsanomalien

Zahnstellungsanomalien und Unregelmässigkeiten bei der Zahnentwicklung wird abgegrenzt von den Zahnfehlbildungen, denn die Zahnstellung kann korrigiert werden.

Die Zahnfehlbildung wird auch als Zahnmissbildung oder Zahndysplasie bezeichnet, denn der Begriff Zahnfehlbildung ist ein Sammelbegriff für eine Vielzahl von Formen missgebildeter Zähne. Wenn der Zahnarzt von Anomalien spricht, kann dies die Verzahnung bzw. Okklusion betreffen wie auch die Zahnstellung, die Form vom Kiefer sowie die Lage der Kiefer zueinander oder auch den Einbau der Kiefer in den Gesichtsschädel. Als Folge von Anomalien kann ästhetische (Zahnästhetik) wie funktionelle Beeinträchtigung vorhanden sein, denn zwischen einer Dysgnathie und einer Eugnathie bestehen fliessende Übergänge. Es realisieren immer mehr Erwachsene, dass Zahnkorrekturen auch im Alter möglich sind, doch je länger das man abwartet, umso scwhieriger wird es, auch wenn die Zahnspangen dank neuer Materialien wie durchsichtigen Glasbrackets und Keramikbrackets weniger auffällig sind. Viele Zahnpatienten waren der Meinung, dass Zahnkorrekturen nur bei Kindern möglich seien, doch dies ist nicht richtig und auch nicht nicht ganz falsch, denn bei Zahnfehlstellungen lässt sich im Kindesalter und auch während der Pubertät eine normale Zahnstellung leichter korrigieren. Während dem Wachstum können umfassende Zahnfehlstellungen leichter gesteuert werden, denn der Erfolg ist nachhaltiger und der Eingriff weniger problematisch als bei Erwachsenen. So gibt es Kieferorthopäden, die bei Korrekturen von Zahnstellungsanomalien bei Erwachsenen zurückhaltend sind, denn die Risiken, dass eine Zahnkorrektur zu einer Zahnfleischentzündung oder Kieferknochenentzündung führt, nimmt bei Erwachsenen im Besonderen im Alter zu, denn die Zähne sind empfindlicher und die Weichteile meist nicht mehr so anpassungsfähig.


Wie sich die Zähne bewegen

Zähne lassen sich bewegen, denn Zähne sind nicht mit dem Kieferknochen verwachsen, sondern mit Sharpey-Fasern im Zahnfach federnd befestigt.

Wie beim ganzen Körper vom Mensch herrscht auch bei den Zähnen Bewegung, denn die Zähne sind nicht fest im Kiefer verwachsen, sondern beweglich im Kieferknochen mit Sharpeyfasern aufgehängt, wodurch Zahnbelastungen durch den Faserapparat aufgefangen werden können, ohne dass die Zähne oder der Kieferknochen beschädigt wird.

Zähne bewegen sich, beweglich, Kieferknochen

Der Faserapparat besteht aus Faserstrukturen zur Befestigung von Zähnen, denn die Zähne sind nicht fest im Kiefer verwachsen, sondern beweglich im Kieferknochen mit Sharpeyfasern aufgehängt.

Zahnwechsel und Zahndurchbruch der bleibenden Backenzähne bei Kindern und Jugendlichen sind von natürlichen Abbauvorgängen und Anbauvorgängen im Kieferknochen begleitet, die durch den Wachstumsdruck ausgelöst werden. Während sich der Kieferknochen umgestaltet, bleibt die Zahnwurzel unbeschädigt und in ihrer Form stabil. Zementoblasten sind spezialisierte Bindegewebszellen, die den Wurzelzement für den Zahn als Faserzement bildet, es ist ein Zellfreier Wurzelzement mit Sharpey Fasern mit Verbindung mit dem Desmodont im zervikalen Drittel der Zahnwurzel. Als Periodontium wird das Bindegewebe vom Zahnhalteapparat bezeichnet. Der Zahnhalteapparat (Parodontium) als Zahnbett bilden eine genetische und funktionelle Einheit, wozu das Zahnfleisch, das Parodontalligament, Zahnzement und die knöcherne Zahnhöhle gehören.

Zahnstellungsänderungen

Der Kieferknochen kann lebenslang und altersunabhängig bestehen bleiben, denn Zahnbelastungen können aufgefangen werden weil die Zähne beweglich im Kieferknochen mit Sharpeyfasern aufgehängt sind.

Die starken Kräfte beim Abbeissen oder beim Kauen verursachen keine Zahnstellungsänderungen, denn die Krafteinwirkung auf den Zahn dauert nur sehr kurz, dies im Gegensatz bei lang anhaltendem Druck auf die Zähne wie bei der Zahnspangenbehandlung, denn mit Zahnspangen können Zahnstellungsänderungen bewirkt werden, selbst wenn die Klüfte nur sehr gering sind. Einen festen Halt vom Zahn bzw. der Zahnwurzel erhält er im Zahnfach der Alveole durch eine Gomphosis, wo der Zahn in ein enges Fasergewebe verkeilt ist. Als Zahnfach bezeichnet man die Vertiefung im Kieferknochen bzw. Alveolarfortsatz, wo der Zahn mit seiner Zahnwurzel steckt. Der Alveolarknochen wird durch Bindegewebsfasern stabilisiert und die Zahnbelastungen aufgefangen ohne dass die Zähne oder der Kieferknochen beschädigt werden kann. Zwischen der Oberfläche der Zahnwurzel und der Wand vom Zahnfach besteht ein geringer Spalt, der durch das Faserwerk (Faserapparat) ausgefüllt ist. Deshalb können Stellungsänderungen der Zähne in jedem Lebensalter von selbst eintreten oder durch kieferorthopädische Behandlung erfolgen, denn durch Knochenabbau und Knochenanbau ist ein Zahn in der Lage, sich zu bewegen. Durch Kraftanwendung auf den Zahn entstehen im Zahnfach Druckzonen und Zugzonen. Auf der Seite vom Druck reagiert der Kieferkochen durch Knochenabbau und auf der Seite des Zuges reagiert der Kieferknochen durch Knochenaufbau. Der entstandene Hohlraum wird durch die Knochenneubildung ausgefüllt, sodass der Zahn im Alveolarknochen wieder gefestigt ist.

Zähne lassen sich bewegen

Zähne haben im Kieferknochen eine gewisse Flexibilität und können wackeln und sich bewegen, was man spüren kann, wenn man mit den Fingern an den Zähnen wackelt.

Zähne können sich bewegen, denn die Zähne sind nicht fest mit dem Kiefer verwachsen, sondern beweglich im Kieferknochen mit Sharpeyfasern aufgehängt, denn der Faserapparat besteht aus Faserstrukturen zur Befestigung von Zähnen. Der Zahn ist eine selbständige Einheit und nicht mit dem Kieferknochen verwachsen sodass diese Zahnbelastungen aufgefangen können, ohne die Zähne oder den Kieferknochen zu beschädigen. Zahnwechsel und Zahndurchbruch der bleibenden Backenzähne bei Kindern und Jugendlichen sind von natürlichen Abbauvorgängen und Anbauvorgängen im Kieferknochen begleitet, die durch den Wachstumsdruck ausgelöst werden. Während sich der Kieferknochen umgestaltet, bleibt die Zahnwurzel unbeschädigt und in ihrer Form stabil.


Zahnspangen

Zahnkorrekturen mit Zahnspangen sind auch im Erwachsenenalter möglich, denn Zähne lassen sich ein Leben lang bewegen, denn der Zahn ist eine selbständige Einheit und nicht fest mit dem Kieferknochen verwachsen.

Als Zahnspange wird eine zahnmedizinische Apparatur bezeichnet, mit dem Kieferfehlstellungen und Zahnfehlstellungen korrigiert werden.

Zahnspange Kieferortopädie Zahnkorrektur

Die Zahnspangenbehandlung wird normal durch einen Kieferorthopäden durchgeführt der als Facharzt für Kieferorthopädie eine zusätzliche Weiterbildung absolviert hat.

Der Zahn ist eine selbständige Einheit und nicht fest mit dem Kieferknochen verwachsen, denn Zähne lassen sich bewegen, ansonsten eine Zahnkorrektur mit Zahnspangen nicht möglich wäre.

In der Kieferorthopädie wird mit Zahnklammern für längere Zeit ein dauerhafter Druckimpuls auf die Zähne ausgeübt und durch stetige Druckimpulse die Zähne in die gewünschte Richtung bewegt. Zähne lassen sich bei der Kieferorthopädie durch Bänder, Brackets und Drähten bewegen, denn im Normalzustand sind die Fasern die die Zähne haltend immer nur leicht gespannt.

Dauerhafter Druck ändert Zahnstellung

Wenn bei der Kieferorthopädie eine Zahnklammer dauerhaft auf einen Zahn Druck ausgeübt, ändert sich diese Zahnstellung.

Durch den Druck der bei der Kieferorthopädie auf den Zahn ausgeübt wird, werden auf einer Seite die Fasern zusammengedrückt wodurch beim Zahn bzw. Zahnwurzel eine Druckzone entsteht. Auf der anderen Seite vom Zahn entsteht eine Zugzone, weil die Fasern gespannt werden. Auf Druck reagiert der Kieferknochen sehr sensibel, denn wo Druck ausgeübt wird, beginnt der Kiefer mit der Rückbildung vom Knochen und dort wo der Zahn den Spalt zum Kieferknochen einengt, beginnt sich der Knochen langsam abzubauen, um den Spalt wieder normal zu erweitern. Umgekehrt wird durch den ständigen Zug der Fasern auf der anderen Seite eine Knochenneubildung angeregt und somit der ursprüngliche Spaltraum wieder hergestellt.

Zahnspangenbehandlung

Durch die Zugzone und Druckzone können Zähne mit Zahnspangen fast in jede gewünschte Position bewegt werden.

Bei der Zahnspangenbehandlung kommt es nicht auf starke Kräfte an, sondern auf einen dauerhaften, ständigen Druckimpuls. Vielfach geht der Knochenabbau rascher vor sich als der Knochenaufbau, sodass es kurzzeitig zur Lockerung der Zähne während der kieferorthopädischen Zahnbewegung kommen kann, denn der Zahn ist erst wieder befestigt, wenn die Knochenneubildung abgeschlossen ist. Weil die Zähne die Tendenz haben, an die alte Zahnposition zurückzuwandern, ist die Stabilisierungsphase bzw. Retentionsphase nach einer kieferorthopädischen Behandlung wichtig, den Retention bedeutet "zurückhalten" und der Retainer ist ein flexibler Draht der an die Innenfläche der zu behandelnden Zähne geklebt wird, um dort eine bessere Verankerung für kieferorthopädische Geräte gewährleisten zu können.

Der Kieferknochen reagiert auf Druck sensibel

Der Kieferknochen reagiert auf Druck durch Kieferknochenabbau und bei Zugwirkung auf die Haltefasern der Zahnwurzeln durch Knochenneubildung.

Die starken Kräfte beim Abbeissen oder beim Kauen durch die Kaumuskulatur verursachen keine Änderungen der Zahnstellungen, da die Krafteinwirkung nur sehr kurz ist. Wo Druck ausgeübt wird, beginnt der Kiefer mit der Rückbildung vom Knochen und wo der Zahn den Spalt zum Kieferknochen einengt, beginnt sich der Knochen langsam abzubauen, um den Spalt wieder normal zu erweitern. In umgekehrter Weise wird durch den ständigen Zug der Fasern auf der anderen Seite eine Knochenneubildung angeregt, sodass der ursprüngliche Spaltraum wieder hergestellt wird. Die biologische Eigenschaft vom Kieferknochen reagiert auf Druck durch Knochenabbau und bei Zugwirkung auf die Haltefasern der Zahnwurzeln durch Knochenneubildung, was altersunabhängig lebenslang bestehen bleibt.


Zahngebiss

Unter Zahngebiss versteht man beim Mensch das natürliche Gebiss, das bei Erwachsenen aus 32 Zähnen (inkl. Weisheitszähne) besteht.

Das Gebiss beim Mensch wird auch als Zahngebiss bezeichnet und die Gesamtheit aller Zähne vom Oberkiefer und Unterkiefer beinhaltet.

Gebiss Mensch, Zahngebiss, Zähne, Zahnbogen

Das Zahn-Gebiss wird zu den Verdauungsorganen gezählt.

Die wichtigste Aufgabe vom Zahngebiss besteht in der Zerkleinerung der Nahrung sowie die Sprechfunktion.

Das Zahngebiss wird auch als Gebiss betitelt und beinhaltet die Gesamtheit der Zähne vom Oberkiefer und Unterkiefer, wobei man zwischen Milchgebiss und bleibendem Gebiss unterscheidet. Beim Fehlen der Zähne im Gebiss wird die Aussprache undeutlich. Das Zahngebiss wird im Zahnbogen in Zahngruppen aufgeteilt, denn die einzelnen Zahngruppen haben dabei verschiedene Aufgaben. Die Frontzähne bzw. die Schneidezähne mit den Schneidekanten zerschneiden die Nahrung, die kleinen Backenzähne (Prämolaren) bzw. Seitenzähne zerkleinern die Nahrung und die grossen Backenzähne (Molaren) zermalmen und zerkauen die Bissen.

Ein Gebiss, zweimal Zähne

Der Mensch bekommt in seinem Leben zweimal Zähne, denn das erste Gebiss ist das Milchzahngebiss bzw. Milchgebiss, das durch das bleibende Gebiss ersetzt wird.

Bis zur vollständigen Entwicklung der Zähne braucht es im Milchgebiss ca. 2 bis 4 Jahre und im Dauergebiss ca. 12 Jahre. Das Milchzahngebiss mit den Milchzähnen im Kindergebiss entsteht nach der ontogenetische Entwicklung der Zähne in einer Entwicklungszeit von ca. 2 Jahren und umfasst komplett 20 Kinderzähne. Ein Baby bekommt im Normalfall die ersten Zähne zwischen dem vierten und dem siebten Lebensmonat, wo es mit Zahnen beginnt. Jede Kieferhälfte besteht aus 2 Schneidezähnen, 1 Eckzahn und 2 Mahlzähnen (Molaren). Der erste Milchzahn bricht ca. um den 6. Lebensmonat herum durch (Zahndurchbruch), was der Zahnarzt als Dentition bezeichnet. Zähne fallen aus, neue Zähne kommen für das bleibende Gebiss (bleibende Zähne). Das Zahngebiss eines erwachsenen Menschen besteht aus 32 Zähnen, inkl. der Weisheitszähne. Um das 6. Lebensjahr beginnt der Zahndurchbruch der bleibenden Zähne, wobei man von einem Wechselgebiss spricht. Die zweite Zahnung erstreckt sich über etwa 8 Jahre. Die Bezeichnung einzelner Zähne werden durch das Zahnschema identifiziert wo es das Zahnschema Milchgebiss und das Zahnschema Dauergebiss gibt.

Das Zahngebiss mit den Zahngruppen setzt sich im Oberkiefer und Unterkiefer aus total 32 Zähnen zusammen:

 acht Schneidezähnen
 vier Eckzähnen
 acht Backenzähnen
 acht Mahlzähnen
 vier Weisheitszähnen

Milchgebiss > Wechselgebiss > bleibendes Gebiss

Der Durchbruch der Zähne im Milchgebiss, Wechselgebiss und Dauergebiss ist zeitlich abgestimmt auf das Körperwachstum und die Grössenverhältnisse von Gesichts-Schädel und Kiefer.

Unter Zahngebiss versteht man beim Mensch als erstes das Kindergebiss (Kinderzähne), das durch den „Zahndurchbruch Milchgebiss“ als Milchzahngebiss bezeichnet wird und aus 20 Milchzähnen besteht, woraus sich das Wechselgebiss in gleicher Zahnbogenform entwickelt, das Milchzähne und bleibende Zähne (Erwachsenenzähne) beinhaltet. Das Wechselgebiss stellt in der Wechselgebissphase den Übergang von den Milchzähnen zu den bleibenden Zähnen dar. Das Wechselgebiss beginnt im Alter von 6 Jahren, wenn der eigentliche Zahnwechsel erfolgt und die ersten grossen Mahlzähne hinter dem letzten Milchzähnen erscheinen. Die grossen Mahlzähne werden vielfach als 6-Jahr Molaren bezeichnet und als permanente Zähne kaum wahrgenommen werden, da keine Milchzähne ausfallen. Wenn mit 7 Jahren die Milchzähne zu Wackelzähnen werden, erfolgt beim Zahnwechsel der Zahnausfall, wo sich bei den Milchzähnen die Zahnwurzeln auflösen. Der Abbau der Zahnwurzeln beginnt bei Milchzähnen direkt nach Abschluss der Wurzelbildung, wobei die Auflösung vom umgebenden Alveolarknochen (Alveolarfortsatz) und dem Zahnhalteapparat immer vorausgeht. Alle Hartsubstanzen werden von Osteoklasten und Dentoklasten abgebaut und die Gewebestrukturen der Wurzelhaut von Fibroblasten und Fresszellen aufgelöst. Infolge vom Kieferwachstum bilden zwischen den Zähnen Lücken, wenn sich der Kiefer verbreitert, damit für die bleibenden Zähne genügend Platz vorhanden ist. Erst wenn alle Zähne durch den Zahnausfall der Milchzähne im Wechselgebiss erfolgt sind, entsteht das bleibende Gebiss (Erwachsenengebiss), das mit den Weisheitszähnen 32 Zähne beinhaltet. Die Wechselgebiss-Phase ist erst abgeschlossen, wenn als letzter Zahn der zweite grosse Mahlzahn durchbrochen hat und das Milchgebiss vollständig durch das bleibende Gebiss ersetzt ist, was auch als Dauergebiss bezeichnet wird.

Gebissprothese

Beim Gebissabdruck bzw. Abdrucknahme (Abformung) vom Zahngebiss durch den Zahnarzt oder beim Kieferorthopäde handelt es sich in einer Zahnarztpraxis um die hergestellte Negativform vom Kiefer für die Herstellung einer Gebissprothese. Abdrücke vom Zahngebiss mit dem Abdrucklöffel werden für Zahnprothesen, Zahnbrücken, grössere Zahnfüllungen und Zahnkronen gemacht.

Als Zahngebiss wird auch die Zahnprothese bezeichnet

Das Zahngebiss wird im Volksmund vielfach als Gebissprothese bezeichnet, das die gleiche Funktion übernimmt wie die Funktion beim natürlichen Gebiss.

Gebiss bzw. Zahngebiss im Mund Zahnmodell

Als Zahngebiss wird vielfach auch die Zahnprothese bzw. Gebissprothese bezeichnet.

Bei einem Abdruck vom Zahngebiss handelt es sich bei Zahnarzt um hergestellte Negativformen der Kiefer für die Zahntechnik.

Es wird ein Abdrucknahme (Abformung) vom Zahngebiss gemacht, um bei Zahnkronen den richtigen Biss zu finden. Abdrücke werden auch gemacht für Zahnprothesen (Gebissprothese) und für grössere Zahnfüllungen. Die Funktion der Zähne im Zahngebiss kann bei einer Zahnsanierung durch Zahnersatz wie Zahnimplantate, Zahnbrücke oder durch eine Zahnprothese ersetzt werden, was als Prothetik vom Gebiss oder als Zahnersatz-Prothetik bezeichnet wird.


Zahnkontakt

Jeder Kontakt zwischen den Zähnen vom Oberkiefer und Unterkiefer wird beim Zahnarzt als Okklusion bezeichnet.

Durch unausgewogene Belastungen der Zähne werden die Kiefergelenke und die Kaumuskulatur bzw. das Kausystem in Mitleidenschaft gezogen, was auch zu Zahnschmerzen und Kieferschmerzen führen kann wie auch die Kaufunktion beeinträchtigt sein kann, wenn eine normale Artikulation nicht möglich ist. In der Ruhelage klaffen die Zähne 1–2 mm auseinander und berühren sich nicht, so dass der Zahnarzt von einer statische Okklusion spricht. Beim Schlussbiss treffen die Zahnreihen in der Okklusionsstellung zusammen und bilden so die Okklusionsebene.

Für die sehr fein und direkt gesteuerten Kaubewegungen und Zahnkontakt ist das Kausystem ausgerüstet mit Kaumuskulatur, Nervensystem, Kiefergelenke, den Zähnen mit ihren Kauflächen und dem Zahnbett Zuständig.

Zahnkontakt beim Zahngebiss Gebiss im Mund

Alle Zahnkontakte zwischen den Zähnen vom Oberkiefer und Unterkiefer werden als Okklusion (Verschliessung) bezeichnet, denn Okklusion bedeutet beim Zahnarzt "Kontakt zwischen den Zähnen beider Kiefer" und Okklusionsabdruck ist die Abformung von Teilen beider Zahnreihen in der Schlussbiss-Stellung.

Zahnkontakt beim Schlussbiss

Zahnkontakte beim Schlussbiss (Interkuspidation) ohne Bewegung vom Unterkiefer wird als statische Okklusion bezeichnet und Zahnkontakte, die durch Bewegungen vom Unterkiefer entstehen werden als dynamische Okklusion bezeichnet.

Wenn kein optimaler Zusammenbiss vorliegt, was durch mangelnde oder erhöhte Zahnkontakte durch falsch positionierte Zahnkronen oder alte Zahnfüllungen sein kann, ist der Zahnkontakt gestört, sodass Rezeptoren diese Fehlkontakte, die als Störkontakte bezeichnet werden dem Zentralnervensystem gemeldet werden, die das Steuerzentrum koordiniert. Die Botschaft wird vom Gehirn an die Kaumuskulatur gesendet, sodass diese fester zubeissen, um die Fehlstellung ausgleichen, sodass Beschwerden durch die Zähne oder auch durch das Kiefergelenk verursacht werden können. Von diesen Beschwerden sind meist nicht nur die Kiefergelenke betroffen sondern häufig auch Schulter und Wirbelsäule oder es kann Auswirkungen sogar das Knie haben, denn Zähne, Kiefergelenk und Wirbelsäule können so eine Einheit an Krankheiten bilden.

Zahnkontakt im Gebiss

Die Sensorik als Sinneswahrnehmung im Gebiss ist sehr fein abgestimmt, sodass die Meldung der Zähne sehr rasche erfolgt, wenn der Bisskontakt erreicht ist und die Kiefermuskulatur die Kaubewegung bewirkt hat.

Nervenenden in der Mundschleimhaut orten die Lage und Grösse der Nahrungsteile und Rezeptoren in der Wurzelhaut der Zahnwurzel melden Zahnkontakte. Sofern Rückkopplungen gestört sind, wenden die Zähne nicht zum richtigen Zeitpunkt eine gleichmässige Kraft auf, was zur Fehlsteuerung führt. Reflektorisch versuchen die Kaumuskeln denn Kontakte herzustellen, was dann nicht gelingt und es dadurch zu einer übermässigen Aktivität der Kiefermuskeln kommt. Durch die Ermüdung der Kiefermuskulatur kann es zu Verspannungen kommen, was sich auf alle beteiligten Strukturen auswirkt. Falsche Bisskontakte wirken sich dann im Besonderen beim Zähneknirschen aus, wo Kiefergelenkprobleme bzw. Kiefergelenkschädigungen durch Muskelverspannungen und Muskelverhärtungen auftreten und Schliffacetten auf den Kauflächen sowie Zahnhalserosionen zu sehen sind. Eine Schlifffacette ist eine Spur, welche die dynamische Okklusion auf den Kauflächen hinterlassen hat. Bei einer guten und effektiven Kaubewegung bewegt sich die Unterkieferzahnreihe von offen-vorne-aussen nach geschlossen-hinten-innen. Beim Kauen sollten die Höcker möglichst steil in die Fissuren mit grosser Kaukraft eingreifen können, ohne die Gleitbewegung beim Zusammenbeissen (Okklusionsfläche) zu stören. Die Höcker und Grübchen die als Fissuren bezeichnet werden und auf der Zahnoberfläche der Backenzähne als Okklusionsfläche vorhanden sind, sorgen dafür, dass die Zähne ihre optimale Stellung finden.

Störkontakte bei Zähnen

Störkontakte der Zähne infolge Zahnabnutzung können Zahnschmerzen, parodontale Schäden, Zahnwanderungen und auch Gesichtsschmerzen auslösen.

Die häufigsten Ursachen für Störkontakte entstehen bei Parafunktion wie Zähnepressen und Zähneknirschen, im Besonderen wenn die Verteilung der Zahnkontakte nicht optimal ist. Beim Zahnarzt wird die Okklusion mit einer Folie getestet, wobei der Zahnpatient auf eine dünne Folie (Okklusionsfolie) beisst, denn beim Schliessen vom Mund legen sich die Zähne nach einem bestimmten Musterbild aneinander. Durch die Okklusionsfolie, ähnlich einem Durchschlagpapier, kann durch die Okklusion und Artikulation bzw. durch Bewegungen vom Unterkiefer der Zahnkontakt sichtbar gemacht werden, denn Abdrücke der Zähne werden auf der Gegenseite hinterlassen. Die Überprüfung vom Biss auf Störkontakte (Okklusion, nicht Okklusion) mit der färbenden Folie sagt nichts aus über die Reihenfolge und Stärke dieser Zahnkontakte, denn Frontzähne wie Seitenzähne berühren sich in Sekundenbruchteilen und nicht gleichzeitig. Mit der Aufbissfolie kann nachvollzogen werden wo die einzelnen Kontaktpunkte bzw. Okklusionspunkte liegen. Wenn das Muster abweicht, können einzelne Höcker angepasst oder die Lage vom Zahn durch kieferorthopädische Massnahmen verändert werden.

Okklusion

Der Begriff Okklusion bezeichnet in der Zahnmedizin die Schlussbissstellung bzw. die Stellung der Zahnreihe im Oberkiefer zu der Zahnreihe im Unterkiefer beim Kieferschluss, denn allgemein wird Okklusion als Verschluss von einem Hohlorgan bezeichnet.

Unter Okklusion wird die Lage der Zähne vom Oberkiefer zu den Zähnen im Unterkiefer verstanden, wobei alle Abweichungen der physiologischen Okklusion zu Beschwerden der Zähne, dem Kiefergelenk und der Kaumuskulatur führen können und so auch den Zahnhalteapparat durch eine unausgewogene Belastung einzelner Zähne schädigen. Als Okklusion bezeichnet der Zahnarzt die Berührung der unteren und oberen Zahnreihen wie dies beim Kauen geschieht, denn in der Ruhelage die als statische Okklusion bezeichnet wird, berühren sich die Zähne nicht und sind ca.2 mm voneinander entfernt. Beim Schlussbiss treffen die Zahnreihen in der Okklusionsstellung im Zahnbogen zusammen und bilden die Kauebene die vielfach als Okklusionsebene bezeichnet wird. Nicht jeder Zahn trifft direkt auf den gegenüberliegen Zahn, da jeder Zahn bei der Okklusion Kontakt mit 2 Zähnen (Antagonisten) im gegenüber liegenden Kiefer hat und so den Druck verteilt, was als dynasche Okklusion bezeichnet wird. Dabei sorgen die Zahnhöcker und Grübchen auf der Oberfläche der Zähne dafür, dass die Zähne durch die Fissuren ihre optimale Stellung finden. Da die oberen Schneidezähne gegenüber den unteren breiter sind, ist die obere Zahnreihe um eine halbe Zahnbreite nach hinten versetzt. Beim Kauvorgang kommt es auf den Zahnreihen zu Gleitbewegungen aufeinander was als Artikulation bezeichnet wird, wo die Eckzähne die Führung  übernehmen, was der Zahnarzt als Eckzahnführung bezeichnet.  Die Lippenschlusslinie bildet bei normaler Okklusion eine Gerade mit der Okklusionsebene, was in der Zahntechnik bei der Ausführung einer Vollprothese als Anhaltspunkt berücksichtigt.

Bei der Okklusion, die jeden Kontakt zwischen den Zähnen vom Oberkiefer und Unterkiefer bedeutet, unterscheidet der Zahnarzt:

 Die „Statische Okklusion“ ist eine maximale Okklusion, es sind Zahnkontakte ohne Bewegung vom Unterkiefer.

 Die "Maximale Interkuspidation" bezeichnet die Statische Okklusion mit maximalem Vielpunktkontakt wo die Unterkieferhaltung, bei maximalem Vielpunktkontakt zwischen den Zähnen im Unterkiefer und Oberkiefer besteht, denn Interkuspidation bedeutet Schlussbiss.

 Bei der „Habituellen Okklusion" handelt es sich um eine gewohnheitsmässig eingenommene statische Okklusion, denn Habituell drückt eine sich wiederholende, mehrfach abspielende bzw. gewohnheitsmässige Handlung aus.

 "Zentrische Okklusion" bedeutet Verschliessung bei zentrischer Kondylenposition.


Empfindliche Zähne

Empfindliche Zähne können bei der Zahnabnutzung entstehen, wenn sich der Zahnschmelz der Zahnkrone als Schutz abgenutzt hat oder sich das Zahnfleisch als Schutz vom Zahnhals zurückbildet hat, was Zahnschmerz als Alarmsignal bedeutet.

Wenn ein blitzartiger Schmerz an den Zähnen zuckt, wird von schmerzempfindlichen Zähnen gesprochen, was beim Zahnarzt als Dentin-Hypersensibilität bezeichnet wird und keine Seltenheit ist. Wenn Zähne empfindlich auf Kaltes, Heisses, Süsses oder Saures mit einem äusserst schmerzhaften Ziehen reagieren, handelt es sich meist um freiliegende Zahnhälse. Wenn sich der Zahnschmelz abnutzt oder das Zahnfleisch sich zurückzieht, können Zähne schmerzempfindlich werden, so wenn die Dentinkanälchen mit den Nervenenden die mit Flüssigkeit gefüllt sind schutzlos freiliegen. Empfindliche Zahnhälse reagieren durch die Nervenenden mit einem Reiz auf diese Bewegung der Flüssigkeit mit einem kurzen stechenden Schmerz. Schmerzempfindliche Zähne entstehen vielfach bei dünnem Zahnfleisch oder Zahnschmelz wie auch durch das Zähneknirschen oder bei horizontaler Schrubbmethode mit zu grossem Druck beim Zähneputzen bzw. falscher Zahnputztechnik oder falscher Wahl der Zahnpasta und Zahnbürste.

Empfindliche Zähne, empfindliche Zahnhälse

Empfindliche sensible Zähne werden meist als überempfindliche Zähne bezeichnet die sich vor allem durch eine kurze und zum Teil stark schmerzhafte Antwort äussern, so auf äussere Reize das Thermische Reize wie kalt oder warm sein können wie auch auf Chemische Reize wie süss oder sauer.

Schmerzempfindliche Zähne

Viele Menschen leiden unter empfindlichen Zähnen, im Besonderen unter empfindlichen Zahnhälsen, wenn diese nicht mehr durch das Zahnfleisch bedeckt sind.

Bei erhöhter Schmerzempfindlichkeit reagieren die Zähne auf Kaltes, Heisses, Süsses oder Saures mit einem schmerzhaften ZiehenSchmerzempfindlichkeit bei den Zähnen und Zahnhälsen ist keine unveränderbare Tatsache, denn mit entsprechenden Massnahmen kann der Zahnarzt die Empfindlichkeit der Zähne verringern. Beim Zahnhals ist der Zahnschmelz dünner als auf der natürlichen Zahnkrone und läuft zur Zahnwurzel hin aus, wo der Zementmantel beginnt, so dass bei einem Zahnhalsdefekt Schmerzen entstehen. Bei Zahnhalsdefekten handelt es sich vielfach um keilförmigen Defekt am Zahnhals oder auch „Auswaschungen“ im Zahnhalsbereich, die zur Zahnempfindlichkeit führen. Empfindliche Zähne entstehen auch bei Zahnhalskaries, wenn die Zahnhälse ohne Schmelzschicht ungeschützt frei liegen, sodass eine erhöhte Sensibilität der Zähne besteht.

Empfindliche Zähne durch Karies

Die Zähne reagieren empfindlich bei Zahnhalskaries auf Berührung, Kalt, Heiss, Süss und Sauer und später mit Zahnschmerzen, denn ein gereizter Zahnnerv löst Zahnschmerzen aus.

Tiefe Zahnkaries (Dentinkaries) verursacht zuerst beim Zahn eine Kälteempfindlichkeit aus und im späteren Verlauf auch Zahnschmerzen bei Wärme, wenn der Zahnnerv durch die Caries profunda so stark beschädigt ist, das eine Entzündung am organischen Zahngewebe stattgefunden hat. Das Zahnproblem bei Zahnhalskaries kann durch eine Zahnbehandlung beim Zahnarzt beseitigt werden, denn der Zahnarzt hat die Möglichkeit, den Zahn mit einem Versiegelungslack an der Zahnoberfläche zu versorgen, damit beim schmerzempfindlichen Zahn eine ausreichende Isolierschicht wieder hergestellt wird. Mit der künstlichen Isolierschicht, die in die Dentinkanälchen (Dentintubuli) eindringt, entsteht eine wirksame Abhilfe gegen Schmerzen und Temperaturempfindlichkeit bei den Zähnen. Bei den Versiegelungslacken handelt es sich um Kombinationen von Salzen, die Dentinkanälchen schliessen und die Remineralisierung fördern.

Empfindlichkeit der Zähne kann Erhöht sein bei:

 Freiliegenden Zahnhälsen
 Beschädigter vom Zahnschmelz durch Abrasion oder Erosion
 Undichte Zahnfüllungen
 Zahn-Karies (Loch im Zahn)
 Schlecht sitzende Krone (Überkronung)

Überempfindlichkeit der Zähne

Überempfindlichkeit der Zähne kann auch eine Nebenwirkung von Zähne bleichen (Bleaching) sein.

Bei einer Überempfindlichkeit der Zähne durch Bleaching sollte man das Homebleaching absetzen. Wenn die Überempfindlichkeit der Zahnhälse nach einige Wochen immer noch anhält, sollte man den Zahnarzt aufsuchen, der die Zahnhälse isolieren kann. Gegen die Überempfindlichkeit der Zahnhälse gibt es auch spezielle Zahnpasten, deren Inhaltsstoffe die Zahnsubstanz kräftigen und die Dentinkanälchen etwas verschliessen können. Zähneputzen sollte nach säurehaltigen Getränken und Esswaren bei empfindlichen Zähnen vermieden werden und die Säure durch Kaugummikauen vorerst neutralisieren, wie auch nach dem Aufstossen oder Erbrechen, das zu Zahnerosion und Abrasion führen kann. Die Reinigung der Zähne sollte nach den spülen vom Mund dann erst nach ca. 30 Minuten erfolgen. Bei Überempfindlichkeit der Zähne sollte man weiche Zahnbürste verwenden und auch keine abrasiven bzw. scheuerden Zahnpasten mit "Weissmacher", die einen hohen RDA-Wert haben (Abrasivität von Zahnpasten). Bei Überempfindlichen Zähnen sollten Zahnpasten mit einem RDA-Wert (Abrasivität) von 30-60 benutzt werden.

Viele Menschen leiden unter empfindlichen Zähnen

Für die Betroffenen wird der Konsum von heissen, kalten und süssen Speisen oft zur Qual. Freiliegende Zahnhälse leiten diese Impulse direkt an den Zahnnerv weiter sodass Zahnschmerzen entstehen. Wenn Zahnhalskaries aufgetreten ist, kann der Zahn bei der Zahnbehandlung durch den Zahnarzt behoben und damit die Zahnprobleme beseitigt werden. Schmerzen an freiliegenden Zahnhälsen lassen sich behandeln durch das versiegeln mit einem kräftigenden Fluorid-Lack oder der Zahnarzt trägt einen dünnfliessenden Kunststoff auf, der die Dentinkanälchen verschliesst.


Zahnhals

Der mittlere Teil vom Zahn wird als Zahnhals bezeichnet, der zwischen Zahnwurzel und Zahnkrone liegt und von einem Zahnfleisch-Kragen umgeben ist.

Als Zahnhals wird der Teil vom Zahn bezeichnet, der umgeben ist von Zahnfleisch zwischen Zahnwurzel und Zahnkrone.

Gesunder Zahnhals, Zahnfleisch, Zahnkrone

Wenn sich das Zahnfleisch (Gingiva) um den Zahnhals zurückgezogen hat und der Zahnhals frei liegt,  reagiert der Zahn sehr sensibel auf äussere Reize wie Wärme, Kälte oder Druck.

Der Zahnhals ist der Übergang zwischen Zahnkrone und Zahnwurzel und wird in der Fachsprache als Cervix dentis oder Collum dentis bezeichnet.

Der Zahnschmelz ist im Zahnhalsbereich dünner als auf der Zahnkrone und läuft zur Zahnwurzel hin, wo der Zementmantel beginnt aus. Die Zementschicht (Cementum dentis) ist jedoch nicht so widerstandsfähig und fest wie der Zahnschmelz, der im gesunden Zahngebiss die Zahnhälse mit Zahnfleisch bedeckt. Der Zahnhals der auch aus Dentin besteht ist im Gegensatz zu den Zahnwurzeln die mit Wurzelzement bedeckt sind mit einer dünnen Zementschicht überzogen. Der Zahnhals ist mit dem Gingivaepithel verhaftet, denn das Epithel ist ein Schutzorgan das aus drei Strukturen besteht und die Aussenfläche der Gingiva (orales Gingivaepithel) und den gingivalen Sulkus (orales Sulkusepithel) überzieht wie auch die koronale Verbindung der Gingiva mit dem Zahn vermittelt (Saumepithel). Als Gingiva bezeichnet man den 1-9 mm breiten Zahnhalskragen der den Zahn umgibt und zum einen Teil am Zahn und zum anderen Teil am Alveolarfortsatz befestigt ist. Als Gingivaler Sulkus wird die ringförmige, ca. 0,5 mm tiefe Furche vom Zahnfleisch um den Zahn herum bezeichnet, die sich zwischen der marginalen Gingiva und der Zahnoberfläche befindet, denn Sulkus bezeichnet eine Furche oder Rinne.

Zahnhalsdefekte

Zahnhalsdefekte können im Zahnhalsbereich unterschiedliche Ursachen haben, so ein zu kräftiges Zähneputzen und falsche Putzbewegung mit Druck, das zu Verlust von Zahnhartsubstanz führt.

Überbelastungen können auf die Dauer zum Rückgang vom Zahnfleisch und damit zu freiliegenden Zahnhälsen führen wie auch bei der Zahnreinigung nach Magensäure (Reflux), sodass durch den sauren Magensaft eine Zahnerosion am Zahnfleischrand entstehen kann, was ein Problem beim Zahnhals ist. Überempfindliche Zahnhälse entstehen durch Zahnhalsdefekte, wenn der natürliche Schutz vor Eindringung von Reizen wie Kälte, Wärme, Süss, Sauer oder Berührung am Zahnhals verloren geht. Der Zahnhals ist eine Prädilektionsstelle für Zahnkaries, wo im Besonderen bei Zahnfehlstellungen im Zahnhalsbereich schlecht zu reinigende Räume vorhanden sind und häufig Zahnhalskaries entsteht, denn der Zahn an dieser Stelle ist relativ ungeschützt. Häufigste Ursache freiliegender Zahnhälse ist die marginale Parodontitis als eine bakteriell bedingte Entzündung und im Volksmund von Parodontose gesprochen wird. Durch Erkrankungen vom Zahnhalteapparat als funktionelles Verankerungssystem vom Zahn und dem dadurch bedingten Rückgang vom Zahnfleisch kann es zu freiliegenden Zahnhälsen kommen, sodass sie gegenüber Reizen wie Kälte, Hitze, Berührung oder süssen und sauren Lebensmitteln, so dass Zahnhälse empfindlich reagieren und durch die Zahnhalsschmerzen meist von "Empfindlichen Zähnen" gesprochen wird. Die Ursache für freiliegende Zahnhälse bzw. empfindliche Zahnhälse ist das freiliegendes Zahnbein bzw. Dentin, das als Teil vom Zahnhartgewebe die Hauptmasse vom Zahn bildet, das zur Dentin-Hypersensibilität führt. Dentin wird von den Dentintubuli, einem Kanälchensystem durchzogen die von der Dentinoberfläche bis zum Zahnnerven bzw. bzw. Nervengewebe im Zahn (Pulpa) verlaufen. Am freiliegenden Zahnhals sind diese Dentintubuli oberflächlich nicht mehr durch eine Schicht Zahnschmelz oder Zahnzement bedeckt, sodass die externen Reize an die Pulpa weitergeleitet werden können. Zahnhalsdefekte lassen sich beim Zahnarzt behandeln durch das versiegeln mit einem kräftigenden Fluorid-Lack oder mit dem Auftragen von einem dünnfliessenden Kunststoff, der die Dentinkanälchen verschliesst, ähnlich wie bei der Fissurenversiegelung.


Zahnbein, Begriff für Dentin

Das Zahnbein (Dentin) wird auch als Dentinbein bezeichnet und bildet die Hauptmasse vom Zahn.

Das Zahnbein besteht aus einem dichten Geflecht von Kollagenfasern, wo Kalziumsalze in Form von Hydroxylapatit eingelagert sind.

Zahnbein, Dentin, Zahnschmelz, Dentinbein, Zahn

Dentin als knochenähnliches Gewebe stellt den grössten Teil der Zahnsubstanz dar, das härter ist als Knochen, aber sehr viel weicher als Zahnschmelz der Zahnkrone.

Zahnbein

Unter dem Zahnschmelz liegt das Zahnbein, das auch Dentinbein genannt wird.

Unter dem Zahnschmelz liegt das Zahnbein, das meist als Dentin bezeichnet wird. Das Zahnbein ist eine lebende Substanz, denn seine Ernährung erfolgt von innen her durch das Zahnmark (Pulpa). Die Pulpa bzw. Markhöhle liegt inmitten vom Zahnbein und besteht vor allem aus Blutgefässen, Lymphgefässen und Nerven. Das Zahnbein (Dentin) bildet die Hauptmasse vom Zahne, dass die Pulpa umschliesst wie die Zahnmarkhöhle und den Wurzelkanal. Die im Kieferknochen verankerte Zahnwurzel besteht also ebenfalls aus Zahnbein. Das Zahnbein das als Dentin bezeichnet wird ist der Grundkörper vom Zahn und von Dentin wurde auch die Berufsbezeichnung Zahnarzt abgeleitet der auch als Dentist bezeichnet wird. Das Dentin ist nicht ganz so hart wie der Zahnschmelz und ist eine Knochenähnliche, elastische Substanz. Die Dentinmasse besteht aus 70% Hydroxylapatit, ein schwer lösliches komplexes Salz sowie Bestandteile der Mineralsubstanz vom Knochen und der Zahnhartsubstanz. 20% sind Kollagen und 10% Wasser. Prädentin als Vordentin, ist eine gallertige Substanz bzw. ein neu gebildetes, noch nicht mineralisiertes Dentin. Als Ebner-Linien werden die Sichtbaren Wachstumslinien im Zahnbein bezeichnet.

Dentin

Dentin besitzt einen grossen Anteil an organischem Material im Gegensatz zum Zahnschmelz, das ein fast rein kristallines Gefüge ist.

Das Zahnbein (Dentin) ist ein sehr hartes Gewebe und gleicht in seiner Struktur der Knochensubstanz, auch wenn es etwas weicher ist als der Zahnschmelz. Dentin liegt unter dem Zahnschmelz und bildet die Hauptmasse vom Zahn. Die Dentinbildung wird auch als Dentinogenese bezeichnet die durch Ondoblasten gebildet wird. Die Dentin bildenden Odontoblasten befinden sich dazu an der Aussenfläche der Zahnpulpa zum Dentin hin. Dentin wird unterschieden in Primäres Dentin, Manteldentin, sekundäres Dentin und tertiäres Dentin. Primärdentin ist das Dentin, das bis zum Abschluss vom Wurzelwachstum gebildet wird. Das direkt unter dem Schmelz befindende Dentin, bezeichnet man als Manteldentin. Die Dentinschicht ist eine nicht  so stark mineralisierte Dentinart wie die übrige Dentine.

Dentin ist im Gegensatz zum Zahnschmelz ein lebendes Gewebe und beinhaltet ein dichtes Geflecht an Kollagenfasern das ein hoher Mineralisationsgrad hat, wo sich vor allem Salzen wie Fluoride, Hydroxylapatit und Phosphate einlagern.

Dentin, Zahnbein, Kollagenfasern, Zahn, Gewebe

Im Verhältnis zum Zahnschmelz ist der Mineralgehalt geringer, das Dentin ist aber härter als Knochengewebe, dafür aber auch sehr viel anfälliger gegen Säuren und Bakterien im Mund als Schmelz.

Dentin hat mehr kollagene Fasern und ist die zweite Barriere zum Schutz der Pulpa mit den Zahnnerven bzw. dem Zahnnervengewebe, ist aber kein kompaktes Material wie der Zahnschmelz.

Dentin wird von vielen kleinen Kanälchen durchzogen, deren Anzahl von der Zahnpulpa zu Zahnschmelz abnehmen. Die Ernährung und funktionelle Versorgung erfolgt über die Dentinkanälen, wo die die Fortsätze der Odontoblasten liegen, die von der Pulpa her in das Dentin einstrahlen. Die Odontoblasten befinden sich am Rand vom Zahnbein und bilden über die Tomes-Fasern, deren Fortsätze ins Innere vom Zahnbein führen, weiteres Material.

Dentin kann neu gebildet werden

Im Gegensatz zum Zahnschmelz kann Dentin von den Odontoblasten lebenslang durch einen Prozess der Biomineralisation neu gebildet werden, nur aber an der Grenzfläche zum Zahnmark.

Dentin kann von den Odontoblasten immer neu gebildet werden, reizbedingt bei Karies, denn Zahnkaries wird durch eine Störung vom Gleichgewicht bei der Demineralisation und Remineralisation der Zähne hervorgerufen. Der Abbau komplexer organischer Verbindungen zu niedermolekularen, anorganischen Substanzen durch Mikroorganismen wird als Demineralisation und Mineralisation bzw. schrittweise Einlagerung von anorganischen Substanzen bezeichnet. Das nach Abschluss der Zahnbildung produzierte Dentin wird als Sekundärdentin bezeichnet.

Dentinkanäle

In den Dentinkanälchen befinden sich Nervenfasern die umgangssprachlich als Zahnnerven oder Zahnmark bezeichnet werden.

In den Dentinkanälen befindet sich Dentinliquor als flüssiger Inhalt. In den Dentin-Kanälchen mit den Zellfortsätzen kann sich so immer wieder Dentin anbauen kann, denn das Dentin wächst bis ins hohe Alter, eine kariöse Zerstörung vom Zahn geht aber trotz der Dentinbildung weiter. Dentintubuli sind die kleinen Kanäle im Zahn, welche die Oberfläche vom Zahn mit den Zahnnerven im Inneren verbinden. Nervenfasern in der Zahnhöhle ziehen durch die kleinen Kanälen und leiten jeden Reiz mit einem schwachen elektrischen Impuls an das Nervensystem vom Gehirn weiter, sodass ein kurzer aber heftiger Zahnschmerz erfolgt wenn sehr Kaltes oder sehr Heisses an den Zahn oder im Besonderen an den Zahnhals gelangt, denn der Zahnhals ist besonders empfindlich ist.


Zahnerhalt statt Zahnersatz

Zum Zahnerhalt gehören Zahnprophylaxe, Wurzelbehandlung (Endodontologie), Zahnfarbene Zahnfüllungen, Veneers / Lumineers, oder auch Zähne bleichen.

Mit Zahnerhalt ist vielfach eine Zahnrestauration gemeint, wo möglich viel gesunde Zahnhartsubstanz beim Wiederherstellen der Zahnform erhalten werden sollte, damit der Zahn im Gebiss möglichst lange erhalten werden kann und damit kein herausnehmbarer Zahnersatz notwendig wird. Eine Zahnrestauration ist von der umgebenden Zahnsubstanz kaum zu unterscheiden und stellt die Zahn-Ästhetik (Bioästhetik) wie auch die Funktion vom Zahn im Zahngebiss wieder vollständig her. Im Mittelpunkt der Zahnbehandlung und Zahnfleischbehandlung steht der Zahnerhalt, denn kranke Zähne durch Entzündungen, Parodontitis und Zahnfleischrückgang durch Zahnfleischerkrankungen sowie Kieferknochenschwund gehört zu den am weitesten verbreiteten Erkrankungen in der Mundhöhle.

Die Zahnerhaltung wird auch als Präventiv-Zahnmedizin und Kinderzahnmedizin bezeichnet und nimmt in der modernen Zahnmedizin einen immer grösseren Stellenwert ein, wobei die Zahnerhaltung sich mit den Teilgebieten der Parodontologie, Kariologie und Endodontologie befasst.

Zahnerhalt, Zähne, Zahnerhaltung, Zahnersatz

Nicht immer muss ein Zahn gezogen werden, denn durch die Zahnerhaltung mit einer Wurzelkanalbehandlung müssen entzündete oder abgestorbene Zähne meist nicht gezogen werden.

Zahnerhalt statt Zahnersatz ist die beste Lösung in der Zahnmedizin, denn eine künstliche Zahnwurzel, ein künstlicher Zahn oder eine Zahnprothese als Ersatz für die natürlichen Zähne sind vielfach dem natürlich gewachsenen und gesunden Zahn unterlegen.

Ein künstlicher Zahn ist ein Zahnersatz und ist meist nicht so gut wie ein gesunder, natürlicher Zahn sein kann, weshalb die Erhaltung der Zahngesundheit und die vorbeugenden Massnahmen sehr wichtig sind. Eine frühzeitige Behandlung von Zahnfleischerkrankungen und Parodontitis dient dem Zahnerhalt. Zahnerhaltung bedeutet Erhalten der Zähne durch eine gute Mundhygiene wie auch "Zahnerhaltende Therapien beim Zahnarzt".

Eigene Zähne sind das Beste im Mund

Die Aufgabe der Zähne ist die Nahrungsaufnahme, Zerkleinerung, Abbeissfunktion (Schneidezähne), Festhaltefunktion (Eckzähne) und Mahlfunktion sowie Sprechfunktion.

Zähne müssen nicht nur schön und Ästhetisch sein, sie werden auch zum Sprechen gebraucht und stehen in engster Verbindung mit Ihrer Sprache. Um Laute korrekt aussprechen zu können, im Besonderen „S“- und „Zischlaute“ haben wir in den ersten 10 bis 12 Lebensjahre unsere Muttersprache täglich gelernt, womit eine innige Einheit mit der Zahnstellung zur Lautbildung entstanden ist.

Zahnerhalt

Die Lehre vom Zahnerhalt in der modernen Zahnheilkunde besagt, möglichst viel Zahnsubstanz erhalten bzw. so wenig wie möglich am gesunden Zahn von der Zahnsubstanz zu Beschleifen, um den Zahn wieder herzustellen.

Durch den Zahnerhalt kann man verhindern, dass grosse Mengen von gesunder Zahnsubstanz bzw. Zahnhartsubstanz aufgeopfert werden muss. Zahnhartsubstanz ist beim Zahnarzt in der Zahnmedizin der gemeinsame Oberbegriff für die Zahnbeschichtung "Zahnschmelz ", Dentin (Zahnbein) und Wurzelzement. Die veraltete Zahnmedizin verlangt bei einer Rekonstruktion von einem stark zerstörten Zahn eine Krone oder Teilkrone, unter Aufopferung von grossen Mengen gesunder Zahnhartsubstanz. Die moderne Zahnmedizin ermöglicht dagegen ohne die gesunde Zahnsubstanz aufopfern zu müssen ein Wiederaufbau der entfernten kranken Zahnmasse, und dies direkt durch den Wiederaufbau im Mund. Die Amalgamfüllung wird durch hochwertiges Inlay aus Keramik ersetzt.

Zahnrestauration

Die Zahnrestauration ist von der umgebenden Zahnsubstanz praktisch nicht zu unterscheiden und stellt sowohl die Funktion als auch die Ästhetik des Zahnes (Zahnästhetik) vollständig wieder her.

Amalgamfüllungen können auch durch plastische Kompositfüllungen ersetzt werden, denn die Zahnfüllungen stellen sowohl die Funktion als auch die Ästhetik der Zähne vollständig her. Zur Zahnerhaltung zählen die vorbeugenden und therapeutischen Massnahmen, die den Zahn in seiner Form und Funktion erhalten oder wiederherstellen helfen. Die Lehre in der modernen Zahnheilkunde bedeutet, möglichst viel Zahnsubstanz zu erhalten (Zahnerhaltung), denn moderne Werkstoffe und Techniken ermöglichen neue Therapieformen, welche ein gemeinsames Ziel haben, präventiver Schutz der Zähne und Reparatur der Zahnschäden unter der Bedingung, die vorhandenen gesunden Zähne nach allen Regeln der Kunst zu erhalten. Zähne erfüllen im menschlichen Körper wichtige Funktionen, und so ist der Wunsch nach einem gesunden, vollständigen Zahngebiss nicht nur eine Frage der Ästhetik. Kranke Zähne (Zahnerkrankung) haben einen direkten Einfluss auf den Kauvorgang, die Verdauung und somit auf das allgemeine Wohlbefinden, denn Zähne können Krank machen. Fehlende Zähne durch Zahnverlust beeinträchtigt die Kiefersymmetrie und kann schwere Schäden und Gesundheitliche Zahnprobleme verursachen.

Zahnerhalt einzelner Zähne

Ein Zahnerhalt kann auch Sinnvoll sein, wenn nur einzelne Zähne vorhanden sind.

Wenn nur noch einzelne Zähne vorhanden sind, kann man sich die Frage stellen betr. dem Zahnerhalt einzelner Zähne resp. ob diese Zähne erhaltungswürdig sind und als prothetische Pfeilerzähne in eine Versorgung einbezogen werden können. Kriterien für den Entscheid der Erhaltenswürdigkeit der Zähne sind die Stellung der Zähne im Zahnkiefer, denn Pfeilerzähne müssen parodontal gesund sein. Zähne die Wurzelkanalbehandelt sind dürfen keine Auffälligkeiten im Bereich der Zahnwurzelspitze aufweisen. Bei Patienten ohne Zähne stellt sich als Behandlungsalternative die Frage, ob Zahnimplantate bzw. eine Zahnimplantation sinnvoll ist. Einfache Handhabung von Zahnersatz, zukünftige Erweiterungsmöglichkeit wie auch Pflegefähigkeit, sind Kriterien wie die allgemeine Konstitution und die finanziellen Möglichkeiten vom Zahnpatient. Nach der prothetischen Planung geht es darum, über die Art von Zahnersatz zu entscheiden bzw. welcher Zahnersatz angemessen ist. Zahnpatient und Zahnarzt können sich zusammen nach den Möglichkeiten für eine Teilprothese oder Vollprothese aussprechen.


Zahnerhalt hat Priorität

Mit Zahnerhalt sind meist Parodontologie , Endodontologie und Kariologie und Kieferorthopädie (Zahnspangen) gemeint, die der Zahnerhaltung dient.

Zur Zahnerhaltung zählen beim Zahnarzt alle vorbeugenden und therapeutischen Massnahmen, damit der Zahn in seiner Zahnform und Funktion erhalten bleiben kann. Der Zahnerhalt dient dem Wiederherstellen vom Zahn, ohne dass dieser durch ein künstliches Produkt wie ein herausnehmbarer Zahnersatz ersetzt werden muss.

Probleme im Zusammenhang mit Zahnhartsubstanzdefekten und deren zahnärztliche Rekonstruktionen werden als Zahnerhaltung bezeichnet.

Zahnerhalt, Konservierende Zahnheilkunde

Der Zahnerhalt sollte immer erste Priorität haben, denn mit Zahnerhalt ist gemeint, dass so wenig wie möglich gesunde Zahnhartsubstanz beschliffen wird, um den Zahn wieder herzustellen, denn nur so kann man verhindern, dass grosse Mengen von gesunder Zahnsubstanz aufgeopfert werden muss.

Die Zahnerhaltung wird auch als konservierende Zahnheilkunde oder konservierende Zahnbehandlung bezeichnet.

Nebst der Zahnprophylaxe hat die Zahnfüllungstherapie kariöser Läsionen das Ziel, Erhaltung von Zahnhartsubstanz, was zur Zahnerhaltung auf Zeit angesehen werden kann. Die veraltete Zahnmedizin verlangte bei einer Rekonstruktion von einem zerstörten Zahn z.B. eine Zahnkrone zu überkronen oder Teilkrone anzufertigen, unter Aufopferung von grösseren Mengen gesunder Zahnsubstanz. Die moderne Zahnmedizin ermöglicht dagegen ohne die gesunde Zahnsubstanz aufopfern zu müssen ein Wiederaufbau der entfernten kranken Zahnmasse. Die Amalgamfüllung wird normal durch ein hochwertiges Inlay aus Keramik ersetzt, denn Keramikfüllungen werden mit einem Spezial-Kunststoffkleber im Zahn befestigt. Die Restauration ist von der umgebenden Zahnsubstanz praktisch nicht zu unterscheiden und stellt sowohl die Funktion als auch die Zahn-Ästhetik vollständig wieder her. Amalgamfüllungen können bei einer Amalgamsanierung auch durch plastische Komposite Füllungen ersetzt werden. Die Diskussion bezüglich Gesundheitschädigung durch den Zahnfüllstoff Amalgam und Amalgamrisiko hat dazu geführt, dass die Zahnärzte Amalgamfüllungen nur noch in seltenen Fällen anwenden. Viele Zahnpatienten wünschen wegen der Angst vor einer Allergie durch Amalgam oder einer Amalgamvergiftung eine Amalgamentfernung mit einer Ausleitung von Amalgam, denn es gibt verschiedene Alternativen zu Amalgamen. Der Gesundheit kann aber auch die Mundbatterie bzw. galvanische Mundströme schaden, denn wenn sich unterschiedliche Metalllegierungen als Zahnfüllung oder Zahnersatz im Mund befinden, kommt es zu elektrischen Strömen. Die Zahnfüllungen stellen die Zahnfunktion wie auch die Ästhetik der Zähne vollkommen her. Zur Zahnerhaltung gehören die therapeutischen Massnahmen, die den Zahn mit den Zahnmerkmalen in seiner Zahnform und Zahnfunktion erhalten oder wiederherstellen helfen.

Konservierende Zahnbehandlung

Zahnerhaltenden Massnahmen werden beim Zahnarzt auch als konservierende Therapie bezeichnet.

Die konservierende Zahnbehandlung beschäftigt sich mit der Zahnerhaltung und bedeutet in der modernen Zahnheilkunde, möglichst viel Zahnsubstanz zu erhalten, denn moderne Werkstoffe und Zahntechniken ermöglichen neue Therapieformen, welche das Ziel haben, präventiver Schutz der Zähne und Reparatur der Zahnschäden unter der Bedingung, die vorhandenen gesunden Zähne nach allen Regeln der Kunst zu erhalten. Zähne erfüllen beim Mensch wichtige Funktionen für den ganzen Körper, und so ist der Wunsch nach einem gesunden, vollständigen Gebiss nicht nur eine Frage der Zahn-Ästhetik, den kranke Zähne bei einer Zahnerkrankung haben einen direkten Einfluss auf das Kausystem und den Kauvorgang, die Verdauung und somit auf das allgemeine Wohlbefinden, denn Zähne können Krank machen. Fehlende Zähne durch Zahnverlust beeinträchtigt die Kiefersymmetrie und können damit schwere Schäden und Gesundheitliche Zahnprobleme verursachen.


Zahnerhaltung beim Zahnarzt

Mit Zahnerhaltung beim Zahnarzt sind meist Zahnprophylaxe, Parodontologie, Endodontologie und Kariologie und Kieferorthopädie (Zahnspangen) gemeint, die dem Zahnerhalt dient.

Zur Zahnerhaltung beim Zahnarzt zählen die vorbeugenden und therapeutischen Massnahmen, damit der Zahn in seiner Form und Funktion im Zahngebiss erhalten bleiben kann und nicht durch ein herausnehmbaren Zahnersatz ersetzt werden muss. Die Parodontologie beschäftigt sich mit Parodontitis, die im Volksmund als Parodontose bezeichnet wird und allen Erkrankungen vom Zahnhalteapparat sowie deren Therapie.

Die Versorgung defekter Zähne mit Zahnfarbenen Kunststofffüllungen oder Keramiken sowie Restaurationen mit Amalgam oder Gold bezeichnet der Zahnarzt als Zahnerhaltung oder als konservierende Zahnheilkunde bezeichnet.

Zahnerhaltung, Zahnfüllung, Inlays, Onlay, Zahn

Bei der Zahnbehandlung sollte der Zahnerhalt erste Priorität haben.

Zur Zahnerhaltung gehören:

 Die Kariesfrüherkennung (Kariesdiagnostik)
 Die Zahnprophylaxe sowie Parodontosebehandlung
 Moderne Endodontie bzw. Wurzelbehandlung
 Adäquate Rekonstruktion (Zahnfüllung)
 Gründliche Zahnpflege
 Gesunde Ernährung

Zahnerhaltung durch Zahnfüllung

Zahnfüllungen dienen zum Wiederherstellen der Form und Stabilität der Zähne nach Entfernung der Zahnkaries, damit die Zähne erhalten werden können.

Moderne Füllungsmaterialien für Zahnfüllungen sind die Kunststofffüllungen oder Kompositfüllungen, welche auf Acrylbasis hergestellt werden und so zur Zahnerhaltung beitragen können. Die Zahnfüllung aus Kunststoff wird für den Zahnerhalt meist für die Frontzähne empfohlen, denn Amalgamfüllungen oder Goldfüllungen kommen wegen der nicht weissen Zahnfarbe nicht in Frage. Eine besondere Mischung der Kunststoff-Zahnfüllungen sind die Komposite, ein zahnfarbenes Gemisch aus Kunststoff, Glas und Quarz. Diese Füllungsmaterialien werden im Gegensatz zu herkömmlichen Zahnfüllungen nicht gestopft wie die Amalgamfüllungen, sondern in einzelnen Lagen aufgetragen (geklebt). Die einzelnen Lagen müssen mit einer UV Lampe mit kurzwelligem Licht ausgehärtet werden. Die Schichtstärke darf nicht zu gross gewählt werden, ansonsten die Gefahr besteht, dass die Ränder beim Aushärten schrumpfen, wodurch Spannungen auftreten können, die zu Rissen der Zahnfüllung führen können. Während der Behandlung dürfen die Kompositfüllungen nicht mit Feuchtigkeit wie Speichel in Berührung kommen. In den meisten Fällen wird während der Zahnbehandlung der Zahn mit einem Gummilappen (Kofferdamm) isoliert, welche mit Klammern am Zahn (Klammerzahn) befestigt werden. Kompositfüllungen sind nach der Behandlung sofort voll belastbar, dies im Gegensatz zur Amalgamfüllung. Kompositfüllungen werden zur Zahnerhaltung eingesetzt und werden auf kurze Distanz nicht als Zahnfüllung zu erkennen. Die Lebensdauer einer Kompositfüllung beträgt bei guter Mundpflege ca. 15 Jahre. Nicht empfehlenswert sind die Kompositfüllungen wegen der geringeren Stabilität bei grösseren Defekten bei Seitenzähne im Seitenzahnbereich.

Zahnerhaltung durch Amalgamfüllung

Amalgam in der Form von Silberamalgam ist ein seit über hundert Jahren verwendetes Füllungsmaterial für die Zähne.

Die Verarbeitung von reinem Quecksilber und der hohe Quecksilbergehalt vom Amalgam haben bereits im 19. Jahrhundert bereits eine Diskussion über mögliche Gesundheitsgefährdungen ausgelöst. Zahnfüllungen aus Zahn-Amalgam werden seit Jahrzehnten weltweit verwendet. Aufgrund der verfügbaren Daten können Amalgame weder medizinisch, arbeitsmedizinisch (Verarbeitung von Amalgam) noch ökologisch als sicheres Zahnfüllungsmaterial bezeichnet werden. Daher werden in vielen Zahnarztpraxen und Zahnkliniken keine Amalgamfüllungen mehr für die Zahnerhaltung verwendet, nicht zuletzt aber wegen der Amalgamkorrosion bzw. Mundbatterie und "Galvanische Mundströmen".

Zahnerhaltung durch Inlays

Inlays sind Zahnfüllungen, die im Zahnlabor passgenau für den Zahn gefertigt werden.

Diese so genannten Einlagefüllungen sind zum Teil länger haltbar als plastische Zahnfüllungen, denn Inlays können für die Zahnerhaltung aus Metall, Keramik oder Kunststoff bestehen. Inlays sind eine anspruchsvolle und gute Möglichkeit, die fehlende Zahnhartsubstanz durch Zahnabnutzung zu ersetzen. Inlays sind für die Zahnerhaltung geeignet, denn sie sind wesentlich dauerhafter als Kompositfüllungen, sind aber nicht so Preisgünstig. Einlagefüllungen können nicht im Mund verarbeitet werden, denn zuerst wird der Zahn speziell beschliffen und eine Abformung genommen. Im Dentallabor fertigt der Zahntechniker die Inlays passgenau an. Die Zahnfarbe wird farblich an die natürlichen Zähne angepasst. Eine rasche Anfertigung der Inlays durch den Zahntechniker bietet bei der Zahntechnik das so genannte Cerec-Verfahren. Eine Spezialkamera nimmt dabei den präparierten Zahn auf und mit Hilfe dieser Daten entwirft der Computer das Inlay und fräst es aus einem Keramikblock aus. Keramik-Inlays führen bei grösseren Defekten an den Seitenzähnen zu den langlebigsten und aus ästhetischer Sicht besten Ergebnissen. Inlays aus Keramik zeichnen sich durch eine hohe Kaustabilität aus und weisen meist fast keinen Materialabrieb auf. Optisch sind Keramik-Inlays kaum von natürlichen Zähnen zu unterscheiden. Vorteile und Nachteile der Zahnversorgung mit dem Inlay zur Zahnerhaltung hängt von deren Farbe und Härte ab. Keramik kann sehr gut an das natürliche Aussehen der Zähne angepasst werden und ist sehr langlebig. Unterschiede zwischen den Inlays gibt es auch bei der Befestigung, denn während Gold-Inlays mit Zement am Zahn befestigt werden, müssen die Inlays aus Komposit oder Keramik mit Komposit fixiert werden. Ein Nachteil der Versorgung mit Inlays ist, dass für das Beschleifen vom Zahn relativ viel gesunde Zahnsubstanz verloren geht, so dass häufig eine Versorgung mit einem plastischen Füllungsmaterial wie mit Komposit eine zahnsubstanzschonendere Alternative darstellt. Das Verarbeiten und Einsetzen von Inlays benötigt erfahrene Zahnärzte und braucht meist zwei Behandlungen, das Essen sollte aber während den ersten vier Stunden nach der Behandlung vermieden werden.

Zahnerhalt durch Wurzelkanalbehandlung

Bei der Wurzelkanalbehandlung wird zunächst die Zahnwurzel von Bakterien und zerstörtem Gewebe befreit.

Nach der Wurzelkanalbehandlung erhält die Zahnwurzel eine Füllung und der Zahn wird mit einer Krone oder einem Inlay dauerhaft versorgt, denn so können viele bereits verloren geglaubte Zähne erhalten werden. Der gesunde Zahn besteht aus der Zahnkrone und einer oder mehreren Zahnwurzeln, wo im Inneren der Zahnkrone und der Zahnwurzel sich die Zahnpulpa und das Zahnnervengewebe befindet. Die Pulpa besteht aus Bindegewebe, Blutgefässen und Lymphgefässen sowie Nervenfasern (Zahnnerv). Die gesunde Pulpa (Zahnmark) reagiert auf Irritationen, die durch Zahnkaries oder eine Verletzung ausgelöst werden können, im Normalfall mit einer Entzündung, was im Volksmund als Zahnentzündung bezeichnet wird. Wenn genug früh durch Entfernung der Karies etc. eingegriffen wird, wo anschliessend die Anfertigung einer Füllung oder Krone erfolgt, kann die Entzündung wieder ausheilen. Kann der Zahnarzt nicht frühzeitig eingreifen, schreiten Entzündungen als entzündliche Zahnerkrankungen wie Gingivitis als Zahnfleischentzündung oder Parodontitis als Erkrankung vom Zahnhalteapparat weiter voran, was meist mit heftigen Zahnschmerzen verbunden ist, im Besonderen wenn es sich um eine Pulpitis handelt, was eine "Entzündung von Zahnnerven" ist und starke Zahnnervschmerzen bzw. Pulpitis-Zahnschmerzen erzeugen kann. In der Folge kann es zu einem Absterben der Pulpa (Abgestorbener Zahn) und zu einer bakteriellen Infektion der Wurzelkanäle kommen. Abgestorbene Zähne sind tote Zähne die behandelt werden müssen, ansonsten chronische Entzündungen und Zahnverlust drohen. Die von den Bakterien abgeschiedenen Gifte in das Gewebe rund um die Zahnwurzelspitze bewirken oft chronische Reaktionen in Form von Granulome bzw. Zysten. Schlimmstenfalls können die Bakterien das knöcherne Gewebe im Bereich der Wurzelspitze infizieren, sodass es zu eitrigen Abszessen und Schwellungen kommen kann (dicke Backe). Schmerzmittel die Zahnschmerzen unterdrücken, können dann nur teilweise helfen, die Zahnschmerzen zu betäuben, um bis zum Zahnarztbesuch ein einigermassen normales Leben führen zu können. Eine Entzündungshemmende Wirkung haben bei einem Eiterzahn mit einer "Dicken Backe" feuchte Lappen oder Eisbeutel, die man auf die Wange legen kann.

Wurzelbehandlung bei totem Zahn

Eine Wurzelkanalbehandlung muss durchgeführt werden, wenn das Gewebe der Pulpa bereits abgestorben ist und der Zahn tot ist, denn daraus können Gangrän-Zahnschmerzen entstehen.

Die Endodontie ist ein Gebiet vom Zahnarzt, das sich mit der Behandlung von Zahnweichgewebe bzw. Pulpa und dem Zahnnervengewebe sowie dem angrenzendem Dentin befasst. Eine Wurzelkanalbehandlung muss durchgeführt werden, wenn eine Entzündung der Pulpa (Pulpitis) und die damit verbundenen Schmerzen nicht mehr rückgängig gemacht werden können. Das Ziel einer Wurzelkanalbehandlung ist es, das ganze Kanalsystem im Zahn zu reinigen (Wurzelkanalspülung), damit nach der Wurzelkanalsterilisation eine Wurzelkanalfüllung erfolgen kann und auf Dauer für die Zahnerhaltung hermetisch abgeschlossen werden kann. Durch das Entfernen der Zahnnerven kann eine Gangrän, die auch als fressendes Geschwür, Pulpagangrän oder Pulpanekrose bezeichnet wird, abgewendet werden. Bei der Zahnwurzelbehandlung werden vorhandene Mikroorganismen entfernt und durch die Wurzelkanalfüllung das Eindringen von Mikroorganismen oder Körperflüssigkeiten verhindert. Ein korrekt mit einer Wurzelkanalfüllung versehener und abschliessend mit einer adäquaten Füllung oder Krone versorgter Zahn dient der Zahnerhaltung, sodass der Zahn dauerhaft funktionsfähig bleiben kann und meist keinerlei Belastung für den Gesamtorganismus darstellt. Vielfach ist eine Wurzelbehandlung auch notwendig, weil ein Stift für eine Stiftkrone eingesetzt werden muss, denn wurzelbehandelte Zähne werden mit der Zeit im Normalfall poröser und frakturgefährdeter, weshalb diese Zähne mit einer Krone oder einer Teilkrone versehen werden müssen.

Adäquate Rekonstruktion der Zähne

Endodontie (Endodontologie) ist ein Teilgebiet der Zahnerhaltungskunde, das sich mit den Weichgeweben im Zahninneren bzw. dem Zahnmark beschäftigt, aber auch mit der körpereigenen Struktur, Zahnästhetik und Morphologie resp. mit der Zahnform und Zahnstruktur.

Die konservierende Zahnbehandlung (Zahn-Heilkunde) beschäftigt sich mit der Zahnerhaltung die meist aufgegliedert wird in Kariologie mit Füllungstherapie, Endodontie, Parodontologie, Zahn-Prothetik, Kieferorthopädie, Kieferchirurgie, und Traumatologie. Die Endodontie beschäftigt sich mit dem Kausystem und dem aufrechterhalten der Kaufunktion, das ein kompliziertes und sensibles Geschehen der Zähne, Kaumuskulatur und Kiefergelenke ist. Zahnersatz wie Zahnimplantate, Zahnbrücke oder Zahnprothese können zwar adäquat rekonstruiert werden, doch die Erhaltung der eigenen Zähne ist meist die beste Variante. Wer seine Zähne möglichst lange behalten möchte, sollte darauf achten, dass die Zähne nicht durch Zähneknirschen oder Zähnepressen überlastet sind, denn starkes Zähneknirschen setzt das Gebiss stark unter Druck, was meist nicht ohne gesundheitliche Folge bleibt. Eine Funktionsanalyse und Funktionstherapie bzw. Biss-Korrektur kann eine wichtige Voraussetzung für den Zahnerhalt sein, denn das Zahngebiss hat eine der wichtigsten Aufgabe bei der Zerkleinerung der Nahrung sowie der Sprechfunktion beim Mensch.


Zahnerhaltung

Bei Zahnfleischerkrankungen und Parodontitis dient eine frühzeitige Behandlung dem Zahnerhalt, denn eine beginnende Parodontitis ist zunächst schmerzfrei, vielfach aber mit Zahnfleischbluten und Schwellungen vom Zahnfleisch verbunden.

Mit Zahnerhaltung sind meist Parodontologie, Endodontologie und Kariologie und Kieferorthopädie gemeint, die dem Zahnerhalt dient. Zur Zahnerhaltung gehören Zahnprophylaxe, Wurzelbehandlung (Endodontologie), Zahnfarbene Zahnfüllungen, Veneers / Lumineers, oder auch Zähne bleichen.

Zähne erhalten

Um Zähne erhalten zu können, müssen Entzündungen gezielt und rasch zum Abklingen gebracht werden.

Präventive Massnahmen, um Zähne zu erhalten und gleichzeitig die Bioästhetik zu verbessern und die Zahn-Ästhetik zu verschönern steht an oberster Stelle, denn die Zähne beim Mensch sind sehr empfindlich und Zähne zu erhalten gleichermassen wichtig. Eine entscheidende Voraussetzung für den Erhalt der Zähne ist, dass vertiefte Zahnfleischtaschen beim Zahnarzt gereinigt werden, damit man Zähne erhalten kann, denn Zahnfleischerkrankungen gehören zu den verbreitetsten Krankheiten überhaupt. Der Krankheitsverlauf einer Parodontitis mit Zahnlockerung, Infektionen sowie Bildung von Zahnfleischtaschen und Verlust vom Kieferknochen (Kieferknochenschwund) kann mit Hilfe der Zahnmedizin weitgehend beherrscht werden, die Zähne benötigen dafür aber eine nachhaltige Mundpflege. Gerötetes Zahnfleisch, das leicht blutet oder auch ein sichtbarer Zahnbelag sind meist Anzeichen für eine Entzündung, die zunächst nur das Zahnfleisch (Gingivitis) betreffen.

Unter Anwendung aktueller Therapiekonzepte können vielfach Zähne erhalten werden, für die es früher keine Hoffnung mehr gab.

Zahnerhalt, Zahnersatz, Zähne, Zahnerhaltung

Zur Zahnerhaltung gehören die Fachdisziplinen Parodontologie bzw. Parodontopathie, Endodontologie und Kariologie.

Zur Zahnerhaltung zählen alle vorbeugenden und therapeutischen Massnahmen, die den Zahn in seiner Zahnform und Zahnfunktion erhalten oder wiederherstellen helfen, ohne ihn durch ein künstliches Zahnprodukt wie herausnehmbaren Zahnersatz zu ersetzen.

Zahnerhaltung ist ein Bereich der Zahnheilkunde, der sich mit dem Erhalt der Zähne durch Krankheitsverhütung und Therapie wie Füllungstherapie (Zahnfüllungen) befasst und wird auch als konservierende Zahnheilkunde bezeichnet.

Zahnerhaltungskunde

Zur Zahnerhaltungskunde gehören:

 Zahnprophylaxe (Vorbeugung)
 Fissurenversiegelung
 Professionelle Zahnreinigung
 Restaurative Zahnheilkunde
 Füllungstherapie (Zahnfüllungen
 Kronen
 Endodontie (Wurzelkanalbehandlung)
 Parodontologie (Zahnfleischkunde)

Zahnerhaltung durch Prophylaxe

Kariesprophylaxe und Parodontalprophylaxe fördert die Zahnerhaltung:

 Gesunde Ernährung
 Sorgfältige Mundhygiene
 Regelmässige Fluoridierung
 Zahnärztliche Massnahmen

Zahnprophylaxe ist ein umfassender Ansatz in der Zahnerhaltung und besteht aus Primäre Prävention, Sekundäre Prävention und der Tertiären Prävention bzw. Vorbeugung.

Primäre Prävention der Zahnerhaltung

Zur primären Prävention bzw. Zahnprophylaxe gehören alle Massnahmen zur Vorbeugung und Festigung sowie Erhaltung der Zahngesundheit. Die Prophylaxe dient der Vorbeugung von Zahnkaries und Parodontalerkrankungen. Auch gesunde Ernährung sowie sorgfältige Mundhygiene und regelmässiges Fluoridieren (Fluoridprophylaxe) gehört zur primären Prävention bzw. Zahnprophylaxe.

Sekundäre Prävention der Zahnerhaltung

Sekundäre Prävention ist eine Massnahme zur Früherkennung und Frühbehandlung von Krankheiten am Zahn, Zahnfleisch und Zahnhalteapparat. Frühzeitige Kariesdiagnostik und Parodontaldiagnostik gehören zur sekundären Prävention bzw. Prophylaxe wie auch die Massnahmen zur Remineralisation von initialen Schmelzveränderungen und Kieferorthopädische Frühbehandlung.

Tertiäre Prävention der Zahnerhaltung

Tertiäre Prävention ist eine Massnahme zur Behandlung einer Krankheit, um eine Verschlimmerung zu verhindern und Krankheitsfolgen auszugleichen. Dazu gehören die Wiederherstellung resp. Rehabilitation von Form und Funktion vom Kauapparat als Kauorgan durch Zahnfüllungen, Kronen, Brücken und Prothesen.


Zahnverlust = Zahnlücke

Zahnverlust bedeutet eine Verringerung vom Zahnbestand, im Milchzahngebiss oder im Erwachsenengebiss, so dass eine Zahnlücke entsteht.

Ein Zahnverlust kann unterschiedliche Ursachen haben, denn Zahnverlust kann infolge von einem Zahnunfall entstehen oder durch Zahnlockerung infolge Zahnerkrankung oder Zahnfleischerkrankung entstehen, doch Zahnverlust bedeutet immer auch eine Zahnlücke, die geschlossen werden sollte. Der Verlust der Milchzähne ist bei der zweiten Dentition natürlich, wenn der Zahndurchbruch der bleibenden Zähne erfolgt, nicht aber so nach einem Zahnunfall (Zahntrauma). Als Ursache von einem unnatürlichen krankhaften Zahnverlust im bleibenden Gebiss oder im Milchgebiss wird gesprochen bei Zahn-Karies, Parodontitis, Parodontalerkrankungen oder bei Zahnextraktionen bei Zahnproblemen wie den Weisheitszahnproblemen, wo eine Weisheitszahnentfernung erfolgen muss.

Eine Zahnlücke sollte nach dem Zahnverlust wegen Zahnwanderung und Zahnkippung der anderen Zähne immer geschlossen werden, so bei vorzeitigem Zahnverlust im Milchgebiss (Milchzahnlücke) durch einen Platzhalter und im bleibenden Gebiss durch einen Zahnersatz wie Zahnimplantat, Zahnbrücke oder Zahnprothese.

Zahnverlust, Zahnlücken, Karies, Parodontitis

Zahnprobleme, Kieferprobleme und Zahnfleischprobleme die zu Zahnverlust führen, erleben viele Leute und sollten den Zahnverlust auch nicht akzeptieren, denn dafür gibt es Zahnersatz für Zahnlücken die das Problem vom störenden Zahnverlust meist lösen.

Ein Zahnverlust bedeutet jedoch nicht, dass man zahnlos bleiben muss, denn dafür gibt es Zahnersatz, der die natürlichen Zähne ersetzen kann.

Die häufigsten Gründe für den Zahnverlust sind in jungen Jahren vielfach Zahnunfälle und bei älteren Zahnpatienten liegen die Gründe hauptsächlich in den bekannten zahnmedizinischen Volkskrankheiten der Zahn-Karies und der Parodontitis. Wenn eine Zahnlücke durch den Zahnverlust vorhanden ist, die von anderen Zähnen begrenzt ist, spricht man von einer Schaltlücke, die durch eine Schaltbrücke oder Schaltprothese geschlossen werden kann. Von entscheidender Bedeutung in Bezug auf Zahnkrankheiten ist, dass man frühzeitig mit der Zahnprophylaxe anfängt, denn durch regelmässiges ZahnpflegeZungenpflege und Mundpflege sowie der professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt kann man diesen oftmals schmerzhaften und unansehnlichen Folgen vorbeugen.

Zähne bewegen sich in Zahnlücken

Zähne wandern gegen die Zahnlücke und beeinträchtigen Kaufunktion, Sprechfunktion und auch die Zahnästhetik.

Zahnlücke, Fehlende Zähne Kieferknochen, Zahn

Bei Zahnlücken durch Zahnverlust oder Nichtanlage kommt es früher oder später zu einer Verschiebung der Zähne die gegen die Zahnlücke wandern, denn Zähne bewegen sich.

Sobald ein Zahn verloren geht, wandern Nachbarzähne von beiden Seiten in die Zahnlücke.

Wenn Zähne keinen angrenzenden Partner mehr haben, kippen die Zähne in die Zahnlücke später nach vorne, im Besonderen bei den Frontzähnen. Dadurch passen die Zähne nicht mehr exakt aufeinander was zu einer Störung der Verzahnung mit der gegenüberliegenden Zahnreihe führt. Ungewollte Zahnstellungsanomalien, wie vorstehende Zahnlücken oder engstehende Zahnreihen können im Zahnbogen durch den Durchbruchsdruck wie durch Weisheitszähne funktionelle Störungen bei Erwachsenen auslösen, die sich mit fortschreitendem Alter weiter nachteilig entwickeln können. Zahnwechsel und Zahndurchbruch der bleibenden Backenzähne bei Jugendlichen sind von natürlichen Anbauvorgängen und Umbauvorgängen im Kieferknochen begleitet, die durch den Wachstumsdruck ausgelöst werden. Während sich der Kieferknochen umgestaltet, bleibt die Zahnwurzel in ihrer Form stabil und unbeschädigt.

Zahnlücken durch Zahnverlust

Durch fehlende Zähne durch Zahnverlust mit Zahnlücken oder einen Zahnengstand können eingefallene Wangen und damit ein eingefallenes Gesicht entstehen, was die Gesichtsästhetik stark beeinträchtigen kann.

Bestehen Zahnlücken in einem Gebiss sollten nach Möglichkeit geschlossen werden, um eine vollständige Kaufunktion wieder herzustellen.

Zahnverlust, Zahnunfall, Zahnlücke, Zahnausfall

Die Zähne, der Zahnhalteapparat, der Oberkiefer und Unterkiefer, die Kiefergelenke und die Kaumuskulatur bilden zusammen ein aufeinander eingespieltes System.

Funktionsstörungen einer dieser Strukturen wie ein Zahnverlust, beeinflussen unmittelbar auch die anderen Strukturen.

Die häufigsten Ursachen für den Zahnverlust sind Zahn-Karies und Erkrankungen vom Zahnhalteapparat, gefolgt vom Zahnverlust durch einen Zahnunfall. Ausserdem ist es möglich, dass ein Zahn erblich bedingt in der Zahnanlage nicht angelegt ist und somit der Zahn fehlt.


Zahn-Prophylaxe Zahnarzt

Prophylaxe beim Zahnarzt bedeutet Vorbeugung vor Zahnerkrankung und Zahnfleischerkrankung.

Ziel der Prophylaxe beim Zahnarzt ist, das Verhindern und Reduzieren auftretender Krankheiten bei Zähnen und Zahnfleisch und wird auch als zahnmedizinische Prävention oder vorbeugende Zahnheilkunde bezeichnet. Als Prophylaxe beim Zahnarzt werden Massnahmen verstanden, die eine Entstehung und Verschlimmerung von Krankheiten an Zähne und Zahnhalteapparat sowie Kauapparat verhindern sollen. Die Zahnmedizinische Prophylaxe beschäftigt sich mit Erkrankungen der Zähne, dem Zahnfleisch, dem Kiefer und allgemein auch der Mundhöhle.

Ein Hauptbestandteil der zahnmedizinischen Prophylaxe ist die professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt.

Zahnmedizinische Prophylaxe, Zahnarzt, Zähne

Die zahnmedizinische Prophylaxe wird meist als zahnmedizinische Prävention oder vorbeugende Zahnheilkunde bezeichnet und hat das Ziel, das Auftreten neuer Krankheiten zu verhindern.

Die zahnmedizinische Prophylaxe (Vorbeugung) wird in Kariesprophylaxe, Parodontalprophylaxe und Kieferorthopädische Prophylaxe unterschieden.

Durch die Prophylaxe beim Zahnarzt erfolgt eine sinnvolle Früherkennung von Kariesbildung und Parodontitis, damit bleibende Schäden nicht entstehen können. Die Prophylaxen sind als Prävention wichtig, denn nur eine regelmässige professionelle Zahnreinigung gewährleistet eine optimale Kontrolle von Zähnen, Zahnfleisch und Parodont. Zur zahnmedizinischen Prophylaxe gehören vorbeugende Massnahmen, die eine Entstehung von Zahnkrankheiten verhindern soll wie die Zahnhygiene und professionelle Dentalhygiene. Die Zahnmedizinische Prophylaxe ist eine Schutzmassnahmen gegen Zahnerkrankungen, Zahnfleischerkrankungen, Kiefererkrankungen mit Kieferknochen (AlveolarfortsatzKiefergelenk und Kaumuskulatur sowie Erkrankungen der Mundhöhle allgemein.

Kariesprophylaxe

Kariesprophylaxe ist die Vorbeugung von Zahnkaries durch gesunde Ernährung, sorgfältige Mundhygiene, regelmässige Fluoridierung und Fissurenversiegelung.

Die Kariesprophylaxe beginnt mit dem Zähneputzen ersten durchgebrochen Milchzähne, die Platzhalter für die bleibenden Zähne sind. Bei der Prophylaxe gegen Zahnkaries geht es um die Zahnerhaltung durch eine gute Mundhygiene als wichtigste vorbeugende Massnahme gegen Karies, im Besonderen zwischen den Zähnen in den Zahnzwischenräumen. Zahnreinigungsmittel sind wie Fluorid als Zugabe zur "Fluoridierung der Zähne" enthalten, denn Zahnpasta verbessert nicht nur die Reinigungswirkung sondern fördert auch die Remineralisation der entkalkten Stellen vom Zahnschmelz als Zahnbeschichtung. Die Remineralisierung ist die Wiedereinlagerung von Mineralstoffen in die Zähne, ein Reparaturvorgang von kleinsten Schmelzschäden, der täglich stattfinden sollte.

Parodontalprophylaxe

Durch die Parodontalprophylaxe werden Okklusionsstörungen und Artikulationsstörungen beseitigt, denn Parodontal besagt, den Zahnhalteapparat (Parodontium) betreffend und Prophylaxe bezeichnet Vorbeugung.

Parodontalprophylaxe ist die Vorbeugung von Parodontalerkrankungen durch allgemeine Massnahmen wie gesunde Ernährung, Behandlung von Allgemeinerkrankungen sowie lokale Massnahmen wie sorgfältige Mundhygiene, professionelle Zahnreinigung, korrekte Ausformung von Füllungsrändern und Kronenrändern oder auch funktionelle Massnahmen wie Beseitigung von Okklusionsstörungen und Artikulationsstörungen. Die Parodontal-Prophylaxe ist eine vorbeugende Massnahme zur Erhaltung vom Restzahngebiss durch kontinuierliche Zahnpflege und Zahnfleischpflege, um chronischen Entzündungen von Zahnhalteapparat wie Parodontitis, die durch Bakterien verursacht wird zu verhindern. Die häufigsten Erkrankungen vom Zahnhalteapparat sind Zahnfleischentzündung (Gingivitis) sowie auch die Entzündung vom gesamten Zahnhalteapparat unter Beteiligung vom Kieferknochen (Kieferknochenentzündung), was im Volksmund vielfach fälschlicherweise als Parodontose und nicht als Parodontitis bezeichnet wird.

Kieferorthopädische Prophylaxe

Eine kieferorthopädische Prophylaxe ist bei der Zahnspangenbehandlung wichtig, denn durch Ultraschallgeräte und Pulverstrahlgeräte können Beläge und Zahnstein in den Nischen der Brackets und Bögen entfernt werden, was auch dazu führt, dass auch krankmachende Keime entfernt werden.

Um Zähne und den Zahnhalteapparat beim Tragen von Zahnspangen nicht zu schädigen, ist eine optimale Mundhygiene und kieferorthopädische Prophylaxe besonders wichtig, denn bei festsitzenden Zahnspangen können mit der Zahnbürste viele Stellen im Zahngebiss nicht genügend gereinigt werden. Unter kieferorthopädischer Prophylaxe kann auch das auf den Zahn Aufbringen von durchsichtigem Versiegelungslack um das Bracket herum verstanden werden.

Kieferorthopädische Prävention

Mit kieferorthopädischen Präventionsmassnahmen versteht man das frühzeitige angehen gegen schiefstehende Zähne.

Bei Kindern kann eine präventive Kieferorthopädie angezeigt sein, wenn die normale Kieferentwicklung stark beeinträchtigt wird durch vorzeitigen Milchzahnverlust. Es gibt Kieferfehlstellungen, die im Laufe vom Wachstum sehr früh auftreten und aufgrund ihrer Verschlechterung behandelt werden sollten, wozu der offene Biss, der ausgeprägte Distalbiss oder die Progenie (Prognathie) gehören, denn damit wird einer chirurgischen Korrektur der Fehlstellung im Erwachsenenalter vorgebeugt. Die Kieferorthopädische Prophylaxe ist die Vorbeugung von Fehlentwicklungen vom Zahngebiss durch ausreichende Vitaminzufuhr und Mineralstoffzufuhr sowie Ausschalten von schädliche Angewohnheiten, den so genannten Habits und Erhaltung der Milchzähne als Platzhalter für die bleibenden Zähne bzw. Entfernung bleibender Zähne, die zu einem Zahnengstand führen können.

Gesunde Ernährung für Zähne

Durch falsche Ernährung können typische Zivilisationskrankheiten wie Zahnkaries, Erkrankung vom Zahnhalteapparat (Zahnbett), Diabetes mellitus, Gicht und Übergewicht entstehen.

Zähne, Zahngesundheit, Bakterien, Säuren, Zahn

Eine richtige und gute Ernährung spielt für die Gesundheit der Zähne eine wichtige Rolle, denn Essgewohnheiten sind ein wichtiger Faktor für die Zahngesundheit, denn Essen beeinflusst Zähne.

Es ist nicht nur zur Kariesprophylaxe und Parodontalprophylaxe wichtig, denn ein solides Grundwissen über Ernährung und Verdauung der Nahrungsstoffe können beim Mensch den Organismus stark beeinflussen und Zucker beeinflusst Zähne sehr stark. Die Nahrung kann die Zahngesundheit empfindlich beeinflussen, so systematisch über den Stoffwechsel nach Resorption im Darm, lokal durch direkten Kontakt mit den Zähnen oder indirekt über die Mikroorganismen der Plaque.

Systemische Wirkung der Nahrung

Die systemische Wirkung der Nahrung ist vor allem während der Schmelzbildung von Zahnschmelz und der Dentinbildung (Zahnbein) von Bedeutung, also in der Schwangerschaft und nach der Geburt bis etwa zum 12. Lebensjahr.

Die Nährstoffe werden bei der systemischen Wirkung der Nahrung über die Blutbahn zu den Zähnen bzw. Zahnkeimen transportiert. Für eine optimale Zahnentwicklung sind besonders Kalzium und Phosphat, Vitamin D und Fluorid wichtig. Zur Deckung vom Kalziumbedarf sollten Kinder je nach Gewicht und Alter täglich mindestens ¼ bis ½ Liter Milch trinken. Vitamin D ist für die Resorption von Kalzium und Phosphat im Darm und den Einbau dieser Mineralstoffe im Knochen erforderlich. Aufgrund vom erhöhten Bedarf wird Vitamin D während dem 1. Lebensjahr im Normalfall in Tablettenform zugeführt, so in Kombination mit Fluorid als D- Fluoretten, denn der Vitamin D Gehalt von Muttermilch oder Kuhmilch reicht vielfach in dieser Zeit nicht zur Deckung vom Bedarf. Ein Mangel an Vitamin D kann bei Kindern zur Rachitis führen, wobei es durch mangelnde Mineralisation zu Verformung im Besonderen der rasch wachsenden Knochen kommt.

Direkte lokale Wirkung der Nahrung

Beim direkten Kontakt der Nahrung mit den Zähnen haben Konsistenz (Beschaffenheit), Temperatur und Säuregehalt der Nahrung eine besondere Bedeutung und eine lokale Wirkung.

Konsistenz:
Feste Nahrung intensiv zu Kauen fördert die Selbstreinigung vom Gebiss und regt den Speichelfluss an, wodurch weniger Zahnbeläge entstehen. Harte Nahrung unterstützt beim Heranwachsenden zusätzlich die Ausformung der Kiefer.

Temperatur:
Extreme Temperaturen sollte man meiden, denn extrem kalte oder heisse Nahrung kann Mikrorisse im Zahnschmelz verursachen und so den Zahn schädigen.

Saure Nahrung:
Säurehaltige Speisen demineralisieren die Zahnoberfläche bei direktem Kontakt, wodurch es zu so genannten Erosionen der Zahn-Hartsubstanz kommen kann. Durch abrasive Nahrung oder zu kräftiges Zähneputzen direkt nach dem Konsum säurehaltiger Nahrung wird die Schädigung der Zähne verstärkt (Zahnabnutzung). Säurehaltige Nahrungsmittel sind z.B. Zitrusfrüchte (Zitronensäure), Joghurt (Milchsäure) und Essig (Essigsäure). Nach dem Verzehr von frischen Früchten sollte man daher min. 30 Minuten warten mit der Zahnreinigung und nicht sofort die Zähne putzen um eine Zahnerosion mit Abrasion vermeiden zu können, wie auch die Zähne nach Reflux wegen der Magensäure nicht direkt geputzt werden sollten.

Indirekte Wirkung der Nahrung auf Zähne

Neben der direkten Wirkung hat die Nahrung auch eine indirekte Wirkung auf die Zähne, indem sie die Mikroorganismen der bakteriellen Plaque beeinflusst.

Die Plaquebildung wird im Besonderen durch regelmässige Einnahme von Zucker gefördert, der aus kleinen, leicht spaltbaren Molekülen besteht und somit rasch von Bakterien abgebaut werden kann. Am stärksten plaquefördernd sind Haushaltszucker bzw. die Disaccharide in Rübenzucker oder Rohrzucker. Die Belagbakterien sind in der Lage, Saccharose (Haushaltszucker) aufzuspalten und zur Energiegewinnung abzubauen, wobei es zur Bildung von Säure kommt und Saures wirkt auf Zähne. Glukose (Dextrose, Traubenzucker) ist ebenfalls plaquefördernd wie Saccharose. Auch Fruktose (Fruchtzucker) in klebrigen Früchten wie Bananen, Dörrfrüchten und Feigen ist stark plaquefördernd. Frische und nicht klebrige Früchte wie Äpfel, Orangen usw. sind dagegen weniger fördernd für Plaque am Zahn und können daher eher als Zwischenmahlzeiten empfohlen werden.

Speichelfluss hat grosse Wirkung auf Zähne

Der Speichelfluss wird durch die Fruchtsäure und die erforderlichen Kaubewegungen angeregt.

Kohlenhydrate können von den Belagbakterien nicht abgebaut werden oder erst wenn Stärke im Mund vorhanden ist, aber der Abbau von Kohlenhydraten vollzieht sich nur sehr langsam, sodass die entstehende Säure leicht vom Speichel neutralisiert und damit unschädlich gemacht werden kann. Beim Trinken von gesüssten Getränken wird der Hauptanteil des Zuckers im Normalfall sofort heruntergeschluckt, sodass nur geringe Mengen in die Plaque gelangen können, anders jedoch bei Kindern, wenn sie genüsslich mit einem Strohhalm trinken oder aus einer Saugflasche nuckeln. Der Zucker von gesüssten Fertig Tees oder Fruchtsäften kann dann länger die Zähne umspülen und so zu Karies führen. Bei der Nahrung ist vor allem auf versteckte Zucker zu achten, denn 1 Glas Cola mit 200 ml Inhalt enthält ca. 20g Zucker, was 7 Zuckerwürfeln pro Glas entspricht. Selbst viele Nahrungsmittel, die nicht als süss empfunden werden, haben vielfach einen hohen Zuckeranteil. So sind in 500 Gramm Tomatenketchup 100 bis 150 Gramm Zucker enthalten, was ca. 33 bis 50 Zuckerwürfel entspricht. Man sollte deshalb beim Kauf von Lebensmittel für Kinder auf das Zahnmännchen mit Schirm achten, so auch beim Kaugummi, damit man sicher ist, dass kein Zucker oder andere Zahnschädigende Substanzen enthalten sind.

Kaugummi für Zahnreinigung

Die Speichelfunktion ist für die Gesunderhaltung der Zähne und dem Mundraum unentbehrlich, so auch für die Zahngesundheit im Alter.

Jede Beeinträchtigung vom Speichelfluss führt zu Mundtrockenheit und zu einem erhöhten Kariesrisiko und ein Versiegen vom Speichelfluss kann in kurzer Zeit zu einer Zerstörung aller Zähne führen. Der PH Wert von Speichel von 7.0 ist für die Zähne sehr wichtig und kann seine Funktionen, die Remineralisierung vom Zahnschmelz nach ernährungsbedingten Säureattacken und Verdauung von Kohlenhydraten optimal ausführen.

Das Kauen von Kaugummi regt die Sekretion der Speicheldrüsen und Magendrüsen an.

Zahnreinigung, Mundpflege-Kaugummi, Speichel

Zuckerfreie Mundpflege-Kaugummi schützt Zähne und Mundhöhle vor schädlichen Bakterien und kann die Entstehung von Zahnbelag und Mundgeruch hemmen.

Kauen stimuliert während der Nahrungsaufnahme den Speichelfluss und beeinflusst somit die Selbstreinigung der Zähne.

Der Speichel sorgt für die Befeuchtung und Vorverdauung der Nahrung sowie für ein erleichtertes Schlucken. Mundspeichel sorgt durch den Speichelfluss auch für die Physiologische Selbstreinigung der Zähne bzw. Mundhygiene. Durch die Bewegung der Zunge und der Wangen wird die Selbstreinigung vom Zahngebiss verbessert. Die „Physiologische Selbstreinigung“ ist die desinfizierende Wirkung vom Speichel, der Zunge und Zähne reinigt, denn Speichel ist antiseptisch. Speichel bildet mit seinen antiviralen und antibakteriellen Faktoren die erste Barriere im Mund gegenüber Krankheitserregern wie den Karieserregern. Plaque wird durch das Kauen von einem Kaugummi nicht entfernt und somit das Zähneputzen nicht ersetzt. Durch das Kaugummikauen wird jedoch für längere Zeit mehr Speichel gebildet, der dann entsprechend die Zähne auch umspülen und Säure neutralisieren kann. Der nach dem Essen niedrigere pH- Wert in der Plaque wird dadurch innerhalb von 10- 20 Minuten wieder in den neutralen Bereich angehoben, was ohne Kaugummikauen sonst ca. 40 Minuten dauert. Zu beachten ist, dass sowohl die Anregung der Speichelsekretion und Magensekretion als auch verstärkte Tätigkeit der Kaumuskulatur zu Beschwerden führen kann, weshalb das Kauen von Kaugummi nur in gewissem Masse sinnvoll ist.

Mundhygiene

Durch die Mundhygiene sollen Speisereste und Beläge an den Zähnen entfernt werden, denn ein Zahn der sauber ist wird nicht kariös bzw. "Karies-rezidiv" und es entsteht kein Zahnschmelzkaries.

Nach jeder Mahlzeit sollten die Zähne mit der Zahnbürste gereinigt werden, um die Säurebildung in der Mundhöhle möglichst gering zu halten, doch nicht direkt Zähneputzen nach Fruchtsäure. Die Zahnpflege wie auch die Implantatpflege, Prothesenpflege und Zungenpflege sollte morgens nach dem Frühstück und abends vor dem Schlafengehen sowie nach jedem Genuss von zuckerhaltigen Speisen erfolgen, doch übertriebenes Zähneputzen kann auch schaden, wie auch das Zähneputzen nach Reflux wegen der Magensäure bzw. Zahnerosionen. Bei korrekter Zahnreinigung wird das Zahnfleisch gleichzeitig massiert und dadurch die Durchblutung angeregt. Eine vollständige mechanische Entfernung der Plaque ist insbesondere in den Zahnzwischenräumen sehr schwierig. Für die Mundhygiene stehen daher nebst der normalen Zahnbürste noch verschiedene Hilfsmittel wie Zahnseide, Zahnhölzer, Zahnzwischenraumbürsten und Mundduschen zur Verfügung.


Zahnstein am Zahn

Zahnstein als feste Auflagerungen auf dem Zahn, wird beim Zahnarzt vielfach als Konkremente bezeichnet.

Zahnstein entsteht durch Einlagerung von Mineralien aus dem Speichel in die Plaque.

Zahnstein, Zahnsteinbildung, Konkremente

Als Zahnstein wird die feste Auflagerung auf dem Zahn bezeichnet, die man durch Spülen und Zähneputzen nicht entfernen kann.

Hartnäckiger bakterieller Zahnbelag

Die unangenehmen Ablagerungen von Zahnstein an den Zähnen findet man meist im Bereich der Speicheldrüsen, also auf der Innenseite der Unterkieferschneidezähne und der Aussenseite der Backenzähne im Oberkiefer.

Wenn sich auf den Zähnen am Übergang vom Zahn zum Zahnfleisch Verfärbungen gebildet haben, fühlt sich die Oberfläche mit der Zunge rau an, sodass es sich um Zahnstein handelt. Zahnstein als hartnäckiger bakterieller Zahnbelag kann nur der Zahnarzt rein mechanisch mit Handinstrumenten wie Scaler, Küretten oder maschinell mit Ultraschallgeräten am Zahn und Zahnfleisch entfernen. Zahnstein ist eine mineralische Anlagerung, die oberhalb vom Zahnfleischsaum gut erkennbar ist, denn es ist eine gelbliche und oder auch bräunliche Ablagerung in den Zahnzwischenräumen oder entlang dem Zahnfleischsaum. Zahnstein, der unterhalb vom Zahnfleischsaum der Wurzeloberfläche aufliegt, hat oft eine dunkelbraungraue Farbe und wird vom Zahnarzt als „subgingivale Konkremente“ bezeichnet. Speisereste die zwischen den Zähnen hängen bleiben sind eine hervorragende Nahrungsgrundlage für die Bakterien im Mund und zusammen mit den Ausscheidungen der Mikroben die Plaque bilden, was man als bakterieller Zahnbelag bezeichnet. Die Bakterien verstecken sich im Zahnstein und wandern in Richtung Zahnhals, dem Übergang zwischen Zähnen und Zahnfleisch, und vermehren sich in den Zahnfleischtaschen, die das untere Ende vom Zahn ummanteln. Das Gewebe um den Zahn schwillt an, löst sich vom Zahnhals und legt diesen allmählich frei, sodass der Zahnhals schmerzempfindlich reagiert.

Zahnsteinbildung an Zähnen

Unter Zahnsteinbildung versteht man Kalkablagerung (Mineralstoffablagerung) an den Zähnen, die Zahnsteinbildung hängt aber ursächlich mit dem Speichel, bzw. der Zusammensetzung vom Mundspeichel und dem Speichelfluss zusammen, wo verschiedene Speicheldrüsen (Munddrüsen) für die Speichelabsonderung verantwortlich sind.

Wenn ein Zahnbelag lange und ungehindert am Zahn beim Mensch wie auch bei den Tieren verweilen kann, nimmt er mineralische Bestandteile vom Speichel auf, der sich dann verhärtet zu Zahnstein, so dass der Zahnarzt von Zahnsteinbildung oder Konkremente spricht. Die Ursache von Zahnstein liegt am Zahnbelag der sich mit der Zeit durch die Mineralien im Speichel aushärtet. Als Zahnstein werden alle harten Ablagerungen an den Zähnen bezeichnet, die durch eine Zahnreinigung mit der Zahnbürste nicht mehr zu entfernen sind. Durch die Zahnsteinbildung an Zähnen kann der Zahnstein Reizungen vom Zahnfleisch (Gingivitis) verursachen oder Infektionen (Zahn-Karies, Parodontitis) begünstigen, was zum Verlust der Zähne führen kann. Die Zahnsteinbildung an Zähnen entsteht, wenn Mineralien die aus dem Speichel im Mund stammen, im Zahnbelag eingelagert werden, wo sich Bakterien auf dem rauen Belag anhaften können. Bei der Bildung von Zahnstein ist darum eine Zahnsteinentfernung beim Zahnarzt notwendig. Je nach Geschwindigkeit der Zahnsteinbildung, sollte ein bis zweimal pro Jahr eine professionelle Zahnreinigungen erfolgen. Die Zahnsteinbildung als feste Auflagerungen auf dem Zahn, kann durch Spülen oder durch das Zähneputzen nicht entfernt werden, denn Zahnstein entsteht durch die Einlagerung von Mineralien aus dem Speichel in die Plaque, was zu Parodontitis führen kann, doch wo keine Plaque vorhanden ist, kann sich auch kein Zahnstein bilden.

Speisereste sind in der Plaque zwischen den Zähnen und am Zahnfleischrand die Nahrungsgrundlage für Kariesbakterien.

Zahnsteinbildung, Zähne, Plaque, Karies, Zahn

Bakterienfärbung wird zur besseren mikroskopischen Diagnostik verwendet, denn die auf den Zähnen befindliche Plaque kann durch die Speichelanteile verkalken, wodurch Zahnstein entsteht der aus Kalziumphosphat besteht und sich mit Geweberesten und Mikroorganismen vermischt, so dass der Zahnarzt von bakteriellen Plaque spricht.

Unter Zahnstein versteht man Kalkablagerungen aus Mineralstoffen an den Zähnen.

Zahnstein entsteht durch das Verkalken von Plaque als Zahnbelag, weshalb eine gute Zahnpflege wichtig ist, dass die Zahnsteinbildung und damit Zahnerkrankungen und Zahnfleischerkrankungen verhindert werden kann. Zahnbelag ist das Resultat der Zersetzung unserer Nahrungsmittel durch Bakterien und lagert sich als ein dünner, durch die gelbliche Farbe zunächst weniger sichtbarer Film auf der Zahnoberfläche auf. Zahnstein entsteht, wenn Mineralien die aus dem Mundspeichel stammen, im Zahnbelag eingelagert werden, sodass eine raue Oberfläche entsteht, wo sich am Zahn die Bakterien gut anhaften und vermehren können.

Zahnhartbelag am Zahn

Harter Zahnbelag wird als Zahnhartbelag bezeichnet, der nur beim Zahnarzt entfernt werden kann und aus der weichen Plaque entsteht, wenn diese nicht rechtzeitig durch die Zahnbürste entfernt wird.

Durch Zutritt von Mineralstoffen aus dem Speichel der aus den Speicheldrüsen stammt, wird Plaque zu Zahnstein verhärtet, sodass man von Zahnhartbelag spricht. Zahnstein (calculus dentis) sind harte zähe verkalkte Beläge auf den Zähnen, weshalb man diese Beläge als verkalkte Zahnbeläge bezeichnet. Es gibt verschiedene Stoffe, die in der Mundhöhle die Zähne belegen und farbig, transparent, hart oder auch weich sein können. Die Bildung von Zahnstein ist abhängig von der Speichelzusammensetzung, der persönlicher Mundhygiene und den Essgewohnheiten, denn Zahnstein entsteht durch Einlagerung von Mineralien (Calciumphosphat) aus Speichel und Plaque, was die Hauptursache bildet für die Entstehung der Zahnkaries und Parodontitis. Gingivitis (Zahnfleischentzündung) und Parodontitis (Zahnbettentzündung) sind nach der Zahnkaries die häufigsten Erkrankungen an Zähnen, Mund und Kiefer. Die Ursache beider Parodontalerkrankungen bzw. Zahnbetterkrankungen ist im Normalfall bakterielle Plaque, begünstigt durch gleichzeitig chemische, thermische, mechanische und hormonelle Reize.

Zahnbelag Plaque

Zahnbelag, der über längere Zeit nicht entfernt wird, kann durch den Speichel mineralisiert zu Zahnstein werden, denn Zahnstein ist nichts anderes als verkalkte Zahn-Plaque.

Wenn man von Plaque spricht, sind die festen anhaftenden und nicht abspülbaren Zahnbeläge gemeint, wo die vielen Bakterien, die zur Mundflora gehören eingenistet sind, denn in der Mundhöhle hat es eine Vielzahl von Bakterien. Die Gramfärbung (Bakterienfärbung) ist eine Methode zur differenzierenden Färbung von Bakterien. Ablagerungen von Zahnstein findet man vor allem im Bereich der Ausführungsgänge der Speicheldrüsen an den Lingualflächen der unteren Frontzähne und den Aussenflächen der oberen Molaren. Dabei unterscheidet man Zahnstein der die Zahnoberfläche bedeckt und Zahnstein der sich innerhalb der Zahnfleischtasche befindet. Der Zahnbelag wird zum grossen Teil von Bakterien gebildet, sodass dieser zu Erkrankungen vom Zahn und Zahnfleisch führen kann, wenn man die Zähne nicht häufig und richtig putzt. Da sich ausser dem Belag Calcium-Carbonat ablagert, entsteht Zahnstein, der sehr hart ist und durch verschiedenen Speisen und Stoffe, wie Kaffee, Cola oder Tee verfärbt. Farbstoffe können den Zahnstein und die Zähne verfärben, was als Zahnverfärbung wahrgenommen wird.

Zahnfleischbluten durch Zahnstein

Zahnstein lagert sich meistens gegenüber der Öffnung der grossen Speicheldrüsen ab und trifft sich zwischen Zahn und Zahnfleisch, sodass eine Entzündung am Zahnfleisch entstehen kann und das Zahnfleisch blutet.

Der Zahnbelag entsteht im Besonderen am Zahnfleischrand, in Zahnzwischenräumen, Rillen und in den Zahnfleischtaschen bzw. Knochentaschen. Die Kariesbakterien befinden sich besonders gern am Zahnfleischsaum, denn es ist für Bakterien ein "Schlupfwinkel" wo sie beim Zähneputzen schwerlich entfernt werden können, so wie in den Zahnfleischtaschen. Der Zahnarzt bezeichnet dunkle, harte Ablagerungen auf der Wurzeloberfläche als Konkrement, denn es wird aus dem Sekret der Zahnfleischtaschen gebildet und kann klinisch von Zahnstein vor allem durch seine Farbe unterschieden werden. Durch die chronischen Entzündung (Parodontitis) die durch Ablagerungen in der Zahnfleischtasche verursacht wird, kommt es immer wieder zu leichten Blutungen, denn Blutbestandteile lagern sich in das Konkrement ein und sorgen für die charakteristische braune bis schwarze Farbe auf dem Zahn. Durch diese Zusammensetzung ist Konkrement als harter Zahnstein schwer entfernbar. Zahnfleischtaschen entstehen neben den Zähnen, sodass sich die Entzündung verbreitet und in tiefes Gewebe vom Zahnbett vordringt, was ein absterben vom Zahn zur Folge haben kann und man von einem toten Zahn spricht. Zähne können sich durch die Parodontalerkrankung lockern, sich bewegen und nach vorne kippen sodass es zu einem Zahnausfall kommt.


Tote Zähne, Zahnnerven

Zahnärzte können abgestorbene, tote Zähne durch Wurzelfüllungen retten, so dass Zähne als Kauwerkzeuge erhalten bleiben, doch es gibt auch Zahnärzte die Wurzelfüllungen ablehnen, da tote Zähne chronische Krankheiten begünstigen können.

Der tote Zahn wird beim Zahnarzt als avitaler Zahn bezeichnet, der "Wurzelbehandelt" bzw. "Wurzelgefüllt" ist, was durch eine Vitalitätsprüfung festgestellt werden kann, ob ein Zahn lebt, "vital" ist oder das Zahnnervengewebe nicht mehr lebt, also "avital" ist. Bei toten Zähnen sind die "Zahnnerven" und Blutgefässe im Zahn abgestorben, wodurch die Versorgung vom Zahn von innen heraus ausbleibt und die Zahnhartsubstanz dadurch mit der Zeit instabil werden kann. Ein toter Zahn bzw. „abgestorbener Zahn“ muss nicht direkt ausfallen, denn viele tote Zähne verbleiben sehr lange nach dem Absterben der Nerven unbemerkt im Mund.

Abgestorbene Zähne

Bei tiefer Zahn-Karies entstehen starke Zahnschmerzen vor der Zahn abgestorben ist, wie auch durch eine aggressive Entzündung, Gangrän mit üblem Geruch entstehen kann.

Wenn ein Loch im Zahn als kariöser Erweichungsprozess, die Zahnfäule bis ins Zahnmark vorgedrungen ist, muss das Zahnmark (Gewebe von „Zahnnerven“) im Normalfall entfernt werden, was der Zahnarzt als Wurzelbehandlung (Nervbehandlung) bezeichnet. Bei toten Zähnen entsteht aber meist eine Aufbissempfindlichkeit sowie eine dunkle Zahnverfärbung sowie das Abbrechen von Zahnstücken, das ein Anzeichen von einem toten Zahn sein kann. Die Aufgabe vom Zahnmark ist, das Zahngewebe zu ernähren, doch nach der Wurzelkanal-Behandlung ist die Zahnwurzel tot. Auch nach der Wurzelbehandlung kann es in einem toten Zahn zu einer Entzündung kommen, denn das stärkste Desinfektionsmittel kann bei einer Wurzelkanal-Behandlung nicht verhindern, dass es in der Zahnwurzel von einem toten Zahn von der Zahnwurzelspitze her weiter faulen kann, denn die Gefahr dass nach Jahren Knocheninfektion oder Zysten entstehen können besteht immer. Wurzelbehandlungen erreichen eine Erfolgsquote von ca. 90 Prozent, wo stark geschädigte Zähne dank der Wurzelbehandlung langfristig erhalten werden können.

Um einen toten Zahn erhalten zu können, stellt die Wurzelkanalbehandlung die letzte Möglichkeit dar, das weit verzweigt Kanalsystem zu behandeln, in dem sich das lebende Gewebe (Zahnpulpa) mit Nerven und Blutgefässen befindet.

Abgestorbene Zähne bzw. tote Zähne müssen behandelt werden, ansonsten chronische Entzündungen und Zahnverlust drohen.

Tote Zähne, abgestorbene Zahnwurzel, Zähne

Der Zahnarzt wird versuchen, den Zahn durch eine Wurzelbehandlung (Wurzelkanalbehandlung) zu erhalten wobei der Wurzelkanal gereinigt (Wurzelkanalspülung) und dicht mit einer Wurzelkanalfüllung verschlossen wird.

Abgestorbene Zähne sind tote Zahnnerven

Abgestorbene Zähne sind tote Zähne, denn die Pulpa, das ein Bündel von Zahnnerven und Blutgefässen ist, die den Zahn von innen heraus versorgen sind abgestorben.

Eine abgestorbene Pulpa (Nervengewebe) bietet einen idealen Nährboden für weitere Bakterien, denn diese kommen aus der Mundhöhle und gelangen problemlos in den Zahn, wenn sich die Zahn-Karies bereits den Weg dorthin gebahnt hat. Durch die Bakterien beginnt das tote Gewebe zu faulen, so dass eine aggressive Entzündung Gangrän entsteht, die sich durch ihren üblen Geruch und Gangrän-Schmerzen bemerkbar macht. Weil sich die Erreger in den ganzen Kiefer und weiter im ganzen Körper vorarbeiten können, ist die Gangrän besonders gefährlich und verursacht zudem Mundgeruch. Bricht eine an der Wurzelspitze bzw. Zahnwurzelspitze vorhandene Entzündung in das umliegende Gewebe durch, kommt es zu einem Abszess.

Bei abgestorbenen Zähnen sind Nerven und Gefässe gestorben.

Der abgestorbenen Zähne müssen nicht sofort ausfallen, denn abgestorbene Zähne können in Ausnahmefällen lange unbemerkt bleiben, da der Zahnschmelz auch ohne Blutversorgung eine Weile stabil bleiben kann.

Die Zahnwurzel stirbt normal nur ab, wenn die dort eingelagerten Gifte einen abgekapselten Eiterherd entstehen lassen. Wenn eine Verbindung zum Gefässsystem besteht, spürt man es meist erst an einer Blutvergiftung. Mögliche Anzeichen für einen abgestorbenen Zahn ist eine dunkle Verfärbung der Zahnfarbe, der Zahn muss aber auch ohne Zahnnerv nicht unbedingt Beschwerden verursachen. Ein abgestorbener Zahn kann auch ein Abbrechen von Zahnhartsubstanz verursachen. Die Pulpa, das Bündel von Nerven und Blutgefässen, die den Zahn von innen heraus versorgen, sterben ab, denn ohne diese Versorgung überlebt auch das Dentin nicht, so dass die Zahnsubstanz vom Zahn nach und nach abstirbt. Pulpitis ist die Entzündung vom Zahnmark (Zahnmarkentzündung), also vom Gewebe im Zahninnenraum, das die Aufgabe hat, das Zahngewebe zu ernähren. Abgestorbene Zähne können eine Aufbissempfindlichkeit oder im schlimmsten Fall auch Schmerzen und Schwellungen verursachen, was vielfach als Eiterzahn durch Zahnentzündung bezeichnet wird. Pulpitis entsteht, wenn Karieserreger Zahnlöcher bis zu dem Zahnnervengewebe vordringen können (Loch im Zahn), was am häufigsten geschieht durch Zahn-Karies. Eine Pulpitis kann sehr schmerzhaft sein oder aber auch vollkommen unauffällig verlaufen. Wenn aber die Entzündung den Zahnnerv erreicht hat, befällt die Entzündung im Zahn die ganze Zahnpulpa und zerstört sie, sodass man im Volksmund von einem Eiterzahn spricht.

Ursache vom Absterben der Zahnnerven

Als Ursache für das Absterben vom Gewebe im Zahn ist vielfach eine Zahnnerventzündung (Pulpitis), eine Entzündung der Pulpa.

Im Normalfall stellt der Tod der Pulpa in Form einer vollständigen purulenten Einschmelzung oder einer infizierten Nekrose, das Endstadium aller akuten Pulpitiden dar. Pulpitis entsteht, wenn Erreger durch tiefe Zahnlöcher bis hin zu den Zahnnerven vordringen, am häufigsten als Folge von einer Dentinkaries. Pulpitis wird verursacht durch mechanische, thermische und chemische Reizung was auch beim Zahnarzt während der Zahnbehandlung geschehen kann. Meist entsteht Pulpitis durch Kariesbakterien, die in Kariesläsionen oder durch Risse oder Frakturen in den Zahn eindringen. Eine Pulpitis kann enorm schmerzhaft sein, manchmal aber auch unauffällig verlaufen, so dass man nichts davon verspürt. Wenn Entzündungen den Zahnnerv erreicht, befällt sie das ganze Zahnmark und zerstört es, sodass man im Volksmund meist von einer Zahnentzündung oder Zahnmarkentzündung spricht. Wenn die heftigen Zahnschmerzen nach mehreren Tagen plötzlich aufhören, ist dies kein Zeichen für eine spontane Heilung, denn dann ist es ein Zeichen, dass der Zahnnerv abgestorben und die akute Pulpitis in eine chronische Pulpitis übergegangen ist. Nur selten wird die Pulpa direkt geschädigt, denn dies geschieht nach Zahnunfällen, wenn der Zahn bricht oder ausgeschlagen wird (Zahnunfall). Solche Schäden verursachen meist starke Zahnschmerzen und sind optisch kaum zu übersehen.

Feststellen von einem toten Zahnnerv

Um festzustellen, ob ein Zahnnerv tot ist bzw. ob es sich um abgestorbene Zähne handelt, führt der Zahnarzt eine Vitalitätsprüfung durch.

Im Normalfall wird für die Vitalitätsprüfung ein Wattebausch mit Kältespray besprüht und an den Zahn gehalten, doch dafür kann aber auch ein kurzer Luftstoss aus der Wasserluftpistole reichen. Spürt der Zahnpatient den Kältereiz, ist die Vitalitätsprüfung positiv, was bedeutet, dass der Zahnnerv lebt bzw. der Zahn mit Blut noch versorgt wird. Ist eine Vitalitätsprüfung negativ, wird der Zahnarzt den betroffenen Zahn weiter untersuchen. Bei Zähnen mit Überkronung oder Zahnfüllungen kann die Vitalitätsprüfung unzuverlässig sein und falsche Ergebnisse liefern. Einen weiteren Hinweis auf einen abgestorbenen Zahn bietet der Perkussionstest, bei dem der tote Zahn schmerzhaft auf ein Klopfen reagiert. Ursache für Klopfschmerzen ist meist eine Wurzelspitzenentzündung oder eine Entzündung im Kieferknochen (Kieferknochenentzündung), denn der Kiefer schmerzt, nicht aber der tote Zahn selbst. Im Zweifelsfall sorgt die Röntgendiagnostik (Röntgenbild) für Klarheit, denn darauf ist die chronische Wurzelspitzenentzündung durch eine kreisrunde Veränderung an der Zahnwurzelspitze zu erkennen. Wenn der Zahn nicht zu retten ist, weil er zu brüchig, zu locker oder dauerhaft infiziert ist, bleibt nur eine Zahnextraktion.


Ursache für Zahnprobleme

Die Ursachen für Zahnprobleme beim Mensch sind vielfältig und können zu verschiedenen Zahnkrankheiten und erheblichen Zahnschmerzen sowie körperlichen Schäden führen.

Ursachen für Zahnprobleme können Zahnstein, Zahnentzündung, Zahnlücken, Zahnfehlstellung, Kieferfehlstellung, Zahnfleischprobleme, Kieferschmerzen, empfindliche Zahnhälse oder auch Mundgeruch etc. sein, so aber auch der der Weisheitszahn als Problemzahn.

Zahnprobleme Zahnfehlstellung Zahnlücke Zähne

Ursache für Mundgeruch kann ein Zahnproblem oder Zahnfleischproblem sein bzw. durch eine Erkrankung durch Zähne oder Zahnfleisch entstehen.

Zahnprobleme bzw. Zahnerkrankungen können zu erheblichen Zahnschmerzen und körperlichen Schäden führen, denn eine nicht behandelte Zahnentzündung kann z.B. eine Herzklappenentzündung zur Folge haben.

Bei auftretenden Zahnproblemen bzw. Erkrankungen im Zahnbereich muss immer auch das Zahnfleisch mit einbezogen werden, denn viele unterschiedliche Bakterien befinden sich im Mund, die zusammen mit Speiseresten, Speichel als Sekret sowie abgestorbenen Schleimhautzellen, Plaques als Zahnbelag bilden. Dieser Belag setzt sich meist vermehrt in Zahnzwischenräumen und am Zahnfleischrand ab und ist nur durch ausreichende Mundhygiene zu beseitigen. Beläge sind der Nährboden für Bakterien im Mund, wo sich die Zähne dadurch auch vermehrt verfärben (Zahnverfärbungen), Mundgeruch entsteht und im weiteren Verlauf auch verschiedene Erkrankungen wie Karies und Parodontitis entsteht.

Zahnproblem auf Zahnbeschichtung

Karies ist eine Infektionskrankheit wovon jeder Mensch betroffen sein kann, denn die Kariesbakterien, die sich auf den Zähnen ansiedeln, greifen den Zahnschmelz als Zahnbeschichtung an und können so Zahnprobleme auslösen.

Zahnkrone und Zahnhals sind mit Zahnschmelz bedeckt bis das Zahnfleisch den Zahn umgibt. Karieserreger verstecken sich meist unter Zahnbelag und Zahnstein wie auch unter dem Zahnfleisch in den Zahnfleischtaschen, wo sie sich im feuchtwarmen Mund-Milieu vermehren und den Zahnschmelz angreifen können. Wenn man gegen Karies nichts unternimmt, kann dies schlimmstenfalls zu Zahnausfall führen. Anfänglich sind nur helle oder bräunliche Stellen auf den Zähnen sichtbar, die im späteren Verlauf schwarz werden. Je früher der Zahnarzt eingreifen kann, umso eher kann der den Krankheitsprozess gestoppt werden, ansonsten nur noch der Bohrer und eine Zahnfüllung helfen kann. Bei der Zahnkaries (Zahnfäule) kommt es zu einer irreparablen Schädigung vom Zahnschmelz, der sich in Rissen und Löchern mit dunkler Verfärbung zeigt und ein echtes Zahnproblem ist. Ursache von Karies sind besonders zuckerhaltige Lebensmittel und Getränke in Verbindung mit einer schlechten Mundpflege und Zahnpflege.

Gesundheitliche Zahnprobleme

Gesundheitliche Probleme können durch Zahnprobleme entstehen, denn Gesundheitsprobleme haben ihre Ursache vielfach nicht am Ort der Störung und so kann ein erkrankter Zahn auch Symptome an Gelenken auslösen.

Beim Zähneknirschen und Zähnepressen leiden nicht nur die Kiefergelenke und Kaumuskeln, denn auch die Zähne werden überbelastet und können Gesichtsschmerzen und Kopfschmerzen auslösen, was bedeutet, dass es Zahnprobleme und Kieferprobleme sind. Bei übermässigem Zähneknirschen (Bruxismus) kann es auch zu Zahnfehlstellung sowie einer Schädigung vom Zahnschmelz kommen. Nebst Zahnfehlstellungen die erworben oder angeboren sind, können auch Zahngranulome (Knötchenbildung) oder Zysten (Bläschenbildung) auftreten, was jedoch seltener vorkommt. Ein unangenehmes Thema ist Mundgeruch, das eigentlich keine Krankheit, sondern eine Folge einer Reihe möglicher Erkrankungen ist und in schweren Fällen zur sozialen Isolation führen kann. Der dauerhafte Mundgeruch kann zu einem grossen Störfaktor für Betroffene werden und muss nicht immer von einem Zahnproblem herrühren, denn es kann auch Mundgeruch durch Erkrankungen der Mandeln, der Kiefer oder Magenprobleme entstehen, was aber eher selten der Fall ist.

Zahnprobleme durch Zahnstein

Zahnstein sind Ablagerungen auf den Zähnen, die man nicht mehr durch Zähneputzen oder Spülen entfernen kann.

Bei Zahn-Karies kommt es zu einer Schädigung vom Zahnschmelz, der sich mit dunkler Verfärbung in Zahnlöchern resp. kariöse Läsionen zeigt. Als Ursache kommen hauptsächlich zuckerhaltige Lebensmittel und Getränke in Frage. Zahnstein bildet sich durch Plaques in Kombination mit im Speichel gelösten Substanzen. Karies bedeutet Zerstörung der Zahnhartsubstanzen, es ist die Zahnfäule bzw. Zerstörung von Zahnschmelz unter Mitwirkung von Kariesbakterien, die im Zahnbelag zu finden sind. Zahnstein lagert sich meist am Zahnhals oder an der Zahnhalsregion ab und schiebt dabei langsam kontinuierlich das Zahnfleisch zurück (Zahnfleischrückgang). Durch das langsame Fortschreiten der Zahnfleischrezession entstehen entblösste Zahnhälse, wo sich die schwerwiegenden Zahnprobleme erst später zeigen, denn zu Beginn kommt es nur zu leichten Zahnfleischblutungen. Durch das sich zurückziehende Zahnfleisch können Bakterien aus dem Mund leichter und damit vermehrt eindringen, wodurch sich der Zahn lockert (Wackelzähne) und sich durch Infektionen aus der Verankerung lösen kann. Unterhalb vom Zahn im Alveolarfortsatz entsteht dabei ein Raum, in dem sich das Eiter ohne Möglichkeit zum Abfluss ansammelt, eine eitrige Zahn-Entzündung und ein stechender oder klopfender, teilweise ausstrahlender starker Zahnschmerz in Verbindung mit einer Schwellung und Rötung verursacht, das im Volksmund als Eiterzahn bezeichnet wird. Diese Zahnschmerzen deuten fast immer auf eine Abszessbildung (Zahnabszess) hin. Eiteransammlungen (Abszesse) im Mundbereich entstehen vielfach durch die apikale Parodontitis und Fehlstellungen der Weisheitszähne, die therapiert werden müssen, damit Folgeschäden auszuschliessen sind. Die bildgebende Diagnostik in Form der Röntgenaufnahme stellt nebst dem Abtasten der Zähne mittels Metallsonde die hauptsächlichste Untersuchungsmethode dar.

Parodontalerkrankungen

Bei den Parodontalerkrankungen (Zahnfleischerkrankungen) unterscheidet man Parodontitis, Parodontose und Gingivitis.

Zahnprobleme werden meist durch Zahnschmerzen bemerkt, zu denen häufig auch indirekt Entzündungen von Zahnfleisch oder Zahnhalteapparat wie auch Nerven gezählt werden, denn eine Abgrenzung ist meist ohne Voruntersuchung beim Zahnarzt nicht möglich. Unter parodontalen Erkrankungen versteht man alle entzündlichen Erkrankungen vom Zahnhalteapparat (Parodontium), der durch unterschiedliche Faktoren beeinflusst und geschädigt werden kann, so dass meist von Zahnproblemen und nicht von Zahnfleischproblemen gesprochen wird. Die Parodontitis beschreibt eine entzündliche Veränderung vom Zahnfleisch, wo sich meist Kariesbakterien am Zahnfleischsaum befinden, denn es für Bakterien ein "Schlupfwinkel" wo sie vor dem Zähneputzen geschützt sind und nur schwerlich entfernt werden können. Die apikale Form von Parodontitis geht von der Zahnwurzelspitze aus und die marginale Form entsteht vom Zahnfleischsaum aus.

Ursachen für Parodontalerkrankungen

Ursachen für Parodontalerkrankungen können vermehrte Plaquebildung oder eine unbehandelte Gingivitis sowie ein abgestorbener Zahn sein.

Bakterien zerstören das Zahnfleisch, was sich an geschwollener, gespannter und dunkelroter Färbung der Oberfläche zeigt. Dabei kommt es bei Berührung vom Zahnfleisch zu Zahnfleischblutungen. Unbehandelt bilden sich im Zahnfleischbereich tiefe Zahnfleischtaschen, wo weitere Bakterien eindringen können. Eine langandauernde Gingivitis (Zahnfleischentzündung) kann auf den Kieferknochen, die Wurzelhaut und das Zement übergreifen. Ein zunehmender Zerfall vom Zahnfleisch führt durch Zahnlockerung letztlich zum Zahnverlust. Begünstigt wird Parodontitis neben mangelnder Mundhygiene auch durch die genetischen Faktoren die Anlagebedingt oder geerbt worden sind sowie allgemeine Abwehrschwächen, Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) oder Nikotin. Bei der im gleichen Zusammenhang stehenden Parodontose handelt es sich um einen Zahnbettschwund der vom Kieferknochen ausgeht und sehr schmerzhaft sein kann. Unter dem Ausdruck Parodontopathie versteht man Erkrankungen vom Zahnhalteapparat (Zahnbett, Parodontium). Bei den Parodontopathien handelt es sich um krankhafte Prozesse im Parodontium in der Umgebung vom Zahn. Eine unbehandelte Parodontose kann auch zu Zahnverlust führen, wobei es nur selten zu Blutungen und Einrissen als Anzeichen der Erkrankung kommt.

Zahnprobleme ganzheitlich gesehen

Vielfach sind Zahnschmerzen und Zahnprobleme nicht Ursache sondern Symptom einer Störung im Organismus.

Von toten Zähnen können Leichengifte in den umgebenden Kieferknochen eindringen und sich über den Blutkreislauf in den gesamten Körper ausbreiten. Gifte die aus den Zähnen stammen, können auch die inneren Drüsen bei Ihrer Hormonproduktion stören und so den Stoffwechsel durcheinanderbringen wie vermutlich auch Gifte über die Nervenbahnen in das Gehirn wandern können. Für Schäden am entfernten Orten der Zähne sind meist Kombination von Leichengiften und Schwermetallen wie Quecksilber aus Amalgamfüllungen gefährlich, im Besonderen wenn das körpereigene Immunsystem als Schutzsystem geschwächt ist, denn Gifte können sich nicht addieren, sondern verstärken sich gegenseitig, wenn das Immunsystem geschwächt durch Zahnmetalle ist. Wie lange es der Körper schafft, Gifte auszuscheiden oder abzubauen ist immer eine Frage der Zeit. So können sich Beschwerden und Störungen im Organismus zeigen, wenn der Körper wie bei Zahnfüllungen überfordert ist. Vielfach werden Krankheitsursachen die von den Zähnen ausgehen erst nach langer Suche gefunden, so bei der Mundbatterie wo die galvanischen Mundströme Schleimhautreizungen und Nervenschmerzen auslösen können.

Gesundheitliche Probleme haben ihre Ursache meist nicht am Ort der Störung, denn ein erkrankter Zahn oder Zahnlücken können Symptome an der Kaumuskulatur und an Kiefergelenken auslösen und wenn man die Nahrungsmittel mit den Backenzähnen als grosse, kräftige Molar-Zähne mit ausgeprägten Höckern nicht gut kauen kann, können bei mangelndem KausystemMagenprobleme entstehen.

Gesundheitliche Zahnprobleme, Bissprobleme

Früher wurden abgestorbene Zähne die im Inneren entzündlich geworden sind gezogen, doch heute werden diese Zähne in vielen Fällen mit Hilfe einer Wurzelbehandlung erhalten, tote Zähne können aber für verschiede Krankheiten verantwortlich sein, denn auch bei korrekt gefülltem Zahnwurzelkanal können Fäulnisbakterien genügend Raum haben, um die restliche tote organische Substanz zu zersetzen und giftige Stoffwechselprodukte bilden, die Gangrän-Schmerzen auslösen können.

Ganzheitliche Zahnmedizin

Die ganzheitliche Zahnmedizin betrachtet Mund und Zähne vom Mensch nicht als ein vom übrigen Körper isoliertes Gebiet.

Die ganzheitliche Zahnmedizin integriert wie die biologische Zahnmedizin komplexe Zusammenhänge von Zahnerkrankungen und behandelt mehr als nur die Symptome. Der ganzheitlich ausgebildete Zahnarzt hat Diagnoseverfahren wie auch Therapieverfahren zur Verfügung, dem es erlaubt, Zusammenhänge bei chronischen Erkrankungen aufzudecken. Für Zahnprobleme ganzheitlich betrachtet sind Zahnfüllungsmaterialien, Zahntechnik und zahntechnische Werkstoffe ein wichtiger Faktor für die Gesundheit wie auch Wurzelbehandlungen und Amalgamausleitungen. Bei der Wurzelbehandlung wird das Zahnnervengewebe entfernt, doch es gibt unzählige feine Verästelungen, die teilweise nicht erfasst werden können, was den Bakterien einen idealen Nährboden bietet, was mit der Zeit Entzündungen und damit Krankheiten zur Folge haben kann. Der ganzheitlich arbeitende Zahnarzt (Ganzheitlicher Zahnarzt) wählt Therapien aus, die einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Gesundheit des Patienten bedeuten und auf die Wechselwirkungen zwischen Zähnen und Organismus Rücksicht nehmen. Um die Zähne als Ursache chronischer Beschwerden zu ermitteln, setzen ganzheitliche Zahnmediziner (Umweltzahnarzt oder Biozahnarzt) bei der Diagnostik und Zahnbehandlung auf unterschiedliche komplementäre Verfahren, Bioelektrische und Biophysikalische Methoden wie auch Akupunktur, Homöopathie, Kinesiologie aus den Bereichen der Körpertherapie und Chiropraktik.

Zahnherd und Herderkrankung

Von einer Herderkrankung wird gesprochen, wenn die vorgefundenen Symptome zunächst nicht auf den eigentlichen Auslöser einer Erkrankung schliessen lassen, denn beide liegen meist weit auseinander.

In der Ganzheitsmedizin versteht man unter einem Herd ein Störfeld oder auch Fokus, eine örtliche Veränderung im Gewebe, die über die Herdinfektion hinaus Fernwirkungen auszulösen können. Meist wird bei einer Herderkrankung die Ursache für eine meist chronische oder wiederkehrende Krankheit auch bei der Herddiagnostik nicht leicht gefunden, denn der ganze Körper ist über Energiebahnen mit den Zähnen verbunden. Die Ursache für eine meist chronische oder wiederkehrende Krankheit, im Besonderen wenn das Krankheitsbild nicht dazu passt ist schwierig aufzufinden. Der Begriff "Herderkrankung" wird zusammen mit der Herdinfektion in der Schulmedizin immer wieder diskutiert, da man die Erfolge der Herdtherapie nicht leugnen und ignorieren kann, das Konzept vom Herdgeschehen bzw. der Herdinfektion stammt aber aus der ganzheitlichen Medizin. Beim Zahnherd muss der Herd selbst nicht aktiv durch Zahnschmerzen in Erscheinung zu treten, denn man verspürt am Ort vom Herd vielfach keine Beschwerden, was eine Diagnose darum sehr schwierig macht. Über die Mundhöhle kommen die meisten Stoffe mit den inneren Organen in Kontakt, und so kann die Ursache für eine Herderkrankung vielfach im Mundbereich liegen, denn Zähne können viele Krankheiten auslösen. Ein erkrankter Zahn kann ein Herd für andere Erkrankungen sein, im Besonderen bei einer Entzündung als Herdinfektion, denn chronische Reizbelastungen durch Herde und Störfelder führen in den betroffenen Geweben zur Verringerung der Durchblutung (Ischäemie),  Abwehrschwäche, Giftstau, Sauerstoffmangel oder Säurestau, sowie zur mikrobiellen Besiedlung. Eiterherde sind Eiteransammlungen in Gewebshöhlen und so können Eiterbeulen bzw. Eitergeschwulste als Abszess auch Zahnherde oder Giftherde sein. Zahnherde können zu einer Degeneration von Knochengewebe führen und werden oft von Zahnpatienten wie auch Zahnärzten nicht oder zu spät erkannt, denn sie verursachen vielfach auch keine Zahnschmerzen. Durch Vorschädigung im Mutterleib, ungesunder Zahnersatzmaterialien und Zahnfüllungen (Mundbatterie und galvanische Mundströme) sowie den Kontakt mit Umweltgiften aus Legierungen etc. können sich im Kiefer Gifte ansammeln, die zu Gewebsdefekten und Eiterungen führen können. Aus Zahnherden bzw. Zahnstörfelder können laufend Metalle und Bakterientoxine in sehr kleinen Dosen entweichen, welche die Gesundheit schädigen können. Die Störfeldanalyse befasst sich mit der Diagnose dieser Herde und die Therapie bei der Herdsanierung geschieht durch das ausschalten der Störfelder, so beim Zahnarzt durch die Herdsanierung im Zahnbereich und Kieferbereich.


Zahnbett der Zähne

Das Zahnbett ist der Zahnhalteapparat (Parodontium) der die Zähne trägt.

Das Zahnbett wird meist Zahnhalteapparat oder Parodontium genannt, sorgt für eine nicht völlig starre Verbindung zu den Zähnen, denn die Zähne sind nicht fest im Kiefer verkeilt.

Zahnbett Zahnhalteapparat Parodontium Zähne

Das Zahnbett verbindet den Zahn mit dem Kieferknochen resp. den Alveolen im Alveolarfortsatz wozu auch das hellrosa Zahnfleisch mit glänzender Oberfläche (Gingiva) gehört, sofern das Zahnfleisch gesund ist.

Zahnhalteapparat, das Zahnbett

Der Begriff Zahnbett wurde durch das Wort Zahnhalteapparat ersetzt.

Das Zahnbett, auch Zahnhalteapparat oder Parodontium genannt, ist das funktionelle Verankerungssystem der Zähne und ist eine nicht völlig starre Verbindung, denn die Zähne vom Mensch sind nicht fest im Kieferknochen verkeilt. Zum Zahnbett bzw. Zahnhalteapparat als Parodontium gehört das Zahnfleisch (Gingiva), die Wurzelhaut (Desmodont) und der Kieferknochen. Die Zahnwurzelhaut besteht aus tausenden von Sharpey Fasern, die den Zahn mit dem umgebenden Kieferknochen fest verbinden. Sharpey Fasern sind zur Zahnwurzelhaut gehörenden und aus Kollagen bestehende Fasern, die mit dem Zement der Zahnwurzel wie auch mit dem Zahnfach im Kieferknochen verwachsen sind. Für die Funktion vom Zahnhalteapparat sind diese "Kollagene Fasern" zwischen Zahnzement (Wurzelzement) und Knochenfach gelagerten Fasern von grosser Bedeutung, denn Zähne sind nicht starr verankert, Zähne lassen sich bewegen. Zähne können durch die Fasern geringfügig nachgeben, denn sie sind federnd im Kiefer verankert bzw. im Knochenfach (Alveole) aufgehängt, ansonsten man Zahnfehlstellungen durch Zug mit Zahnspangen in der Kieferorthopädie nicht korrigieren könnte.

Faserapparat Zähne

Der Zahnhalteapparat (Zahnbett) wird auch als Faserapparat bezeichnet, da die Zähne in der Alveole bzw. im knöchernen Zahnfach über einen kollagenen Faserapparat, im Besonderen durch die Sharpeysche Fasern aufgehängt sind.

Der Faserapparat besteht aus Faserstrukturen zur Befestigung von Zähnen und besteht hauptsächlich aus Kollagen (Collagen) bzw. Kollagene Fasern, denn in der Wurzelhaut (Periodontium) verlaufen auch kleine Blutgefässe und Lymphgefässe. Der Kieferknochen wird durch den Faserapparat der auch als Wurzelhaut bezeichnet wird, vor mechanischer Zerstörung geschützt, denn die Fasern der Wurzelhaut sind so ausgerichtet, dass alle auf den Zahn einwirkenden Kräfte in Zugkräfte umgewandelt werden. Der Parodont besteht aus Zahnfleisch (Gingiva), knöchernem Zahnfach (Alveole bzw. Alveolen), Wurzelhaut oder Faserapparat (Desmodont) und dem Zahnzement. Desmodontalspalt ist ein Bereich der Verbindungsstrukturen zwischen Zahn und AlveolarknochenZementoblasten sind spezialisierte Bindegewebszellen, die den Wurzelzement für den Zahn (Dens) als Faserzement bilden.

Elastischer Faserapparat als Zahnbett

Der Zahn ist nicht fest verwachsen mit dem Kieferknochen, sondern mit Hilfe vom elastischen Faserapparat im Zahnfach (Alveole) im Zahnbett aufgehängt resp. der Zahn ist durch das Einkeilen (Gomphosis) im Zahnfach verankert und somit leicht beweglich, denn Zähne bewegen sich.

Durch den Faserapparat kann verhindert werden, dass der Zahn bricht, wenn man beim Kauen auf einen harten Gegenstand beisst oder wenn den Zahn anschlagen wird. Die Bindegewebsfasern bestehen aus Kollagen-Faserbündeln (Sharpey-Fasern) und überbrücken den kleinen Spalt zwischen dem Zahnzement der Zahnwurzel und der Wand vom Zahnfach. Der Zellfreie Wurzelzement ist ein Faserzement mit Sharpey Fasern und als Zahnwurzelhaut (Desmodont, Periodontium, periodontales oder parodontales Ligament, Alveolardentalmembran) wird das Bindegewebe vom Zahnhalteapparates (Zahnbett) bezeichnet. Desmodont wird auch als Periodontalligament oder Parodontalligament bezeichnet.

Zahnfleisch gehört zum Zahnbett

Das Zahnfleisch (Gingiva) gehört zum Zahnbett und bedeckt den Kieferknochen und umschliesst die Zähne wie ein eng anliegendes Strumpfband.

Die Zahnzwischenräume bzw. die kleinen Lücken zwischen Zähnen sind durch das Zahnfleisch mit dem Zahnfleischkragen resp. durch die Papillen ausgefüllt, so dass die Zähne vor Verschmutzungen geschützt sind.

Die Interdentalpapille ist das spitz zulaufende Zahnfleisch in den Zahnzwischenräumen und wird als Zahnfleischspitze bezeichnet.

Zahnbett, Zahnhalteapparat, Zahnfleischspitze

Zwischen Zahn und Zahnfleisch gibt es eine freie Zone (Sulcus) von ein bis drei Millimetern im gesunden Zahngebiss.

Wenn der Sulcus grösser als drei Millimeter ist, spricht man von einer Zahnfleischtasche, die ein Anzeichen für eine beginnende Parodontitis sein kann.

Das gesunde Zahnfleisch ist hellrosa und hat eine glänzende Oberfläche, wo sehr kleine Einziehungen zu erkennen sind.

Zahnbetterkrankung

Die Gingivitis kann sich zur Parodontitis als Zahnbettentzündung entwickeln, eine ernstzunehmende Erkrankung vom Zahnbett (Zahnbetterkrankung).

Zahnbetterkrankung, Zahnfleischbluten, Zähne

An Zahnbetterkrankungen leiden viele Menschen und wird vielfach Parodontose (Parodontitis) genannt.

Ist das Zahnfleisch entzündet, ist es dunkelrot, geschwollen und gespannt, so dass das Zahnfleisch beim Zähne putzen auch bluten kann.

Bei unbehandelter Zahnfleischentzündung wandert die Entzündung an den Zähnen entlang in das Knochenfach vom Alveolarfortsatz (Zahnbett), das den Zahn wie ein Fundament festhält. Zahnbettschwund ist als Parodontose eine nicht entzündlich bedingte Zahnbetterkrankung bzw. eine Erkrankung vom Zahnhalteapparat (Parodontium) mit einem langsam fortschreitenden Schwund von Zahnfleisch und Kieferknochen, der zu Zahnlockerung und Zahnverlust führt. Bei der Parodontose ist noch keine Entzündung vorhanden, die Entzündung vom Zahnfleisch (Gingivitis) bzw. Zahnfleischentzündung kann aber folgen. Die Ursachen für den Zahnbettschwund sind vielfach genetischbedingt wie auch altersbedingt, vielfach geht der Parodontose jedoch eine chronische entzündliche Erkrankung vom Zahnhalteapparat voraus. Parodontose führt längerfristig zur Rückbildung vom Zahnfleisch und zur Lockerung der Zähne, wo Zähne dann meist als Wackelzähne bezeichnet werden (Zahnlockerung), was zu Zahnverlust führen kann. Die Parodontitis ist eine chronische Entzündung vom Zahnbett, die Zahnfleisch und Stützgewebe angreift und zerstört. Auf diese Weise wird der Zahn aus seiner Verankerung gelöst und kann ausfallen (Zahnausfall). Der Verlauf der Krankheit ist von der Veranlagung, aber auch von sorgfältiger Mundhygiene abhängig. Parodontitis-Schäden sind im Gegensatz zur Gingivitis sehr viel schwieriger zu behandeln.


Bleibende Zähne

Beim Kleinkind sind die Kiefer zu klein, um die bleibenden grösseren Zähne aufnehmen, sodass sich zunächst ein Milchgebiss mit Milchzähnen als Platzhalter für die bleibenden Zähnen entwickelt.

Unter den Milchzähnen warten die bleibenden Zähne bzw. die Erwachsenenzähne vertreiben die Milchzähne im Milchgebiss die als Platzhalter der bleibenden Zähne im bleibenden Gebiss dienen.

Bleibende Zähne, Bilchzähne, Milchzahnausstoss

Das Gebiss mit Milchzähnen und bleibenden Zähnen gleichzeitig wird als "Wechselbiss" bezeichnet.

Die Zähne sind beim Menschen bereits vor der Geburt angelegt, denn in den ersten sechs bis acht Schwangerschaftswochen entstehen die Keimanlagen für alle Zähne.

Bei der Gebissentwicklung gibt es beim Menschen zwei Dentitionen (Durchbruch der Zähne), beim ersten Zahndurchbruch (Kinderzähne) sind es die Milchzähne und beim zweiten die bleibenden Zähne. Milchzähne und bleibende Zähne sind teilweise im Zeitpunkt der Geburt ausgebildet, denn der erste Milchzahn wächst mit ca. sechs Monaten ans Tageslicht, und nach einem Jahr sind bei den Kindern die oberen und unteren Milch-Schneidezähne zu sehen. Gleichzeitig bilden sich die Backenzähne unter dem Zahnfleisch und beginnen nach und nach durchzubrechen wenn der Kiefer breiter wird. Das Kind hat mit ca. zweieinhalb Jahren normalerweise das ganze Milchgebiss mit 20 Milchzähnen. Die bleibenden Zähne entwickeln sich zum grössten Teil direkt unter den Milchzähnen, denn die Zahnkeime sind unter den Milchzähnen angeordnet und befinden sich in einem verletzbaren Entwicklungsstadium, so dass im normalen Wachstum Defekte erleiden können.

Die ersten kleinen Zähne

Die ersten kleinen Zähne müssen besonders sorgfältig gepflegt werden, denn wenn sie frühzeitig verloren gehen, besteht die Gefahr, dass die Zahnreihe in Unordnung gerät, denn die Milchzähne sind Platzhalter für die bleibenden Zähne.

Wenn die Milchzähne als Platzhalter für die bleibenden Zähne frühzeitig verloren gehen, besteht die Gefahr, dass eine kieferorthopädische Regulierung (Zahnspangen) bei den bleibenden Zähnen notwendig sein kann. Die Ablösung vom Milchgebiss durch das bleibende Gebiss bzw. durch die bleibenden Zähne findet in zwei Phasen statt, was als Zuwachszahnung bezeichnet wird. Der Durchbruch der bleibenden Zähne erfolgt beim Mensch zwischen dem 6. und 14. Lebensjahr beginnend von vorne nach hinten, mit Ausnahme der Weisheitszähne, die erst im Erwachsenenalter von 16–30 Jahren durchbrechen, sofern diese Zähne überhaupt angelegt und nicht horizontal verlagert oder impaktiert sind.

Die ersten bleibenden Zähne

Die Ablösung im Milchgebiss durch die ersten bleibenden Zähne erfolgt in zwei Phasen, wo der Zahnarzt von Zuwachszahnung im Frontzahnbereich spricht, das im Alter zwischen 6 und 8 Jahre erfolgt, die Zuwachszahnung im Backenbereich aber erst später im Alter zwischen 10 und 12 Jahren.

Im Leben wachsen bei Menschen zweimal Zähne, denn die Entwicklung vom Milchzahngebiss ist meist bis zum vierten Lebensjahres abgeschlossen, sodass die ersten bleibenden Zähne mit ca. sechs Jahren durchbrechen können.

Erste bleibenden Zähne, bleibende Backenzähne

Die ersten vier bleibenden Backenzähne werden als „Sechser“ bezeichnet, denn dies stossen ca. im sechsten Lebensjahr hinter den letzten Milchzähnen durch.

Die ersten vier bleibenden Backenzähne stossen ca. im sechsten Lebensjahr hinter den letzten Milchzähnen, man nennt sie die "Sechser".

Der erste Backenzahn bricht meist beschwerdefrei hinter dem letzten Milchzahn durch, wenn das Kind etwa 6 Jahre alt ist. Der erste bleibende Zahn der im sechsten Lebensjahr hinter der Milchzahnreihe durchbricht wird darum auch 6-Jahr-Molar genannt. Die Zuwachszahnung im Frontzahnbereich (Zuwachszähne) erfolgt also im Alter zwischen 6 und 8 Jahre und im Backenbereich zwischen 10 und 12 Jahren. Der erste neue, bleibende Zahn ist normalerweise der erste Backenzahn, doch Eltern verpassen bei den Kindern vielfach den Zahndurchbruch vom ersten bleibenden Backenzahn, denn es gibt kein Milchzahn der vorher ausfällt. Die Reinigung vom ersten bleibenden Zahn stellt im Backenzahnbereich eine grosse Herausforderung für Eltern und Kind dar, weil der Zahn lange Zeit unbemerkt hinter den letzten Milchmolaren durchbricht und für die Zahnreinigung (Kinderzahnpflege) schlecht zugänglich ist.

Wechselgebiss beim Zahnwechsel

Der Zahnwechsel im 10. bis 13. Lebensjahr wird im Wechselgebiss fortgesetzt, denn in der zweiten Phase werden Milcheckzähne und Milchmolaren durch ihre Nachfolger ersetzt, so dass jeder Milchzahn einen Nachfolger bekommt.

Der Zahndurchbruch beim Zahnwechsel ist bei jedem Kind individuell wie auch die körperliche Entwicklung.

Wechselgebiss, Zahnwechsel, bleibende Zähne

Der Zahnwechsel endet mit Ausnahme der Weisheitszähne ca. im 13.Lebensjahr, denn die Weisheitszähne liegen zu diesem Zeitpunkt noch unter dem Zahnfleisch.

Die Phase des Zahnwechsels (Wechselgebiss) wird als Wechselgebissperiode bezeichnet und dauert vom 6. bis 12. Lebensjahr.

Das Gebiss welches die Milchzähne durch bleibende Zähne ersetzt, wird Wechselgebiss genannt, denn die bleibenden Zähne brechen erst ab dem 6. Lebensjahr durch. Zwischen der ersten und der zweiten Zuwachszahnung tritt meist eine Pause von ungefähr ein bis zwei 2 Jahren ein, denn in dieser Zeit müssen die seitlichen Milchzähne den Platz für ihre bleibenden Zähne verteidigen. Die Wechselgebissperiode beginnt mit dem Zahndurchbruch vom ersten bleibenden Backenzahn. Da der Backenzahn hinter der Milchzahnreihe in die Mundhöhle tritt, wird sein Erscheinen oft nicht bemerkt. Im Zeitraum zwischen dem sechsten und zwölften Lebensjahr wechselt das Milchgebiss, Zahn für Zahn, denn in dieser Wechselgebissperiode werden die Zahnwurzeln der Milchzähne aufgelöst, so dass sich die Zähne lockern und ausfallen. Die ersten Milchzähne die ausfallen sind die Schneidezähne (Zahnausfall Milchzahn). Die bleibenden Zähne wachsen in wenigen Wochen in die natürlich entstandene Zahnlücke hinein. Zwischen dem sechsten und dem achten Lebensjahr verlieren die Kinder die mittleren Schneidezähne und erst danach die seitlichen Schneidezähne. Zwischen dem 9. und dem 11. Lebensjahr werden die Eckzähne und die ersten Milchmahlzähne ersetzt und zuletzt die zweiten Milchmahlzähne.

Die letzten bleibenden Zähne

Auch die letzten bleibenden Zähne sind meist bereits vor der Geburt im Kiefer angelegt, doch bis die letzte bleibenden Zähne durchgebrochen sind, vergehen viele Jahre, denn die Weisheitszähne, die auch als Stockzähne bezeichnet werden lassen lange auf sich warten oder stocken und kommen wegen Platzmangel nicht zum Vorschein.

Das bleibende Gebiss mit bleibenden Zähnen besteht aus insgesamt 32 Zähnen.

Bleibende Zähne, Zahnwechsel, Wechselgebiss

Bleibende Zähne im bleibenden Gebiss sind 4 Schneidezähne, 2 Eckzähne, 4 kleinen Backenzähne und 6 grosse Backenzähne pro Kiefer.

Als letztes tauchen die hintersten Backenzähne, die "Weisheitszähne" auf, die das bleibende Gebiss vervollständigen sodass das Zahngebiss 28 Zähne zählt, bzw. 32, wenn alle Weisheitszähne durchgebrochen sind.

Der zweite Backenzahn wird auch als 7-er bezeichnet. Weisheitszähne werden als "Achter" genannt, was eine Jargonbezeichnung für einen Weisheitszahn ist. In wenigen Fällen sind hinter den Weisheitszähnen noch überzählige Weisheitszähne (Distomolaren) vorhanden die als "Neuner" genannt werden. Der Weisheitszahn dient im hinteren Teil des Gebisses für die letzte Zerkleinerung der Speisen, damit die Kost gut verdaubar ist. Weisheitszähne brechen meist ab dem 17. Lebensjahr durch oder auch erst im fortgeschrittenen Alter. Der Zahndurchbruch der Weisheitszähne ist vielfach ein erschwerter Zahndurchbruch oder gestört durch Platzmangel im Kiefer oder auch durch falsche Achsrichtung bei der Zahnentwicklung (Zahnknospe) vom Zahnkeim. Die Weisheitszähne, sofern sie vorhanden sind, stellen sie sich wegen Platzmangel teilweise auch quer und müssen operativ entfernt werden.

Reihenfolge der bleibenden Zähne

Erster grosser Backenzahn ab 6. Jahr
Mittlerer Schneidezahn ab 7. Jahr
Seitlicher Schneidezahn ab 8. Jahr
Erster kleiner Backenzahn ab 9. Jahr
Zweiter kleiner Backenzahn ab 11. Jahr
Eckzahn ab 11. Jahr
Zweiter grosser Backenzahn ab 12 Jahr
Dritter grosser Backenzahn als Weisheitszahn ab 17. Jahr

Zahngrössen

Bei jedem Mensch sind die Zähne vor der Geburt im Kiefer angelegt, wo die Zahnform und Zahngrösse im Gebiss der Milchzähne und bleibenden Zähne je nach Funktion unterschiedlich gross sind, was von mehreren Genen beeinflusst wird.

Der Zeitpunkt vom Zahndurchbruch und die Reihenfolge, in der die Zähne durchbrechen, sind sehr unterschiedlich und individuell, was von der Gebissentwicklung abhängig ist. Ein schönes Gebiss und die Zahnentwicklung in den ersten Lebensjahren mit schönen Zähnen in einer optimalen Zahnbogenform und Zahngrössen sind abhängig vom Erbgut. Die Zahngrösse bzw. Zahnlänge und Zahnbreite werden bereits im Erbgut bestimmt, wie auch dass die Zähne in nur einer Gebissreihe (Zahnreihe) angeordnet sind, verdankt der Mensch dem Gen, was nicht immer optimal Gegeben ist, sodass es zum Fehlen der bleibenden Zähne kommen kann und man die kleinen Milchzähne behalten muss. Wenn die Gene der Zähne beschädigt sind, kann dies eine ganze Reihe von Zahnproblemen und späteren Kieferproblemen mit Kiefergelenkschädigung bedeuten, so kann dies Missbildungen der Zahnkronen und fehlenden Zahnschmelz zur Folge haben. Wenn nach einem Zahnunfall mit Milchzähnen die Zahnkeime der bleibenden Zähne beschädigt sind, kann dies ebenfalls zu einer ganze Reihe von Zahnproblemen führen, denn als Zahnkeim bezeichnet man das Entwicklungsstadium vom Zahn im Kiefer.

Zahnlänge, Zahnbreite

Breite Zähne haben bei schmalem Kiefer in der Zahnreihe oft zu wenig Platz, sodass es zu einem Zahnengstand kommt.

Wenn ein Missverhältnis zwischen Kieferbreite und Zahngrösse vorliegt, spricht der Zahnarzt meist von Zahnstellungsanomalien. Damit ein Platzmangel entsteht, können die Zähne überdurchschnittlich breit sein oder der Kiefer (Alveolarfortsatz) zu schmal sein. Bei einer gleichförmig angeordneten Zahnreihe entsteht normal kein Zahnengstand, sofern die neu durchbrechenden Zähne mit normaler Zahngrösse im Kiefer genügend Platz haben.

Quadratische Zähne im Zahnbogen wirken unästhetisch und vermitteln nicht das Gefühl mit verkürzten Zähnen von Schönheit, weshalb die Zahngrösse und das Verhältnis von Zahnlänge und Zahnbreite für die Gesichtsästhetik wichtig ist.

Zahngrösse, Zahnlänge, Zahnbreite, Zahnwurzel

Bei der Zahnkosmetischen Grösse der Zahnkrone besteht für eine gute Zahnästhetik normal ein Verhältnis der Länge von 1: 0.75 bis 0.80 Breite.

Als Kronen-Wurzel-Quotient wird das Verhältnis der Zahnlänge, die im Knochen steckt, zur Länge vom Zahn, der aus dem Kieferknochen ragt bezeichnet.

Als Zahngrösse wird beim Mensch meist die Länge vom Zahn verstanden bzw. die Länge zwischen Schneidekante resp. Höckerspitze und der Zahnwurzelspitze die aber altersabhängig schwankend und sehr individuell sein kann, denn mit zunehmenden Alter werden die Zähne durch Abrasion und Wurzelresorption kürzer, die Breite der Zähne bleibt aber mit zunehmenden Alter gleich. Die Länge der Zähne ist ca. 3 Jahre nach dem Zahndurchbruch am grössten. Die Zahnlänge reduziert sich bei älteren Zahnpatienten bis zu einem gewissen Grad durch den Verlauf vom Zahnfleischsaum (Gingivasaum), der sich im Alter durch die geringere Haltefunktion vom Parodont zurückzieht, denn das Parodontium (Parodont) ist das Gewebe die den Zahn im Kieferknochen verankert bzw. das Zahnbett. Zum Parodont gehört das Zahnfleisch, der Kieferknochen, die Wurzelhaut (Desmodont) als Zahnwurzelhaut und der die Zahnwurzel bedeckende Wurzelzement. Das Zahnfleisch als Teil von der Mundschleimhaut ist kragenförmig an die Zähne angelegt und kann sich mit zunehmendem Alter zurückziehen, so dass der Zahn als Länger erscheint. Durch die Abrasion der oberen mittleren Schneidekanten von den Schneidezähnen kann dies zu einem unästhetischen Schneidekantenverlauf führen. Bei der Länge der Zähne spielt die Gesichtsform, die von der Schädelform beeinflusst wird eine bedeutende Rolle, denn vielfach widerspiegelt sich dies in der Länge der Zähne. Die Schneidezähne im Unterkiefer sind am kürzesten und die Eckzähne im Oberkiefer am längsten, weshalb sie auch als Augenzähne bezeichnet werden. Der Augenzahn der auch Hundezahn genannt wird, ist der 3. und längste Zahn in jedem Quadranten vom Milchzahngebiss (Milchgebiss) und vom Dauergebiss (bleibenden Gebiss).

Breite der Zähne

Die durchschnittliche Breite der mittleren Schneidezähne beträgt im Oberkiefer 8,3 mm bis 9,3 mm und die Länge der oberen mittleren Schneidezähne beträgt ca. 10,4 mm bis 11,2 mm.

Durch die Zahnkronenlänge im Zahngebiss ergibt sich auch ein Verhältnis zur Länge der Zahnwurzel von 1:2. Bei der Grösse der Zahnkrone der oberen mittleren Schneidezähne gibt es kosmetische Vorteile wenn die Zahnkronenlänge zur Zahnkronenbreite in einem Verhältnis von ca. 1:0.8 steht bzw. die Zahnbreite 80 % der Zahnlänge betragen. Die Breitenverhältnisse auf alle oberen Frontzähne bezogen sollte vom seitlichen Schneidezahn zum mittleren Schneidezahn ca. 1:1,6 und vom seitlichen Schneidezahn zum Eckzahn 1:0,6 betragen. Das Verhältnis der Zahnlänge vom Zahn der im Kieferknochen steckt, zur Länge vom Zahn, der aus dem Kieferknochen herausragt, wird als Kronen-Wurzel-Quotienten bezeichnet. Bei der Schmelz-Zement-Grenze beginnt die Länge der Zahnwurzel bzw. die Länge der Wurzel vom Zahn, beginnt unterhalb der Kronenpulpa bis zur Wurzelspitze und ist abhängig von Zahngruppe, Alter, Schädelform.

Zahngrösse

Bei den Zahngrössen nennt man abnorm kleine Zähne Mikrodontie und übermässig grosse Zähne Makrodontie.

Zahngrössen sind nicht genormt und lassen bei der Beurteilung fliessende Übergänge zu, denn es gibt normal grosse Zähne, auffällig kleine Zähne oder auch sehr grosse Zähne. Die Zahngrösse ist sehr Individuell und stark schwankend, denn die normale Zahngrösse wird von mehreren Genen beeinflusst. Zahngrössen sind stark altersabhängig, denn bei Kleinkindern (Kinderzähne) nimmt die Zahngrösse bzw. auch die Zahnlänge mit 2 bis 3 Jahre nach dem Zahndurchbruch zu. Bei der Zahngrösse wird die Länge zwischen der Schneidekante bzw. Höckerspitze und der Wurzelspitze gemessen. Schneidezähne sind am kürzesten im Unterkiefer und die Eckzähne (Augenzahn) im Oberkiefer am längsten. Bei zunehmendem Alter wird die Zahngrösse bzw. Zahnlänge durch Wurzelresorption und den Abrasions-Zähnen kleiner bzw. kürzer. Neben der altersabhängigen Zahngrösse bzw. Zahnlänge spielt auch die Gesichtsform und Schädelgrösse eine Rolle, denn die Kopfgrösse spiegelt sich häufig in der Länge der Zähne wieder, wobei das Verhältnis Zahnkronenlänge zur Zahnwurzellänge normal ca. 1/3 zu 2/3 besteht.

Zahnbreite und Kieferbreite

Die meisten Zahnfehlstellungen sind durch Platzmangel im Kiefer bedingt, denn von der Anatomie her sind vielfach die Zähne zu breit für den Kiefer, sodass ein Engstand (Zahn-Engstand) besteht und Weisheitszähne nicht durchbrechen können (Weisheitszahnprobleme) oder eine Weisheitszahnentfernung erfolgen muss.

In vielen Fällen sind Zahnfehlstellungen angeboren, im Besonderen die Form vom Unterkiefer ist genetisch festgelegt resp. begünstigt ist durch Erbanlagen, so dass ein zu kleiner Unterkiefer oder ein zurückliegender Unterkiefer zum Vorbiss als Okklusionsanomalie führen kann. Wenn man als Kind einen kleinen Kiefer erbt und dazu grosse Zähne vom anderen Elternteil vererbt bekommt führt dies zum Zahnengstand, denn Zahngrösse und Kiefergrösse können unabhängig voneinander vererbt sein, so dass ein Missverhältnis entstehen kann, was zu Zahnfehlstellungen und Abweichungen der Zahnstellung führen kann.

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