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Zahn und Zähne

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Zahnkontakt

Jeder Kontakt zwischen den Zähnen vom Oberkiefer und Unterkiefer wird beim Zahnarzt als Okklusion bezeichnet.

Durch unausgewogene Belastungen der Zähne werden die Kiefergelenke und die Kaumuskulatur bzw. das Kausystem in Mitleidenschaft gezogen, was auch zu Zahnschmerzen und Kieferschmerzen führen kann wie auch die Kaufunktion beeinträchtigt sein kann, wenn eine normale Artikulation nicht möglich ist. In der Ruhelage klaffen die Zähne 1–2 mm auseinander und berühren sich nicht, so dass der Zahnarzt von einer statische Okklusion spricht. Beim Schlussbiss treffen die Zahnreihen in der Okklusionsstellung zusammen und bilden so die Okklusionsebene.

Für die sehr fein und direkt gesteuerten Kaubewegungen und Zahnkontakt ist das Kausystem ausgerüstet mit Kaumuskulatur, Nervensystem, Kiefergelenke, den Zähnen mit ihren Kauflächen und dem Zahnbett Zuständig.

Zahnkontakt beim Zahngebiss Gebiss im Mund

Alle Zahnkontakte zwischen den Zähnen vom Oberkiefer und Unterkiefer werden als Okklusion (Verschliessung) bezeichnet, denn Okklusion bedeutet beim Zahnarzt "Kontakt zwischen den Zähnen beider Kiefer" und Okklusionsabdruck ist die Abformung von Teilen beider Zahnreihen in der Schlussbiss-Stellung.

Zahnkontakt beim Schlussbiss

Zahnkontakte beim Schlussbiss (Interkuspidation) ohne Bewegung vom Unterkiefer wird als statische Okklusion bezeichnet und Zahnkontakte, die durch Bewegungen vom Unterkiefer entstehen werden als dynamische Okklusion bezeichnet.

Wenn kein optimaler Zusammenbiss vorliegt, was durch mangelnde oder erhöhte Zahnkontakte durch falsch positionierte Zahnkronen oder alte Zahnfüllungen sein kann, ist der Zahnkontakt gestört, sodass Rezeptoren diese Fehlkontakte, die als Störkontakte bezeichnet werden dem Zentralnervensystem gemeldet werden, die das Steuerzentrum koordiniert. Die Botschaft wird vom Gehirn an die Kaumuskulatur gesendet, sodass diese fester zubeissen, um die Fehlstellung ausgleichen, sodass Beschwerden durch die Zähne oder auch durch das Kiefergelenk verursacht werden können. Von diesen Beschwerden sind meist nicht nur die Kiefergelenke betroffen sondern häufig auch Schulter und Wirbelsäule oder es kann Auswirkungen sogar das Knie haben, denn Zähne, Kiefergelenk und Wirbelsäule können so eine Einheit an Krankheiten bilden.

Zahnkontakt im Gebiss

Die Sensorik als Sinneswahrnehmung im Gebiss ist sehr fein abgestimmt, sodass die Meldung der Zähne sehr rasche erfolgt, wenn der Bisskontakt erreicht ist und die Kiefermuskulatur die Kaubewegung bewirkt hat.

Nervenenden in der Mundschleimhaut orten die Lage und Grösse der Nahrungsteile und Rezeptoren in der Wurzelhaut der Zahnwurzel melden Zahnkontakte. Sofern Rückkopplungen gestört sind, wenden die Zähne nicht zum richtigen Zeitpunkt eine gleichmässige Kraft auf, was zur Fehlsteuerung führt. Reflektorisch versuchen die Kaumuskeln denn Kontakte herzustellen, was dann nicht gelingt und es dadurch zu einer übermässigen Aktivität der Kiefermuskeln kommt. Durch die Ermüdung der Kiefermuskulatur kann es zu Verspannungen kommen, was sich auf alle beteiligten Strukturen auswirkt. Falsche Bisskontakte wirken sich dann im Besonderen beim Zähneknirschen aus, wo Kiefergelenkprobleme bzw. Kiefergelenkschädigungen durch Muskelverspannungen und Muskelverhärtungen auftreten und Schliffacetten auf den Kauflächen sowie Zahnhalserosionen zu sehen sind. Eine Schlifffacette ist eine Spur, welche die dynamische Okklusion auf den Kauflächen hinterlassen hat. Bei einer guten und effektiven Kaubewegung bewegt sich die Unterkieferzahnreihe von offen-vorne-aussen nach geschlossen-hinten-innen. Beim Kauen sollten die Höcker möglichst steil in die Fissuren mit grosser Kaukraft eingreifen können, ohne die Gleitbewegung beim Zusammenbeissen (Okklusionsfläche) zu stören. Die Höcker und Grübchen die als Fissuren bezeichnet werden und auf der Zahnoberfläche der Backenzähne als Okklusionsfläche vorhanden sind, sorgen dafür, dass die Zähne ihre optimale Stellung finden.

Störkontakte bei Zähnen

Störkontakte der Zähne infolge Zahnabnutzung können Zahnschmerzen, parodontale Schäden, Zahnwanderungen und auch Gesichtsschmerzen auslösen.

Die häufigsten Ursachen für Störkontakte entstehen bei Parafunktion wie Zähnepressen und Zähneknirschen, im Besonderen wenn die Verteilung der Zahnkontakte nicht optimal ist. Beim Zahnarzt wird die Okklusion mit einer Folie getestet, wobei der Zahnpatient auf eine dünne Folie (Okklusionsfolie) beisst, denn beim Schliessen vom Mund legen sich die Zähne nach einem bestimmten Musterbild aneinander. Durch die Okklusionsfolie, ähnlich einem Durchschlagpapier, kann durch die Okklusion und Artikulation bzw. durch Bewegungen vom Unterkiefer der Zahnkontakt sichtbar gemacht werden, denn Abdrücke der Zähne werden auf der Gegenseite hinterlassen. Die Überprüfung vom Biss auf Störkontakte (Okklusion, nicht Okklusion) mit der färbenden Folie sagt nichts aus über die Reihenfolge und Stärke dieser Zahnkontakte, denn Frontzähne wie Seitenzähne berühren sich in Sekundenbruchteilen und nicht gleichzeitig. Mit der Aufbissfolie kann nachvollzogen werden wo die einzelnen Kontaktpunkte bzw. Okklusionspunkte liegen. Wenn das Muster abweicht, können einzelne Höcker angepasst oder die Lage vom Zahn durch kieferorthopädische Massnahmen verändert werden.

Okklusion

Der Begriff Okklusion bezeichnet in der Zahnmedizin die Schlussbissstellung bzw. die Stellung der Zahnreihe im Oberkiefer zu der Zahnreihe im Unterkiefer beim Kieferschluss, denn allgemein wird Okklusion als Verschluss von einem Hohlorgan bezeichnet.

Unter Okklusion wird die Lage der Zähne vom Oberkiefer zu den Zähnen im Unterkiefer verstanden, wobei alle Abweichungen der physiologischen Okklusion zu Beschwerden der Zähne, dem Kiefergelenk und der Kaumuskulatur führen können und so auch den Zahnhalteapparat durch eine unausgewogene Belastung einzelner Zähne schädigen. Als Okklusion bezeichnet der Zahnarzt die Berührung der unteren und oberen Zahnreihen wie dies beim Kauen geschieht, denn in der Ruhelage die als statische Okklusion bezeichnet wird, berühren sich die Zähne nicht und sind ca.2 mm voneinander entfernt. Beim Schlussbiss treffen die Zahnreihen in der Okklusionsstellung im Zahnbogen zusammen und bilden die Kauebene die vielfach als Okklusionsebene bezeichnet wird. Nicht jeder Zahn trifft direkt auf den gegenüberliegen Zahn, da jeder Zahn bei der Okklusion Kontakt mit 2 Zähnen (Antagonisten) im gegenüber liegenden Kiefer hat und so den Druck verteilt, was als dynasche Okklusion bezeichnet wird. Dabei sorgen die Zahnhöcker und Grübchen auf der Oberfläche der Zähne dafür, dass die Zähne durch die Fissuren ihre optimale Stellung finden. Da die oberen Schneidezähne gegenüber den unteren breiter sind, ist die obere Zahnreihe um eine halbe Zahnbreite nach hinten versetzt. Beim Kauvorgang kommt es auf den Zahnreihen zu Gleitbewegungen aufeinander was als Artikulation bezeichnet wird, wo die Eckzähne die Führung  übernehmen, was der Zahnarzt als Eckzahnführung bezeichnet.  Die Lippenschlusslinie bildet bei normaler Okklusion eine Gerade mit der Okklusionsebene, was in der Zahntechnik bei der Ausführung einer Vollprothese als Anhaltspunkt berücksichtigt.

Bei der Okklusion, die jeden Kontakt zwischen den Zähnen vom Oberkiefer und Unterkiefer bedeutet, unterscheidet der Zahnarzt:

 Die „Statische Okklusion“ ist eine maximale Okklusion, es sind Zahnkontakte ohne Bewegung vom Unterkiefer.

 Die "Maximale Interkuspidation" bezeichnet die Statische Okklusion mit maximalem Vielpunktkontakt wo die Unterkieferhaltung, bei maximalem Vielpunktkontakt zwischen den Zähnen im Unterkiefer und Oberkiefer besteht, denn Interkuspidation bedeutet Schlussbiss.

 Bei der „Habituellen Okklusion" handelt es sich um eine gewohnheitsmässig eingenommene statische Okklusion, denn Habituell drückt eine sich wiederholende, mehrfach abspielende bzw. gewohnheitsmässige Handlung aus.

 "Zentrische Okklusion" bedeutet Verschliessung bei zentrischer Kondylenposition.