Zahn-Probleme: Zahnkrone, Zahnhals, Zahnwurzel, Zahnfleisch

Zahnprobleme

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Weisheitszahnentfernung

Das Entfernen von Weisheitszähnen gehört zu den häufigsten chirurgischen Eingriffen im Kieferbereich und wird im Volksmund vielfach als Weisheitszahn-Extraktion bezeichnet, auch wenn es um eine operative Zahnentfernung vom Weisheitszahn geht.

Eine normale Zahnextraktion der Weisheitszähne ist wegen den verschiedenen Zahnwurzeln meist nicht möglich, denn unter einer Zahnextraktion versteht man das Ziehen von einem Zahn mit der Zahnwurzel, ohne dass ein grösserer Schnitt bzw. chirurgischer Eingriff notwendig ist.

Das Entfernen von Weisheitszähnen ist meist problemlos, wenn die Zahnwurzeln noch nicht ganz ausgebildet sind, was meist um das 20. Lebensjahr der Fall ist.

Weisheitszahnentfernung, Problem, Platzmangel

Retinierte Weisheitszähne sind Zähne die nicht in die Mundhöhle durchbrechen, was vielfach die Ursache von Zysten sind.

Bei der Weisheitszahnentfernung handelt es sich nicht um einen zahnmedizinischen Eingriff, sondern vielmehr um einen kieferchirurgischen Eingriff.

Weisheitszähne bei denen vielfach Weisheitszahn-Probleme entstehen sind die achten Zähne von der Kiefermitte her bzw. die hintersten Zähne ab der Mittellinie im menschlichen Gebiss. Zahnärzte verwenden daher häufig die Bezeichnung "die Achter". Der Weisheitszahndurchbruch bzw. Durchbruch der Weisheitszähne erfolgt im Erwachsenenalter wodurch der Name Weisheitszahn gebildet wurde, wenn man Weiser ist. Ein erschwerter Zahndurchbruch kann bei Weisheitszähnen und Eckzähnen oder auch bei Milchzähnen beim Zahndurchbruch im Milchgebiss entstehen. Häufig tritt der Weisheitszahn nur unvollständig durch was als Teilretention bezeichnet wird. Durch die teilweise Bedeckung mit Zahnfleisch und die daraus resultierende unzureichende Reinigungsmöglichkeit kommt es bei teilretinierten Zähnen häufig zu lokalen Entzündungen mit Schwellungen und mit eitrigem Sekret bis hin zu Abszessen. Schluckbeschwerden, vergrösserte lokale Lymphdrüsen oder Probleme beim Öffnen bzw. Schliessen vom Kiefer können ebenfalls auftreten, was als Kieferklemme bezeichnet wird und eine Einschränkung der Mundöffnung ist. Wenn die Weisheitszähne solche Beschwerden bereiten oder zu erwarten sind, empfiehlt der Zahnarzt die Entfernung der Zähne.

Entfernung von Weisheitszähnen

Das operative Entfernen von einem Weisheitszahn ist ein häufig durchgeführter und meist problemloser Routineeingriff.

In der zahnärztlichen Chirurgie stellt die operative Entfernung von Weisheitszähnen einen Standardeingriff dar, doch nicht jeder Weisheitszahn muss entfernt werden. Eine Zahnentfernung sollte nur dann erfolgen, wenn das Risiko von Schädigungen der Gefühlsnerven und Zahnwurzeln sowie Verschiebungen anderer Zähne nicht gegeben ist. Die Gefühlsnerven der Zunge und der Lippe stehen bei den Weisheitszähnen im Unterkiefer in enger anatomischer Beziehung zu den Zahnwurzeln, wo es zu Sensibilitätsstörungen nach der Operation der Weisheitszähne kommen kann. Sofern ein Zahnproblem oder Zahnfleischproblem (Entzündung) beim Weisheitszahn vorhanden ist, sollte diese möglichst rasch behandelt werden, denn Entzündungen am Weisheitszahn müssen zuerst abheilen, bevor eine Entfernung von Weisheitszahn erfolgen kann. Wenn Weisheitszähne teilweise oder ganz im Alveolarfortsatz vom Kieferknochen eingeschlossen und am Weisheitszahndurchbruch gehindert sind, müssen diese Zähne wie auch meist die Distomolaren als überzählige Backenzähne in einer kleinen Operation chirurgisch entfernt werden. Je älter das der Mensch wird, desto schwieriger kann dieser chirurgische Eingriff sein. Um Komplikationen von retinierten Weisheitszähnen vermeiden zu können, sollte man daher nicht zu lange mit dem Entfernen von Weisheitszähnen abwarten.

In Normalfall wird die Operation beim Entfernen von Weisheitszähnen wegen Zahnproblemen in örtliche Betäubung durchgeführt, bei besonders komplizierten bzw. schmerzhaften Eingriffen kann eine Analgosedierung oder eine Vollnarkose in Frage kommen.

Weisheitszähne entfernen, Dämmerschlaf, Narkose

Der orale kieferchirurgische Eingriff vom Entfernen der Weisheitszähne kann in Dämmerschlaf-Narkose erfolgen.

Bei der Entfernung von Weisheitszähnen handelt es sich bei der Zahnbehandlung weniger um einen zahnmedizinischen, als vielmehr um einen oralen kieferchirurgischen Eingriff.

Damit ein Weisheitszahn herausgenommen werden kann, werden zuerst die bedeckenden Knochenbereiche entfernt. Um möglichen Schädigungen vorzubeugen, ist es vielfach nötig, den Weisheitszahn im Kiefer zu zerlegen, was meist in Lokalanästhesie erfolgen kann. Bei grösseren Eingriffen kann es nach der Operation zu Schwellungen und Schmerzen kommen, wo man Schmerzmittel zur Schmerzlinderung vom "Lochweh" bekommt. Bei der Entfernung der Weisheitszähne im Oberkiefer kann es bei sehr langen Zahnwurzeln oder hoher Keimlage zur Eröffnung der Kieferhöhle kommen, doch die Wundheilung ist normalerweise unproblematisch, denn ein dichter Nahtverschluss erfolgt routinemässig. Durch die Entfernung der Weisheitszähne entstehen Wunden, die meist mittels selbstauflösender chirurgischer Nähte geschlossen werden. Zusätzlich kommt es, bedingt durch die Lage vom entfernten Weisheitszahn, zu einer Kieferknochenwunde. Nach ca. zwei bis drei Tagen können die während der Operation eingebrachten Tampons entfernt werden. Die Gefühlsnerven der Zunge und der Unter-Lippe stehen bei den Weisheitszähnen im Unterkiefer in enger anatomischer Beziehung zu den Zahnwurzeln, sodass es in wenigen Fällen zu Sensibilitätsstörungen nach der Operation kommen kann, was zu vorübergehenden Gefühlsausfällen oder Gefühlsstörungen in der Zunge oder der Unterlippe bewirken kann. Bleibende Sensibilitätsstörungen sind ausgesprochen selten. Wenn die Weisheitszähne sehr lange Zahnwurzeln haben, können bei der Extraktion Zahnwurzelspitzen abbrechen, doch die Wurzelreste werden normalerweise entfernt. Wurzelreste werden nur im Kieferknochen belassen, wenn anatomisch schwierige Situationen durch die Nähe zu den Nerven vorherrschen, was ein besonderes Risiko birgt. Belassene Wurzelreste haben aber meist keinen Einfluss auf die Wundheilung.

Nach der Weisheitszahnentfernung

Wie nach jeder Operation besteht in Einzelfällen auch bei der Weisheitszahnentfernung die Möglichkeit einer Wundinfektion, wo mit lokaler Behandlung wie Wundspülung, Drainage und evt. durch Gabe von Antibiotika rasch Abhilfe geschaffen werden kann.

Bei grösseren Operationen im Bereich der Weisheitszähne kann es vorkommen, dass die Mundöffnung für einige Tage eingeschränkt sein kann. Nach dem Entfernen von Weisheitszähnen kann es in sehr wenigen Fällen bei einem extrem geschwächten Unterkiefer durch Osteoporose, Atrophie oder grosser Knochenabtragung zu einer Kieferfraktur bzw. Kieferbruch kommen, sodass in den ersten Wochen nach der Operationen von harten Speisen abgesehen werden soll. Um Nachblutungen zu vermeiden soll auf Kaffee, Schwarztee, Alkohol und grossen körperlichen Anstrengung nach der Weisheitszahnentfernung verzichtet werden. Wenn die Betäubung abgeklungen ist, was frühestens nach drei bis vier Stunden der Fall sein wird, darf man wieder Nahrung zu sich nehmen. Es empfiehlt sich wie nach einer Zahnextraktion, zuerst weiche, flüssige Kost zu bevorzugen und dabei vorsichtig kauen. Um starken Schwellungen vorzubeugen, kann die Wange von aussen her mit feuchtkalten Umschlägen gekühlt werden. Nicht empfehlenswert ist bei "Lochschmerzen" extremes kühlen durch Eis. Auch Überwärmungen durch Sonnenbad, Solarium oder Sauna sollte man nach der Weisheitszahnentfernung vermeiden. Bei "Lochschmerzen" und Beschwerden können Schmerzmittel und oder auch andere Medikamente wie Antibiotika nach Anweisung vom Zahnarzt eingenommen werden.

Weisheitszahn entfernen

Wann die Weisheitszähne entfernt werden sollen ist abhängig, ob ein Zahn als verlagert gilt, dessen Zahnachse oder Position von der regulären Durchbruchsrichtung abweicht oder als retiniert gilt, sodass keinerlei Verbindung zur Mundhöhle besteht wie bei der Impaktierung, wo der Weisheitszahn in vollständiger knöchernen Einbettung liegt.

Als teilweise retiniert gilt ein Weisheitszahn, der im Kiefer stecken bleibt und nur ein Teil der Zahnkrone die Mundhöhle erreicht, sodass dieser Zahn entfernt werden muss. Weisheitszähne sind beim erwachsenen Menschen die letzte Zähne die sich entwickeln, wo der Kiefer oft nicht gross genug ist, damit die Weisheitszähne auswachsen können, sodass das Wachsen der Weisheitszähne unangenehme Schwellungen und ("Zahnschmerzen") verursachen kann, wo das Entfernen der Weisheitszähne sinnvoll ist. Wenn Weisheitszähne Probleme machen und Zahnfleischentzündungen um einen Weisheitszahn hervorrufen, empfiehlt der Zahnarzt zumeist, Weisheitszähne chirurgisch zu entfernen wie auch bei Gefahr der Beschädigung von Nachbarzähnen, Zahnfleisch und Kieferknochen, denn dies kann zu Zysten oder Tumoren führen.

Weisheitszähne müssen nicht entfernt werden wenn:

Weisheitszähne keine Komplikationen bereiten
Wenn für Weisheitszähne im Kiefer genügend Platz vorhanden ist
Wenn Weisheitszähne nicht verlagert sind
Wenn Weisheitszähne nicht retiniert sind
Sofern Weisheitszähne nicht impaktiert sind
Wenn für tief impaktierte und verlagerte Zähne ein operatives Risiko besteht

Gesunde Weisheitszähne sind mit der grossen Kaufläche ein nützliches Kauelement, sodass eine Weisheitszahnentfernung nur vorgenommen werden sollte, wenn Probleme mit den Weisheitszähnen entstehen.

Weisheitszähne sollten Entfernt werden wenn:

Bei Infektionen im Bereich vom Weisheitszahn "erschwerter Durchbruch" (Dentitio difficilis)
Bei Zahnkaries mit Zahnnerventzündung (kariös zerstörte Zähne)
Wenn ein Weisheitszahn ein Schmerzverursacher ist oder Kieferprobleme entstehen 
Bei Veränderungen um den Weisheitszahn wie Zyste / Kieferzyste
Bei der Verwendung vom Zahn zur Transplantation (Zahnunfall)

Sinnvolle Weisheitszahnentfernung bei:

Bei Resorptionen an benachbarten Zähnen
Elongierte Zähne oder gekippte Weisheitszähne 
Zahn im Bruchspalt der die Knochenheilung gefährdet
Zur Vereinfachung der Zahnbewegung bei Zahnspangenbehandlung 
Behandlung von Parodontalerkrankungen
Bei geplanter prothetischer Versorgung

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