Zahnhalteapparat, Zähne, Zahnbett, Kieferknochen, Kausystem

Zahnhalteapparat

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Zahnhalteapparat / Zahnbett

Der Zahnhalteapparat wird als auch als Zahnbett oder Periodontium bezeichnet, wo die Strukturen dafür sorgen, dass die Zähne im Gebiss bzw. Alveolarfortsatz fest verankert sind.

Zahnhalteapparat ist eine zusammenfassende Bezeichnung für alle Stützgewebe und Strukturen, die bei der Zahnentwicklung sich aus dem Zahnsäckchen entwickeln, denn das Zahnsäckchen ist die Bindegewebige Umhüllung der Zahnkrone während der Zahnbildung vor dem Zahndurchbruch im Kiefer. Parodontium ist als Oberbegriff eine andere Bezeichnung für Zahnhalteapparat, der das Knochenfach (Alveole), das Zahnfleisch (Gingiva), die Wurzelhaut (Desmodont) und Wurzelzement beinhaltet. Die Stützgewebe im Zahnhalteapparat, die den Zahn verankern und zum System gehören, können unterteilt werden in Zahnhalsbereich mit Alveolarfortsatz und Zahnfleisch im oberen Zahnbereich unterhalb der Zahnkrone und dem Zahnwurzelbereich mit dem Alveolarknochen, der Zahnwurzelhaut und dem Wurzelzement vom Zahn.

Zum Zahnhalteapparat gehören alle Anteile, die zur Verankerung der Zähne beitragen bzw. die Strukturen die den Zahn im Kiefer fixieren, werden als Zahnhalteapparat oder Parodontium bezeichnet.

Zahnhalteapparat Parodontium Zahnbett

Der Begriff Zahnbett wurde durch das Wort Zahnhalteapparat ersetzt, obwohl beim Menschen-Körper keine Apparate existieren, doch hat sich in der Fachwelt Zahnhalteapparat für die Zähne im Kieferknochen eingebürgert.

Zahnverankerung im Zahnhalteapparat

Der Zahnhalteapparat dient mit dem Stützgewebe der Zahnverankerung, wo die Zahnwurzeln in taschenartigen Aussparungen im Kieferknochen (Zahnfächer) verankert sind.

Das Zahnfach als Vertiefung im Kieferknochen (Alveole) dient beim Zahnhalteapparat der Zahnverankerung, wo der Zahn mit seiner Wurzel steckt und mit Wurzelhaut als Bindegewebe umgeben ist, denn als Wurzelhaut wird das Bindegewebe vom Zahnhalteapparat bezeichnet. Der mikroskopisch schmale Spalt zwischen Zahn und Kieferknochen wird als Periodontalspalt oder parodontales Ligament bezeichnet und ist ein Spaltraum von ca. 0,1 - 0,3 mm breite zwischen Zahnwurzel und der knöchernen Alveole, den die Wurzelhaut (Periodontium) ausfüllt. Die Bindegewebsfasern als Faserbündel sind bei der Wurzelhaut so ausgerichtet, dass die auf den Zahn einwirkenden Kräfte in Zugkräfte auf den Kieferknochen umgewandelt werden, so dass der Knochen vor mechanischer Zerstörung möglichst gut geschützt ist. Dank dieser Zahnverankerung durch die Verbindung der Wurzelhaut, können die Zähne der starken Druckbelastung beim Kauen standhalten. Gleichzeitig wird der Knochenaufbau durch die sich bildenden Zellen stimuliert und unterstützt, denn in der Wurzelhaut verlaufen dünne Blutgefässe und Lymphgefässe. Wenn eine Bakterieninfektion (Entzündung) im Zahnhalteapparat unbehandelt bleibt, erfolgt eine Zerstörung der Kollagen-Fasern (Sharpey-Fasern), die der Zahnverankerung dienen, wodurch es Zahnverlust und zum Kieferknochenschwund kommt. Die Bindegewebsfasern überbrücken den nur wenige Zehntelmillimeter breiten Spalt der Wand vom Zahnfach bzw. zwischen Zahnzement und der Zahnwurzel. Im Zahnhalteapparat werden die Zähne nicht nur durch die Zahnwurzeln im Kieferknochen verankert, denn am Übergang von der Zahnkrone zum Zahnhals schmiegt sich das Zahnfleisch durch einen Zahnfleischkragen eng an den Zahn an, wo er mit dünnen Fasern elastisch festgehalten wird.

Der Zahnhalteapparat ist bestehend aus:

 Zahnfleisch (Gingiva)
 Zahnzement (Cementum) bzw. Wurzelzement
 Zahnfach (Alveole)
 Zahnwurzelhaut (Desmodont oder Periodontium)

Verankerung der Zähne

Der Zahnhalteapparat (Parodontium) ist das Zahnbett für die Verankerung der Zähne.

Der Zahnhalteapparat ist das funktionelle Verankerungssystem vom Zahn, da die natürliche Zahnverankerung aus dem Zahnzement besteht, von dem viele kleine Fasern ausstrahlen, und so den Zahn im Kieferknochen verankern. Der Kiefer besitzt also tiefe knöcherne Einbuchtungen in der die Zahnwurzeln eingepasst sind, doch ein lockere Zahn kann einen raschen Abbau vom Kieferknochen begünstigen. Durch diese Verankerung der Zähne wird der Zahn im Zahnfach in geringem Masse beweglich, denn durch die Einkeilung, was in der Fachsprache als Gomphosis bezeichnet wird, ist der Zahn durch die Stützgewebe im Zahnhalteapparat fest verankert. Beim festen Zubeissen mit einem Gewicht von bis zum Eigengewicht vom Körper bewirkt der Aufbau vom Zahnhalteapparat die Dämpfung der Kräfte die auf die Zähne einwirken. Zum Zahnhalteapparat gehören im Bereich vom Zahnhals der Alveolarfortsatz bzw. den bogenförmigen Knochenteil in der Zahnbogenform vom Oberkiefer und Unterkiefer, in dem sich die Zahnfächer (Alveolen) befinden sowie das Zahnfleisch. Der Alveolarkamm als Kieferkamm wird vom Zahnarzt als Alveolarfortsatz bezeichnet, womit der Alveolarbogen (Arcus alveolaris) bzw. Zahnbogen der die Zahnfächer trägt gemeint ist.

Die Zahnfächer sind Teile vom Zahnhalteapparat und als Zahnfach (Alveole) wird die Vertiefung im Kieferknochen bezeichnet, wo der Zahn mit seiner Zahnwurzel steckt, denn die Zähne sind im Kiefer in den Zahnfächern über eine Gomphosis (Einkeilung) im Alveolarknochen verankert.  

Zahnhalteapparat, Zahnbett, Parodontium, Zähne

Die Verankerung der Zähne im Zahnfach erfolgt durch eine Gomphosis, das eine Form von einem unechten Gelenk ist und bei dem der Knochen ineinander verkeilt und durch Bindegewebsfasern stabilisiert sind.

Zahnfächer sind im Oberkiefer und Unterkiefer sowie im Zwischenkieferbein vorhanden.

Im Bereich der Zahnwurzel befinden sich der Alveolarfortsatz mit der Wurzelhaut mit den Sharpey-Fasern sowie der Wurzelzement. Für Zahnbetterkrankungen spricht man in der Zahnmedizin von Parodontopathien. Die Parodontologie beschäftigt sich mit dem Zahnhalteapparat bzw. im Besonderen mit Prävention, Behandlung und Nachsorge von Zahnerkrankung und Zahnbetterkrankungen, wobei die häufigste dieser Erkrankungen ist die Parodontitis ist. Zahnbetterkrankungen werden auch als Parodontopathien bezeichnet und sind Erkrankungen vom Zahnhalteapparat, zudem Zahnfleisch, Zahnwurzelhaut, Wurzelzement und Alveolarknochen gehören. Bei den Parodontopathien handelt es sich um krankhafte Prozesse in der Umgebung vom Zahn im Parodontium was entzündliche und nicht-entzündliche Zahnbetterkrankungen sein können. Gingivitis ist eine Zahnfleischentzündung und erfasst im Normalfall nur die oberflächlichen Anteile vom Zahnbett. Der Begriff Parodontose enthält das Wort Parodontium (Zahnhalteapparat), sodass Parodontitis im Volksmund meist als Parodontose bezeichnet wird, denn bei der Parodontose handelt es sich um eine Veränderung bzw. einen anlagebedingten Abbau oder Funktionsverlust vom Zahnfleisch sowie vom zahntragenden Kieferknochen.

Zahnbett

Das Zahnbett verbindet den Zahn mit dem Kieferknochen.

Das Zahnbett verbindet den Zahn mit dem Kiefer und hat mechanische, sensorische und formative Aufgaben sowie Abwehrfunktionen. Die Zähne sind nicht fest im Kieferknochen verkeilt, denn das Zahnbett sorgt für eine nicht völlig starre Verbindung. Zum Zahnhalteapparat gehören das Zahnfleisch (Gingiva), die Wurzelhaut (Desmodont) und der Kieferknochen. Die Zahnwurzel ist mit Hilfe der Wurzelhaut im Kiefer befestigt. Die Wurzelhaut besteht aus tausenden von Fasern, die den Zahn mit dem umgebenden Kieferknochen fest verbinden. Zum Zahnhalteapparat (Parodontium) gehört das Zahnfleisch, das Parodontalligament, das Zement und die knöcherne Zahnhöhle, die eine genetische und funktionelle Einheit bilden. 


Parodontium

Als Parodontium werden die Strukturen im Kiefer bezeichnet, wo die Zähne im Unterkiefer bzw. Oberkiefer verankert sind und die Zähne im Alveolarfortsatz fixieren.

Mit Parodontium ist der Zahnhalteapparat gemeint, der aus verschiedenen Stützgeweben besteht wie Zahnfleisch, Wurzelhaut (Desmodont), Wurzelzement und dem Knochenfach (Alveole). Die natürliche Zahnverankerung besteht aus dem Wurzelzement, von dem viele kleine Fasern ausstrahlen und so den Zahn im Kieferknochen fixieren, denn der Zahnzement enthält unzählige Fasern, die zum Alveolarknochen vom Parodontium ziehenden und den Zahn verankern. Der Spalt zwischen Zahn und Kieferknochen wird im Parodontium als Periodontalspalt bezeichnet und ist ein Raum von ca. 0,1 - 0,3 mm breite zwischen Zahnwurzel und der knöchernen Alveole, den die Wurzelhaut (Periodontium) ausfüllt.

Das Parodontium ist ein Gewebekomplex, der den Zahn im Alveolarknochen, dem Zahnbett verankert.

Parodontium, Zahnhalteapparat, Zahnbett

Das Parodontium ist eine Einheit vom Zahnhalteapparat das aus einem Teil der Gingiva (Zahnfleisch), dem Wurzelzement, dem "Parodontalen Ligament" und dem Alveolarknochen besteht.

Das Parodontium umfasst alle Gewebe, welche den Zahn ernähren, den Zahn im Kiefer festhalten und bei Belastung abfedern.

Das Parodontium ist eine Einheit von Zahnfleisch, Wurzelhaut, Wurzelzement und Alveolarknochen und ist ein Gewebekomplex, welches den Zahn im Alveolarknochen verankert. Die Zahnbogen werden in der Zahnmedizin als Alveolarbogen oder Alveolarknochen und weniger als Kieferknochen bezeichnet. Das Parodontium ist das Zahnbett bzw. Zahnhalteapparat, ein funktionelles System, das den Zahn mit dem Kiefer verbindet. Parodontium ist eine Einheit vom Zahnhalteapparat und besteht aus einem Teil der Gingiva, dem Wurzelzement, dem "Parodontalen Ligament" (Faserapparat) und dem Alveolarknochen. Der Alveolarknochen ist die knöcherne Alveolenwand, wie durchgehend dünn, glatt und kompakt ist und durch die Alveole als Knochenfach begrenzt ist. Der Alveolarknochen dient auch zur Abschirmung von aus dem Körperinneren kommenden Entzündungen die zu Zahnwurzelspitzenentzündungen führen könnten. Um die Gewebshomöostase vom Parodontium aufrecht zu erhalten, kommunizieren die verschiedenen Gewebe miteinander, indem sie über diffusible Wachstumsfaktoren interagieren.

Wie sich die Zähne bewegen

Die Zähne sind nicht fest im Kiefer verwachsen, sondern Zähne sind beweglich im Kieferknochen mit Sharpeyfasern aufgehängt, denn Zähne bewegen sich.

Wären Zähne im Kiefer fest verankert und nicht in den Zahnfächern über eine Gomphosis (Einkeilung) im Alveolarknochen aufgehängt und durch Sharpeyfasern verankert, könnte man Zähne in der Kieferorthopädie mit Zahnspangen auch nicht in die gewünscht Position bringen. Gomphosis bezeichnet die Einkeilung, was spezielle Form von einem unechten Gelenk darstellt, bei dem Knochen ineinander verkeilt und durch Bindegewebsfasern als bindegewebige Knochenverbindung stabilisiert sind. Zahnwechsel bzw. Zahndurchbruch der bleibenden Backenzähne bei Kindern und Jugendlichen sind von natürlichen Abbauvorgängen und Anbauvorgängen im Kieferknochen begleitet, die durch den Wachstumsdruck ausgelöst werden. Während sich der Kieferknochen umgestaltet, bleibt die Zahnwurzel unbeschädigt und in ihrer Form stabil.


Zähne im Kieferknochen

Der Kieferknochen kann um die Zähne herum durch Einwirkungen von Bakterien und Entzündungen schwinden, was der Zahnarzt als Kieferknochenschwund bezeichnet.

Der Knochenabbau vom Kieferknochen kann durch Zahnverlust, Parodontitis wie auch durch den Auflagedruck bei einer schlecht sitzenden Zahnprothese erfolgen. Der Verlust von Zähnen durch einen Zahnunfall oder eine Zahnextraktion führt mit der Zeit zu Knochenverlust (Knochenschwund), wo sich der Alveolarknochen zurückbildet mit gleichzeitigem Verlust vom Weichgewebe.

Die Funktion der Zähne im Kiefer kann bei einer Zahnsanierung durch Zahnersatz wie Zahnimplantate, Zahnbrücke oder durch eine Zahnprothese ersetzt werden.

Zähne im Kieferknochen, Zähne bewegen, Kiefer

Normalerweise sind die Zähne fest im Kieferknochen verankert aber nicht fest im Kiefer verwachsen, denn Zähne lassen sich bewegen.

Wie und warum sich Zähne ein Leben lang bewegen lassen.

Wie in unserem gesamten Körper herrscht auch bei den Zähnen Bewegung, denn die Zähne beim Mensch sind nicht fest im Kiefer verwachsen, sondern beweglich im Kieferknochen mit sog. Sharpeyfasern aufgehängt. Da Zähne beweglich im Kieferknochen durch die Sharpey-Fasern die vielfach als Desmodont als Fachbegriff für Wurzelhaut oder Parodontalligament bezeichnet werden, aufgehängt sind können Zahnbelastungen aufgefangen werden, ohne dass die Zähne oder der Kieferknochen beschädigt wird. Periodontium wird im englischen Sprachgebrauch für Wurzelhaut verwendet, das die Verbindungsstruktur zwischen Zahn und Alveolarknochen bzw. Alveolarfortsatz ist. Der schmale Spalt zwischen Zahn und Kieferknochen zur beweglichen Zahnverankerung im Zahnhalteapparat (Parodontium) wird als Periodontalspalt bezeichnet und ist ein Spaltraum von ca. 0,1 - 0,3 mm breite zwischen Zahnwurzel und der knöchernen Alveole, den die Wurzelhaut (Periodontium) ausfüllt.

Der Zahn ist eine selbständige Einheit und nicht mit dem Kieferknochen verwachsen.

Zähne, Zahnkiefer, Kieferknochen, Sharpeyfaser

Durch ein enges Fasergewebe erhält die Zahnwurzel im Zahnfach bzw. Alveole einen festen Halt.

Weil Zähne nicht fest mit dem Kieferknochen verwachsen sind, lassen sie sich die Zähne ein Leben lang bewegen, denn zwischen der Wurzeloberfläche und der Wand vom Zahnfach besteht ein kleiner Spalt (Parodontalspalt), der durch das Faserwerk ausgefüllt ist. Stellungsänderungen der Zähne können in jedem Lebensalter von selbst eintreten und können darum durch eine kieferorthopädische Behandlung im Kieferbogen ausgerichtet werden. Während sich der Kieferknochen umgestaltet, bleibt die Zahnwurzel in ihrer Form stabil und unbeschädigt. Die biologische Eigenschaft vom Kieferknochen reagiert auf Druck durch Knochenabbau und bei Zugwirkung auf die Haltefasern der Zahnwurzeln durch Knochenneubildung, was altersunabhängig lebenslang bestehen bleibt. Die starken Kräfte beim Abbeissen oder beim Kauen verursachen deshalb aber keine Zahnstellungsänderungen weil  die Krafteinwirkung nur sehr kurz ist. Lang anhaltender Druck auf die Zähne können Zahnstellungsänderungen bewirken, auch wenn die Klüfte nur sehr gering sind. Ungewollte Zahnstellungsanomalien, wie vorstehende Zahnlücken oder engstehende Zahnreihen können durch den Durchbruchsdruck der Weisheitszähne funktionelle Störungen bei Erwachsenen auslösen, die sich mit fortschreitendem Alter weiter nachteilig entwickeln.

Zähne im Wechselgebiss

Zahnwechsel und Durchbruch der bleibenden Backenzähne bei Jugendlichen sind im Wechselgebiss von natürlichen Anbauvorgängen bzw. Umbauvorgängen im Kieferknochen begleitet, die durch den Wachstumsdruck ausgelöst werden.

Das Wechselgebiss beginnt mit dem eigentlichen Zahnwechsel im Alter von ca. 6 Jahren wenn die ersten grossen Mahlzähne (6-Jahr Molaren) hinter dem letzten Milchzahn erscheinen und noch keine Milchzähne ausfallen. Im Alter von ca. 7 Jahren beginnen die Milchzähne zu wackeln, die im Abschluss beim Zahnwechsel auszufallen. Die Frontzähne als einwurzelige Zähne und die Eckzähne sind zu Beginn der Wurzelbildung sehr tief, tiefer als die mehrwurzeligen Zähne in den Alveolen vom Kieferknochen eingelagert. Der Zahnwurzelabbau beginnt bei Milchzähnen bereits nach Abschluss der Wurzelbildung. Die Auflösung der Milchzahnwurzeln geht immer eine Auflösung vom umgebenden Alveolarknochen und vom Zahnbett voraus. Die Zahnhartsubstanzen werden dabei von den Osteoklasten und Dentoklasten abgebaut und die Gewebestrukturen der Wurzelhaut von Fibroblasten und Fresszellen aufgelöst. Durch die Auflösung der Zahnwurzeln bleiben nur noch die Zahnkronen übrig, die von allein ausfallen oder leicht entfernt werden können sind. Infolge vom Kieferwachstum bilden sich im Voraus zwischen den Zähnen Lücken, damit Platz für die bleibenden Zähne geschaffen wird.  


Kausystem

Das Kausystem (Kauorgan) wird beim Zahnarzt als Craniomandibularsystem bezeichnet und hat als oberen Verdauungstrakt die Aufgabe, die Nahrung zu zerkleinern, damit der untere Verdauungstrakt die Nahrung besser zersetzen kann und die enthaltenen Nährstoffe besser verwerten werden können.

Das Kausystem wird auch als Kauorgan oder Craniomandibular-System bezeichnet gehört zum oberen Verdauungstrakt.

Kauapparat Kausystem Zahnhalteapparat Zähne

Der Kauapparat als Kauorgan hat für den Kauvorgang ein gutes Kausystem.

Kausystem beim Mensch

Das Kausystem (Kauapparat) beim Mensch ähnelt einem Uhrwerk, das sehr fein aufeinander abgestimmt ist.

Das Kausystem hat als Kaufunktion die Aufgabe die Nahrung zu zerkleinern, so dass die enthaltenen Nährstoffe möglichst gut verwertet werden und der untere Verdauungstrakt die Nahrung einfacher zersetzen kann. Zähne, Kiefergelenk und Kaumuskulatur sind in ihrer Kaufunktion für die Zerkleinerung der Nahrung im Normalfall optimal aufeinander abgestimmt. Wenn Zähne, Kieferknochen, Kiefergelenk, Zahnhalteapparat aus der Balance geraten und nicht richtig aufeinander abgestimmt sind, kann sich dies im Gesicht niederschlagen und hat Auswirkungen auf den gesamten Körper. Zahnfehlstellungen und Kieferfehlstellungen können Verspannungen der Muskulatur und Schmerzen in Hals, Rücken und Schultern bewirken. Dysbalancen im Kausystem können Schmerzen in entfernten Körperteilen auslösen und auch die Funktion und den Stoffwechsel von Organen verändern. Das Kausystem wird nicht nur zum Kauen, Schlucken, Sprechen und Atmen vorhanden, denn durch das Zähneknirschen und Zähnepressen verarbeitet es durch Kauen, Knirschen, und Pressen auch Stress. Das Kausystem ist demzufolge auch ein Stress-Verarbeitungsorgan, was zu Parafunktionen wie Zähneknirschen und Zähnepressen führt. Durch die sehr hohen Kräfte die beim Knirschen und Pressen freigesetzt werden, können innerhalb zu starken Schmerzen der Kaumuskulatur und ausserhalb vom Kausystem zu Muskelschmerzen und Gelenkschmerzen führen. Die hohen Kräfte wirken besonders belastend, wenn der Biss bzw. Verzahnung vom Zahnpatient (Okklusion) nicht stimmt, denn die Kräfte vom Kausystem werden im Nackenbereich und auch in der Wirbelsäule kompensiert. Bei der Verzahnung gibt es die statische Okklusion, bei der die Zähne aufeinander zu liegen kommen und die dynamische Okklusion, wo die Zähne beim Kieferschluss aufeinander Aufbeissen, denn die Zähne legen sich nach einem bestimmten Musterbild aneinander. Das Erkennen und Behandeln von Kaufunktionsstörungen ist nicht immer einfach, denn die funktionelle Therapie vom Kausystem beim Mensch beinhaltet viele Organteile.

Zum Kausystem gehören:

Zahnhalteapparat (Zahnfleisch)
Zähne
Zunge
Gaumen
Kaumuskulatur
Kiefergelenk mit Knorpelscheiben, Sehnen, Nerven und Bändern
Kieferknochen
Speicheldrüse
Rachen

Kauorgan

Die Lehre vom Kauorgan bzw. von der Funktion der Kiefergelenke, der Kaumuskeln vom Kausystem und der Zahnkauflächen sowie der neuronalen Steuerung von dem gesamten Kauvorgang wird als Gnathologie bezeichnet.

Die häufigsten Gründe für einen Zahnarztbesuch sind Zahnschmerzen, doch es sind nicht immer die Zähne, Zahnfehlstellungen oder Zahnlücken, die für Kieferprobleme und Schmerzen im Kausystem sorgen. Es gibt immer mehr Menschen, die wegen Kaufunktionsstörungen, Kieferschmerzen und Kiefergelenkschädigung den Zahnarzt aufsuchen. Bei Beschwerden an Kiefergelenken liegt vielfach eine Verlagerung der Gelenkscheibe (Diskus) zugrunde, doch Blockaden bei Kiefergelenken und Kiefergelenkschmerzen treten meist erst bei totaler Verlagerung des Diskus auf. Das Kauorgan besteht aus Oberkiefer und Unterkiefer, der Kaumuskulatur, dem Nervensystem, den Zähnen mit ihren Kauflächen und dem Zahnbett. Das Kauorgan ist ein Kausystem das funktionell gleichbedeutend ist mit dem oberen Verdauungstrakt und hat zur Hauptsache die Aufgabe, die Nahrung zu zerkleinern, so dass der untere Verdauungstrakt die Nahrung besser zersetzten kann wie auch die Nährstoffe besser verwertet werden können. Mastikatorisches System bedeutet die Kaufunktion bzw. den Kauakt betreffend, denn als Mastikation wird das Kauen bezeichnet. Für die Zerkleinerung der Nahrung sind im Normalfall Zähne, Kiefergelenk und Kaumuskulatur in ihrer Funktion bzw. Kaumuskelfunktion aufeinander abgestimmt, denn es braucht ein sehr gutes Zusammenspiel mehrerer Kaumuskeln zur Bewegung vom Unterkiefer, das durch Nerven im Zentralnervensystem gesteuert wird, die einen Regelkreis bilden.

Steuerung vom Kausystem

Das Steuerzentrum koordiniert im Zentralnervensystem durch Nervenfühler die als Rezeptoren bezeichnet werden alle Bewegungen vom Kausystem.

Das Kausystem wird als mastikatorisches System bezeichnet, das aus Oberkiefer, Unterkiefer, Kaumuskulatur, Nervensystem, Zahnbett und den Zähnen mit ihren Kauflächen besteht. Rezeptoren im Kiefergelenk registrieren die Lage vom Gelenkkopf wo die Muskelspindeln den Spannungszustand den Kaumuskeln melden. Im gesunden und intakten Kausystem steuern Zähne, Kiefermuskulatur und Kiefergelenke mit den sehr feinen Mechanorezeptoren als Sinneszellen die mechanische Kräfte in Nervenerregung umwandeln und so das korrekte und harmonische Zusammenspiel von Oberkiefer und Unterkiefer bewerkstelligen. Die Kaumuskeln können den notwendigen Platz im Mundraum sichern, um möglichst wenig Druck durch Quetschung abzugeben. Die Kaumuskeln sind verschieblich angeordnet, sodass sie die Funktion der Nachbarorgane nicht eingeschränkt werden.

Nervenenden in der Mundschleimhaut orten die Lage und Grösse der Nahrungsteile im Mund.

Kausystem, Kaumuskulatur, Kauapparat, Zähne 

Rezeptoren in der Wurzelhaut (Desmodont) der Zähne melden Zahnkontakte.

Informationen die von den Rezeptoren im Zentralnervensystem zusammenkommen werden zentral verarbeitet und in Steuerimpulse für die Kaumuskulatur umgesetzt.

Grundlage für eine funktionelle Einheit vom Kauorgan sind im sensorischen Teil die Rezeptoren im Bereich der Kaumuskulatur, der Kapsel im Kiefergelenk und im Zahnhalteapparat. Mechanismen vom Kausystem regeln die Stärke und die Wirkungsrichtung der aufzuwendenden Kaukräfte so, dass die mechanische Belastung aller beteiligten Gewebe innerhalb physiologischer Bereiche liegt. Durch die Mechanorezeptoren als Sinneszellen, die mechanische Kräfte in Nervenerregung umwandeln, wird beim Kauen durch eine relativ geringe Muskelaktivität der hohen Kräfte eine Schonung der Zahnhartsubstanzen und damit eine geringe Zahnabnutzung erreicht wie auch für den Zahnhalteapparat und die Kiefergelenke. Mechanorezeptoren unterscheiden sich in ihrer Fähigkeit, räumliche und zeitliche Merkmale von einem mechanischen Reiz aufzulösen. Die Strukturen vom stomatognathen System stellen sich im Normalfall im Wachstum so aufeinander ein, dass ein harmonisches Zusammenspiel aller Elemente vom Kausystem gewährleistet ist. Zahnfehlstellungen, ZahnlückenBissanomalien oder Kieferfehlstellungen sowie nicht funktionell gestaltete Zahnkronen, Zahnbrücken oder Zahnfüllungen können das harmonische Zusammenspiel zwischen Zähnen, Muskulatur und Kiefergelenk stören.

Funktionsstörungen im Kausystem

Wenn Oberkieferzähne und Unterkieferzähne nicht richtig aufeinander passen, wird von einem Fehlbiss gesprochen, was zu Störungen im Kausystem führen kann. 

Nebst dem Kauen hat das System viele wichtige Funktionen wie die sichtbaren Bewegungen der Gesichtsoberfläche z.B. bei der Mimik zeigen und einzelne Bewegungen in Sekundenbruchteilen bei der Gesichtsmuskulatur ablaufen. Das Kausystem sorgt für den ästhetischen Ausdruck und ist wichtig beim Sprechen, Atmen, Schlucken, Knirschen und Zähnepressen usw. Viele Ursachen für Beschwerden können in einer Funktionsstörung vom Kausystem liegen wie dem Zahngebiss, der Kaumuskeln oder am Kiefergelenk. Wenn ein Teil vom Systems gestört ist, können durch den Ausgleich der Fehlfunktion, die anderen Teilsysteme überbeansprucht werden, so wenn z.B. nur noch wenige Backenzähne vorhanden sind, muss für die Zerkleinerung der Nahrung ohne die Mahlzähne mit den Zahnhöckern viel mehr Muskelkraft aufgewendet werden. Durch diese Überbelastungen kommt es dann meist auch zur Zahnabnutzung und zu Abnutzungserscheinungen in den Kiefergelenken. Zahnfehlstellungen oder auch falsch gefertigter Zahnersatz können eine ständig schmerzende Kaumuskulatur zu Folge haben. Die sehr feine Steuerung vom Kausystem geht verloren wenn Zähne, Muskulatur und Gelenke eine Überbeanspruchung erleben, sodass man von einer Funktionsstörung  spricht, sodass weitere Beschwerden und Schmerzen entstehen können. Schmerzen am Kausystem bzw. der Kaumuskulatur kann gravierende Auswirkungen auf den ganzen Körper haben, denn über Muskeln und Nerven ist das Kausystem intensiv mit anderen Teilen vom Stützapparat und Bewegungsapparat verbunden. In der Zahntechnik können im Zahntechnischen Labor (Zahnlabor) Bewegungsabfolgen auf den Artikulator übertragen werden, um die statischen und dynamischen Abläufe zu simulieren. Die klinische und instrumentelle Funktionsanalyse ist eine Methode der zahnmedizinischen und kieferorthopädischen Befunderhebung wie auch der Therapiekontrolle.

Kausystem beim Mensch

Das Kausystem vom Mensch ist von naturgemäss so eingestellt, dass die Zähne gleichmässig senkrecht belastet werden und sich Kaumuskeln, Kiefergelenke und Zähne in einem harmonischen Gleichgewicht befinden, denn alle Teile vom Stützapparat und Bewegungsapparat beeinflussen sich immer gegenseitig.

Funktionsstörungen wirken immer gegenseitig aufeinander und können Beschwerden und Erkrankungen in anderen Teilen vom Stützapparat und Bewegungsapparat auslösen, wie auch Störungen aus anderen Körperteilen Beschwerden und Erkrankungen im Kausystem bewirken können. Infolge von fehlerhaften Zahnprothesen oder Zahnimplantaten sowie durch einseitiges Kauen kann sich eine einseitige Belastung vom Kaumuskel ergeben, sodass Fehlstellungen der Zähne durch den Zahnarzt korrigiert werden müssen. Funktionseinschränkungen der Kopfgelenke können zu Asymmetrien vom Schädel, vom Gesicht und der gesamten Kieferstellung führen. Zahnfehlstellungen wie auch Kieferfehlstellungen führen über Muskelspannungen dann zu Fehlstellungen und Verspannungen im Nackenbereich. Es gibt einen Zusammenhang zwischen Atlasverschiebung und Kieferfehlstellung, denn bei einer Kieferfehlstellung kann der Atlas, mit den ausladenden Seitenfortsätzen beim Schlucken oder starkem Kauen verschoben werden.


Zahnhalteapparat & Zahnfleisch

Gesundes Zahnfleisch ist für den funktionalen Erhalt von Zahnhaltapparat und Zähne wichtig, denn es ist ein Schutz gegen die Bakterien im Mund, da Parodontitis durch Bakterien verursacht wird, so dass eine Entzündung im Zahnbett hervorrufen wird.

Die Zahnwurzel steckt nicht einfach im Kiefer, sondern ist über den Zahnhalteapparat (Parodontium) im Kieferknochen bzw. Alveolarfortsatz verankert.

Zahnhalteapparat, Zahnfleisch, Zähne, Zahnkiefer 

Die Zahnwurzeln befinden sich in den Zahnfächern bzw. Alveolen und sind mit Zahnfleisch bedeckt.

Zahnhalteapparat und Zahnfleisch schützen die Zähne

Als Alveolarfortsatz bezeichnet man den Anteil vom Oberkieferknochen bzw. vom Unterkieferknochen, der die Zahnfächer enthält. Zum Zahnhalteapparat gehören alle Gewebeanteile, die zur Verankerung der Zähne beitragen. Der Aufbau vom Zahnhalteapparat bewirkt die Dämpfung der auf die Zähne einwirkenden Kräfte, die beim festen Zubeissen einem Gewicht von bis zu 100 kg entsprechen können.

Gewebeanteile, die die Zähne in den Alveolen befestigen und den Zahnhalteapparat bilden, sind:

Alveolarfortsatz (Processus alveolaris)
Wurzelzement (Zementum)
Wurzelhaut (Desmodont oder Periodontium)
Zahnfleisch (Gingiva)

Der Wurzelzement bedeckt die Zahnwurzel vom Zahnhals bis zur Wurzelspitze.

Am Wurzelzement verwachsen die Fasern der Wurzelhaut, die zum Alveolarknochen bzw. Alveolarfortsatz ziehen, denn die Sharpey Fasern strahlen in die kompakte Knochenschicht der Alveolenwandung ein womit der Zahn in der Alveole normal gut verankert ist. Bindegewebsfasern bzw. Sharpey Fasern sind der Hauptbestandteil der Wurzelhaut und verbinden den Alveolarknochen der Zahnfächer mit dem Wurzelzement den Zahn. Die einzelnen Zähne sind in der Alveole hängend befestigt und nicht mit dem Alveolarknochen verwachsen.

Parodontium

Das Parodontium besteht aus drei Komponenten, dem Zahnzement, dem Kieferknochen und den Haltefasern.

Das Parodontium (Periodontium) stellt die Verbindung zwischen der Alveolenwand und dem Zahnzement dar und wird als Parodontal-Ligament oder Periosteum alveolare, Periodontium oder auch als Wurzelhaut bezeichnet. Der Periodontalspalt ist ein Raum zwischen Zahnwurzel und knöcherner Alveole, ein ca. 0,1 - 0,3 mm breiter Spaltraum den die Wurzelhaut ausfüllt. Als Ligament wird der Faserapparat bezeichnet, der den Zahn mit dem Alveolarknochen bzw. mit dem Knochenfach verbindet, wobei es sich um Bindegewebe und dessen Fasern, die als Sharpeysche Fasern sowohl im Zahnzement als auch im Kieferknochen handelt. Die Zahnfasern verankern so den Zahn, damit der Kaudruck dadurch nicht tiefer in das Zahnfach einsinken kann. Zwischen den Bindegewebsfasern hat es im Periodontium viele Bindegewebszellen, darunter Zahnnah die Zementoblasten, und zahlreiche Blutgefässe und Nerven. Das Zahnfleisch ist bei der gesunden Gingiva blassrosa und weist eine orangenschalenähnliche Stippelung auf. Das Zahnfleisch bildet eine fest anliegende Manschette um den Zahn und verhindert im gesunden Zustand das Eindringen von Bakterien im Mund in Richtung ZahnwurzelFasern ziehen aus dem Zahnzement in den Kieferknochen und verankern durch den Zementmantel den Zahn in seinem Knochenfach. Diese Fasern ermöglichen dem Zahn eine gewisse Beweglichkeit, die auch als Pufferspeicher als Knautschzone zur Abpufferung verschiedener Krafteinwirkungen wie bei einem Schlag auf die Zähne beitragen.

Parodont

Als Parodont wird die Einheit bezeichnet, bestehend aus Zahnfleisch, Kieferknochen, Wurzelhaut (Desmodont) als Zahnwurzelhaut und der die Zahnwurzel bedeckende Zement.

Der Parodont besteht aus verschiedenen Geweben, wie dem Zahnfleisch-Epithel, dem Bindegewebe der Gingiva, dem Parodontalligament als spezialisiertes Bindegewebe an dem der Zahn im Knochenfach aufhängt ist. Die Zellen der Gewebe kommunizieren untereinander wie auch zwischen den Geweben über Moleküle, die als Wachstumsfaktoren bezeichnet werden. Mechanische Kräfte, die den Parodont in seiner Gesamtheit erhalten und dadurch die Funktion im Körper sicherstellen kommunizieren auch über die Moleküle. Die Kommunikation zwischen Zellen verschiedener Gewebe ist bezeichnend für die Zellreaktion bzw.  Gewebeinteraktion die den natürlichen Ablauf von Aufbau und Abbau der Zellen der parodontalen Gewebe steuert, wobei der Aufbau durch die Teilung von Zellen (Proliferation) und den Abbau durch den Verlust von Zellen infolge von Reifungsprozessen charakterisiert (Gewebshomöostase). Der Zahnhalteapparat in der Gesamtheit besteht aus mehreren Teilen wie das "Parodontale Ligament" (Parodontalligament), Kieferknochen, Zahnbett, zahntragende Stützgewebe, Zahnfleisch (Gingiva), Desmodont, Wurzelzement und Alveolarknochen sowie Sharpeysche Fasern. Als Parodont wird der Zahnhalteapparat bezeichnet und Parodontal besagt, den Zahnhalteapparat (Parodontium) betreffend und so gibt es die Parodontal–Prophylaxe, den Parodontalabszess, die Parodontalbehandlung und Parodontalchirurgie, die Parodontalerkrankungen oder die Parodontopathien etc.. 


Kiefer und Kieferknochen

Im Gesichtsschädel werden beim Mensch die zwei Knochen als Kiefer bezeichnet, wo die Zähne eingelagert sind.

Der Kiefer besteht beim Mensch aus zwei Kieferhälften, dem Oberkiefer (Maxilla) und dem Unterkiefer (Mandibula), wo die Zähne im Kiefer bzw. im Zahnhalteapparat in den Zahnfächern (Alveolen) über eine Gomphosis (Einkeilung) verankert sind. Der menschliche Kiefer befindet sich im unteren Bereich vom Schädel wo der Oberkiefer unbeweglich ist, der Unterkiefer dagegen im Kiefergelenk am Schläfenbein befestigt ist, so dass dieser durch die Kaumuskulatur bewegt werden kann. Da der Unterkiefer am Schädel aufgehängt ist und über das Kiefergelenk schwenkbar ist, können über die Kaumuskulatur die Mundöffnung und Kaubewegungen erfolgen. Der Unterkiefer besteht aus einem U-förmig gebogenen Unterkieferkörper (Corpus mandibulae), der als grösster und stärkster Kieferknochen vom Gesichtsschädel ist, der am vordersten Ende das Kinn stützt und links und rechts einen Kieferwinkel mit aufsteigenden Ästen (Ramus mandibulae) hat.

Mit Kiefer ist vielfach der Kieferknochen gemeint, der die Zähne trägt, denn der Kiefer ist Teil vom Gesichtsschädel und beinhaltet den beweglichen Unterkiefer und den Oberkiefer.

Eigenschaft Kieferknochen Zahnhalteapparat

Die Zähne sind im Kiefer in den Zahnfächern (Alveolen) über eine Gomphosis (Einkeilung) verankert, der Kieferknochen (Alveolarknochen) bzw. im unbezahnten Kiefer der Alveolarkamm als Kieferkamm reagiert auf Druck sehr sensibel.

Kiefer beim Mensch

Der Kiefer als Teil vom Gesichtsschädel dient mit den Zähnen der Nahrungsaufnahme und besteht aus den Kieferknochen vom Oberkiefer (Maxilla) und vom Unterkiefer (Mandibula) wo die Zähne im Alveolarfortsatz in den Zahnfächern über eine Einkeilung (Gomphosis) verankert sind.

Der Unterkiefer ist der einzige bewegliche Knochen vom Gesichtsschädel wo gesunde Zähne fest in Vertiefungen im Kieferknochen, den Zahnfächern bzw. Alveolen verankert sind. Der Alveolarknochen ist die knöcherne Alveolenwand der die im Alveolarfortsatz liegende Alveole bzw. das Zahnfach auskleidet. Der Alveolarfortsatz dient der Verankerung der Zähne und wird als der Teil vom Kieferknochen bezeichnet der die Zähne trägt, es ist also der zahntragende Knochenteil vom Kiefer, der entsprechend bogenförmig ist. Der Alveolarfortsatz vom Oberkiefers ist leicht nach bukkal gekippt und bietet den Zähnen meist einen eng bemessenen Platz der funktionell bestimmt ist, und kann je nach Bezahnung in ihrer Form variieren. Der Alveolarfortsatz vom Unterkiefer der die Zahnfächer enthält bildet die obere Begrenzung vom Unterkieferknochen. Nach fehlender Belastung durch Zahnverlust, beginnt sich der Alveolarfortsatz als Teil vom Kieferknochen (Alveolarknochen) zurückzubilden wo im unbezahnten Kiefer (Kieferkamm) sich der Alveolarfortsatz fast vollständig abbauen kann. Zuerst verliert der Alveolarfortsatz an Breite, danach beginnt sich der Alveolarfortsatz auch in der Höhe zurückzubilden. Wenn sich der Alveolarfortsatz auf einen schmalen Knochenkamm reduziert hat, kommt es ohne prothetische Versorgung zu einem Höhenverlust vom Untergesicht. Eine Zahnimplantation ist dann meist ohne Kieferknochenaufbau wegen Verletzungsgefahr der Nerven nicht mehr möglich. Wie rasch das sich der Kieferknochen nach dem Zahnausfall zurückbildet, ist sehr verschieden und kann einige Monate oder auch mehrere Jahre dauern. Bei einigen Menschen bildet sich im Besonderen im Oberkiefer ein Schlotterkamm worunter man einen Alveolarfortsatz aus lockerem Bindegewebe als Schleimhautfalte versteht.

Biologische Eigenschaft vom Kieferknochen

Der Kieferknochen reagiert auf Druck durch Kieferknochenabbau und bei Zugwirkung auf die Haltefasern der Zahnwurzeln durch Knochenneubildung.

Das Knochengewebe vom Kieferknochen besteht aus Knochenzellen (Osteozyten) und einer verkalkten, mineralischen Zwischenzellsubstanz, die dem Knochen vom Kiefer grosse Festigkeit gegenüber Druck, Zug, Biegung und Drehung verleiht. Der Kieferknochen bleibt im Normalfall lebenslang wie auch altersunabhängig bestehen, denn die starken Kräfte beim Abbeissen oder beim Kauen verursachen keine Zahnstellungsänderungen, da die Krafteinwirkung beim Abbeissen der Nahrung nur sehr kurz ist, nicht aber so beim Zähneknirschen. Die Verankerung der Zähne in den Zahnfächern vom Oberkiefer und Unterkiefer erfolgt durch die Einkeilung (Gomphosis) in den Knochen mit zusätzlicher Stabilisierung durch Bindegewebsfasern, sodass eine bindegewebige Knochenverbindung entsteht, so dass sich Zähne bewegen lassen. Im Normalzustand sind die den Zahn haltenden Fasern immer nur leicht gespannt, was sich aber beim Zahn durch Zahnklammern ändern kann, wenn auf den Zahn dauerhaft Druck ausgeübt wird wie bei der Behandlung bei der Kieferorthopädie, denn auf der einen Seite werden die Fasern zusammengedrückt wodurch eine Druckzone entsteht und auf der anderen Seite entsteht eine Zugzone, da die Fasern gespannt werden. Auf Druck reagiert der Kieferknochen sehr sensibel, denn wo Druck ausgeübt wird, beginnt der Kiefer mit der Rückbildung vom Kieferknochen und dort wo der Zahn den Spalt zum Kieferknochen einengt, kann sich der Knochen langsam abbauen, um den Spalt auf natürliche Art wieder zu erweitern. Umgekehrter wird durch den ständigen Zug der Fasern auf der anderen Seite eine Knochenneubildung angeregt, damit der ursprüngliche Spaltraum wieder hergestellt wird. Zähne können so in fast jede gewünschte Position bewegt werden, es kommt aber nicht auf besondere Kräfte an, denn nur ein dauerhafter und stetiger Druckimpuls ist massgebend.

Knochengewebe vom Kieferknochen

Das Knochengewebe bildet als Skelett das Stützgerüst vom Körper, denn es besteht hauptsächlich aus Hydroxylapatit, einer chemischen Verbindung die vorwiegend aus Kalzium und Phosphat besteht, sodass das Knochengewebe ständig erneuert wird.

Die Knochensubstanz wird von den Osteoblasten aufgebaut, das „Knochenbildende Zellen“ sind, denn die Osteoblasten wandeln sich später zu nicht mehr teilungsfähigen Osteozyten bzw. Knochenzellen um. Zum Knochenumbau sind zusätzlich noch „Knochenabbauende Zellen“ vorhanden, die Osteoklasten. Unter dem Mikroskop erkennt man beim Kieferknochen vom Erwachsenen einen geordneten, lamellenartigen Aufbau, sodass man meist von Lamellenknochen spricht wo die einzelnen Knochenlamellen in mehreren kreisförmigen Schichten um kleine zentrale Knochenkanäle als Haverskanäle angeordnet sind, in denen die versorgenden Blutgefässe und Nerven verlaufen. Mit den umgebenden Knochenlamellen stellt der zentrale Kanal eine Baueinheit vom Kieferknochen dar, das Haverssystem resp. Osteon (Knochen). Querkanäle werden als Volkmann-Kanäle bezeichnet, die Havers-Kanälen verbinden und in denen Blutgefässe und Nerven mit dem Periost als Knochenhaut enthalten sind, denn das Periost als Knochenhaut umgibt den Kieferknochen. Die Kanäle werden von straffem Bindegewebe gebildet das Gefässe und Nerven enthält, wodurch vom Periost aus der Knochen ernährt wird und die Neubildung von Knochensubstanz angeregt werden kann. Durch die Nervenfasern ist die Knochenhaut sehr schmerzempfindlich, was sich bei der „Entzündung vom Kieferknochen“ bemerkbar macht. Die äussere Wand vom Kieferknochen wird von der "Kompakta", einer stabilen Knochenschicht "Kortikalis" gebildet. Im Inneren enthält der Knochen ein schwammartiges Gerüstwerk aus feinen Knochenbälkchen, die "Spongiosa" (Schwamm). Die fachwerkähnlich zusammengesetzten Spongiosabälkchen sind so angeordnet, dass sie bei geringem Knochengewicht dem Kieferknochen grossen Halt geben. Die an den Gelenkenden einwirkenden Druckkräfte und Zugkräfte werden durch die Spongiosa auf die feste Wand der Kompakta abgeleitet. In der Markhöhle zwischen den Bälkchen der Spongiosa befindet sich das Knochenmark das der Blutbildung dient, kann jedoch im Laufe vom Leben vor allem in den langen Röhrenknochen verfetten.

Alterung der Kieferknochen

Wenn der Alveolarfortsatz im Alter schwindet (Kieferknochenschwund), kommt es zu Zahnverlust, was eine grosse physiologische Veränderung darstellt.

Kieferknochen wie auch Kaumuskulatur bilden einen wichtigen Teil vom Kauapparat, doch Knochen können im Alter schwinden und brüchiger werden, so auch der Kieferknochen, wo man ab dem 35. Lebensjahr meist mehr Knochenmasse verliert als produziert wird. Im Alter erfolgt der Verlust dentaler und knöchernen Stützfunktion, denn Knochen und Skelettmuskulatur gehören zu den Geweben bei Körper vom Mensch, die den Altersveränderungen stark unterliegen können, so sind Altersveränderungen an Zähnen und den orofazialen Weichgeweben gegeben, wo myofunktionelle Störung im Gesichtsbereich durch ein Muskelungleichgewicht der Gesichtsmuskulatur, Zungenmuskulatur und Lippenmuskulatur entstehen. Bei der "Alterung der Kieferknochen" kann eine veränderte Kieferrelation gegeben sein, denn die Zahl und osteogene Potenz an knochenbildenden Osteoblasten sind vermindert und die Aktivität der knochenabbauenden Osteoklasten verstärken sich. Eine Verschlechterung der Knochenqualität beim Kiefer ist immer möglich und kann durch eine reduzierte Durchblutung mitbedingt sein. Der Alveolarkammabbau wird beim Zahnarzt vielfach bezeichnet als KieferatrophieAlveolarkammatrophie, Alveolarfortsatzatrophie, Kieferkammatrophie, das ein physiologischer Abbauvorgang am zahntragenden Kieferknochen meist nach Zahnverlust ist.

Die Knochensubstanz wird von Knochenbildenden Zellen aufgebaut, den Osteoblasten, doch bei Knochenschwund "Osteoporose" nimmt die Dichte der Knochensubstanz ab, da das Gleichgewicht zwischen Knochenaufbau und Knochenabbau gestört ist.

Kieferknochen, Alterung, Kieferknochenschwund

Auch der Kiefer unterliegt den Knochenveränderungen, denn Hormonelle Veränderungen durch den Mineralstoffwechsel führen zu einer Entkopplung von Knochenneubildung und Knochenresorption.

Kieferknochen und Kaumuskulatur sind ein wichtiger Teil vom Kauapparat, doch Kieferknochen und Skelettmuskulatur gehören zu den Geweben vom menschlichen Körper, die Altersveränderungen unterliegen.

Knochen wie auch die Kieferknochen werden im Alter meist brüchiger, denn ab dem 35. Lebensjahr verliert der Mensch mehr Knochenmasse als produziert wird. Am häufigsten betroffen von Osteoporose sind Frauen nach den Wechseljahren, bei denen es durch die verminderte Östrogenproduktion zu einem verstärkten Knochenabbau kommt. Frauen verlieren zwischen dem 40. und 70. Lebensjahr ca. 40% der Knochenmasse, wenn sie über die Nahrung zu wenig Kalzium aufgenommen oder zu viel Kalzium über den Urin ausgeschieden haben, denn der Körper holt sich das fehlende Kalzium vom Knochen selbst, auch wenn die Knochenstabilität darunter leidet. Die Knochenqualität der Kiefer wird von vielen Faktoren beeinflusst, denn so ist der Kieferknochen nicht allein vom Alter abhängig, denn Massgebend ist bereits die Embryologie der Kiefer sowie mechanische Einflüsse die durch die Okklusion und das Kauen bedingt ist sowie der "Prothetischen Versorgung". Eine Verschlechterung der Knochenqualität vom Kiefer kann durch eine reduzierte Durchblutung bedingt sein, was einen Kieferknochenschwund verursachen kann. Auch die Dauer der Zahnlosigkeit (Zahnlückenstand) oder eine lokale Knochenerkrankung hat Auswirkungen auf die Eigenschaften vom Kieferknochen im Alter. Die Alterung der Kieferknochen erfolgt, wenn die Zahl und osteogene Potenz der knochenbildenden Osteoblasten vermindert und die Aktivität der knochenabbauenden Osteoklasten grösser ist. Durch die Vorgänge der Alterung entstehen strukturelle Veränderungen, wie der Ausdünnung von Knochenbälkchen wo Mikrofrakturen entstehen, die sich schleichend entwickeln und zu einer altersbedingten Minimierung der Knochenmasse beitragen. In der zahnärztlichen Zahnimplantation gilt die Alterskrankheit jedoch nicht als Risikofaktoren im Hinblick auf Implantatverlust bzw. Osseointegration.

Entzündung vom Kieferknochen

Die eigentliche Knochensubstanz vom Kieferknochen besteht im Unterkiefer und im Oberkiefer aus Hartgewebe und Osteozyten, sodass der Kieferknochen an einer Entzündung nur passiv teilnimmt.

Die entzündliche Reaktion spielt sich nicht im Kieferknochen ab, sondern spielt sich im Knochenmarkgewebe ab, also Gefässbindegewebe der Haversschen und Volkmannschen Kanäle und gleichzeitig im Periost als Knochenhaut. An einer Kieferknochenentzündung (Ostitis) sind immer nur Periost, Knochenmark-Raum und Havers Kanäle aktiv beteiligt, während die Knochengrundsubstanz nur sekundär in Mitleidenschaft gezogen wird. Die Knochenentzündung ist eine Eiterung im harten Knochengewebe (Eiterzahn), also eiterige Knochenentzündung mit Knochenfrass. Die Ostitis ist eine Entzündung der Havers-Kanäle und Volkmann-Kanäle im Kieferknochen, es ist eine Entzündung vom Knochengewebe, das den Knochen komplett umgibt und kann ausgelöst sein von einer Zahnwurzelspitzenentzündung. Eine Knochenentzündung nimmt ihren Ausgang von Weichgeweben vom Knochen, von der Beinhaut oder dem Markgewebe wie dem Zahnmark und den Gefässen, da die harte Knochensubstanz die kompakt ist, kein Eiter liefern kann. Der Kieferknochen ist ein leidender Teil, der in den Entzündungsprozess einbezogen werden kann, so dass der Kieferknochen bei der Knochenentzündung nach einer langsamen Einschmelzung zerfällt und ein Stück nach dem andern zusammenbricht, sodass ein zerstörter Skelettteil nach dem Trocknen wie zerfressen aussieht, wodurch der Namen Knochenfrass abgeleitet wurde. Sofern eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis) nicht behandelt wird, kann die Entzündung auf den Kieferknochen übergehen, sodass die anfängliche Parodontose in eine Parodontitis übergeht, was zu einem langsamen Abbau vom Zahnbett bzw. Zahnhalteapparat führt und Fasern, Gewebe und Kieferknochen rund um die Zähne zerstört werden. Äusserlich kann dies nur durch den Zahnfleischrückgang und dem dadurch bedingten Auftreten von "längeren Zähnen" erkannt werden. Im fortgeschrittenen Stadium fehlt die Knochensubstanz wodurch die Zähne locker werden, sodass es zu einem Zahnausfall kommt.


Kiefer und Zahnhalteapparat

Kiefer und Zahnhalteapparat bilden eine Einheit zur Verankerung der Zähne im Kieferknochen.

Kiefer und Zahnhalteapparat bilden das Fundament der Zähne, die gemeinsam das Gebiss bilden. Die Kiefer bestehen aus Knochengewebe wie die Wände der Zahnfächer, das Mulden im Kiefer sind, wo die Zahnwurzeln geschützt sind und ihren festen Halt finden. Die Wurzel vom Zahn ist nicht einfach im Kiefer wie ein Zahnimplantat als künstliche Zahnwurzel fest im Knochen verankert, sondern ist über den Zahnhalteapparat und dessen Bindegewebe im Kieferknochen fixiert, denn Wurzelhaut schafft eine stabile Verbindung zwischen Zahn und Kieferknochen und ist doch etwas beweglich. Die Zähne im Kiefer sind mit den Wänden der Zahnfächer durch die Wurzelhaut und dem Zahnzement verbunden und verankert, denn die Wurzelhaut besteht aus Bindegewebe, das Kollagenfasern enthält. Als Zahnhalteapparat werden die Strukturen im Kiefer bezeichnet, die Zähne fest aber beweglich in den Kieferknochen verankern und fixieren, wozu Zahnfächer, Zahnzement, Wurzelhaut und Zahnfleisch dienen.

Über das Wurzelspitzenloch steht die Pulpa von jedem Zahn mit dem Oberkiefernerv oder Unterkiefernerv in Verbindung.

Kieferknochen, Zahnhalteapparat, Parodontium

Das Zahnmark besteht aus Bindegewebe, das von kleinsten Blutgefässen und Nervenfasern (Nervengewebe Zahnpulpa) durchzogen ist und wird in der Umgangssprache auch als "Zahnnerv" bezeichnet.

Die Knochen vom Gesichtsschädel bilden die knöcherne Grundlage vom Gesicht zu dem die Kieferknochen vom Oberkiefer (Maxilla) und dem Unterkiefer (Mandibula) zählen, die massgeblich die Gesichtsform bestimmen.

Als Zahnhalteapparat wird beim Mensch das funktionelle Verankerungssystem der Zähne verstanden, wobei alle Anteile dazu gehören, die zur Verankerung der Zähne beitragen und der Kiefer mit den Zähnen ist Teil vom Gesichtsschädel die den beweglichen Unterkiefer und dem Oberkiefer mit den Kieferknochen (Alveolarfortsatz) und Kiefergelenken beinhalten, denn nur mit Hilfe vom Kiefergelenk und der Kaumuskulatur kann der Unterkiefer bewegt werden, so für Kaubewegungen und dem Abbeissen sowie zum Öffnen und Schliessen vom Mund beim Sprechen. Der Aufbau vom Zahnhalteapparat bewirkt eine Dämpfung, wenn beim festen Zubeissen starke Kräfte auf den Kiefer einwirken. Die Wurzelhaut bewirkt, dass der Zahn nicht starr wie ein Zahnimplantat in den Kieferknochen gepresst wird sondern schafft eine stabile Verbindung zwischen Zahn und Kieferknochen, sodass der Zahn etwas beweglich bleibt und bei Kaubelastung in seine normale Position zurückfedert. Die Zähne sind in den Zahnfächern (Alveolen) im Kiefer über eine Gomphosis verankert und das Zahnfleisch das dem Kieferknochen aufliegt, befestigt den oberen Teil vom Zahn zusätzlich. Als Kauapparat wird die Mundhöhle mit ihren angrenzenden Gewebeteile bezeichnet, der in die Funktionssysteme vom Kopf-Hals-Schulter-Bereich eingebettet ist und während dem Kauvorgang funktionell mit der Kaumuskulatur beim Kauvorgang wirksam wird.

Der Zahnhalteapparat (Parodontium) ist das Zahnbett.

Zum Zahnhalteapparat gehören das Zahnfleisch, das Parodontalligament, der Zahnzement und die knöcherne Zahnmarkhöhle und bilden eine genetische und funktionelle Einheit.

Zwischen der Wurzeloberfläche und der Alveolenkortikalis bzw. Wand vom Zahnfach (Alveole) verbleibt ein geringer Parodontalspalt, der durch das Faserwerk ausgefüllt ist. Der Wurzelzement ist ein Bestandteil vom Zahn wo die Zahnwurzel im Zahnfach verankert ist, denn die Zahnwurzel steckt im Zahnfach, das eine Vertiefung im Kieferknochen ist. Stellungsänderungen der Zähne können in jedem Lebensalter von selbst eintreten, denn die Zahnbeweglichkeit wird unterstützt von der Wurzelhaut, die eine Verbindung zwischen Zahnfach und Wurzelzement bildet und dem Zahn eine gewisse Beweglichkeit verschafft, aber gleichzeitig für den Kieferknochen ein Schutzpolster bildet. Der sichtbare weisse Zahnschmelz bildet die äussere Schicht der Zahnkrone der den starken Belastungen standhalten muss und daher aus der härtesten Substanz vom Körper gebildet wird, die der menschliche Körper aus Mineralkristallen erzeugt, denn die Apatitkristalle bestehen hauptsächlich aus Calcium und Phosphor. Die Qualität vom Zahnschmelz ist unter anderem von der Menge des in ihm vorhandenen Fluorids abhängig, denn je mehr Fluorid enthalten ist, umso widerstandsfähiger ist der Zahnschmelz gegen Säuren aus Lebensmitteln oder Magensäure, damit Zahnerosionen und Abrasionen der Zähne möglichst verhindert werden können. Wegen seiner Härte kann Zahnschmelz bei einem Schlag oder Stoss durch einen Zahnunfall, seltener auch beim Aufbeissen auf harte Gegenstände absplittern. Das Zahnbein (Dentin) bildet dabei die Hauptmasse vom Zahn und umschliesst die Zahnpulpa, die Zahnmarkhöhle und den Wurzelkanal. Das Dentin ist nicht so hart wie der Zahnschmelz, aber härter als Knochen, denn das Dentinbein wird von feinsten Dentinkanälchen (Dentintubuli) durchzogen, die Fortsätze von Nervenzellen und die Zahnmarkhöhle erreichen. Das Zahnbein reagiert durch die Dentintubuli auf Temperaturunterschiede und kann Schmerzempfindungen signalisieren und auch Zahnschmerzen aussenden, im Besonderen wenn der Zahnarzt bohrt und in die Nähe vom Zahnnervengewebe im Dentin kommt. Zahnschmelz setzt sich zu fast 100% aus mineralischen Bestandteilen zusammen, so dass dieser beschliffen werden kann, ohne dass Schmerzen auftreten, denn der Schmelz ist nicht mit Dentinkanälchen durchzogen. Das Zahnmark bzw. die Pulpa füllt als weiche Masse die Pulpahöhle (Zahnhöhle) und den Wurzelkanal im Dentin vollständig aus. Beim Zahnarzt ist die Dentinversorgung ist ein Schutz von freiliegendem vitalen Dentin zum Schutz empfindlicher Zahnwurzeln durch den Dentinverband.

Kieferbeschwerden

Schmerzen im Kiefer und Gesichtsbereich werden von vielen Menschen als sehr unangenehm empfunden, denn die verschiedenen Strukturen wie Zähne, Kieferhöhle, Kaumuskeln oder auch der Gehörgang liegen sehr nahe beieinander und können eine Ursache von Schmerzen sein.

Schmerzen im Kieferbereich strahlen häufig aus, so dass man Zahnschmerzen und Kieferschmerzen vom Kauapparat bzw. Kieferprobleme und Zahnprobleme nicht auseinander halten kann und die Schmerzen nicht genau lokalisiert werden können. Erkrankungen im Bereich vom Zahnhalteapparat sind meist Entzündungen vom Zahnfleisch (Gingivitis), die den ganzen Zahnhalteapparat betreffen kann, wie auch der nichtentzündliche Zahnfleischrückgang, was als Zahnfleischrezession bezeichnet wird. Die Parodontitis ist eine Entzündung am Zahnhalteapparat, was ein Rückgang von Zahnfleisch zur Folge hat wie auch dem weiteren zahntragenden Gewebe. Eine Kieferklemme kann nach einer Zahnentzündung z.B. Weisheitszahn auftreten, doch diese kann auch bedingt sein durch Kiefergelenkschädigung oder Muskelveränderungen. Kieferbeschwerden und Kiefergelenkbeschwerden entstehen vielfach durch chronische Verspannung der Kaumuskulatur, sodass Muskelverhärtungen wie auch Bindegewebsverhärtungen entstehen, was durch eine Sensomotorische Körpertherapie behandelt werden kann. Parodontitis ist eine Erkrankung vom Zahnhalteapparat wo Zahnfleisch und Kieferknochen beteiligt sind, sodass bei einer stark ausgeprägten Entzündung vom Zahnhalteapparat die Zähne lockerer sitzen (Wackelzähne) bis sie ausfallen. Bei akuter Parodontitis entzündet sich das Zahnfleisch und die Bindegewebsfasern, die Zahnwurzel im Kieferknochen verankern. Wenn eine apikale Parodontitis nicht behandelt wird, kann sich eine eitrige Entzündung im Kieferknochen als apikaler Abszess ausbreiten, sodass man von vielfach von einer Kieferknochenentzündung spricht. Gleichzeitig erfolgt durch die Zahnfleischentzündung ein Zahnfleischschwund und Kieferknochenschwund mit Zahnhalsproblemen etc.


Parodontopathien

Parodontose und Parodontitis werden beim Zahnarzt als Parodontopathien beim parodontalen Zahnhalteapparat bezeichnet, wobei Parodont "ose" einen chronischen Verlauf und Parodont "itis" ein akutes Problem einer Parodontopathie beschreibt, denn es handelt es sich immer um krankhafte Prozesse in der Nähe vom Zahn.

Bei der Parodontopathie handelt es sich immer um krankhafte Prozesse in der Nähe um den Zahn, denn Parodontopathien sind Erkrankungen vom Parodontal-Gewebe die den gesamten Zahnhalteapparat betreffen können, wo der Zahnarzt aber immer zwischen entzündlichen und nichtentzündlichen Zahnbetterkrankungen unterscheidet. Unter Parodontopathie erfolgt keine Abgrenzung zwischen Parodontose und einer chronischen Parodontitis, denn die langfristige Reaktion deutet immer auf ein akutes entzündliches Geschehen vom Zahnfleisch hin, was eine Veränderung vom Zahnfleisch und Zahnhalteapparat zur Folge hat.

Parodontopathie ist ein Sammelbegriff für Erkrankungen am Zahnhalteapparat wo alle Erkrankungen des Parodontium bezeichnet werden.

Parodontopathien, Parodontose, Parodontitis

Parodontopathien können in verschiedenen Formen auftreten und rasche zu tiefreichenden Zahnbettzerstörungen und Kieferknochenabbau in jedem Alter sorgen, was Zahnverlust bedeuten kann.

Unter dem Ausdruck Parodontopathie versteht man Erkrankungen vom Zahnhalteapparat (Parodontium).

Bei den Parodontopathien können Zahnhalteapparat und das Zahnbett geschädigt werden, denn das Parodontium ist der Teil vom Kiefer, der den Zahn umgibt und ihn im Knochenfach (Alveole) hält. Parodontitis ist eine Entzündung, die im Zahnfleischgewebe beginnt, jedoch den gesamten Zahnhalteapparat betreffen kann. Bei den Parodontopathien handelt es sich um krankhafte Prozesse im Parodontium in der Umgebung vom Zahn, wozu das Zahnfleisch, die Bindegewebe-Fasern der Wurzelhaut und der Alveolarknochen (Kieferknochen) zählen und je nach Ursache und Verlauf entzündlich oder nicht entzündliche Zahnbetterkrankungen sein können wo es eine Parodontalbehandlung braucht. Das Zahnbett sorgt für eine nicht völlig starre Verbindung zwischen Zahn und Kiefer und hat mechanische, sensorische und formative Aufgaben sowie Abwehrfunktionen, denn die Zähne sind im Kiefer verkeilt und nicht fest im Kieferknochen verankert. Zum Zahnhalteapparat gehören das Zahnfleisch (Gingiva), die Wurzelhaut (Desmodont / Periodontium) und der Kieferknochen. Die Zahnwurzel ist mit Hilfe der Wurzelhaut im Kiefer befestigt, denn im Periodontium liegt das Kapillarnetz, das als Flüssigkeitskissen den Kaudruck beim Beissen abfängt. Die Wurzelhaut besteht aus vielen tausenden von Fasern, die den Zahn mit dem umgebenden Kieferknochen fest verbinden. Parodontopathien sind Erkrankungen vom Zahnhalteapparat, wozu das Zahnfleisch, das Parodontalligament, das Zement und die knöcherne Pulpahöhle (Zahnhöhle) mit Zahnnerven bzw. Nervengewebe vom Zahn und Gefässen gehört, die zusammen eine genetische und funktionelle Einheit bilden.

Krankheiten vom Parodont 

Parodontose, Parodontitis, Parodontopathien werden vom Wort "Parodont" abgeleitet.

Bei den Erkrankungen vom Parodont unterscheidet man bakterielle Plaque, Zahnstein, Gingivitis und Parodontitis die meist aufeinander oder direkt erfolgen, denn sie stellen infektiöse und entzündliche Veränderungen dar, wie auch die Kieferknochenentzündung die durch eine nicht behandelte apikale Parodontitis entsteht wo sich eine eitrige Entzündung im Kieferknochen ausbreiten kann, was als apikaler Abszess bezeichnet wird und auf die Wurzelspitze der Zahnwurzel bezogen ist. Unter Krankheiten vom Parodont ist der Zahnhalteapparat, bzw. das Verankerungssystem der Zähne im Kieferknochen, zu verstehen, das sich aus Zahnfleisch, Knochenalveole, Wurzelhaut und Wurzelzement zusammensetzt. Alle entzündlichen Erkrankungen vom Parodont bezeichnet man medizinisch korrekt als Parodontopathien.

Parodontopathien können variabel rasche und tiefreichende Zahnbettzerstörungen, inkl. Knochenabbau, mit möglichem Zahnausfall hervorrufen.

Parodontopathien, Krankheiten, Parodont. Zahn

Da die Erkrankungen vom Zahnhalteapparat mehrere Ursachen haben können, werden sie nach ihrer Entstehung sowie ihren pathologisch-anatomischen Veränderungen eingeteilt, sodass meist die Allgemeinbezeichnung "Parodontopathie" am sinnvollsten ist.

Gesundes Zahnfleisch ist fest mit dem Zahn verbunden und blutet nicht bzw. es passt sich dem Zahn im Zahnhalsbereich genau an. Zahnfleischerkrankungen oder Veränderungen können in traumatische und entzündlichen Typen klassifiziert werden, doch die Entstehung ist grundsätzlich unterschiedlich und eine Mischform sehr häufig. Wenn sich Plaque am Übergang zwischen Zahnfleisch und Zähnen längerfristig festsetzen, so können Bakterien im Mund Giftstoffe freisetzen und in das Zahnfleisch eindringen und so sich in den Zahnfleischtaschen vermehren und eine Entzündliche Parodontalerkrankung auslösen. Entzündliche Erkrankungen vom Zahnfleisch werden mit -itis bezeichnet wo das Zahnfleisch dunkelrot wie auch geschwollen wird und infolge Zahnfleischbluten gut ersichtlich wird. Es können Knochentaschen entstehen, die unbehandelt zu Zahnfleischschwund und Knochenabbau führen, was mit Zahnverlust enden kann.


Kieferknochen wächst nach

Das Blutgefässsystem versorgt auch die Knochenzellen vom Kieferknochen mit Nährstoffen und Sauerstoff, so dass die harten und weichen Gewebe vom Zahnhalteapparat sich erneuern und ständig wachsen können wie alle Körperzellen, wobei sich weiches Zahnfleisch rascher regeneriert als Wurzelzement oder der Kieferknochen, der langsam wächst.

Osteoklasten übernehmen den Abbau vom Knochengewebe, doch mit Hilfe von Osteoblasten als knochenbildende Zellen, kann der Knochen wieder neu aufgebaut werden, denn die Knochensubstanz besteht aus Knochenzellen, die der Zahnarzt als Osteozyten bezeichnet. Der Aufbau von Kieferknochen kann mit körpereigenem Knochen oder einem künstlichen Knochenersatzmaterial erfolgen. Mit gesteuerter Knochenregeneration kann der Zahnarzt fehlender Kieferknochen wieder aufbauen, bzw. der Kieferknochen kann regeneriert werden. Wie der Körper die Fähigkeit hat, Wunden zu heilen, können auch Knochenverletzungen heilen, doch der Kieferknochen heilt gegenüber Hautverletzungen sehr langsam, wie alle Knochensubstanzen.

Wenn eine Parodontitis nicht erkannt wird, schrumpfen Zahnfleisch und Kieferknochen, sodass die Zähne ausfallen können.

Kieferknochen wächst nach, Zahnhalteapparat

Da sich bei der Wundheilung Zahnfleisch und Haltefasern schneller regenerieren als Zahnzement und Kieferknochen, wachsen die weichen Gewebe bis an die Zahnwurzel und verhindern dadurch das langsame Nachwachsen harter Gewebe.

Wenn die Zähne locker werden und herausfallen, nützen die besten Zähne nichts.

Erkrankungen vom Zahnhalteapparat sind besonders bei Erwachsenen und älteren Menschen die Hauptursache für Zahnverlust. Bei einer Entzündung des Zahnhalteapparates infolge Parodontitis bildet sich das Zahnfleischgewebe wie auch der Kieferknochen langsam zurück, sodass die Zahnwurzeln sichtbar werden und die Zähne als länger erscheinen. Der Zahnhalteapparat ist ein kompliziertes Gebilde aus festen und weichen Bestandteilen und besteht aus dem Kieferknochen mit abschliessender Knochenhaut, den Haltefasern zwischen Knochen und Zahn, sowie der Zahnwurzel mit ihrer Wurzelhaut, dem Zahnzement (Wurzelzement) und dem Zahnbein. Die Schicht aus Haltefasern zwischen Zahn und Kieferknochen (Sharpeysche Fasern) sorgen dafür, dass die Zähne in alle Richtungen beweglich sind und dienen als "Stossdämpfer" für die Zähne, denn sie federn kurze Extrembelastungen beim Beissen auf harte Gegenstände ab. So sorgen Sharpeysche Fasern für einen festen, aber auch elastischen Halt und verbinden das Wurzelzement mit dem Kieferknochen. Zur Mundhöhle hin deckt das Zahnfleisch den Zahnhalteapparat ab, wenn das Zahnfleisch jedoch zerstört wird, kann dies ohne gezielte Behandlung unweigerlich zum Zahnausfall führen. Dieser Prozess vom Zahnfleischrückgang (Gingivarezession) kann gestoppt werden und in vielen Fällen kann der angegriffene Kieferknochen und das Gewebe wieder aufbaut werden, sodass der drohender Zahnverlust vermieden werden kann. Es gibt verschiedene Methoden für den Wiederaufbau und die Regeneration von Zahnfleischgewebe und Kieferknochen, die angewendet werden können, so kann nach dem Kieferknochenaufbau mit körperverträglichem Knochenaufbaumaterial das mikrochirurgisch in den Knochendefekt eingebracht wird, gesundes Zahnfleischgewebe aus der Region vom Gaumen an die erwünschte Stelle transplantiert werden.

Hartes und weiches Gewebe wachsen nach

Die harten und weichen Gewebe des Zahnhalteapparates wachsen ständig nach und erneuern sich, so wie alle Körperzellen.

Dabei regeneriert sich das weiche Zahnfleisch rascher als der Kieferknochen oder der harte Wurzelzement. Wenn es zu Zahnfleischentzündungen kommt, sind die krankheitsauslösenden Bakterien nicht nur auf der Mundschleimhaut tätig, denn sie dringen in den Wurzelbereich der Zähne und infizieren alle Gewebe vom Zahnhalteapparat. Je weiter eine Entzündung fortschreitet, desto mehr schrumpfen Zahnfleisch und Kieferknochen, so dass man von Kieferknochenschwund spricht. Bei der Parodontitis-Behandlung wird die Zahnwurzel mechanisch gereinigt und alle entzündeten Gewebe entfernt. Da sich Zahnfleisch und Haltefasern bei der Wundheilung schneller regenerieren als Zahnzement und Knochen, wachsen die weichen Gewebe bis an die Zahnwurzel und verhindern dadurch das langsame Nachwachsen harter Gewebe. Dieser Vorgang wird in der medizinischen Fachsprache "Reparation" genannt. Eine Entzündung kann gestoppt werden, ein neuer Knochen wächst jedoch nicht nach, denn der Kieferknochen kann sich nur nahezu vollständig regenerieren. Ohne eine Behandlung entstehen immer tiefere Zahnfleischtaschen wo der Kieferknochen angegriffen wird und eine apikale Parodontitis sich als eitrige Entzündung im Kieferknochen ausbreiten kann, was als apikaler Abszess bezeichnet wird der auf die Zahnwurzelspitze bezogen ist. Die Entzündung im Kieferknochen wird als Ostitis bezeichnet und ist eine Kieferknochenentzündung, wo nur Knochenhaut (Periost), Markraum und Havers-Kanäle aktiv beteiligt sind, denn die Knochengrundsubstanz ist nur sekundär beteiligt wo der Kieferknochen passiv in Mitleidenschaft gezogen wird. Eine Kieferknochenentzündung kann auch auf benachbarte Gelenke übergreifen und geht mit verschiedenen Krankheitszeichen einher wie lokale Überwärmung, Schwellung und Zahnschmerzen mit Fistel (Fisteleiterung), was auch zu einer Blutvergiftung (Sepsis) führen kann.


Kieferknochen-Regeneration

Fehlender Kieferknochen kann regeneriert werden, sodass man von "gesteuerter Knochenregeneration" spricht, wenn verlorene Knochensubstanz sich durch anregen vom Körper, Kieferknochen neu bilden kann, da sich der Zahnhalteapparat nur durch ein gutes Knochenfundament regenerieren kann.

In den letzten Jahren haben sich die Verfahren in der Zahnmedizin rasch entwickelt, so dass mit deren Hilfe fehlender Kieferknochen regeneriert werden kann wobei die gesteuerte Knochenregeneration ähnlich funktioniert wie ein Kieferknochenaufbau in der Implantologie. So werden die Schwachstelle im Kiefer mit körpereigenem Knochen oder einem Ersatzmaterial aufgefüllt und mit einer Membran abgedeckt.

Mit gesteuerter Knochenregeneration ist beim Zahnarzt ein Verfahren gemeint, mit deren Hilfe fehlender Kieferknochen regeneriert werden kann, da Kieferknochen nachwachsen kann.

Kieferknochenregeneration, Kieferknochen

Als Osteoporose bezeichnet man den Rückgang vom Kieferknochen bzw. Schwund vom Kieferknochen bedeutet Knochenschwund im Inneren vom Knochen.

Geführte Knochenregeneration

Skandinavische Wissenschaftler entwickelten ein Verfahren, mit dem es möglich wurde, Kieferknochen nachwachsen zu lassen.

Unter gesteuerter Geweberegeneration oder gesteuerter Knochenregeneration werden Massnahmen zusammengefasst, die den Körper anregen, verlorene Knochensubstanz neu zu bilden, denn durch das Verfahren gelingt es, Knochen zu transplantieren oder aufzubauen und unter dem Schutz einer Membran einheilen zu lassen. Die geführte Knochenregeneration ist ein chirurgisches Verfahren, das Sperre Membranen benutzt, um Wachstum von neuen Knochen an den Aufstellungsorten zu verweisen. Nach der Entfernung von entzündetem Gewebe wird die gereinigte Zahnwurzel mit Knochenersatzmaterial und einer Membran abgedeckt, um das unerwünschte Weichgewebe von der Zahnwurzel fernzuhalten.

Neuer Kieferknochen kann entstehen

In der abgedeckten Höhle kann ein neuer Kieferknochen entstehen und Aufbauend auf dem neuen Knochenfundament kann sich der Zahnhalteapparat regenerieren.

Das Verfahren der Kieferknochenregeneration kommt vorwiegend bei zu geringem Knochenangebot vor oder auch während Zahnimplantationen bzw. bei der Implantologie beim Einsetzen künstlicher Zahnwurzeln zum Einsatz. Anwendbar ist das Verfahren Geführte Knochenregeneration, um Zähne zu erhalten, deren umliegender Kieferknochen stark geschrumpft ist und die Zähne normalerweise verloren wären. Die Implantologie ist ein grosser Einsatzbereich für die Methode der geführten Knochenregeneration, denn es können auch Zahnimplantate gesetzt werden, wenn nicht mehr genug Kieferknochen vorhanden ist. Reicht der vorhandene Kieferknochen nur noch aus, um ein Implantat vier Millimeter tief darin zu versenken, wird die eingesetzte künstliche Zahnwurzel in 8 Millimeter Höhe mit Knochenersatzmaterial und einer Membran abgedeckt. Nach einigen Monaten hat sich unter der Folie im Normalfall neuer Knochen gebildet, wo die künstliche Zahnwurzel dann acht Millimeter tief im Knochen steckt und bis in die Schraubwindungen vom Implantat hineinwächst. Durch den neuen Kieferknochen ist das Implantat als künstliche Zahnwurzel stabil genug, damit darauf festsitzenden Zahnersatz oder auch herausnehmbaren Zahnersatz zu befestigen.

Knochenregeneration im Kiefer

Für Zahnimplantate muss ein geeignetes Knochenlager vorhanden sein, denn es braucht eine genügende Knochenhöhe und Knochenbreite um ein Implantat als Zahnersatz im Kiefer verankern zu können.

Wenn ungenügend Kieferknochen für die Zahnimplantation vorhanden ist, kann der Zahnarzt den fehlenden Kieferknochen-Anteil wieder aufbauen, was meist als Knochenregeneration im Kiefer bezeichnet wird. Bei der geführten Knochenregeneration handelt es sich um eine Verfahrenstechnik die noch nicht von jedem Zahnarzt beherrscht wird und auch nicht für alle Zahnpatienten geeignet ist, denn man darf keine Krankheit haben, welche die Durchblutung oder Wundheilung beeinträchtigt und muss auch eine gute Implantatpflege und Zahnpflege betreiben. Früher waren für die geführten Knochenregeneration min. zwei Eingriffe notwendig, der erste zur Reinigung der Zahnwurzel oder zum Setzen der Implantate, dem Einbringen vom Knochenersatzmaterial sowie dem Legen der Membran und der zweite zum Entfernen der Folie, heute löst sich die Membran meist von selbst auf.  

Knochenaufbau

Wenn nicht ausreichend Kieferknochen für eine Zahnimplantation vorhanden ist, wird vorher oder zeitgleich bei der Implantation der künstlichen Zahnwurzeln ein Knochenaufbau vorgenommen.

Einzeitiges Vorgehen bedeutet, mit gleichzeitiger Implantation
Zweizeitiges Vorgehen bedeutet, Implantation als Zweiteingriff

Massnahmen zum Knochenaufbau sind:

Knochenkondensation
Die Knochenkondensation ist die Verdichtung und seitliche Verdrängung vom Knochen.

 Laterale Augmentation
Die laterale Augmentation die Anlagerung von Knochenspänen und oder auch Knochenersatzmaterial.

Bone spreading
Das Bone spreading ist die Aufspreizung vom Kieferknochen in 2 Blätter.

Knochenblocktransplantation
Die Knochenblocktransplantation ist die Anlagerung von einem Knochenblock vor der eigentlichen Implantation.

 Sinuslift
Beim Sinuslift unterscheidet man zwischen dem direkten (offenen) und dem indirekten (geschlossenen) Sinuslift


Kieferknochenaufbau

Unter Kieferknochenaufbau versteht man die Kieferknochen-Augmentation, denn Augmentation bedeutet Wiederherstellen von verloren gegangener Knochensubstanz, so den Knochenaufbau vom Kiefer als Kieferknochen-Regeneration, denn Kieferknochen kann nachwachsen.

Unter Kieferaugmentation versteht man in der Implantologie den Wiederaufbau von abgebautem Kieferknochen (Kieferknochenschwund), denn der Knochenaufbau vom Kieferknochen kann notwendig sein nach Zahnverlust, Parodontitis oder bei Schlecht sitzender Prothese, wo ein Knochenabbau erfolgt ist durch den Auflagedruck einer Zahnprothese etc. Der Kieferknochenaufbau wird angewendet, um den Zahnimplantaten sicheren Halt geben zu können, denn der Kieferknochen ist das Fundament für Zähne und Zahnimplantate im Zahnhalteapparat. Kieferknochen-Aufbau ist vielfach notwendig, um Versorgungen mit Zahnersatz zu ermöglichen wie auch die Bio-Ästhetik nach Knochenverlust wieder herzustellen.

Für den Kiefer-Knochenaufbau gibt es die Bezeichnung Sinuslift, das ein chirurgischer Eingriff in der Zahnmedizin ist.

Kieferknochenaufbau, Knochenschwund, Kiefer 

Wenn Zähne verloren gehen oder eine Zahnextraktion durch den Zahnarzt erfolgt, beginnt der Körper, den nicht mehr beanspruchten Kieferknochen abzubauen, ähnlich wie Muskeln die sich abbauen, wenn sie nicht gebraucht werden (Arm im Gips).

Der Zahnarzt sprich beim Kieferaufbau vielfach von Kieferaugmentation, womit ein operatives Verfahren in der Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde verstanden wird, denn Augmentation (lat. augmen = Vermehrung, Zuwachs) bedeutet den Wiederaufbau vom Alveolarknochen (Alveolarfortsatz), nach dem ein Kieferknochenschwund im zahnlosen Oberkiefer oder Unterkiefer erfolgt ist. Für den Kieferknochenaufbau wird meist eine Vermischung aus körpereigenem Knochen und Knochenersatzmaterial verwendet, denn körpereigener Kieferknochen hat die beste Heilungschance, der in vielen Fällen aus dem Mund vom Patient entnommen werden kann. Um den Kieferkamm aufzubauen, das als allgemeiner Knochenaufbau eine Verjüngungsmassnahme ist, gibt es verschiedene Techniken, so die Auflagerung von Knochen, die Bone-Spreading-Technik oder die Distraktionsosteogenese, das eine Knochengewinnung durch Knochenbälkchen-Bildung ist und mit Hilfe einer Schraube erfolgt, die täglich auseinandergedreht wird, so dass sich neues Knochengewebe bilden kann.

Kieferknochenschwund

Durch fehlende Zähne wird der Kieferknochen nicht mehr belastet und bildet sich in der Folge zurück.

Der Knochenschwund bei Kieferknochen erfolgt ähnlich wie bei Muskeln die nicht gebraucht werden, so beim Fuss im Gips, wo sich Muskeln zurückbilden und man anfänglich wieder Mühe mit Laufen hat. Ähnlich entsteht auch der Kieferknochenabbau durch fehlende Zähne, wenn der Kieferknochen nicht mehr belastet wird. Bei dem abzeichnenden Knochenabbau ist es wichtig, dass man sich frühzeitig, solange noch ein endständiger Zahn vorhanden ist und sei er noch so stark geschädigt für eine Zahnbehandlung entschliesst, denn dieser Zahn kann bei einem festsitzenden Provisorium für einige Monate in der Einheilzeit vom Sinuslift noch gute Dienste leisten. Fehlt es an Knochensubstanz um anschliessend den Zahnimplantaten genügend Halt zu geben, kann bei Zahnpatienten mit zu geringem Knochenvolumen die Knochensubstanz durch Eigenknochen und oder auch durch Knochenersatzmaterial wieder neu aufgebaut werden. Die Dichte der Knochensubstanz nimmt auch bei Knochenschwund "Osteoporose" ab, wenn das Gleichgewicht zwischen Knochenaufbau und Knochenabbau gestört ist, sodass der Kieferknochen nicht nachwachsen kann. Die Folge davon ist, dass das Skelett instabil wird und die Knochen schmerzempfindlich werden und so auch häufiger Brüche auftreten können. Die Osteoporose (Knochenschwund) ist die häufigste Skeletterkrankung im fortgeschrittenen Lebensalter, denn unter Knochenschwund versteht man eine Abnahme der Dichte und somit der Festigkeit vom Knochengewebe, was zu Schmerzen und gehäuften Knochenbrüchen führen kann. Bei nicht gestörtem Gleichgewicht kann die Dichte der Knochensubstanz und damit der Kieferknochen nachwachsen.

Aufbau von Kieferknochen

Für ein Zahnimplantat ist vielfach nicht genügend Kieferknochen im Oberkiefer-Seitenzahngebiet vorhanden, sodass das Knochenangebot vor oder während der Implantation von Zahnimplantaten durch den "Sinuslift" verbessert werden muss.

Das Knochenangebot im Oberkiefer ist von Natur aus durch die Struktur der Kieferhöhle (Nasennebenhöhle / Sinus) in seiner Höhe begrenzt. Für die Wiederherstellung von verloren gegangenem Kieferknochen bzw. dem Knochenaufbau vom Kieferknochen wird vom Zahnarzt meist der Begriff Kieferknochenaugmentation benutzt. Die Methode der Kieferknochenaugmentation wird angewendet, damit Zahnimplantate einen sicheren Halt bekommen und so auch die Ästhetik nach dem Kieferknochenverlust mit dem Zahnersatz wieder hergestellt werden kann. Der Boden der Kieferhöhle (=Sinus) wird operativ angehoben und der darunter entstehende Hohlraum mit Eigenknochen und oder auch Knochenersatzmaterial aufgefüllt. Der Eingriff erfolgt im Normalfall, um im Oberkiefer ein ausreichendes Knochenvolumen für das Einsetzen von Zahnimplantaten zu bekommen, denn im Oberkiefer-Seitenzahnbereich ist die Knochenhöhe durch Knochenabbau und ausgedehnte Kieferhöhle oftmals so gering, dass ein Implantat nicht in ausreichender Länge stabil in den Kieferknochen eingebracht werden kann. Durch Einlagerung von Knochen bzw. Knochenaufbaumaterial in den Kieferhöhlenboden, kann dieser soweit angehoben werden, dass Zahnimplantate stabil verankert werden können.

Aufbau vom Kiefer

Vielfach ist der Kieferknochen durch den Knochenschwund (Atrophie) in Kiefer-Höhe oder auch Kiefer-Breite stark reduziert, so dass die vorhandene Knochensubstanz für eine Zahnimplantation nicht ausreicht.

Wenn Zahnimplantate in den Kieferknochen eingesetzt werden, ist vielfach ein Knochenaufbau der vom Zahnarzt als Augmentation bezeichnet wird notwendig, denn Augmentation bedeutet die Wiederherstellung verloren gegangener Knochensubstanz. Der Kieferknochenaufbau ist der Aufbau vom Kiefer und kann vorgängig oder aber gleichzeitig mit der Zahnimplantation durchgeführt werden, wozu eigener Knochen und Knochenersatzmaterial als Aufbaumaterial benutzt werden kann. Unter einem Sinuslift versteht man beim Aufbau von Kieferknochen den vertikalen knöchernen Kieferkammaufbau im Seitenzahngebiet vom Oberkiefer im Bereich der Kieferhöhlen (Sinus maxillaris). Mit Kieferkammaufbau versteht der Zahnarzt die Augmentationen, dass eine Methode ist zur Wiederherstellung vom Kieferkamm. Der Kieferkamm wird auch als Alveolarkamm bezeichnet und ist der oberste Teil vom Alveolarfortsatz nach dem Zahnverlust. Als Alveolarfortsatz wird der Teil vom Kieferknochen bezeichnet der die Zähne trägt und entsprechend bogenförmig (Zahnbogenform) ist. Alveolarkammabbau bedeutet beim Zahnarzt Alveolarkammatrophie das der Abbau vom Kieferknochen nach Zahnverlust ist und es für das Setzen von Implantaten eine Kieferknochenaufbau braucht der auch als Alveolarkammaufbau bezeichnet wird.

Knochenaufbau vom Kieferknochen

Unterschieden wird das „einzeitige Vorgehen“, bei der die Zahnimplantation gleichzeitig mit dem Kiefer-Knochenaufbau erfolgt vom "zweizeitigen Vorgehen", bei der die Implantatversorgung erst nach Festigung vom Kieferknochen durchgeführt wird.

Die Schleimhaut der Kieferhöhle wird mit Zahnarztinstrumenten abgelöst und der Knochen vom Kiefer angehoben um Platz für Zahnimplantate im meist dünnen Oberkiefer-Seitenzahngebiet zu schaffen. Die Zugänge zur Kieferhöhle beim Sinuslift erfolgen bei der Operationstechnik über ein Knochenfenster. Als Verfahren beim Knochenaufbau vom Kieferknochen wird beim Zahnarzt vom inneren Sinuslift und vom äussere Sinuslift gesprochen, wobei beide gebräuchlich sind. Beim äusseren Sinuslift wird von der Mundhöhle aus ein "Knochenfenster zur Kieferhöhle" präpariert und über den Zugang die Knochenhaut bzw. Kieferhöhlenschleimhaut vom Boden der Kieferhöhle gelöst. Im isolierten Freiraum wird unter Sicht dann der Eigenknochen oder Fremdknochen als Knochenaufbaumaterial eingebracht. Über das Implantatbohrloch werden beim Verfahren vom inneren Sinuslift der Knochen unter die Innenhaut der Kieferhöhle gedrückt, damit so längere Zahnimplantate verwendet werden können.

Sinuslift

Sinuslift ist der Knochenaufbau in der Kieferhöhle, wobei man beim Kieferknochenaufbau minimal invasiver Sinuslift von invasivem Sinuslift unterscheidet bzw. es wird unterschieden zwischen dem direkten "offenen" und dem indirekten "geschlossenen" Sinuslift.

Zahnimplantate im Seitenzahnbereich vom Oberkiefer können wegen Gewebsschwund bzw. Kieferknochenschwund was als Atrophie oder Atrophia bezeichnet wird, meist erst nach einer Knocheneinlagerung im Bereich vom Kieferhöhlenboden gesetzt werden. In der Oralchirurgie kommen Sinuslift-Techniken zum Einsatz, bei dem die Sinusmembran angehoben wird, damit unterschiedliche Aufbaumaterialien für den Kieferknochenaufbau eingebracht werden können. In der Kieferchirurgie bezeichnet Sinuslift eine spezielle Operationsmethode, mit der bei der Kieferhöhle (Sinus maxillaris) der knöcherne Boden, um Zahnimplantate setzen zu können, verdickt werden kann.

Minimal invasiver Sinuslift

Ein minimal invasiver Sinuslift ist die Anhebung der Kieferhöhlenschleimhaut mit Optimierung vom Knochenlager für ein Zahnimplantat im Seitenzahnbereich vom Oberkiefer ohne Transplantation von eigenem Knochen durch die Osteotom-Technik.

Mit der Osteomtechnik wurde ein osteoplastisches Verfahren entwickelt, mit denen die Knochenqualität und Quantität vom Kieferknochen verbessert werden kann und ein eine Primärstabilität der Zahnimplantate mit hoher Vorhersehbarkeit der Osseointegration gesichert werden kann. Nichtinvasiv und minimal-invasiv sind Begriffe aus der Medizin und Zahnmedizin und bezeichnen Prozeduren, bei denen Geräte oder Katheter nicht (nichtinvasiv) oder in geringem Masse (minimal-invasiv) in den Körper eindringen.

Sinuslift durch invasive Technik

Die invasive Sinuslifttechnikinvasiv“ (lat. invadere ‚einfallen, eindringen‘) bedeutet, das Transplantat entsteht aus eigenem Knochen das aus der Kieferwinkelregion werden kann.

Möglich ist auch Knochenmaterial für den Aufbau vom Kieferknochen aus der Kinnregion oder Hüftregion, so dass für das Implantatbett das Knochenmaterial zunächst an den Ort der später einzubringenden Zahnimplantate gebracht werden kann. Ein Transplantat kann aus Zellen, Geweben, Organen oder Organsystemen bestehen, denn der Transplantation steht die Implantation gegenüber, bei der nicht organisches Material verwendet wird sondern künstliches Material in den Körper eingebracht wird. Im Gegensatz zum Transplantat bestehen Zahnimplantate und Prothesen aus nicht organischem Material. Das Transplantat bzw. Kieferknochenmaterial muss meist 3 bis 6 Monate oder länger einheilen bis die Zahnimplantate gesetzt werden können. 


Kiefergelenksyndrom

Die Kraniomandibuläre Dysfunktion ist ein Überbegriff für Störungen im Kauapparat die für den Kauvorgang zuständig ist.

Kraniomandibuläre Dysfunktion (CMD) ist ein Überbegriff für strukturelle, funktionelle, biochemische und psychische Fehlregulationen der Gelenkfunktion der Kiefergelenke oder der Muskelfunktion, die auch Schmerzen bereiten können. Das CMD Syndrom ist eine Bezeichnung für eine Funktionsstörung bzw. es eine fehlerhafte Funktion von einem Organ so dass sich die Cranio Mandibuläre Dysfunktion sich meist zwischen dem Schädel und dem Unterkieferin durch die Missverhältnisse äussert. Vor der Behandlung einer Dysfunktion vom Kiefer, werden Kieferbewegungen, Zahnfehlstellungen und Erkrankungen der Kaumuskulatur geprüft, denn Fehlregulationen können schmerzhaft sein, lassen sich aber nicht durch Schmerzen erkennen, da diese nicht vorhanden sein müssen. Als Temporomandibular-Gelenkserkrankung wird ein Kiefergelenksyndrom bezeichnet, das Kieferschmerzen verursacht. Der Begriff Kraniomandibuläre Dysfunktion ist ein Sammelbegriff für verschiedene muskuloskelettale Beschwerden im Kausystem wie der Ausdruck Myoarthropathie, wo die häufigsten Symptome Schmerzen im Bereich der Kiefergelenke, Knacken der Kiefergelenke, Schmerzen bei der Mundöffnung, Zähne oder Zahngruppen und Ohren vorhanden sind wie auch Nackenschmerzen etc. Der Begriff Myoarthropathie weist auf den Ursprung der Beschwerden einer Funktionsstörung im Kausystem hin, die eine Kaumuskulatur (Myopathie) oder die Kiefergelenke (Arthropathie) betreffen, was zusammen die Myoarthropathie ergibt.

Kiefergelenksyndrom, Funktionsstörungen

Das Kiefergelenkssyndrom kann sich im Kiefer durch Kieferknacken, Kieferschmerzen, Aufbissempfindlichkeit, Gesichtsschmerzen, Kopfschmerzen, Probleme mit Mundöffnung wie auch Nebenhöhlenbeschwerden oder Taubheit die vorübergehend ist bemerkbar machen.

Dysfunktion vom Kiefer

Dysfunktion sind Fehlfunktionen, so auch im Bereich vom Kauapparat die unterschiedliche Symptome aufweisen und sich nicht zwangsläufig durch Schmerzen im Kieferbereich bemerkbar machen.

Die Bezeichnung Dysfunktion steht für eine Funktionsstörung, die auch in der Soziologie und Philosophie benutzt wird, so auch die Craniomandibuläre Dysfunktion in der Zahnmedizin. Bei Dysfunktionen ist die Ursache vielfach nicht am Ort der Beschwerden, wo schmerzhafte Symptome lokalisiert werden. Symptome einer Dysfunktion vom Kiefer können nebst Kieferbeschwerden auch Symptome wie Gleichgewichtsstörungen, Sehstörungen und Beschwerden im Schulterbereich, Nackenbereich oder Beinbereich sein. An einer Dysfunktion vom Kiefer sind knöcherne, muskuläre und nervliche Strukturen beteiligt, so dass sich eine Myoarthropathie durch Schmerzen und Funktionsstörungen an den Kaumuskeln, Kiefergelenken, Fehlkontakten oder als Folge von Stress zeigen kann, so bei Bruxismus, wo das Zähneknirschen als Symptom oder als Ursache einer Kieferdysfunktion in Frage kommt.

Kiefergelenksyndrom, eine Funktionsstörung

Die Funktionsstörungen vom Kiefergelenksyndrom ergibt eine lange Liste und reicht von Kopfschmerzen und Zahnschmerzen bis hin zum Brennen im Mund oder Ohrenschmerzen.

Belastend sind alle Kieferprobleme die vielfach sehr unterschiedliche und auch verkettete Symptome zeigen können, doch sind die meisten Fehlfunktion im Kiefergelenk gut behandelbar. Die Ursachen für ein Kiefergelenksyndrom sind vielfältig, so kann eine Bissanomalie oder Fehlbiss vorliegen wie auch Kieferfehlstellungen bei dem die Zähne vom Oberkiefer und Unterkiefer nicht richtig aufeinander passen und nicht ineinandergreifen, was als Okklusion oder nicht Okklusion (Verzahnung der Zähne) bezeichnet wird. Eine Okklusionsanalyse kann Aufschluss darüber geben, ob eine Okklusionsanomalie vorliegt oder der "Kontakt zwischen den Zähnen beider Kiefer" beim Schliessen vom Kiefer aufeinander Aufbeissen. Als Okklusionskonzept wird das Führungskonzept der Okklusion bezeichnet und Okklusionsstörungen sind Malokklusion, Okklusionsanomalien oder Okklusionsabweichungen. Häufig werden beim Kiefergelenksyndrom Knackgeräusche, Knirschgeräusche und Reibegeräusche im Kiefergelenksbereich von derartigen Funktionsstörungen ausgelöst wie auch übersensible Zähne und Zahnhälse in Dysfunktionen vom Kiefergelenk ihre Ursache haben können. Als kraniofaziale Dysfunktion und deren Schmerzen werden die Beschwerden bezeichnet, die von Formstörungen und Funktionsstörungen im Schädelbereich und Gesichtsbereich herrühren. Krankheitszeichen im Kopfbereich, Nackenbereich und Schulterbereich können in einer Überbelastung oder Fehlbelastung der Kaumuskulatur und der Kiefergelenke liegen, denn Ursache liegt nicht immer dort, wo die Schmerzen verspürt werden. Ein extremer starker Druck auf den Kiefer durch ständiges Zähneknirschen oder Zähnepressen (Parafunktionen) sowie ein falsches Essverhalten kann zu einer Kiefergelenkserkrankung und Funktionsstörungen vom Kauorgan führen.

Kiefergelenksyndrom und deren Analyse

Durch die Funktionsanalyse und computerunterstützte digitale Röntgentechniken lässt sich abklären, ob bei dem Patienten funktionelle Störungen vorliegen.

Durch die Funktionsanalyse (Funktionsdiagnostik) werden in mehreren Schritten die Hauptpositionen und Bewegungen vom Unterkiefer (Mandibula) instrumentell festgehalten, wie auch die Kiefergelenke am Computerbildschirm in verschiedenen Ebenen vermessen. Bei der Kiefergelenksdiagnostik benötigt man den Axiograph um die Gelenkbewegungen bestimmen zu können, wo man Schreibplatten (Messuhr) oder einen elektronischen Wegaufnehmer benötigt. Die Axiografie ist eine gelenkspezifische Aufzeichnung der Bewegungen vom Kiefergelenk mit dem Ziel der Ermittlung von Daten für die Diagnostik und Herstellung von Zahnersatz.

Funktionsanalyse, eine funktionelle Gebissanalyse

Die Funktionsanalyse wird als funktionelle Gebissanalyse oder Funktionsdiagnostik bezeichnet und wird zur Diagnose eingesetzt bzw. zum Ausschluss von Störungen im Bewegungsablauf (Funktionsbewegung) beim Kausystem und der Feststellung von krankhaften Gewebeveränderungen.

Die Ursache für ein Kiefergelenksyndrom kann auch auf eine Muskelverspannung der Kaumuskulatur zurückzuführen sein und muss nicht zwingend von einer Verletzung sein. Wichtig beim Zusammenspiel vom Kiefergelenk sind die fünf Muskelpaare vom linken und vom rechten Kiefergelenk mit dem komplexen Bandkapselapparat und Gelenkkapselapparat, sodass man in der Lage ist, den Mund zu öffnen und den Unterkiefer zur Seite und nach vorn zu bewegen. Störungen in diesem System können zu Schmerzen in der Kaumuskulatur und im Kiefergelenk führen, denn die Störungen beim Kiefergelenksyndrom betreffen das Kiefergelenk, die Kaumuskulatur oder auch die angrenzendes Gewebe und wird als kraniomandibuläre Dysfunktion (CMD) bezeichnet, die oft schmerzhaft ist und langfristig zu Verschleisserscheinungen am Kiefergelenk (Kiefergelenkschädigung) führen kann. Wenn man unter einer Funktionsstörung vom Kauorgan, dem so genannten Kiefergelenksyndrom leidet entstehen häufig Probleme bei der Mundöffnung und beim Kauen sowie Kopfschmerzen und Knackgeräusche im Kiefergelenk.

Kiefergelenksyndrom und deren Behandlung

Möglich ist, das eine nicht passende Zahnfüllung oder Überkronung die Funktionsstörungen auslöst, doch vielfach rührt eine Kiefergelenksyndrom von Abnutzungserscheinungen her, so durch die Zahnabnutzung.

Eine Kiefergelenksyndrom kann eine Vielzahl an verschiedenen Ursachen haben, denn es kann eine Bissanomalie, Zahnfehlstellung, Zahnstellungsabweichung durch Zahnlücken oder Okklusionsanomalie (Fehlbiss) vorliegen oder auch ein Schlag gegen den Kiefer, sodass die Zähne vom Oberkiefer und vom Unterkiefer nicht richtig aufeinander passen. Das Kiefergelenk kann auch von "Rheumatoider Arthritis" befallen sein, was Beschreibungen für Behandlungen schwierig macht. Bei drohender Kiefergelenkarthrose ist der Erhalt der Beweglichkeit sehr wichtig, denn damit kann man einer Verkalkung und einer möglichen operativen Korrektur vorbeugen. Ausgelöst werden kann das Kiefergelenksyndrom oder die „Muskuläre Dysbalance durch den extremen Druck auf den Kiefer durch ein ständiges Zähneknirschen oder Zähnebeissen. Wenn der Biss zu niedrig ist, können die Zähne im Laufe der Zeit durch die Zahnabnutzung für den Kiefer zu kurz geworden sein, sodass diese Abnutzungserscheinungen zu Nasolabialfalten oder Falten neben dem Mund führen können, da die Haut Falten wirft wenn die Mundpartie kürzer geworden ist. Nach einer Vorbehandlung durch eine spezielle Aufbissschiene kann die endgültige, optimale Versorgung der Zähne die Schmerzen ausschalten wie auch mögliche Falten im Mundbereich glätten.

Muskuläre Dysbalance beim Kiefergelenk

Eine arthromuskuläre Dysbalance ist eine Ausprägung der Körperhaltung, die von der Muskelfunktion abhängig ist, denn eine Balance zwischen antagonistischen Muskeln ermöglicht eine normale Standardhaltung und eine Dysbalance führt zu einer unphysiologischen, abnormalen Haltung.

Unter "Muskulären Dysbalancen" wird ein Ungleichgewicht mit einer verstärkten Muskelverkürzungen verstanden oder zugleich auch eine Muskelabschwächung zwischen Agonist als Spieler und Antagonist als Gegenspieler durch einseitige Kraftentwicklung bei gleichzeitiger Vernachlässigung der Dehnungsfähigkeit. Bei jeder muskulären Balance wird ein Gelenk im Verhältnis der Drehkräfte von den Muskeln in einer normalen, physiologischen Stellung gehalten und bei der muskulären Dysbalance ist das Verhältnis gestört, sodass sich das Gelenk in einer Stellung befindet, wo Kräfte auftreten, die zu Verschleisserscheinungen vom Gelenk führen. Möglich ist, dass Geräusche im Kiefergelenk wie Knacken und Reiben auftreten oder die Mundöffnung eingeschränkt ist, wo die Ursachen der Krankheitszeichen im Kopfbereich, Nackenbereich und Schulterbereich liegen können durch Fehlbelastung oder Überbelastung der Kaumuskulatur und der Kiefergelenke. Solche Beschwerden bleiben oft unbehandelt weil sie falsch oder gar nicht diagnostiziert werden, wie auch ein Distorsionstrauma der Halswirbelsäule, dass Auswirkungen auf die Muskeln vom Kiefer  bewirken kann, wenn zu viel Druck auf das Kiefergelenk konstant ausgeübt wird, was zum Kiefergelenksyndrom führen kann. Durch einen Schlag gegen das Ohr kann ein Kieferknochen beeinträchtigt sein, ohne dass Symptome auf das Kiefergelenk (Kiefergelenkprobleme) hinweisen. Eine Diagnose ist oft schwierig, denn auch Schläge können zur Beeinträchtigung vom Gehör aufgrund einer Verletzung vom Kieferknochen führen. Das Kauorgan ist eng mit der Körperstatik verbunden, denn über die Kiefergelenke können Fehlbisse weitergeleitet werden, die Knieprobleme und Hüftprobleme etc. verursachen können und umgekehrt können diese Haltungs-Probleme vom Körper Zahnfehlstellungen hervorrufen.


Kieferknochenschwund

Der Kieferknochen kann durch Einwirkungen von Bakterien um Zähne herum schwinden, was man als Kieferknochenschwund bezeichnet.

Durch einen Zahnunfall oder Zahnkrankheiten wie Zahnkaries oder Parodontitis kann die Knochensubstanz vom Kieferknochen im Laufe der Zeit abnehmen, denn wie ein unbelasteter Muskel kann sich ein nicht beanspruchter Kieferknochen nach und nach zurückziehen, was als Kieferknochenrückgang, Kieferknochenabbau oder Kieferknochenschwund bezeichnet wird.

Kieferknochenschwund, Kiefer, knochenabbau

Fehlende Zähne, Parodontitis oder schlecht sitzender Zahnersatz können einen erheblichen Rückgang vom Kieferknochen bewirken.

Kieferknochenschwund kann ein natürlicher Kieferknochenabbau als natürlicher Alterungsabbau vom Kieferknochen sein.

Es gibt einen natürlichen Altersabbau vom Kieferknochen was meist ein langsamer Abbau vom Kieferknochen ist, der meist nicht zu Zahnverlust führt. Der Kieferknochenabbau findet bei vielen Menschen, meist unter Einwirkung von Bakterien statt, wo der Kieferknochen um die Zähne herum schwindet. Ein Kieferknochenabbau kann aber auch durch Fehlbelastungen der Zähne oder durch eine schlecht sitzende Prothese erfolgen, was meist Zahnbeschwerden wie Empfindlichkeit der Zähne bei Kälte oder sichtbare Zahnhälse sowie Druckschmerz beim Kauen (Aufbissempfindlichkeit) zur Folge haben kann. Bei Einwirkung von Bakterien kann der Kieferknochen um Zähne herum schwinden, was man als Kieferknochenschwund bezeichnet.

Schwund vom Kieferknochen

Für den Schwund vom Kieferknochen kann es viele Gründe geben, doch wenn sich der Kieferknochen zurückbildet, ist es vielfach eine Beschleunigung wegen fehlender prothetischen Zahnversorgung nach einem Zahnverlust oder funktionellen Fehlbelastung der Zähne, wenn auf den Kieferknochen keine Belastung mehr ausgeübt wird, sodass ein Kieferknochenschwund erfolgt.

Zu einem Schwund vom Kieferknochen kann es auch durch Parodontitis kommen, das eine entzündliche Ursache hat, doch einen Abbau vom Kieferknochen kann eine entzündliche Entwicklungen im Kieferknochen selbst als Kieferknochenentzündung sein. Mit zunehmendem Alter steigt auch die Gefahr für einen Knochenrückgang durch Osteoporose, so dass Menschen an Knochenschwund im fortgeschrittenen Alter leiden. Beim Knochenschwund (Knochenatrophie) kann es zu einer konzentrischen Verkleinerung vom Knochen kommen oder zu einem exzentrischen Knochenschwund als Verdünnung vom Knochen bzw. von innen her, wo die äussere Form vom Knochen erhalten bleibt. Unter Parodontose versteht man eine nichtentzündliche Erkrankung vom Zahnbett, die vielfach verwechselt wird mit Parodontitis, dass eine Entzündung (Parodont"itis) vom Zahnhalteapparat ist und umgangssprachlich häufig auch Parodontose genannt wird. Der Entzündungsprozess bei der Parodontitis führt unbehandelt zu einem fortschreitenden Kiefer-Knochenabbau bzw. zu Knochentaschen das vertikale Einbrüche im Kieferknochen sind. Der Kieferknochen kann um die Zähne herum schwinden infolge Einwirkung von Bakterien, sodass Knochentaschen entstehen und die Zähne durch Knochenschwund locker werden. Entzündliche Reaktion spielen sich nicht in der Knochensubstanz vom Kieferknochen ab, sondern immer im Weichgewebe, also im Knochenmarkgewebe und im Gefässbindegewebe ab, so im Periost und in den Kanälen.

Kieferknochenabbau

Die Knochen im Oberkiefer und Unterkiefer werden als Kieferknochen vom Gesichtsschädel bezeichnet und sind die Knochen die im Zahnfach die Zähne tragen.

Der Kieferknochenschwund wird im Volksmund vielfach als Kieferknochenabbau bezeichnet und ist im zahnlosen Kiefer ein natürliches Vorkommen beim basalen Knochen, denn "Basal" bedeutet zur Basis hin orientiert, womit der Kieferknochen gemeint ist. Parodontose als Sammelbezeichnung für Erkrankungen vom Zahnbett bedeutet einen weitgehend entzündungsfreien Schwund vom Zahnhalteapparat. Eine Parodontose als Zahnbettschwund geht im Normalfall vom Knochen aus und kann sich in Bindegewebe und Zahnfleisch fortsetzen, wo es im gesamten Gebiss zu einer Zahnlockerung führen kann. Zahnfleisch wie auch Kieferknochen können bei der Parodontose langsam oder schubweise abgebaut werden. Zähne scheinen aus der Alveole herauszuwachsen, denn sie sind nicht mit dem Knochen verwachsen, sondern mithilfe vom Zahnhalteapparat (Parodontium) in den knöchernen Zahnfächer im Kieferknochen verankert, wo die Nerven und Blutgefässe durch die Zahnwurzelspitze in den Zahn hinein und heraus führen. Wenn aber das Gleichgewicht im Kiefer zwischen dem natürlichen Knochenaufbau und Knochenabbau gestört ist, führt dies zum Kieferknochenabbau.

Kieferknochenabbau kann als krankhafter Abbau vom Kieferknochen stattfinden oder durch eine Nichtbelastung vom Kiefer, was die Knochensubstanz vermindert.

Kieferknochenschwund, Knochenatrophie Kiefer

Durch Zahnverlust vermindert sich die Belastung die normal auf den Kieferknochen einwirkt, sodass es zu einer Knochenatrophie (Knochenschwund am Kiefer) kommt, denn Atrophie bedeutet Gewebsschwund(Atrophia).

Kieferknochenabbau entsteht vielfach bei fortgeschrittener Parodontitis, das den Rückgang vom Kieferknochen hervorruft.

Wenn Zähne durch Zahnunfall oder Krankheiten wie Karies oder Parodontitis verloren gehen, nimmt die Knochensubstanz wie bei einem Muskel der im Gips liegt und unbelasteten ist ab. Der Kieferknochen (Alveolarfortsatz) gleicht einem unbelasteten Muskel und zieht sich zurück, wenn er nicht beansprucht wird, sodass man von einem Kieferknochenabbau spricht. Eine Regeneration ist im Gegensatz zu anderen Muskelgruppen nicht möglich und so zieht sich ein nicht beanspruchter Kieferknochen nach und nach zurück, was als Kieferknochenabbau oder Kieferknochenschwund bezeichnet wird. 

Parodontalerkrankungen

Unter Parodontalerkrankungen die auch als Parodontopathien bezeichnet werden versteht man alle Erkrankungen im Bereich vom Zahnfleisch, Wurzelhaut, Zahnzement und dem knöchernen Zahnfach im Kieferknochen (Knochenalveole).

Ein Parodontalabszess wird vielfach als Parodontalerkrankung bezeichnet und ist eine Folge von Parodontitis, die begleitet sein kann durch einen starken pochenden Zahnschmerz als Alarmsignal bzw. als Entzündungsreaktion einer "Zahnentzündung" oder Zahnfleischschmerzen sowie Zahnfleischwucherungen und Zahnfleischblutungen.

Parodontalkrankheit, Erkrankungen Parodontal

Von einem Parodontalabszess spricht man bei einer Abszessbildung die im Zusammenhang mit einer Parodontitis entsteht, denn ein Abszess ist eine umkapselte Eiteransammlung

Unter Parodontalerkrankungen werden Infektionen verstanden, die durch Bakterien im Parodont als Parodontalabszess ausgelöst werden.

Die Herkunft von Zahnschmerzen sind bei Parodontalerkrankungen nicht immer leicht zu unterscheiden, denn der Parodontalabszess wie die Pulpitis als Entzündung, wenn der Zahnnerv schmerzt, haben die gleichen Symptome wie andauernd starke, oft pulsierende und ausstrahlende Schmerzen mit Schwellungen sowie erhöhter Zahnbeweglichkeit, denn das Parodontalligament kann sich entzünden und infizieren, wobei eine Parodontitis entsteht infolge einer Pulpitis da Bakterien aus der Zahnwurzelspitze hervordringen können (apikale Parodontitis) oder durch Bakterien die sich auf der Wurzeloberfläche befinden. Anzeichen für ein Parodontalerkrankung sind Zahnfleischbluten, Zahnfleischtaschen, Wackelzähne sowie auch Mundgeruch, sodass eine Parodontalbehandlung am Zahnhalteapparat notwendig ist. Wenn eine Parodontalerkrankung nicht behandelt wird, schrumpft das Zahnbett, so dass es zur Zahnlockerung kommt, was zu Zahnverlust führen kann, denn eine Parodontalerkrankung ist eine Infektion die durch Bakterien im Mund hervorgerufen wird. Wenn die Bakterien von den oberflächlichen Zahnfleischtaschen zur Zahnwurzel wandern, wird das Gewebe zerstört, was zum Verlust vom Zahn führt. Parodontitis ist eine chronische Entzündung vom Parodont, welche mit Verlust der Fasern vom Zahnhalteapparat einhergeht, was zu Kieferknochenabbau führt. Parodontitis ist eine entzündliche Erkrankung vom Zahnhalteapparat (Zahnfleisch und Kieferknochen) im Gegensatz zu Parodontose das anfänglich eine nicht entzündliche Erkrankung ist. Bakterielle Zahnbeläge (Plaque) können zu einer Entzündung vom Zahnfleisch (Gingivitis) führen, welche sich mit der Zeit auf den Zahnhalteapparat übergreift und zur Bildung von Zahnfleischtaschen führt, was den Kieferknochenabbau bzw. den Schwund vom Kieferknochen bewirkt. Bei einem Kieferknochenschwund verlieren die Zähne ihren Halt und können sich verschieben bis es zum Zahnausfall kommt. Im Alter nimmt der Abbauprozess vom Kieferkamm, wenn keine Zähne mehr vorhanden sind zu. Diese Entwicklung vom Kieferknochenschwund kann man nicht vermeiden, man kann aber den Kieferkammabbau verlangsamen indem man das Zahnfleisch massiert, wodurch eine gute Durchblutung erfolgt.

Zahnärzte + Zahnbehandlung

Zahnärzte behandeln Zähne, Kieferknochen,
Zahnfleisch, aber auch Zahnruinen, denn
Zahnruinen sollten nicht unter
Denkmalschutz stehen

OPTI-DENT