Zahnschiene gegen Zähneknirschen, Zähnepressen (Bruxismus)

Zähneknirschen

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Funktionsstörungen Kauorgan

Unter Funktionsstörung vom Kauorgan wird das Kiefergelenksyndrom bzw. die Craniomandibuläre Dysfunktion "CMD" als Sammelbegriff für verschiedene Krankheitssymptome von den Kiefergelenken verstanden, das auch die Kaumuskulatur und die dazugehörigen Strukturen beinhaltet.

Das Zähneknirschen mit Mahlgeräuschen ist im Gebiss bei Kindern in der Wachstumsphase normal, bei Erwachsenen stellt Bruxismus ein Problem dar. Unter Bruxismus werden auftretende okklusale Parafunktionen verstanden, die zu Funktionsstörungen vom Kauapparat als Kauorgan führen und mit anhaltender und rhythmischer Aktivität der Kiefermuskeln einhergehen wie Zähneknirschen, Pressen mit der Zunge und mit den Zähnen Mahlen ohne das Speisen im Mund vorhanden sind. Eine Dauerspannung der Kaumuskulatur wie auch der Gesichtsmuskulatur ist meist verbunden mit intensivem Zahnkontakt durch Zähneknirschen oder Zähnepressen, die eine Ursache für Zahnschmerzen, Gesichtsschmerzen und Kopfschmerzen sein kann, denn durch das Zusammenpressen mit den Zähnen wirken sehr hohe Kräfte auf Zähne. Wenn Kaumuskeln kurzzeitig überanstrengt werden, kann ein Muskelkater entstehen, doch durch eine dauerhafte Überanstrengung verändern sich die Muskelfasern, wo sich die Kaumuskulatur verhärtet und beim Bewegungsablauf schmerzhafte Knötchen bilden können und sich die Muskeln beim Zusammenspiel zu den Kiefergelenken krankhaft verändern. Beim Zahnarzt werden bei Gelenkerkrankungen die ausgelöst durch Störungen im Zahnreihenschluss oder auch bei stressbedingte Parafunktionen Reflexschienen oder Entspannungsschienen (Relaxierungsschiene) eingesetzt und Repositionierungsschienen (Positionierungsschiene / Farrar-Schiene) werden eingesetzt um eine zentrische oder therapeutische Unterkieferposition zu sichern.

Funktionsstörungen und Funktionserkrankungen des stomatognathen Systems werden als Dysfunktionen beschrieben und von Zahnärzten unter dem Sammelbegriff „cranio-mandibuläre Dysfunktion“ (CMD) zusammenfasst.

Funktionsstörungen, Kauorgan, Zahngebiss

Als Stomatognathes System bezeichnet man die Gesamtheit aller Strukturen im Kopfbereich, Mundbereich, Kieferbereich und Halsbereich.

Kiefergelensekerkrankung

Die Gesamtheit dieser Erkrankungen durch das Zähneknirschen wird im Volksmund meist als „Kiefergelenkerkrankung“ bezeichnet.

Kiefergelenkprobleme, Kiefergelenkserkrankungen bzw. Funktionsstörungen im Kausystem machen sich durch eine eingeschränkte Mundöffnung (Kieferklemme), eine Abweichung zur Seite bei der Öffnung, Gelenkgeräusche und Muskelbeschwerden oder Schmerzen bemerkbar. Für eine Kiefergelenkserkrankung oder Kiefergelenksyndrom gibt es verschiedenen Ursachen, so kann ein Schlag gegen den Kiefer, eine Bissanomalie oder ein Fehlbiss (Falscher Biss) vorliegen, bei dem die Zähne vom Oberkiefer und Unterkiefer nicht richtig aufeinander passen und eine Kiefergelenkschädigung entsteht. Meist ist es aber ein extremer Druck der auf die Zähne im Kieferknochen lastet durch dauerndes Zähneknirschen und Zähnepressen. Der gesamte Komplex möglicher Funktionsstörungen unter Beteiligung der Kiefergelenke und der Kaumuskulatur wird auch als „Craniomandibuläre Dysfunktion“ beschrieben, der Kiefer und Zahnhalteapparat beinhalte. Funktionsstörungen des Kauorgans im Zahngebiss entwickeln sich im Normalfall über längere Zeiträume, wobei meistens mehrere Ursachen zusammen spielen. Funktionsstörungen können sich im Kausystem durch Schmerzen, eingeschränkte Mundöffnung, Abweichung bei der Öffnung zur Seite hin, Gelenkgeräusche und Muskelbeschwerden bemerkbar machen, wobei Zahnhalteapparat und Zahnfleisch davon betroffen sein können. Häufig sind Fehler im Gebiss selbst oder in einer unbewussten, aber aussergewöhnlicher Nutzung vom Gebiss die Ursachen. Da sich der gesamte Körper über  Muskelketten stabilisiert, können Fehler im Gebiss auch Auswirkungen in den Nackenbereich, Schulterbereich und Wirbelsäulenbereich und umgekehrt haben, wie als vergleich Schmerzen durch unterschiedliche Beinlängen selten im Fuss sondern in Knie, Hüfte und Rücken auftreten.

Nebst Gebissfehlern wie Zahnfehlstellungen, zu hohe oder zu niedrige Zahnfüllungen oder Kronen (Überkronung), fehlende Zähne ist das meist unbewusste Pressen oder Knirschen mit den Zähnen (Bruxismus) eine sehr häufige Ursache.

Kauapparat, Funktionsstörung, Zähneknirschen

Bruxismus verstärkt sich bei Stress und bei psychischen Belastungen bzw. Sorgen, Ängste, Depressionen, da dies über Regelmechanismen im Zentralnervensystem zwangsläufig zu einer erhöhten Anspannung und Aktivität der gesamten Muskulatur und speziell der Kaumuskeln führt.

Folgen von Funktionsstörungen durch Bruxismus

Störungen im Zusammenbiss der Zähne führen immer zu Fehlstellungen der Kiefergelenke, sodass jedes Zusammenbeissen eine Fehlermeldung über die Rezeptoren ins System des Nervus trigeminus auslösen kann, was bei längerer Dauer zu einer neurologischen Dysorganisation und neuromuskulären Dysbalancen führt.

Die Folgen von Zähneknirschen, Zähnepressen und Zähnebeissen (Bruxomanie) können Schäden und Schmerzen an allen beteiligten Geweben wie Gelenke, Muskeln, Bänder und Nerven sein, denn zum stomatognathen System gehören die Schädelknochen, Mandibula, Hyoid, Clavicula, Sternum, die Muskeln und Kapsel, Bandstrukturen sowie ihre Mechano-Rezeptoren bzw. die Gesamtheit der Strukturen und Funktionen vom Lymphsystem, Blutsystem und Nervensystem und das bindegewebige Grundsystem. Bei grosser Kiefergelenksschädigung entstehen starke Kiefergelenkschmerzen und unter bestimmten Voraussetzungen kann es vorkommen, dass die Zähne nicht mehr zu retten sind, was eine Zahnsanierung notwendig macht.

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