Zahnschiene gegen Zähneknirschen, Zähnepressen (Bruxismus)

Zähneknirschen

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Zähnepressen

Zähnepressen ist ein lautlos aufeinanderpressen mit den Zähnen, wofür es viele verschiedene Gründe geben kann und meist ein automatisiertes, unbewusstes Verhalten ist, um psychischer Stress und unbewusste Aggression los zu werden.

Stress kann in der Nacht Druck auf zähne verursachen, denn Konflikte und Belastungen führen unbewusst zum nächtlichen Zähneknirschen und Aufeinanderpressen der Zähne durch Sorgen und Stress, was ohne Kieferbewegung als Zähnepressen bezeichnet wird. Wenn Aggressionen durch Überforderung, Mobbing oder finanzielle Probleme unterdrückt werden, versucht der Körper vom Mensch diesen Druck durch Knirschen und Pressen in der Nacht wieder abzubauen und loszuwerden, was der Zahnarzt als Bruxismus oder Bruxomanie bezeichnet. Zähne und Seele hängen beim Zähnepressen eng zusammen, so dass unterdrückte Aggressionen Gründe sein können, die "Zähne zusammenzubeissen" wie auch das Sprichwort sagt, "nehme dich zusammen und beisse auf die Zähne", was Stress verursacht und in der Nacht auf die Zähne Druck macht. Um den täglichen Stress abzubauen erfolgt während der Nacht unbewusst durch Pressen der Muskeln das Aufeinanderbeissen der Zähne, wobei sich die Zähne hart ineinander verbeissen können.

Das komplizierte Kausystem (Craniomandibularsystem) führt dazu, dass bei einer gestörten Funktion vom Kauapparat durch Zähnepressen und Zähneknirschen die Gesundheit und das Wohlbefinden vom Mensch stark beeinträchtigt sein können.

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Da die Zähne eine Beziehung zum gesamten Körper haben und ein Teil vom menschlichen Körper sind, ist es nicht erstaunlich, dass Störungen im Kieferbereich sich durch Zähnepressen auch auf andere Bereiche vom Körper auswirken können.

Unter Bruxismus als Überbegriff wird Zähnepressen und Zähneknirschen verstanden.

Bei normaler, entspannter Mundstellung haben Zähne keinen Kontakt miteinander, denn der Mensch benötigt Zähne als Kauwerkzeug nur zum Abbeissen und Mahlen. Die Gründe für übermässiges Zähnepressen und Knirschen mit den Zähnen ist in vielen Fällen psychischer Stress und unbewusste Aggression oder hohe Anspannung und Konzentration. Pressen mit den Zähnen kann aber auch eine mechanische Ursache durch schräg stehende Zähne oder Zahnersatz wie schlecht sitzende Prothese, zu hohe Überkronung (Zahnkrone), Zahnbrücke oder zu hohe Zahnfüllung haben.

Das menschliche Kausystem ist ein sehr kompliziertes Systeme, denn es ist über Muskeln und Nervenbahnen mit dem Stützapparat und Bewegungsapparat wie der Wirbelsäule, dem Gehirn und Organen verknüpft die sich gegenseitig beeinflussen können.

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Unbewusste Bewegungsabläufe ergeben lang andauernde Verspannungen bestimmter Muskeln im Kausystem sind die Ursache für akute und chronische Schmerzzustände vom Bewegungsapparat.

Dauerspannung der Kaumuskulatur und der Gesichtsmuskulatur sind oft verbunden mit intensivem Zahnkontakt wie das Zähnepressen oder Zähneknirschen, was die Ursache für Gesichtsschmerzen und Kopfschmerzen sein kann.

Beim Zähneknirschen werden die Zähne als körperliche Reaktion gegeneinander bewegt und ist die bekannteste Form der Parafunktionen.

Zähnepressen und Zahnreiben

Das Zähnepressen und Zahnreiben das ohne Unterbrechung durch einzelne Zahnpaare oder der gesamten Zahnreihe bis zu 45 Minuten dauern kann bleibt meist unbemerkt und schaden dem Zahnsystem, der Kaumuskulatur sowie den Kiefergelenken.

Diese automatisierten, meist unbewussten Verhaltensweisen von Zähnepressen, Zähnereiben und Zähneknirschen können sowohl in der Nacht als auch am Tage auftreten. Obwohl der Zahnschmelz zu den härtesten Substanzen gehört, wird der Schmelz durch die grossen Kräfte beim Zähnepressen und Zähnereiben schwer geschädigt. Bei kurzfristig überanstrengten Muskeln gibt es eine Art Muskelkater, bei einer dauerhaften Überanstrengung verändert sich die Muskelfaser, sodass sich der Muskel verhärtet und kleine schmerzhafte Knötchen entstehen. Der Bewegungsablauf bzw. das Zusammenspiel zwischen den Muskeln und Gelenken wird somit krankhaft verändert. Durch solche Belastungen kann es zu entzündlichen Prozessen der Gelenkflächen und der Gelenkkapsel sowie zur Schädigung vom Bandapparat kommen. Die Lage der Gelenkscheibe kann sich in einem oder in beiden Kiefergelenken verändern und als Zeichen dafür ein Knackgeräusch bei der Bewegung vom Kiefer bemerkbar machen. Die Gelenkscheibe kann extrem verrutschen, so die Mundöffnung teilweise total blockiert ist und der Mund nicht mehr richtig geöffnet werden kann.

Ursache von Zähnepressen

Ursache von Zähnepressen sind Stress und Probleme, so Schwierigkeiten in der Schule, im Beruf oder im Privatleben, denn das Zähneknirschen und Zähnepressen wird in der Nacht als Stressventil benutzt.

Angespanntheit oder Stress stellen die Hauptursache für das Zähnepressen (Bruxomanie) dar, sodass Zahnprobleme entstehen.

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Zähnepressen und Zähneknirschen wird in der Kindheit erlernt um die Kinderzähne zurechtbeissen und einzuschleifen, im Besonderen beim Zahnwechsel, damit beim Zusammenbiss zwischen der oberen und unteren Zahnreihe in der Zahnbogenform eine gute Okklusion erreichen werden kann, was im Erwachsenenalter in der Nacht unbewusst bei Stress wieder anwendet wird, so dass man mit den Zähnen knirscht und mahlt sowie mit den Zähnen oder mit der Zunge presst.

Zähnepressen kann die Ursache für Gesichtsschmerzen und Kopfschmerzen sein, denn Dauerspannung der Kaumuskulatur und der Gesichtsmuskulatur stehen in engem Zahnkontakt.

Zähnepressen und Zähneknirschen kann Ausdruck von einer verstärkten Stressbelastung sein, was zusätzlich auch zu Symptomen wie Ohrgeräusch führen kann. Unbewusste Bewegungsabläufe bzw. lang andauernde Verspannungen von bestimmten Muskelgruppen sind die Ursache für akute und chronische Schmerzzustände vom Bewegungsapparat. Im Normalfall merkt man nicht, dass einzelne Zahnpaare oder die ganze Zahnreihe aufeinander gepresst oder aneinander gerieben werden. Der Mund mit Zähnen, Kiefer und Zahnhalteapparat ist ein zentraler Bereich vom Kopf und damit vom menschlichen Körper, der durch eine Vielzahl von Nerven alle Regionen im Körper vom Mensch durchzieht. Um das Zähnepressen oder Zähneknirschen zu beeinflussen, müssen "Zähnepresser" zuerst lernen, auf das Fehlverhalten von "Bruxismus" zu achten, denn von Bruxismus spricht man, wenn jemand unbewusst mit den Zähnen knirscht oder die Zähne lautlos aufeinanderpresst, was meist nachts im Schlaf erfolgt, kann aber bei besonderer Anspannung auch tagsüber erfolgen, da das Zähnepressen vielfach als Stressventil wirkt. Das angespannte Aufeinanderpressen kann verstärkt auch am Arbeitsplatz Verspannungen auslösen, was zu Kiefergelenkschmerzen, Nackenschmerzen und Rückenschmerzen führen kann.
 

Zahnschäden durch Zähnepressen

Zahnschäden und Zahnprobleme wie auch Zahnfleischprobleme sind vielfach eine Folgen vom Zähnepressen und Zähneknirschen, was schädlichen Auswirkungen auf Zähne, Zahnhalteapparat, (Parodontien / Parodontopathien), Kaumuskulatur oder auch auf Kiefergelenke haben kann.

Zähnepressen erfolgt meist unbewusst in der Nacht, so dass die Zähne aufeinandergepresst werden und Zähne dabei nicht bewegt werden, sodass gegenüber dem Zähneknirschen weniger Schleifspuren vorhanden sind.

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Ursachen für das lautlos aufeinanderpressen der Zähne erfolgt vor allem nachts im Schlaf durch besondere psychische Anspannungen infolge von Stress während dem Tag, so dass auch Defekte am Zahnhals entstehen können.

Durch grosse Kräfte beim Zähnepressen und Zähnereiben können die Zähne geschädigt werden.

Beim Bruxismus wird zwischen dem Wachbruxismus, dem unbewussten Aufeinanderpressen des Kiefers und dem Schlafbruxismus das Zähneknirschen bedeutet unterschieden, denn beim Knirschen lastet auf dem Kiefergelenk ein Druck von sehr hohem Gewicht, so auf einem einzelnen Zahn meist mehr als 50 Kilo. Der Zahnarzt kann am Gebiss die Schleifspuren vom Zähneknirschen erkennen, aber auch beim Zähnepressen, denn durch das Aufeinanderpressen der Zähne können einzelne Zähnen kürzer werden, wenn sie durch das Zähnepressen besonders belastete werden. Besonders bei Schneidezähnen entsteht bei den Schneidekanten beim Zähneknirschen ein Abrieb in Form von Schliffflächen, weniger beim Zähnepressen wo ein Zahn brechen kann. Anfänglich betrifft dies nur die Schmelzbereiche, anschliessend wird aber auch das Zahnbein durch den Pressdruck angegriffen. Der Zahnarzt spricht von Abrasionen bzw. von einem Abrasionsgebiss, wenn es verschiedene Zähne im Gebiss betrifft. Durch das Zähnepressen wird die Zahnkrone geschädigt und kürzer, wobei sich das Zahnmark mit dem Nervengewebe in die Zahnwurzel zurückzieht und abstirbt.

Der Verlust der Zahnhartsubstanz bzw. Zahnschmelz kann stark ausgeprägt sein, so dass die Zahnabnutzung sehr gross ist und keine Zahnkrone mehr zu sehen ist und durch den starken Druck am Zahnhals Defekte entstehen, dass der Zahnhals empfindlich reagiert.

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Beim abschleifen der Zähne bis zum Zahnbein durch das Zähneknirschen und Zähnepressen können chronische Kiefergelenksschmerzen durch übermässige Abnutzung vom Kiefergelenk (Kiefergelenkschädigung) und schmerzhafte Muskelknoten in den Kaumuskeln entstehen.

Der Zahnschmelz ist im Bereich vom Zahnhals am dünnsten und kann darum am leichtesten zerstört werden.

Durch den Zahnschmelzverlust kommt es vielfach auch zu Schmelzrissen oder Schmelzfrakturen an den Schneidekanten, sodass in der Längsachse die Zähne durchbrechen können.

Schleifspuren am Zahn durch Zahnknirschen oder Zähnepressen

Der Zahnarzt kann am Gebiss die Schleifspuren erkennen, die durch das Aufeinanderpressen der Zähne entstehen.

Besonders belastete Zähne werden durch den Druck durch das Zähnepressen immer kürzer und im schlimmsten Fall kann der Zahn brechen. Auf dem Röntgenbild ist durch das Zähnepressen ein Rückgang der Kieferknochen (Knochenschwund) bzw. Kieferknochenschwund oder eine Schädigung an den Kiefergelenke zu sehen. Bei Zähnepressen kann es zu Verspannungen im Gesicht und im Nacken kommen sowie zu Zahnfleischbluten und Zahnausfall, sodass eine Zahnlücke entsteht. Schlecht gearbeitete Kronen oder Prothesen können die Ursache für das nächtliche Knirschen sein, da die Zähne dann falsch zueinander stehen, wo mit Zähnepressen in der Nacht versucht wird, die gewohnte Zahnstellung wieder zu erreichen. In solchen Fällen wird der Zahnarzt versuchen, die Zahnprothetik nachzubessern. Die meisten Beisser und Knirscher befinden sich aber durch Stress, Angst oder Überforderung in akuter, schwieriger Lebenslage und verlieren die Angewohnheit vom Zähnepressen nach der Lösung von den Problemen wieder. Erste Anzeichen für Knirschen, Beissen oder Zungenpressen sind Schräg abgeschliffene Kauflächen der Zähne bzw. Facetten, besonders bei Eckzähnen sowie Zahnfleischrückgang an einzelnen Zähnen, im Besonderen sichtbare Zahnhälse. Beim Zähnepressen sind besonders Eckzähnen betroffen, wo Risse im Zahnschmelz und Zahnfleischbluten zu beobachten sind, aber auch Zahnentzündungen und beim Zungendrücken zusätzlich Abdrücke der Zähne am Zungenrand.

Beratung Zahnarztangst

Die Beratung und Betreuung ist bei Zahnarztangst (Phobie) vor und während der Zahnsanierung zur Bewältigung der Angst sehr wichtig. Zahnarztangst ist wie eine rote Ampel die nicht auf grün  schalten kann, wenn sie einen defekt hat.

Fachberatung Zahnarztangst für Schlafnarkose beim Zahnarzt