Ungarn: Orientierung, Geschichte, Kultur, Zahnbehandlung

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Geschichte Zahnbehandlung Ungarn

Wie die Geschichte der Zahnmedizin in Ungarn zeigt, hat die Zahnheilkunde und die Zahnbehandlung in Ungarn eine alte Tradition, denn der Begriff "Zahnarzt Ungarn" bedeutet eine Erfolgsgeschichte.

Für zahnärztliche Behandlungen ist Budapest in Europa seit langer Zeit bekannt, denn gut situierte Menschen aus der Schweiz gingen bereits vor 1950 zum Zahnarzt nach Budapest, um die Zähne zu flicken oder einen Zahnersatz anfertigen zu lassen.

Geschichte Zahnbehandlung Zahnarzt Ungarn

Im Mittelalter erfolgte die Zahnbehandlung durch den Bader oder Barbiere die auch Zähne zogen, denn sie hatten geeignete Instrumente wie Hebel, Nadeln, Scheren und Klingen und konnten sie im warmen Seifenwasser säubern.

Geschichte der Zahnärzteausbildung in Ungarn

Der akademische Unterricht der Zahnheilkunde in Ungarn blickt auf eine alte Tradition zurück.

1850 hat man bereits an der Fakultät für Medizin der Ungarischen Königlichen Wissenschaftsuniversität Vorlesungen zur Zahnheilkunde gehalten. Als Beginn der modernen Ausbildung im heutigen Sinne wird das Jahr 1890 bezeichnet, als das Institut für Akademische Zahnheilkunde errichtet wurde. Nach dem II. Weltkrieg wurde der Abschluss eines allgemeinmedizinischen Studiums Studienvoraussetzung zum Weiterstudieren an der zahnmedizinischen Fakultät. In Ungarn gibt es zurzeit vier Universitäten mit zahnmedizinischen Fakultäten, so in Budapest, Debrecen, Szeged und Pécs. Das Ausbildungsniveau an den Universitäten ist bekanntlich hoch, so dass Budapest mit den vielen Zahnärzten auch als Hauptstadt der Zahnärzte in Europa bezeichnet wird. Neben den regulären ungarischen Studiengängen gibt es für ausländische Studenten deutsch- und englischsprachige Studienprogramme. Die Zahl der fremdsprachigen Studenten steigt jedes Jahr kontinuierlich an. Es wird geschätzt, dass sie bald die Anzahl der ungarischen Studenten übersteigen.

Ursprung vom Zahnarzt und Geschichte

Schon in der Steinzeit haben Zähne die Aufmerksamkeit der Menschen auf sich gelenkt.

In Übergrösse wurden die Zähne als Felsbilder dargestellt und als Trophäe haben sie die Hälse der Jäger geschmückt. Seit mehr als 30.000 Jahren also verbindet der Mensch bestimmte Wertvorstellungen mit den Zähnen. Auch damals schon haben bestimmte Menschen an der Zahnbearbeitung Gefallen gefunden und sich darauf spezialisiert. Die Instrumente zur Zahnbearbeitung sind den frühen Modellen sehr ähnlich. Im Wesentlichen handelt es sich um Scheiben, rotierende und oszillierende Instrumente, nur die Gestaltung ist etwas moderner. Die Zähne gelten bis heute als Schmuckstücke. Die Ausbildung war nicht an höhere Schulen gebunden, sondern wurde sogar über viele Jahrhunderte von Goldschmieden, Barbieren und anderen Handwerkern ausgeübt. Der Bader übte als Beruf das Badewesen sowie Teilgebiete der Chirurgie, der Zahnheilkunde und Augenheilkunde aus. Der Bader war also auch Zahnarzt und war zuständig für die Zahnbehandlung.

Etruskische Zahnbrücke

Etruskische Zahnbrücke Kieferorthopädie ZahnEtruskisch bezieht sich auf das Volk der Etrusker im nördlichen Mittelitalien. Die Etrusker, Römer und Phönizier stellten etwas Ähnliches her, das wir heute Zahnbrücke als Zahnersatz nennen. Die Technik der Handwerker bestand darin, dass mit Draht oder Metallbändern Knochen oder Kunstzähne aus Elfenbein, an die benachbarten Zähne festgebunden wurden.

 

Bild: Etruskische Zahnbrücke, 2500 v. Christi, Fundort Mittelitalien.

Geschichte Zahnbehandlung

Unregelmässigkeiten der Zahnstellung wurden in der Geschichte Zahnbehandlung schon 400 v.Chr. von Hippokrates beschrieben. Celsus (25 v.-50. n. Chr.) empfahl die Entfernung von Milchzähnen bei Durchbruch des bleibenden Zahnes. Bei Platzmangel oder auch Engstand führte Galen (129-199 n.Chr.) das Befeilen von Zähnen durch. Eine Extraktion von Zähnen bei vorliegendem Engstand beschrieb Fabricius im 17. Jahrhundert. Die frühere Bezeichnung "Orthodontie" ist in den 30-iger Jahren unseres Jahrhunderts im deutschen Sprachraum durch den Begriff "Kieferorthopädie" ersetzt worden. Die Kieferorthopädie ist die Lehre von der Erkennung, Behandlung und Verhütung von Zahnfehlstellung und Kieferfehlstellungen.

Zahnarzt Berufstandes 2500 v. Chr.

Berufstand Zahnarzt Zahnheilkunde Zahnersatz 2500 v. Christi begegnete man den Anfängen des zahnärztlichen Berufstandes Zahnarzt. Der frühe Zahnersatz wurde aus Knochen oder Elfenbein geschnitzt und mit Golddrähten an den eigenen Zähnen festgebunden. Die Zahnheilkunde wurde erst im 18.Jahrhundert so selbständig, dass man von diesem Zeitpunkt an von der Geschichte der Zahnheilkunde sprechen kann. Die Entwicklung von Zahnersatz, der nicht nur kosmetisch, sondern auch zum Beissen und Kauen befähigt, begann Anfang des 19. Jahrhunderts. 

Goldbandbrücke

Goldbandbrücke Etrusker Zahnbrücke ZähneSchon seit der Antike gelten schöne Zähne als "Visitenkarte" für einen attraktiven und gepflegtes Aussehen. Etrusker um 450 v. Chr. ersetzten fehlende Zähne durch Brücken. In das Goldband wurden natürliche Zähne, oder solche, die aus Elfenbein geschnitzt wurden, genietet.

 

 

Prothese George Washingtons 1789

George Washington war als berühmter Präsident von Amerika ein geplagter Zahnpatient, der unter heftigen Zahnschmerzen und Zahnausfall litt. Beim Amtsantrittes im Jahre 1790 hatte er im Unterkiefer links nur noch ein Backenzahn. Der erste Präsident von Amerika, George Washington liess sich vom berühmtesten Zahnarzt in Amerika behandeln, vom Zahnarzt John Greenwood. Eine Prothese ist der Begriff für ein abnehmbares künstliches Körperteil. In der Zahnmedizin ist die Prothese bzw. Zahnprothese gebräuchlich für einen herausnehmbaren Zahnersatz.

Prothese George Washingtons Zahnprothese

Prothese George Washingtons, erster Präsident von Amerika.

Im 18. Jahrhundert fanden Zähne von Hunden, Pavianen und Schafen Verwendung als Implantate. Bis 1850 wurden totale Prothesen aus Elfenbein, Walrossbein oder Holz geschnitzt und mit menschlichen Zähnen oder Porzellanzähne versehen. Künstliche Zähne gibt es seit Beginn des 19. Jahrhunderts.

Geschichte Zahnmedizin und Zahnmediziner

Bevor die Möglichkeit der Betäubung beim "Zahnmediziner" zur Verfügung stand, waren rasche Arbeiten bei den Zähnen im Mund notwendig.

Im Mittelalter und den folgenden Jahrhunderten wurden Zähne nicht von akademisch ausgebildeten Ärzten gezogen, sondern von Handwerkern, meist von Badern. Man nannte sie auch "Zahnbrecher" oder "Zahnreisser". Spezialisten übten ihren Beruf mit Hilfe von verschiedenen Instrumenten aus, es gab aber auch Marktschreier und Scharlatane, deren Interesse in der Hauptsache im Geldgewinn lagen und deren Ruf zweifelhaft waren. Bader ist eine mittelalterliche Berufsbezeichnung, da mit dem Beruf der Betrieb einer Badestube verbunden war. Sie waren die „Ärzte der kleinen Leute“, die sich keinen Rat bei den meist klerikalen, studierten Ärzten leisten konnten. Sie übten einen hoch geachteten, obgleich nicht wissenschaftlichen Heilberuf aus. Er umfasste das Badewesen, Körperpflege und Kosmetik, Teilgebiete der Chirurgie, der Zahnheilkunde und Augenheilkunde. So gehörte das Ziehen von Zähnen zu ihren Aufgaben.

Zahnprothese aus Römischer Zeit

Zahnprothese Römer Römische Zeit Zahnmedizin

Zahnheilkunde

Die Zahnheilkunde hat eine alte Geschichte, denn 2800 v. Chr. bis 1800 v. Chr. wurden im Gebiet der Indus-Kultur bereits Zähne behandelt.

Im sechzehnten Jahrhunderts vor Christus gab der Papyrus Ebers aus Ägypten unter anderem Anweisungen zu Zahnbehandlungen. Nicht erst seit dem Mittelalter hatten die Menschen die Vorstellung, ein Wurm, der sich durch den Zahn frisst, verursache die Zahnerkrankungen. Quälende Zahnschmerzen kurierte man bis 1829 mit dem Brenneisen zum Kautern der Karies und der Nerven. Die meisten Patienten verloren bei dieser Behandlung das Bewusstsein. Um den offenliegenden Nerv abzutöten verwandte man Arsenpaste, dem Patienten konnte man so die Schmerzen nehmen. Auch Äther, Chloroform und Lachgas waren bekannt. Kokain ergänzte später die Mittel zur Schmerzbehandlung. Jahrhundertelang benutzte man am Ende aufgefaserte Holzstäbchen, bestreut mit alkalischer Asche, Ingwer, Bengalpfeffer oder getränkt in Alaun zur Reinigung der Zähne. Die ersten Zahnbürsten stammten aus dem frühen 18. Jahrhundert.    

Kostenvoranschlag Zahnbehandlung

Lassen Sie sich einen schriftlichen Kostenvoranschlag bei Ihrem Zahnarzt erstellen und erfragen dasselbe bei OPTI-DENT. Kostenvoranschläge können bei der Zahnsanierung verschiedene Varianten an Zahnersatz enthalten, so eine Luxusvariante und eine Minimalvariante. Damit Sie einen Kostenvergleich von den Zahnkliniken erhalten, wird nach den Zahnarzttarifen eine 1:1 Offerte erstellt.