Pflege der Zahnprothese: Prothesenreinigung (Gebiss-Pflege)

Prothesenpflege

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Pilze an Zahnprothesen

Prothesen sind ständig im Gebrauch und müssen viel über sich ergehen lassen und so können sich Essensreste wie auch Schimmelkäse an der Prothese festhalten wie sich Hefenpilze an Prothesen oder auch an alten, feuchten Zahnbürsten gut anhaften können und sich die Candidapilze wohlfühlen und vermehren können.

Pathogene Pilze, Zahnprothesen, Schleimhaut

Durch die gleichmässige feuchte Temperatur können sich Hefenpilze als Candidapilze (Candida Albicans) zwischen Gaumen und Zahnprothese im Mund gut entwickeln, im Besonderen durch zuckerhaltige Speisereste, der den Nährboden von den Pilzen im Mund bildet.

Zwischen Zahnprothese und Gaumen können sich Pathogene Pilze vermehren.

Die Schleimhaut vom Menschen wird von verschiedenen Bakterien und Pilzen sowie Viren als kleine Zellen besiedelt, was im Mund kein Problem ist, sofern die Keime gegenseitig an einer übermässigen Vermehrung hindern. Druckstellen von Prothesen können sich meist dort bilden, wo Candidapilze allergische Reaktionen auslösen können, sodass Erkrankungen an Zahnfleisch und Gaumen durch Soor entstehen. Entzündungen der Schleimhaut ist dann die Folge von den Druckstellen, die medikamentös behandelt werden müssen. Abhilfe kann eine dreiprozentige Wasserstoffperoxid-Lösung bringen, wenn man den Mund damit ausspült. Damit sich Pilze als Mundsoor (Mundpilz) nicht vermehren können, sollte die Zahnprothese in einem Bad ca. zweimal wöchentlich desinfiziert werden.

Mundpflege und Prothesenpflege

Zahnprothesen können leicht von Pilzen besiedelt werden, denn Candida-Pilze können sich am Polyacryl der Prothesen besonders gut anheften.

Mundpflege, Prothesenpflege, Pilze an Prothesen

Pilze aus Lebensmitteln wie Käse beim Essen vermehren sich nicht, auch wenn diese an der Zahnprothese hängen bleiben, pathogene Pilze wie Candida albicans als wichtigster und häufigster Vertreter der Candida- Hefepilzfamilie können sich unter der Zahnprothese auf dem Gaumen im feuchtwarmen Mundmilieu sehr stark vermehren.

Pilzbesiedelung an Prothese

Die Pilzbesiedelung an Zahnprothesen ist keine Seltenheit.

Pilze siedeln sich im Mund besonders dort gerne an, wo die Mundhygiene vernachlässigt wird oder an Orten die schwierig zu reinigen sind, im Besonderen unter kariösen Zähnen wie auch kariöse Läsionen, wo die Pilze geschützt sind und sich ungestört gut vermehren können. Auch Zahnprothesen sind ein beliebtes Ziel der Hefepilze, denn der Raum zwischen Prothese und Gaumen ist eine feuchte geschützte Kammer die leicht von Pilzen besiedelt werden kann. Die Candida-Pilze bilden eine eigene Gruppe innerhalb der Hefepilze (Candidapilze Hefepilze). Zuckerhaltige Speisereste bilden für diese Hefepilze einen idealen Nährboden, denn dieser Pilz ist häufig auf den Schleimhäuten von Mund und Rachen zu finden. Druckstellen bilden sich vielfach dort wo sich Hefenpilze stark vermehren und allergische Reaktionen auslösen können. Entzündungen und Erkrankungen an Zahnfleisch sowie im Gaumen sind dann die Folge allergische Reaktionen und müssen medikamentös behandelt werden. Mit einer natürlichen Mundflora und gesunden Schleimhäuten schwinden die Kieferkämme langsamer, sodass auch die notwendigen Unterfütterungen weniger öfters notwendig sind. Bei der Mundpflege und Prothesenpflege kann auch eine weiche Zahnbürste in Kamillentee, Salbeitee oder warmes Salzwasser (Prise Salz) tauchen und die Schleimhaut im Mund bzw. Gaumen und Kieferkamm des Oberkiefers und Unterkiefers gründlich abbürsten und danach mit warmen Wasser ausspülen. Die Prothese kann mit einer Prothesenzahnbürste und Prothesenzahnpasta oder Kernseife aussen und innen gründlich abgebürstet werden. 

Desinfektion der Prothesen

Die Mundhöhle ist meist von Pilzen besiedelt, sehr viel mehr als der Kehlkopf.

Viele Menschen haben Hefenpilze im Mundbereich ohne es zu wissen und ohne Krankheitszeichen, doch Pilzerkrankungen sind besonders häufig bei Prothesenträgern. Candida-Pilz-Belag an Zahnprothesen und mangelhafte Mundhygiene kann zu chronischen Pilzinfektionen im Verdauungstrakt beitragen, denn die Mundhöhle stellt die Eintrittspforte für Pilze in den Magen-Darm-Trakt dar, sodass es nicht verwunderlich ist, das bei abwehrgeschwächten Menschen Pilznester unter der Zahnprothese entstehen können.

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Krankheitserreger der Mundflora und den im Speichel enthaltenen gelösten Abwehrstoffen werden normalerweise bekämpft, doch unter der Vollprothese finden Pilze wie Candida albicans Schlupfräume, wo sie sich stark vermehren können.

Bei der Desinfektion der Prothese wird die Zahnprothese in ein Glas mit einer gebrauchsfertigen Chlorhexidinlösung eingelegt.

Chlorhexidin hat für die Prothesenpflege eine gute desinfizierende Wirkung und ist in Apotheken und Drogerien erhältlich. Die Zahnprothese sollte darum nach gründlicher Reinigung in eine Dose mit gebrauchsfertiger Chlorhexidinlösung eingelegt werden, denn eine Prothese darf niemals in heisses Wasser gelegt oder ausgekocht werden. Nach ca. 3-5 Minuten muss die Zahnprothese aus der Chlorhexidinlösung herausgenommen werden und unter fliessendem Wasser abgespült werden damit diese wieder eingesetzt werden kann. Möglich ist auch, dass man die Prothese in ein Glas Wasser legt, in welchem eine handelsübliche Prothesen- Reinigungstablette aufgelöst wird. Empfehlungen für solche Produkte geben die Apotheker oder Drogisten. Was sinnvoll ist muss selbst herausgefunden werden, denn einige Tablettenreiniger können den zahnfleischfarbigen Kunststoff ausbleichen, verfärben und längerfristig raue und spröde machen. Wichtig ist, dass eine Zahnprothese, wenn sie nicht getragen wird, immer in einen Behälter mit reinem Wasser gelegt wird, denn die Prothese bzw. der Prothesenkunststoff braucht Feuchtigkeit. Allgemein gilt, dass eine Prothese auf keinen Fall in schädigende Flüssigkeiten gelegt werden oder trocken herumliegt, denn der Kunststoff nimmt dabei Schaden.

Pilzbesiedelung an Zahnprothesen

Besonders häufig sind Pilzerkrankungen bei Prothesenträgern, denn die Pilzbesiedelung an den Zahnprothesen ist keine Seltenheit.

Viele Menschen haben Hefen im Mundbereich ohne Krankheitszeichen, die jedoch nach entsprechender Belastung zu einer Soorerkrankung führen kann. Wenn die Pilze wie die Candida albicans die Schleimhäute angreifen, so entsteht das Krankheitsbild vom Mundsoor. Bei Mundsoor handelt es sich um weisslich, zäh anhaftender Belag, der mit Juckreiz und meist auch Schmerzen verbunden ist. Wenn sich der zäh anhaftende Belag ablöst, werden die entzündeten Stellen darunter auf der Schleimhaut sichtbar. Pilze siedeln sich dort an, wo sie geschützt sind und sich ungestört vermehren können, was besonders bei vernachlässigter Mundhygiene, bei kariösen Zähnen und zwischen Zahnprothese und Schleimhaut der Fall ist. Zwischen Prothese und Gaumen bei gleichbleibender warmen und feuchten Temperatur vermehren sich die Pilze besonders gut. Als Therapie gibt es antimykotische Medikamente, denn das Antimykotikum ist ein Arzneimittel zur Behandlung von Pilzinfektionen (Mykosen), denn Pilzinfektionen im Mund sind parasitäre Infektionskrankheiten im lebenden Gewebe durch Pilze. Eine befallene Zahnprothese sollte täglich mechanisch gut mit Wasser und Prothesenbürste gereinigt werden, keinesfalls darf eine Zahnprothese mit heissem Wasser behandelt oder ausgekocht werden. Handelsüblichen Desinfektionsmittel für Zahnprothesen gibt es in der Apotheke die wirksam sind. In hartnäckigen Fällen empfiehlt sich eine antimykotische Haftcreme und konsequente Reinigung der Prothese mit Bürste und den üblichen Prothesen-Reinigungsmitteln. Nicht zu vergessen ist auch, dass Pilze sich auf der Zahnbürste wohl fühlen und bei einer Pilzbesiedelung besonders häufig gereinigt und desinfiziert oder ausgewechselt werden sollte.

Bakterielle Beläge an der Prothese

Speisen und Getränke beinhalten Stoffe die Beläge und Verfärbungen an Zahnprothesen zurücklassen, besonders an den Übergängen vom Zahn zum rosa Kunststoff setzen sich vermehrt hartnäckige Ablagerungen an, wodurch sich bakterielle Beläge bilden die zu Veränderungen an der Mundschleimhaut führen können. Vielfach führen bakterielle Beläge zu Protheseninfektionen oder auch Pilzinfektionen.

Protheseninfektion kann vorliegen bei:

Geröteter Schleimhaut unter der Prothese
Weisse Ablagerungen auf der Zunge oder Mundschleimhaut
 Kommende und wieder vergehende kleine Druckstellen
Zungenbrennen oder Mundtrockenheit

Professionelle Prothesenreinigung

Bei der professionellen Prothesenreinigung wird die Prothese zuerst von Hand mit Ultraschallinstrumenten vorgereinigt, dann einzeln in eine spezielle Waschmaschine gelegt und gewaschen. Mit Hilfe von chemischen Zusätzen wird gleichzeitig die Prothese desinfiziert und somit von Keimen befreit. Danach wird die Prothese auf Hochglanz poliert. 

Probleme mit Zahn-Gebiss

Zahnprobleme und Bissprobleme ergeben sich beim Mensch durch die Abweichungen der Zahnstellung, so  aus Zahnfehlstellungen, Kieferfehlstellungen und Bissanomalien, was beim Zahnarzt meist als Fehlbiss, falscher Biss oder Okklusionsanomalie bezeichnet wird. Unter Probleme mit Gebiss (Gebissproblem beim Mensch) kann auch eine schlecht sitzende Zahnprothese als Zahnersatz verstanden werden, wenn der Prothesenhalt nicht mehr gegeben ist, denn die Totalprothese wird im Volksmund vielfach als Gebiss bezeichnet.