Mund, Mundhöhle, Speichel, Speicheldrüsen, Speichelfluss

Mund

Mund beim Mensch

Der Mund beim Menschen wird in der Mundart vielfach auch als Maul wie bei den Tieren bezeichnet, womit die Körperhöhle und die ihn umgebenden Weichteile im Kopf gemeint sind, die den obersten Teil vom Verdauungstrakt bildet.

Da im Mund eine gleichbleibende Temperatur mit hoher Feuchtigkeit und vielen Nischen herrscht, bietet der Mund gute Lebensbedingungen für die Mundflora mit den Mikroorganismen die von einer Vielzahl von Bakterien, Hefen oder auch Protozoen besiedelt ist. Die Funktion der Mundhöhle ist sehr wichtig beim Mensch und auch die Mikroorganismen im Mund sollten miteinander in einem ökologischen Gleichgewicht stehen, was für die Mundgesundheit von Bedeutung ist. Mundspeichel vernichtet einen Teil der Krankheitserreger wie Bakterien und Kleinpilze, die in die Mundhöhle gelangen und neutralisiert Säuren, die von zahnschädigenden Bakterien gebildet werden und den Zahnschmelz angreifen. Speichel hält die empfindliche Auskleidung der Mundhöhle ständig feucht und macht die Nahrungsbrocken gleitfähig, damit sie leicht durch die Speiseröhre rutschen.

Der Mund ist ein Intimbereich bzw. ein Oralbereich worüber viele Zahnpatienten bei der Zahnbehandlung nicht gerne Sprechen.

Zum Mund gehören Zähne und Zunge

Der Mund ist eine Körperöffnung durch die Nahrung aufgenommen wird und auch als Oral bezeichnet, denn Oral bedeutet wörtlich "zum Mund gehörend" oder "den Mund betreffend".

Mund bei Menschen ist der beste Begriff für den ganzen Mundraum und so sagt man Mundhöhlenkrebs und nicht Maulkrebs, denn Maul wird vielfach bei Tieren verwendet mit Ausnahme wen man sagt, er ist ein Grossmaul.

Der Mund ist eine Höhle

Die meisten Menschen sind gut erzogen und sprechen nicht mit vollem Mund, womit gesagt ist, das der Mund zum Essen und zum Sprechen gebraucht wird.

Beim Menschen bildet der Mund mit seinen verschiedenen Details die Öffnung vom Verdauungstrakt, denn vom Mund aus wird durch den Mundspeichel die Verdauung eingeleitet. Mund-Speichel hilft beim Wegspülen von Nahrungsresten aus der Mundhöhle sowie von den Zähnen und aus den Zahnzwischenräumen bzw. Speichel sorgt auch für Mundhygiene. Ausserdem vermag der Speichel im Mund mineralische Bestandteile vom Zahnschmelz abzuscheiden und so zwischen den Essensmahlzeiten den harten Schmelz in gewissen Grenzen zu reparieren. Der Mund ist beim Menschen die Mundhöhle als Körperhöhle mit den umgebenden Weichteilen im Kopf, die den ersten Teil des Verdauungstraktes bildet. Der Mund ist die Öffnung für die Nahrungsaufnahme, dient der Stimmerzeugung (Phonetik) und wird auch für die Atmung genutzt. Hauptteile vom Mund sind die Mundspalte die von den Lippen umschlossen ist, der Mundvorhof, der sich zwischen Lippen und Wangen sowie zwischen Oberkiefer und Unterkiefer (nebst Zahngruppen) befindet.

Der Raum zwischen Lippen, Wangen und den Zahnreihen im Mund resp. im Zahnlosen Kiefer, den in die Mundhöhle ragenden Fortsätzen als Kieferknochen wird als Mund-Vorhof bezeichnet.

Mund, Mundhöhle, Mensch, Maul, Mundflora

Als Alveolarfortsatz wird der Teil des Oberkiefers und Unterkiefers bezeichnet, der die Zahnfächer (Alveolen) trägt und im Mund Bestandteil vom Zahnhalteapparat ist.

Die Form vom Alveolarfortsatz ist im Mund funktionell sehr variabel, denn im unbezahnten Kiefer wird der Alveolarfortsatz zurückgebaut, was durch den Höhenverlust der Kiefer ohne prothetische Versorgung zu einer sichtbaren Veränderung der Form vom "Mund" bzw. Untergesicht beim Menschen führt.

Innerhalb der Zahnreihen wird der Raum im Mund als eigentliche Mundhöhle bezeichnet der weitgehend von der Zunge ausgefüllt wird und wo die Ausführungsgänge der Unterzungenspeicheldrüsen und der Unterkieferspeicheldrüse in den Mund münden. Die Ausführungsgänge der Ohrspeicheldrüse, der Lippenspeicheldrüsen und Wangenspeicheldrüsen münden in den Mundvorhof. Die Lippen drücken zusammen mit der mimischen Muskulatur vom Mund des Menschen die menschlichen Gefühle des Lächelns aus. Der Speichel als Sekret im Mund vom Menschen befeuchtet zunächst die Mundhöhle, was das Riechen beeinflusst und das Schlucken, Sprechen und Schmecken möglich macht.

Die Mund-Funktion ist vielfältig

Die Funktion vom Mund ist vielfältig und wird darum auch als Mundwerkzeug bezeichnet, denn der Mund ist wichtig beim Sprechen als Sprechwerkzeug und zu beissen mit den Aufgaben der Zähne als Beisswerkzeug.

Die Höhle vom Mund ist nie steril, denn die Mundhöhle steht über die Mundspalte mit der Aussenwelt in Verbindung. Die Mundhöhle geht nach hinten in den mittleren Rachen über, der hinter den beiden Gaumenbögen liegt. Zwischen dem vorderen und dem hinteren Gaumenbogen liegt die Gaumenmandel, die mit den Rachenmandeln und der Zungenmandel zusammen den so genannten Waldeyerschen Rachenring im Mund bilden. Die vordere Öffnung vom Mund in die Mund-Höhle ist die Mund-Spalte und die hintere Öffnung vom Mund ist der Schlund bzw. Rachenenge. Die Mundhöhle ist gesamthaft mit einer Schleimhaut überzogen die als Mundschleimhaut die ein mehrschichtiges unverhorntes Plattenepithel trägt. Ein akuter Mundsoor ist eine Infektion vom Mund-Raum und Rachen-Raum mit Candidapilze die sich in einem weissen und abstreifbaren Belag sowie geröteten Schleimhäuten äussert. Risikofaktoren für Mund-Soor sind Zahnprothesen, Diabetes mellitus, Immunschwäche, Cortison-Sprays, das Säuglingsalter sowie eine Behandlung mit Antibiotika etc.

Zum Hauptteil des Mundes gehört die Mundhöhle mit dem Mundboden, den Zähnen im Zahnbett bzw. Zahnhalteapparat zu dem auch der Kieferknochen gehört, der Zunge und dem Gaumen.

Mund, Mensch, Mundhöhle, Mundhöhlenbereich

Der Mund dient mit der Funktion der Mundhöhle neben seiner Verdauungsfunktion als Verdauungstrakt, dem Kauen bzw. Zerkleinern und Einspeicheln auch der Stimmerzeugung und kann zur Atmung genutzt werden.

Der Speichel im Mund mit der Speichel-Multifunktion wird auch als Spucke bezeichnet und enthält Stoffe wie Lysozym, Immunglobulin A, Lactoferrin (Lactotransferrin) und Histatin (Proteine im Speichel) mit antibakterieller Wirkung, denn nicht umsonst wird gesagt, die Katze leckt die Wunde weg, was dem Histatin im Mund-Speichel zu verdanken ist der die Wundheilung fördert.

Feinde der Mundgesundheit sind Magensäure und Lebensmittelsäuren, denn Säuren wie die Magensäure greifen den Zahnschmelz an und können somit die Zähne durch Zahn-Karies schädigen. Feinde der Zähne sind Karies und Zahnerkrankungen durch Parodontitis, denn kariesverursachenden Bakterien verwerten zuckerhaltige Lebensmittel und produzieren daraus Säure die den Zahnschmelz angreifen. Die Schleimhaut im Mund bzw. in der Mundhöhle besteht aus mehrschichtigem Plattenepithel, das nur an mechanisch stark beanspruchten Stellen verhornt ist, ansonsten ist die Mundschleimhaut meist unverhornt bleibt. Im Lippenbereich ausserhalb der Mundhöhle hat es eine Zone mit einem gefässreichen hohen Bindegewebe, das darunter das Lippenrot ausmacht. Die Stomatitis ist eine Entzündung der Schleimhaut im Mund die ausgelöst werden kann durch Viren, Bakterien oder Pilze oder aber auch durch physikalische Irritationen, allergische oder toxische Reaktionen als Folge von systemischen Erkrankungen bei Vitaminmangel oder als Nebenwirkung von Arzneimitteln und andere Substanzen. Bei schweren Verläufen von Mundschleimhautentzündung ist die Kaufunktion und Schluckfunktion stark eingeschränkt, was zu einer Mangelernährung und Austrocknung bzw. Mundtrockenheit führen kann.


Mundhöhle beim Mensch

Die Zunge als Muskelkörper wölbt sich von unten in die Mundhöhle.

Der erste Abschnitt vom Verdauungstrakt des Menschen ist die Mundhöhle mit dem Mund-Speichel als Sekret.

Mund Mundhöhle Gaumen Rachen Zunge Zähne

Die Mundhöhle wird vielfach auch als Mundraum oder Mundhöhlenraum bezeichnet.

Mundraum, eine Mundhöhle

Die Mundhöhle hat eine vielfältige Funktion und ist der Anfang des Verdauungsapparats und ist der Raum, der nach vorne durch die Lippen, nach oben durch den harten und weichen Gaumen begrenzt ist und sich von der Nasenhöhle trennt.

Die Mundhöhle wird begrenzt an den Seiten durch die Zähne, nach oben durch den harten und weichen Gaumen und nach unten durch die Zunge und die Mundbodenmuskulatur. Die Mundhöhle besteht aus der eigentlichen Mundhöhle (Cavum oris).und dem Mundhöhlenvorhof, das den Raum zwischen den Wangen, Lippen und Zähnen bildet. Die vorderen zwei Drittel des Gaumens der mit Schleimhaut ausgekleidet ist, macht der harte Gaumen aus, denn er besteht aus miteinander verbundenen Knochen des Oberkiefers und des Gaumenbeins. Die Schleimhaut wird quer von mehreren Gaumenkämmen durchzogen, an denen die weiche Nahrung mit der Zunge zerdrückt wird und längs von der Gaumennaht. Im hinteren Drittel besteht der weiche Gaumen aus den beiden Gaumensegeln, zwischen denen das Gaumenzäpfchen sitzt.

Der Mundhöhlenraum ist seitlich durch die Wangen und nach unten durch den Mundboden begrenzt.

Mundhöhle, Mundhöhlenraum, Mundraum, Mund

Die Mundhöhle hat eine vielfältige Funktion und beginnt als .Cavitas oris vorne an der Mundspalte und geht ohne scharfe Grenze hinten in den Schlund über.

Mundhöhlen-Raum

Durch die Zähne wird die Mundhöhle in einem innerhalb der Zahnbögen gelegenen Hauptraum und einen, zwischen den Zähnen (Lippen und Wangen) und Vorraum getrennt.

Das Dach der Mundhöhle wird vom Gaumen im Mund gebildet und der vordere, knöcherne Anteil, (harte Gaumen) trennt die Mundhöhle von den Nasenhöhlen. Der hintere bewegliche Teil (weiche Gaumen) trennt sie vom Nasopharynx (Schlund), während unter dem weichen Gaumen der Übergang der Mundhöhle in den Schlund (Oropharynx) erfolgt. In den seitlichen Übergangsgebieten (Wänden) liegen die Gaumenmandeln (Mandel) und von oben hängt in der Mitte das Zäpfchen (Uvula) als hinterster Anteil des weichen Gaumens herab. In Lippen, Wangen, und Gaumen gibt es viele kleine Drüsen, die den Speichel (Sekret) in die Mundhöhle abgeben. Die Sekrete (Speichel) aller Speicheldrüsen bzw. Munddrüsen für die Speichelabsonderung, enthalten Enzyme, die den Verdauungsvorgang einleiten. Enzyme im Speichel der Mundhöhle sind Hilfsstoffe des Körpers, die die Verdauung von Stärke wie Brot, Nudeln und Kuchen einleiten. Unter Physiologische Selbstreinigung der Mundhöhle versteht man die antiseptische Wirkung des Speichels sowie die Funktion der Zunge zur Reinigung der Zähne. Während sich das Sekret der Ohrspeicheldrüsen gegenüber dem 2. oberen Mahlzahn entleert, entleert sich der Speichel der beiden anderen Drüsen hinter den unteren Schneidezähnen. Die ganze Mundhöhle ist mit Schleimhaut ausgekleidet. Die Mundschleimhaut enthält viele Drüsen, die einen feinen Schleim absondern. Im Bereich von Oberkiefer und Unterkiefer ist die Schleimhaut fest mit der Knochenhaut verwachsen und wird als Zahnfleisch bzw. Gingiva bezeichnet. Die Mundhöhle ist der Raum für die Zähle und dem Mundhöhlenvorhof, das den Raum zwischen den Wangen, Lippen und Zähnen bildet. Oben wird die Mundhöhle durch den harten und den weichen Gaumen begrenzt und unten durch die Unterseite der Zunge und die Mundbodenmuskulatur. An den Seiten der Mundhöhle befinden sich die Zähne des Oberkiefers und Unterkiefers im Mund. Die hintere Grenze bei der Mundhöhle bildet der Rachenraum.

Mundhöhlen-Karzinom

Unter dem Begriff Mundhöhlenkarzinom werden alle bösartigen Tumoren der Mundhöhle und der Zunge verstanden, dass eine Krebsart ist.

Bösartige Neubildungen in der Mundhöhle bezeichnet man als Mundhöhlenkrebs, der Fachbegriff dafür ist Mundhöhlen-Karzinom. Mediziner sprechen vielfach von Plattenepithelkarzinom, denn wenn man das bösartige Gewebe der Mundschleimhaut der Mundhöhle unter dem Mikroskop betrachtet, handelt es sich vielfach um Plattenepithel-Zellen. Bei den meisten Mundhöhlenkarzinomen handelt es sich um den Plattenepithelkarzinomen, denn andere Tumorarten wie der Adenokarzinom (bösartiger Tumor aus Drüsengewebe) der von den seromukösen Schleimhautdrüsen ausgeht sind sehr selten. Mundhöhlenkarzinome sind den Kopf-Hals-Tumoren anzusiedeln wo die häufigste Ursache dieser Tumore mechanische Irritationen sind wie durch scharfe Zahnkanten oder schlecht sitzende Prothesen, die an der Zunge oder Wangenschleimhaut scheuern. Mundhöhlen-Tumore können auch entstehen bei schlechtem Ernährungsstatus, schlechter Mundhygiene sowie chronische Einwirkung karzinogener Substanzen wie rauchen von Tabak in Verbindung mit Alkohol. Lebenslang sollten regelmässige Nachuntersuchungen nach einem Mundhöhlenkarzinom (Mundkrebs) durchgeführt werden, um einen erneuten Tumor in der Mundhöhle und mögliche Komplikationen frühzeitig zu erkennen.

Mundhöhlen-Krebs

Mundhöhlenkrebs ist wie Malignome als bösartige Tumore der Lippen, eine seltene Krebserkrankung und gehört er neben dem Rachenkrebs und Kehlkopfkrebs zu den häufigsten bösartigen Neubildungen im Hals-Nasen-Ohren-Bereich.

Die Mundhöhle und damit auch der Mundhöhlenkrebs wird begrenzt durch Gaumen, Mundboden, Wangen und Lippen sowie durch das Halszäpfchen „Uvula“ und die seitlich vom Zäpfchen verlaufender Gaumenbögen. Mundhöhlenkrebs kann beim Betroffenen in frühen Stadien ohne Beschwerden ablaufen, denn ob und welche Symptome auftreten ist abhängig davon, wo sich der Krebs in der Mundhöhle, der meist als Mundhöhlen-Tumor bezeichnet wird befindet und wie weit sich der Tumor ausgebreitet hat. Der Mundhöhlen-Krebs verursacht bei fortschreitendem Wachstum vielfach beim Essen und beim Schlucken leichte Schmerzen, wobei der Speichel auch blutig gefärbt sein kann. Vielfach fällt Mundhöhlen-Krebs durch Mundgeruch auf, was durch den Zerfall von Tumorteilen ausgelöst wird und als Mundfäule bezeichnet wird. Bei einem fortgeschrittenen Krebsleiden kann beim Mundhöhlen-Krebs eine rasche Gewichtsabnahme erfolgen, was ein plötzlicher Leistungsknick mit Abgeschlagenheit, Schwäche und Müdigkeit zur Folge hat. Die Prognose von Mundhöhlenkrebs ist abhängig von der Art, der Lokalisation und dem Stadium, in dem sich der Tumor im Mundraum zum Zeitpunkt der Diagnose befindet. Von grosser Bedeutung beim Mundhöhlenkrebs sind die Grösse und Ausdehnung sowie ein möglicher Lymphknotenbefall und die Frage nach Metastasen in anderen Organen. Die Heilungschancen bei Mundhöhlenkrebs schwanken sehr stark, denn man spricht von bis zu 80 % Heilungschancen sofern der Tumor frühzeitig entdeckt wird, sinkt aber bis auf 0 bei fortgeschrittenen Mundhöhlenkarzinomen. Veränderungen in der Mundhöhle wie das nicht Abheilen von Entzündungen oder Geschwüre im Mundbereich sollte man darum beim Zahnarzt, Arzt oder Kieferchirurgen abklären lassen.

Mundkrebs

Unter Mundkrebs versteht man einen Tumor bzw. Mundhöhlenkrebs, der sich im Mundraum entwickelt und vielfach durch schlecht sitzende Zahnprothese hervorgerufen wird.

Als Mundkrebs bezeichnet man Krebs im Mundinnenraum, im hinteren Rachenraum, an den Rachenmandeln sowie Krebs an den Lippen, meist Unterlippe oder Krebs der sich an den Speicheldrüsen entwickelt. Mundhöhlenkrebs oder abgekürzt Mundkrebs ist bei Männern häufiger als bei Frauen und tritt im Normalfall erst nach dem 40. Lebensjahr auf, was mit dem Risikofaktor schlecht gemachter Zahnersatz, schlechter Mundhygiene und Rauchen in Verbindung mit gleichzeitig starkem Alkoholkonsum gebracht werden kann.

Zur Entstehung bösartiger Schleimhautveränderungen wie Mundkrebs in der Mundhöhle führen vielfach schlechtgemachter Zahnersatz wie schlecht sitzende Zahnprothesen.

Mundkrebs, Mundhöhlenkrebs, Karzinom, Mund

Das Mundhöhlenkarzinom bzw. Mundkrebs gehört bei den Männern zu den zehn häufigsten Krebsarten, was meist auf die Risikofaktoren wie schlecht sitzende Zahnprothese mit regelmässigem Tabakkonsum und gleichzeitigem Alkoholkonsum sowie unzureichende Mundhygiene und lokale Reizfaktoren durch schlecht sitzenden Zahnersatz zurückzuführen ist.

Symptome bei Krebs im Mund

Mundkrebs erkennen ist nicht einfach, doch gibt es Hinweise die darauf hindeuten können, wenn Veränderungen erfolgen die sich nicht bessern.

Wunde Stellen an Lippen die nicht verheilen
Zahnfleisch das leicht blutet und nicht verheilt
Bluten in der Mundhöhle die längere Zeit nicht verheilt
Verdickungen oder Knoten in der Wange die man mit der Zunge fühlt
Taubheitsgefühl und Sensibilitätsverlust in einem Mund-Bereich
Weisse oder rote Flecken auf Zahnfleisch
Weisse oder rote Flecken in der Mundhöhle oder auf der Zunge
Schwierigkeiten beim Schlucken oder Kauen der Nahrung
Unerklärliche Schmerzen oder Wundheit im Mund
Unerklärliches Fremdkörpergefühl in der Kehle
Schwellungen am Kiefer „schlechter Sitz der Prothese
Veränderte Stimme beim Sprechen

Diagnose Mundkrebs

Wird der Mundkrebs bzw. ein Mundhöhlenkarzinom nicht frühzeitig erkannt, kann dies tödlich sein.

Eine Früherkennung von Mundkrebs ist entscheidend für die erfolgreiche Behandlung, damit ein Mundhöhlenkarzinom nicht tödlich endet. Werden Beschwerden oder sichtbare Veränderungen in der Mundhöhle festgestellt, wird durch den Zahnarzt, Hals-Nasen-Ohren-Arzt oder durch den Kieferchirurg eine Befragung bzw. Anamnese hinsichtlich der Beschwerde und deren Verlauf sowie mögliche Risikofaktoren und Begleiterkrankungen vorgenommen. Für die Diagnose von Krebs im Mundbereich wird die Mundschleimhaut in der Mundhöhle meist mit einem Spiegelgerät genauer angesehen. Bei Verdacht auf Mundtumor wird die gesamte Mundhöhle sowie die Lymphknoten am Hals abgetastet, um befallene Stellen und Ausdehnung vom Tumor beurteilen zu können. Bei Verdacht auf Mundhöhlen-Krebs werden bildgebende Verfahren wie Ultraschalluntersuchungen, Computertomografie oder Kernspintomografie eingesetzt die genauere Informationen über die Ausdehnung des Tumors liefern, denn diese geben Hinweise, ob der Tumor im Knochen eingewachsen ist oder bereits Metastasen in anderen Organen gebildet hat, das Tochtergeschwülste sind oder der Tumor in die Lymphknoten abgesiedelt hat.

Behandlung von Mundhöhlenkrebs

Die Behandlung von Mundhöhlenkrebs bzw. Therapie vom Mundhöhlenkarzinom besteht in der operativen Entfernung vom Mundhöhlentumor wobei der Tumor grossflächig herausgeschnitten wird, damit auch der Defekt durch ein Transplantat verschlossen werden kann.

Bei fortgeschrittenem Tumorstadium streut der Tumor in die benachbarten Lymphknoten sodass alle Lymphknoten einer oder beider Halsseiten entfernt werden müssen. Damit wird nebst dem Lymphknoten auch Muskelgewebe und Nervengewebe im Mundbereich und Gesichtsbereich entfernt, sodass nach der Operation mit teilweiser Bewegungseinschränkung im Kopfbereich und Schulterbereich zu rechnen ist. Die Strahlenbehandlung des umgebenden Gewebes und der Lymphknoten erfolgt im Normalfall im Anschluss an die Operation, um auch das restliche, operativ nicht erfasste Tumorgewebe im Mundbereich zu zerstören. Operationen in der Mundhöhle bergen Risiken wie alle Operationen, die Komplikationen verursachen können, im Besonderen je mehr Gewebe in der Mundhöhle vom Krebs befallen ist. Nach der Entfernung des Tumors kann der Defekt in der Mundhöhle Schwierigkeiten beim Essen, Trinken und Schlucken, oder beim Sprechen verursachen, was seltener ist. Der Mundhöhlenkrebs wird normal operiert und mit einer Strahlentherapie oder auch gleichzeitig mit Chemotherapie behandelt, was wiederum weitere Zahnprobleme bzw. Probleme betreffend Zähne, Zahnersatz, Kieferknochen und Zahnbehandlung haben kann. Die Röntgenbestrahlung verursacht Zellschäden, von denen sich gesunde Zellen rascher erholen, da sie die besseren Reparaturmechanismen besitzen, Tumorzellen die einfacher und anfälliger sind, sterben dagegen ab. Im fortgeschrittenen Tumorstadium kann eine Bestrahlung oder eine kombinierte Strahlen-Chemotherapie mit Zellgiften bzw. Zytostatika fast ohne Operation in Erwägung gezogen werden, wobei die Heilungschancen bei Mundkrebs meist geringer ist.

Operation im Mundhöhlenbereich

Bei den Operationen im Mundhöhlenbereich gibt es Risiken wie bei allen Operationen, so dass es zu Verletzungen von anderen Strukturen wie Nerven und Blutgefässen kommen kann, die Blutungen und Nachblutungen nach sich ziehen können.

Infektionen im Besonderen im Bereich der Wunde vom Mundbereich sind bei den Operationen im Bereich der Mundhöhle nicht ausgeschlossen und führen Schlimmstenfalls zu einer Blutvergiftung. Blutgerinnsel bzw. Thrombosen und Embolien sind in der Regel im Bereich Mundhöhle selten. Über die Risiken der Narkose wird man vor der Operation durch einen Narkosearzt der auch als Anästhesist bezeichnet wird aufgeklärt. Der Anästhesist bespricht mit dem Patienten dessen individuelles Risiko, sodass die Narkose dementsprechend angepasst werden kann wie bei der Zahnbehandlung in Dämmerschlaf-Narkose oder bei der Zahnbehandlung in Vollnarkose (Allgemeinanästhesie).

Nebenwirkungen der Strahlentherapie

Bei der Strahlentherapie wird auch gesundes Gewebe in Mitleidenschaft gezogen, wo die Nebenwirkungen je nach Umfang der Bestrahlung im Bereich der Mundhöhle auch nicht ausbleiben, es werden aber grundsätzlich frühe und späte Strahlenschäden unterschieden.

Sofern nur ein kleiner örtlicher Bereich in der Mundhöhle sowie die umgebenden Lymphknoten bestrahlt werden, ist im Normalfall mit weniger Nebenwirkungen zu rechnen als bei ausgedehnter Strahlentherapie bei grossem Tumorleiden im Mundbereich, doch können im Einzelfall Reaktionen auf die Therapie sehr unterschiedlich sein, denn nicht alle Mundhöhlen-Patienten vertragen die Bestrahlung gleich gut. Ein frühes Zeichen von Strahlenschäden ist der Strahlenkater, der eine typische Reaktion vom Körper auf die plötzliche Strahlenbelastung ist und sich zeigt durch Appetitlosigkeit, Müdigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und Kopfschmerzen, im Normalfall verschwinden diese Beschwerden aber wieder. Zu Reizungen der Haut und der Schleimhäute kommt es vor allem durch die starke Strahlenbelastung wo als Folge Entzündungen vom Zahnfleisch, Entzündung der Speiseröhre, Entzündung vom Magen und Entzündung vom Darm sowie der Harnblase erfolgen kann. Strahlenschäden an der Haut bzw. Strahlendermatitis ist ähnlich wie ein Sonnenbrand, doch durch Strahlenschäden können auch Lungenentzündungen entstehen. Zu grossflächigen Gewebezerstörungen und Geschwüren kommt es bei Spätschäden durch die Strahlentherapie.


Mundvorhof (Vestibulum)

Der Mundvorhof ist ein Teil von der Mundhöhle bzw. der Raum zur Lippe resp. Wange hin und von den Alveolarfortsätzen bzw. bogenförmigen Knochenteil des Oberkiefers und Unterkiefers begrenzt ist, in dem sich die Zahnfächer (Alveolen) befinden bzw. der oberen und unteren Zahnreihe. Die Mundhöhle besteht aus dem Mundhöhlenvorhof, das den Raum zwischen den Wangen, Lippen und Zähnen bildet sowie der eigentlichen Mundraum (Cavum oris).

Mundvorhof, Vestibulum, Schleimhaut, Wange

Mundhöhle bzw. Cavum oris ist die Körperhöhle zwischen Mund und Rachen und im engeren Sinne wird der Raum der Mundhöhle zwischen den Zahnreihen vom Oberkiefer und Unterkiefer resp. Raum zwischen Wangen, Lippen und Aussenseite der Zähne der als Mundhöhlenvorhof bzw. Vestibulum oris bezeichnete wird unterschieden.

Der Mundvorhof ist der Raum zwischen den Lippen / Wangen und den Zahnreihen bzw. beim Zahnlosen Kiefer, den in die Mundhöhle ragenden Fortsätzen der Kieferknochen (Alveolarfortsatz).

Der lateinische Begriff Vestibulum wird in der Anatomie für den Eingangsbereich bzw. Vorhof zur Körperhöhle verwendet. Der Mundvorhof wird vorne durch die Lippen, seitlich durch die Wange und innen durch die Zahnreihen mit den Alveolarfortsätzen begrenzt. Die auskleidende Schleimhaut ist im Bereich der Zähne fest mit dem Alveolarknochen verwachsen. Diese dem Knochen anhaftende Schleimhaut wird als Gingiva propria oder attached Gingiva bezeichnet. Die Gingiva propria (auf Alveolarknochen unverschieblich) als „Festsitzende Schleimhaut“ geht zum Zahn hin in die freie marginale Gingiva bzw. bewegliches Zahnfleisch über. Zwischen den Zähnen befinden sich Zahnfleischpapillen. Die blassrosa erscheinende Gingiva propia bildet eine scharfe Grenzlinie zur dunkleren beweglichen Schleimhaut. Diese Grenze wird Mukogingivalgrenze genannt. Die bewegliche Schleimhaut vom Alveolarfortsatz geht im Bereich der Umschlagfalte in die Lippenschleimhaut und Wangenschleimhaut über. In den Mundvorhof münden die Ausführungsgänge der Ohrspeicheldrüse und der Lippendrüsen und Wangendrüsen.


Mundboden (Diaphragma oris)

Der Mundboden ist die untere Begrenzung der Mundhöhle.

Der Mundboden wird gebildet durch die Weichteile, es ist ein mehrschichtiges Weichteilareal zwischen dem Unterkieferkörper und dem Zungenbein (Os hyoideum), das die kaudale Begrenzungsfläche der Mundhöhle bildet. Die muskuläre Grundlage vom Mundboden bildet die suprahyale Muskulatur mit dem Musculus digastricus, Musculus mylohyoideus, Musculus geniohyoideus und Musculus stylohyoideus.

Mundboden, Schleimhautfalte, Mundhöhle

Der Mundboden ist gegen die Mundhöhle hin mit Mundschleimhaut ausgekleidet.

Die Grundlage vom Mundboden wird gebildet durch die Mundbodenmuskel bzw. dem Musculus mylohyoideus, der flächig zwischen dem Unterkiefer und dem Zungenbein ausgespannt ist.

Der Mundboden ist die untere Begrenzung der Mundhöhle bzw. der Mundboden ist ein mehrschichtiges Weichteilareal zwischen dem Unterkiefer und dem Zungenbein (Os hyoideum), das die untere Begrenzungsfläche der Mundhöhle bildet. Der flächige, zwischen Unterkiefer und Zungenbein ausgespannte Muskel (Musculus mylohyoideus) bildet dabei die Grundlage vom Mundboden. Im vorderen Bereich vom Mundboden zieht von der Mitte aus eine Schleimhautfalte zum Alveolarfortsatz, die als Zungenbändchen (Frenulum linguae) bezeichnet wird. Im vorderen Mundboden zieht das Zungenbändchen (Frenulum linguae) vom Unterkiefer zur Zunge. Rechts und links davon münden die Ausführungsgänge der unteren Speicheldrüsen. An ihrer Ausmündung unter der Zunge befindet sich jeweils eine kleine Erhebung, die als Caruncula sublingualis bezeichnet wird. Seitlich von dieser Erhebung liegt eine gleichnamige Schleimhautfalte im Mundboden, die Plica sublingualis (Unterzungenfalte). Der Mundbodenabszess ist eine bakterielle Entzündung im Bereich vom Mundboden am Ansatz der Zunge bzw. unter der Zunge. Zu den Symptomen beim Mundboden-Abszess wie auch beim Abszess vom Zungengrund, gehören eine gerötete Zunge, die Schleimhäute in Mund und Rachen die gerötet sind und auch Schluckbeschwerden und Fieber. Typisch für einen retralen Zwangsbiss ist eine verspannte Mundbodenmuskulatur, wobei die Triggerpunkte in der Mundbodenmuskulatur sind, sodass starke Schmerzen in das Unterkiefer frontzahngebiet und den Rachenbereich ausstrahlen können. Beim Zungengrundabszess ist die bakterielle Entzündung auf dem Zungengrund, denn als Abszess versteht man eine Eiteransammlung im Körpergewebe wie beim Taschenabszess, Zahnabszess, Zungenabszess, Parodontalabszess, Pulpaabszess, Mundbodenkarzinom, Mundbodenkrebs oder Kieferabszess etc. Mundbodenphlegmone ist eine Sammelbezeichnung für Abszesse und Phlegmonen in der Umgebung vom Unterkiefer.


Gaumen (Palatum)

Der Gaumen kann in die Bereiche harter Gaumen (Palatum durum) und weicher Gaumen (Palatum molle) unterteilt werden.

Der Gaumen hat im Bereich der Zähne eine knöcherne Basis, während er im hinteren Anteil von Muskulatur gebildet wird.

Gaumen, harter Gaumen, weicher Gaumen

Der Übergang vom harten zum weichen Gaumen wird in der Regel erst bei Bewegung der Gaumenmuskulatur deutlich sichtbar.

Der Gaumen bildet das Dach der Mundhöhle und damit gleichzeitig die Abgrenzung zur Nasenhöhle.

Der Gaumen ist nach innen vom Zahnbogen im Oberkiefer gelegene obere Begrenzung der Mundhöhle, welche die Nasenhöhle und Rachen voneinander trennt. Der Gaumen (Palatum) ist die Begrenzung der Kieferhöhle zum Mundraum und auch der Übergang zum Schlund. Der eigentliche Gaumen ist der harte Gaumen, der von den Gaumenplatten gebildet wird, die sich vom Oberkiefer aus in die Tiefe der Mundhöhle erstrecken und aus den waagerechten Teilen beider Oberkiefer und Gaumenbeine, also aus vier durch Nähte miteinander verbundenen Knochenteilen, bestehen. Der Gaumen ist von einer gut durchbluteten drüsenhaltigen Schleimhaut überzogen. Ein grosser Teil vom Gaumen ist unbeweglich, nur der kleine Teil (Platte) ist beweglich, wo die Nasenhöhle von der Mundhöhle getrennt ist. Zum Gaumen gehören nebst verschiedenen Muskeln, Gaumensegel und Gaumenzäpfchen, die beim Sprechen, Trinken und Essen eine wichtige Rolle spielen. Die Gaumenschleimhaut geht vorn und seitlich in das Zahnfleisch über. Die Schleimhaut des Gaumens besitzt Querleisten bzw. Gaumenstaffeln.

Harter Gaumen (Palatum durum)

Die Gaumenplatten bilden den eigentlichen harten Gaumen und erstrecken sich vom Oberkiefer aus in die Tiefe der Mundhöhle, denn sie werden ergänzt durch die waagerechten Teile beider Oberkieferbeine und Gaumenbeine. Die knöcherne Grundlage des harten Gaumens wird zum grössten Teil vom Gaumenfortsatz des Oberkiefers und nur im hinteren Bereich zusätzlich vom Gaumenbein gebildet. Die dem Knochen fest anliegende, straffe Schleimhaut enthält zahlreiche Falten. In der Mitte verläuft eine Längsfalte, die Raphe palati. Hinter den mittleren Schneidezähnen geht diese Längsfalte in einen stärkeren Wulst über, die Papilla incisiva. Zur Seite hin ziehen mehrere leicht geschwundene Querfalten zu den Alveolarfortsätzen hin.

Weicher Gaumen (Palatum molle)

Der weiche Gaumen, auch Gaumensegel genannt, ist beweglich und besteht aus einer mit Schleimhaut überzogenen Muskelschicht, die beim Schlucken für eine Abdichtung der Mundhöhle zur Nasenhöhle sorgt. Am Hinter-Rand des Gaumensegels befindet sich das Zäpfchen. Rechts und links vom Gaumensegel ziehen beidseits jeweils zwei Gaumenbögen nach unten. Zwischen den Gaumenbögen liegt auf jeder Seite eine Gaumenmandel. Der Übergang vom harten zum weichen Gaumen wird besonders deutlich, wenn man den Mund weit öffnet und Ah sagt. Die Ah-Linie bezeichnet die Grenzlinie zwischen hartem Gaumen und weichem Gaumen. Man bezeichnet diese Grenzlinie zwischen hartem und weichem Gaumen deshalb auch als Ah- Linie. Diese Grenze wird jedoch noch besser sichtbar, wenn man bei geöffnetem Mund und geschlossener Nase versucht, durch die Nase auszuatmen. Man kann dann einen deutlichen Knick am Übergang vom unbeweglichen harten Gaumen zum beweglichen weichen Gaumen erkennen. Der Hinterrand von Oberkiefer- Totalprothesen (Vollprothesen) soll im Bereich der Ah- Line liegen.

Gaumenschleimhaut

Die Gaumenschleimhaut kleidet die Mundhöhle aus und besteht aus einem mehrschichtigen Plattenepithel, die teilweise verhornt oder auch unverhornt ist.

Mit Gaumenschleimhaut ist die Mundschleimhaut gemeint die je nach Lokalisation unterschiedlich aufgebaut ist, denn es gibt Bezirke wie in der Gaumenmitte (Torus palatinus) mit geringer Resilienz (Eindrückbarkeit) wodurch bei Gaumenplatten bei einer Oberkiefer-Vollprothese leichte Druckstellen entstehen können, denn die "Adhäsionsprothese" kann nur durch die adhäsiven Kräfte zwischen Schleimhaut und Prothesenbasis halten. Im zahnlosen Oberkiefer wird eine gaumenfreie Abformung gemacht, damit die Adhäsionskraft zwischen Prothese und der Gaumenschleimhaut maximal ausgenutzt werden kann. Die Haftwirkung sollte aus dem Zusammenspiel der Kohäsionskräften und Adhäsionskräften vom Speichel und der Schleimhaut sowie dem Speichel mit der Prothese entstehen. Im Unterkiefer bedeckt die Totalprothese bzw. Vollprothese den U-förmigen Kieferkamm, im Oberkiefer zusätzlich den gesamten Gaumen. Die Prothesen im Oberkiefer haben eine grössere Auflagefläche und saugen sich an der Gaumenschleimhaut fest.

Gaumenspalte

Palatoschisis bzw. Uranoschisis ist die angeborene mittige Spaltung des harten und weichen Gaumens, in unterschiedlichen Ausprägungsformen wie vollständige und unvollständige Gaumenspalten.

Die Lippen-Kiefer-Spalten gehören zu den häufigsten angeborenen Fehlbildungen wo die einseitigen Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalten am häufigsten sind, gefolgt von reinen Gaumenspalten, denn eher selten sind die reinen Lippen-Kiefer-Spalten. Bei Patienten die eine Gaumenspalte haben ergeben sich Probleme bei der Nahrungsaufnahme, wo auch Schluckstörungen und Sprachstörungen nicht ausbleiben. Als Therapie gibt es ein operativer Verschluss, was auch als Gaumenplastik bezeichnet wird.

Gaumenbein (Os palatinum)

Das paarig angelegte Gaumenbein bildet das hintere Drittel vom knöchernen Gaumen.

Für den Durchtritt der Gaumennerven und Gaumenarterie ist in der Höhe der oberen Weisheitszähne eine Öffnung vorhanden (Foramen palatinum majus, wo sich meist noch mehrere kleinere Durchtrittsstellen für Nerven und Gefässe vorhanden sind.

Fachbegriffe vom Gaumen

Palatinal bedeutet zum Gaumen hin.
Gaumenfalten sind Querfalten der Gaumenschleimhaut.
Der Gaumenfortsatz ist ein Teil vom Oberkieferknochen, der den grössten Teil vom harten Gaumen bildet.
Die Tonsille ist ein in der Nische zwischen den Gaumenbögen liegendes Organ, das aus Lymphgewebe besteht.
Die Mandeln (Tonsillen) sind lymphatische Organe im Bereich von Mundhöhle und Rachen.
Gaumenspalte, Palatoschisis, Uranoschisis ist eine angeborene Spaltung vom Gaumen.
Velumspalte bedeutet Gaumenspalte im weichen Gaumen.
Als Plica wird eine Falte bezeichnet, die von einer Schleimhaut gebildet wird wie die Schleimhautfalte am Gaumen.
Die Gaumenbogen sind Weichteilfalten, die vom seitlichen Rand des Gaumensegels ausgehen.
Der Gaumensegel ist die mit Schleimhaut überzogene Fortsetzung vom harten Gaumen, am Übergang von der Mundhöhle zur Rachenhöhle.

Wenn man von Mandeln spricht, sind meist die Gaumenmandel (Tonsilla palatina) gemeint, es sind die paarig am hinteren Ende vom Gaumen, die zwischen den beiden Gaumenbögen liegen. Es gibt auch weitere Mandeln, die in ihrer Gesamtheit als Waldeyer-Rachenring bezeichnet werden. Wolfsrachen (Cheilognathopalatoschisis) ist ein veralteter Begriff für eine doppelseitige, angeborene Lippen-Kiefer-Gaumenspalte. Umgangssprachlich wird die Lippenspalte meist als "Hasenscharte" bzw. die Gaumenspalte als Wolfsrachen bezeichnet.


Schöne Lippen steigern die sexuelle Attraktivität

Die Lippen (Labia) werden von einem ringförmigen Schliessmuskel gebildet, der aussen von der Gesichtshaut und innen von der Mundschleimhaut bedeckt wird.

Schöne Lippen beim Mensch steigern die sexuelle AttraktivitätAm Übergang der Gesichtshaut zur Mundschleimhaut befindet sich das nur gering verhornte Lippenrot, dessen Farbe von den durchscheinenden Blutgefässen bestimmt wird. Eine dunkle Verfärbung des Blutes bei Sauerstoffmangel wird am Lippenrot daher deutlich sichtbar. Zwischen den Lippen befindet sich die Mundspalte. Die Lippenschleimhaut geht im Bereich der Umschlagfalte in die Schleimhaut des Kiefers über.

Im mittleren Bereich von Oberlippe und Unterlippe befindet sich jeweils ein Lippenbändchen, das zum Alveolarfortsatz zieht.


Die Wange wird beim Mensch als Backe bezeichnet

Die Wange wird wie die Lippe von einer mittleren Muskelschicht gebildet, die innen von Schleimhaut und aussen von Gesichtshaut bedeckt ist.

Zwischen äusserer Haut und Muskulatur befindet sich ein Fettpolster, wo sich in der Wand der Backen (Bucca) kleine Speicheldrüsenpakete befinden, die als Backendrüsen (Glandulae buccales) bezeichnet werden. Gegenüber von den zweiten oberen Molaren mündet der Ausführungsgang der Ohrspeicheldrüse (Glandula parotis) in der Wange. Von der Wangenschleimhaut ziehen vereinzelte Wangenbänder zum Alveolarfortsatz. Diese Schleimhautbänder können bei zahnlosen Patienten den Sitz einer Vollprothese beeinträchtigen.

bleibendes gebiss Menschen mit blassen Wangen werden als kränkelnd angesehen, so dass vielfach die Backen etwas geschminkt werden, denn roten Wangen gelten als schön und gesund. Zu einer schönen Gesichtsästhetik gehören nicht nur schöne Zähne mit gesundem Zahnfleisch und Girlandenförmigen Zahnfleischverlauf mit schöner Zahnfleischfarbe das hellrosa ist, denn der ganze Mund mit Lippen, Wangen Kinn, Augen, Ohren und Stirn beeinflussen die Gesichtsästhetik.

Die Ästhetik vom Gesicht kann durch ein Gesichts-Lifting oder eine ästhetische Operation verbessert werden, also die Ästhetikoperation vom Augenlid, die Kinnästhetik-Operation, das Augenbrauenlifting, die Stirnstraffung oder auch Lippenfüllungsästhetik.


Funktion der Mundhöhle

Die Mundhöhle hat bei Menschen eine vielfältige Funktion.

Die Mundhöhle dient als Beginn des Verdauungstraktes (Kopfdarm) und zur Nahrungsaufnahme, denn das Verdauungssystem beginnt mit dem Mund. Die Mundhöhle ist beim Mensch der erste Abschnitt vom Verdauungstrakt und dient der Zerkleinerung von Nahrung und zusammen mit dem Speichel der Nahrungsverdauung. Die Zähne können einen Bissen festhalten, zerteilen und zermahlen und haben in der Mundhöhle beim Essen eine wichtige Bedeutung für den weiteren Verdauungsvorgang. Die Lippen mit der Lippenschleimhaut können mit ihrer feinen Empfindungsfähigkeit, Konsistenz und Temperatur einer Speise zu prüfen. Die Zunge die zum oberen Verdauungstrakt zählt, ist nebst der Mundschleimhaut als Auskleidung der Mundhöhle, dem Rachen und des Kehldeckels besonders stark von Geschmacksknospen und den Geschmacksrezeptoren für süss, salzig, sauer und bitter, bedeckt. Die Geschmacksknospen machen zusammen mit dem Geruchssinn unseren Geschmackssinn aus. Ausserdem dient die Mundhöhle der Lautbildung und damit der Sprache. Die sie begrenzenden Wangen mit ihrer Muskulatur spielen eine wichtige Rolle bei der Mimik und damit der Kommunikation.

Mundhöhle

Die Mundhöhle stellt mit der Speichelfunktion den ersten Abschnitt vom Verdauungssystem dar.

Die Mundhöhle ist geschützt durch die Mundschleimhaut und beherbergt im Mund für die Kaufunktion den Kauapparat, der mit den Zähnen für die Nahrungszerkleinerung beim Kauvorgang sorgt. Der Mundspeichel sorgt für ein besseres schlucken und die Zunge ist für den Transport zum Rachenraum im hinteren Teil vom Mund zuständig, denn der Rachen ist Teil vom Verdauungstrakt und vom Atmungsapparat.

Mundhöhle, Funktion, Lippen, Zunge, Wangen

Die Mundhöhle dient zusammen mit dem Speichel der Aufnahme und Vorbereitung der Nahrung für die weitere Verdauung im Magen- Darm- Trakt.

Vorne wird die Mundhöhle von den Lippen, seitlich von den Wangen, unten von Zuge und Mundboden und oben vom Gaumen begrenzt. Nach hinten geht der Mund im Bereich der Gaumenbögen in den mittleren Rachenabschnitt über. Die Mundhöhle ist von einer Schleimhaut (Mukosa) ausgekleidet, die aus einem mehrschichtigen Plattenepithel besteht. Durch Drüsenabsonderungen wird diese Schleimhaut feucht gehalten. An Stellen mit besonders starker mechanischer Beanspruchung, vor allem im Bereich der Gingiva (Zahnfleisch), ist die Schleimhaut verhornt.


Mundspeichel und seine Speichel-Funktion

Der Mundspeichel erfüllt mit den vielen verschiedenen Speicheldrüsen viele Aufgaben und hat eine vielfältige Speichel-Multifunktion denn sie hält die Mundschleimhaut feucht, spült die Zähne, löst Geschmackstoffe heraus und schwächt Säuren ab.

Speichel-Funktion, Speichel für Zahnreinigung

Speichel ist für das Gebiss wichtig, denn ohne Speichel würden die Zähne des Menschen innerhalb weniger Wochen vollständig erodieren.

Erzeugt wird der Mundspeichel in drei grossen sowie mehreren kleinen Speicheldrüsen, denn der Speichel des Menschen befeuchtet die Mundhöhle, was das Schlucken, Sprechen und Schmecken ermöglicht.

Der Speichel im Mund sorgt für die Befeuchtung und Vorverdauung der Nahrung und sorgt für ein erleichtertes Schlucken, beeinflusst aber auch das Riechen. Der Speichel sorgt mit dem Speichelfluss auch für die Physiologische Selbstreinigung bzw. Mundhygiene. Physiologische Selbstreinigung ist die antiseptische (desinfizierende) Wirkung des Speichels die Zunge und Zähne reinigt. Speichel bildet mit seinen antiviralen und antibakteriellen Faktoren die erste Barriere im Mund gegenüber Krankheitserregern.

Speichel

Speichel kann dank seiner chemischen Inhaltsstoffe vielfältige Aufgaben erfüllen, denn Speichel ist nicht nur Wasser, er enthält auch Mineralsalze, Verdauungshilfsstoffe sowie Bakterien tötende Bestandteile.

Mundspeichel, Speichel neutralisiert Säuren

Der Speichel als Sekret der Speicheldrüsen mit seiner wichtigen Speichelfunktion wird vielfach im alltagssprachlichen Gebrauch vielerorts nur als Spucke bezeichnet.

Speichel wird als Körperflüssigkeit vom menschlichen Organismus im Bereich der Mundhöhle produziert, was als Salivation bzw. Speichelbildung bezeichnet wird und beim Erwachsenen täglich 0,5- 1,5 Liter Speichel ans Tageslicht kommt.

Der Hauptanteil an Speichel wird dabei von den drei grossen, paarig angeordneten Speicheldrüsen, der Ohrspeicheldrüse, der Unterkieferspeicheldrüse und Unterzungenspeicheldrüse abgesondert. Speichel enthält ca. 99% Wasser und Salze, bestehend aus Natrium, Kalium, Kalzium, Phosphat, Chlorid und Fluorid sowie dem Eiweiss, abgeschilferte Epithelzellen, Blutzellen und Bakterien. Speichel erfüllt eine Vielzahl von Aufgaben wie das Anfeuchten der Mundhöhle, Spülfunktion der Zähne, Lösen von Geschmackstoffen, Gleitfähig machen der Nahrung, Pufferung von Säuren bzw. die Neutralisation, Remineralisation der Zähne sowie die antibakterielle Wirkung und beginn der Kohlenhydratverdauung. Zunächst feuchtet Speichel mit seinem hohen Wasseranteil die Mundhöhle an. Dabei hat der Speichel eine reinigende, leicht antibakterielle Spülwirkung und kann gleichzeitig auch Geschmacksstoffe aus der Nahrung lösen. Schleimstoffe (Muzine) im Speichel machen die Nahrung gleitfähig für den Schluckvorgang, das Enzym alpha- Amylase (= Ptyalin) leitet die Kohlenhydratverdauung ein.

Speichel für die Zahnreinigung

Der Speichel sorgt im Mund für die Befeuchtung und Vorverdauung der Nahrung und sorgt für das Ausschwemmen von Abfallprodukten das nicht zwischen die Zähne gehört.

Mineralspeicher, Speichel, Zahnreinigung

Für die Zähne hat Speichel betreffend Spülfunktion eine grosse Bedeutung, zwar kann Speichel den Zahnbelag (Plaque) nicht auflösen, aber die Zuckerkonzentration und Säurekonzentration auf der Zahnoberfläche durch Spülwirkung verringern.

Mit zunehmender Dicke des Zahnbelags nimmt die Spülwirkung jedoch ab. Der Speichelfluss wird durch Kauen sowie Reizung der Geschmacksrezeptoren bzw. Sinnesnerven angeregt. Die Speichelflussmenge wird somit durch den Kauvorgang individuell bestimmt.

Speichel kann Säuren neutralisieren

Dünnflüssiger Speichel kann im Mund befindliche Säure neutralisieren und so das Kariesrisiko vermindern. Diese Wirkung wird auch als Pufferung von Säuren bezeichnet. Die Säuren können dabei aus der Nahrung stammen oder als Stoffwechselprodukt beim Abbau von Zucker durch Bakterien entstehen. Die Pufferkapazität ist bei den Zahnpatienten unterschiedlich, d.h. bei einigen Patienten kann der Speichel mehr Säure neutralisieren als bei anderen. Diese individuelle Pufferkapazität kann man messen. Dazu erfolgt eine Bestimmung des pH-Wertes, der ein Mass für den Säuregrad ist.

Remineralisation

Die im Zahnschmelz vorhandenen Bestandteile Kalzium, Phosphat und Fluorid können mit dem Speichel in Lösung gehen, was zu einer Entkalkung bzw. Demineralisation der Zahnoberfläche führen kann.

Andererseits können Kalzium, Phosphat und Fluorid aus dem Speichel in den Schmelz eingebaut werden und so eine Remineralisation von Entkalkungen im Anfangsstadium ermöglichen. Die Remineralisation wird dabei durch Fluoridzusatz und sorgfältige Plaqueentfernung deutlich beschleunigt. Zwischen dem Speichel und der Zahnoberfläche findet somit ein ständiger Austausch von Kalzium, Phosphat und Fluorid statt, den man im Rahmen von Prophylaxemassnahmen und Behandlungsmassnahmen nutzen kann. Die auf den Zähnen befindliche Plaque kann durch die Speichelbestandteile verkalken, wodurch Zahnstein entsteht. Zahnstein setzt sich dabei im Wesentlichen aus Kalziumphosphat zusammen, das mit Geweberesten und Mikroorganismen vermischt ist. Zahnsteinablagerungen findet man daher vor allem im Bereich der Ausführungsgänge der Speicheldrüsen an den Lingualflächen der unteren Frontzähnen und Bukkalflächen der oberen Molaren. Speichel hat eine Schutzwirkung vor Zahnkaries, doch die Kariesentstehung bzw. Kariesbildung wird begünstigt durch eine verminderte Speichelmenge, zähen, mukösen bzw. Schleimigen Speichel, Mangel an Kalksalzen im Speichel und verminderter neutralisierender Wirkung des Speichels.

Mundflora

Die Zusammensetzung der Mundflora, also der im Mund vorkommenden Bakterien ist bei jedem Mensch sehr verschieden. Besteht ein hoher Anteil an Kariesbakterien wie Streptococcus mutans und Laktobazillen, so ist das Kariesrisiko erhöht, denn die Bakterien können durch mikrobiologische Speicheltests nachgewiesen werden. Dabei können sowohl Art als auch Anzahl der Bakterien bestimmt werden.

Mundatmung

Die Mundatmung ist häufig Folge einer erschwerten oder behinderten Nasenatmung. Ein unzureichender Lippenschluss, ein offener Mund in den Nachtstunden oder einfach nur eine schlechte Angewohnheit können die Ursache sein. Durch diese Fehlfunktion können Kieferfehlbildungen entstehen. Weiterhin kommt es bei Mundatmung durch den ständigen Luftstrom zu einer andauernden Austrocknung der Mundhöhle, wodurch der Speichel seine Kariesschützende Wirkung nicht mehr entfalten kann.


Speichel, ein Mineralienspeicher

Der Mundspeichel als Mineralspeicher enthält nebst Elektrolyten und Enzymen Immunglobuline bzw. Antikörper.

Der Mundspeichel hat beim Mensch als natürlichen Schutzsystem eine wichtige Speichel-Funktionen, denn der Speichel aus den Speicheldrüsen sorgt für die Befeuchtung der Mundhöhle, erleichtert das Schlucken nach der Vorverdauung der Nahrung und bildet gegenüber Krankheitserregern mit den antiviralen und antibakteriellen Faktoren eine wichtige Barriere im Mund. Zur Härtung vom Zahnschmelz enthält der Speichel verschiedene Mineralsalze, die der Zahn für die Widerstandskraft gegenüber Säureattacken braucht, denn Bakterien bauen den in der Nahrung enthaltenen Zucker zu Säure ab, wodurch Karies entsteht. Weil die Säure die Zahnoberfläche entmineralisieren und den Zahn angreifen kann, entsteht Zahnkaries. Der Speichel fördert durch die zahnhärtender Mineralien den Wiedereinbau in den Zahnschmelz, was der Zahnarzt als Remineralisation bezeichnet, damit dies der Entstehung von Zahnkaries entgegenwirken kann.

Speichel, Mund, Mineralienspeicher, Schutzsystem

Im Besonderen das Immunglobulin im Mund-Speichel dient der Abwehr von Krankheitserregern in der Mundhöhle.

Speichel als natürlicher Mineralspeicher

Speichel ist ein natürliches Schutzsystem des menschlichen Körpers und ist für die Gesundheit der Zähne sehr wichtig.

Der Speichel schützt und pflegt die Zähne wie auch die Mundhöhle, denn die natürliche Pflege der Mundhöhle erfolgt durch den Mundspeichel, wodurch eine Zahnspülung und Mundspülung erfolgt, was für die Mundschleimhaut und das Zahnfleisch wichtig ist, das ein genügender Speichelfluss vorhanden ist. Zahnkaries als Zahnerkrankung entsteht, wenn die Zahnoberfläche von den Säuren angegriffen und entmineralisiert wird, so dass die Gefahr einer Zahn-Erosion mit Abrasion entsteht. Der Speichel enthält alle Mineralsalze, die der Zahnschmelz zur Härtung und den Erhalt der Widerstandskraft gegenüber Säureattacken braucht. Nach der Nahrungsaufnahme bauen Bakterien den in der Nahrung enthaltenen Zucker zu Säure um. Speichel neutralisiert Säuren, die von Zahnschädigenden Bakterien (Kariesbakterien) gebildet werden und den Zahnschmelz angreifen. Speichel vernichtet auch einen Teil der Krankheitserreger wie Bakterien und Kleinpilze, die in die Mundhöhle gelangen. Der Speichel enthält unter verschiedenem mineralische Bestandteile natürlicher Art, um diese Säuren zu verdünnen und abzubauen. Speichel fördert zusätzlich in den Zahnschmelz auch den Wiedereinbau (Remineralisation) Zahnhärtender Mineralien und wirkt somit der Entstehung von Karies entgegen, denn die Remineralisierung beschreibt die Wiedereinlagerung von Mineralien, sodass beim Zahnschmelz kleinste Reparaturen von Schmelzschäden erfolgen können. Karies kann auch nach Reflux oder Erbrechen (Aufstossen) entstehen durch den sauren Magensaft, der den Zahnschmelz angreift und das Zahnfleisch reizt, was als Säureerosion bezeichnet wird. Erosionsschäden können alle Zahnpartien betreffen, so die Aussenflächen der Zähne, die Kauflächen und besonders die Zahnhälse, wo Schmerzen entstehen können.


Kauen stimuliert Speichelfluss

Durch das Kauen wird der Speichelfluss für die Verdauung der Nahrung einleitet.

Der Speichelfluss kann nebst der normalen Produktion durch verschiedene Reize zusätzlich angeregt werden, so beim Kauen wie auch beim Erblicken oder Riechen von guten Esswaren, wenn einem Sprichwörtlich das Wasser im Mund zusammenläuft. Beim Mensch ist eine ausreichende Speichelproduktion sehr wichtig, denn der Speichel (Saliva) als "Geifer, Sabber oder Spucke" ist das Sekret der Speicheldrüsen, der im Mund für die Mundschleimhaut und die Zähne eine wichtige Reinigungsfunktion und Schutzfunktion hat. Der der Speichelfluss mit antiseptischer (desinfizierender) Wirkung vom Speichel sorgt für die Physiologische Selbstreinigung der Mundhöhle und reinigt Zähne und Zunge. Bei einer Mundtrockenheit ohne ausreichenden Speichelfluss werden die Bakterien im Mund nicht weggespült, was Mundgeruch verursachen kann. Wenn ein guter Speichelfluss nicht gewährleistet ist, können auch Sprechstörungen, Geschmacksstörungen und Schluckbeschwerden etc. entstehen.

Kaugummis können auch als "Zahnbürstenersatz für Unterwegs" für die Zahnpflege benutzt werden.

Kauen stimuliert Speichelfluss, Kauen Kaugummis

Der Speichelfluss kann durch Kauen von Kaugummis angeregt werden.

Kauen stimuliert den Speichelfluss, das ganz normal während der Nahrungsaufnahme geschieht.

Kauen von speziellen Kaugummis mit dem Zuckeraustauschstoff Xylitol nach den Mahlzeiten produziert mehr Speichel und kann dadurch die Remineralisation des Schmelzes fördern und damit einer Karies vorbeugen. Durch regelmässiges Kauen von zuckerfreiem Kaugummi produziert man mehr Speichel und der Plaque-pH reagiert damit nicht sehr stark auf den Zucker. Die Zahnreinigung wird aber durch den Zahnpflege-Kaugummi nicht ersetzt. Obwohl die Zähne mit dem Zahnschmelz eine grosse Härte aufweisen, reagieren Zähne sehr empfindlich auf Säureeinwirkung vom Magen, denn Säure löst Mineralien aus der Zahnoberfläche und macht die Zähne so weicher, sodass Karies durch Magensäure entstehen kann.

Speichelfluss anregen

Der Speichelfluss fördert durch die zahnhärtender Mineralien die Remineralisation "Wiedereinbau in den Zahnschmelz", was der Entstehung von Zahnkaries durch den Mineralienspeicher entgegenwirken kann.

Die Absonderung von Speichel aus den Speicheldrüsen wird als Sekret bezeichnet, sei es aus den Ohrspeicheldrüsen, Unterzungendrüsen, Unterkieferdrüse oder aus den Regionen der Zunge. Der Speichelfluss (Salviation) ist die Absonderung von Speichel aus den Speicheldrüsen als natürliche Pflege der Mundhöhle und der Zähne.

Speichelfluss anregen, Kauen, Kaubewegung

Mit Absonderung von Speichel aus den Speicheldrüsen ist Speichelfluss gemeint, denn der Speichel sorgt für die natürliche Mundhygiene und ist für die Gesundheit der Zähne sehr wichtig.

Speichelfluss durch das Kauen

Der Speichelfluss kann durch das Kauen angeregt werden, sodass der Mund nicht austrocknet und Zahnkaries verhindert werden kann.

Durch die angeregte Speichelbildung erfolgt nur ein erster Schritt für die Selbstreinigung der Mundhöhle. Zahnpflege-Kaugummis sind eine wertvolle Ergänzung zur Mundhygiene, besonders wenn man unterwegs keine Gelegenheit zu klassischen Mundhygiene hat. Für die Zahnprophylaxe zwischendurch bieten sich Zahnpflegebonbons und zuckerfreie Kaugummis an. Beim Kauen und Sprechen sowie durch die dem Brechakt vorausgehenden heftigen Bewegungen der Mundmuskeln und Schlundmuskeln (Rachenmuskulatur) wird die Speichelabsonderung vermehrt. Das Erbrechen ist beim Mensch eine Schutzvorrichtung und Abwehrvorrichtung vom Organismus. Die in 24 Stunden abgesonderte Menge des Speichels wird auf 1,5 kg geschätzt (erwachsenen Menschen).

Speichelfluss aus gesteigerter Speichelproduktion

Ein vermehrter Speichelfluss aufgrund gesteigerter Speichelproduktion (Pseudo Sialorrhoe) wird beim Zahnarzt als starke Ansammlung von Speichel in Mund und Rachen vielfach als Hypersalivation oder Sialorrhoe bezeichnet.

Sialorrhö ist eine Bezeichnung für das unwillkürliche Abfliessen von Speichel aus dem Mund, kann jedoch unabhängig von einer vermehrten Speichelproduktion auftreten. Die Unfähigkeit den Speichel zu schlucken ist ein grosses Problem das lästig und quälend ist, sei dies wegen einer Schluckstörung oder durch einen vermehrten Speichelfluss.


Mundspeicheldrüsen

Als Speicheldrüsen werden die verschiedenen Drüsen des Körpers bezeichnet, die Speichel produzieren und in die Mundhöhle als Sekretion absondern.

Der Speichel aus den Speicheldrüsen sorgt im Mund  für die Befeuchtung und Vorverdauung der Nahrung und erleichtert das Schlucken. Die Steuerung der Speichelsekretion über das vegetative Nervensystem erfolgt und beeinflusst auch das Riechen, denn der Speichel bildet mit seinen antiviralen und antibakteriellen Faktoren eine Barriere gegenüber Krankheitserregern im Mund. Die Funktion von Speichel erfüllt als natürliches Schutzsystem viele Aufgaben und hat eine Speichel-Multifunktion. Wenn in den Ausführungsgängen der grossen Speicheldrüsen sich Speichelsteine als Ablagerung bilden, können diese bei entsprechender Grösse zu einem Speichelstau mit Entzündungen (Sialolithiasis) führen. Speichelsteine entstehen durch Salze im Speichel, die sich zu kristallinen Strukturen auflagern, denn der Speichel ist auch ein Mineralienspeicher. Eine Speicheldrüsenentzündung die sich durch eine Schwellung bemerkbar macht kann einseitig oder auch beidseitig auftreten und Schmerzen oder auch Fieber bereiten. Wenn Speichelsteine entstehen, besteht zwischen den einzelnen Bestandteilen des Speichels ein Ungleichgewicht, das die Zahnsteinbildung begünstigt, so vielfach bei Erkrankungen wie Hyperkalzämie (erhöhter Calcium-Spiegel), Diabetes mellitus oder Gicht.

Der Speichelfluss ist die Absonderung von Speichel aus den Mundspeicheldrüsen.

Speicheldrüsen, Mund, Speichel, Gaumen, Zunge

Bei den Mundspeicheldrüsen unterscheidet man zwischen den kleinen Lippendrüsen und den paarigen grossen Speicheldrüsen.

Speicheldrüsen

Der Speichelfluss ist die Absonderung von Speichel aus den Speicheldrüsen und enthält wirksame Bestandteile, die für eine gute Balance der bakteriellen Mikroflora in der Mundhöhle sorgt.

In der Mundhöhle sitzt eine Vielzahl an Speicheldrüsen, die in grosse und kleine Munddrüsen eingeteilt werden, damit die Gleitfähigkeit zum Schlucken gewährleistet wird. Der Speichel in den Speicheldrüsen und in den Ausführungsgängen ist noch nicht als Mundspeichel enthalten, denn der Speichel entsteht erst aus einer von den Speicheldrüsen gelieferten Muttersubstanz bei Zutritt der Luft. Bei den Mundspeicheldrüsen unterscheidet man zwischen den kleinen Drüsen, den Lippendrüsen, Speicheldrüsen der Wangenschleimhaut, Speicheldrüsen der Zunge, kleine Speicheldrüsen des harten Gaumen und dem weichen Gaumen sowie den paarigen, grossen Speicheldrüsen als Ohrspeicheldrüse, Unterkieferspeicheldrüse und Unterzungendrüse.

Speichelproduktion

Verantwortlich für die Speichelproduktion sind die kleinen und grossen Mundspeicheldrüsen.

Die kleinen Speicheldrüsen (Glandulae salivatoriae minores) sind als Schleimhautdrüsen in der Schleimhaut der Mundhöhle eingelassen. Die grossen Mundspeicheldrüsen als Ohrspeicheldrüse, Unterkieferspeicheldrüse und Unterzungenspeicheldrüse erzeugen über 90 % vom Speichel. Den Rest an Mundspeichel erzeugen die kleinen Speicheldrüsen, die in der Mundschleimhaut verstreut zu finden sind.

Salivation, Mund, Speichel, Speichelsekretion

❶ Zu den grossen Speicheldrüsen gehören die Ohrspeicheldrüsen, Unterkieferspeicheldrüsen und Unterzungendrüsen.

❷ In fast allen Regionen der Mundhöhle findet man viele kleinen Speicheldrüsen (Glandulae salivatoriae minores) in der Mundschleimhaut (Submukosa) als Auskleidung der Mundhöhle eingestreut. Kleinen Lippendrüsen sind die Speicheldrüsen der Wangenschleimhaut, Speicheldrüsen der Zunge und die kleinen Speicheldrüsen vom harten und weichen Gaumen.

Grosse Speicheldrüsen (Glandulae salivatoriae majores)

Ohrspeicheldrüse (Glandula parotidea)
Unterkieferspeicheldrüse (Glandula submandibularis)
Unterzungenspeicheldrüse (Glandula sublingualis)

Kleine Speicheldrüsen (Glandulae salivatoriae minores)

Lippendrüsen (Glandulae labiales)
Wangendrüsen (Glandulae buccales)
Mahlzahndrüse (Glandulae molares)
Gaumendrüsen (Glandulae palatinae)
Zungendrüsen (Glandulae linguales)

Speicheldrüsen vom Mund

Die Ohrspeicheldrüsen (Glandula parotis) sind die die grössten Speicheldrüsen die ausserhalb vom Mundraum liegen und ein dünnflüssiges sowie eiweissreiches Sekret produzieren und in den Mundraum abgegeben wird über die Ausführungsgänge.

Die Ohrspeicheldrüsen liegen etwas unterhalb und vor dem Ohr und die Ausführungsgänge von den Ohrspeicheldrüsen enden gegenüber dem zweiten oberen Mahlzahn im Mundhöhlenvorhof. Das Speichelvolumen das beim Menschen täglich gebildet wird beträgt ca. 1-2 Liter bzw. es wird ca. 25`000 Liter Speichel im ganzen Leben produziert. Mund-Speichel besteht zu 99,5 % aus Wasser ist aber eine komplex zusammengesetzte Flüssigkeit mit einem durchschnittlichen pH-Wert von 6,7, abhängig von der Menge bzw. Fliessrate. Im Tagesverlauf kann die Speichelsekretion sehr stark schwanken und erreicht das Maximum während der Nahrungsaufnahme, in der Nacht ist die Speichelproduktion minim und hat meist dann unangenehme Folgen, wenn der Mund die ganze Nachtzeit geöffnet bleibt. Da die Ausführungsgänge der Speicheldrüsen in der bakterienbesiedelten Mundhöhle enden, hat ein Versiegen vom Speichelfluss vielfach unangenehme Folgen, denn nur ein kontinuierlicher Speichelfluss kann das Eindringen der Keime in die Drüsen verhindern.


Speichel-Multifunktion

Der Speichel in der Mundhöhle hat eine Reinigungsfunktion.

Der Speichel erfüllt verschiedene Aufgaben, denn Mundspeichel der auch als Spucke bezeichnet wird und das Sekret der Speicheldrüsen ist, verflüssigt zunächst die von den Zähnen zerkleinerte Nahrung, was den Transport zur Speiseröhre und das Schlucken erleichtert.

Speichelfluss, Kauen, Speicheldrüsen, Funktion

Die Enzyme im Speichel tragen zur Nahrungsverdauung bei.

Der Speichel erfüllt viele Aufgaben und hat eine Speichel-Multifunktion.

Der Speichel verflüssigt die von den Zähnen zerkleinerte Nahrung, was den Transport zur Speiseröhre und das Schlucken erleichtert und die im Speichel enthaltenen Enzyme tragen zur Nahrungsverdauung bei. Neben Elektrolyten und Enzymen enthält der Speichel auch Immunglobuline (Antikörper), das zur Abwehr von Krankheitserregern in der Mundhöhle dient. Die Speichelabsonderung erfolgt nur dann, wenn die an die Speicheldrüsen tretenden Fasern vom Nerv direkt oder reflektorisch gereizt werden. Der Speichel ist in den Speicheldrüsen bzw. in deren Ausführungsgängen nicht enthalten, denn er entsteht erst aus einer von den Speicheldrüsen gelieferten Substanz bei Zutritt der Luft.

Speichel als natürliches Schutzsystem

Speichel ist eines der wichtigsten natürlichen Schutzsysteme des menschlichen Körpers

Der Speichel ist ein natürliches Schutzsystem des menschlichen Körpers und ist sehr wichtig, denn Speichel ist für die Neutralisation von Säuren nach dem Essen oder Trinken zuständig und auch für die Remineralisation des Zahnschmelzes durch die enthaltenen Mineralien. Der Speichel enthält sämtliche Mineralsalze, die der Zahnschmelz zu seiner Härtung und für den Erhalt seiner Widerstandskraft gegenüber Säure braucht. Durch Kaugummikauen kann der Speichelfluss verstärkt werden. Dieses erhöhte Speichelflussvolumen enthält auch eine besonders hohe Konzentration an Mineralien und verfügt damit über eine noch höhere Neutralisierungskapazität. Medikamente wie Psychopharmaka und bestimmte blutdrucksenkende Mittel hemmen den Speichelfluss. Wenn die Speichelbildung vermindert ist, spricht man von "Xerostomie" und bei vermehrter Speichelbildung von "Ptyalismus".

Speichel hat eine Multifunktion

Die Speichelabsonderung erfolgt nur, wenn die an die Speicheldrüsen tretenden Fasern des Nervs direkt oder reflektorisch gereizt werden.

Die Speichelsekretion ist unterschiedlich und schwankt stark im Tagesverlauf. Die Speichelsekretion ist am höchsten bei der Nahrungsaufnahme oder beim Kauen von Kaugummi. Speichel wird auch in der Nacht produziert, denn ein Versiegen des Speichelflusses hätte unangenehme Folgen. Da die Ausführungsgänge der Speicheldrüsen in der dicht bakterienbesiedelten Mundhöhle enden, kann nur ein kontinuierlicher Speichelfluss das Eindringen der Keime in die Drüsen verhindern. Der Speichel enthält chemisch gelöste Mineralbestandteile der Zahngrundsubstanz und so repariert der Mundspeichel, die Zahnoberfläche dauernd, die durch mechanische und chemische Einflüsse angegriffen wird. Die Regeneration der Zähne ist wichtig, denn ist das Gleichgewicht in der Mundhöhle gestört, kann sich rasch Zahnkaries entwickeln, was kariöse Läsionen auslöst.


PH-Wert vom Speichel

Der Speichel ist in den Speicheldrüsen oder in deren Ausführungsgängen nicht bereits als Mundspeichel enthalten, denn der Speichel entsteht erst aus einer von den Speicheldrüsen gelieferten Muttersubstanz bei Zutritt der Luft.

PH-Wert Mundspeichel, Mund, Säureattacken

Beim Speichel liegt ein normaler pH-Wert bei 7 bis 7,1, was einem neutralen oder leicht basisches Milieu entspricht. Der Speichel kann mit diesem Wert seine wichtigsten Funktionen, die Remineralisierung des Schmelzes nach (ernährungsbedingten) Säureattacken sowie die Verdauung der Kohlenhydrate optimal ausführen. Der Speichel reagiert alkalisch und enthält durchschnittlich 0,5 % feste Bestandteile. Wenn der Speichel zu sauer ist (Übersäuerung), sind diese Funktionen nicht immer gewährleistet und hat Auswirkungen auf den Zustand des Zahnfleisches. Entzündungsbereitschaft und Schmerzanfälligkeit sind bei Übersäuerung des Speichels erhöht und die Wundheilungstendenz im Mund wird damit verschlechtert. Häufige Ursachen für eine Übersäuerung sind falsche Ernährungsgewohnheiten oder auch anatomische Fehlanlagen, die Magensäure zu einem Rückfluss vom Magen in die Speiseröhre führen. Saures Aufstossen ist meist die Folge eines ungenügenden Verschlussmechanismus zwischen Speiseröhre und Magen.


Speichelsteine beim Mensch

Viele Patienten wurden bis vor wenigen Jahren bei der Diagnose "Speichelstein" operiert, wobei die Speicheldrüse gänzlich entfernt wurde.

Speichelstein, Speichel, Speicheldrüse, Drüsen

Speichelsteine entstehen vielfach in der in der Unterkieferspeicheldrüse wo sich Salze im eingedickten Speichel lagern und sich zu kristallinen Strukturieren und sich vor den Ausführungsgang der Drüse verlegen.

Entstehung der Speichelsteine

Die Speichelsteinbildung im Mund wird als Sialolithiasis bezeichnet, was den Abfluss vom Speichel behindert und eine sekundäre Entzündung begünstigt, so dass eine Speicheldrüsenentzündung entstehen kann.

Ein Speichelstein ist, auch wenn dieser Beschwerden verursacht nicht bösartig, die Symptome werden aber vielfach mit der Gebissarthrose verwechselt, denn die ersten Anzeichen der Gebissarthrose bzw. für eine Arthrose im Kiefergelenk sind Reibegeräusche, Knackgeräusche und Knirschgeräusche im Mund, denn die Kiefergelenkarthrose ist eine Verschleisserkrankung der Kiefergelenke die meist durch eine mechanische Abnutzung der knorpeligen Gelenkflächen hervorgerufen wird und dabei die Beweglichkeit des Kiefers meist eingeschränkt ist.

Speichelsteine, Speichelsteinentfernung, Speichel

Damit im Mund immer genügend Speichel vorhanden ist und der Speichelstein keine Probleme verursachen kann, sollte der Stein entfernt werden.

Grund für die Entstehung von Speichelstein ist eine veränderte Zusammensetzung vom Speichel, der ein Verklumpen der festen Bestandteile und Salze fördert.

Das Vorhandensein von Speichelsteinen in der Mundhöhle muss nicht zwangsläufig zu Beschwerden führen, denn Betroffene werden meist erst auf die Speichelsteine aufmerksam, wenn diese so gross sind, so dass sie sich tasten lassen oder der Speichelfluss blockiert wird. Die Speichelsteine bestehen aus konzentrischen Anlagerungen, vorwiegend aus Calciumphosphat, so dass die Speichelsteine die Drüsenabgänge verstopfen können und es zu einem Rückstau vom Speichel in die Drüse kommt. Bei der Speichelsteinbildung (Sialolithiasis) zeigen sich aszendierende (aufsteigende) Entzündungen mit nahrungsabhängiger, vielfach sehr schmerzhafter Schwellung durch die Sekret-abfluss-behinderung, teilweise eine Entzündung mit Fistelbildung in Mundhöhle oder der Haut. Die betroffene Drüse schwillt an und schmerzt meistens beim Essen, denn durch den vermehrt produzierten Speichel durch das Kauen, werden die Schmerzen verstärkt, sodass eine Rötung der Haut oder auch Fieber auftreten können. Bis vor wenigen Jahren mussten viele Patienten bei der Diagnose "Speichelstein" operiert werden, wobei die Speicheldrüse ganz entfernt wurde. Das Entfernen der betroffenen Drüse ist mit Risiko verbunden, denn benachbarte Strukturen wie die Gesichtsnerven liegen sehr nahe und können bei der Operation verletzt werden, weshalb die Schonung der Gesichtsnerven und deren nebenwirkungsarme höchste Priorität hat.

Speichelsteinentfernung

Die Therapie bzw. Speichelsteinentfernung bei Speichelsteinen wie in den Ohrspeicheldrüsen und Unterkieferdrüsen sowie entsprechenden Gangabschnitten ist die drüsenerhaltende, sonografisch kontrollierte Extrakorporale Stosswellenlithotripsie die beste Wahl.

Normal gelingt die Speichelsteinentfernung durch die vollständige Steindesintegration mit Stosswellenlithotripsie immer, so dass die Speichelsteinbruchstücke als sandartiges Material mit Hilfe medikamentöser Speichelflussanreger über den natürlichen Drüsenausführungsgang ausgeschieden werden. Speicheldrüsen gibt sechs grosse und mehrere kleine auf jeder Seite des Kiefers, dabei sind die Ohrspeicheldrüse und die Unterkieferdrüse die zwei wichtigsten, denn diese Drüsen produzieren gesamthaft über 90 % vom Mundspeichel, demzufolge befinden sich dort auch die meisten Speichelstein-Erkrankungen.

Speichelsteine im Mund sind die häufigste Ursache für die Speicheldrüsenkrankheiten in der Mundhöhle wie die Speicheldrüsenentzündung.

Speichelsteine, Mund, Mundhöhle, Speicheldrüse

Die Speichelsteinbildung im Mund wird als Sialolithiasis bezeichnet, was den Abfluss vom Speichel behindert und eine sekundäre Entzündung begünstigt, so dass eine Speicheldrüsenentzündung entstehen kann.

Die Speichelsteine bestehen aus Kalziumphosphat und Kalziumkarbonat und können 2 mm oder auch 2 cm gross sein und können so den Ausführungsgang einer Speicheldrüse verschliessen.

Speichelsteine sind die häufigste Ursache für eine Speicheldrüsenfunktionsstörung die meist im Alter von 30 bis 50 Jahren bei der drei grossen Kopfspeicheldrüsen vorkommen, Speichelsteinbildungen können aber auch bereits im Kindesalter beobachtet werden. Speichelsteine im Mund sind die häufigsten Ursachen für die Speicheldrüsenentzündung die wegen Speichelstau behandelt werden müssen und treten meist in den grossen paarigen Kopfspeicheldrüsen auf, ca. 10% in der Ohrspeicheldrüse als grösste Kopfspeicheldrüse (Glandula parotis), ca. 83% in der Unterkieferspeicheldrüse (Glandula submandibularis) und ca. 7 % in der Unterzungenspeicheldrüse (Glandula sublingualis) sowie in allen Drüsenausführungsgängen auf. Der Fach-Zahnarzt oder HNO-Facharzt untersucht meist den Speichelstein je nach Lage und Ausprägung genauer durch Sichtbefund, Tastbefund und mittels Ultraschall, sodass die genaue Grösse und die Lage vom Speichelstein im Gang oder in der Drüse festgestellt werden kann. Wenn es zu einer Speichelstauung durch einen Stein im Gang kommt, kann sich die Drüse entzünden, sodass eine antibiotische Therapie begonnen werden muss, damit keine Gefahr einer generalisierten Ausbreitung der Entzündung entsteht. Sofern es kleine Speichelsteine sind, kann versucht werden, den Speichelfluss durch Massage, süsssaurem Essen oder Kaugummi kauen zu erhöhen und den Stein auszuschwemmen. Um die Speicheldrüse zu stimulieren können auch Medikamente eingesetzt werden sowie die extrakorporale Stosswellenlithotripsie oder die Sialendoskopie, denn damit kann bei Speichelstein mit Speichelstau eine chirurgische Drüsenentfernung mit dem Risiko von Gesichtsnerv-Verletzung und Narben meist vermieden werden. Extrakorporale Speichelsteinzertrümmerung bzw. Lithotripsie, EWSL als Stosswellenbehandlung ist besser bekannt unter Nierensteinzertrümmerung.

Speichelstein und Stosswellenlithotripsie

Verletzungen der Gesichtsnerven und Operationsrisiken werden mit der Stosswellenlithotripsie vermieden, denn sie ist schonend und relativ schmerzlos, was sehr selten eine örtliche Betäubung erfordert.

Bei grösseren Speichelsteinen der Ohrspeichelkieferdrüsen sowie Unterkieferdrüsen und den Gangabschnitten ist die drüsenerhaltende, sonografisch kontrollierte Extrakorporale Stosswellenlithotripsie eine gute Wahl, denn Verletzungen der Gesichtsnerven bzw. Operationsrisiken werden mit der Stosswellenlithotripsie vermieden. Die Steindesintegration werden die Speichelsteinbruchstücke als sandartiges Material mit Hilfe medikamentöser Speichelflussanreger über den natürlichen Drüsenausführungsgang ausgeschieden. Speichelsteine findet man auch bei den kleinen Drüsen, bevorzugt bei Lippen und Wange.


Mundtrockenheit

Ein trockener Mund (Xerostomie) ist vielfach ein unangenehmer Nebeneffekt von Stress, wo eine Trockenheit der Mundschleimhaut subjektiv empfunden wird.

Die Mundtrockenheit als Nebenwirkung bestimmter Medikamente ist sehr Lästig, besonders wenn die Zunge am trockenen Gaumen klebt. Eine Mundtrockenheit kann sich allerdings auch eine Folge einiger Erkrankungen als dauerhafter Begleiter sein. Eine Mundtrockenheit entsteht durch eine verminderte Speichel-Produktion aus den Speicheldrüsen von weniger als 0,1 ml/min, sodass die Mundschleimhaut trocken wird, wobei ein geöffneter Mund in der Nacht zur Trockenheit beitragen kann. Die Aufgabe der Speicheldrüsen ist die Freisetzung von Speichel um die Nahrung (Speisebrei) gleitfähig zu machen, denn der erste Schritt der Zersetzung vom Essen beginnt im Mund als Vorverdauungstrakt. Ausserdem enthält der Speichel eine Vielzahl an Eiweissen, Enzymen und Antikörpern, um Krankmachende Keime im Mund abzuwehren. Viele Menschen leiden unter Mundtrockenheit wo vielfach unerwünschte Nebenwirkung wie Mundgeruch, Zungenbrennen, Durst, Schluckbeschwerden, Sprechstörungen, Geschmacksstörungen und Schmerzen entstehen.

Wenn der Mund durch Stress trocken wird, ist das eine vorübergehende Mundtrockenheit.

Mund trocken, trockener Mund, kein Speichel

Vielfach liegt bei Mundtrockenheit die Ursache für die Reduktion des Speichelflusses in Nebenwirkungen von Medikamenten, denn es gibt mehr als 400 hemmende Medikamente auf dem Markt, die den Speichelfluss hemmen oder fast ganz verhindern.

Menschen mit trockenem Mund

Ein trockener Mund verursacht durch geringen Speichelfluss ist sehr unangenehm, denn durch die Mundtrockenheit entstehen Probleme beim Sprechen.

Die Speichelproduktion bzw. verminderte Speichelsekretion kann auch durch Autoimmunkrankheiten oder Rauchen beeinträchtigt sein.

Zur Störung der Speicheldrüsensekretion und damit zu Mundtrockenheit kommt es unter anderem durch Stoffwechselstörungen, bedingt durch verschiedene Ursachen wie Medikamente, Strahlen-Therapie, Stress und Depressionen, Vitaminmangel, Diabetes und verschiedenen Krankheiten, aber auch das Alter, kann der Grund für Speichelmangel sein.

Munspeichel, Mundtrockenheit, Xerostomie

Xerostomie ist eine häufige Nebenwirkung verschiedener Arzneimittel, wie Anticholinergika, Atropin bzw. Hyoscyamin, Diuretika oder Psychopharmaka.

Problem der Mundtrockenheit im Alter

Mit zunehmendem Alter verschärft sich das Problem der Mundtrockenheit, vielfach aber auch durch vermehrte Einnahme von Medikamenten, was zu vermehrten Erkrankungen wie Zahn-Karies, Kariöse Läsionen und Zahnfleischentzündung führt.

Ungenügende Einnahme von Getränken erzeugt Mundtrockenheit und wird durch die natürliche Alterung der Speicheldrüsen zusätzlich verstärkt, welche weniger Speichel produzieren. Mundtrockenheit durch Nebenwirkung von Medikamenten für Herzkreislauf wie gegen hohen Blutdruck, Betablocker oder Medikamente gegen Depression sowie gegen Parkinson sind im Alter sehr häufig. Auch Medikamente gegen Asthma oder Schlafmittel, Bestrahlungstherapien im Bereich der Speicheldrüsen oder Chirurgische Eingriffe im Bereich der Speicheldrüse können Mundtrockenheit auslösen.

Ursachen der Mundtrockenheit sind:

Medikamenteneinnahme nach radiologische Therapie in der Mundregion und Gesichtsregion
Flüssigkeitsverlust nach verminderte Kautätigkeit (Kauen)
Altersregression
Speicheldrüsenerkrankungen und Speicheldrüsenoperationen
Mundtrockenheit durch geöffneten Mund in der Nacht
Erkrankungen mit Speicheldrüsenbeteiligung
Erkrankungen mit direkter oder indirekter Beeinflussung der funktionellen Versorgung und des Stoffwechsels der Speicheldrüsen

Die beiden oralen Hauptsymptome der Speichelfluss-Minderung sind ein Mundtrockenheitsgefühl oder Rauhigkeitsgefühl (Zunge klebt am Gaumen) sowie ein verstärktes Durstgefühl, denn Speichel hat eine Speichelmulti-Funktion und damit auch eine Speichel-Schutzfunktion.

Folgen von Mundtrockenheit

Mundtrockenheit bzw. Trockenheit der Mundhöhle wird als Xerostomie bezeichnet und bedeutet meist eine Störung der Speicheldrüsensekretion.

Mundtrockenheit, Xerostomie, Alter, Mundhöhle

Als Xerostomie wird die Mundtrockenheit bezeichnet bzw. die mangelhafte Benetzung der Mundschleimhaut als orale Mukosa durch Speichel im Rahmen einer Hyposalivation, was sich vielfach durch starken Mundgeruch bemerkbar macht.

Schlucken oder ein gestörter Geschmacksinn sind vielfach Folgen von der Mundtrockenheit wie auch erschwertes Kauen.

Die Entfernung von Speicheldrüsen wegen Speichelstein, Speicheldrüsenentzündung, eine Strahlentherapie oder fieberhafte Allgemeinerkrankungen können Ursache der Mundtrockenheit bzw. Xerostomie sein. Durch die Mundtrockenheit können verstärkte Blutungsneigung, schmerzhafte Stellen an der Mundschleimhaut, Zungenbrennen und Mundbrennen oder auch eine schlechte Haftung der Zahnprothese (ohne Speichel), verbunden mit Schmerzen entstehen, denn bei Prothesen können Brennen auf der darunter liegenden Schleimhaut stark störend wirken.

Probleme beim Tragen der Zahnprothese gibt es meist immer, denn der Prothesenhalt wird durch die Mundtrockenheit durch ungenügende Speichelmenge immer in Leidenschaft gezogen, sodass die Prothese schlecht sitzt.

Mundtrockenheit, trockener Mund, Xerostomie

Erkrankungen der Speicheldrüsen wie Sjögren-Syndrom oder Begleiterscheinungen bei bestimmten Krankheiten (Diabetes, Morbus Parkinson, Depression), Schlafen mit geöffnetem Mund, Tumor in der Mundhöhle etc. lassen eine Mundtrockenheit in Erscheinung treten.

Mundtrockenheit / Xerostomie

Mundtrockenheit ist meist eine Begleiterscheinung von Medikamenten und Erkrankungen.

Eine Mundtrockenheit kann als Begleiterscheinung von Erkrankungen auftreten, aber auch durch Medikamente wie blutdrucksenkende Mittel und Psychopharmaka hervorgerufen werden.

Mundtrockenheit, Xerostomie, Schlucken, Mund

Bei Patienten mit Mundtrockenheit bzw. Xerostomie fehlt der klare Flüssigkeitsspiegel am Mundboden, sodass die Mundschleimhaut gerötet und schmerzempfindlich ist.

Wenn zu wenig Speichel bzw. geringer Speichelfluss vorhanden ist, werden durch die Mundtrockenheit aggressive Säuren im Mund nicht neutralisiert, so dass Zahn-Karies bzw. die Kariesbildung rasch zunimmt.

Menschen, die unter Speichelmangel leiden, wenn der Speichelfluss bzw. die Speichelfunktion nicht gewährleistet ist besitzen ein erhöhtes Risiko, an Karies oder Parodontitis zu erkranken, da die Schutzwirkung vom Speichel fehlt. Der fehlende Speichelfluss hemmt damit auch die Selbstreinigung von Zunge und Zähne bzw. die Mundhygiene.

Symptome von Mundtrockenheit:

Durst
Schluckbeschwerden
Schaumige Mundflüssigkeit
Sprechstörungen
Geschmacksstörungen
Zungenbrennen
Schmerzen
Mundgeruch

Die Therapie gegen Xerostomie als Trockenheit vom Mund richtet sich nach der auslösenden Ursache, denn „Zuckerfreie Kaugummis“ regen den Speichelfluss an wie Naturvölker das mit Schicken machen, ist aber nicht immer das Allheilmittel und so können auch Speichelersatzmittel angewendet werden, denn Speichelersatzstoffe wirken lindernd.

Trockener Mund

Der medizinische Ausdruck für Mundtrockenheit (trockener Mund) ist "Xerostomie".

Zum Schutz vor Karies sollten im Besonderen bei trockenem Mund Fluoridspülungen verwendet werden die zusätzlich mit einer guten notwendigen Mundhygiene unterstützt wird.

Zuckerfreie Kaugummis gegen Mundtrockenheit

Zuckerfreie Kaugummis regen den Speichelfluss an, so dass der Mund nicht ganz trocken gelegt wird und fördern somit die Zahngesundheit und damit auch die Mundhygiene.

Mundtrockenheit bezeichnet die Trockenheit der Mundhöhle, die verschiedene Ursachen haben kann.

Die Mundtrockenheit ist eine häufige Nebenwirkung verschiedener Arzneimittel, wie Anticholinergika, Atropin oder Psychopharmaka. Die Ursachen für den trockenen Mund können auch Krankheitsbilder, wie Sialadenitis, Sjögren-Syndrom oder auch Heerfordt-Syndrom sein. Auch kann die Entfernung von Speicheldrüsen, eine Strahlentherapie oder eine fieberhafte Allgemeinerkrankung Ursache der Mundtrockenheit sein.

Bei trockenem Mund gibt es subjektive Symptome:

Kaubeschwerden beim Verzehr von trockener Nahrung (Kauapparat bzw. Kausystem)
Schluckbeschwerden beim Leer schlucken
Geschmacksstörungen
Sprechstörungen durch Adhäsionskraft der Schleimhaut
schmerzhafte Stellen im Mund und Taubheitsgefühl
Zungenbrennen oder Mundbrennen
Mundgeruch
Zahnfleischbluten oder Zungenbluten
Prothesenunverträglichkeit mit fehlender Haftfähigkeit und Druckstellen

Trockener Mund durch Mundatmung

Die Behandlung von Mundtrockenheit bzw. Xerostomie ist oft schwierig, denn häufig liegt die Ursache vom trockenen Mund in einer Mundatmung, welche durch verengte oder verstopfte Nasenwege verursacht wird.

Eine Unterfunktion der Speicheldrüsen kann verschiedene Ursachen haben, denn der Patient hat neben dem unangenehmen trockenen Gefühl im Mund unter Umständen auch erhebliche Beschwerden an der Mundschleimhaut und der Zunge, was sich wiederum auch auf das Sprechverhalten auswirken kann, denn nebst den Zähnen ist die Zunge als Muskelkörper ein wichtiger Bestandteil der Sprachbildung. Gleichzeitig können Prothesenempfindlichkeit (Prothesenunverträglichkeit) und eine erhöhte Kariesaktivität die Folge einer zu geringen Speichelsekretion sein. Unter der Prothesenunverträglichkeit versteht man Prothesenstomatitis bzw. Unverträglichkeitserscheinungen in Form von Mundschleimhautentzündungen und subjektiven, symptomatischen Beschwerden nach der Eingliederung von herausnehmbarem Zahnersatz. Tatsächlich kann eine Mundtrockenheit der Indikator einer ernsten systemischen Erkrankung oder exokrinen Drüsendysfunktion sein.

Die Mundtrockenheit ist ein häufiges Beschwerdebild bei der älteren Bevölkerung, die unter einer Erkrankung des rheumatischen Formenkreises leiden.

Häufigste extraorale Symptome bei trockenem Mund:

Trockenheit der Nasenschleimhaut mit Schorfbildung und Nasenbluten
Geruchsstörungen
Augentrockenheit mit Augenbrennen
Trockenheitsgefühl im Hals mit Heiserkeit und chronischem Husten Hauttrockenheit
Verdauungsstörungen mit Sodbrennen, Verstopfungen, Appetitlosigkeit, Brechreiz und Durchfall
Miktionsbeschwerden mit verstärktem Harndrang

Trockener Mund

Geringen Speichelfluss löst trockener Mund, bzw. eine Mundtrockenheit aus.

Ein trockener Mund, verursacht durch geringen Speichelfluss, ist sehr unangenehm und Mundtrockenheit (Xerostomie) erhöht das Risiko von Karies bzw. Zahnfäule, Erosionen resp. Abtragungen von Zahnschmelz und Zahnbein sowie Schleimhauterkrankungen wie Entzündung Mundschleimhaut, Mundschleimhauttumore etc.

Durch die Mundtrockenheit entstehen Probleme beim Sprechen sowie Schlucken mit trockenem Mund oder ein gestörter Geschmacksinn sind mögliche Folgen wie auch erschwertes Kauen. Durch den trockenen Mund über längere Zeit bzw. durch die Mundtrockenheit können verstärkte Blutungsneigung, schmerzhafte Stellen an der Mundschleimhaut, Mundbrennen und Zungenbrennen sowie eine schlechte Haftung der Prothese, verbunden mit Schmerzen entstehen.

Ein trockener Mund resp. die Mundtrockenheit verhindert eine Selbstreinigung der Mundhöhle bzw. die natürliche Mundhygiene von Mundhöhle mit Zunge, Zahnfleisch und Zähnen, denn Zähne haben viele Aufgaben.

Trockener Mund, Mungeruch, Mundtrockenheit

Mundtrockenheit kann auch Risse an Lippen und Mundschleimhaut entstehen lassen.

Trockener Mund, vermindertem Speichelfluss im Alter

Bei Vollprothesen kann der Speichel plötzlich wegbleiben und ohne Mundspeichel kann die Prothese nicht halten sodass Brennen auf der darunter liegender Schleimhaut entstehen kann, was auch das Wohlbefinden stark stören kann.

Der Prothesenhalt kann bei trockenem Mund stark in Leidenschaft gezogen werden, denn dadurch entsteht eine auch eine "Schlechtsitzende Zahnprothese" wie wenn keine Prothesenpflege erfolgt. Ungenügende Flüssigkeitszufuhr erzeugt Mundtrockenheit und wird durch die natürliche Alterung der Speicheldrüsen zusätzlich verstärkt, welche weniger Mund-Speichel produzieren, denn verschiedene Ursachen führen im Alter zu vermindertem Speichelfluss, so Nebenwirkung von Medikamenten für Herz- und Kreislauf bzw. hoher Blutdruck, Betablocker, Medikamente gegen Depression oder gegen Parkinson. Auch Medikamente gegen Asthma oder Schlafmittel können Mundtrockenheit auslösen. Bestrahlungstherapien im Bereich der Speicheldrüsen oder Chirurgische Eingriffe im Bereich der Speicheldrüse führen zu Mundtrockenheit. Erkrankungen der Speicheldrüsen, z.B. Sjögren-Syndrom oder Begleiterscheinungen bei bestimmten Krankheiten wie Diabetes, Morbus Parkinson, Depression, Schlafen mit geöffnetem Mund bzw. nachts die Mundatmung oder Tumor in der Mundhöhle lassen eine Mundtrockenheit in Erscheinung treten.