Zahnverlust: Zahnunfall, Zahnkrankheit, Zahnlücke im Gebiss

Zahnverlust

Zahnverlust

Unter Zahnverlust versteht man die mengenmässige Verminderung der Zähne im Milchgebiss oder im beleibenden Gebiss.

Wenn die Zähne nicht regelmässig und gründlich gereinigt werden, entsteht Zahnkaries und damit ein Loch im Zahn, verursacht durch Bakterien im Mund oder eine Erkrankung vom Zahn selbst ist.

Zahnverlust durch Unfall oder Zahnkrankheit

Bakterien ernähren sich von Zucker und besiedeln in einem Biofilm die Zahnoberfläche, schädigen den Zahnschmelz und dann das Zahnbein durch Säureattacken.

Zahnverlust durch Zahnkrankheiten

Parodontitis ist eine häufig auftretende Entzündung vom Zahnhalteapparat bei Erwachsenen, das vielfach zu Zahnverlust führt.

Für Zahnverlust gibt es nebst Zahnverlust nach Unfall und deren Folgen unterschiedliche Gründe, doch vielfach handelt es sich um Zahnkrankheiten wie Zahn-Karies oder Parodontitis, die beim Zahnarzt als Volkskrankheiten bezeichnet werden. Bei Parodontitis die im Volksmund auch Parodontose bezeichnet wird, handelt es sich um eine auf Bakterien zurückzuführende Entzündung vom Zahnhalteapparat, wobei sich das Zahnfleisch zurückbildet und die Zahnhälse als länger erscheinen. Zudem kommt es zum Kieferknochenschwund, so dass keine feste Verankerung der Zähne mehr möglich ist. In schriftlicher Form oder als Röntgenbild erhebt der Zahnarzt den Zahnstatus bzw. Gebisszustand über fehlende Zähne im Zahngebiss, ersetzte Zähne, Kariesbefall, Zahnfüllungen, Inlays, Onlays, Implantate sowie Zahnfehlstellungen oder sonstige Zahnerkrankungen festgehalten werden. Wegen derer entzündlichen Erkrankung der Parodontitis hat diese auch Auswirkungen auf die allgemeine Gesundheit und wird korrekterweise als Parodontitis und nicht als Parodontose bezeichnet. Vielfach ist Parodontitis als Erkrankung weit fortgeschritten, sodass belastete Zähne sich beim Essen bewegen. Durch Zahnfehlstellung, gedrehten Zähnen oder Zähne die nicht gleichmässig in der Zahnreihe stehen, Gebissanomalien wie Überbiss, Kreuzbiss, Tiefer Biss, Offener Biss, Lutschoffener Biss, etc. kann dies zu einer Verkettung von Zahnproblemen und damit auch zu Zahnverlust führen.

Die Ursachen für Zahnverlust sind ab dem 25. Lebensjahr nebst Zahnunfällen, entzündliche Zahnfleischerkrankungen (Parodontose), im Besonderen bei Menschen mit Zahnarztangst.

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Durch Zahnverlust kommt es zu dauerhaften Verschiebungen der Zähne, sodass die Abstände zwischen den Zähnen, im Besonderen bei den Schneidezähnen grösser werden was bei der Technik der Zähne im Zahngebiss bei der Aussprache (Phonetik) eine grosse Rolle spielt.

Zahnverlust bedeutet Verschlechterung der Kaufunktion

Zahnverlust bedeutet eine Zahnlücke und durch weniger Zähne eine Verschlechterung der Kaufunktion, worunter der Kauapparat mit den Kiefergelenken und das ganze Kausystem mit der Kaumuskulatur leide können. 

Beim Zahnlückenstand durch Zahnverlust können im Zahnlückengebiss Nachbarzähne der Zahnlücke sich bei jedem Zahnverlust die Zähne seitlich bewegen und in die Zahnlücke wandern, sodass Zahnfehlstellungen und Kieferfehlstellungen entstehen können, und so kann die Kaufunktion, Sprachfunktion und Atemfunktion beeinträchtigt sein. Die Zahnpflege kann durch die Zahnfehlstellungen erschwert sein, wodurch nicht alle Stellen im Mundbereich mit der Zahnbürste erreichbar sind, womit auch die Kariesaktivitäten sich erhöhen können. Damit die Zahnwanderung gestoppt werden kann braucht es einen Zahnersatz, denn unter Zahnverlust versteht man eine Verminderung der Zähne im bleibenden Gebiss oder im Milchgebiss. Im bleibenden Gebiss kann unterschiedlicher Zahnersatz eingesetzt werden, wo hingegen im Milchzahngebiss bei vorzeitigem Zahnverlust Platzhalter in die Milchzahnlücke eingesetzt werden.

In der Folge von Zahnverlust zeigen sich beim Gebiss hässliche Lücken, Mimik und Aussehen (Gesichtsästhetik) werden verändert, das Abbeissen sowie Kauen von Speisen wird erschwert und kann Mitverursacher von Magenproblemen sein.

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Unbehandelte Karies ist der häufigste Grund für den Zahnverlust, aber auch saure Magensäfte greifen den Zahnschmelz an, sodass die Gefahr der Zahnerosion entsteht und das Zahnfleisch gereizt wird und eine Zahnfleischentzündung entsteht.

Unfallbedingter Zahnverlust

Viele Zahnunfälle mit Zahnverletzungen und Mundverletzungen die zu Zahnverlust führen sind auf sportliche Aktivitäten zurückzuführen.

Schäden der Frontzähne kommen vielfach bei Kindern und Jugendlichen als Folge von einem Unfall (Zahntrauma) vor. Abgebrochene Zähne können je nach Zahnbruch meist erhalten werden und bei gelockerten Zähnen kann eine Schienung bei der Regeneration helfen, dass es nicht zum Zahnverlust kommt. Nach einem unfallbedingten Zahnverlust wird der zahntragende Kieferknochen in Höhe und Breite rasch abgebaut, denn er wird vom ausgeschlagenen Zahn nicht mehr benötigt, womit auch das Zahnfleisch verloren geht (Zahnfleischrückgang). Die Nachbarzähne kippen nach dem Zahnverlust durch den Zahnunfall in die Zahnlücke und Zähne aus dem Gegenkiefer wachsen heraus und suchen sich den Weg in die Lücke hinein. Durch den Zahnausfall leidet das Aussehen, sodass die Zahnästhetik und die Aussprache gestört sein kann, wenn die Zahnlücke nicht umgehend versorgt wird.

Fehlende Zähne

Fehlende Zähne, ob durch Extraktion oder Nichtanlage, kann bei den umliegenden Zähnen zu Veränderungen der Position führen, um den Spalt auszufüllen.

Fehlen Zähne von Geburt an, hat dies Auswirkungen auf die Entwicklung, denn der Kieferknochen kann nicht richtig wachsen weil der Druckreiz im Bereich der Zahnlücke beim Kauen fehlt. Eine fehlende Zahnanlage kommt nur selten vor und hat meist eine genetische Ursache, das Sprechen und Kauen kann aber dadurch stark beeinträchtigt sein.

Fehlende Zähne können durch den Zahnverlust einen unausgeglichener Druck auf den Kieferknochen und auf die Muskulatur bewirken.

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Wenn Zähne fehlen, sollte die entstandene Zahnlücke geschlossen werden, ansonsten es zu Knochenverlust bzw. Kieferknochenaufbau, Zahnfehlstellungen und Kieferfehlstellungen sowie zu weiterem Zahnverlust kommen kann.

Die Ästhetik von Mund und Zahnästhetik wird durch die Lachlinie, Unterlippe in Form und Fülle sowie dem Zahnfleisch und der Grösse der Zähne, Zahnlänge, Zahnbreite und Zahnabstände oder Zahnlücken im Gebiss etc. geprägt.

Schiefer Biss oder eine Fehlstellung vom Kiefer sowie Zahnlücken sind vielfach auch Auslöser für Kopfschmerzen, Tinnitus, Migräne oder Verspannungen im Nackenbereich und Rückenbereich. Durch die entzündlichen Veränderungen am Kieferknochen verlieren die Zahnpatienten von Parodontitis immer mehr Kieferknochen (Knochenschwund), bis die ersten Zähne ausfallen. Durch den Zahnverlust werden die restlichen Zähne meist mehr beansprucht was zur Zahn-Fehlbelastung und Überbelastung der noch in der Mundhöhle verbliebenen Zähne führen kann. Durch den Zahnverlust wird der Kieferknochen, wenn er keine Zähne mehr halten muss weiter abgebaut. Sind die Zähne und der Kieferknochen (Kieferkamm) verschwunden, fallen die Weichteile vom Gesicht ein. Fehlende Zähne können durch Zahnbrücken, Zahnprothesen oder Zahnimplantate nach Abschluss vom Wachstum ersetzt werden, die jeweilige Knochenqualität und die Grösse der Zahnlücke im Gebiss bestimmen jedoch die genaue Anzahl der Implantate. Da im Wachstumsalter Zahnimplantationen nicht möglich sind, kann es über die Jahre zu Knocheneinbrüchen kommen, so dass nach Abschluss vom Wachstum vor der Zahnimplantation der Kieferknochen zuerst aufgebaut werden muss.

Beratung Zahnarztangst

Die Beratung und Betreuung ist bei Zahnarztangst (Phobie) vor und während der Zahnsanierung zur Bewältigung der Angst sehr wichtig. Zahnarztangst ist wie eine rote Ampel die nicht auf grün  schalten kann, wenn sie einen defekt hat.

Fachberatung Zahnarztangst für Schlafnarkose beim Zahnarzt