Zahnschmerzen, Zahnhals-Schmerzen: heiss, kalt, süss, sauer

Zahnschmerzen

Pulpitis-Schmerz

Eine häufige Ursache für Zahnschmerzen ist die Entzündung der Zahnpulpa, was der Zahnarzt als Pulpitis bezeichnet und Pulpitis-Schmerzen verursacht.

Zahnschmerzen gehören zu den häufigsten Schmerzen und erfordern meist einen Zahnarztbesuch, im Besonderen wenn es um einen Pulpitis-Zahnschmerz geht.

Pulpitis Zahnschmerzen Entzündung Zahnnerven

Eine „Akute Pulpitis“ ist ein stark schmerzhafter Zahn, verursacht durch eine Entzündung vom Zahnnervengewebe.

Pulpitis - Zahnschmerzen

Pulpitis ist eine "Entzündung der Zahnnerven", das Zahnnervschmerzen bzw. Pulpitis-Zahnschmerzen erzeugt.

Bei akutem Krankheitsverlauf einer Zahnerkrankung sind typisch der Aufbissschmerz oder Klopfschmerz. Bei Pulpitis kann ein deutlicher Klopfschmerz vorhanden sein oder auch nicht, denn es gibt fliessende Übergänge, doch meist tritt vielfach in der Nacht ein Spontanschmerz am Zahn auf, da die Bettwärme den Entzündungsprozess unterstützt. Der Schmerz bei Pulpitis kann auch stark ausstrahlen und kann dazwischen Pause machen, wobei sich die Pausen immer mehr verkürzen und die Schmerzattacken verlängern. Pulpitis-Zahnschmerzen können sich verstärken und ausbreiten, sodass auch die Wange und Lymphknoten anschwellen was als "dicke Backe" bezeichnet wird. Bei der Pulpitis (Pulpitiden) tritt auch nachts als Spontanschmerz auf, denn die Schmerzattacken beginnen typischerweise schlagartig und dauern meist sehr viel länger an, als bei kariösen Läsionen. Meist gibt es bei Pulpitis zwischen den Schmerzattacken Pausen mit einer relativen Schmerzfreiheit im Besonderen wenn man an der Kält ist. Anfänglich dauert diese schmerzfreie Pause mehrere Stunden, doch im Laufe von einiger Zeit verkürzt sich das schmerzfreie Verhalten vom Zahn.

Akute Entzündungsformen der Pulpa können in Abhängigkeit der Immunsituation in chronische übergehen oder auch umgekehrt.

Pulpitis, Zahnschmerzen, Pulpitisschmerz, Nerv

Vielfach besteht mit der Zeit durch die Zahnmarkentzündung ein ununterbrochener Zahnschmerz.

Verschiedene untypische Verläufe sind bei Pulpitis möglich, denn der typische Zahn-Schmerzverlauf trifft nur bei ca. 50 % der Pulpitiden zu.

Bei der Pulpitis hilft die Vitalitätsprüfung hauptsächlich zur Lokalisierung vom schuldigen Zahn und weniger zur Differenzierung zwischen Zahnkaries und Pulpitis. Die Vitalitätsprüfung soll feststellen, ob ein Zahn lebt bzw. die Pulpa (Zahnmark) vital ist oder ob es sich um einen toten Zahn handelt. Unter Pulpaabszess versteht man die eitrige Pulpaentzündung bzw. Zahnmarkentzündung mit Gewebseinschmelzung, die im Volksmund als "Zahnentzündung" bezeichnet wird. Beim Pulpaabszess entsteht ein Hohlraum mit Eiter (Eiterzahn) durch eine Gewebseinschmelzung infolge bakterieller Toxine und körpereigene Immunmechanismen, denn wenn sich die Pulpa mit Bakterien infiziert hat, beginnt sie sich zu wehren. Eine infizierte Pulpanekrose durch eine bakterielle Infektion ist die Zersetzung der abgestorbenen Pulpa und meist das Endstadium aller Pulpitiden.

Bei Pulpitis strahlen Zahnschmerzen aus

Bei der Pulpitis treten vielfach sehr starke Zahnschmerzen auf, die so stark ausstrahlen können, dass dem Zahnpatienten die Lokalisierung meist sehr schwer fällt.

Wenn Zahnschmerzen stark ausstrahlen können Zahnpatienten vielfach nur die betroffene Seite angeben, nicht jedoch den betroffenen Zahn und ob der Zahnschmerz im Oberkiefer oder im Unterkiefer vorhanden ist. Wenn bei der Kariesdiagnostik keine kariöse Kavität zu erkennen ist, kann die Entscheidung zwischen mehreren verdächtigen Zähnen wie alte und grosse Zahnfüllungen sehr schwierig sein. Ein Röntgenbild kann zum Nachweis einer versteckten Karies helfen. Die Lokalisierung durch die Angaben des Patienten kann gelegentlich falsch sein, was gegebenenfalls zu einer fälschlichen Zahnbehandlung führen kann. Wurzelbehandlungen dienen vor allem zur Behandlung von Pulpitis, denn mit einer Wurzelkanalbehandlung erfolgt eine Reduktion der Bakterienanzahl, welche sich in den Wurzelkanälen eingenistet haben und starke Zahnschmerzen verursachen.

Zahnschmerzen durch Entzündung "Pulpitis"

Die Ortung der Ursache ist schwierig, denn nicht immer wo die Zahnschmerzen versteckt sind ist die Ursache zu finden.

Von Pulpitis wird gesprochen, wenn der Zahnschmerz durch eine Entzündung von der Pulpa bzw. vom Zahnnerv ausgeht, die aus Bindegewebe, Adern und einem Nervengeflecht besteht. Im Gegensatz zu allen anderen Geweben vom Körper, kann das Bindegewebe der Zahnpulpa nicht anschwellen, was eine normale Reaktion ist, wenn Bakterien im Mund in eine tiefe Dentinkaries eindringen. Die Pulpa in der Zahnhöhle sitzt fest im Zahn wo nur ein feiner Zugang an der Zahnwurzelspitze von etwa einem zehntel Millimeter vorhanden ist und Verbindung zum menschlichen Körper hat. Mit dem Ansatz zu Schwellung wird die Blutzufuhr abgewürgt, sodass eine Zahnwurzelentzündung genügen kann, um den „Zahnnerv“ absterben zu lassen. Das Absterben vom Zahnnervengewebe kann sich aber über Monate oder Jahre hinziehen, ohne das ein Zahnschmerz zu verspühren ist. Wenn ein Zahnschmerz von einer Entzündung der Pulpa kommt der eindeutig ist, sodass eine Pulpitis vorliegt, wird abgeklärt ob diese reversibel (unumkehrbar) ist, was auch beim einwurzeligen Zahn vielfach nicht möglich ist. Bei Zähnen mit mehreren Wurzelkanälen können von reversibler Reizungen über leichte "Zahnentzündungen" bis zur irreversiblen ausgeprägten Entzündung oft schillernd und irritierend sein, da die verschiedene Zustände nebeneinander bestehen können. Für irreversible resp. nicht umkehrbare Entzündungen sprechen Zahnschmerzen auf Wärme, starke Zahnschmerzen, Spontanschmerzen, Zahnschmerzen auf Druck, klopfende Zahnschmerzen sowie lange anhaltende Zahnschmerzen auch auf Kälte. Hoffnung auf reversibel besteht immer bei leichteren und kurzen Zahnschmerzen nur auf süss, kalt oder sauer. 

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Qualität kann man nicht billig machen
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