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Gebiss Zähne

Gebiss des Menschen

Im Gebiss beim Mensch sind die Zähne in der Zahnbogenform angeordnet, wo die Zahnform wie auch die Zahnfunktion bzw. "Aufgaben der Zähne" sehr unterschiedlich sind.

Das Gebiss des Erwachsenen hat im Oberkiefer und Unterkiefer jeweils sechs Backenzähne mehr als das kindliche Gebiss, dies aber nur wenn sich alle Weisheitszähne entwickeln, was bei vielen Menschen nicht der Fall ist.

Gebiss Zahngebiss Milchzahngebiss Zahnprothese 

Als erstes natürliches Gebiss entsteht beim Mensch das Milchgebiss bzw. kindliche Gebiss und später beim Zahnwechsel das Wechselgebiss, das vom Erwachsenengebiss bzw. bleibendes Gebiss abgelöst wird.

Gebiss

Als Gebiss wird die Gesamtheit aller Zähne im Oberkiefer und Unterkiefer bezeichnet.

Als Gebiss oder Zahngebiss bezeichnet man alle natürlichen Zähne im Zahnhalteapparat vom Oberkiefer und Unterkiefer, wobei auch das künstliche Zahngebiss (Zahnprothese als Zahnersatz) im Volksmund als Gebiss oder Gebiss-Prothese bezeichnet.

Im Gebiss vom Mensch gibt es vier Zahntypen

Schneidezähne zum Abbeissen und Zerschneiden der Nahrung
 Eckzähne zum Zerreissen zäher Nahrungsstücke
 Vorderen Backenzähne zum Zerkauen der Nahrung zu Nahrungsbrei. 
Hinteren Backenzähne zum zermatschen und zerkleinern der Nahrung

Formen der Zähne im Gebiss

 Schneidezähne meisselförmig und schaufelförmig
 Eckzähne mit Kauspitze, Zähne mit den längsten Zahnwurzeln
 Vorderen Backenzähne mit zwei Kauspitzen
 Hinteren Backenzähne als Mahlzähne mit vier oder fünf Kauspitzen

Milchgebiss > Wechselgebiss > Dauergebiss

Das erste Gebiss ist das Milchgebiss bzw. Milchzahngebiss für die Milchzähne.

Das Milchgebiss wird mit den Kinderzähnen auch als Kindergebiss bezeichnet, das 20 Milchzähne beinhaltet gegenüber dem bleibenden Gebiss mit 32 Zähnen. Milchzähne haben Platzhalterfunktion für die späteren bleibenden Zähne im Gebiss und sind massgeblich am Kieferwachstum beteiligt. Beim Zahnwechsel lösen sich die Zahnwurzeln der Milchzähne im Milchgebiss nach und nach auf, sodass die Milchzähne ausfallen und man von einem Wechselgebiss spricht, wenn die Milchzähne durch ihre Nachfolger ersetzt werden. Das Gebiss besteht als Milchgebiss, Wechselgebiss und Dauergebiss aus einer oberen und einer unteren Zahnbogenform, wobei mann von einem Dauergebiss erst spricht, wenn alle Milchzähne ausgefallen sind. Das Dauergebiss ist eine eine andere Bezeichnung für bleibendes Gebiss, wonach nur noch ein künstliches Gebiss folgen kann. Der menschliche Kiefer ist von Natur aus sehr eng bemessen und bietet im Gebiss oft zu wenig Platz für eine ästhetische Eingliederung aller bleibenden Zähne. Beim gesunden Gebiss ist nur ein Teil vom Zahn in der Mundhöhle sichtbar, nämlich die Zahnkrone, denn unsichtbar bleibt die Zahnwurzel, die rund zwei Drittel der gesamten Zahnlänge ausmacht. Die Zahnwurzel verankert den Zahn im Kieferknochen. Die Wurzeln der Zähne sind vom Zahnhals bis zur Zahnwurzelspitze mit einer dünnen harten Schicht, dem Wurzelzement überzogen. Am Zahnzement sind die Fasern befestigt, die den Zahn im Kieferknochen verankern.

Das Gebiss und seine Funktion

Das Gebiss des Erwachsenen umfasst 32 Zähne.

Jeder Kiefer enthält 16 Zähne im Gebiss, die mit der Kaumuskulatur bewegt werden und den unterschiedlichen Kaufunktionen angepasst sind. Die meisselförmigen Schneidezähne (Incisivi) können die Nahrung ergreifen und in kleinere Stücke zertrennen. Der anschliessende Eckzahn (Caninus) ist ein spitzer, dolchartiger Zahn, der bei Raubtieren besonders stark ausgebildet ist und als Reisszahn funktioniert. Die eigentliche Kautätigkeit bzw. das Zerkleinern und Zermahlen der Nahrung, vollzieht sich im hinteren Teil vom Gebiss in der Mundhöhle. Beim Menschen sind dazu auf jeder Seite im Gebiss zwei Backenzähne (Prämolaren) und drei Mahlzähne (Molaren) ausgebildet, deren Zahnkronen eine horizontale Kaufläche mit mehreren Höckern besitzen. Dadurch können sie besonders gut durch Mahlbewegungen der Kiefer die Nahrungsbrocken zwischen sich zu zerkleinern. Die Weisheitszähne (Sapiens) gehören zu den Mahlzähnen und werden vielfach auch als Stockzähne bezeichnet. 

Zähne im bleibenden Gebiss vom Oberkiefer

Vor der Geburt sind die bleibenden Zähne für das bleibende Gebiss im Kiefer bereits angelegt. Der Zeitpunkt vom Zahndurchbruch (Dentition) wie auch die Reihenfolge, in der die Zähne im Gebiss durchbrechen, können sehr unterschiedlich und individuell sein, im Besonderen der Weisheitszahndurchbruch.

Oberkiefer Schneidezähne Eckzähne Mahlzähne

Das Gebiss bei Erwachsenen hat im Oberkiefer wie im Unterkiefer jeweils sechs Backenzähne mehr als das Kindergebiss, sofern sich die letzten vier Backenzähne zeigen, die als Weisheitszähne oder Stockzähne im Dauergebiss bezeichnet werden und im Normalfall erst ab dem 18. Lebensjahr herauswachsen oder auch gar nicht, denn Weisheitszahnprobleme und Weisheitszahnentfernung sind keine Seltenheit.

Zähne im bleibenden Gebiss vom Unterkiefer

Im bleibenden Gebiss ist die Zahnfarbe der bleibenden Zähne etwas dunkler als die kleineren Milchzähne im Milchgebiss, doch gibt es Menschen die wegen der Kieferbreite und Zahngrösse das Milchgebiss behalten, wenn keine bleibenden Zähne erscheinen, was durch die Zahnkeime bei der Zahnentwicklung bzw. Gebissentwicklung erfolgt, denn bleibende Zähne sind im Kiefer vor der Geburt angelegt.

Unterkiefer Weissheitszahn Mahlzähne Eckzähne

Das Dauergebiss (bleibende Gebiss) weist beim Mensch gesamthaft 32 Zähne auf, acht Schneidezähne, vier Eckzähne, acht Prämolaren und zwölf Molaren.

Zahn-Gebiss

Das Zahn-Gebiss enthält zwei Kiefer an je 16 Zähne, die den unterschiedlichen Kaufunktionen angepasst sind.

Jeder Zahn im Gebiss muss im Laufe unseres Lebens sehr viel leisten, denn man zerkleinert in dieser Zeit riesige Mengen von verschiedensten Nahrungsmitteln. Dabei liegen die Kräfte, denen ein Zahn standhalten muss, zwischen 15 – 30 kg, im Extremfall bis zum Eigengewicht vom Mensch. Unsere Zähne im Gebiss bestehen aus den härtesten Substanzen (Zahnhartsubstanz)  des menschlichen Organismus und dienen zum Abbeissen und Kauen der Nahrungsmittel, aber auch beim Sprechen zur Lautbildung. Die Zähne stehen im Normalfall lückenlos im Gebiss aneinandergereiht, wobei die Zahnreihe im Oberkiefer ein Halboval und die vom Unterkiefer bildet eine Parabel. Unterschieden werden bei den einzelnen Zähnen die Zahnkrone, Zahnhals und Zahnwurzel.

Zahngruppen im Gebiss

Nennen der Zahngruppen ist wichtig bei Zahnfehlstellungen und Okklusionsabweichungen oder Abweichungen in der Zahnbogenform.

Zahngruppen sind Zähne mit ähnlichen Zahnmerkmalen eingeteilt in Schneidezähne, Eckzähne, Prämolaren, Molaren oder in der Unterteilung in Frontzähne und Seitenzähne. Unterteilt wird in Frontzähne und Seitenzähne oder auch vordere oder obere Zahngruppe. Der Zahngruppenersatz ist das Ersetzen mehrerer Zähne durch implantattragende Kronen (Implantatkronen) oder einer Zahnbrücke, die eine Zahngruppe bildet.

Die Zahngruppen werden mit den Buchstaben bezeichnet.
I  ) Schneidezähne
C ) Eckzähne
P ) Prämolaren
M ) Molaren

Für Milchzähne werden kleine Buchstaben verwendet.

Zahnbogen im Gebiss

Im Gebiss entsteht im Zahnbogen ein Platzmangel, wenn der Kiefer zu klein gewachsen ist oder die Zähne bei der Zahnentwicklung zu gross geraten sind.

Die optimale Zahnbogenform hat eine U-Form, wobei man im Gebiss, den oberen und den unteren Zahnbogen unterscheidet. Der Zahnbogen hat die Form einer Parabel mit dem Scheitelpunkt zwischen den Zähnen 11 und 21 im Oberkiefer und 31 und 41 im Unterkiefer.

Zahnformel bzw. Zahnschema

Die Zähne beim Mensch sind bereits vor der Geburt angelegt, denn bereits in den ersten sechs bis acht Schwangerschaftswochen entstehen die Keimanlagen für alle Zähne im Gebiss.

Zum Zeitpunkt der Geburt sind Teile der Milchzähne und der bleibenden Zähne ausgebildet. Mit etwa sechs Monaten wächst der erste Milchzahn, und mit dem ersten Geburtstag vom Kind sind die oberen und unteren Milchschneidezähne zu sehen. Gleichzeitig bilden sich die Backenzähne unter dem Zahnfleisch und beginnen durchzubrechen. Der kindliche Kiefer wird breiter und mit zweieinhalb Jahren hat das Kind im Allgemeinen sein vollständiges Milchgebiss mit insgesamt 20 Milchzähnen. Um Missverständnisse zu vermeiden, werden die Zähne durch Zahnschemata beim Kindergebiss (Zahnschema Milchgebiss) und Zahnschemata Erwachsenengebiss (Zahnschema Dauergebiss) eindeutig bezeichnet. Zahnformel, Zahnschema oder Gebissformel ergibt zusammen mit der Lagebezeichnung und Flächenbezeichnung der Zähne die Orientierung in der Mundhöhle, sodass es zu keinen verwechlungen kommen sollte. Das menschliche Gebiss wird im Zahnschema aus Sicht des Patienten in 4 Gebiete bzw. die Quadranten, aufgeteilt.

Künstliches Gebiss

Als künstliches Gebiss wird die Totalprothese bzw. Vollprothese im Volksmund bezeichnet, denn es ist eine Gebissprothese.

Als künstliches Gebiss wird meist eine Zahnprothese bezeichnet, das ein Ersatzgebiss ist, wenn nur wenige oder gar keine eigenen Zähne mit Zahnwurzeln zum Beissen und Kauen mehr vorhanden sind. Das künstliche Gebiss ist ein Zahnersatz, das vielfach eine Vollzahnprothese ist wo die Zunge keinen direkten Kontakt zum Gaumen hat, denn das Zahnfleisch befindet sich unter dem künstlichen Gebiss, wodurch die Gegebenheiten im Mund anders wahrgenommen wird. Im Verlauf der Jahre kann sich der Kieferknochen (Kieferkamm) zurückbilden, sodass sich die Prothese als künstliches Gebiss seinen Halt verlieren kann, was eine Unterfütterung der Prothese notwendig macht. Bei einer schlechtsitzenden Prothese, wenn beim Essen, Sprechen und Lachen auf dem Schlotterkamm alles Wackelt, spricht man vielfach von einem schlecht sitzenden Gebiss. Als Alternative zu lose sitzender oder wackelnder Zahnprothese kann ein Druckknopfanker oder Klick-Gebiss auf günstigen Mini-Implantaten zur Fixierung hilfreich sein, sofern keine Zahnimplantate gewünscht werden. Ein künstliches Gebiss kann als Zahnersatz in die Zahnreihe für verlorenen Zähne eingegliedert werden oder es kann ein Klick-Gebiss sein, das auf Implantaten fixiert wird. Die Zahnprothese als künstliches Gebiss erfordert eine regelmässige und besonders sorgfältige Prothesenpflege. Wenn es um ein optimales Preis-/Leistungsverhältnis geht, sind Konfektionszähne bzw. Kunststoffzähne im Gebiss bei der Zahnersatz-Prothetik eine gute Wahl bei der Interimsprothese, Teiprothese oder Vollprothese.