Zähneknirschen Zähnepressen (Bruxismus)

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Zähneknirschen bei Tag oder Nacht

Zähneknirschen

Zähneknirschen als körperliche Reaktion

Stress ist oft die Ursache von nächtlichem Zähneknirschen, was nicht nur den Kauapparat in Mitleidenschaft zieht, sondern sogar zu Tinnitus führen kann.

Der seelische und körperliche Druck in Verbindung mit Migräne kann wiederum eine Ursache in ungleich langen Beinen haben. Ein Längenunterschied von einem halben bis einem Zentimeter fällt den meisten Betroffenen gar nicht auf, führt aber zu Verspannungen der Wirbelsäule, die sich wiederum in Kopfschmerzen, Zähneknirschen, Zungenpressen, Zahnfehlstellung und Stressanfälligkeit äussern.

Zentrischer und exzentrischer Bruxismus

Man unterscheidet zwischen dem zentrischen Bruxismus und exzentrischen Bruxismus, je nachdem, ob man die Zähne aneinanderpresst oder sie gegeneinander reibt.

Beim zentrischen Bruxismus werden die Betroffenen Zähne so stark aufeinandergepresst, dass Muskelschmerzen im Kieferbereich entstehen können, denn dabei wirken Kräfte, die jene des funktionellen Kauens bei Weitem übersteigen. Zähneknirschen ist durch exzentrischen Bruxismus kennzeichnend, bei dem die Zähne gegeneinander gerieben werden, was häufig an einem Knirschgeräusch erkennbar ist.

Zähneknirschen (Bruxismus)

Betroffene bemerken ihr Zähneknirschen in den meisten Fällen nicht, da es bevorzugt während des Schlafs oder in extremen Konzentrationsphasen auftritt.

Beim Zähneknirschen ist die Kaumuskulatur überaktiv. Unter grossen auftretenden Belastungen, leiden nicht nur die Kiefergelenke, sondern die Kaumuskeln und die Zähne werden überbelastet und geschädigt. Verspannungen im Kopf-Hals-Bereich sowie Gesichtsschmerzen und Kopfschmerzen sind vielfach die Folge. Wer zum Zähneknirschen neigt, sollte auf Stressbewältigung ein besonderes Augenmerk legen. Beim Zähneknirschen kann es zu Schmelzabsplitterungen und zur Kauabnutzung der Zähne kommen, was den Zähnen von Knirschern eine erhöhte Kälteempfindlichkeit beschert.

Ursache von Zähneknirschen

Ursache von Zähneknirschen und Zungenpressen ist meistens eine psychische Überbelastungen oder ein störendes Gleithindernisse bei Kaubewegungen. Therapeutisch kann eine Schienentherapie oder das Einschleifen der Zähne durch den Zahnarzt die Zähne schützen. Gymnastische Übungen können ebenfalls helfen, die Kaumuskulatur zu lockern. Dem psychischen Auslöser entgegenzuwirken ist vielfach unmöglich. Leidet der Betroffene nicht nur unter einer vorübergehenden Stresssituation, sollte in ausgeprägten Fällen eine Psychotherapie in Betracht gezogen werden, denn im Extermfall können die Zähne bis auf den Nerv abgeschliffen werden, was starke Schmerzen verursacht.

Schäden die Zähneknirschen anrichten kann

Die Zähne werden abgeschliffen und Teile oder ganze Zähne können durch den ständigen Druck herausbrechen. Durch den einseitigen Druck "wandern" gewisse Zähne und dadurch verändert sich die Okklusion. Das Zahnfleisch wird in Mitleidenschaft gezogen und kann Zahnfleischerkrankungen hervorrufen. Dauernder Bruxismus führt zu schmerzhaften Verspannungen der Kaumuskulatur das zum Kieferklemmen führen kann. Viele Patienten empfinden Taubheitsgefühle und Schwellungsgefühle im Bereich der Kaumuskeln, die durch die Unterversorgung der Muskulatur entstehen. Schmerzen können auch entstehen, wenn man beim abschleifen der Zähne bis auf den Zahnnerv trifft.

Unter Zähneknirschen versteht man das unbewusste Gegeneinanderreiben der Zähne im Schlaf und hat für das Gebiss unangenehme Folgen:
♦ Es kommt zu Sprüngen im Zahnschmelz
♦ Durch Verlust an Schmelz und Dentin werden die Zähne temperaturempfindlich
♦ Der Zahnhalteapparat und der Kieferknochen nehmen Schaden
♦ Die Zähne werden locker
♦ Die Kiefergelenke werden übermässig beansprucht
♦ Es kann zu dauerhaften Knack- und Reibegeräuschen kommen
♦ Schmerzen aller Art können die folge sein

Angst, Aggression und Stress führen zu Zähneknirschen

Bei Sorgen und Ängsten wird häufig geknirscht, sodass die Zähne stark aufeinander gedrückt werden und die Zunge sehr stark gegen den Gaumen gepresst wird. Gründe für das ständige Pressen, Beissen und Knirschen sind zumeist im seelischen Bereich zu suchen. Aggressionen werden durch Zähneknirschen häufig nicht ausgelebt, sondern unterdrückt. Der Knirscher verbeisst sich seinen Ärger. Manchmal ist der "Zerknirschte" auch depressive und der Verbissene kann sich am Leben nicht erfreuen, denn die Zähne sind Spiegelbilder der Seele. Die Spannungen ungelöster Probleme, Belastungen, Ärger und Sorgen übertragen sich nicht nur auf die Schultermuskulatur, Nackenmuskulatur oder Stirnmuskulatur, wo sie unter anderem Kopfschmerzen, Sehstörungen und Konzentrationsstörungen sowie schmerzhaften Muskelverspannungen hervorrufen, sondern auch auf die Kaumuskulatur. Wenn die Bisssituation (Okklusion) nicht passt, versucht das Kausystem ebenfalls störende Hindernisse wegzuknirschen.

Redewendungen im Zusammenhang mit Zähneknirschen

In der Redewendungen des Volksmunds erkennt man den Zusammenhang mit Zähneknirschen:

"Beisse auf die Zähne", "sich durchbeissen", "verbissen sein", "auf dem Zahnfleisch laufen", "sich die Zähne ausbeissen", "Zähne zeigen", "Vor Angst mit den Zähnen klappern" oder "zähneknirschend nachgeben", denn bei Angst und Sorge wird häufig geknirscht.

Probleme durchkauen und sich durchbeissen:

Wenn jemand zähneknirschend etwas zustimmt, dann tut er das in aller Regel nicht freiwillig. Dann ballt er zwar zuweilen die Faust in der Tasche, doch Aggressionen, Stress und Frust entladen sich nicht am Gegenüber, sondern oft an den eigenen Zähnen.