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Mund

Mundspeichel und seine Speichel-Funktion

Der Mundspeichel erfüllt mit den vielen verschiedenen Speicheldrüsen viele Aufgaben und hat eine vielfältige Speichel-Multifunktion denn sie hält die Mundschleimhaut feucht, spült die Zähne, löst Geschmackstoffe heraus und schwächt Säuren ab.

Speichel-Funktion, Speichel für Zahnreinigung

Speichel ist für das Gebiss wichtig, denn ohne Speichel würden die Zähne des Menschen innerhalb weniger Wochen vollständig erodieren.

Erzeugt wird der Mundspeichel in drei grossen sowie mehreren kleinen Speicheldrüsen, denn der Speichel des Menschen befeuchtet die Mundhöhle, was das Schlucken, Sprechen und Schmecken ermöglicht.

Der Speichel im Mund sorgt für die Befeuchtung und Vorverdauung der Nahrung und sorgt für ein erleichtertes Schlucken, beeinflusst aber auch das Riechen. Der Speichel sorgt mit dem Speichelfluss auch für die Physiologische Selbstreinigung bzw. Mundhygiene. Physiologische Selbstreinigung ist die antiseptische (desinfizierende) Wirkung des Speichels die Zunge und Zähne reinigt. Speichel bildet mit seinen antiviralen und antibakteriellen Faktoren die erste Barriere im Mund gegenüber Krankheitserregern.

Speichel

Speichel kann dank seiner chemischen Inhaltsstoffe vielfältige Aufgaben erfüllen, denn Speichel ist nicht nur Wasser, er enthält auch Mineralsalze, Verdauungshilfsstoffe sowie Bakterien tötende Bestandteile.

Mundspeichel, Speichel neutralisiert Säuren

Der Speichel als Sekret der Speicheldrüsen mit seiner wichtigen Speichelfunktion wird vielfach im alltagssprachlichen Gebrauch vielerorts nur als Spucke bezeichnet.

Speichel wird als Körperflüssigkeit vom menschlichen Organismus im Bereich der Mundhöhle produziert, was als Salivation bzw. Speichelbildung bezeichnet wird und beim Erwachsenen täglich 0,5- 1,5 Liter Speichel ans Tageslicht kommt.

Der Hauptanteil an Speichel wird dabei von den drei grossen, paarig angeordneten Speicheldrüsen, der Ohrspeicheldrüse, der Unterkieferspeicheldrüse und Unterzungenspeicheldrüse abgesondert. Speichel enthält ca. 99% Wasser und Salze, bestehend aus Natrium, Kalium, Kalzium, Phosphat, Chlorid und Fluorid sowie dem Eiweiss, abgeschilferte Epithelzellen, Blutzellen und Bakterien. Speichel erfüllt eine Vielzahl von Aufgaben wie das Anfeuchten der Mundhöhle, Spülfunktion der Zähne, Lösen von Geschmackstoffen, Gleitfähig machen der Nahrung, Pufferung von Säuren bzw. die Neutralisation, Remineralisation der Zähne sowie die antibakterielle Wirkung und beginn der Kohlenhydratverdauung. Zunächst feuchtet Speichel mit seinem hohen Wasseranteil die Mundhöhle an. Dabei hat der Speichel eine reinigende, leicht antibakterielle Spülwirkung und kann gleichzeitig auch Geschmacksstoffe aus der Nahrung lösen. Schleimstoffe (Muzine) im Speichel machen die Nahrung gleitfähig für den Schluckvorgang, das Enzym alpha- Amylase (= Ptyalin) leitet die Kohlenhydratverdauung ein.

Speichel für die Zahnreinigung

Der Speichel sorgt im Mund für die Befeuchtung und Vorverdauung der Nahrung und sorgt für das Ausschwemmen von Abfallprodukten das nicht zwischen die Zähne gehört.

Mineralspeicher, Speichel, Zahnreinigung

Für die Zähne hat Speichel betreffend Spülfunktion eine grosse Bedeutung, zwar kann Speichel den Zahnbelag (Plaque) nicht auflösen, aber die Zuckerkonzentration und Säurekonzentration auf der Zahnoberfläche durch Spülwirkung verringern.

Mit zunehmender Dicke des Zahnbelags nimmt die Spülwirkung jedoch ab. Der Speichelfluss wird durch Kauen sowie Reizung der Geschmacksrezeptoren bzw. Sinnesnerven angeregt. Die Speichelflussmenge wird somit durch den Kauvorgang individuell bestimmt.

Speichel kann Säuren neutralisieren

Dünnflüssiger Speichel kann im Mund befindliche Säure neutralisieren und so das Kariesrisiko vermindern. Diese Wirkung wird auch als Pufferung von Säuren bezeichnet. Die Säuren können dabei aus der Nahrung stammen oder als Stoffwechselprodukt beim Abbau von Zucker durch Bakterien entstehen. Die Pufferkapazität ist bei den Zahnpatienten unterschiedlich, d.h. bei einigen Patienten kann der Speichel mehr Säure neutralisieren als bei anderen. Diese individuelle Pufferkapazität kann man messen. Dazu erfolgt eine Bestimmung des pH-Wertes, der ein Mass für den Säuregrad ist.

Remineralisation

Die im Zahnschmelz vorhandenen Bestandteile Kalzium, Phosphat und Fluorid können mit dem Speichel in Lösung gehen, was zu einer Entkalkung bzw. Demineralisation der Zahnoberfläche führen kann.

Andererseits können Kalzium, Phosphat und Fluorid aus dem Speichel in den Schmelz eingebaut werden und so eine Remineralisation von Entkalkungen im Anfangsstadium ermöglichen. Die Remineralisation wird dabei durch Fluoridzusatz und sorgfältige Plaqueentfernung deutlich beschleunigt. Zwischen dem Speichel und der Zahnoberfläche findet somit ein ständiger Austausch von Kalzium, Phosphat und Fluorid statt, den man im Rahmen von Prophylaxemassnahmen und Behandlungsmassnahmen nutzen kann. Die auf den Zähnen befindliche Plaque kann durch die Speichelbestandteile verkalken, wodurch Zahnstein entsteht. Zahnstein setzt sich dabei im Wesentlichen aus Kalziumphosphat zusammen, das mit Geweberesten und Mikroorganismen vermischt ist. Zahnsteinablagerungen findet man daher vor allem im Bereich der Ausführungsgänge der Speicheldrüsen an den Lingualflächen der unteren Frontzähnen und Bukkalflächen der oberen Molaren. Speichel hat eine Schutzwirkung vor Zahnkaries, doch die Kariesentstehung bzw. Kariesbildung wird begünstigt durch eine verminderte Speichelmenge, zähen, mukösen bzw. Schleimigen Speichel, Mangel an Kalksalzen im Speichel und verminderter neutralisierender Wirkung des Speichels.

Mundflora

Die Zusammensetzung der Mundflora, also der im Mund vorkommenden Bakterien ist bei jedem Mensch sehr verschieden. Besteht ein hoher Anteil an Kariesbakterien wie Streptococcus mutans und Laktobazillen, so ist das Kariesrisiko erhöht, denn die Bakterien können durch mikrobiologische Speicheltests nachgewiesen werden. Dabei können sowohl Art als auch Anzahl der Bakterien bestimmt werden.

Mundatmung

Die Mundatmung ist häufig Folge einer erschwerten oder behinderten Nasenatmung. Ein unzureichender Lippenschluss, ein offener Mund in den Nachtstunden oder einfach nur eine schlechte Angewohnheit können die Ursache sein. Durch diese Fehlfunktion können Kieferfehlbildungen entstehen. Weiterhin kommt es bei Mundatmung durch den ständigen Luftstrom zu einer andauernden Austrocknung der Mundhöhle, wodurch der Speichel seine Kariesschützende Wirkung nicht mehr entfalten kann.

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