Mund, Mundhöhle, Speicheldrüsen für Speichel und Zähne

Mund

Mund beim Mensch

Der Mund beim Menschen wird in der Mundart vielfach auch als Maul wie bei den Tieren bezeichnet, womit die Körperhöhle und die ihn umgebenden Weichteile im Kopf gemeint sind, die den obersten Teil vom Verdauungstrakt bildet.

Da im Mund eine gleichbleibende Temperatur mit hoher Feuchtigkeit und vielen Nischen herrscht, bietet der Mund gute Lebensbedingungen für die Mundflora mit den Mikroorganismen die von einer Vielzahl von Bakterien, Hefen oder auch Protozoen besiedelt ist. Die Funktion der Mundhöhle ist sehr wichtig beim Mensch und auch die Mikroorganismen im Mund sollten miteinander in einem ökologischen Gleichgewicht stehen, was für die Mundgesundheit von Bedeutung ist. Mundspeichel vernichtet einen Teil der Krankheitserreger wie Bakterien und Kleinpilze, die in die Mundhöhle gelangen und neutralisiert Säuren, die von zahnschädigenden Bakterien gebildet werden und den Zahnschmelz angreifen. Speichel hält die empfindliche Auskleidung der Mundhöhle ständig feucht und macht die Nahrungsbrocken gleitfähig, damit sie leicht durch die Speiseröhre rutschen.

Der Mund ist ein Intimbereich bzw. ein Oralbereich worüber viele Zahnpatienten bei der Zahnbehandlung nicht gerne Sprechen.

Zum Mund gehören Zähne und Zunge

Der Mund ist eine Körperöffnung durch die Nahrung aufgenommen wird und auch als Oral bezeichnet, denn Oral bedeutet wörtlich "zum Mund gehörend" oder "den Mund betreffend".

Mund bei Menschen ist der beste Begriff für den ganzen Mundraum und so sagt man Mundhöhlenkrebs und nicht Maulkrebs, denn Maul wird vielfach bei Tieren verwendet mit Ausnahme wen man sagt, er ist ein Grossmaul.

Der Mund ist eine Höhle

Die meisten Menschen sind gut erzogen und sprechen nicht mit vollem Mund, womit gesagt ist, das der Mund zum Essen und zum Sprechen gebraucht wird.

Beim Menschen bildet der Mund mit seinen verschiedenen Details die Öffnung vom Verdauungstrakt, denn vom Mund aus wird durch den Mundspeichel die Verdauung eingeleitet. Mund-Speichel hilft beim Wegspülen von Nahrungsresten aus der Mundhöhle sowie von den Zähnen und aus den Zahnzwischenräumen bzw. Speichel sorgt auch für Mundhygiene. Ausserdem vermag der Speichel im Mund mineralische Bestandteile vom Zahnschmelz abzuscheiden und so zwischen den Essensmahlzeiten den harten Schmelz in gewissen Grenzen zu reparieren. Der Mund ist beim Menschen die Mundhöhle als Körperhöhle mit den umgebenden Weichteilen im Kopf, die den ersten Teil des Verdauungstraktes bildet. Der Mund ist die Öffnung für die Nahrungsaufnahme, dient der Stimmerzeugung (Phonetik) und wird auch für die Atmung genutzt. Hauptteile vom Mund sind die Mundspalte die von den Lippen umschlossen ist, der Mundvorhof, der sich zwischen Lippen und Wangen sowie zwischen Oberkiefer und Unterkiefer (nebst Zahngruppen) befindet.

Der Raum zwischen Lippen, Wangen und den Zahnreihen im Mund resp. im Zahnlosen Kiefer, den in die Mundhöhle ragenden Fortsätzen als Kieferknochen wird als Mund-Vorhof bezeichnet.

Mund, Mundhöhle, Mensch, Maul, Mundflora

Als Alveolarfortsatz wird der Teil des Oberkiefers und Unterkiefers bezeichnet, der die Zahnfächer (Alveolen) trägt und im Mund Bestandteil vom Zahnhalteapparat ist.

Die Form vom Alveolarfortsatz ist im Mund funktionell sehr variabel, denn im unbezahnten Kiefer wird der Alveolarfortsatz zurückgebaut, was durch den Höhenverlust der Kiefer ohne prothetische Versorgung zu einer sichtbaren Veränderung der Form vom "Mund" bzw. Untergesicht beim Menschen führt.

Innerhalb der Zahnreihen wird der Raum im Mund als eigentliche Mundhöhle bezeichnet der weitgehend von der Zunge ausgefüllt wird und wo die Ausführungsgänge der Unterzungenspeicheldrüsen und der Unterkieferspeicheldrüse in den Mund münden. Die Ausführungsgänge der Ohrspeicheldrüse, der Lippenspeicheldrüsen und Wangenspeicheldrüsen münden in den Mundvorhof. Die Lippen drücken zusammen mit der mimischen Muskulatur vom Mund des Menschen das menschliche Gefühle des Lächelns aus. Der Speichel als Sekret im Mund vom Menschen befeuchtet zunächst die Mundhöhle, was das Riechen beeinflusst und das Schlucken, Sprechen und Schmecken möglich macht.

Die Mund-Funktion ist vielfältig

Die Funktion vom Mund ist vielfältig und wird darum auch als Mundwerkzeug bezeichnet, denn der Mund ist wichtig beim Sprechen als Sprechwerkzeug und zu Beissen mit den Aufgaben der Zähne als Beisswerkzeug.

Die Höhle vom Mund ist nie steril, denn die Mundhöhle steht über die Mundspalte mit der Aussenwelt in Verbindung. Die Mundhöhle geht nach hinten in den mittleren Rachen über, der hinter den beiden Gaumenbögen liegt. Zwischen dem vorderen und dem hinteren Gaumenbogen liegt die Gaumenmandel, die mit den Rachenmandeln und der Zungenmandel zusammen den so genannten Waldeyerschen Rachenring im Mund bilden. Die vordere Öffnung vom Mund in die Mund-Höhle ist die Mund-Spalte und die hintere Öffnung vom Mund ist der Schlund bzw. Rachenenge. Die Mundhöhle ist gesamthaft mit einer Schleimhaut überzogen die als Mundschleimhaut die ein mehrschichtiges unverhorntes Plattenepithel trägt. Ein akuter Mundsoor ist eine Infektion vom Mund-Raum und Rachen-Raum mit Candidapilzen die sich in einem weissen und abstreifbaren Belag sowie geröteten Schleimhäuten äussert. Risikofaktoren für Mund-Soor sind Zahnprothesen, Diabetes mellitus, Immunschwäche, Cortisonsprays, das Säuglingsalter sowie eine Behandlung mit Antibiotika etc.

Zum Hauptteil des Mundes gehört die Mundhöhle mit dem Mundboden, den Zähnen im Zahnbett bzw. Zahnhalteapparat zu dem auch der Kieferknochen gehört, der Zunge und dem Gaumen.

Mund, Mensch, Mundhöhle, Mundhöhlenbereich

Der Mund dient mit der Funktion der Mundhöhle neben seiner Verdauungsfunktion als Verdauungstrakt, dem Kauen bzw. Zerkleinern und Einspeicheln auch der Stimmerzeugung und kann zur Atmung genutzt werden.

Der Speichel im Mund mit der Speichel-Multifunktion wird auch als Spucke bezeichnet und enthält Stoffe wie Lysozym, Immunglobulin A, Laktoferrin und Histatin mit antibakterieller Wirkung, denn nicht umsonst wird gesagt, die Katze leckt die Wunde weg, was dem Histatin im Mund-Speichel zu verdanken ist der die Wundheilung fördert.

Feinde der Mundgesundheit sind Magensäure und Lebensmittelsäuren, denn Säuren wie die Magensäure greifen den Zahnschmelz an und können somit die Zähne durch Zahn-Karies schädigen. Feinde der Zähne sind Karies und Zahnerkrankungen durch Parodontitis, denn kariesverursachenden Bakterien verwerten zuckerhaltige Lebensmittel und produzieren daraus Säure die den Zahnschmelz angreifen. Die Schleimhaut im Mund bzw. in der Mundhöhle besteht aus mehrschichtigem Plattenepithel, das nur an mechanisch stark beanspruchten Stellen verhornt ist, ansonsten ist die Mundschleimhaut meist unverhornt bleibt. Im Lippenbereich ausserhalb der Mundhöhle hat es eine Zone mit einem gefässreichen hohen Bindegewebe, das darunter das Lippenrot ausmacht. Die Stomatitis ist eine Entzündung der Schleimhaut im Mund die ausgelöst werden kann durch Viren, Bakterien oder Pilze oder aber auch durch physikalische Irritationen, allergische oder toxische Reaktionen als Folge von systemischen Erkrankungen bei Vitaminmangel oder als Nebenwirkung von Arzneimitteln und andere Substanzen. Bei schweren Verläufen von Mundschleimhautentzündung ist die Kaufunktion und Schluckfunktion stark eingeschränkt, was zu einer Mangelernährung und Austrocknung bzw. Mundtrockenheit führen kann.

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