Kiefer: Kieferknochen, Kieferprobleme, Probleme Kiefergelenk

Kiefer Mensch

Kieferknochen

Der Kiefer mit den Zähnen als Teil vom Gesichtsschädel beinhaltet den beweglichen Unterkiefer und den Oberkiefer.

Der Kiefer ist der Teil vom Gesichtsschädel und als Schädel werden die Knochen vom Kopf bezeichnet, doch wenn es um die Zähne geht ist damit der Kieferknochen mit den Kiefergelenken gemeint.

Kiefer Knochen Kiefergelenk Kiefergelenkschmerzen

Der Kiefer ist ein knöcherner Teil vom Schädel zur Aufnahme der Zähne.

Bei allen Gelenken vom menschlichen Körper mit Ausnahme vom Kiefergelenk, legt die Muskulatur die Gelenksposition fest. An den Kiefergelenken kann die Muskulatur den Kieferschluss herstellen, aber die genaue Position wird durch die Zähne festgelegt.

Kiefer und Schädel

Zum Gesichtsschädel gehört der Kiefer, der den Teil zur Nahrungsaufnahme bildet und darum auch bezahnt ist.

Der Zahnhalteapparat (Parodontium) ist das funktionelle Verankerungssystem der Zähne, denn die Zähne sind im Kiefer in den Zahnfächern (Alveolen) verankert. Wie in unserem gesamten Körper herrscht auch bei den Zähnen Bewegung, denn Zähne im Kieferknochen sind beweglich aufgehängt.

Der Kiefer besteht aus dem Oberkiefer (lat. Maxilla) und dem Unterkiefer (lat. Mandibula).

Schädel, Kieferknochen, Oberkiefer, Unterkiefer

Zähne und Kiefer sind ein wichtiger Bestandteil vom Kausystem bzw. Kauorgan, welches nicht alleine für die Nahrungsaufnahme von Bedeutung ist, denn es prägt den Menschen insgesamt.

Kiefer und Zähne beeinflussen das Aussehen sowie das Sprechen und nicht selten auch das Verhalten den Mitmenschen gegenüber.

Das Erscheinungsbild und die Ästhetik des Menschen können durch Zahnverlust eines einzelnen Zahnes erheblich beeinträchtigt sein. Schwere Zahnfehlstellungen und Kieferfehlstellungen wie Dysgnathien kann der Kieferchirurg in Kombination mit dem Kieferorthopäden korrigieren. Zahnverlust führt zu Störungen des Kausystems und kann später  zu ernsthaften Erkrankungen führen. Die vollständige Zahnlosigkeit eines oder beider Kiefer ist eine erhebliche Belastung für viele Betroffene, denn die fehlende Stützfunktion durch ein Gebiss lässt die Gesichtsform erschlaffen, sodass das Erscheinungsbild vom Gesichtsausdruck sich stark verändert. Darum haben ältere Menschen grosse Probleme mit dem Prothesenhalt, im Besonderen im Unterkiefer, sodass die Nahrungsaufnahme und evt. auch das Sprechen schwieriger wird.

Schädelaufbau - Alveolarbogen

Der Schädel ruht auf der Wirbelsäule, sodass er durch die besondere Gestaltung der obersten beiden Halswirbel sehr gut gegenüber dem Rumpf bewegt werden kann.

Den Schädel unterscheidet man nach dem Aufbau, so den Hirnschädel, der eine Schutzhülle um das Gehirn bildet und den Gesichtsschädel, der die Augenhöhle, Mundhöhle und Nasenhöhle umrahmt. Der Schädel vom Menschen lässt sich also in zwei Bereiche unterteilen, den Bereich der das Gehirn als Hirnschädel einschliesst und den Gesichtsschädel im Gesichtsbereich mit allen anderen Knochen, die den Schädel bilden. Der Zahnbogen wird in der Zahnmedizin als Alveolarbogen oder Alveolarknochen und weniger als Kieferknochen bezeichnet, der eine sichtbare bogenförmige Zahnreihe bildet. Mit Zahnbett ist der Zahnhalteapparat bzw. das Parodontium gemeint der die Zähne trägt. Das Periodontium wird auch periodontales Ligament oder parodontales Ligament bzw. Parodontalligament, Desmodont oder Alveolardentalmembran bezeichnet.

Hirnschädel

Der Hirnschädel bildet eine schützende Hülle um das Gehirn.

Hirnschädel, Gesichtsschädel, Kieferknochen

Beim äusseren Aufbau unterscheidet man das Schädeldach und die Schädelbasis.

Die einzelnen Schädelknochen sind durch bindegewebige Schädelnähte fest verbunden miteinander.

Beim Neugeborenen liegen zwischen den Knochen vom Schädeldach breite bindegewebige Lücken, die nach der dort tastbaren Pulswellen Fontanellen genannt werden. Das Stirnbein bildet mit den beiden Scheitelbeinen zusammen und dem Hinterhauptbein sowie den Schläfenbeinen eine knöcherne Kapsel um das Gehirn, die im Zentrum durch das Keilbein abgeschlossen wird.

Im Bereich von der Schädelbasis ist der Schädel gelenkig mit der Wirbelsäule verbunden. Wenn Zähne im Kieferknochen durch Zahnverlust fehlen, kann dies zu Störungen vom Kausystem und der Kiefergelenke führen, wie auch Verspannungen im Schulterbereich und Rückenbereich Folge davon sein können.

Kieferknochen, Kiefergelenk, Kieferprobleme

Durch die grosse Beweglichkeit der ersten beiden Halswirbel (Atlas und Axis) ist der Schädel in allen drei Raumrichtungen sehr gut beweglich.

Im Hinterhauptbein liegt das Foramen magnum bzw. grosses Loch, wodurch das Rückenmark zum Gehirn gelangt.

Im Schläfenbein befindet sich der Hörapparat und Gesichtsapparat.

Hirnschädel, Kiefer, Hirnschädel, Kieferknochen

Der um das Ohr besonders harte Knochen vom Schläfenbein wird auch als Felsenbein bezeichnet.

Hinter dem Felsenbein liegt der Warzenfortsatz, der luftgefüllte Hohlräume enthält, die mit dem Mittelohr in Verbindung stehen.

Nach vorne liegt an der Unterseite vom Schläfenbein die Gelenkpfanne für das Kiefergelenk. Das Keilbein enthält im Zentrum eine luftgefüllte Nasennebenhöhle, die Keilbeinhöhle. An der Oberseite hat das Keilbein eine kleine sattelförmige Mulde, in der die Hirnanhangsdrüse bzw. Hypophyse liegt. Das vorne gelegene Stirnbein besteht bis zum 2. Lebensjahr aus zwei getrennten Knochen, die dann jedoch nahtlos miteinander verwachsen bzw. verschmelzen. Das Stirnbein enthält wie das Keilbein eine luftgefüllte Nasennebenhöhle, die Stirnhöhle.

Gesichtsschädel

Der Gesichtsschädel bildet den knöchernen Rahmen für die Augenhöhle, Mundhöhle und Nasenhöhle.

In seiner Form wird der Gesichtsschädel dabei wesentlich vom Oberkiefer und Unterkiefer mit den Kiefernochen und den Zähnen bestimmt.

Oberkiefer Maxilla
Unterkiefer Mandibula
Jochbein Os zygomaticum
Gaumenbein Os palatinum
Nasenbein Os nasale
Tränenbein Os lacrimale
Pflugscharbein Vomer
Siebbein Os ethmoidale
Untere Nasen Concha nasalis
Muschel inferior

Gesichtsknochen

Zu den Gesichtsknochen gehören die paarigen Knochen wie das Nasenbein das den oberen Teil vom Nasenrücken bildet sowie das paarige Tränenbein das die Augenhöhlen nach unten neben der Nase abschliesst und das Jochbein das den unteren Rand der Augenhöhlen bildet.

Zu den Gesichtsknochen gehört auch das paarige Maxillare, das in der Embryonalentwicklung zusammenwächst und den Oberkiefer formt sowie die Mandibulae, die im ersten Lebensjahr zusammenwachsen und den Unterkiefer formen sowie das Gaumenbein das das harte Gaumendach bildet. Das Pflugscharbein (Vomer) bildet zusammen mit dem Ethmoid die Nasenscheidewand.

 


 

Oberkiefer

Der Oberkiefer (Maxilla) ist ein paariger Knochen vom Gesichtsschädel und enthält auch die Kieferhöhle (Sinus maxillaris).

Oberkiefer, Kieferknochen, Gaumen, Mundhöhle

Am Oberkieferkörper lassen sich die Gesichtsfläche, Unterschläfenfläche, Augenhöhlenfläche und die Nasenfläche unterscheiden.

Der Oberkiefer (lat. Maxilla) ist ein paariger Knochen vom Gesichtsschädel der den Boden der Augenhöhle , bildet und die Kieferhöhle (Sinus maxillaris) enthält.

Der Oberkiefer umfasst den Bereich des mittleren Gesichtsdrittels vom Unterrand der Augenhöhle bis zur Oberlippe.

Oberkiefer, Alveolarfortsatz, Zahnfächer, ZähneDer Oberkiefer bildet auch einen Teil vom Gaumen und somit das Dach der Mundhöhle. Der Oberkieferknochen ist nach dem Unterkieferknochen der grösste Knochen vom Gesichtsschädel, dabei formen die rechte und linke Maxilla zusammen den Oberkiefer. Der Oberkiefer hat einen starken Einfluss auf das Volumen der Nasenatmung, den er bildet auch den Boden und die Seitenwand der Nasenhöhle. Der Oberkiefer besitzt im Gegensatz zum Unterkiefer keinen Wachstumsplan, was ihn durch verschiedene Störeinflüsse manipulierbar macht.

 

 

 

Durch den Oberkiefer zieht der Nerv infraorbitalis bzw. Ast des Nervus maxillaris des Nervus trigeminus und innerviert diesen Knochen inkl. aller Oberkieferzähne.

Oberkiefer, Oberkieferzähne, Oberkieferknochen

Er tritt am Foramen infraorbitale unterhalb der Augenhöhle aus dem Oberkiefer an die Oberfläche. Es sind auch weitere Äste des Nervus maxillaris an der Innervation vom Gaumen beteiligt. Die Blutversorgung erfolgt durch die Arteria maxillaris.

Der paarig angelegte Oberkiefer bildet das Zentrum des mittleren Gesichtsabschnitts.

Der Oberkiefer ist während der embryonalen Entwicklung paarig angelegt, wobei die Verbindung beider Oberkieferanteile an der mittleren Knochennaht vom Gaumen. Beide Oberkieferknochen bestehen je aus einem Körper, in dem die luftgefüllte Kieferhöhle liegt sowie vier Fortsätzen. Der Oberkieferknochen besteht somit aus je einem Oberkieferkörper von dem jeweils vier Fortsätze ausgehen. Die vorderen zwei Drittel vom harten Gaumen werden durch den Gaumenfortsatz beider Oberkieferkörper sowie durch den Zwischenkieferknochen gebildet. Das paarig angelegte Gaumenbein ist ein eigenständiger Knochen und bildet das hintere Drittel vom harten Gaumen.

Die vier Fortsätze des Oberkiefers sind:

Stirnfortsatz (Processus frontalis), der die Nase begrenzt und entlang der Augenhöhle zum Stirnbein verläuft.
Jochbeinfortsatz (Processus zygomaticus) der eine breitbasige Verbindung zum seitlich gelegenen Jochbein bildet.
Gaumenfortsatz (Processus palatinus), der gemeinsam mit dem Gaumenbein die knöcherne Abgrenzung zwischen Mundhöhle und Nasenhöhle bildet.
Alveolarfortsatz (Processus alveolaris), der die Alveolen (Zahnfächer) für die Oberkieferzähne enthält.

Bei mehrwurzligen Zähnen werden die Zahnfächer im Oberkiefer durch kleine Knochensepten unterteilt.

Als Zahnfach wird die Alveole bezeichnet, eine Vertiefung im Kieferknochen, wo der Zahn mit seiner Wurzel steckt bzw. wo die Zähne durch eine Gomphosis im Zahnfach Verankert sind. Die Alveole gehört wie der Wurzelzement, die Wurzelhaut bzw. Periodontium, das Zahnfleisch resp. Gingiva zum Parodontium resp. Zahnhalteapparat. Die Zahnfächer bzw. Alveolen als Teile vom Zahnhalteapparat sind die Vertiefungen vom Alveolarfortsatz, der die Zahnwurzeln aufnimmt. Die Zahnfächer als Teile vom Zahnhalteapparat kommen im Oberkiefer, im Unterkiefer und im Zwischenkieferbein vor. Den hinteren Abschluss des Alveolarfortsatzes im Oberkiefer bildet ein Knochenhöcker, der als Tuber maxillae bezeichnet wird und zwischen den Gaumenfortsätzen befindet sich im Bereich der oberen Schneidezähne ein keilförmiger, selbständig angelegter Knochen, der im Oberkiefer als Zwischenkiefer (Os incisivum) bezeichnet wird und im Normalfall mit dem Oberkieferknochen verwachsen ist. Bei Lippen- Kiefer- Gaumenspalten ist dieser Knochen jedoch vom Oberkiefer getrennt. Im Oberkiefer befinden sich immer mehrere Austrittslöcher für Nerven und Gefässe, das Foramen infraorbitale unterhalb der Augenhöhle und das Foramen incisivum im Gaumen hinter den Schneidezähnen. 


Kieferhöhle (Sinus maxillaris)

Die Kieferhöhle ist eine Nasennebenhöhle, die sich in den Oberkieferknochen (Maxilla) einstülpt.

Kieferhöhle, Sinus maxillaris, Oberkiefer, Zähne

Entzündungen der Kieferhöhle werden als Sinusitis bzw. Nasennebenhöhlenentzündung bezeichnet, wobei zu den Nasennebenhöhlen die Kieferhöhlen, Stirnhöhlen, Siebbeinzellen sowie die Keilbeinhöhle zählen.

Kieferhöhle

Die Kieferhöhle liegt im Inneren des Oberkiefers und wird auch Sinus maxillaris oder Antrum Highmori genannt.

Die Kieferhöhlen liegen im Oberkieferknochen rechts und links von der Nase und grenzen sowohl an die Oberkieferzähne als auch an die Augenhöhlen. Die Kieferhöhlen sind mit Schleimhaut ausgekleidete und im Normalfall mit Luft gefüllte Hohlräume, die mit der Nasenhöhle über eine kleine Öffnung in Verbindung stehen. Der Boden der Kieferhöhle zeigt meist Vorwölbungen, die durch die Zahnwurzeln der kleinen und grossen Seitenzähne verursacht sind. Gemeinsam mit der Stirnhöhle, der Keilbeinhöhle und den Siebbeinzellen bilden die beiden neben der Nase gelegenen Kieferhöhlen ein System von luftgefüllten Nasennebenhöhlen, die mit der Nase in Verbindung stehen. Wenn auf eine Kieferhöhlenentzündung eine medikamentöse Therapie nicht anspricht, kann ein operativer Eingriff erforderlich sein, womit man von einer Kieferhöhlenoperation spricht. Bei einer Entzündung der Kieferhöhle erfolgt eine Therapie mit Medikamenten, wie Antibiotika und Nasentropfen oder Nasenspray, damit die Schleimhaut abschwillt, was zusätzlich auch bei Operation erfolgt.

Kieferhöhle Sinus maxillaris
Stirnhöhle Sinus frontalis
Keilbeinhöhle Sinus sphenoidalis
Siebbeinzellen Cellulae ethmoidales

Entzündung der Kieferhöhle

Die Kieferhöhle reicht beim Erwachsenen bis zu den Wurzeln der oberen Seitenzähne, von denen sie häufig nur durch eine dünne Knochenlamelle getrennt ist.

Typisch für eine Entzündung der Kieferhöhle sind Schmerzen und Schwellungen im Bereich der Wangen mit Ausstrahlung in die Zähne vom Oberkiefer und den gesamten Gesichtsbereich. Eine Entzündung der Kieferhöhle kann über eine Verschleppung von Keimen aus der Nase entstehen oder von den Zähnen ausgehen durch infizierte Zysten, erkrankte Zahnwurzeln, Einwanderung von Keimen nach einer Zahnextraktion, infizierte Implantate oder eingedrungene Fremdkörper. Die Kieferhöhle ist luftgefüllt und mit Flimmerepithel ausgekleidet wo zur Nase hin ein kleiner Ausgang besteht, durch den Sekret abfliessen kann und so Luftaustausch stattfindet. Vielfach ist bei Krankheiten in der Kieferhöhle wie bei einer Entzündung bzw. Nasennebenhöhlenentzündung „Sinusitis", diese Verbindung verlegt oder verengt, sodass die Luft nicht mehr genügend zirkulieren und das Sekret nicht mehr ausfliessen kann. Die Verlegung des Verbindungskanälchens kann durch Schleimhautanschwellung bei Allergien oder Entzündungen sowie bei anlagebedingtem Platzmangel wie bei zu grossen Nasenmuscheln oder Wucherungen (Polypen) bedingt sein. Von einer Entzündung im Bereich der Wurzelspitze von einem oberen Seitenzahn kann darum eine Kieferhöhlenentzündung (Sinusitis maxillaris) ausgehen. Bei der Extraktion von einem oberen Seitenzahn kann auch die dünne Knochenlamelle zur Kieferhöhle einreissen, wo dann eine Verbindung zwischen Mundhöhle und Kieferhöhle entsteht, eine sogenannte Mund- Antrum- Verbindung (MAV), die wieder verschlossen werden muss.

Kieferhöhlenentzündung

Die Kieferhöhlen gehören wie Stirnhöhle, Keilbeinhöhle und Siebbeinzellen zu den Nasennebenhöhlen wo es sich um lufthaltige, mit Schleimhaut ausgekleidete Hohlräume handelt die durch enge Ausführungsgänge mit der Nase in Verbindung stehen und dadurch belüftet werden.

Kieferhöhlenentzündung, Zahnspitzenentzündung

Die von den Zahnwurzeln ausgehenden Zysten können den Boden der Kieferhöhle durchbrechen und zu Entzündungen führen was oft auch zu Kopfschmerzen führt.

Bei einer Kieferhöhlenentzündung entstehen meist Kopfschmerzen und der Geruchssinn ist abgeschwächt.

Vielfach bildet sich bei einer Kieferhöhlenentzündung viel Sekret, das immer aus der Nase oder nach hinten in den Rachen austritt. Die Schleimhaut der Nasenhöhle ist meist geschwollen, sodass der Luftstrom durch die Nase eine gewisse Zeit stark eingeschränkt bleibt. Aufgrund der Lage im Oberkiefer fällt die Kieferhöhle als Nebenhöhle der Nase in das Fachgebiet vom Hals-, Nasen- und Ohrenarzt aber gleichzeitig auch in den Fachbereich vom Zahnarzt, da sich die Kieferhöhle im Oberkiefer befindet und in direkter Verbindung mit den seitlichen Mahlzähnen steht, von denen Erkrankungen der Kieferhöhle ausgehen kann. Entzündungen der Kieferhöhle können durch Eindringen von Bakterien von der Nase her durch Erkältungskrankheiten oder auch von den Zähnen ausgehen. Bei der eitrigen Zahnwurzelentzündung die als apikale Ostitis bezeichnet wird, kann die dünne Knochenschicht vom Kieferhöhlenboden durchbrochen werden, was zu einer eitrigen Entzündung der Kieferhöhle führen kann. Bei einer Zahnextraktion kann die Kieferhöhle eröffnet werden oder abgebrochene infektiöse Wurzelreste können in die Kieferhöhle gelangen. Auch können sich in seltenen Fällen Tumore oder Polypen bilden, die unbehandelt zu Entzündung in anderen Nasennebenhöhlen führen kann. Unterschieden wird zwischen einer akuten und einer chronischen Kieferhöhlenentzündung, denn bei einer akuten Entzündung der Kieferhöhle entstehen starke Schmerzen und ein Ausfluss aus der entsprechenden Nasenöffnung, wo die Absonderung schleimig oder eitrig sein kann, was je nach der Ursache und Schwere der Infektion entsteht. Bei einer chronischen Entzündung der Kieferhöhle bemerkt der Patient  nebst dem Nasensausfluss auch ein Druckgefühl die durch eine verdickte Schleimhaut entsteht und somit auch den Ausgang zur Nase verschliessen kann, sodass in der Nacht die Absonderungen durch die horizontale Lage in den Rachenraum gelangen.


Gaumenbein

Die Knochen vom Gesichtsschädel bilden die knöcherne Grundlage vom Gesicht.

Gaumenbein, Siebenbein, Gesichtsschädel, Zähne

In die Lücke zwischen Siebenbein und Flügelgaumenfortsatz schiebt sich das Gaumenbein ein, das sich an den Oberkiefer anlagert.

Das Gaumenbein (Os palatinum) ist ein Knochen vom Gesichtsschädel und wird in eine horizontale Platte und eine vertikale Platte untergliedert.

Der Oberkiefer umfasst den Bereich vom mittleren Gesichtsdrittel vom Unterrand der Augenhöhle bis zur Oberlippe. Das paarig angelegte L- förmige Gaumenbein bildet das hintere Drittel vom knöchernen Gaumen. Das Gaumenbein trägt neben dem Oberkiefer zur Abgrenzung von Nasenhöhle und Mundhöhle bei und stützt den hinteren Teil vom harten Gaumen. Die Lamina horizontalis bildet einen Teil vom Gaumen das in Verbindung mit dem Pflugscharbein steht. Für den Durchtritt der Gaumenarterie und der Gaumennerven besteht in der Höhe der oberen Weisheitszähne ein Loch, das Foramen palatinum majus. Nebst de recht grossen Öffnung befinden sich im Normalfall noch mehrere kleinere Durchtrittsstellen für weitere Nerven und Gefässe.


Jochbein

Das Jochbein das auch als Wangenbein, Backenknochen oder Jugale bezeichnet wird ist ein Wangenknochen der das Auge im seitlichen Gesichtsschädel teilweise umgibt.

Jochbein, Wangenbein, Backenknochen, Jugale

Das Jochbein ist ein Wangenknochen, der im Gesicht sich unter dem Augenbereich befindet.

Das Jochbein (Os zygomaticum) bildet den seitlichen Rahmen des Gesichtsschädels.

Das Jochbein formt den Augenbereich sowie die Nasenhöhle und wird darum auch als Wangenbein bezeichnet. Das Jochbein verbindet den Oberkiefer an der Seite nach oben zum Stirnbein und nach hinten über den Jochbogen zum Schläfenbein. Für die Statik vom Schädel ist das Jochbein sehr wichtig, denn er bildet gleichzeitig die laterale Begrenzung vom Gesicht. Das Jochbein wird meist auch als Wangenbein oder Backenknochen bezeichnet und ist als Wangenknochen massgeblich für das Aussehen im Gesicht und deren Gesichtszüge verantwortlich. Manche Menschen haben auffallend vorstehenden Wangenknochen die durch Verbindung zweier Knochen gebildet werden, dem Jochbogen und einem Teil vom Schläfenbein. Am Jochbogen setzt der eine der beiden wichtigsten Kaumuskeln an und der andere an der flachen Schädelseite. 


Siebbein

Das Siebbein ist ein Knochen vom Hirnschädel das am Ende der Nasenhöhle an der Grenze zur Schädelhöhle liegt.

Siebbein, Os ethmoidale, Nasenscheidewand

Das in der Mitte gelegene Siebbein (Os ethmoidale) bildet gemeinsam mit dem Pflugscharbein die Nasenscheidewand.

Das Siebbein liegt in der Tiefe und ist daher bei äusserlicher Betrachtung vom Schädels nicht sichtbar. Das Siebbein bildet die obere und mittlere Nasenmuschel und grenzt die Nasenhöhle nach oben zum Gehirn ab. Das Siebbein besteht aus mehreren Knochenplatten (Laminae) und bildet den hinteren Teil der Nasenscheidewand (Septum nasi). Die hauchdünne Augenhöhlenplatte (Lamina orbitalis) ist die Grenze zur knöchernen Augenhöhle und wird wegen der Zartheit auch Lamina papyracea beim Menschen genannt. Das Siebbein enthält zahlreiche dünnwandige Knochenkammern als luftgefüllte Siebbeinzellen, die mit der Nasenhöhle in Verbindung stehen. Die unteren Nasenmuscheln werden jeweils von einem länglichen eigenständigen Knochen gebildet und zwischen den beiden Stirnfortsätzen vom Oberkiefer befinden sich die beiden Nasenbeine. Die Nasenbeine bilden den knöchernen Teil vom Nasenrücken. Die Stirnfortsätze schliessen sich nach hinten an den vom Oberkiefer beidseits an die Tränenbeine an. Die Tränenbeine gehören zur mittleren Begrenzung der Augenhöhle und enthalten je eine Rinne für den Tränenkanal.


Unterkiefer (Mandibula)

Der bogenförmige Unterkiefer ist als einziger Knochen vom Kopf beweglich mit dem Schädel verbunden.

Das Loch hinter dem Unterkiefer ist der Gehörgang.

Unterkiefer, Mandibula, Kieferwinkel, Nerven

Der Unterkiefer bildet mit dem Schläfenbein beidseitig das Kiefergelenk.

Der Unterkiefer besteht aus dem Kompakten Körper (Corpus mandibulae), der auf beiden Seiten in einen aufsteigenden Ast (Ramus mandibulae) übergeht wo sich am Übergang der Kieferwinkel befindet.

Am Unterkieferkörper unterscheidet man die Unterkieferbasis vom zahntragenden Alveolarfortsatz (Processus alveolaris). Unter den Zahnwurzelspitzen von den Prämolaren befindet sich an der Aussenseite vom Unterkiefer eine Öffnung, das Foramen mentale. Der aufsteigende Unterkieferast hat nach oben hin zwei Fortsätze, den Muskelfortsatz (Processus muscularis) für den Ansatz des Schläfenmuskels und den Gelenkfortsatz (Processus articularis bzw. Processus condylaris) mit dem walzenförmigen Kopf, der durch einen kurzen Hals vom aufsteigenden Ast abgesetzt ist. Auf der Innenseite vom aufsteigenden Unterkieferast befindet sich das Foramen mandibulare wo ein Knochenkanal beginnt, der Canalis mandibulae (Mandibularkanal), der im Unterkiefer nach vorne bis zum Foramen mentale zieht. Im Mandibularkanal verläuft der Nervus alveolaris inferior mit begleiteten Blutgefässen und von diesem Nerven ziehen Nervenfasern zu den Wurzelspitzen der Wurzeln von den Unterkieferzähne und zum Zahnfleisch. Im Bereich des Foramen mentale geht der Nervus alveolaris inferior in den Nervus mentalis über, denn er versorgt die Kinnregion und Unterlippe der betreffenden Seite. Für den Ansatz von Muskeln befindet sich an der Innenseite vom Unterkiefer im Kinnbereich ein kleiner Dorn, die Spina mentalis. Im Bereich der Unterkieferinnenseite liegt noch eine schräg verlaufende Leiste, die Linea mylohyoidea wo der gleichnamige Musculus mylohyoideus seinen Ursprung hat.

Unterkiefer

Der Unterkiefer des Gesichtsschädels besteht aus dem hufeisenförmigen Unterkieferkörper.

Der Unterkiefer ist ein Knochen vom Gesichtsschädel der aus dem hufeisenförmigen Unterkieferkörper besteht und auf beiden Seiten einem aufsteigenden Unterkieferast (Ramus mandibulae) hat. An diesem Unterkieferast befindet sich ein Muskelfortsatz und der Gelenkfortsatz mit dem Kiefergelenksköpfchen, der das Kiefergelenk bildet. Am Unterkiefer setzen die vier Kaumuskeln an, die für den Kieferschluss bzw. für die Okklusion sorgen. An der Innenseite vom Unterkieferast sitzt eine Knochenzunge (Lingula), die das Foramen mandibulae überdeckt, es ist die Eintrittsstelle des Nervus alveolaris inferior (aus Nervus mandibularis des Nervus trigeminus). Der Nerv verläuft in einem Kanal unter den Wurzelspitzen und verlässt als Nervus mentalis den Unterkieferkörper am Foramen mentale, im Bereich der Prämolaren. Die Blutversorgung vom Unterkieferknochen erfolgt über die Arteria alveolaris inferior. In der Unterkiefergabel befinden sich die Rezeptoren, die den Blutdruck regulieren und als Kinn wird die untere Vorderseite des Unterkiefers bezeichnet, die von der Protuberantia mentalis und den beiderseitigen lateralen Höckerschen (Tubercula mentalia) gebildet wird. Das vorspringende Kinn ist bei den Menschen in Europa am stärksten ausgebildet.


Zungenbein (Os hyoideum)

Das Zungenbein ist nur an Muskeln und Bändern aufgehängt und nicht mit dem restlichen Skelett verbunden

Zungenbein, Os hyoideum, Mundboden, Zunge

Embryonal entsteht das Zungenbein aus den Knorpeln vom 2. und 3. Kiemenbogen.

Das Zungenbein wo beim Mensch an dem dünnen Knochen viele Bänder und Muskeln angesetzt sind, verleiht der Zunge eine grosse Beweglichkeit die man zum Sprechen braucht, denn die Zunge ist das wichtigste Artikulationsorgan.

Das Zungenbein befindet sich am Übergang vom Mundboden zum Hals, wo an diesem U-förmigen Knochen zahlreiche Muskeln vom Mundboden, der Zunge und am Hals ansetzten. Bei den Menschen besteht das Zungenbein aus einem unpaaren Mittelstück als Körper sowie zwei Paar seitlichen Fortsätzen die als Hörner bezeichnet werden, wobei das hintere Paar der seitlichen Fortsätze grösser und mit dem Kehlkopf verbunden ist und das vordere kleinere Paar ist am Griffelfortsatz vom Schläfenbein aufgehängt. Die Zungenbeinmuskulatur setzt am Zungenbein an, denn das Zungenbein ist durch Bänder und Muskeln im Schädelbasisbereich fixiert und hat dadurch die Schaukelfunktion, denn das Zungenbein ist auf beiden Seiten durch ein Band am Griffelfortsatz vom Schläfenbein aufgehängt, das Schläfenbein (Os temporale) ist einer der Knochen vom Hirnschädel. Durch die Haut lässt sich das Zungenbein ertasten und darstellen lässt sich das Zungenbein durch ein bildgebendes Untersuchungsverfahren.


Kiefergelenk

Das Gelenk vom Kiefer bzw. Kiefergelenk verbindet die Unterkieferknochen (Mandibeln) mit dem Schläfenbein (Temporalknochen) des Schädels.

Kiefergelenk Gelenkkopf Gelenkpfanne Kiefer

Die Kieferorthopädie befasst sich mit der Verhütung, Erkennung und Behandlung von Fehlstellungen der Zähne und der Kiefer.

Gelenk vom Kiefer

Eine übermässige Abnutzung der Kiefergelenke ergibt eine Kiefergelenkschädigung das gleichbedeutend ist wie Kiefergelenkarthrose und führt vielfach wie ein schräges Kiefergelenk zu Kopfschmerzen, Nackenschmerzen und Ohrenschmerzen.

Gelenk vom Kiefer, Funktion vom Kiefergelenk 

Abnutzungsbedingte Verschleisserkrankung vom Kiefergelenk kann einseitig oder auch beidseitig auftreten, wovon man dann von Kiefergelenkarthrose oder Kiefergelenkarthritis spricht, denn Kiefergelenkarthritis ist eine schmerzhafte Entzündung vom Kiefergelenk und wenn diese chronisch wird, kommt es zur Kiefergelenkarthrose.

Das Kiefergelenk befindet sich neben dem Gehörgang und besteht aus Gelenkkopf, Gelenkpfanne, Faserknorpel-Scheiben, Bändern und zur Stabilisation Muskeln.

Die Gelenkseiten arbeiten paarig, wobei der Gelenkkopf sich aus der Grube heraus und wieder zurückbewegt ohne Schaden daran nehmen zu können. Der Unterkiefer ist auf beiden Seiten durch das Kiefergelenk beweglich mit dem Schläfenbein verbunden. Das Kiefergelenk ist als einziges Doppelgelenk auch das kleinste und beweglichste sowie das am häufigsten genutzte Gelenk vom menschlichen Körper. Das Kiefergelenk hat die Fähigkeit, sich in alle 3 Achsenrichtungen zu bewegen und kann auch seitlich versetzte Veränderungen der Position durchführen. Das Kiefergelenk hat durch die Einbindung in das Haltesystem vom Kopf einen grossen Einfluss auf die gesamte Statik vom Oberkörper, das auch Koordinationsglied zwischen Muskulatur und Halswirbelsäule ist. Die Komplexität macht das Kiefergelenk bei verschobener Zentrik in der Mundhöhle besonders anfällig in Bezug auf die Körperstatik.

Aufbau des Kiefergelenks

Das Kiefergelenk dient mit Gelenkkopf, Gelenkpfanne, Faserknorpel-Scheiben, Bändern und Muskeln als Verbindungselement zwischen Kiefer und dem fest sitzenden Teil vom Kopf, wobei das Kiefergelenk vielfach fast dauernd in Bewegung ist.

Im Schläfenbein befindet sich vor dem Gehörgang die Gelenkpfanne bzw. Gelenkgrube, Fossa articularis die nach vorne durch einen Knochenhöcker (Tuberculum articulare) begrenzt wird. Die Gelenkgrube vom Kiefergelenk nimmt den walzenförmigen Gelenkkopf der als Kondylus bezeichnet wird auf. Zwischen Gelenkkopf und Gelenkpfanne befindet sich eine Knorpelscheibe (Discus articularis), die das Kiefergelenk in eine untere Kammer und eine obere Kammer unterteilt. Die Gelenkflächen des Kondylus sowie der Gelenkgrube sind zur Verminderung der Reibung dabei mit einer dünnen Knorpelschicht überzogen. Die bindegewebige Gelenkkapsel umgibt das Kiefergelenk vollständig und sondert Gelenkschmiere (Synovia) zur Erhöhung der Gleitfähigkeit ab. 

Funktion vom Kiefergelenk

Bei allen Bewegungen vom Unterkiefer müssen immer beide Kiefergelenke zusammenwirken.

Man unterscheidet drei verschiedene Bewegungen im Kiefergelenk, so die Drehbewegung, die Gleitbewegung und Seitwärtsbewegung.

Drehbewegung vom Kiefergelenk

Das Kiefergelenk ist das beweglichste Gelenk vom menschlichen Körper.

Drehbewegung in der unteren Gelenkkammer, die in der ersten Phase der Mundöffnung sowie in der letzten Phase beim Kieferschluss stattfindet.

Gleitbewegung vom Kiefergelenk

Gleitbewegung vom Kiefergelenk kann man mit dem Zeigefinger vor dem Ohrläppchen tasten.

Gleitbewegungen vom Kiefergelenk finden in der oberen Gelenkkammer statt bzw. in der oberen Gelenkkammer finden besonders sagittale Gleitbewegungen und in der unteren Gelenkskammer besonders Rotationsbewegungen statt. Der Unterkiefer gleitet in der zweiten Phase der Mundöffnung sowie bei der reinen Vorschubbewegung mit dem Diskus nach vorne auf das Tuberculum articulare. Beim Kieferschluss sowie bei der Rückbewegung vom Unterkiefer verlaufen die Bewegungen entsprechend umgekehrt. 

Seitwärtsbewegung vom Kiefergelenk

Kaubewegungen sind meist kombinierte Drehbewegungen und Gleitbewegungen weshalb das Kiefergelenk auch als ein Drehgelenk und Gleitgelenk bezeichnet wird.

Bei Seitwärtsbewegungen bzw. Rotation können beide Kiefergelenke in unterschiedlicher Weise zusammenarbeiten. Bei der Drehbewegung nach rechts führt dann der rechte Gelenkkopf eine reine Drehbewegung aus, wobei der Gelenkkopf auch leicht zur Seite gedrückt wird. Der linke Gelenkkopf gleitet währenddessen nach vorne unten zum Tuberculum articulare. Bei einer Seitwärtsbewegung nach links ist es dementsprechend umgekehrt.

Das Kiefergelenk ist das vielseitigste Körpergelenk 

Das meistbeschäftigte Gelenk vom menschlichen Körper ist das Kiefergelenk, das unter Verschleisserscheinungen, meist durch Zähneknirschen oder Zahnlückenstand sowie Zahnfehlstellungen bzw. Zahnstellungsanomalien leiden kann.

Gelenk Kiefer, Drehbewegung, Gleitbewegung 

Typische Beschwerden von Kiefergelenksarthrosen sind Kiefergelenksschmerzen sowie Bewegungseinschränkung beim Kauen oder auch Sprechen die häufig begleitet sind von Knackgeräuschen.

Das Kiefergelenk ist das vielseitigste Körpergelenk, da es Drehbewegungen und auch Gleitbewegungen ausführen kann.

Das Kiefergelenk ist das Gelenk, das den Unterkiefer gegen den Oberkiefer bewegt. Das Kiefergelenk befindet sich vor dem Ohr, das aus einem Kiefergelenkköpfchen bzw. Gelenkfortsatz des Unterkiefers und einer Kiefergelenkpfanne an der Schädelbasis besteht. Dazwischen befindet sich die Faserknorpelscheibe, denn das Kiefergelenk "Articulatio temporomandibularis" ist die Verbindung zwischen Unterkiefer und Schläfenbein. Bei falscher Belastung durch Zähneknirschen oder falscher Höhe einer Zahnfüllung kann es beim Kiefergelenk zu schmerzhaften Gelenkentzündungen kommen. Wegen der Nähe vom Kiefergelenk zum Gehörgang sucht der Patient bei einer Gelenkentzündung vielfach zuerst mit vermeintlichen Ohrenschmerzen einen HNO-Arzt auf. Im Bereich der Kiefergelenke ist der Achspunkt ein zentraler festgelegter Punkt, der die imaginäre Durchtrittsstelle der Gelenkachse durch die haut darstellt. Kiefergelenkbeschwerde ist ein Sammelbegriff für eine Vielzahl von Fehlfunktionen vom Kiefergelenk, denn Kiefergelenkbeschwerden sind immer gekennzeichnet durch Schmerzen unter Funktion und oder auch einer eingeschränkten Mundöffnung.

Gliederung der Kiefergelenkerkrankung:

Primäre Kiefergelenkerkrankungen sind Entzündungen vom Kiefergelenk (Arthritis) durch bakterielle Infektion oder rheumatische Erkrankung oder Tumore im Gelenkbereich oder auch Verletzungen und Entwicklungsstörungen.
Sekundäre Kiefergelenkerkrankungen können Folge von Funktionsstörungen bzw. Fehlstellungen der Kiefer oder der Zähne sein.

Bei Nichtbehandlung können beide Formen von Kiefergelenkerkrankungen zu einer dauerhaften Schädigung der Gelenke (Arthrose, Ankylose) führen, wobei die Kiefergelenkarthrose als Verschleisserkrankung eine schmerzhafte Erkrankung der Gelenke bzw. Kiefergelenke ist. 


Kiefergelenkarthrose

Die Kiefergelenkarthrose ist eine Verschleisserkrankung der Kiefergelenke die meist durch eine mechanische Abnutzung der knorpeligen Gelenkflächen hervorgerufen wird.

Kiefergelenkarthrose, Verschleiss Kiefergelenke

Im Alter sind viele Menschen von der Kiefergelenkarthrose betroffen, denn je nach Veranlagung und Belastung kann der Gelenkverschleiss unterschiedlich stark ausgeprägt sein wo sich die Kieferschmerzen und Bewegungseinschränkungen am betroffenen Kiefergelenk zeigen.

Die Kiefergelenkarthrose ist eine schmerzhafte Verschleisserkrankung der Kiefergelenke.

Gelenkverschleiss wie bei der Kiefergelenkarthrose wird meist durch eine mechanische Abnutzung der knorpeligen Gelenkflächen hervorgerufen die sich in Bewegungseinschränkungen und in Schmerzen am betroffenen Gelenk zeigen. Eine Arthrose zeigt sich anfänglich durch Beschwerden wie „Rheuma“, wo die Schmerzen meist als ziehende und ausstrahlende Schmerzen wahrgenommen werden, im Besonderen bei bewegten Gelenken nach einer Ruhepause, wo der Anlaufschmerz spürbar ist wie beim Laufen nach längerem Sitzen. Eine schwere Arthrose mit einem starken Gelenkabrieb zeichnet sich im späteren Verlauf immer durch Belastungsschmerzen und Dauerschmerzen aus.

Die Kiefergelenkarthrose als Kiefergelenkerkrankung tritt meist an den Gelenken auf, die starken mechanischen Belastung ausgesetzt sind wie auch die Hüftgelenke, Sprunggelenke oder Kniegelenke.

Arthrose Kiefergelenk, Kiefer, Gelenk, Verschleiss

Das meist benutzte Gelenk vom Körper ist das Kiefergelenk, denn es wird nicht nur nur für das Abbeissen und Kauen benutzt, sondern auch beim Sprechen und Schlucken gebraucht.

Arthrose beim Kiefergelenk

Das aus 3 Teilen bestehende Kiefergelenk mit Gelenkpfanne, Gelenkköpfchen und Diskus bzw. Knorpelscheibe ist sehr empfindlich, denn die Knorpelscheibe als weiches, empfindliches Gewebe vom Kiefergelenk übt die Art einer Pufferfunktion aus.

Die Kiefergelenkarthrose als Verschleisserkrankung der Kiefergelenke darf nicht unterschätzt werden, denn das Kiefergelenk ist das kleinste und beweglichste Gelenk beim Mensch, das Gleitbewegungen und Drehbewegungen ausführen kann und nimmt eine Sonderstellung als „Doppelgelenk“ ein. Bänder und Muskeln stabilisieren dabei das Gelenkköpfchen in der Gelenkpfanne und ermöglichen die Bewegung vom Unterkiefer. Wie bei allen Gelenken, hat auch das Kiefergelenk einen Verschleiss, sodass sich mit der Zeit eine Arthrose entwickeln kann was als Kiefergelenkarthrose bezeichnet wird, wo die Beanspruchung und die Belastbarkeit vom Gelenk in einem Missverhältnis steht. Entsteht eine Kiefergelenksschädigung durch Unterdrückung von Aggressionen wie beim Zähneknirschen führt das Ungleichgewicht zu kleinen Knorpelverletzungen, die einen erhöhten Abrieb nach sich zieht, sodass der Gelenkknorpel dünner wird. Die zerstörten Knorpelzellen können aber eine Entzündung der Gelenkinnenhaut begünstigen, sodass der Knorpelbelag nach einer gewissen Zeit vollständig zerstört sein kann, was eine knöcherne Deformierung vom Kiefergelenk hervorruft.

Das Kiefergelenk ist das meist benutzte Gelenk beim Körper des Menschen und ist ein sehr komplexes Gelenk, das Rotationsbewegungen (Drehen um eine Achse) wie auch Gleitbewegungungen (Verschieben auf einer Ebene) durchgeführt werden können.

Kiefergelenkschmerzen, Kiefergelenkarthrose

Reibegeräusche sowie Kieferschmerzen beim Öffnen und Schliessen des Mundes können Symptome einer Kiefergelenksarthrose sein.

Verschleisserkrankungen der Kiefergelenke können durch die Kiefergelenkarthrose mit starken Schmerzen in den Kaumuskeln und Gelenken verbunden sein.

Merkmale bei der Kiefergelenkarthrose sind vielfach Knacken und Reiben in den Kiefergelenken oder können bei der Kiefergelenksarthrose auch länger anhaltende Einschränkungen der Mundöffnung sein. Zur Diagnostik der Verschleisserscheinungen von Kiefergelenken sind bildgebende Verfahren notwendig, denn dabei können sich typische Veränderungen an den Geweben der Kiefergelenke wie Abnutzungserscheinungen zeigen, denn das Kiefergelenk wird beim Abbeissen, Kauen, Sprechen und Schlucken in Bewegung gesetzt. 

Entstehung der Kiefergelenkarthrose

Für Kiefergelenkarthrose gibt es viele Möglichkeiten, so kann eine altersbedingte Fehlbelastungen vom Kausystem vorhanden sein wie auch Kieferfehlstellungen, Verletzungen, Entzündungen sowie Karies und Parodontitis.

Der Entstehung einer Kiefergelenkarthrose ist vielfältig, denn bereits der Zahnverlust einzelner Backenzähne oder zu hohe Zahnfüllungen können zur Fehlbelastung im Gelenk und somit zu einer Arthrose führen. Auch Zahnersatz der nicht gut sitzt und nicht angepasst wurde, kann ein Gelenkverschleiss hervorrufen. Die Entstehung der Kiefergelenkarthrose wird aber vielfach verursacht durch das nächtliche Zähneknirschen (Bruxismus), denn intensives Zähneknirschen und Zähnepressen führt zu einer Überbeanspruchung der Kaumuskeln und der Kiefergelenke, sodass irreparable Schäden am ganzen Kausystem (Kaufunktion und Kauvorgang) auftreten können.


Kieferknochen

Die Knochensubstanz vom Kieferknochen besteht aus Hartgewebe und Osteozyten, der Kieferknochen kann darum nur passiv am Entzündungsgeschehen von einer Kieferknochenentzündung (Ostitis) teilnehmen. 

Kieferknochen Kiefer Schädel Knochengewebe

Die Oberkieferknochen und Unterkieferknochen tragen beim Menschen die Zähne.

Der Kiefer ist ein knöchernder Schädelteil bzw. der Kieferknochen, der die Zähne beinhaltet.

Die Kiefer sind die beiden Kieferknochen, die beim Mensch die Zähne tragen, wobei unterschieden wird in Oberkiefer (Maxilla) und Unterkiefer (Mandibula "lat. mandere kauen, beissen"). Der Oberkiefer ist fest mit dem Gesichtsschädel verwachsen. An Oberkiefer ist im Kiefergelenk der bewegliche Unterkiefer aufgehängt, der das Gesicht nach unten bogenförmig begrenzt und das Kinn bildet. Intermaxillär bedeutet, zwischen Oberkiefer und Unterkiefer gelegen. Wo keine Zähne durch Zahnverlust im Kiefer stehen, geht früher oder später der Kieferknochen zurück, so dass gelegentlich vor einer Implantation von Zahnimplantaten ein Aufbau mit eigenem oder künstlichem Knochen durchgeführt werden muss. Die Kieferchirurgie wie auch Mundchirurgie und Gesichtschirurgie ist ein medizinisches Fachgebiet. Die Mundchirurgie umfasst die Diagnostik, Therapie, Prävention und sowohl funktionelle Kauen, Schlucken, Sprechen und auch ästhetische Rehabilitation von Erkrankungen, Verletzungen, Knochenbrüchen, Fehlbildungen und Formveränderungen der Zähne, der Mundhöhle, dem Kiefer und vom Gesicht.

Aufbau von Kieferknochen

Das Knochengewebe vom Kieferknochen bildet als Skelett das Stützgerüst vom Körper.

Das Knochengewebe vom Kieferknochen besteht aus Knochenzellen (Osteozyten) und einer verkalkten Zwischenzellsubstanz. Die mineralische Zwischenzellsubstanz verleiht dem Knochen grosse Festigkeit gegenüber Druck, Zug, Biegung und Drehung. Knochen besteht grösstenteils aus Hydroxylapatit, einer chemischen Verbindung vorwiegend aus Kalzium und Phosphat, sodass sich das Knochengewebe ständig erneuert wird.

Knochensubstanz

Die Osteoblasten wandeln sich später zu nicht mehr teilungsfähigen Knochenzellen (Osteozyten) um.

Kieferknochen, Knochensubstanz, Alterung,

Unter dem Mikroskop kann man beim Knochen des Erwachsenen einen geordneten, lamellenartigen Aufbau erkennen womit man auch von Lamellenknochen spricht.

Die Knochensubstanz von Knochen bildenden Zellen die aufgebaut werden, es sind die sogenannten Osteoblasten, das Knochen bildende Zellen sind.

Zum Umbau von Knochen sind Knochenabbauende Zellen vorhanden, die als Osteoklasten bezeichnet werden, was Knochen abbauende Zellen sind. Die einzelnen Knochenlamellen sind in mehreren kreisförmigen Schichten um kleine zentrale Knochenkanäle (Havers- Kanäle) angeordnet, in denen die versorgenden Blutgefässe und Nerven verlaufen. Der zentrale Kanal mit den umgebenden Knochenlamellen stellt eine Baueinheit vom Knochens dar, das Osteon (Knochen) bzw. Havers- System. Querkanäle als Volkmann- Kanäle, verbinden die in den Havers- Kanälen enthaltenen Blutgefässe und Nerven mit dem Periost, denn das Periost als Knochenhaut umgibt den Kieferknochen. Der Kieferknochen wird von straffem Bindegewebe gebildet und enthält Gefässe und Nerven und kann vom Periost, aus dem der Knochen ernährt wird und die Neubildung von Knochensubstanz angeregt werden kann.

Knochenhaut vom Kieferknochen

Durch die Nervenfasern ist die Knochenhaut vom Kieferknochen sehr schmerzempfindlich wie bei jeder Knochenhaut.

Die äussere Wand vom Kieferknochen wird von einer stabilen Knochenschicht gebildet, der Kompakta resp. Kortikalis. Im Inneren enthält der Kieferknochen ein schwammartiges Gerüstwerk aus kleinen, feinen Knochenbälkchen, die Spongiosa (Schwamm) genannt werden. Die Spongiosabälkchen die fachwerkähnlich stabil angeordnet und zusammengesetzt sind, können dem Knochen bei geringem Gewicht grossen Halt geben. Die an den Gelenken einwirkenden Druckkräfte und Zugkräfte werden durch die Spongiosa auf die feste Wand der Kompakta abgeleitet. In der Markhöhle zwischen den Bälkchen der Spongiosa befindet sich das Knochenmark vom Kieferknochen die der Blutbildung dient, kann jedoch im Laufe vom Leben vor allem in den langen Röhrenknochen etwas verfetten.

Alterung der Kieferknochen

Beim Kieferknochen verliert man ab dem 35. Lebensjahr mehr Knochenmasse als produziert wird und der Knochen kann im Alter auch brüchig werden.

Frauen verlieren vom 40. zum 70. Lebensjahr etwa 40% ihrer Knochenmasse, wenn sie über die Nahrung zu wenig Kalzium aufgenommen oder zu viel Kalzium über den Urin ausgeschieden haben, denn der Körper holt sich das fehlende Kalzium über den Knochen selbst, auch wenn seine Stabilität darunter leidet.

Der Knochen (Osteo)

Nebst den Zähnen sind die Knochen das härteste Gewebe vom Körper.

Knochen sind doppelt so hart wie Granit und nicht weniger zugkräftig als Gusseisen und so ist der Menschliche Knochen ein kompaktes Material das nicht viel wiegt. Das menschliche Skelett macht darum nur ca. 12% vom gesamten Körpergewichts aus. Die Knochen als lebendige Substanz durch das Zellgewebe von einem ca. fünfzig Kilogramm schweren Menschen wiegen nur ca. sechs Kilogramm. Im Bindegewebe ist Kalzium eingelagert, das dem Knochen die hohe Festigkeit gibt, so dass sie die lebenswichtigen Körperorgane schützen und stabilisieren können. Die einzelnen Bestandteile vom Knochen sind ca. 25 % aus Wasser sowie organische Stoffe, so das Protein Ossium und anorganische Mineralien wie Kalzium, Phosphor, Magnesium und in geringen Mengen Eisen, Kalzium, Natrium, Chlor und Fluor.

Jeder Knochen weist vier Bestandteile auf

Die kompakte Knochenmasse, wird aus der dicke bzw. äusseren Knochenschicht gebildet.

Die kompakte Knochenmasse umgibt den inneren Kern aus Knochenbälkchen und ist in der Mitte vom Knochen besonders stark ausgeprägt, so dass der Knochen gut vor Deformierungen geschützt ist. Um die kompakte Knochenmasse herum legt sich als äusserste Hülle um den Knochen bzw. kleine Knochenbälkchen im Inneren vom Knochen die Knochenhaut. Knochenbälkchen bilden ein schwammartiges Füllmaterial, das den Knochen äusserst stabil macht, ohne dass dieser schwer wird.

Knochenhaut

Die Knochenhaut ist die harte Knochenrinde, die den Knochen von aussen umgibt.

Die Knochenhaut enthält besondere Zellen, die als Osteoblasten bezeichnet werden und aus denen sich neue Knochenzellen bilden, die zum Wachstum und zur Regeneration der Knochen beitragen.

Knochenmark

Das Knochenmark ist in den Hohlräumen der grosse Knochen eingelagert.

Im Knochenmark werden alle Blutzellen fabriziert, am Tag bis zu fünf Milliarden. Das fetthaltige Gewebe bildet rote Blutkörperchen (Erythrozyten) zum Sauerstofftransport, Blutplättchen (Trombozyten) für die Gerinnung und verschiedene weisse Blutkörperchen (Leukozyten) für das Immunsystem.

Knochenarten

Das menschliche Skelett stützt den Körper und besteht aus unterschiedlichen Knochenarten (ca. 206 Knochen).

Kurze Knochen (Ossa brevia), Ungeformte Knochen, wie Handwurzelknochen
Die langen Knochen bestehen aus zwei Knochenenden (Epiphyse) und einem Knochenschaft (Diaphyse)
Platte Knochen (Ossa plana), Schädel (Cranium), Rippen (Costae), Schulterblatt (Scapula), Brustbein (Sternum) und Becken (Ossa coxae)
Röhrenknochen (Ossa longa), Oberarmknochen (Humerus), Elle (Ulna), Speiche (Radius), Oberschenkelknochen (Os femoris), Schienbein (Tibia), Wadenbein (Fibula), und Fingerknochen (Fallangen).
Sesambeine (Ossa sesamoidea), kleine rundliche Knochen die variabel auftreten können, wie Kniescheibe (Patella)
Luftgefüllte Knochen (Ossa pneumatica), enthalten mit Schleimhaut ausgefüllte Hohlräume, am Schädel das Stirnbein (Os frontale)
Unregelmässige Knochen (Ossa irregularia). Unregelmässige Knochen lassen sich anderen Knochentypen nicht zuordnen, wie der Wirbel (Vertebrae) von der Wirbelsäule oder der Unterkieferknochen (Mandibula). 


Knochenschwund (Osteoporose)

Kieferknochenschwund kann als natürlicher Alterungsabbau vom Kieferknochen, ein natürlicher Kieferknochenabbau sein.

Die Knochenmarkräume können sich bei einer Knochenerkrankung wie bei Osteoporose stark vergrössern, sodass der Knochen geschwächt wird und zu Spontanbrüchen neigt.

Knochenschwund, Knochenerkrankung, Kiefer

In der Zahnheilkunde ist bei Veränderungen des Kieferknochens abzuklären, ob sie auf einer Osteoporose aufgrund Östrogenmangels beruhen, was auch eine Zahnfleischerkrankung begünstigt.

Im höheren Lebensalter ist die Osteoporose ist die häufigste Knochenerkrankung.

Durch eine präperative Diagnostik sollte die Knochendichte beim Zahnarzt immer bestimmt werden, da eine herabgesetzte Knochendichte vom Kieferknochen für die Verankerung und Einheilung von Zahnimplantaten negativ beeinflussen kann. Der Krankheitsprozess tritt meist im höheren Lebensalter auf, kann aber infolge von Primärerkrankungen und Medikamenten auch in jüngeren Jahren vorkommen. Beim Knochenschwund (Osteoporose) kommt es zu einem erhöhten Abbau der Knochensubstanz, so dass die Qualität und auch die Masse vom Knochengewebe kontinuierlich abnimmt. Damit erhöht sich auch das Bruchrisiko des Betroffenen, doch Osteoporose ist damit kein Ausschlusskriterium gegen eine Implantatbehandlung für das Zahnimplantat als Zahnersatz.

Osteoporose Knochenschwund

Osteoporose ist eine Skeletterkrankung die im Volksmund als Knochenschwund bezeichnet wird.

Knochenschwund entsteht dann, wenn der Körper zum Abbau der Säuren so viele Basen braucht, die im Kreislauf nicht vorhanden sind, so dass die Knochen mit ihrem Calcium herhalten müssen, um die Säuren auszugleichen.

Osteoporose Knochenschwund, Zahnarzt

Die Osteoporose ist eine häufige Alters Erkrankung des Knochens, die ihn für Brüche (Frakturen) anfälliger macht.

Osteoporose ist Knochenschwund im Inneren vom Knochen.

Bei der Osteoporose als Knochenschwund ist die verringerte Knochenmasse und eine poröse Knochenstruktur sehr Typisch. Die als Knochenschwund bezeichnete Krankheit ist gekennzeichnet durch eine Abnahme der Knochendichte, bzw. durch übermässig raschen Abbau der Knochensubstanz und Knochenstruktur. Eine erhöhte Frakturanfälligkeit kann das ganze Skelett vom Mensch betreffen. Am häufigsten entsteht mit ca. 95% die primäre Osteoporose, das heisst diejenige Osteoporose, die im Gegensatz zur sekundären Osteoporose nicht als Folge einer anderen Erkrankung auftritt.

80 % aller Osteoporosen betreffen postmenopausale (Wechseljahre) Frauen.
30 % aller Frauen entwickeln nach der Menopause eine klinisch relevante Osteoporose.
5 % betrifft Sekundäre Osteoporosen bzw. Erkrankungen, die eine Behandlung mit Glukokortikoiden, die den Stoffwechsel, den Wasserhaushalt und Elektrolythaushalt sowie das Herz-Kreislaufsystem und das Nervensystem während einer längeren Zeitspanne erfordern und beeinflussen.

Die Knochenmasse nimmt meist in den ersten 30. Lebensjahren zu und erreicht dann einen Höhepunkt, fällt in den späteren Lebensjahren aber wieder langsam ab.

Die Osteoporose entsteht meist aus einer unzureichenden Knochenbildung in jungen Jahren und einem beschleunigten Abbau im späteren Zeitraum, doch der beschleunigten Abbau kann durch einen ausgeglichenen Säure Basen Haushalt verhindern. Die Nährstoffe bestehen aus Eiweissen, Fetten und Kohlenhydraten und im Darm werden diese Nährstoffe zunächst zur Leber transportiert und an die Zellen des Körpers verteilt und so auch an das Blut weitergegeben. Dabei entstehen Abfallstoffe, die als sogenannte Säuren ausgeschieden werden müssen. Sind zu viele Säuren vorhanden die der Körper nicht abtransportieren kann, lagern sich die Säuren in Form von Kristallähnlichen Schlacken im Blut ab. Die Kristalle können sich an die roten Blutkörperchen anhängen. Sofern die Blutkörperchen zu schwer durch Kristalle belastet werden, wird die Bewegung der Blutkörperchen eingeschränkt und unflexibel. Die Blutkörperchen können dann die Kapillargefässe nicht mehr passieren, entsteht ein Stau bzw. Thrombosen als Verklumpung von Blutkörperchen. Der Druck im Blutsystem erhöht sich an den Staustellen, sodass ein Herzinfarkt oder Schlaganfall möglich ist. Auch können Gefässe platzen und Einblutung ins Gewebe erfolgen. Blutdrucksenkende Mittel sind darum nur eine Behandlung vom Phänomen und nicht eine Ursachenbehandlung.


Zahnhalteapparat

Der Zahnhalteapparat ist das funktionelle Verankerungssystem der Zähne und zum Zahnhalteapparat bzw. Parodontium gehören alle Anteile, die zur Verankerung der Zähne beitragen.

Zahnhalteapparat, Parodontium, Zahnbett Zähne

Als Zahnhalteapparat werden die Strukturen bezeichnet, die Zähne im Kiefer fixieren.

Der Zahnhalteapparat (Parodontium) ist ein funktionelles Verankerungssystem der Zähne.

Zum Zahnhalteapparat gehört auch das Zahnfleisch mit dem Kieferknochen die unterschiedliche Erkrankungen erleiden können. Mit den Erkrankungen vom Zahnhalteapparat beschäftigt sich die Parodontologie mit Prävention, Behandlung und Nachsorge von den Zahnbetterkrankungen, denn der Zahnhalteapparat wird auch als Zahnbett bezeichnet.

Der Zahnhalteapparat besteht aus:

Zahnfleisch (Gingiva propria)
Zahnzement (Cementum)
Zahnfach (Alveole)
Wurzelhaut (Desmodont oder Periodontium)

Die Fibroblasten des Periodontiums bilden Kollagenfasern bzw. Sharpey-Fasern, die auch auch als Desmodont oder Parodontalligament bezeichnet werden.

Sharpey Fasern gehören zur Zahnwurzelhaut (Periodontium) und sind aus kollagen bestehenden Fasern die mit dem Zement (Wurzelzement) der Wurzel vom Zahn (Zahnwurzel) und mit dem Zahnfach im Kieferknochen verwachsen sind. Diese Bindegewebsfasern (28.000 Fasern pro cm2) vom Zahnhalteapparat verbinden den Zement vom Zahn straff aber beweglich mit dem Zahnfach bzw. die Fasern sind nur bei Druck auf den Zahn ganz gespannt und verhindern somit ein zu starkes Eindrücken der Zahnwurzel in den Knochen. Sie übertragen als Zugkraft auch die Kraft auf den Knochen, womit der Druck auf den Zahn in Zug auf den Knochen umgewandelt wird. Für den Kieferknochen ist Zug die optimale Belastungsart die den Knochen zum Aufbau reizt, resp. stärkt, während Druck auf den Knochen zu Kieferknochenschwund bzw. Knochenabbau, im Besonderen nach Zahnverlust führt. Elastische Fasern sind besorgt dafür, dass beim nachlassen vom Druck der Zahn sich gering wieder aus der Endposition bewegt und sich die gestrafften kollagenen Fasern entspannen, womit im Zahnfach die Blutzirkulation wieder erfolgen kann.

Sharpey-Fasern

In Ruhestellung sind Sharpeyfasern wellenförmig, bei Belastungen werden sie gestrafft, sodass der Zahn abgefedert wird.

Sharpey-Fasern sind zum Periost gehörende, aus Kollagen bestehende Fasern und sind in der Knochengrundsubstanz befestigt. Sie bilden die Verbindung zum Wurzelzement des Zahnes d.h. die Verbindung zwischen dem Zement der Zahnwurzel einerseits sowie dem Knochen der Alveole andererseits ist eine Sonderform einer Syndesmose bzw. Bandhaft. Im Periost selbst verlaufen sie als kollagene Fibrillen in tangentialer Richtung. Als „Spiculae“ werden sie bezeichnet, wenn sie im Rahmen maligner Vorgänge verkalken und als sonnenstrahlähnliche Knochenfäden imponieren. Sharpey-Fasern werden im engeren Sinne vor allem die in das Zahnzement einstrahlenden Fibrae alveolodentales bezeichnet. Der Zahn ist federnd an ihnen befestigt bzw. die Zahnwurzel ist eigentlich im Zahnfach aufgehängt. Diesen Zugkräften ist der Knochen gewachsen während er bei den ohne Desmodont auftretenden Druckkräften mit Abbau reagieren würde. Bei Entzündungen des funktionellen Verankerungssystems des Zahnes (Zahnhalteapparat) schwillt das Gewebe im Spalt zwischen Zahnwurzel und Knochenfach an, sodass der Zahnpatient beim Aufbeissen die Empfindung hat, der Zahn sei zu lang. 


Kauapparat als Kauorgan

Der Kauapparat besteht zur Hauptsache aus dem Kiefergelenk und der dazugehörenden Kaumuskulatur.

Gestörte Funktionen der Kaumuskulatur und der Kiefergelenke können zu plötzlichen oder dauerhaften Kieferschmerzen im Kausystem führen.

Kauapparat Kauorgan Mundhöhle Kauvorgang

Zum Kauapparat in der Mundhöhle gehören auch die angrenzenden Gewebeteile.

Kauapparat

Mit Kauapparat (Kauorgan) bezeichnet man die Mundhöhle im Ganzen mit ihren angrenzenden Gewebeteilen, die während dem Kauvorgang funktionell als Kauwerkzeug bedeutsam sind.

Mit Kauapparat ist die Mundhöhle im Ganzen und ihre angrenzenden Gewebeteile, die während des Kauvorgangs funktionell als Kauwerkzeug benutzt werden gemeint. Das Kauorgan (Kauapparat) besteht aus den Oberkieferknochen und Unterkieferknochen und ihrem gemeinsamen Gelenk, dem Kiefergelenk. Starke Muskeln verbinden den Unterkiefer mit dem übrigen Kopf, die enormer Drücke beim Zubeissen und Kauen erlauben. Die starken Muskeln erzeugen auch sehr kleine Bewegungen bei der Einstellung der richtigen Stellung von Oberkiefer und Unterkiefer zueinander. Die Nervenbahnen reichen über die Muskel bis zum letzten Zahn und erfühlen kleinste Höhenunterschiede im Gebiss.

Kauapparat als Kauorgan

Kauapparat ist die ganzheitliche Bezeichnung für die Mundhöhle mit den angrenzenden Gewebeteilen, die beim Vorgang des Kauens funktionell wirksam werden.

Der Kauapparat ist eingebettet in die Funktionssysteme des Kopf-Hals-Schulter-Bereichs. Erkrankungen und Störungen in den ganzen Bereichen können sich auf die Funktion des Kauapparates auswirken. Viele Krankheiten zeigen z. B. Blutkrankheiten oder Infektionen, Symptome in der Mundhöhle. Umgekehrt wirken sich krankhafte Veränderungen der Mundhöhle oft auch auf den restlichen Körper aus. Kauapparat ist eine Ganzheitliche Bezeichnung für die Mundhöhle inkl. angrenzende Gewebeteile, die beim Kauvorgang (Kauen) funktionell wirksam werden. Viele Krankheiten zeigen z. B. Blutkrankheiten oder Infektionen, Symptome in der Mundhöhle. Umgekehrt wirken sich krankhafte Veränderungen der Mundhöhle oft auch auf den restlichen Körper aus. Deshalb beschäftigt sich die Ganzheitliche Zahnmedizin nicht ausschliesslich mit Zähnen und Zahnfleisch, sondern berücksichtigt darüber hinaus auch angrenzende funktionelle Gebiete vom Kausystem

Beschwerden vom Kauorgan (Kauapparat) können auf eine Störung des Kausystems hindeuten.

Knacken des Kiefergelenkes
Schmerzen im Bereich des Kiefergelenkes, des Kiefers oder beim Ohr
Kopfschmerzen, Schmerzen beim Reden, Kauen oder Lachen
Auffällige Bewegungsmuster, wie Asymmetrien oder Blockierungen des Kiefers
Parafunktionen wie Zähneknirschen oder Pressen

Für Störungen im Bereich vom Kiefergelenkes können verschiedene Faktoren verantwortlich sein, die ineinander greifen und auf die Strukturen des Kausystems einwirken.


Kaufunktion und Kauvorgang

Die Kaufunktion ist ein kompliziertes und sensibles Geschehen, denn Zähne, Kaumuskulatur und Kiefergelenke müssen beim Kauvorgang miteinander zusammenarbeiten.

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Eine Störung der Kaufunktion kann durch Verlust der Zahnhartsubstanz sowie durch Zahnverlust oder Zahnlosigkeit entstehen.

Zähne, Kiefergelenk und Kaumuskulatur sind in ihrer Kaufunktion für die Zerkleinerung der Nahrung optimal aufeinander abgestimmt.

Die Rekonstruktive Arbeit und Wiederherstellung vom Zahngebiss durch den Zahnarzt und der Zahntechnik ist für die Kaufunktion wichtig, denn bei Verlust einzelner Zähne im Kieferknochen kann die Kaufunktion und der Kauvorgang stark gestört sein, so dass es zur Kiefergelenkschädigung und zu Kieferproblemen sowie Kieferschmerzen kommen kann. Der Kauvorgang bzw. Kaufunktion erfolgt reflektorisch woran Zähne, Zunge, Kaumuskulatur, Wangen, Mundboden und Gaumen beteiligt sind. Diese komplexen Vorgänge werden durch das Kiefergelenk und die Kontakte der Zähne im Wechselspiel gelenkt. Es führt nur der Unterkiefer die Bewegungen aus, die zum Beissen und Kauen notwendig sind. Für den Kauvorgang sind sehr schnelle Feinabstimmungen der Muskulatur notwendig, damit die Bewegungen der Kiefer exakt innerhalb von Sekundenbruchteilen ausgeführt werden können. Der Schluckvorgang ca. 2 bis 3 mal pro Min trainiert die Kaumuskulatur und ihre Feinabstimmung. Nur beim Beissen und Kauen der Speisen sowie beim Schlucken von Speichel haben die Zähne Kontakt, ansonsten sind sie in Ruheschwebelage sind bzw. die Unterkieferzähne haben zu den Zähnen im Oberkiefer keinen Kontakt. Bei der Abrasion der Zähne handelt es sich um eine Art Abnutzung der Zahnhartsubstanz beim Kauvorgang oder auch beim Zähneknirschen.

Kauvorgang

Die Druckbelastung beim Kauvorgang wird in eine Zugbelastung für den Kieferknochen umgewandelt, was die Knochenneubildung angeregt.

Aufgrund der Konstruktion unseres Kauorgans ist es wichtig, dass die Zähne beim Kauvorgang senkrecht belastet werden, denn die Zähne sind nicht fest mit dem Kieferknochen verankert sondern sind im Zahnfach durch Kollagenfasern aufgehängt. Dadurch wird jede Druckbelastung beim Kauvorgang in eine Zugbelastung für den Knochen umgewandelt und die Zellen des Knochens zur Knochenneubildung angeregt. Eine Druckbelastung des Knochens begünstigt umgekehrt den Kieferknochenabbau (keine Zugbelastung für den Kieferknochen), wenn gekippte Zähne beim Kauen nicht mehr in ihrer Achsrichtung belastet werden, denn der Druck kann nur noch auf der Zahnlücke abgewandte Seite in Zug umgewandelt werden. Zur Lücke hin wird der Kieferknochen nach und nach abgebaut, womit eine tiefe Tasche im Knochen und Zahnfleisch entsteht, die sich entzünden kann.

Kaufunktion

Die Bewegung des Unterkiefers wird gesteuert durch Nerven, die einen Regelkreis bilden und die Kaufunktion auslösen.

Im Steuerzentrum des Zentralnervensystems werden alle Bewegungen der Kaufunktion koordiniert durch Rezeptoren bzw. Nervenfühler. Rezeptoren im Kiefergelenk registrieren die Lage des Gelenkkopfes und Muskelspindeln melden den Spannungszustand der Kaumuskeln. Die Enden der Nerven in der Mundschleimhaut orten Grösse und Lage von Nahrungsteilen. Zahnkontakte werden gemeldet durch die Rezeptoren in der Wurzelhaut. Informationen werden alle zentral verarbeitet und in Steuerimpulse für die Kaumuskulatur umgesetzt.


Zahnbogen

Ein optimaler Zahnbogen hat eine U-Form

Der Zahnbogen wird in der Zahnmedizin als Alveolarbogen (Alveolarknochen) bezeichnet, der eine bogenförmige Zahnreihe bildet.

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Der Platzmangel im Zahnbogen kann infolge zu grossen Zähnen in einem zu kleinen Kiefer entstehen.

Jeder Mensch hat eine individuelle Zahnbogenform.

Den Zahnbogen bezeichnet der Zahnarzt vielfach als Alveolarbogen (Arcus alveolaris) der die Zahnfächer trägt und der Alveolarkamm als Kieferkamm wird als Alveolarfortsatz bezeichnet. Die Alveolarkammlinie ist die fortlaufende, halbovalförmige Linie die durch die höchste Erhebung vom zahnlosen Alveolarkamm gebildet wird. Die Beurteilung der Zahnbogenform ist ein wichtiger Bestandteil der kieferorthopädischen Befunderhebung. Damit die Form vom Zahnbogen beschrieben werden kann, wird vielfach auf einer Foto vom Gipsmodell das Koordinatensystem gezeichnet, das durch die Sagittalebene und die Verbindungslinie der letzten Molaren gebildet ist. Der Zahnbogen vom Oberkiefer ist im Normalfall grösser als der Zahnbogen im Unterkiefer, da die Oberkieferzähne die Zähne im Unterkiefer zum Mundvorhof hin übergreifen. Der Basalbogen ist der funktionelle Knochenbalken, der den Kaudruck von den Alveolarfortsätzen abfängt. Wenn Platzmangel im Zahnbogen besteht, kann die Kieferchirurgie oder auch die Kieferorthopädie helfen durch Erweitern der Zahnbögen mit Geräte wie Oberkieferdehnplatten oder Unterkieferdehnplatten, Zahnspangen und Lippenbügel etc. Ein zu schmaler Oberkiefer-Zahnbogen kann einen Zahnengstand der Zähne im Oberkiefer zur Folge haben und sich auch negativ auf die Zahnstellung im Unterkiefer-Zahnbogen auswirken.

Zahnbogenform

Der Zahnbogen (Alveolarbogen) der die Zähne trägt hat die Form einer Parabel mit dem Scheitelpunkt zwischen den Zähnen 11 und 21 im Oberkiefer und 31 und 41 im Unterkiefer.

Da im normalen Fall die Oberkieferzähne die Zähne im Unterkiefer nach zum Mundvorhof hin übergreifen, ist der Oberkieferzahnbogen grösser als der Unterkieferzahnbogen. Teile von den Kieferknochen grenzen den Mundvorhof gegen die eigentliche Mundhöhle ab. Man unterscheidet den oberen Zahnbogen vom unteren Zahnbogen ab. Der bogenförmige Unterkiefer ist als einziger Knochen vom Kopf beim Mensch beweglich mit dem Schädel verbunden und bildet dabei beidseitig mit dem Schläfenbein das Kiefergelenk.  


Kieferfehlstellung

Unter Dysgnathien versteht man eine Zusammenfassung von Fehlentwicklungen der Kiefer (Kieferfehlstellungen) und Zähne sowie vom Kausystem. 

Kieferfehlstellung Kieferprobleme Kiefersperre

Kieferfehlstellungen, Bissanomalien sowie Zahnfehlstellungen und Zahnstellungsanomalien kommen häufig bei genetisch komplexen Syndromen vor, wie beim Down-Syndrom oder bei der Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte.

Ziel der Kieferorthopädie ist, Störungen der Kieferentwicklung und Gebissentwicklung frühzeitig zu erkennen und lenkend mit Apparaturen bzw. Zahnspangen einwirken.

Kieferfehlstellungen können vererbt worden sein oder auch erworben sein, im Besonderen bei Fehlstellungen des Oberkiefers durch Angewohnheiten wie Zungenpressen oder Lippenpressen oder das Atmen durch den Mund verantwortlich. Anomalien können die Kieferform sein, die Zahnstellung, die Verzahnung, die Lage der Kiefer zueinander oder können den Einbau der Kiefer in den Schädel betreffen und als Folge davon funktionelle wie ästhetische Beeinträchtigungen verursachen. Meist kann eine Kieferfehlstellung mit blossem Auge wahrgenommen werden, sodass man den Kieferorthopäden aufsuchen soll, der Bissposition und Zahnposition untersucht. Bei Fehlstellungen der Kiefer und des Gesichtsschädels ist vielfach ein Lippenschluss nicht möglich und die Kaumuskulatur wie auch die Muskulatur vom Nacken kann mit Verspannungen und Schmerzen reagieren.

Eine Kieferfehlstellung hat direkte Auswirkungen auf die Körperhaltung und die Körperstatik.

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Bei einer Kieferfehlstellung erhält man nur durch eine Veränderung der Bissflächen der Zähne zueinander eine permanente Neuausrichtung des Kiefers und somit beim Zusammenbeissen eine korrekte Okklusion, so dass, die Zähne vom Oberkiefer und Unterkiefer genau aufeinander treffen.

Fehlstellungen der Kiefer

Fehlstellungen der Kiefer oder Lageanomalien der Kiefer werden vielfach als Dysgnathien bezeichnet die zu grossen Kieferproblemen und Kiefergelenkproblemen führen können.

Ein frühes und exzessives Daumenlutschen kann zu einer Verformung des Kiefers führen und damit zu Kieferfehlstellungen und Zahnfehlstellungen. Auch komplexe Krankheitsbilder wie das Downsyndrom oder die Lippen-Kiefer-Gaumenspalte verursachen Fehlstellungen der Kiefer. Eine Kieferfehlstellung führt meist zu einer unsymmetrischen Ausrichtung der Zähne, denn wenn der Oberkiefer oder Unterkiefer zu weit vor oder auch zurück steht, passen die oberen und unteren Zahnreihen nicht richtig aufeinander sodass Beschwerden beim Essen und Sprechen auftreten können. Kiefergelenksbeschwerden bzw. Kiefergelenkschädigung und Gesichtsschmerzen sind meist eine Folge von Fehlstellungen der Kiefer dass auch eine Fehlbelastung der Zähne mit sich bringt, sodass auch ein vorzeitiger Zahnausfall möglich ist. Durch Fehlstellung der Kiefer sowie Schiefe und zu eng stehende Zähne ist die Zahnpflege meist erschwert, sodass sich Plaque an Zähnen, Zahnbeläge und Zahnstein bilden die zu Zahnkaries führen kann.


Kiefergelenkprobleme

Wir brauchen das Kiefergelenk und seine Muskeln beim Kauen, Sprechen, Schlucken und Gähnen.

Kieferprobleme Kiefergelenkprobleme Kiefer

Die Kiefervermessung ist wichtig für die Kiefergelenkbehandlung und der Herstellung von passgenauem, funktionellem Zahnersatz.

Kieferprobleme

Kiefergelenkbeschwerden ist ein Sammelbegriff für eine Vielzahl von Fehlfunktionen des Kiefergelenks.

Kieferprobleme haben viele Symptome, denn wenn Zähne und Mundmuskulatur nicht einwandfrei zusammenarbeiten, können unangenehmen Beschwerden wie Tinnitus, Migräne, Kopfschmerzen oder Verspannungen entstehen. Die Funktionen von Zähnen, Kiefergelenk und Kaumuskulatur wird vielfach unterschätzt, denn wenn diese gestört sind, können Kieferprobleme und Zahnprobleme Auslöser für Verspannungen und Schmerzen sein. Funktionsstörungen des Kauapparates haben vielfach zunächst kleine Ursachen, dafür aber später eine grosse Wirkung. Um das Zähnepressen, Zähneknirschen und andere schädigende Gewohnheiten zu beeinflussen, muss man zuerst lernen, auf das Fehlverhalten aufmerksam zu werden. Verschiedensten Situationen sollte man beobachten, wie sich die Zähne und der Kiefer in Ruheschwebe verhalten. Bei richtiger Haltung ist die der Unterkiefer in einer Schwebehaltung, die Kaumuskeln sind weitgehend entspannt und die Zähne des Oberkiefers und Unterkiefers berühren sich nicht bzw. ist ein Spalt von 2-3 mm vorhanden. Nur beim Essen und Schlucken sollten die Zähne normalerweise Kontakt haben. Wenn die Zähne aufeinander gepresst sind oder aneinander reiben, sollte man häufig versuchen, sich diese Verhaltensweise abzugewöhnen, indem man sich beobachtet und die Haltung korrigiert. Beim Zähneknirschen kann eine Beissschiene die auch als Knierscherschiene bezeichnet und vorwiegend nachts getragen wird, weitere Schädigungen der Zähne und der Kiefer verhindern. Das Knirschen und Pressen mit den Zähnen kann man sich durch die Zahnschiene normalerweise aber nicht abgewöhnen. 


Kiefergelenkschädigung

Kieferprobleme werden zum Kiefergelenkproblem.

Kiefergelenksschädigung Schädigung Kiefergelenk

Kiefergelenksschädigung durch Unterdrückung von Aggressionen.

Schädigung vom Kiefergelenk

Durch Zähneknirschen, Zähnebeissen und Zungendrücken wird der innere Druck unkontrolliert und unbewusst an den Kauapparat weitergegeben.

Der Kauapparat wird unbewusst als Ventil für Frust und Ärger benutzt. Vielfach spielt dabei eine Unterdrückung von Aggression eine Rolle. Wenn keine therapeutischen Massnahmen ergriffen werden, kommt es oft aufgrund des grossen Drucks zu Kiefergelenkproblemen bzw. zu einer Kiefergelenksschädigung, dem Kiefergelenksknacksen mit eingeschränkter Mundöffnung und möglicher Kiefersperre. Wangenschleimhauthautleisten treten auf, wenn die Wangen immer zwischen den Zähnen eingeklemmt werden. Das Zungenpressen ist leicht erkennbar durch die Zungenrandimpressionen, an denen die Zahnabdrücke leicht erkennbar sind. Beim zentrischen Bruxismus werden die Betroffenen Zähne so stark aufeinandergepresst, dass Muskelschmerzen im Kieferbereich entstehen können, denn dabei wirken Kräfte, die jene des funktionellen Kauens bei Weitem übersteigen. Zähneknirschen ist durch exzentrischen Bruxismus kennzeichnend, bei dem die Zähne gegeneinander gerieben werden, was häufig an einem Knirschgeräusch erkennbar ist. Diese automatisierten, meist unbewussten Verhaltensweisen von Zähnepressen und Zähneknirschen können sowohl in der Nacht als auch am Tage auftreten. Obwohl der Zahnschmelz zu den härtesten Substanzen gehört, wird der Schmelz durch die grossen Kräfte beim Zähnepressen und Reiben schwer geschädigt. Bei kurzfristig überanstrengten Muskeln gibt es eine Art Muskelkater, bei einer dauerhaften Überanstrengung verändert sich die Muskelfaser, sodass sich der Muskel verhärtet und kleine schmerzhafte Knötchen entstehen.

Bei der Kiefergelenkschädigung kommt es zur Kiefergelenkarthrose

Der Bewegungsablauf und das Zusammenspiel zwischen den Muskeln und Gelenken wird somit krankhaft verändert was zu einer Kiefergelenkarthrose führen kann.

Als ersten Anzeichen für eine Kiefergelenk-Arthrose sind Reibegeräusche und Knackgeräusche, sodass es im Kiefergelenk knirscht und die Beweglichkeit des Kiefers meist eingeschränkt ist. Bei einer eine Arthrose im Kiefergelenk kann es zu chronischen Schmerzen kommen die vielfach beim Beissen, Gähnen und bei öffnen vom Mund entstehen. Betroffene haben meist auch häufig Kopfschmerzen, Nackenschmerzen, Ohrenschmerzen und Schulterschmerzen. Die Kiefergelenkarthrose ist eine Verschleisserkrankung die meist durch eine mechanische Abnutzung der knorpeligen Gelenkflächen hervorgerufen wird. Durch grosse Belastungen der Kiefergelenke kann es zu entzündlichen Prozessen der Gelenkflächen und der Gelenkkapsel sowie zur Schädigung des Bandapparates kommen. Die Lage der Gelenkscheibe kann sich in einem oder in beiden Kiefergelenken verändern und als Zeichen dafür ein Knackgeräusch bei der Bewegung des Kiefers bemerkbar machen. Die Gelenkscheibe kann extrem verrutschen, so die Mundöffnung teilweise total blockiert ist und der Mund nicht mehr richtig geöffnet werden kann.

Kiefergelenksschädigung

Anzeichen für eine Arthrose im Kiefergelenk sind Reibegeräusche, Knackgeräusche und Knirschgeräusche sowie eine eingeschränkt Beweglichkeit vom Kiefer.

Schäden Kiefergelenk, Zahnfehlstellung, Kiefer

Eine Kieferfehlstellung und Kiefergelenksschädigung hat auch eine direkte Auswirkungen auf die Körperhaltung und die Körperstatik.

Kiefergelenkbeschwerden ist ein Sammelbegriff für eine Vielzahl von Fehlfunktionen des Kiefergelenks.

Durch Knirschen, Beissen und Zungendrücken wird der innere Druck unkontrolliert und unbewusst an den Kauapparat weitergegeben. Der Kauapparat wird unbewusst als Ventil für Frust und Ärger benutzt. Vielfach spielt dabei eine Unterdrückung von Aggression eine Rolle. Wenn keine therapeutischen Massnahmen ergriffen werden, kommt es oft aufgrund des grossen Drucks zu einer Kiefergelenksschädigung, dem Kiefergelenksknacksen mit eingeschränkter Mundöffnung und möglicher Kiefersperre. Wangenschleimhauthautleisten treten auf, wenn die Wangen immer zwischen den Zähnen eingeklemmt werden. Das Zungenpressen ist leicht erkennbar durch die Zungenrandimpressionen, an denen die Zahnabdrücke leicht erkennbar sind. Bei Kieferfehlstellung und Zahnfehlstellungen entsteht nicht nur das Zahnproblem, sonder auch eine Arthrose beim Kiefergelenk mit Kiefergelenkschmerzen, was Probleme bei der Kaufunktion und dem Kauvorgang verursacht, häufig kommen aber noch Kopfschmerzen, Nackenschmerzen, Ohrenschmerzen und Schulterschmerzen dazu.


Kiefergelenkschmerzen

Wenn das Kiefergelenk reibungslos funktioniert, wird das meist benutze Gelenk des Körpers nicht wahrgenommen, erst wenn es bei Abbeissen und Kauen oder auch beim Sprechen und Schlucken schmerzt, knackt und knirscht wie bei einer Kiefergelenkarthrose, rückt seine Bedeutung ins Bewusstsein.

Kieferschmerzen Kiefergelenk Kieferhöhle Kiefer

Unter bestimmten Voraussetzungen kann es vorkommen, dass die Zähne nicht mehr zu retten sind, was eine Zahnsanierung notwendig macht.

Kieferschmerzen

Der Auslöser von Kieferschmerzen kann sehr unterschiedlich sein und die Bandbreite der Ursachen sehr gross und komplex.

Der Auslöser von Kieferschmerzen kann von einer bakteriellen oder viralen Entzündung ausgehen, die im Kieferknochen, Kieferhöhle und im Kiefergelenk lokalisiert sein kann. Nächtliches Zähneknirschen, vielfach durch unbewusstem Versuch Stress abzubauen, beansprucht die Kiefer mit den Kiefergelenken sehr stark, was häufig auch zu Kieferschmerzen führt. Kieferschmerzen können auch eine Ausstrahlung von der Mundhöhle aus sein. Auch eine Fehlstellung der Zähne insbesondere der Weisheitszähne können Kieferschmerzen verursachen. Diese Kieferschmerzen beginnen oft langsam und verstärken sich im Verlaufe der Zeit. Kieferschmerzen können durch Verspannungen des Muskelapparates ausgelöst werden und so auch Kopfschmerzen auslösen. Vielfach muss eine kieferorthopädische Korrektur der Gebissstellung erfolgen oder schmerzauslösende Zähne gezogen werden. Der Kiefer ist unterteilt in Oberkiefer und Unterkiefer, die jeweils von Kieferschmerzen betroffen sein können und wird als besonders störend empfunden. Kieferschmerzen können sehr schmerzhaft sein und vom Kauen, Trinken und Sprechen beeinträchtig sein. Die Einnahme von Schmerzmitteln kann Anfänglich eine Linderung des Kieferschmerzes herbeiführen, eine längere Einnahme ohne ärztlichen Rat sollte aber vermieden werden.

Kieferschmerzen durch Knirschen

Intensives Knirschen während der Nacht führt zu einer Überbeanspruchung der Kaumuskeln und des Kiefergelenkes, so dass es zu Kaumuskelschmerzen aufgrund von schmerzhaften Muskelknoten und Kiefergelenksbeschwerden kommen kann, was unangenehme Folgen des Bruxismus ist. Auch das Kiefergelenk kann durch die übermässige Belastung abgenutzt werden und reagiert mit Kiefergelenksknacken oder Kiefergelenkkrachen.

Kieferschmerzen und Herzinfarkt

Erkrankungen der inneren Organe können sich auch durch Schmerzen im Kieferbereich bemerkbar machen.

Ein Herzinfarkt kann sich bemerkbar machen durch plötzlich stechende Schmerzen im Unterkiefer, ausstrahlend in die Herzgegend und in den linken Unterarm. Diese „relativ harmlosen“ Kieferschmerzen im Unterkiefer können ein Warnsignal sein.

Kieferschmerzen durch Infektionen

Viele Nervenbahnen als Reizleitungssystems durchziehen den Kopf des Menschen, die eine Verbindung zum gesamten Nervensystem herstellen. Wo viele solcher Nervenbahnen aufeinander treffen, ist der Körper schmerzempfindlicher als an Stellen, die von wenigen dieses Reizleitungssystems durchzogen sind. Infektionen im Mittelohr können auch Schmerzen im Kieferbereich verursachen, denn Entzündungen machen sich über einen Nervenstrang, der über einen Umweg im Gesicht seine Route durch den Rest des Körpers zieht bemerkbar. Ohne dass im Kiefer ein Defekt vorliegen muss werden Kieferschmerzen ausgelöst durch eine Mittelohrentzündung oder Clusterkopfschmerzen. Bei Clusterkopfschmerzen, das Atypische Zahnschmerzen bzw. Kieferschmerzen sind, wechselt der Schmerz in rascher Reihenfolge vom Kiefer zum Aug und zur Stirn und wieder zurück.

Kieferschmerzen durch Zähne

Freiliegende Zahnhälse und entzündete Zahnwurzeln sowie Zahnfehlstellungen können im Kieferbereich Schmerzen auslösen.

Durch Fehlstellungen des Oberkiefers oder Unterkiefers können Kieferschmerzen entstehen, die durch die Kieferorthopädie behoben werden können, meist braucht es in vielen Fällen einen kleinen, operativen Eingriff durch den Kieferchirurg.

Kieferschmerzen durch Fehlhaltung

Auch Fehlhaltungen im Bereich der Halswirbelsäule können Schmerzen im Kieferbereich auslösen.

Durch eine meist einseitig überbelastete Nackenmuskulatur oder durch einen Bandscheibenvorfall im Bereich der Halswirbelsäule können Kieferschmerzen entstehen.

Kiefergelenkschmerzen

Beschwerden im Kieferbereich wirken sich nicht nur auf das anliegende Gebiss aus, sondern können weit herum Probleme verursachen, denn viele Muskeln wie die vom Gehörgang und die Kieferhöhle grenzen an den Kieferbereich an, sodass vielfach die eigentliche Ursache des Kieferschmerzes nicht genau geortet werden kann. Im Normalfall sind Kiefergelenkschmerzen jedoch auf eine fehlerhafte Zusammenarbeit der Gelenke mit seinen Muskeln und Sehnen zueinander zurückzuführen. Der Kauapparat zeigt bei vielen Menschen Abweichungen von der Idealnorm die jedoch nicht behandlungsbedürftig sind. Wenn die Dysfunktionen jedoch Kieferschmerzen bereiten, sollte man einen Zahnarzt oder Kieferspezialisten aufsuchen.


Schiene gegen Zähneknirschen

Das Zähneknirschen geschieht unbewusst und meist im Schlaf, sodass es oft unerkannt bleibt, sofern nicht jemand in der Nacht wach wird und etwas hört von den Mahlgeräuschen.

Schiene gegen Zähneknirschen, Knirscherschiene

Gegen die Ursache von Knirschen hilft die Aufbissschiene meistens nicht, denn die Knirschschiene bzw. Knirscherschiene kann den Druck gleichmässig auf die Zähne verteilen und schützt die Zähne vor Abrasion.

Kaum jemand ahnt, dass die Ursache für ständige Rückenschmerzen, Kopfschmerzen oder Schlafstörungen an den Zähnen durch Zähneknirschen liegen kann.

Bei Rückenschmerzen, Kopfschmerzen oder Schlafstörungen kann die Ursache an den Zähnen liegen, wenn man nachts unbewusst mit den Zähnen knirscht oder ständig die Kiefer gegeneinander presst. Das Zähneknirschen schadet nicht nur den Zähnen, sondern überlastet auch die Kiefergelenke. Über die Kiefermuskulatur kann dadurch eine ganze Reihe von Muskelverspannungen in Gang gesetzt werden, denn Kopfschmerzen und Rückenschmerzen sind die häufige Folge von Zähneknirschen. Auch Schluckbeschwerden, Ohrgeräusche und Schlafstörungen können durch Zähneknirschen und Zähnepressen auftreten. In der Medizin spricht man bei diesen Zusammenhängen von Craniomandibulären Dysfunktionen. Der Grund für Craniomandibuläre Dysfunktionen kann eine falsche Zahnstellung oder z.B. eine zu hohe Füllung sein. Aber auch Stress kann dazu führen, dass nachts die Kiefer mahlen oder mit enormen Kräften gegeneinander gepresst werden (Zähnepressen). Oft spiele verschiedene Faktoren wie Zähne und Stress eine Rolle. Anhand von Kieferabdrücken und der Funktionsanalyse wird sie individuell durch Schienen angepasst. Beim Tragen der Schiene werden die Zahnkontakte entkoppelt, so dass die Kiefer in die von der Muskulatur bestimmte Optimalposition rücken können. Viele Zahnpatienten sind oft über Nacht ihre Kopfschmerzen oder Rückenschmerzen los und müssen Zähneknirschen nicht mehr befürchten bzw. sich im Schlaf die Zähne kaputt zu knirschen


Schlotterkamm

Der Schlotterkamm befindet sich vorwiegend vorne im Oberkieferbereich.

Oberkieferprothese auf Schlotterkamm Kieferkamm

Als Schlotterkamm bezeichnet man eine lockere bindegewebige Schleimhautfalte.

Oberkieferprothese auf Schlotterkamm

Als Schlotterkamm bezeichnet man den infolge von ungünstiger Belastung wie bei einer nicht anliegender Vollprothese entstandenen Überschuss vom Weichgewebe des Kieferkamms, der eine verschiebliche, schlotternde Form annimmt.

Der Schlotterkamm ist die Bildung von beweglichen Schleimhautfalten auf dem zahnlosen Alveolarfortsatz und die Folge einer schlecht sitzenden Zahnprothese oder kann entstehen nach der Entfernung stark gelockerter Zähne. Der Schlotterkamm ist eine bewegliche Schleimhautfalte anstelle des knöchernen Alveolarkammes, vielfach am Oberkiefer, wenn im Unterkiefer nur noch ein anteriores Restgebiss vorhanden ist. Der Schlotterkamm ist vielfach eine Folge einer lang anhaltende Fehlbelastung der Zähne, wenn z.B. keine geeignete Freiendprothese bzw. Freiendbrücke vorhanden ist.

Als Schlotterkamm bezeichnet man ein speziell im Oberkiefer auftretender Abbau und Umbau des knöchernen Kieferkamms in eine verschiebbare, schlotternde Form des Bindegewebes.

Zahnprothese auf Kieferkamm, Schlotterkamm

Der zahntragende Kieferfortsatz bzw. Alveolarfortsatz ist im Normalfall Knöchern und bildet sich nach dem Zahnverlust wegen fehlender Belastung zurück.

Zuerst verliert der Alveolarfortsatz an Breite und danach entwickelt er sich auch in der Höhe zurück, was man als Alveolarfortsatz-Atrophie nennt.

Wir rasch sich der Kieferknochen nach Zahnverlust zurückbildet ist sehr verschieden und abhängig von verschiedenen Faktoren. Bei einigen Zahnpatienten dauert es Monate oder sogar Jahre, bei anderen bildet sich der Kieferknochen sehr schnell zurück, vor allem bei flächig schlecht sitzenden Zahnprothesen und bei Extraktion und damit verbundener Verletzung des Gewebes. Vielfach ist aber kein Grund für den schnellen Knochenabbau (Knochenschwund) und den damit verbundenen Schlotterkamm ersichtlich. Der Kieferknochen wird beim schnellen Abbau bindegewebig ersetzt, sodass sich ein Schlotterkamm bildet. Der Schlotterkamm darf aber nicht verwechselt werden mit einem Prothesenreizfibrom die bei einer punktuell schlecht sitzenden Zahnprothese entsteht. Bei der Zahnprothese, im Besonderen bei der Freiendprothese ist der funktionelle Wert geringer als bei einer allseitigen Abstützung auf den eigene Zähnen oder dem Zahnimplantat resp. dem auf Zahnimplantat getragenen Zahnersatz, da die Kaudruckübertragung bei Prothesen teils auf das Restgebiss und teils auch auf die Schleimhaut des Prothesenlagers erfolgt. Besonders bei der Freiendprothese ist eine Kippbewegung der Prothesensättel möglich und somit die Gefahr der Senkungsschäden sowie der Fehlbelastung der letzten Zähne bzw. je nach Konstruktionsprinzip der Verbindung zwischen Restgebiss und Freiendsattel.

Kiefer-Schlotterkamm

Am häufigsten tritt der Schlotterkamm vorwiegend durch schlecht sitzende Zahnprothesen im Oberkiefer auf.

Der Schlotterkamm kann auch eine Folge von bereits gelockerten Zähnen nach dem entfernen der Zähne sein, da der Kieferknochen bei diesen Zähnen bereits weitgehend abgebaut ist und die Schleimhaut nach der Extraktion nicht fest mit dem Kieferkamm verbunden ist bzw. einen losen Lappen bildet. Der Schlotterkamm kann auch durch einer punktuell schlecht sitzende Zahnprothese entstehen.

Prothese auf Schlotterkamm

Wenn man sich bei einer Prothese mit Haftcreme behilft, führt dies zu einem weiteren erhöhten Knochenabbau mit noch schlechter sitzender Prothese.

Der Halt einer Zahnprothese ist vollständig vom Prothesenlager abhängig. Ein erhöhter Kieferknochenabbau führt zu einem Schlotterkamm der meist auch beim Setzen der Zahnimplantate entfernt wird. Der Schlotterkamm ist die über dem zurückgebildeten Kieferknochen zurückgebliebene Schleimhaut welche sehr weich und druckempfindlich ist, was zu häufigen Druckstellen führt.

Der Halt einer Prothese ist massiv beeinträchtigt wenn nicht sogar verunmöglicht durch diese nicht angewachsene Schleimhaut, denn durch das lose Gewebe schaukelt die Prothese und verliert ihren Halt.

Kiefer-Schlotterkamm, Prothese, Kieferkamm

Auch die Abdrucknahme wird bei einem Kiefer-Schlotterkamm ungenau, da durch den Anpressdruck das lose Gewebe zusammen gepresst wird und dadurch eine ungenaue Abformung entsteht.

Wenn die Knochenverhältnisse es erlauben, sollte dieser Schlotterkamm unbedingt operativ entfernt werden.

Meist geschieht die Schlotterkammentfernung in Verbindung mit einer Mundvorhofplastik, bei der dem Kiefer mehr Höhe gegeben wird und die Zahprothese dadurch nicht mehr so leicht im Mund schwimmen kann. Bei der Herstellung der Totalen Prothese (Vollprothese) wird vielfach dann mit einem schädelbezogenen Registrat gearbeitet. Für eine gute Zahnprothese als Zahnersatz ist ein guter Abdruck, der vom Zahnarzt mit Fingerspitzengefühl hergestellt wird wichtig. Es werden dabei bestimmte Bereiche besonders erfasst und die Grösse und Saugkraft der Prothese bestimmt. Wenn beim Zahnpatient keine Schwierigkeiten auftreten, können bestimmte Bereiche der Mundhöhle erfasst werden die normal nicht als Prothesenlager benutzt werden. Entscheidend für die Herstellung der Prothese ist auch die exakte Ermittlung der Bisslage, denn dabei können sehr viele Fehler gemacht werden, denn Langzeit-Prothesenträger haben meist schon ausgeleierte Bänder und Kiefergelenke und haben vielfach unbewusst gewisse falsche Positionen der Kiefer erlernt, was sich häufig durch wiederholt auftretende Druckstellen an den unterschiedlichsten Stellen bemerkbar macht. Es ist möglich, dass verschiedene ästhetische Vorstellungen der Zahnpatienten nicht durchführbar sind, denn die Statik der Prothese ist vorrangig. Wenn Zahnpatienten vorstehende Zähne etc. haben, können nur noch Zahnimplantate einen ausreichenden Halt zu geben.

Schlotterkammentfernung

Ein Schlotterkamm kann durch eine nicht exakt sitzende Zahnprothese entstehen, weshalb eine Kontrolle beim Zahnarzt betr. Unterfütterung wichtig ist.

Schlotterkamm, Zahnprothese, Unterfütterung

Der Zustand vom Schlotterkamm kann nur operativ korrigiert werden durch die Schlotterkammentfernung.

Der Schlotterkamm kann auch wenn eine Anpassung der Prothese erfolgt nur durch eine OP rückgängig gemacht werden.

Der Schlotterkamm entsteht im zahnlosen Kiefer, vielfach im Oberkiefer durch schlecht sitzende Zahnprothese bzw. dem Kieferkamm nicht exakt anliegende Vollprothese. Dieses Krankheitsbild vom Schlotterkamm kann durch eine spätere Anpassung der Zahnprothese oder durch Unterfütterung nicht mehr rückgängig gemacht werden und muss normalerweise operativ durch Exzision bzw. einbringen von Knochenersatzmaterialien beseitigt werden. Als Exzision (exzidieren) wird das chirurgische Entfernen von Gewebe aus dem Körper resp. das heraushauen, herausschneiden oder abhauen bezeichnet (Alveolarkammplastik, präprothetische Chirurgie). Unter dem Begriff "präprothetische Chirurgie" werden Eingriffe zur Verbesserung des Prothesenlagers zusammengefasst. Die alleinige Therapie eines Schlotterkammes besteht in der operativen Entfernung. Die Operationen vom Schlotterkamm verfolgen das Ziel, den funktionellen Sitz von vorhandenem Zahnersatz zu verbessern und in vielen Fällen funktionstüchtigen Zahnersatz erst zu ermöglichen. Gleichzeitig kann auch der meist deformierte Kieferkamm (Alveolarkamm) geglättet werden. Neben der Entfernung von Knochenkanten und Knochenwülsten oder Verlagerung von Bändern und Muskeln, die den Sitz von Prothesen verhindern können, ist ein Knochenaufbau häufig erforderlich, um Prothesen hinreichend befestigen zu können, denn durch die Schlotterkamm-Entfernung wird die Voraussetzung für einen exakten Halt der Totalprothese geschaffen, die dann fest auf dem Kieferkamm sitzen kann.


Kieferkamm

Implantate auf schmalem Kieferkamm zur verbesserung vom Prothesenhalt.

Kieferkamm, Implantate für Prothesenhalt

Der Kieferkamm wird auch als Alveolarkamm bezeichnet und ist der oberste Teil des Alveolarfortsatzes nach dem Zahnverlust.

Der Kieferkamm ist der nach Zahnverlust verbleibende Knochenkamm vom Kiefer und ist die erhöhte Leiste des zahnlosen Kiefers. Der Kieferkamm wird meist als Alveolarkamm genannt, womit aber der Kieferkamm im zahnlosen Kiefer gemeint ist, die erhöhte Leiste. Als Kieferkammfortsatz bezeichnet man den bogenförmigen Knochenteil vom Oberkiefer und Unterkiefer, in dem sich die Zahnfächer (Alveolen) befinden. Der Alveolarfortsatz ist also der zum Gegenkiefer zugewandte Teil des Kieferknochens. Im zahnlosen Kiefer spricht man nach dem Zahnverlust vom Alveolarkamm oder auch Kieferkamm bzw. Alveolarkammabbau. Zwischen Alveolarfortsatz und Alveolarknochen wird unterschieden, denn der eigentliche Alveolarknochen kleidet das im Alveolarfortsatz liegende Zahnfach aus und der eigentliche Alveolarknochen besteht aus einer dünnen Platte bzw. kortikalen Knochen. Die Anatomie vom Alveolarfortsatz ist funktionell bestimmt und kann je nach Bezahnung in der Form variieren. Im unbezahnten Kiefer ist der Alveolarfortsatz meist fast ganz abgebaut und auf einen schmalen Knochenkamm reduziert, was ohne prothetische Versorgung, einen Höhenverlust vom Untergesicht zur Folge haben kann.


Alveolarfortsatz

Als Kieferkamm oder Alveolarkamm wird der oberste Teil vom Alveolarfortsatz nach einem Zahnverlust bezeichnet.

Alveolarfortsatz, Kieferknochen, Alveolen, Zähne 

Die Alveole ist das Zahnfach der Zahnwurzel mit der Zahnwurzelhaut.

Als Alveolarfortsatz wird der Teil vom Kieferknochen bezeichnet der die Zähne trägt und ist entsprechend bogenförmig ist.

Der Alveolarfortsatz ist der Zahntragende Teil vom Kieferknochen und befindet sich auf dem basalen Knochen. Basal bedeutet zum Grund oder zur Basis hin orientiert und wird auch als Synonym für grundlegend benutzt. Als Alveolarfortsatz wird bogenförmigen Knochenteil des Oberkiefers und Unterkiefers bezeichnet, in dem sich die Zahnfächer (Alveolen) befinden. Der Alveolarfortsatz dient der Verankerung der Zähne, denn der Alveolarfortsatz ist das knöcherne Fundament für die Zahnwurzeln als Teil des Kieferknochens. Eine optimale Entwicklung des Alveolarfortsatzes hängt vom Zahndurchbruch ab, denn wenn sich durch Anodontie keine Zähne entwickeln, bildet sich auch kein Alveolarfortsatz aus. Alveolarfortsatz (Processus alveolaris) ist der die Alveolen (Zahnfächer) für die Oberkieferzähne enthält. Bei mehrwurzligen Zähnen werden die Zahnfächer dabei durch kleine Knochensepten unterteilt, den hinteren Abschluss des Alveolarfortsatzes bildet ein Knochenhöcker (Tuber maxillae). Zwischen den Gaumenfortsätzen befindet sich im Bereich der oberen Schneidezähne ein keilförmiger, selbständig angelegter Knochen, der als Zwischenkiefer (Os incisivum) bezeichnet wird und im Normalfall mit dem Oberkieferknochen verwachsen ist. Alveolarfortsatz ist der Teil des Kieferknochens, welcher zum Gegenkiefer gerichtet ist und in welchem die Zähne elastisch in knöchernen negativen Zahnwurzelformen (Alveolen) aufgehängt sind. Der Alveolarfortsatz ist also der zum Gegenkiefer zugewandte Teil des Kieferknochens. Im zahnlosen Kiefer spricht man vom Alveolarkamm oder auch Kieferkamm.

Zahnprothesen auf Alveolarkamm

Zahnprothesen mit Kunstzähnen sollten sich auf der Kammlinie, der Alveolarkammmitte befinden, um Kippkräfte zu vermeiden.

Der Kieferkamm ist der nach Zahnverlust verbleibende Knochenkamm der Kiefer und ist als Alveolarkamm der zahntragende Teil vom Kieferknochen, im eigentlichen Sinn nach der Extraktion der Zähne und entsprechender Rückbildung (Alveolarkammabbau). Das Fortbestehen des Alveolarfortsatzes ist auch vom Zahnerhalt abhängig, denn der Alveolarfortsatz bildet sich mit dem Entstehen eines Zahnes und bildet sich nach dem Zahnverlust wieder zurück. Bialveolär bedeutet, beide Alveolarfortsätze bzw. des Oberkiefers und Unterkiefers betreffend wie bei die bialveoläre Protrusion.

Kieferkamm

Der Kieferkamm als Alveolarkamm bleibt auch nach dem Verlust der eigenen Zähne erhalten.

Als Alveolarfortsatz wird der Kieferknochen bezeichnet, in dem die Zähne befestigt sind.

Werden alle Zähne gezogen, geht der Alveolarfortsatz vielfach verloren, so dass nur der basale Knochen zurück bleibt und der verbleibende Kieferknochen in der Höhe stark reduziert ist.

Kieferkamm, Zähne ziehen, Zahnprothese, Zahn

Zwischen Alveolarfortsatz und Alveolarknochen wird unterschieden, denn der Alveolarknochen kleidet das im Alveolarfortsatz liegende Zahnfach aus und der eigentliche Alveolarknochen besteht aus einer dünnen Platte bzw. einem kortikalen Knochen.


Kieferknochenentzündung

Wenn eine apikale Parodontitis nicht behandelt wird, kann sich eine eitrige Entzündung im Kieferknochen ausbreiten was als apikaler Abszess bezeichnet wird und auf die Zahnwurzelspitze bezogen ist.

Kieferknochenentzündung, Entzündung Kiefer

Wenn sich eine eitrige Entzündung im Kieferknochen ausbreitet, kann die Ausbildung von einem apikalen Granulom eine Folgeerkrankung sein, so dass sie sich zu einer radikulären Zyste entwickeln kann

Ostitis ist eine Knochenentzündung, aktiv beteiligt sind aber immer nur Periost, Markraum und Havers Kanäle, während die Knochengrundsubstanz nur sekundär bzw. passiv in Mitleidenschaft gezogen wird.

Vielfach stellt ein Zahnunfall mit einem damit zusammenhängenden Knochenbruch die Ursache für die Entwicklung einer Kieferknochenentzündung dar, denn bei einer Ostitis handelt es sich um eine Entzündung der kleinen Kanäle im Knochen, der Havers-Kanäle und Volkmann-Kanäle, denn die Knochensubstanz vom Kieferknochen besteht aus Hartgewebe sowie Osteozyten und kann darum nur passiv an einer Kieferknochenentzündung teilhaben. Eine Osteomyelitis ist eine akute oder chronische Entzündung vom Knochen und oder auch vom Knochenmark, die im Normalfall durch eine bakterielle Infektion verursacht wird, denn die Entzündung vom Knochenmarkgewebe schliesst im Normalfall die Ostitis und bei grösserer Ausdehnung auch die Periostitis mit ein, denn der Begriff Periostitis bezeichnet eine Entzündung der Knochenhaut (lat. Periost) wie wie Periodontitis im Periodontium. Ostitis als Entzündung im Bereich der Gefässkanäle innerhalb der Knochensubstanz ist keine eigenständige Erkrankung die nur in Verbindung mit einer Osteomyelitis oder Periostitis auftritt. Die chronische Osteomyelitis ist im Unterkiefer häufiger als im Oberkiefer, sodass in der Umgebung vom Unterkiefer entzündliche Infiltrate entstehen, die umschrieben werden mit Abszess und Fistelbildungen (Zahnfleischfistel), aus denen sich im weiteren Verlauf abgestorbene Gewebestücke abgestossen werden. Vielfach entstehen Zahnlockerungen mit Eiterentleerung aus den Zahnfleischtaschen sowie Spontanfrakturen. Durch Irritation des Nervus alveolaris inferior bzw. dem Nerv der Zahnfächer im Unterkiefer können neuralgieartige Schmerzen auftreten, die später in eine Anästhesie (Empfindungslosigkeit) im Ausbreitungsgebiet vom Nerv übergehen.

Ursachen von Osteomyelitis

Odontogene bzw. bedeutet: von den Zähnen ausgehende Infektion
Weichteilabszess (Eiteransammlung) bei ungenügender Eröffnung
Zahnextraktion im akut entzündlichen Stadium
Osteotomie (Operationsverfahren )mit iatrogener Knochenschädigung
Offene Kieferfrakturen zur Mundhöhle hin
Infizierte Zyste
Eitrige Sinusitis maxillaris
Osteoradionekrose nach Strahlentherapie

Die Osteomyelitis ist eine infektiöse Entzündung vom Knochenmark und wird zunehmend durch den Begriff Osteitis bzw. „Knochenentzündung“ ersetzt, da es in den meisten Fällen nicht nur um eine Entzündung vom Knochenmark, sondern aller Anteile vom Knochen handelt. Im fortgeschrittenen Stadium einer Kieferknochenentzündung bzw. Knochennekrosen im Kieferbereich erfolgt eine Zahnlockerung mit marginalem Eiterabfluss. Eine aseptische Knochennekrose ist ein Sammelbegriff für Nekrosen von Knochen, die in Abwesenheit einer Infektion aufgrund einer Minderversorgung mit Blut entstehen.

Entzündung im Kieferknochen

Die häufigste Ursache einer Abszessbildung im Mundbereich ist ein Zahn, wenn die Zahnhartsubstanz zerstört ist und Bakterien das Nervengewebe im Zahninnern (Pulpa) erreicht haben wo sich im Zahn Eiter bildet und sich die Infektion weiter über den Kieferknochen ins umliegende Weichgewebe ausbreiten und einen Abszess bilden kann.

Kieferknochenentzündung, Kiefer, Gewebe, Zahn

Alle entzündlichen Reaktion spielen sich im Knochenmarkgewebe bzw. im Gefässbindegewebe der Haversschen und Volkmannschen Kanäle und in der Knochenhaut (Periost) ab.

Mit dem Begriff "Ostitis" der auch als "Osteitis" bezeichnet wird ist die Entzündung vom Knochen bzw. Knochenmasse bezeichnet und nicht die Knochenmarkentzündung oder der Knochenhautentzündung.

Bei der Kieferknochenentzündung spielt sich die entzündliche Reaktion im Knochenmarkgewebe bzw. im Gefässbindegewebe der Haversschen und Volkmannschen Kanäle sowie im Periost ab. Der Begriff Kieferknochenentzündung bzw. Entzündung vom Knochen "Ostitis" setzt sich zusammen aus den Wortteilen -osteo- (Knochen) und -itis- (Entzündung). Ein Kieferknochen ist nur sehr gering durchblutet, sodass eine Infektion durch Eindringen von Krankheitserregern wie Bakterien oder Viren erfolgt, nicht durch Absiedelung aus dem Blut wie hauptsächlich bei der Knochenmarkentzündung. Bei einer Entzündung vom Kieferknochen bzw. Kieferknochenentzündung ist die Gefahr gross, dass im weiteren Verlauf eine Knochenhautentzündung (Periostitis) entsteht und auch auf das Knochenmark (Osteomyelitis) durch die räumliche Nähe übergreift. Auch intraoperativ kann es zu einer Infektion und damit zu einer Kieferknochenentzündung kommen, wobei Erreger aus anderen Infektionsherden über die Blutbahn in den Knochen verschleppt werden können. Bei der Kieferknochenentzündung dringen die Erreger in das Knochengewebe ein und führen dort zu einer Entzündung, die auch von einer Osteomyelitis begleitet sein kann.

Eine Entzündung im Kieferknochen geht mit verschiedenen Krankheitszeichen einher.

Lokale bzw. örtliche Überwärmung
 Schwellung
 Schmerzen
 Durchbruch als Fisteleiterung (Eiterausfluss)

Bei einer Entzündung vom Kieferknochen kann das Knochenmark Beteiligt sein, was zu einer schweren Beeinträchtigung vom Allgemeinbefinden führen kann bis hin zur Blutvergiftung (Sepsis). Eine Entzündung vom Knochen (Ostitis) kann auch auf benachbarte Gelenke übergreifen. Eine Extraktion von Zähnen die Ausgangspunkt der Entzündung sein können, sollte bei entzündlichen Veränderungen bzw. Kieferknochenentzündung erst nach Rückbildung der akut entzündlichen Erscheinungen vorgenommen werden. 


Kaumuskulatur

Durch die Kaumuskelatur können die Zahnflächen der Zähne vom Oberkiefer und dem Unterkiefer beim Kauen gegeneinander bewegt werden und einen kräftigen Druck ausüben.

Kaumuskulatur, Kaukraft, Kaufunktion, Kaufläche

Kieferschmerzen sowie Beschwerden der Kaumuskulatur und der Kiefergelenke können durch strukturelle, funktionelle, biochemische und psychische Fehlregulationen der Muskelfunktion oder Kiefergelenkfunktion entstehen.

Die Kaumuskulatur und das  Kiefergelenk werden als funktionelle Einheit betrachtet.

Zur Kaumuskulatur werden jene vier Paare Muskeln vom Kopf zusammengefasst, die den Unterkiefer in Richtung Oberkiefer bewegen und damit für den Kieferschluss (Okklusion) zuständig sind. Durch die Kaumuskulatur ist das Zubeissen und Zermahlen der Nahrung ermöglich wie auch seitwärts gerichteter Gleitbewegungen. Menschen die grosse Zahnlücken haben und nur noch wenige Backenzähne besitzen, haben vielfach grosse Mühe um alles gut durchzukauen, denn zur Zerkleinerung der Nahrung muss mehr Muskelkraft aufwenden werden, als bei einem voll bezahnten Zahnpatienten, was zur Überbelastung und zu Abnutzungserscheinungen in den Kiefergelenken führen kann. Kiefergelenkbeschwerden können aber auch entstehen durch das nächtliche Zähneknirschen, denn dabei vergrössert sich die Kaumuskel durch das ständige Training und durch die Kraft, die nachts beim Knirschen auf die Zähne übertragen wird. Somit kann die Bruxomanie zu Zahnschäden sowie Schäden am Zahnhalteapparat und an Kiefergelenken führen und dadurch auch Kopfschmerzen verursachen.

Beim Menschen besteht die Kaumuskulatur aus vier, jeweils paarig angelegten Muskeln:

Musculus masseter: Kaumuskel für den Kieferschluss.
Musculus temporalis: Schläfenmuskel für den Kieferschluss sowie dem Zurückziehen vom Unterkiefer.
Musculus pterygoideus medialis: Innerer Flügelmuskel für den Kieferschluss.
Musculus pterygoideus lateralis: Äusserer Flügelmuskel, zum Öffnen vom Kiefer, Vorschieben vom Unterkiefer sowie für Mahlgleitbewegungen von rechts nach links oder umgekehrt

Kauen

Mit Kauen versteht man die Kaufunktion durch das Kausystem mit den Zähnen und der Kaumusulatur.

Kauen ist ein mechanischer Vorgang, der zur Zerkleinerung der Nahrung und deren ersten enzymatischen Aufspaltung bzw. der Verdauung dient. Zuerst wird die Nahrung mit den Frontzähnen ergriffen, mit den Schneidezähnen abgebissen oder mit den Eckzähnen abgerissen, danach mit den kleineren Mahlzähnen bzw. Prämolaren das Zerkleinern wie auch danach mit den Molaren als grosse Seitenzähne. Kauen (Mastikation) ist das Zerkleinern der Nahrung mit dem ganze Kausystem durch Bewegungen der Unterkieferzähne gegenüber den Oberkieferzähnen, das durch die Kaumuskelfunktion bzw. Kaumuskulatur durchgeführt werden kann. Die effektivste Kaubewegung ist die Bewegung der Unterkieferzahnreihe von offen-vorne-aussen nach geschlossen-hinten-innen. Beim Kauen sollten die Höcker möglichst steil in die Fissuren mit grosser Kaukraft eingreifen, ohne die Gleitbewegung bei Okklusion zu stören. Als Gleithindernis wird die Störstelle beim Seitwärtsschieben oder Vorwärtsschieben vom Unterkiefer bezeichnet. Das Kauen dient nicht nur zum Zerkleinern der Nahrung, denn in der Mundhöhle findet der erste Teil vom Verdauungsvorgang statt, indem der Nahrung beim Kauen Speichel zugesetzt wird.

Kausystem

Das Kausystem besteht aus Oberkiefer und Unterkiefer, der Kaumuskulatur, dem Nervensystem, den Zähnen mit ihren Kauflächen und dem Zahnbett.

Für die Zerkleinerung der Nahrung sind Zähne, Kiefergelenk und Kaumuskulatur in ihrer Funktion aufeinander abgestimmt. Die Kaumuskelfunktion ist ein Zusammenspiel mehrerer Kaumuskeln zur Bewegung vom Unterkiefer die durch Nerven gesteuert werden und einen Regelkreis bilden. Das Steuerzentrum koordiniert im Zentralnervensystem durch Nervenfühler bzw. Rezeptoren alle Bewegungen. Rezeptoren im Kiefergelenk registrieren die Lage vom Gelenkkopf, wo Muskelspindeln den Spannungszustand den Kaumuskeln melden. Nervenenden in der Mundschleimhaut orten die Lage und Grösse von Nahrungsteilen und Rezeptoren in der Wurzelhaut der Zahnwurzel melden Zahnkontakte. All diese Informationen werden zentral verarbeitet und in Steuerimpulse für die Kaumuskulatur umgesetzt. Mastikatorisches System bedeutet die Kaufunktion bzw. den Kauakt betreffend, denn Zähne, Kiefergelenk und Kaumuskulatur sind damit für die Zerkleinerung der Nahrung optimal aufeinander abgestimmt.

Kiefermuskulatur

Für Verspannungen der Kiefermuskulatur, Gesichtsmuskulatur, Nackenmuskulatur, Schulter oder Rückenmuskulatur gibt es viele verschiedene Ursachen, wobei meist Stress oder Veränderungen im Kiefergelenk durch das Zusammenspiel Symptome auslöst.
 
Für die Verspannung der Kiefermuskulatur sind Reizungen bestimmter Gesichtsnerven verantwortlich, denn nebst dem bekannten Trigeminus-Nerv können verschiedene Gesichtsnerven gereizt werden, sodass diese oft auch Ohrenschmerzen auslösst. Die meisten Beschwerden von Verspannungen gehen von den Kaumuskeln aus, die als Massetermuskeln an den Wangen bezeichnet werden wie auch den Temporalis-Muskeln an den Schläfen. Massetermuskeln und Temporalis-Muskeln werden angespannt, wenn man den Kiefer schliesst, die Zähne zubeisst oder zusammenpresst. Wenn man durch Stress und psychische Anspannung buchstäblich die Zähne zusammenbeisst, verkrampfen sich die Kiefermuskeln durch das nächtliche Zähneknirschen und Zähnepressen, sodass man Ohrenschmerzen und Ohrgeräusche erst am Morgen beim Aufwachen feststellt, denn "Verspannte Kaumuskeln" oder Kiefergelenkprobleme verursachen nicht selten auch Ohrenschmerzen.

Kaumuskulatur und Kiefergelenk

Die Kaumuskulatur wird benutzt zur Öffnung und Schliessung vom Unterkiefer und als Drehpunkt dient das Kiefergelenk.

Als Kaumuskulatur werden die Muskeln bezeichnet, die für das Öffnen und Schliessen verantwortlich sind und als Drehpunkt dient das Kiefergelenk, um das sich der Unterkiefer bewegt. Kaumuskeln (Laterotrusion und Protrusion) werden von je einer Kombination verschiedener sehr feinen Muskeln und Muskelanteilen bewirkt die im gesunden Zustand nur wenig Kräfte aufbringen müssen, denn die Kaumuskulatur und Kiefergelenk sind eine funktionelle Einheit. Zur Kaumuskulatur werden die vier Paare Muskeln vom Kopf zusammengefasst, die den Unterkiefer in Richtung Oberkiefer bewegen und damit für den Kieferschluss bzw. das Zubeissen und das Zermahlen der Nahrung ermöglichen sowie die seitwärts gerichteten Gleitbewegungen. Beim Ausüben von Parafunktionen entstehen beim Kauen massive Überlastungen, die zu grossen Schmerzen führen können. Schmerzen im Kieferbereich und an der Kaumuskulatur kann viele Ursachen haben, wobei die häufigste eine Überanstrengung der Kaumuskulatur ist. Die Kiefermuskulatur wird beim Zähneknirschen naturgemäss zu stark beanspruch, sodass die Folge davon Schmerzen der Kaumuskeln sind. Durch Bruxismus wie Zähneknirschen ist die Zahnabnutzung gross, sodass nicht nur die Zahnhartsubstanz, sondern auch die Kiefergelenke geschädigt werden können. Zahnfehlstellungen, Kieferfehlstellungen oder auch falsch gefertigter Zahnersatz können durch „falschen Aufbiss“ eine ständig schmerzende Kaumuskulatur zu Folge haben. Schmerzen an der Kaumuskulatur kann gravierende Kieferprobleme und Auswirkungen auf den ganzen Körper verursachen.

Kaufunktion und Kaumuskelfunktion

An der Kaufunktion für die Nahrungszerkleinerung und Einspeichelung vom Biss sind reflektorisch Zähne, Kaumuskulatur, Wangen, MundbodenGaumen und Zunge beteiligt.

Die Kaufunktion dient der Nahrungszerkleinerung, wo die Schneidezähne und Eckzähne zum Beissen und die Backenzähne zur Zerkleinerung dienen. Die Zähne können durch die Kaumuskelfunktion einen grossen Druck von ca. 80 kg pro Quadratzentimeter ausüben. Dieser Druck wird erzeugt durch die kräftigen Kaumuskeln, die an Oberkiefer und Unterkiefer ansetzen wie die Schläfenmuskel, Kaumuskel und die obere Zungenbeinmuskel. Muskelfunktionen dienen nicht nur der Kaufunktion sondern werden auch beim Sprechen mitbenutzt. Der komplexe Vorgang vom Kauen wird durch das Kiefergelenk und die Kontakte der Zähne im Wechselspiel gelenkt, denn die Kaumuskeln die daran beteiligt sind ermöglichen die Kaubewegung vom Unterkiefer durch das Zusammenbeissen sowie dem Seitwärtsgleiten beim "Zermahlen" mit den Backenzähnen. Eine Störung der Kaufunktion kann durch Zahnverlust oder Zahnabrieb entstehen, sodass ein gestörter, veränderter „falscher Biss“ vorhanden ist, was das Gleichgewicht wie auch den Reflexkreis durch die Fehlfunktionen stören, was zu Bissanomalien und Bissproblemen führt. Kaufunktions-Störungen wegen Verlust von Zahnhartsubstanz infolge Abrasion, das Bissprobleme bzw. eine Biss-Senkung und Kiefergelenksbeschwerden sowie Entzündungen der Mundwinkel zur Folge haben kann, können durch Kronen oder Teilkronen ausgeglichen werden, damit die Zähne in der Zahnreihe wieder voll funktionstüchtig sind. Bei einem Zahnlückengebiss kann die Zahnlücke durch eine festsitzende Zahnbrücke oder Zahnimplantate geschlossen werden.

Kaufunktion und Kausystem

Nebst dem Kauen hat das Kausystem noch weitere wichtige Funktionen wie Schlucken, Sprechen, Knirschen oder Zähnepressen und ist zuständig für den mimischen und ästhetischen Ausdruck.

Vielfach können die Ursachen für Beschwerden in einer Funktionsstörung vom Kausystem liegen, so beim Gebiss, den Kaumuskeln oder am Kiefergelenk. Wenn ein Teil von diesem Kaussystem gestört ist, werden die anderen überbeansprucht bei dem Versuch, die Fehlfunktion auszugleichen, denn das Kausystem ist ein komplexes System wo auch Atmung beteiligt ist. Zahnpatienten die nur noch wenige Backenzähne haben, müssen zur Zerkleinerung der Nahrung sehr viel mehr Muskelkraft aufwenden, wodurch es zu Überbelastungen und zu Abnutzungserscheinungen in den Kiefergelenken kommen kann, denn durch die Zahnabnutzung wird auch das Kiefergelenk geschädigt. Zahnfehlstellungen oder auch Zahnersatz können eine ständig schmerzende Kaumuskulatur zu Folge haben. Über Muskeln und Nerven ist das Kausystem intensiv mit anderen Teilen vom Stützapparat und Bewegungsapparat verbunden bzw. alle Teile vom Stützapparat und Bewegungsapparat beeinflussen sich gegenseitig. Diese Zusammenhänge wirken in Form von Funktionsstörungen aufeinander und können Beschwerden und Erkrankungen in anderen Teilen vom Stützapparat und Bewegungsapparat auslösen oder umgekehrt können Störungen aus anderen Teilen Beschwerden im Kausystem bewirken.

Kauapparat

Der Kauapparat ist eingebettet in die Funktionssysteme vom Kopf-Hals-Schulter-Bereich.

Mit Kauapparat wird die Mundhöhle mit ihren angrenzenden Gewebeteile bezeichnet, die während dem Kauvorgang funktionell als Kauwerkzeug bedeutsam und funktionell beim Kauvorgang wirksam werden. Erkrankungen und Störungen können sich in den ganzen Bereichen auf die Funktion vom Kauapparat auswirken. Viele Krankheiten zeigen Symptome in der Mundhöhle an wie Blutkrankheiten oder Infektionen und umgekehrt wirken sich krankhafte Veränderungen der Mundhöhle oft auch auf den restlichen Körper aus. Die Ganzheitliche Zahnmedizin beschäftigt darum nicht nur mit Zähnen und Zahnfleisch, sondern berücksichtigt darüber hinaus auch angrenzende funktionelle Gebiete. Zum Zahnhalteapparat gehören alle Anteile, die zur Verankerung der Zähne beitragen und so bewirkt der Zahnhalteapparat auch die Dämpfung der auf die Zähne einwirkenden Kräfte, die beim festen Zubeissen entstehen.

Kosten Zahnimplantate

Durch die Sanierung von Zahnruinen
stieg schon mancher Zahnarzt
in den Geldadel auf